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Mieten oder Kaufen? Wann es sich lohnt, ein Auto im Ausland zu kaufen!

Vielleicht startest du gerade in die Planung deines nächsten Roadtrip-Abenteuers. Innerhalb Europas hast du dabei in den meisten Fällen die Möglichkeit, deine Reise direkt vor deiner Haustür und mit deinem eigenen Auto zu beginnen.

Aber spätestens, wenn es übers Meer geht, ist das nicht mehr so einfach. Ob es nun in deinem Reiseland mehr Sinn macht, ein Auto zu mieten oder gleich eines zu kaufen, erfährst du in den folgenden Zeilen. Außerdem findest du hier alle nötigen Infos zu Preisen, Versicherungen und Gebühren – los geht’s!

Mieten vs. Kaufen

Wann es sich lohnt, ein Auto im Ausland zu kaufen!

So entscheidest du richtig: Vor- und Nachteile

Der Autokauf im Ausland

Mit dem Kauf eines Autos musst du auch im weit entfernten Ausland nicht auf einen Roadtrip im eigenen Auto verzichten. Im Idealfall läuft das total entspannt ab: Kurz nach deiner Ankunft kaufst du dein Wunschauto, das du schon im Vorfeld online ausgesucht hast, fährst damit kreuz und quer durchs Land und bevor du dich wieder auf den Heimweg machst, verkaufst du es, wenn möglich mit nur einem geringen Verlust. Sogar nachdem du Kosten für Versicherungen, Maut, Steuer und so weiter berücksichtigst, sparst du dabei gerade bei langen Aufenthalten bares Geld.

Der Autokauf in einem anderen Land hat aber auch Nachteile: Zum einen musst du ein wenig Zeit investieren, um dich über geeignete Fahrzeuge, die dazugehörigen Händler und wichtige Punkte wie Versicherung und Steuer zu informieren, und zum anderen trägst du auch das komplette Risiko an deinem Auto.

Das heißt, wenn dein Wagen plötzlich kaputt geht, gestohlen wird oder du einen Unfall hast, dann ist nicht nur im schlimmsten Fall dein Geld futsch, sondern du musst dich auch selbst um ein Ersatzauto kümmern. Zudem hast du keine Garantie, dass du das Auto am Ende auch wieder zu einem guten Preis verkaufen kannst – all das solltest du bei deiner Entscheidung unbedingt bedenken.

Der Mietwagen im Ausland

Ein Auto zu mieten ist um einiges einfacher und entspannter, als ein Auto zu kaufen. Du hast hier die Gewissheit, dass dein fahrbarer Untersatz in einem einwandfreien Zustand ist und – solange du die nötigen Zusatzversicherungen bei der Anmietung abschließt – kannst auch beruhigt sein, wenn dir und deinem Mietwagen etwas passiert.

Die Autovermietung sorgt in jedem Fall dafür, dass dein Fahrzeug so schnell wie möglich repariert oder ersetzt wird und am Ende deiner Reise stellst du den Wagen einfach ab und bringst den Schlüssel zurück an den Schalter – ganz ohne erst einen Käufer zu finden oder den Wagen unter Wert verkaufen zu müssen. Zudem sind in den meisten Fällen nicht nur Steuern, sondern auch Mautgebühren enthalten.

Das ist alles schön und gut und besonders praktisch für kurze oder auch sehr spontane Trips. Dennoch lohnt es sich finanziell meistens, bei längeren Auslandsaufenthalten ein eigenes Auto anzuschaffen.

Wann mieten und wann lohnt es sich zu kaufen?

Es gibt keine goldene Regel, die genau empfiehlt, wann du dir am besten ein Auto mietest und ab wann sich ein Kauf lohnt. Aber generell gilt, dass es sich ab einem geplanten Auslandsaufenthalt von mehr als zwei Monaten auf jeden Fall lohnt, Preise zu vergleichen. Häufig wirst du dabei tatsächlich feststellen, dass ein Autokauf auf lange Sicht um einiges billiger ist, als dir über mehrere Monate ein Auto zu mieten.

Mit einem eigenen Auto bist du auch viel flexibler, als mit einem Mietwagen. Solltest du also noch gar nicht genau wissen, wie lange dein Abenteuer gehen soll oder wie deine Reiseroute genau aussieht, dann ist der Autokauf ein Muss – so bist du unabhängig von Rückgabedaten und -Standorten.

Außerdem kannst du dich in unterschiedlichen Staaten und sogar Ländern frei bewegen, was bei einem Mietauto nicht immer der Fall ist. Denn oft bist du bei einer Autovermietung nur in einem bestimmten Land oder in bestimmten Regionen beziehungsweise Staaten versichert. Das bedeutet, dass du deine Reise oder deine Jobsuche wie bei einem Work & Travel Aufenthalt auf ein bestimmtes Gebiet begrenzen musst und das ist wirklich kein Spaß mehr!

