Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Erfolgreich Bloggen: Das Wahre Leben Eines Reisebloggers

Da so viele von euch bereits gefragt haben wie ich es schaffe so viele Länder zu bereisen und das Leben zu führen welches ich gerade führe dachte ich das es mal Zeit wird meine Gedanken zum Thema professionelles Bloggen und Geld verdienen im Internet aufzuschreiben.

Ich bin gerade in Bologna in Italien angekommen, nachdem ich fünf Tage in Rotterdam auf der Travel Bloggers Unite Konfernez (TBU) verbracht habe. Über 200 Blogger und Vertreter aus der Reiseindustrie haben sich in der Stadt an der Maas getroffen um über Probleme und Trends im Reisebereich zu Sprechen und über den Einfluss von Reisebloggern. Ich werde in Bologna noch weitere zwei Tage verbringen und dann für 24 Stunden nach Oslo fliegen um das Land im Bereich Blogger Relations zu Beraten. Danach geht’s für mich nach einem kurzen Zwischenstopp in Amsterdam, direkt nach Frankreich wo ich für eine Kampagne gebucht worden bin um die verschiedenen Weinregionen zu Promoten.

Ich fand es klasse all meine Bloggerfreunde auf der TBU zu Treffen – Im Moment sehe ich meine Bloggerfreunde öfter als meine „normalen“ Freunde. Verrückt!

Du willst also auch ein professioneller Blogger werden und um die Welt Reisen? Super, ich erzähl dir jetzt mal wie das so ist…

Die meisten Blogs erleben ihren ersten Geburtstag nicht!

Es ist die traurige Wahrheit. Die meisten Leute die anfangen einen Blog zu schreiben, hören nach einigen Monaten wieder auf. Warum? Meistens weil sie nicht verstehen wie es funktioniert, haben keinen Plan of Approach (Business Plan) und was noch viel wichtiger ist, sie erwarten tausende von Besuchern auf ihren Blog in einer viel zu kurzen Zeit.

Die Realität sieht aber total anders aus. Du brauchst eine Strategie für dein eigenes Branding und eine definierte Idee um einen Platz in der Bloggerwelt zu finden. Schau dich um was es schon gibt! Du wolltest über Backpacking bloggen? Planet Backpack hat diese Nische für sich entdeckt… Flashpacking vielleicht? JustTravelous war schneller. Vielleicht aber ein Familienreiseblog? Ich muss dich enttäuschen, Köln Format sitzt in dieser Nische auf dem Thron. Aber vielleicht Solo Backpacking für Frauen? Selbst das gibt es schon in Deutschland und wird von CityGirlsBlog belegt… nicht einfach was?

Du brauchst eine gute Grundstruktur um erfolgreich zu bloggen!

Meiner Meinung nach ist das Reisebloggen eines der anstrengendsten Blogformate die es gibt. Denn du musst, um die meisten Inhalte zu erstellen, wer hätte das gedacht, Reisen! Und das kann erstens auf Dauer anstrengend sein und du kannst deinen Blog selten von unterwegs führen – es sei denn, du kannst in einem Bus auf Schotterpisten oder im engen Economy Seat auf 40.000 Fuß Beiträge schreiben.

Dazu kommt auch, dass du wenig Zeit hast von unterwegs an deinem Blog zu arbeiten. Plugins updaten, WordPress auf die letzte Version bringen etc… Deshalb ist es wichtig, dass du von Anfang an einen Partner hast, der dir da gut zur Seite steht. Ab 3,50 € kannst du als Partner auf Bluehost in den USA vertrauen, die bereits Millionen von WordPress Seiten hosten und wissen, was für Probleme wir Blogger haben!

Du bist der Blog und der Blog bist du!

Wenn du wirklich erfolgreich werden willst und dein Geld im Internet verdienen willst, dann musst du eine Marke um dich und deinen Blog kreieren – Der Blog und Du ihr müsst eins werden… Alle die, die ein Problem damit haben Bilder von sich auf Facebook zu stellen, können an dieser Stelle aufhören zu Lesen!

Off The Path wurde schnell (2 Jahre) eines der führenden Reiseblogs der Welt geworden und der führende Abenteuerreiseblog Deutschlands. Das ganze aber nur durch die ganze Arbeit die ich in diesen Blog investiert habe. Ich höre nie auf über die Arbeit zu Sprechen… Ich höre nämlich nie auf zu Arbeiten!

Das bringt mich zum nächsten Punkt:

Du wirst mehr und härter Arbeiten als jemals zuvor!

