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Ich Liebe Norwegen: Liebesbrief an Norwegen!

Liebes Norwegen,

Ich bin mir nicht sicher wann es geschah, war es vor zwei Jahren als wir uns zum ersten Mal trafen oder jetzt die Tage als ich dich nach so langer Zeit wieder besuchte? Ich muss zugeben, ich bin ein bisschen verwirrt. Ich erinnere mich noch als wenn es Gestern wäre, als ich in Bergen 2010 ankam und du mich mit einem warmen Lächeln begrüßt hast. Du warst so heiß und ich so nervös dich zu Treffen, immerhin verlangst du ganz schön viel von jedem. Der Preis dich zu Treffen ist ganz schön hoch und ich war so aufgeregt als ich dann endlich die Chance hatte. Die ganzen Sachen die wir gemacht haben waren unglaublich und ich hatte doch nur 10 Tage mit dir. Du zeigtest mir deine gigantischen Fjords und nahmst mich mit auf deine Gletscher. Ich war nicht überrascht, dass du Kalt wie Eis sein kannst.

Aber du warst auch so heiß, dass du dieses Eis in strömende Flüsse verwandelt hast. Ich brauchte einen dicken Neoprenanzug als ich in Voss Canyoning gemacht habe und ich glaube da verliebte ich mich zum ersten mal in dich. Als ich dann ein paar Tage später auf einer einsamen Insel mit meinen Freunden zeltete wurde diese Liebe stärker.

Aber was ist nur in der Zwischenzeit passiert? Das ist nun zwei Jahre her und ich habe so viel in der Zeit gesehen. Ich habe dich nie vergessen habe dich aber einfach mit anderen ersetzt. Thailand war ganz schön hoch auf der Liste aber hat mich nie so berührt wie du es getan hast. Es war recht leicht Thailand den Rücken zu zudrehen und von dannen zu ziehen. Ich denke aber nach wie vor manchmal über die tolle Zeit zurück.

Wie auch immer, ich bin ja jetzt zurück und diesmal warst du echt Kalt. Eiskalt. Aber ich war vorbereitet und es hat mich überhaupt nicht gestört. Ganz im Gegenteil, ich war so gut vorbereitet, dass ich es sogar richtig genossen habe. Du bist im Winter genauso hübsch wie im Sommer aber eigentlich dürfte man das nicht mit einander vergleichen. Es ist so anders. Als ich in Tromsø nach den Nordlichtern gesucht habe, habe ich einen Sternenhimmel gesehen, der mich echt umgehauen hat. So etwas habe ich zum letzten mal vor 5 Jahren in Australien in der Wüste gesehen aber bevor du jetzt Eifersüchtig wirst, Australien hat keine Nordlichter! Du bist echt besonders Norwegen. Diese Farben die nachts über meinem Kopf getanzt sind waren einfach unglaublich. Du Norwegen, bist etwas ganz besonderes!

Und dann ist da auch noch die ganze Fauna von dir. Das Hundeschlittenfahren mit diesen ganzen süßen Huskys in Alta war unglaublich. Wie diese Tiere uns mit einer Leichtigkeit durch die Tundra gezogen haben war gigantisch. Und auch das Rentierschlittenfahren in Tromsø war echt cool. Mitten auf einem eingefrorenen See standen wir und haben nach den Nordlichtern geschaut. Du schaffst es nach wie vor mich immer wieder zu erstaunen. Und ich bin mir sicher, dass du noch viel mehr zu bieten hast und kann es kaum erwarten dich ein drittes und viertes mal Besuchen zu kommen.

Ich hoffe, dass wir jetzt regelmäßig in Kontakt bleiben, denn ich würde dich echt gerne ein bisschen besser kennenlernen.

Ich möchte dir gerne Danken Norwegen. Du bist besonders. Du bist einzigartig. Du schaffst es, dass ich mich lebendig fühl!

Dein Sebastian 

 

Northern Lights in Alta in February 2013


Reindeer sledding in Tromsø in February 2013

bonfire in winter in Alta after dog sledding

husky puppies in Norway

Warst du schon einmal in Norwegen oder steht Norwegen auf deiner Liste von Dingen die du machen solltest? Ich freue mich von dir in den Kommentaren zu lesen.

Disclaimer: Danke an visit Norway für den ganzen Support und dafür, dass sie einfach wunderbar sind. Natürlich sind die Gedanken und Kommentare in diesem Liebesbrief meine eigenen und ich denke, dass jeder mal dieses tolle Land besuchen sollte.

Ich Liebe Norwegen!

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6 Kommentare zu „Ich Liebe Norwegen: Liebesbrief an Norwegen!

  1. Planet Hibbel on

    Mit diesem Post hast DU mein Herz berührt. Ich liiiieeeeebe Norwegen!!! Bis auf diese endlosen Winter mit Kälte und Dunkelheit. Ich habe norwegische Wurzeln. Meine Großeltern haben in Tromso geheiratet und meine Sommerferien habe ich früher immer bei meiner Familie in Trondheim verbracht. Leider habe ich die Nordlichter noch nie gesehen und saß auch noch nie auf einem Rentierschlitten. Das steht nun aber auf jeden Fall auf meiner must-see und to-do-Liste. Danke für den Bericht und liebe Grüße, Nadine

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  2. Anke on

    Ich fahre schon seit 1982 nach Norwegen. Damals war das Land noch viel unberührter. Kaum Tourismus. Da war es noch wirklich abenteuerlich und ruhig.