Umgekehrt ist allerdings nichts bequemer und einfacher, als für einen Kurztrip übers Wochenende mit nur wenigen Mausklicks einen Leihwagen zu buchen. Damit bist du an deinem Zielort unabhängig und musst dir keine Gedanken über Versicherungen & Co. machen.

Wichtig: Egal, ob du dich für einen Kauf entscheidest oder ein Auto mietest, du brauchst in jedem Fall einen internationalen Führerschein, den du bei deiner Stadt beziehungsweise Gemeinde beantragen kannst.

Fazit: Für kurze und vor allem spontane Abenteuer ist ein Mietwagen die perfekte Wahl. Wenn es für dich hingegen länger und eventuell für unbestimmt Zeit ins Ausland geht, dann solltest du dich über einen dortigen Autokauf informieren!

Wie du in deinem Reiseland am besten zu einem Auto kommst

Jedes Land hat unterschiedliche Vorschriften, wenn es ums Autofahren geht. Das bezieht sich nicht nur auf die Straßenverkehrsordnung, sondern auch auf Vorschriften für den Auto An- und Verkauf und sogar die Anmietung von Fahrzeugen. Auf was du in deinem Reiseland achten musst und wie du am besten zu deinem fahrbaren Untersatz kommst, verrate ich dir jetzt.

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1. Australien

Da Australien am anderen Ende der Welt liegt, ist ein Kurztrip eher ausgeschlossen und es macht fast immer Sinn sich ein Auto zu kaufen, vor allem dann, wenn du mit einem Work & Travel Visum das ganze Land erkunden möchtest. Ausnahmen sind Roadtrips, die dich nur für ein paar Wochen im Land halten. In diesen Fällen gibt es in Australien ein paar richtig coole Anbieter, die Campervans vermieten.

Auto mieten in Australien

Neben den üblichen Anbietern wie Avis, Hertz oder Europcar, gibt es für deinen Roadtrip in Australien auch noch Spezial-Anbieter, die insbesondere Campervans oder 4WDs vermieten. Auf Britz kannst du nicht nur günstig mieten, sondern auch die ausrangierten Vans kaufen oder dir noch ein bisschen Inspiration für deinen Roadtrip holen. Während es bei Maui einige geniale Motorhomes zu mieten gibt. Mighty Campers ist auch in Neuseeland und den USA eine recht bekannte und geschätzte Autovermietung, die Campervans und Wohnmobile in allen Größen und Ausführungen anbietet.

Auto kaufen in Australien

Der Autokauf in Australien ist ganz einfach und nur minimal bürokratisch. Verkaufsangebote findest du oft am Schwarzen Brett im Hostel oder auf www.gumtree.com.au. Ganz besonders günstige Autos gibt es in Darwin und Cairns. Das liegt daran, dass viele Backpacker ihre Heimreise von hier aus antreten und somit ihre fahrbaren Untersätze hier loswerden wollen.

Ob du von einem Händler oder einer Privatperson kaufst, bleibt dir überlassen. Allerdings wirst du bei einem Kauf von privat um einiges günstiger wegkommen, als bei einem Händler. Gebrauchtwagen, die bereits von Backpackern benutzt worden sind, werden außerdem oft mit einer gewissen Grundausstattung verkauft – was natürlich nicht nur Geld, sondern Zeit und Nerven spart.

Sobald du dich für ein Auto entschieden hast, lohnt es sich das Kennzeichen und die Fahrgestellnummer zu prüfen, um festzustellen, ob das Auto irgendwelche Strafen hat oder geklaut ist. Einen Onlinecheck kannst du ganz einfach hier ausführen.

Jedes Auto in Australien muss eine gültige Rego haben. Das ist eine Marke mit einer maximalen Laufzeit von 12 Monaten, die eine Personenschutzversicherung enthält und sich automatisch beim Verkauf auf den neuen Besitzer überträgt. Sollte die Rego deines Fahrzeugs abgelaufen sein, kann diese beim zuständigen Verkehrsamt verlängert werden.

In fast allen Staaten benötigst du dafür ein Road Worthy Certificate, dass nach einem Safety Check in einer Autowerkstatt ausgestellt wird. Eine einjährige Rego kostet zwischen 450 und 800 AUD. Überlege dir außerdem, ob du zusätzlich zu der Personenversicherung eine Versicherung für Sachschäden abschließen möchtest.

Tipp: Falls du in Deutschland Mitglied des ADAC bist, kannst du eine kostenlose Mitgliedschaft mit den australischen Goldenen Engeln (Triple A) abschließen!

Nach getanem Kauf füllst du gemeinsam mit dem Verkäufer das Verkaufsformular, das bei den Fahrzeugpapieren beiliegt, aus und schickst dieses gemeinsam mit einer Kopie deines Reisepasses und Führerscheins an das zuständige Verkehrsamt und wartest auf die Zulassung auf deinem Namen.