Travelblogger

Schreiben und einen Blog up to date zu halten ist verdammt viel Arbeit. Und es hört nie auf. Immer gibt es etwas zu tun…

Bevor ich Off The Path gestartet habe vor über zwei Jahren habe ich viel gelesen und bin im Internet auf all den verschiedenen Blogs gesurft um zu schauen was es da bereits gibt. Könnte ich überhaupt gegen diese ganzen Abenteuer Reiseblogs konkurrieren?

Ja genau, konkurrieren. Es ist ein verdammter Wettbewerb! Du konkurrierst für die Nummer 1 Position auf Google, du konkurrierst für Einladungen auf Blogreisen und du konkurrierst für Marketing Budgets die für Kampagnen mit dir ausgegeben werden sollen!

Letztes Jahr beendete ich meinen Job bei einer großen Marketing Agentur in Thailand und wurde Vollzeit blogger. Von 60 Stunden im Büro zu einem flexiblen Job den ich von überall auf der Welt machen kann. Der einzige unterschied, ich Arbeite heute bei weitem mehr, nämlich 24/7!

Ich merke es gar nicht mehr das ich Arbeite aber jedes mal wenn ich meine Familie besuche oder mit meinen „normalen“ Freunden abhänge, machen sie mir immer wieder klar wie viel ich doch Arbeite. Nur eben schnell eine E-Mail beantworten, einen Tweet hier, ein Facebook update da… alles Arbeit. Macht Spaß, ist aber dennoch Arbeit!

Und dann gibt es auch noch die andere Seite, die Seite die eigentlich niemand sieht. Die Seite wo man Reisen plant, Angebote und Outlines für PR-Agenturen und Destination Marketing Organization’s (DMOs), e-Books designed, das Design der Seite verbessert, Konferenzen besucht… die Liste ist endlos!

Was viele nicht verstehen ist, dass wenn ich diese ganzen Sachen nicht mache, würde ich nicht da sein, wo ich heute bin und ich würde da auch nicht lange sein!

All diese Sachen sind notwendig um erfolgreich zu sein und eine gewisse Position in der Reisebloggerindustrie zu halten!

Geld verdienen im Internet dauert beim Bloggen… LANGE!

Du wirst viel Zeit in deinen Blog investieren und wenn dein Plan es ist mit deinem Blog schnell Geld zu verdienen im Internet, dann kann ich dir nur einen Rat geben… Hör jetzt auf zu Bloggen!

Du wirst in den ersten zwei Jahren nicht viel Geld damit verdienen. Du wirst viel Schweiß und Zeit investieren um deine Leserzahlen zu steigern! Sobald du eine gewisse Zahl an „followern“ hast und „engagement“ hast, wirst du merken, dass du mehr und mehr E-Mails und Einladungen bekommen wirst. Es geht darum eine starke und nachhaltige Marke zu Erschaffen!

Es gibt viele andere Jobs mit denen man im Internet Geld verdienen kann und wo es noch viel schneller geht als im Bloggen. Beim Bloggen geht das relativ schwer, es sei denn man verkauft viele Werbelinks (Was gegen Google’s Regeln ist!)

Wenn dein Ziel es also ist einen Reiseblog zu starten um ein Jahr um die Welt zu Reisen und ein paar Freebies hier und dort zu bekommen (Denk dran, dass es niemals etwas umsonst gibt) dann empfehle ich dir einen kleinen Blogspot Blog zu eröffnen wo du kostenlos bloggen kannst und nur für Freunde und Familie zu schreiben, denn das ist nicht was professionelle Blogger machen!

Sobald du Geld verdienst, ist es eine Achterbahnfahrt!

An manchen Monaten wirst du mehr Geld verdienen als du eigentlich brauchst und an manchen Monaten dich von Toastbrot  ernähren… Nach zwei Jahren des professionellen Bloggens habe ich kein einziges mal gewusst wie viel Geld ich in den darauffolgenden Monaten verdienen würde.

Letzten Monat habe ich ungefähr 1000 € verdient, diesen Monat verdiene ich 5.000 € bis Heute aber habe ich noch keinen Auftrag oder Reise für die nächsten zwei Monate… Es ist unheimlich!

Du brauchst mehr als nur eine Einnahmequelle… der Blog alleine wird dich nicht Ernähren!

Wenn ich sage, dass ich 5.000 € diesen Monat verdiene, dann kommt das nicht direkt von meinem Blog. Mit dem Blog verdiene ich zwischen 300-500 €/Monat durch Affiliate Verkäufe durch Packlisten oder ein paar Empfehlungen hier und dort von Produkten die ich Klasse finde!

