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Ein Wochenende im Khao Yai National Park

Khao Yai National Park ist der näherste National Park an Bangkok. Er liegt ungefähr drei Stunden von der Thailändischen Hauptstadt entfernt und ist perfekt um einfach mal für ein Wochenende dem hektischen Stadtleben zu entfliehen. Wenn man den Park betritt, kann man sich die Größe garnicht des Parks garnicht richtig vorstelle. Man sieht nur eine Straße die irgendwann hinter einer Kurve verschwindet. Was dahinter steckt, kann man sich nur vorstellen. Wenn man die Strasse verlässt, ist man innerhalb von Sekunden in einer ganz anderen Welt. Keine Zeichen, Keine Schilder, einfach garnichts. Du bist mitten im Urwald!

Du bist nervös weil du nicht weisst was du erwarten sollt. Der National Park ist bekannt für die Arten Vielfalt an wilden Tieren die dort Leben. Es gibt noch einige wilde Elefanten, Rehe, viele Affen und den einen oder anderen wilden Tiger hat man in den letzten Jahren immer wieder gesehen. Die chance aber einen Tiger hier zu sehen ist genauso groß wie eine Nadel im Heuhaufen zu finden.

Wir standen immer noch am Eingang des Parks. Um bis ins Zentrum zu kommen, wo das Informationszentrum war, waren es noch 26 Kilometer. Wir waren überhaupt nicht darauf vorbereitet. Der ganze Trip war ein sehr spontanes unterfangen und wir hatten überhaupt keine Idee wie wir dort hinkommen sollten. Zurück konnten wir auch nicht. Der Bus der uns am Eingang abgesetzt hat sollte für die nächsten Stunden nicht mehr Fahren. Die freundlichen Sicherheitsleute am Eingang hatten aber natürlich eine Idee. Wir könnten deren Staatlichen Motoroller leihen für einen Tag. Sie würden sich dann einfach einen Teilen. Wir könnten einen für 500 Baht haben für 24 Stunden. Jede weitere Stunde wären nochmals 100 Baht gewesen. Wir wollten nicht Laufen also liessen wir uns drauf ein. Mein Freund Scott und Ich und unsere Rucksäcke. Leider zu Schwer für den Roller! Zwei konnten wir leider nicht haben weil sie ja selber einen brauchten! Kurz überlegt ob einer mit Gepäck hochfährt und dann den anderen abholt aber das würde zu Lange dauern.

Es gab nur eine Lösung: Daumen raus! 

Hitchhiking in Thailand

Zum Informationszentrum zu Trampen schien die einzige Möglichkeit und daher stellten wir uns neben dem Ticketschalter und streckten unsere Daumen raus. Und siehe da, gleich der erste hielt an. Wir warfen unsere Rucksäcke drauf und sprangen auf die Ladefläche des Pickups. Ein Schuß, ein Treffer! Fing gut an. Zu unserem Glück fuhren die auch bis nach oben zum Informationszentrum, alles was sie im Gegenzug haben wollten war ein Foto mit den zwei großen Falangs (Falang = Thailändisch für Ausländer).

Unterkunft in Khao Yai finden

Einmal oben am Informationszentrum mussten wir noch eine bleibe für die Nacht finden. Man findet dort eine Karte mit allen Hütten im Park und kann sich eine aussuchen. Wir fanden eine kleine und nette Hütte unweit (dachten wir) des Zentrums, zahlten und machten uns auf den Weg. Circa 100 meter weiter hielt ein Polizist an und fragte wo wir denn hingehen würden und ob er uns mitnehmen dürfte. Wir waren unsicher, stiegen dann aber doch ein! Er war sehr lustig und spasste rum und meinte er hätte nichts zu tun weil hier nicht so viele Touristen hinkommen würden. Als er uns vor der Hütte absetzte fragte er ob er ein Foto mit den zwei großen weissen Falangs machen könnte!

cabin at khao yai national park

Zum ersten mal seit dem wir in Thailand lebten, fanden wir einen Ort, wo es was besonderes ist, wenn man weiß und aus dem Ausland kommt. Die Menschen dort waren das wohl noch nicht so sehr gewohnt wie in den anderen regionen Thailands. Wir dachten darüber nach uns das Wochenende mit Bildern von uns durch den National Park zu schnorren.