Übersicht an Verkehrsämtern der australischen Staaten
Northern Territory: https://dipl.nt.gov.au/
Western Australie: http://www.transport.wa.gov.au/
Tasmania: http://www.stategrowth.tas.gov.au/
South Australie: http://www.dpti.sa.gov.au/
Victoria: https://www.vicroads.vic.gov.au/
New South Wales: http://www.rms.nsw.gov.au/
Queensland: http://www.tmr.qld.gov.au/

Um dein Auto am Ende deiner Reise mit so wenig Verlust, wie möglich wieder zu verkaufen, hältst du dich am besten von den Großstädten und den bekannten Backpackerregionen, wie zum Beispiel den bereits erwähnten Orten Darwin und Cairns, fern.

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2. Neuseeland

Neben Australien ist auch Neuseeland ein Land, das wie gemacht für ausgiebige Roadtrips und Work & Travel Abenteuer ist. Auf einen fahrbaren Untersatz kannst du dabei auf gar keinen Fall verzichten. Aber auch hier stehst du vor der Wahl: Mieten oder doch lieber kaufen?

Auto mieten in Neuseeland

Natürlich kannst du dir für dein Abenteuer in Neuseeland ganz einfach ein Auto oder besser einen Camper mieten. Bei Chilli Rentals hast du die Wahl zwischen verschiedenen Backpacker-Autos und Vans, bei denen die nötige Survival-Ausstattung schon dabei ist. Wie schon in Australien sind auch auf der Nachbarinsel Neuseeland Britz und Mighty Campers sehr beliebt, wenn es darum geht, das richtige Roadtripauto zu mieten.

Auto kaufen in Neuseeland

Falls du planst, länger als zwei Monate in Neuseeland zu bleiben, macht es finanziell Sinn über einen Autokauf nachzudenken. Ein gutes Auto zu einem erschwinglichen Preis suchst du am besten in den kleineren Ortschaften. Oft hängen in den Lokalen oder in Unterkünften Kaufanzeigen aus. Vor Reiseantritt kannst du auf Gumtree oder Trademe schon einmal eine Vorauswahl treffen, aber verpflichte dich nicht zum Kauf, bevor du das Auto nicht selbst gesehen und Probe gefahren hast.

Achte außerdem auf die Aufkleber, die an der Windschutzscheibe kleben. Denn daran erkennst du, wie lange der neuseeländische TÜV (Warrant of Fitness) und die Registrierung (Steuermarke) noch gültig ist. Ein Fahrzeug ohne TÜV und Steuermarke führt oft dazu, dass du mehr Zeit in der Werkstatt als auf der Straße verbringst – also lieber Finger weg!

Falls die Registrierung während deines Aufenthaltes abläuft, kannst du diese bei der Post um drei, sechs, neun oder 12 Monate verlängern lassen. Eine Pflichtversicherung für Autos gibt es in Neuseeland nicht. Allerdings macht es Sinn, eine Third-Party-Versicherung abzuschließen. So hast du Gewissheit, dass du im Falle eines Unfalls nicht auf hohen Kosten sitzen bleibst.

Bei den Versicherungen Tower oder State kannst du dir online kostenlose Angebote machen lassen. Falls du in Deutschland Mitglied des ADAC bist, lohnt es sich den neuseeländischen ADAC zu kontaktieren, da du hier eventuell eine vergünstigte Versicherungspolice inklusive Pannenhilfe bekommst.

Um zu verhindern, dass du mit dem Kauf eines Autos die Schulden für ausstehende Strafzettel übernimmst, checke einfach das Nummernschild auf www.motorweb.co.nz. Hier werden dir alle Straftaten und Knöllchen angezeigt, falls es denn welche gibt. Sobald du dich für den Kauf entscheidest, wird ein Kaufvertrag aufgesetzt und mit der Bezahlung geht der Wagen in deinen Besitz über. Dein erster Weg führt dich auf ein Postamt, um das Fahrzeug auf deinen Namen zuzulassen – anschließend steht deinem Roadtrip durch Neuseeland im eigenen Auto nichts mehr im Weg!

Tipp: Wenn du keine Lust hast, alleine auf die Suche nach dem passenden Auto zu gehen, dann schau bei KiwiQuest vorbei. Hier wirst du beim Autokauf in NZ von Anfang bis Ende unterstützt und kannst dir sicher sein, dass du nicht die Katze im Sack kaufst. Außerdem hast du so eine gute Chance auf einen garantierten und unkomplizierten Rückkauf am Ende deiner Reise.

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3. Kanada

Kanada ist schon allein wegen seiner Größe ein echtes Roadtrip-Land! Hier erwarten dich endlose Weiten und geniale Landschaften, die sich am besten mit dem eigenen Auto erkunden lassen. Damit bist du unabhängig und kannst selbst entscheiden, wann dich deine Reise an welchen Ort führt. Wie überall hast du auch in Kanada die Möglichkeit, dir entweder ein Auto zu mieten oder eines zu kaufen.