Der Rest meines Einkommens verdiene ich außerhalb des Blog aber würde ihn nicht ohne den Blog verdienen, da Off The Path auch mein Portfolio ist. Ich berate Marken, PR-Agenturen und DMO’s wie man mit bloggern arbeiten sollte, damit wenn du irgendwann professionell bloggen tust, es einfacher hast mit diesen zu Arbeiten… Wir sind gerade noch am Anfang wo Marken und Unternehmen beginnen und ernst zu nehmen und es gibt noch viel Arbeit die Erledigt werden muss!

Das ist also eine Einnahmequelle im Internet, eine weitere ist Kampagnenarbeit, wo ich mit Marken arbeite und mit Ideen kreiere wie sie ihre Zielgruppe am besten erreichen können. Nächste Woche mache ich eine große Kampagne in Frankreich wo ich für 9 Tage durch das Land von Weingut zu Weingut Reise und Französische Weine versuche zu Promoten und zu positionieren…

Dann gibt es noch das Blog-Camp, wo Conni und ich interessierten wie dir, helfen ein professioneller Blogger zu werden. Bisher haben wir 4 Blog Camps in Deutschland realisiert und expandieren demnächst in andere Länder wie Österreich und die Schweiz aber auch weiter ins Ausland wenn Interesse dafür besteht!

Nochmals, dein Leben wird dein Job…

Erinnerst du dich als ich sagte, dass ich 24/7 Arbeite… Erinnerst du dich an die Zeiten an denen du irgendwo hingereist bist und diesen besonderen Moment richtig genossen hast?

Das wird immer schwerer und schwerer je länger du professioneller blogger bist! Ich musste mich zwingen, den Moment zu genießen als ich letztes Jahr in Bagan stand und über die ganzen Pagoden geschaut habe. Mein einziger Gedanke war: „Perfektes Licht, ich muss das unbedingt Aufnehmen!“

Zum aller ersten mal in vier Jahren bin ich im Februar in den Urlaub gefahren… Ich habe alle meine Updates auf Facebook, Twitter und dem Blog geplant und bin für eine Woche offline gegangen. Es war sehr schwer aber unbedingt nötig!

Wifi ist dein Lebenselixier!

Warst du schon mal unter Reisebloggern? Die erste Frage die sie stellen werden wenn man ein neues Restaurant betritt (Ich schwöre das ist die Wahrheit): „Habt ihr Wifi?“

Deine Restaurantentscheidung wird nicht mehr von der Qualität und dem Preis des Essens beeinflusst, sondern durch die Grauen oder Blauen „Wifi Here“ Sticker an den Fenstern.

Es kann auch vorkommen, dass du einen Ort auf deiner Reise auslassen wirst, weil du weißt, dass es dort kein Internet gibt. Denn „Kein Internet = Keine Arbeit, Keine Arbeit = Kein Geld!“

Du lernst Freunde aus der ganzen Welt kennen!

Ich glaube ich habe eine Couch auf der ich Schlafen kann in jedem Land auf der Welt. Als Reisender und Reiseblogger wirst du Leute aus der ganzen Welt kennenlernen und man lernt andere coole Reiseblogger kennen auf Konferenzen wie TBEX.

Ich bin sehr froh, dass ich einige diese Reiseblogger zu meinen engsten Freunden zählen kann. Die sind genauso verrückt wie ich und wir haben die gleichen Interessen!

Aber ohne dich, wäre ich nichts!

Ich liebe mein Leben und ich liebe meinen Job (Blogger/Berater) aber ich kann dies nur machen weil es dich gibt. Weil du bis hier gelesen hast und weil du regelmäßig auf Off The Path kommst um zu sehen was ich neues geschrieben habe um dich über neue Reiseziele inspirieren zu lassen. Aber auch weil du immer diese tollen Kommentare hinterlässt und mir diese genial langen E-Mails schickst!

Wenn du nicht hier wärst, wäre ich es auch nicht!

Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast um bis hier zu Lesen und auch dafür, dass du mir auf FacebookTwitter und Instragram folgst.

Wenn du jetzt also wirklich bist hier gelesen hast, dann sei nicht entmutigt über die Dinge die ich gesagt habe, es ist nach wie vor möglich ein professioneller Reiseblogger zu werden. Denk einfach dran was der alte Fischer in Tonsai Beach zu mir sagte: „If you are really passionate about something, success will come from it alone.“ Denk einfach dran, dass es einfach ein bisschen länger dauert bis man wirklich Erfolgreich ist!

