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9 GRÜNDE FÜR EINE ABENTEUERREISE IN ALASKA

// Dies ist ein Gastbeitrag von Natalie. Ich habe sie auf einer Konferenz letztes Jahr kennengelernt. Sie erzählte mir von ihren Touren in Alaska und da ich es bisher selbst noch nicht dorthin geschafft habe, habe ich sie gefragt einen Gastbeitrag über dieses unglaubliche Land hier auf Off The Path zu schrieben! 

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Wenn ich den Leuten erzähle, dass ich Reisen in Alaska leite, fassen sie sich an den Kopf und erschaudern sichtlich. Dann fragen sie mich, warum ich mein Reiseunternehmen im Wesentlichen auf dieses weite Land konzentrieren möchte, in dem es doch bitterkalt sei. Doch hat ihre Vorstellung von Alaska nichts mit dem Sommer dort zu tun. Gewiss, die Winter können unerträglich kalt sein und die Straßen unter der Schneelast gleichsam ersticken, aber die meisten Leute haben die Zeit, den Winter in Hawaii oder im Staat Washington zu verbringen.

In der nördlichen Hemisphäre führt jetzt der Winter sein Regiment; aber es ist nicht meine Absicht, weiter über Schnee und Kälte zu sinnieren. Es geht hier um die Sommer in Alaska, in denen die Sonne 20 Stunden am Tag scheint; Tage, die ausgefüllt sind mit Erkundungen durch unberührte Natur, Kajakfahren entlang der Küste und Fischen. Königslachs und Heilbutt gibt es in Alaska (hier auch „Greatland“ und „The Last Frontier“ genannt) reichlich.

In Anchorage ist eine Menge los. Fast die Hälfte der 730.000 Einwohner Alaskas lebt hier. (Viele Leute glauben, Anchorage sei die Hauptstadt, doch die ist Juneau.) Den ganzen Sommer über finden die verschiedensten Festivals statt; wer Live-Musik liebt, kommt voll auf seine Kosten.

Doch darf auch nicht vergessen werden, dass diese Stadt inmitten einer Wildnis liegt, in der über tausend Elche, zweihundertfünfzig Schwarzbären und hundert Grizzlys leben. Nur ein paar Gehminuten von der Hauptstraße entfernt kann man seine Angel auswerfen und einen der prächtigen Lachse fangen, die die Shipbucht hinaufschwimmen. Es lohnt sich, mit dem Fahrrad die Küstenstraße am Turnagain-Meeresarm zu erkunden und den Weißwalen zuzusehen, wie sie Lachsschwärme jagen. Sogar eine der mächtigsten Gezeitenwellen kann hier beobachtet werden.

Ich würde Anchorage einen schlechten Dienst erweisen, käme ich nicht noch auf die hervorragende Küche zu sprechen. Die Meeresfrüchte, die bei „Humpy´s“ im „Glacier Brewhouse“, im „Mooses´s Toth“ und bei „Ginger“ serviert werden, sind klasse.

Nun genug von Anchorage, Alaska hat noch einiges mehr zu bieten:

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[dropcap size=small]1[/dropcap] Homer, eine pittoreske Künstlerkleinstadt mit Galerien, liegt an der Kachemak Bucht, die von alten Vulkanen umgeben ist. Einige von denen sind sogar noch aktiv. Wir schlagen unsere Zelte am Ende der Halbinsel auf und werden mit freier Sicht auf einen farbenprächtigen Sonnenuntergang belohnt. In Homer kann man an einem Preisfischen teilnehmen. Wer z. B. einen Heilbutt angelt, der 125 kg wiegt, was schon vorgekommen ist, bekommt ein Preisgeld von über 40.000 Dollar. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

[dropcap size=small]2[/dropcap] Sind wir in Valdez, empfiehlt es sich, die verschiedenen Meeresbuchten, gefüllt mit hoch aufragenden Eisbergen, mit dem Kajak zu erkunden. Anders ist es auch nicht möglich, Seeottern, Seehunde, Seelöwen, Bären und sogar Wale zu sehen. Der Ort erlangte traurige Berühmtheit durch das Tankerunglück von 1989, bei dem das Ökosystem am Columbia-Gletscher zerstört wurde. Mittlerweile hat die Natur sich aber vollständig erholt.