Auto mieten in Kanada

Für ein kurzes Abenteuer auf Kanadas Straßen ist es das Einfachste, dir ein Auto zu mieten. Dabei hast du die Wahl zwischen allen bekannten Mietwagenfirmen wie zum Beispiel Sixt, Hertz und Alamo. Richtig coole Camper und Wohnmobile gibt es auf CANUSA  oder bei CRD.

Wenn du unter 25 bist, wird in Kanada eine sogenannte „underaged-fee“ berechnet, die es bei manchen Autovermietungen wirklich in sich hat. Bei Sixt ist diese Gebühr für junge Fahrer am günstigsten.

Tipp: Du planst einen Kanada-Roadtrip im Frühling oder Herbst? Dann schreib eine Email an Fraserway. Hier werden oft Fahrer gesucht, die Wohnmobile innerhalb Kanadas überführen.

Auto kaufen in Kanada

In Kanada ein Auto zu kaufen ist denkbar einfach. Schon bevor du dich überhaupt auf den Weg in dein Abenteuer machst, kannst du auf Autotrader, Craigslist oder Kijiji schon einmal den Gebrauchtwagenmarkt checken und Ausschau nach deinem Wunschauto halten.

Vor Ort gibt es in den größeren Städten jede Menge Gebrauchtwagenhändler, denen du einen Besuch abstatten kannst. Wie viel Steuern du bezahlst und wie viel Papierkram auf dich zukommt hängt davon ab, in welcher Provinz du dein Auto kaufst. Am günstigsten sind die Steuern in Alberta, dafür musst du dich in Ontario mit jeder Menge Bürokratie herumschlagen.

Beim Kauf füllst du gemeinsam mit dem Verkäufer ein Transferprotokoll und ein Verkaufsformular aus. Letzteres brauchst du anschließend, um eine Autoversicherung abzuschließen. Erkundige dich im Vorfeld bei verschiedenen Versicherungen – manchmal wird von den Versicherungsgesellschaften eine kanadische Adresse benötigt. Es muss sich dabei nicht um deinen Wohnsitz handeln – du kannst zum Beispiel die Adresse von Freunden, Bekannten oder nach Rücksprache auch die des Autohändlers angeben.

Um die Kosten der Versicherung so gering wie möglich zu halten, lässt du dir vor deiner Abreise von deiner Autoversicherung in Deutschland ein Schreiben (auf Englisch) ausstellen, das bestätigt, wie lange du schon unfallfrei fährst. Sobald deine Versicherungspapiere unterzeichnet sind, bekommst du deine Nummernschilder und kannst dich in dein Abenteuer stürzen.

Am Ende deiner Reise solltest du dein Auto wieder in der gleichen Provinz zum Verkauf anbieten, sonst musst du das Fahrzeug erst ummelden und das kostet Geld!

Tipp: Wenn du dir noch nicht sicher bist, wie lange du in Kanada unterwegs sein wirst, dann frag bei der Versicherung nach einem month-to-month Plan. Damit kannst du monatlich bezahlen und so jeden Monat kündigen.

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4. USA

In den USA ist das Auto Verkehrsmittel Nummer Eins. Das liegt insbesondere daran, dass der Sprit hier durch die niedrigen Steuern recht günstig ist und dass das öffentliche Verkehrsnetz außerhalb der Großstädte nicht wirklich gut ausgebaut ist. Um die coolsten und entlegensten Ecken der USA zu erkunden, bist du also auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen.

Auto mieten in den USA

Wenn du nicht länger als acht Wochen in den Vereinigten Staaten unterwegs bist, dann ist es stressfreier und günstiger, ein Auto zu mieten. Denk daran, dass in den Saaten bei jeder Autovermietung „underaged-fees“ für junge Fahrer unter 25 Jahren anfallen – diese Gebühren sind hier ebenfalls bei Sixt am günstigsten.

Um bei der Unterkunft Geld zu sparen, kannst du dir gleich einen Camper oder ein Wohnmobil mieten, günstige Angebote findest du hier: http://www.camperhero.de/camper-usa.html.

Auto kaufen in den USA

Der reine Kauf eines Autos ist den Vereinigten Staaten nicht sehr kompliziert. Sobald du das passende Fahrzeug auf Portalen wie Autotrader, Truecar oder bei einem der vielen Gebrauchtwagenhändler gefunden und bezahlt hast, wird der Kaufvertrag unterschrieben.

Die Suche nach einer bezahlbaren Versicherung ist da häufig viel aufwendiger. Vor allem, wenn du unter 25 bist, werden oft unbezahlbare Summen verlangt oder du wirst von vornherein abgelehnt. Falls du in Deutschland mindestens zwölf Monate unfallfrei gefahren bist, dann lass dir das unbedingt auf Englisch von deiner Versicherung bestätigen. Mit so einem Schreiben in der Tasche hast du bessere Chancen, eine gute und bezahlbare Versicherung zu finden.

Generell hängt die Höhe des Mindestversicherungssatzes vom jeweiligen Staat ab, wobei die ländlichen Staaten die niedrigsten Sätze haben. Eine Autoversicherung wird in den USA in der Regel für mindestens sechs Monate abgeschlosse. Allerdings kannst du bei Abschluss vereinbaren, dass dir ein gewisser Betrag erstattet wird, solltest du dich zu einer früheren Rückreise entscheiden.