Blog Camp Logo

Wenn du Hilfe beim Bloggen brauchen solltest, können Conni und ich dir in unserem Blog Camp sicher helfen! Das nächste und dieses Jahr letzte Blog Camp findet am  13. & 14. Juli in Berlin statt!

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30 Kommentare zu „Erfolgreich Bloggen: Das Wahre Leben Eines Reisebloggers

  1. Pascal Wepner on

    Das Geld was Du im „Gesamten“ verdienst bzw. für diesen Monat angibst verdient zu haben, kann man auch allein mit dem Bloggen in der Reiseindustrie verdienen. 😉

    Du verdienst dein Geld wie Du selbst sagst eher durch Beratung und andere Dinge als durch Bloggen wenn ich das richtig verstehe.

    Auch ist es falsch zu sagen das man die ersten 1-2 Jahre gar nichts verdient. Das ist schlichtweg falsch. Mein Blog ist nun drei Jahre alt und finanziert seit 2,5 Jahren eine ganze Familie.

    Ich gehe allerdings auch nicht zu irgendwelchen Talkrunden und so weiter, das raubt Zeit viel zu viel Zeit die man eher in den Blog stecken sollte, denn Erfolg kommt nicht durch reden sondern durch Taten. 😉

    Schade das Reichweite nicht erwähnt wird, denn steigt die Reichweite, steigen die Einnahmen… 😉

    Falls deine Kennzahlen „https://www.off-the-path.com/de/medien-pr/“ stimmen, dann arbeite an deiner Reichweite, dann arbeitet die Reichweite für deinen Geldbeutel. 😉

    Grüße und weiterhin viel Spaß

    Antworten
    • Robin on

      Ich sehe hier zwei unterschiedliche Philosophien. Sebastian hat meiner Meinung nach gar nicht das Ziel, mit seinem Blog direkt viel Geld zu verdienen. Zumindest nicht, wenn das bedeuten würde, es mit Werbung zupflastern oder jeden zweiten Satz mit einem Affiliate-Link versehen zu müssen. Vielmehr nutzt er das Blog um seiner Leidenschaft – dem Reisen – nachzukommen und als Präsentation seines Könnens und Schaffens, aus dem er weitere Einnahmequellen/Aufträge generiert.

      Pascal, du willst/musst/kannst direkt von den Einnahmen deines Blogs leben da du dich beim Thema Kreuzfahrten für eine leicht zu monetarisierende Nische entschieden hast. Die Abenteuer, die Sebastian erlebt sind individuell und man kann sie nicht einfach über eine Buchungsmaschine buchen.

      Dass du davon Leben kannst, glaube ich dir sofort, auch wenn du im letzten Jahr ordentlich an Reichweite verloren hast. Mich würde an der Stelle interessieren, wie lange es gedauert hat, bis du deine Familie davon ernähren konntest, und wieviel Zeit du reingesteckt hast.

      Beste Grüße

      Antworten
      • Pascal Wepner on

        Ich habe an Reichweite verloren? Das wäre mir jetzt nun neu. Wenn ich mir meine Analyticszahlen ansehen verlaufen die konstant mit leichter Steigung seit 2012 mit monatlich über 100K uniquen Besuchern.

        Wenn Du die Sichtbarkeit von Sistrix und co. ansprichst, solltest Du Dich erstmal richtig damit befassen und verstehen was die Tools aufzeigen. Sichtbarkeit hat nichts mit Reichweite und Traffic zu tun und schon gar nicht in einer Nische. 😉

        Die Kreuzfahrt-Nische ist also leicht zu monetarisieren? Das erzählst Du besser nicht den anderen Kreuzfahrt-Bloggern die es seit Jahren nicht schaffen. 😉

        Auch wird in der Branche nicht über Affiliate-Links gebucht, Kreuzfahrten sind viel zu beratungsintensiv als das man es mit Pille-Palle-Produkte von Amazon vergleichen könnte. Ebenso wenig wird das in der Reisebranche im Gesamten funktionieren über Affiliate-Links zu leben.

        Wenn ein Header-Banner und ein Sidebar-Banner von Dir als „zugeklatscht“ gesehen werden ist das in Ordnung. Nur solltest Du es dann tunlichst vermeiden große Blogs und Newsseiten zu besuchen da Dir da wohl keine Steigerung zu „zuklatschen“ mehr einfallen würde. 😉

        Innerhalb des ersten Jahres war es möglich die Familie damit zu ernähren.

        Und hier geht es in dem Beitrag ja um „Erfolgreich Bloggen“ – dann sollte man „erfolgreich“ definieren.