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[dropcap size=small]3[/dropcap] In der Nähe von Seward, das an der Resurrection-Bucht gelegen ist, nehmen wir an einer Bootsexkursion teil. Wir erfahren etwas über die reichhaltige Geschichte der Bucht, während wir die zerklüfteten Klippen bestaunen, dazu die Seevögel und die Meerestiere, Hochgebirgsgletscher und insbesondere den beeindruckenden Bärengletscher. Bei der sechsstündigen Tour durch den Kenai-Fjord-Nationalpark sind auch kalbende Gletscher zu sehen. Hoffentlich gelingt ein perfektes Foto, wie gerade ein riesiger Eisbrocken ins Wasser fällt. Weil dies recht oft geschieht, sollte die Kamera auf Video oder multi-frame eingestellt sein.

[dropcap size=small]4[/dropcap] Wenn man im Kenai- oder Copperfluss nach Lachs angelt, stellt man sich besser auf einen harten Kampf ein: So ein Fisch kann bis zu 45 kg wiegen! Die verschiedensten Lachsarten können hier gefangen werden. Von einigen Plätzen wird behauptet, dass an einem Tag insgesamt über 700 Fische aus dem Wasser gezogen wurden. Damit könnte man sich etliche Leute zu Freunden machen, aber der Grill müsste riesengroß sein.

[dropcap size=small]5[/dropcap] Doch was wäre unsere Reise, ohne durch die Wildnis zu wandern und sie zu erkunden! Aber wann war es das letzte Mal, dass kein Pfad die Richtung wies und, gleich welche Wahl getroffen wurde, noch niemand zuvor diese Route gegangen war? Denn es ist ein besonderes Erlebnis, als erster einen Weg über einige der sechs Millionen Acres (mehr als 24.000 km²) des Denali-Nationalparks gefunden zu haben, an dem jedes Jahr Abenteuerlustige aus der ganzen Welt teilhaben möchten. Doch man kann sich auch in einen der vielen Shuttle-Busse setzen; egal, wie: Überall wird einem eine artenreiche Natur begegnen.

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[dropcap size=small]6[/dropcap]Eine außergewöhnliche Attraktion: ein Flug über und um den 6.196 Meter hohen Mt. McKinley in einer siebensitzigen Maschine; eine einzigartige Begegnung mit dem höchsten Berg Nordamerikas. Doch vom Mt. McKinley mal abgesehen, ist es der Denali-Nationalpark mit seinen ihn umgebenden Bergketten und den Hunderten von Gletschern alleine schon wert, aus der Vogelperspektive bestaunt zu werden. Wer Lust hat, kann gern eine Gletscherlandung dazubuchen. Er oder sie trifft dann vielleicht den einen oder anderen Bergsteiger im Basislager, der auf seine Gelegenheit wartet, diesen majestätischen Berg zu erklimmen.

[dropcap size=small]7[/dropcap] Sogar in den Staaten für seine Größe berühmt: der Wrangell/St. Elias-Nationalpark. Er ist bei weitem der größte der Nationalparks in den Vereinigten Staaten, fast sechsmal so groß wie der Yellowstone-Nationalpark. Wer über den Wrangell/St. Elias-Nationalpark hinwegfliegt, dem bietet sich ein einmaliger Blick: Berge reihen sich an Berge, Gletscher an Gletscher und Flüsse an Flüsse. Der Root-Gletscher eignet sich als perfekter Ort für Leute jeden Alters und Könnens, am aufregenden Eisklettern teilzunehmen: ein ganzer Tag ausgefüllt damit, die verschiedenen Klettertechniken vom Anfänger bis zum Profi zu erlernen; und das in einem Gebiet mit glasklaren Gletscherseen, rauschenden Wasserfällen und tiefen Gletscherlöchern.