Nachdem du deine Versicherung abgeschlossen hast, geht es zur Anmeldung ins „Motor Vehicle Department“ (MVD). Dort wird die sogenannte „Title Card“ beantragt, die dich als rechtmäßigen Besitzer des Fahrzeugs ausweist. Da dir diese Karte innerhalb weniger Tage zugesandt wird, benötigst du eine Adresse in den USA. Falls du selbst keine hast, kannst du in diesem Fall die Adresse deiner Unterkunft oder des Autohändlers angeben. Nachdem dein Auto erfolgreich angemeldet wurde, erhältst du die Nummernschilder und kannst dich auf den Weg über die Highways machen.

Tipp: Da Versicherung und Anmeldung eines Autos in den USA für Reisende etwas umständlich sind, lohnt es sich hier den Kauf über einen Händler abzuwickeln, der die Behördengänge übernimmt. Als Alternative gibt es Agenturen, die sich auf den Verkauf beziehungsweise die Langzeitvermietung von Campervans und Autos für Reisende spezialisiert haben – usareisen.com ist eine davon.

5. Südamerika

Nicht nur die Vereinigten Staaten eignen sich perfekt für ein Roadtrip-Abenteuer, sondern auch Südamerika! Hier verhält es sich ähnlich wie in Nordamerika: Ein Auto ist ein absolutes Muss, um von A nach B zu kommen. Doch einen fahrbaren Untersatz zu bekommen, ist in Lateinamerika eine Sache für sich.

Auto mieten in Südamerika

Für eine Reisedauer von unter zwei Monaten solltest du dir unbedingt einen Mietwagen zulegen. Alles andere wäre nicht nur zu umständlich, sondern auch viel zu teuer. Hier empfehle ich dir auf internationale Mietwagenfirmen, wie Europcar zu vertrauen. Rentalcars.com ist auch ein guter Weg, um dir einen Überblick über verschiedene Angebote zu verschaffen.

Bevor du dir dein Auto online reservierst, solltest du deine Route schon geplant haben und dabei unbedingt die Abhol- und Rückgabebedingungen der jeweiligen Firma beachten, denn oft ist es nicht möglich, dir ein Auto beispielsweise in Bolivien zu mieten und es am Ende in Venezuela wieder abzugeben.

Auto kaufen in Südamerika

Um es gleich vorwegzunehmen: Der Autokauf in Südamerika ist ein echtes Abenteuer! Jedes südamerikanische Land hat ganz eigene und oft sehr unterschiedliche Vorschriften und Gesetze, wenn es um den Autokauf und die Einfuhr von ausländischen Autos geht.

Wenn du zum Beispiel ein Auto in Argentinien kaufst, dann darfst du damit das Land für mehrere Monate nicht verlassen! Zudem sind die Gebrauchtwagenpreise in weiten Teilen Südamerikas unheimlich hoch. Nicht selten kostet ein zehn Jahre alter Geländewagen noch über die Hälfte des Neupreises. Ähnlich verhält es sich mit den Versicherungen: In Honduras und El Salvador zum Beispiel besteht gar keine Versicherungspflicht und in Kolumbien können Fahrzeuge nur direkt an der Grenze versichert werden.

Falls du dich dennoch dazu entscheidest, ein gebrauchtes Auto in Südamerika anzuschaffen, solltest du dich unbedingt im Vorfeld mit den jeweiligen Abläufen und Regelungen bezüglich der Versicherung in deinem Zielland vertraut machen. Das Weltreiseforum für Selbstfahrer steckt voller Infos und Erfahrungen zu diesem Thema.

Eine gute und beliebte Alternative ist der Kauf eines Autos von anderen Reisenden. Dadurch entfällt der Einfuhrzoll für dich und du musst dich nicht um endlosen Papierkram kümmern. Allerdings musst du das Auto vor deiner Abreise wieder verkaufen.

Wenn du dir all diesen Aufwand ersparen willst, dann hast du die Möglichkeit, dein eigenes Auto von Deutschland nach Amerika zu verschiffen. Je nachdem, wie lange du bleibst, ist das sogar am günstigsten. Dabei musst du allerdings beachten, dass du dich nicht länger als drei Monate mit deinem Auto in einem Land aufhalten darfst. Nach einer kurzen Ausreise (24 bis 72 Stunden) in eines der Nachbarländer verlängert sich die Aufenthaltserlaubnis für dein mitgebrachtes Fahrzeug um weitere drei Monate.

In diesem Reise-Forum findest du weitere Infos zum Thema Verschiffung und mit etwas Glück sogar einen Partner, mit dem du dir den Container teilen kannst – das spart Geld!