        Ich sehe bei 20.000 unique Visitors aus der ganzen Welt!!! (wobei die meisten aus dem Ausland kommen) im Monat keinen Erfolg beim Bloggen, auch nicht bei 500 Euro einnahmen durch das Bloggen. Daher muss Sebastian „Erfolgreich Bloggen“ anders definieren als ich es beispielsweise tue.

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  2. Von nah und fern on

    Ein ehrlicher Beitrag und toll/mutig, dass du auch konkrete Zahlen in den Mund nimmst (bzw. tippst ; ) !

    Ich denke, man kann immer schwer pauschalisieren, jeder macht seine eigenen Erfahrungen und setzt vor allem seine eigenen Prioritäten.
    Am wichtigsten ist doch, dass du zufrieden bist mit deinem Leben und wie es grad läuft.

    Viel Spaß noch dabei! 🙂
    LG Maike

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  3. hotspotbcn on

    Okay, da du so schön ehrlich bist, will ich’s auch mal sein.
    Du hast gut 15.000 Follower auf Twitter und postest mindestens 5 Beiträge aus dem Blog täglich, erzielst damit aber durchschnittlich nur 700 Besuche auf dem Blog. Soweit korrekt?
    Damit generierst du bestenfalls 500€ monatlich.
    Man muss wohl kein Genie sein, um dieses Missverhältnis auffällig zu finden. Ich kenne jede Menge Blogger, die mit einem Viertel Besucher doppelt so viele Einnahmen erzielen.
    Da stellt sich doch die Frage, ob es, anstatt Kurse zu geben, nicht eher sinnvoll wäre, seine eigenen diesbezüglichen Fähigkeiten und Kenntnisse zu optimieren.
    Und warum wiederkaüt ihr alle immer diese Mär vom Nischenblog?
    Je mehr man sich thematisch eingrenzt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, die grosse Masse anzusprechen, die ja letztendlich, siehe auch Kommentar oben, das Geld bringt. Wer gut ist, sprich authentisch, ehrlich und mit profundem Wissen ausgestattet, braucht Konkurrenz nicht zu fürchten, im Gegenteil. Und wer als Anfänger die wohl unausweichlichen Fehler macht, wird daraus lernen.
    Es reicht, das vielleicht noch abschliessend, bei Weitem nicht aus, durch die Welt zu gondeln, davon Fotos zu machen und die zu beschriften. Sprachlich bewegen sich die meisten Reiseblogs, die ich bisher gelesen habe, auf dem Level der Schulaufsätze meines 11jährigen Neffen. Das ist a) sehr schade und b) dringendst verbesserungswürdig.
    Ausserdem sollte ein Blogger/Schreiberling/Fotograf immer den Blick für das Besondere haben, denn sein wir doch mal ehrlich, wieso sollte es mich als Leser fesseln, wenn jemand naiv beschreibt, wie er in Australien im Supermarkt in der Kassenschlange steht, wo er das, jedenfalls so wie er das schildert, auch ohne 20 Stunden Flug, unerträglicher Hitze und gefährlichen Tieren/Objekten in Wattenscheid beim Al*i hätte haben können.
    Unique Content – aber bitte auch auf unique Art rübergebracht – dann klappt’s auch mit dem Blog. (Wenn man das richtige Monetarisieren lernt)
    Nix für ungut und Grüsse aus Barcelona.

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  4. Carina on

    Hi Sebastian,
    sehr schön auf den Punkt gebracht!
    Ich kann den 24/7 Aspekt gerade so gut nachempfinden, aber noch viel mehr die Aussage, dass die Leidenschaft für das Bloggen den Erfolg bestimmt. Und mit Erfolg meine ich gar nicht mal unbedingt die Höhe des Einkommens, auch wenn wir das als Deutsche gern gleichsetzen…
    Echte Fans zu haben, Menschen ein Vorbild sein zu können und vielleicht den ein oder Anderen zu inspirieren, darin sehe ich einen erfolgreichen Blogger.
    Das mag jetzt für meine Vorredner vielleicht verträumt und unrealistisch idealistisch klingen, aber ich glaube daran, das in den meisten erfolgreichen Reisebloggern auf der TBU wiedergefunden zu haben.
    Vielen Dank für die Erwähnung, ich fühle mich geehrt in einer Reihe mit euch genannt zu werden!
    Liebe Grüsse und noch viel Spaß in Bologna!
    Carina

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  5. Freetagger on

    Ich kann dich absolut verstehen. Mir geht’s ähnlich wie dir. Ich bin gerade dabei, mich selbständig zu machen. Habe damals auch mit bloggen angefangen. Es ist aber wirklich brutal und schwer nur mit bloggen Geld zu verdienen. Aus diesem Grund habe ich mir eine Nische gesucht und dort eigene Projekte aufgebaut. Trotzdem verbringe ich fast den ganzen Tag vor dem Rechner um die Seiten zu verbessern.
    Ich wünsche dir noch viel Erfolg.