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[dropcap size=small]8[/dropcap] Wenn wir an der Maclaren Unterkunft angekommen sind, laden wir unser Gepäck auf ein Schnellboot, mit dem wir auf dem Maclaren acht Meilen flussaufwärts zu unserem Buschcamp fahren, von dem aus der Maclaren-Gletscher zu Fuß zu erreichen ist. Hier lässt sich die Wildnis in ihrer ganzen Schönheit erleben. Wir haben nur das Nötigste dabei, schlagen unsere Zelte auf, setzen uns ans Lagerfeuer; über uns ein funkelnder Sternenhimmel, in seiner Fülle kaum zu begreifen.

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[dropcap size=small]9[/dropcap] So ziemlich ein jeder, der nach Alaska kommt, möchte einen Bären sehen; aber nicht irgendeinen, sondern den Kodiakbären. Der an der Küste lebende Braunbär, der oft fälschlich als Grizzly angesehen wird, steht in seiner Größe mit bis zu 635 kg dem Eisbären nicht nach. Mit Sicherheit sieht man diese gewaltigen Kreaturen an den Brooks-Wasserfällen im Katmai-Nationalpark. Wer je diese Bären auf „BBC“ oder „Discovery“ gesehen hat, der flippt bei diesem Tagestrip aus. Warum? Er kann die Bären beobachten, wie sie direkt an der Wasserfallkante stehen und die Lachse in der Luft fangen, wie sie miteinander um den besten Platz kämpfen.

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Wie kann ein Individualtourist nun all das auf erschwingliche und effiziente Weise unternehmen, dabei genügend Zeit an jedem Ort verbringen und so das sichere Gefühl haben, wirkliche Abenteuer im Urlaub zu erleben?

Infinite Adventures bietet die Möglichkeit, sich aus dem alltäglichen Trott zu lösen. Wir haben einen gelben Schulbus in ein Overlandfahrzeug umgebaut, mit dem wir mit kleinen Gruppen von Abenteuerreisenden Alaskas Wildnis erforschen. Wir haben weltweit Abenteuerreisen geleitet und glauben deshalb zu wissen, auf welche Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnisse ihr euch freut sowie auf das, wovon ihr noch nicht einmal geträumt habt. Unser Hauptziel ist es, dass Abenteuerreisende die Wunderwelt erleben, die Alaskas Wildnis bietet, und in den Schmelztiegel der Kulturen eintauchen können. Overlanding als eine besondere Form des Reisens, ein Mix aus Individualreise und Gruppenatmosphäre: Während dein Zeltgenosse noch damit beschäftigt ist, das Lager aufzuschlagen, fachst du schon mal das Lagerfeuer an. Overlanding bietet jedem und jeder genug Freiraum, sich einzubringen, Tagesausflüge auf eigene Faust zu unternehmen oder sich der Gruppe anzuschließen.

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Der „Alaskan Salmon Run Adventure“ ist ein 17-tägiges Abenteuer durch Alaska, an dem jeweils 18 Leute aus aller Welt teilnehmen können. Der „Salmon Run“ konzentriert sich auf Alaskas Highlights mit optionalen Angeboten wie Heilbutt- und Lachsfischen, Kajakfahren auf dem Meer, Eisklettern, Gletscherwanderungen, Pferdereiten und Rundflügen. Gletscher und Eisberge aus der Nähe oder der Ferne zu sehen, durch die Wildnis zu streifen und vielleicht einem Grizzly zu begegnen, das ist Abenteuer, das den Adrenalinspiegel steigen lässt.

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„Abenteuer ist ein Weg. Wirkliches Abenteuer – selbstbestimmt, selbstmotiviert und oft gewagt – zwingt dich zu neuen Begegnungen mit einer Welt, wie sie ist, nicht, wie du sie dir vorstellst. Manche dieser Begegnungen werden sehr schmerzlich sein, und du wirst Rechenschaft darüber ablegen müssen. Dein Körper wird mit der Erde zusammenstoßen und du wirst Zeugnis ablegen. Auf diese Weise wirst du gezwungen, dich mit grenzenloser Liebe einerseits und schlimmsten Grausamkeiten, die begangen werden, auseinanderzusetzen – um dabei festzustellen, dass du zu beidem fähig bist. Das wird dich ändern. Nichts mehr wird für dich schwarz oder weiß sein.“ – Mark Jenkins

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