6. Namibia

Vielleicht hattest du Namibia bisher als Land für einen Roadtrip noch gar nicht auf dem Schirm? Dann wird es Zeit, das zu ändern! Das afrikanische Land ist wie gemacht für eine Safari zum Selberfahren. Ob du dir dafür einen fahrbaren Untersatz kaufst oder lieber mietest, ist dir überlassen und hängt von deinen genauen Reiseplänen ab. Egal, wofür du dich am Ende entscheidest, es sollte auf einen Geländewagen mit mindestens einem Ersatzreifen hinauslaufen – andernfalls bist du auf den ungeteerten und unbefestigten Straßen Namibias schnell verloren.

Auto mieten in Namibia

In Namibia gibt es mittlerweile viele Firmen, die sich auf die Vermietung von Geländewagen mit oder ohne Campingausrüstung spezialisiert haben. Besonders beliebt sind die Toyota Modelle mit Dachzelt. So bist du komplett unabhängig und sparst außerdem noch Geld für Übernachtungen. Richtig gute Angebote findest du bei Safari Car Rental, Namibia 4×4 hires und Africa on Wheels.

Auto kaufen in Namibia

Wenn du dich das erste Mal auf dem Gebrauchtwagenmarkt in Namibia nach einem passenden Auto umschaust, dann fall nicht vom Glauben ab – die Preise sind im Vergleich zu Deutschland wirklich der Hammer! Allerdings behalten die Autos ihren Wert, was bedeutet, dass du dein Fahrzeug am Ende deiner Reise mit nur einem geringen oder sogar gar keinem Verlust weiterverkaufen kannst.

Um den passenden Wagen zu finden, kannst du von zu Hause aus auf NamCars eine Vorauswahl treffen. Halte dich dabei an die beliebten Automarken Toyota, Nissan, Mazda und Mitsubishi – das macht die Beschaffung von Ersatzteilen im Ernstfall um einiges leichter.

Die nächste Hürde, die du beim Autokauf in Namibia nehmen musst, ist die Zulassung des Wagens. Noch vor Kurzen war es für Reisende kein Problem, einfach zur Zulassungsstelle zu gehen und ein Fahrzeug anzumelden. Heutzutage ist das ohne eine namibische ID auf den meisten Ämtern leider nicht mehr möglich. Das bedeutet, um deinen Wagen zu registrieren, brauchst du einen namibischen Staatsbürger, der dich auf die Zulassungsstelle begleitet und das Auto auf seinen Namen anmeldet.

Wenn du das alles hinter dir hast, solltest du dir unbedingt noch eine Versicherung suchen. In Namibia bist du zwar nicht dazu verpflichtet dein Fahrzeug zu versichern, aber damit du im Ernstfall nicht auf hohen Kosten sitzen bleibst, empfehle ich dir zumindest eine Third Party, Fire & Theft Versicherung abzuschließen.

Ein sehr seriöser Anbieter von KFZ-Versicherungen ist Alexander Forbes in Windhuk. Autoversicherungen werden meistens in Kombination mit einer Hausratversicherung angeboten und sind einzeln kaum bezahlbar. Ich habe schon von Leuten gehört, die sich einfach eine Adresse ausgedacht haben, um so die günstigere Kombi-Versicherung abzuschließen – das hat problemlos funktioniert. Besser ist es sicherlich, wenn du jemanden in Namibia kennst, dessen Adresse du verwenden kannst.

Der Autokauf in diesem Land ist ein echtes Mienenfeld und die Richtlinien und Bestimmungen ändern sich zudem ständig. In diesem Namibia-Forum findest du jede Menge aktueller Infos zu diesem Thema. Dort wird auch häufig darüber gesprochen, dass es manchmal Sinn macht, ein Auto für einen Roadtrip durch Namibia im benachbarten Südafrika zu kaufen.

7. Südafrika

Neben Namibia ist auch Südafrika ein geniales Ziel für deinen nächsten Roadtrip. Auch wenn hier die Straßen etwas besser sind, lohnt es sich trotzdem, einen Geländewagen mit Allradantrieb zu besorgen. Damit bist du auf der sicheren Seite und kannst getrost einen Abstecher nach Namibia machen.

Auto mieten in Südafrika

Für dein Südafrika-Abenteuer, das nicht länger als acht Wochen dauert, ist es am einfachsten dir ein Auto zu mieten. Die meisten Anbieter verleihen Geländewagen inklusive Dachzelt und vollständiger Campingausrüstung. So ein Komplettangebot findest du beispielsweise bei Cebra Adventures oder Britz.

Auch wenn es in Südafrika recht viele kleinere Autovermietungen gibt, ist es besser, wenn du dich an die bekannten und seriösen Firmen hältst. Nur dort kannst du wirklich sicher sein, dass dein Wagen auf legalem Wege angeschafft und ausreichend versichert wurde.

Auto kaufen in Südafrika

In Südafrika ist der Gebrauchtwagenmarkt nicht ganz so dünn besiedelt, wie in Namibia, was sich vor allem positiv auf die Preise auswirkt. Außerdem hast du so mehr Auswahl. Einen guten Eindruck bekommst du online auf cars.co.za oder autotrader.co.za. Allerdings solltest du dein Auto vor dem Kauf auf jeden Fall persönlich inspizieren.