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  6. Daniela on

    Guter, ehrlicher, offener Beitrag … dazu passende die vorhergehenden Kommentare. Jeder sollte sich bewusst sein wie, was und wo er arbeiten möchte, Was für Ihn und sein Leben wichtig ist … hat man das Feuer zum Bloggen entfacht finde ich Deinen Weg mehr wie richtig.
    Mit den Nischenblogs sehe ich auch etwas anders, den ein Blogg ist etwas persönliches des Menschen und wenn man mit schreiben, Fotos begeistern kann darf man auch auch ausserhalb der Nische.

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  7. Patrick on

    Ich will mich gar nicht bei den Kritikern einreihen, doch möchte ich bezweifeln, dass eine Nische nur durch einen Blog besetzt werden kann.
    Backpacking, Flashpacking, Familienreisen & Co. sind doch alles große Themen, die eine riesige potentielle Zielgruppe haben. Und selbst wenn jeder Backpacker Planet Backpack verfolgen sollte, gibt es dennoch Raum für weitere Blogger, die ergänzend informieren oder noch besser sind.

    Egal, wie viel Wettbewerb schon da ist. Man muss nur besser sein als die anderen 🙂

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  8. Steve on

    Es ist durchaus interessant die Kommentare der beiden Sprachversionen hier zu vergleichen 😉

    Aber zum Thema. Ich denke das die eigene Philosophie und Ethik hier -insbesondere bei deutschsprachigen Bloggern- eine sehr große Rolle spielt. Im Vergleich zu den zahlreichen Bloggern aus den USA sehe ich hier doch einen markanten Unterschied was die Monetarisierung von Blogs angeht.
    Ich gehe hierbei sehr viel defensiver vor, wäge ab und entscheide mich dann doch gegen einen bezahlten Backlink, gegen einen sponsored Post oder ein Review eines Produkts. Klar: dadurch gehen mir Einnahmen verloren. Doch gleichzeitig denke ich hierbei an mein Google Ranking und natürlich an meine Leser und frage mich selbst: welche Inhalte möchte ich wie präsentiert bekommen?

    Und ja, der Faktor Zeit ist sehr wichtig für ein organisches, natürliches Wachstum. Keine Frage: es ist möglich einen Blog in wenigen Monaten zu pushen – dafür ist jedoch zeitlich und monetär einiges zu investieren.
    „Content is King“ – ich kann es kaum mehr hören. Viel wichtiger ist: gute Inhalte, sympathisch, übersichtlich und in der Sprache der Zielgruppe anzubieten.

    Die Tourismusbranche ist eine der größten Industrien – hier wird sehr viel Geld verdient. Für Blogger die Inhalte professionell und in einer gewissen Qualität anbieten & damit Destinationen/Marken marketingtechnisch unterstützen sollte daher wesentlich mehr drin sein.
    Ich stecke beispielsweise enorm viel Zeit in die Produktion meiner Videos, auch da ich einen gewissen Anspruch habe was das Endergebnis angeht. Dennoch reicht dies bei weitem nicht aus um meine Gesamtkosten zu decken.
    Ich denke jedoch das dies eher eine Momentaufnahme ist und die Gespräche die ich in letzter Zeit geführt habe, die vielzahl an Projekten mit Bloggern und das generelle Verständnis steigt.

    Wichtig ist sich selbst treu zu bleiben und seiner Leidenschaft zu folgen – und die ist es nicht reich zu werden.

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  9. Andersreisender on

    Reisen und bloggen und auch damit Geld zu verdienen ist toll. Ich blogge von unterwegs nun seit vier Jahren – mit allen möglichen Höhen und Tiefen. Und es macht immer noch Spaß.

    Und das ist auch die Grundvoraussetzung: Spaß. Solange man es gerne macht wird auch der Erfolg (wie auch immer er definiert wird) mit dabei sein.