Zu den Wasserfällen trampen

Nachdem wir unsere Rucksäcke in unserer Hütte abgestellt hatten, liefen wir wieder los Richtung Hauptstrasse. Unser Ziel war es, es noch an dem Tag zu den Wasserfällen zu schaffen. Es sollte nicht einfach sein. Weitere 20 Kilometer trennten uns davon und es war schon recht Spät. Bikes hatten wir nach wie vor nicht, also blieb uns nur Trampen übrig. Daumen Raus und abwarten. Wir hatten mal wieder Glück. Wir mussten nur drei Autos nehmen um die Wasserfälle zu erreichen.

kaoh yai national park water fall

Wasserfälle haben etwas besonderes. Ich weiß nicht was es ist. Vielleicht die Massen an Wasser die Felsen runterfliessen. Leider war die Strömung zu Stark um zu Schwimmen. Ich liebe es in Wasserfällen zu Schwimmen. Einfach nur da sitzen und das Wasser plätschern hören war auch entspannend. Leider ging die Sonne schnell unter und die ersten Leute verliessen den Parkplatz. Wir mussten noch eine Mitfahrgelegenheit finden um zurück zu unserer Hütte zu Fahren. Wir stellten uns wieder an die Seite, Daumen raus und da hielt auch schon ein schwarzer Pick up an. Aus dem Beifahrerfenster Lächelte unsere Freundin die uns am Morgen vom Eingang aus mitgenommen hatte. Sie wollten gerade wieder nach Hause fahren und fuhren für uns einen Umweg. Hammer!

Der Fahrtwind wehte durch die Haare und die untergehende Sonne schien uns ins Gesicht. Wir waren Glücklich und total entspannt und freuten uns ein Buch zu lesen und auf ein Bier auf der Terrasse unserer kleinen Hütte. Wir waren weit und breit die einzigen und genoßen die Ruhe.

Morgenruhe…

Wir wachten mit der Sonne auf. Es war noch sehr Früh und improvisierten mit unserem Frühstück. Wir hatten nicht viel und es war nicht sonderlich lecker aber es stillte das Hungergefühl. Da es noch sehr früh war, packten wir zusammen und liefen in den Wald. Wir hatten einen Aussichtsturm gefunden und verbarrikadierten uns dort mit der Hoffnung ein paar Tiere am morgen zu sehen. Die Elefanten und Tiger blieben aus aber einige Rehe bekamen wir dann doch zu Gesicht.

Wir liefen weiter an einem kleinen Fluss entlang und pausierten auf einem großen Felsen. Auf einmal erschienen zwei Gibbon Affen in den Kronen der Bäume auf der anderen Flussseite. Und als wenn das nicht genug war, legten die noch eine richtige Show hin und sprangen von Baum zu Baum. Toll!

Gibbon at khao yai national park

Wir kehrten zum Informationszentrum zurück, gaben die Schlüssel für unsere Hütte zurück und Trampten raus aus den National Park und fuhren zurück nach Bangkok.

Wir hatten ein kleines Abenteuer und waren bereit wieder ein paar Wochen in der Großen und Hektischen Stadt zu überleben.

Wie sieht dein idealer Wochenendtrip aus? Freue mich auf deine Meinung in den Kommentaren!

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Ein Kommentar zu „Ein Wochenende im Khao Yai National Park

  1. Isabelle Schmartz on

    Hallo!
    Ich plane eben eine Reise zum Khao Yai NP. Und wir würden gerne von Lopburi nach Pak Chong um uns dort dann ein Auto zu mieten um in den NP reinzufahren. Jedoch finde ich überhaupt nirgends Informationen wie wir von Lopburi nach Pak Chong kommen können. Hast du da vielleicht ne Idee?

    Antworten