Einen TÜV gibt es in Südafrika nicht und Fahrzeuge müssen sich nur dann einer Prüfung unterziehen, wenn sie den Besitzer wechseln. Deshalb kann es leicht passieren, dass dir die größte Schrottkarre angeboten wird. Am besten du bestehst vor deiner Kaufentscheidung darauf, dass der Verkäufer das TÜV-Siegel besorgt, oder bringst den Wagen selbst in eine Werkstatt.

Der Kauf wird durch einen Kaufvertrag, der Übergabe der Schlüssel und der Bezahlung – üblicherweise in bar – abgewickelt. Danach musst du das Fahrzeug innerhalb von drei Wochen auf dich umschreiben lassen. Dazu gehst du einfach in das nächste Motor Vehicle Registration Office und bringst die folgenden Unterlagen mit:
– Kaufvertrag
– Die Fahrzeugpapiere (Certificate of Registration)
– TÜV-Siegel (Roadworthy Certificate)
– Bestätigung, dass das Fahrzeug komplett bezahlt wurde (Quittung, ggf. Kreditkartenabrechnung)
– Reisepass und Führerschein
– eine südafrikanische Anschrift (Adresse von Freunden, Unterkunft oder Autohändler)

Wie in Namibia gibt es auch in Südafrika keine Versicherungspflicht für Fahrzeuge. Allerdings ist es wirklich zu empfehlen, trotzdem eine Versicherung für den Ernstfall abzuschließen. Bei Santam kannst du dir online ein unverbindliches Angebot einholen und über Outsurance kannst du alles telefonisch abwickeln.

Tipp: Wenn du dein Auto bei einem Händler kaufst, dann lohnt es sich, nach einer Rückkaufgarantie zu fragen. Falls der Händler sich darauf einlässt (was gar nicht so unwahrscheinlich ist), dann sollte diese Garantie inklusive des Rückkaufspreises und eventuellen Wertminderungen, wie Beulen oder Beschädigungen, schriftlich festgehalten werden.

8. Irland

Ein Roadtrip über die grüne Insel steht wohl bei fast allen Abenteurern auf dem Programm. Irland hat ganz schön viel zu bieten, aber mit dem recht spärlich ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz kommst du an die richtig schönen Plätze leider nur schwer. Daher ist ein Auto auf der Insel fast unverzichtbar!

Aber Achtung: In Irland herrscht Linksverkehr! Egal ob ein gemietetes oder gekauftes Auto, sitzt du hier auf der rechten Seite am Lenkrad.

Auto mieten in Irland

Für einen Roadtrip durch Irland solltest du mindestens zwei Wochen einplanen und dafür ist ein Mietwagen die einfachste und günstigste Option. Du hast dabei die Wahl zwischen allen gängigen Anbietern. Falls du unter 25 bist, fallen bei allen Mietwagenunternehmen zusätzliche Gebühren an.

Lass dir vor deiner Reise den Zeitraum deiner Unfallfreiheit von deiner deutschen Versicherung bestätigen. Das ist bei vielen Anbietern für junge Fahrer (unter 25) nicht nur Pflicht, sondern drückt auch den Preis ein bisschen. Generell sind Budget oder Car Hire am günstigsten. Campervans gibt es auf Bunk Campers und Wicked Campers zu mieten, mit denen wir zum Beispiel schon im Westen Australiens unterwegs waren.

Auto kaufen in Irland

Spätestens, wenn du dich für einen längeren Aufenthalt in Irland entscheidest, solltest du dir Gedanken über einen eigenen fahrbaren Untersatz machen. Das ist auf der grünen Insel recht entspannt und unkompliziert. Auf Portalen wie Done Deal und Car Zone kannst du dir schon von Zuhause aus einen guten Überblick über den Gebrauchtwagenmarkt verschaffen.

Egal, ob du einen Wagen von privat oder von einem Händler kaufst, achte darauf, dass der NCT (der irische TÜV) und im Idealfall auch die Steuermarke noch so lange wie möglich gültig sind. Beides ist gemeinsam mit einer Versicherungsmarke in der Windschutzscheibe befestigt. Zu den beliebtesten und für die teilweise abenteuerlichen irischen Pisten geeignetsten Automarken gehören Toyota, Skoda und Ford.

Sobald du dich für ein Auto entschieden hast, füllst du gemeinsam mit dem Verkäufer das Formular auf dem Vehicle Registration Certificate (Fahrzeugbrief) aus und schickst es an das Vehicle Registration Office (die Adresse befindet sich auf dem Formular). Innerhalb von ein paar Tagen bekommst du den Fahrzeugbrief auf deinen Namen ausgestellt in der Post.