    Besonders Spannend finde ich übrigens die Aussagen einiger Vorkommentatoren, denen ich nur beipflichten kann. 🙂

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  10. Bettina / My Path 2013 on

    Ich habe meinen Blog vor kurzem neu gegründet und bin gerade dabei Kontakte zu knüpfen und zu recherchieren.
    Als ich auf deinen Artikel gestoßen bin war ich baff, denn genau danach habe ich gesucht. Natrülich gibt es kein Rezept für den Erfolg, auch einen Messwert zu finden ist meiner Meinung nach schwierig, denn für den einen gilt das verdiente Geld als Parameter, für den anderen seine Fan-Community selbst, für einen anderen ist schon ein witziger Contect mit schönen Fotos ein Erfoglserlebnis. Bei diesem Punkt bin ich gerade, denn ich verfluche die Erfinder von HTML-Codes und anderen Grafikprogrammen, die mir das Leben schwer machen. Natürlich werde ich immer besser umso länger ich mich damit beschäftige.. wie man sagt, der Weg ist das Ziel! 😉
    Anyway, ich finde es toll, dass du hier so offen und ehrlich sogar mit Zahlen um dich wirfst! TOP-Post! Danke!

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  11. Walter on

    Unser Reiseblog wird bald drei Jahre alt und wirft soviel ab, dass wir davon ein paar Freelancer in Indien bezahlen können, die uns im Hintergrund mit ein paar technischen Details helfen. D.h. dass wir den Blog nicht vollberuflich betreiben können und deshalb auch nicht wirklich vom Fleck kommen.

    Erfolg ist für uns schon, wenn wir zu Pressereisen eingeladen werden. Damit reisen wir günstig, verdienen aber noch (fast) nichts. In diesem Sinne schliesse ich mich an: Reisebloggen ist ein Haufen Arbeit, die zwar Spass macht, Geld verdienen kann man mit andern Jobs aber viel effizienter.

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  12. claus on

    Also mir gefällt dieser Artikel recht gut. Natürlich lässt sich in kurzer Zeit mit bloggen Geld verdienen, allerdings hat Pascal recht wenn er schreibt , mal eben über Affiliate Links funktionierts nicht. Da steckt viel Arbeit dahinter, keine Frage. Auf der anderen Seite aber muss man sich die Frage stellen: Worauf will ich letztendlich hinaus, soll es das schnelle Geld sein? Oder will ich langfristig eine in der Branche akzeptierte Marke werden…und das passiert eben nicht in 2 Jahren…

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  13. Marco on

    Hallo Sebastian
    Danke für diese Zeilen! Solche Bloggposts sind für mich immer wieder unglaublich motivierend es eben doch zu schaffen und die mir sagen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
    Auch holst du damit meine Erinnerungen ans Blogcamp in Berlin wieder hoch. Es war ein unglaubliches Wochenende, dass ich nur jedem Angehenden Blogger empfehlen kann!!
    Danke nochmals für die Motivationsspritze und bis hoffentlich bald mal wieder!

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  14. TanjaM on

    Ein wirklich lesenswerter Artikel, der den einen oder anderen Träumer zurück in die Realität katapultieren dürfte. Wenn man mit Herzblut dabei ist, was Interessantes zu erzählen hat stimmen auch die Besucherzahlen. Man muss sich dann aber entscheiden, welchen Weg man gehen möchte.

    Diesen Blog könnte man sicherlich besser monetarisieren – über Seminare, Beratung und Co. ein Auskommen zu haben ist natürlich auch eine tolle Sache! Andere haben hier einfach nicht das Marketing-Fachwissen für oder es liegt ihnen einfach nicht. Diese müssen halt schauen, dass über die eigentliche Webseite, über das Bloggen direkt mehr Geld reinkommt.

    Ich denke es kommt auch darauf an, welche Zielsetzung man an seinen Reiseblog hat. Ich plane derzeit auch einen, möchte / muss davon aber nicht leben. Er soll meine Trips lediglich mitfinanzieren, Kontakte erschließen etc.

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  15. Pascal on

    Ein guter und realistischer Artikel! Oftmals liest man ja nur „bau ein Blog auf“, dass es sich aber schwierig gestaltet damit auch Geld zu verdienen oder sogar davon zu leben – das wird oft nicht erwähnt. Ich persönlich habe die Bloggerei an den Nagel gehängt, mir ist das zu viel Arbeit. Ich verdiene mein Geld inzwischen mit Telecommuting und Online Freelancing. Damit verdient man viel schneller Geld, als mit Bloggen. Dafür ist es aber auch kein passives Einkommen.

    Antworten
  16. Tobi on

    Dein Text ist echt interessant aber das Scrollen auf deiner Seite ist äzend irgendwas läuft im Hintergrund in Endlosschleife.. währe der Artikel nicht so interessant währen viele User längst weg. Hier gibts also noch Optimierungsbedarf: Samsung NC10 Win7 FF
    Grüssle die Konkurrenz von
    http://afrikamotorrad.de

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  17. Ramona on

    Sehr gut, dass mal jemand die Scheuklappen beiseite räumt. Danke für diesen Beitrag. Ich bin freie Journalistin und unterliege dem Pressekodex. Kaum ein Leser kann noch zwischen (deutlich besser bezahlten) PR-Texten und recherchierten, authentischen Beiträgen unterscheiden. Darunter leiden auch die reisenden Blogger, die Zeit und Geld für gute Beiträge investieren.