    Bis auf den Norden waren wir schon fast überall. Vielfach mit dem Wohnmobil ab und zu auch in einem Haus. 1982 nur mit PKW und Zelt.

    Mich haben besonders die Lofoten, die Gegend um den Femundsee und natürlich Jotunheimen und Hardangervidda sowie das Dovrefjell beeindruckt.

    Auch die alte Strynfjellstraße ist schön zu fahren.

    Der Atlantikveien war schön, aber leider zur kurz. 😉

    Dombas um 8.00 Uhr morgens am 17.05., wenn die Glocken läuten und mit einem Festakt die Fahne geflaggt wird, ist berührend. Genauso wenn man mit der Color Magic am Nationalfeiertag unterwegs ist und das Schiffshorn ertönt.

    Auch der Campingplatz am Nordfjord – http://www.gloppen-camping.com/ – mit seiner Vogelwelt war toll.

    Oder die Museen. Gletschermuseum, Maihaugen usw. usw. Oder das Polarkreis-Center an der E 6 bei strömenden Regen mit Borderline von Chris de Burgh.

    Ich bedauere, dass immer mehr Menschen die Schönheit dieses Landes entdecken. Die erste deutsche Kolonie mit ihren Marotten habe ich im Süden des Landes auf einem Campingplatz kennen lernen müssen. Parzelliert und eingerichtet, wie zu Hause. Spiessig sondergleichen mit Gartenzwerg vor dem Campingwagen…. Das haben die naturverbundenen Norweger mit der Liebe zur Freiheit nicht verdient. 😉

    Dieses Jahr wollen wir über die schwedische Wildmark um Saxnäs, Fatmomakke und Vilhelmina über Jokkmokk nach Mehamn und dann über Hammerfest nach Senja. Dann entlang an der Küste über die Touristenstraße -http://www.nasjonaleturistveger.no/de/helgelandskysten- weiter über das Rondane wieder zurück nach Oslo.

    In Oslo werde ich dann mindestens einmal an der Aker Brygge entlang spazieren und die Architektur bewunder. Wo gibt es schon mitten auf dem Boulevard einen geplanten Bachlauf?

    Und im Winter wird es auch einmal nach Norden gehen.

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  3. Julia Kallweit on

    Ok, DAS ist wirklich soooo umwerfend und beeindruckend! Ich habe wirklich selten einen so gelungenen Post gelesen. Riesen Kompliment an dich. Bisher bin ich noch in Norwegen gewesen, aber du hast mich mehr als überzeugt und ich weiß schon ganz genau was ich nächstes Jahr zu dieser Zeit machen werde;) Nochmal Hut ab vor dem Herrn Traveller, da hast du ein kleines Stück Kunst geschaffen. Das klingt jetzt vielleicht zu euphorisch, aber ich bin wirklich begeistert:) der Link wird jetzt erstmal großflächig gestreut!

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  4. Gabi on

    Hi Sebastian,

    wir waren auch gerade wieder in Norwegen unterwegs. Und es trifft mich immer und immer wieder. Selbst nach 10 Jahren, zig Reisen im Winter, Sommer, Frühjahr und Herbst, nach langen Aufenthalten. Es erwischt mich jedesmal wieder neu!
    Diese Schönheit in der Natur, und dann noch das NORDLICHT!
    Kann ich also sehr gut nachvollziehen, Deinen Liebesbrief!
    liebe Grüße

    Gabi

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  5. Anja on

    Ich habe Pipi in den Augen…seit ich 2Jahre alt bin fahre ich mit meiner Familie nach Norwegen.Wir haben versucht fast alle Schulferien auszunutzen.Meine Eltern sind Angeljunkies daher waren wir immer unterwegs und immer irgendwo am Wasser.Die Sprache hab ich dann auf der VHS gelernt und durch unsere Norwegischen Freunde mit denen ich Brieffreundschaften hatte…wenn ich an meine Kindheit denke, dann denke ich an Norwegen.Das war unsere zweite Heimat.Wir hatten irgendwann eine Hütte von Wald umgeben und vor uns ein paar Meter weiter direkt der Fjord mit unserem Privatstrand.Absolute Ruhe,Einsamkeit,klare Luft und Wasser….ich bin später ohne meine Familie viel in südliche Länder gereist weil ich die Sonne vermisst hab und Badewannenwasser…aber nach Norwegen kehre ich immer wieder zurück.Und dann muss ich aus vollem Herzen weinen wenn ich alleine im Fjell wandere.Denn dort ist niemand – nur die wundervolle Natur und ich.Und dann spüre ich diese tiefe Liebe in mir zu diesem Land die niemals vergehen wird,denn Norwegen ist ein Teil von mir.Norwegen ist wirklich etwas ganz Besonderes!

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