    Antworten
  18. silli62 on

    Hallöchen!

    Ach ja, wie oft habe ich schon Beiträge gelesen über erfolgreiches Bloggen. Aber deiner ist jetzt so der erste, den ich übers reisen lese. Da ich einfach mal wissen wollte, was da der ein oder andere erfahrene Blogger drüber erzählt :). Denn ich fliege dieses Jahr nach Irland und hatte im Grunde vor, über unsere Reise eine Art Tagebuch zu schreiben. Fotos und pipapo, wo wir waren, Hotels und haste nicht gesehen.

    Ich muss sagen, ich bin auch von der Fraktion, die anfangs dachte, das geht hopp salopp…..hatte es dann erst mal sein lassen (weshalb es zum teil stimmt, dass manche Blogs ihren ersten Geburtstag nicht erleben). Nachdem es mir aber keine Ruhe lies, habe ich letztes Jahr irgendwann, dann doch wieder angefangen.

    Keine Ahnung wie viele Berichte ich las, mit Tipps und Tricks übers bloggen. Eines Schönen Tages, machte es einen Rappler und ich dachte mir, diese Unzähligen Tipps können mich jetzt dann langsam mal kreuzweise und ich ziehe meinen Stiefel einfach mal durch. So am Rande erzählt. Ich weiß zwar jetzt nicht mehr was ich ursprünglich schreiben wollte. Was auch irgendwie jetzt auch egal ist. Aber dir möchte ich trotzdem sagen: DANKE für diesen Beitrag, denn so habe ich ihn noch nie gelesen :).

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  19. Gaby Engelbart on

    Vielen Dank für den interessanten Artikel! Ich habe zu diesem Thema auch gerade folgenden Artikel gelesen. Meiner Meinung nach gehört zum Erfolg, Dinge zu tun, die einem liegen, die man idealerweise sogar liebt und nicht zu früh aufzugeben! Und ohne eine gewisse Disziplin geht es meisten auch nicht

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  20. Kevin on

    Wenn man sich diesen Artikel durchliest fällt einem auf dass da sehr viel Erfahrung und Herzblut drin steckt. Ich selbst beschäftige mich auch mit dem Thema Geld verdienen im Internet, jedoch nicht direkt mit Bloggen. Unter http://online-businessmaker.com kann man sich zum Thema Geld verdienen im Internet auch ein kostenloses Ebook herunterladen. Find es immer wieder schön wenn sich Menschen dazu entscheiden „Out of the Box“ zu gehen und damit Mega-Resultate erzielen. Ich finde, dein Blog ist so ein Mega-Resultat!

    Liebe Grüße

    Kevin Schörgendorfer

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  21. Kai on

    Auch wenn ich nicht den Weg des Bloggers gegangen bin, finde ich es toll wenn sich jemand in seine Passion richtig reinhängt und sein Ziel verfolgt. Danke für den Artikel und die informativen Tipps.

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  22. Christine Gerresheim on

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die meisten Blogger nicht davon leben können oder kaum etwas damit verdienen. Da ist es schon bewunderswert, wenn jemand dennoch am Ball bleibt und weiterschreibt. Ich wünsche noch viele schöne Reisen!

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  23. chris14475 on

    Sehr schön geschrieben! Ich stehe mit meinem Reiseblog über Gran Canaria (www.cristobalcolon.de) auch noch am Anfang, und es steckt wirklich sehr viel Arbeit dahinter. Es benötigt Zeit & viel Durchhaltevermögen. Ich glaube wenn man anfängt zu bloggen, dann kann man sich am Anfang garnicht richtig vorstellen wieviel Arbeit tatsächlich in so einem Blog steckt. Und dann wäre da noch mein Job, denn von irgendwas muss man ja leben und so einen Blog neben den Beruf sich aufzubauen ist extrem zeitaufwendig und erfordert sehr viel Schweiss und Arbeit. Es freut mich aber sehr, dass Du lieber Sebastian schon so weit gekommen bist. Ich denke Blogger wie, sind für uns ,,Neulinge´´ein Vorbild und auch eine extreme Motivation! Ganz liebe Grüsse aus Gran Canaria von Cristobal Colon – Der Gran Canaria Blog 🙂

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