Dazu brauchst du natürlich eine gültige Anschrift, die Adresse von einem Freund oder einer Unterkunft reicht dafür allerdings aus. Erst wenn das Auto offiziell auf dich umgemeldet wurde, kannst du die KFZ-Steuer dafür bezahlen, falls diese abgelaufen ist. Das geht online auf motortax.ie.

Sobald du eine gültige Steuermarke hast, geht es auf die Suche nach einer passenden Autoversicherung. Auch hier hilft dir wieder ein Schreiben von deiner deutschen Versicherung, das dir deine unfallfreien Jahre bescheinigt. Für junge Fahrer ist die Autoversicherung in Irland meistens ziemlich teuer und es lohnt sich Preise zu vergleichen.

Gute Angebote gibt es bei dem irischen ADAC oder bei der Allianz. Deine Versicherungsmarke erhältst du nach Abschluss per Post und erst, wenn du alle drei Dokumente (Versicherung, Steuer und TÜV) in der Windschutzscheibe hast, darfst du dein Auto auf öffentlichen Straßen fahren.

Tipp: Vielleicht hast du Lust auf einen längeren Roadtrip und willst mit dem eigenen Auto per Fähre über Frankreich beziehungsweise England auf die grüne Insel reisen? Dank der EU ist das kein Problem! Du kannst dein deutsches Auto bis zu einem Jahr lang in Irland fahren, ohne es umzumelden. Vor deiner Reise solltest du das allerdings mit deiner Versicherung abchecken.

9. Großbritannien

Neben Irland ist Großbritannien ebenfalls zu jeder Jahreszeit einen Roadtrip wert und auch hier musst du dich auf Linksverkehr einstellen. Das englische Königreich ist zwar ein eher kleines Land, hat aber von coolen und abgefahrenen Städten bis hin zu abgeschiedenen und total unberührten Landstrichen alles zu bieten. Um von A nach B zu kommen und um gerade diese genialen verlassenen Gegenden zu entdecken, solltest du dir einen fahrbaren Untersatz zulegen.

Auto mieten in Großbritannien

Vor Reiseantritt schnell online ein Auto aussuchen und mieten – es könnte einfacher nicht sein! Für einen ausgiebigen Roadtrip, der dich in maximal acht bis 10 Wochen über die Insel führt, ist dies auch tatsächlich die beste und günstigste Option. Du kannst dabei auf so gut wie alle bekannten Namen, wie Sixt, Hertz oder Europcar zurückgreifen und hast ein echt großes Angebot zur Auswahl.

Wenn du allerdings unter 25 bist, dann sieht es wieder etwas anders aus. Bei allen Autovermietungen, die mir bisher untergekommen sind, werden für junge Fahrer in Großbritannien zusätzliche Gebühren fällig, die auch hier bei Sixt am geringsten sind. Manchmal wird die Abgabe an unter 25-Jährige leider komplett verweigert. Lass dir deshalb wieder in jedem Fall eine Bestätigung deiner unfallfreien Jahre von deiner deutschen Versicherung ausstellen, um die Preise so niedrig wie möglich zu halten.

Auto kaufen in Großbritannien

Falls du von vornherein planst für mehrere Monate in Großbritannien unterwegs zu sein, ist es sinnvoller, gleich einen guten Gebrauchtwagen zu kaufen. Dabei gehst du ähnlich vor, wie du es in Deutschland tun würdest. Im Internet gibt es einige gute Verkaufsportale bei denen Händler und Privatpersonen gleichermaßen inserieren. Auf Auto Trader (www.autotrader.co.uk), Used Car Trader oder Viva Street bekommst du einen guten Eindruck vom britischen Gebrauchtwagenmarkt.

Beim Kauf solltest du insbesondere auf die Gültigkeit des MOT achten. Dieser ist gleichzustellen mit dem deutschen TÜV und bescheinigt dir die Fahrtüchtigkeit des Autos. Es ist außerdem von Vorteil, wenn auch die Tax-Disc (Steuermarke) noch etwas gültig ist, denn die geht mit dem Kauf des Fahrzeugs in deinen Besitz über. Falls du die Steuermarke verlängern musst, kannst du das entweder online oder bei jedem Postamt tun.

Wenn du das Auto deiner Wahl gefunden hast, dann füllt der Verkäufer mit dir gemeinsam die relevanten Felder auf dem Eigentumszertifikat (Vehicle Registration) aus und sendet dieses an die Drivers and Vehicles Licensing Association. Damit das Zertifikat an dich zurückgeschickt werden kann, brauchst du eine englische Anschrift unter der du erreichbar bist. Das kann zum Beispiel die Adresse deiner Unterkunft, des Autohändlers oder eines Bekannten sein.

Sobald das Auto auf dich umgeschrieben ist, musst du es versichern. Angebote gibt es auf dem englischen Versicherungsmarkt jede Menge, deshalb ist ein Vergleichsportal hier deine erste und beste Anlaufstelle. Auf Confused.com, Comparethemarket.com und Moneysupermarket.com erhältst du innerhalb von nur wenigen Sekunden einen guten Überblick und findest so die beste und günstigste Versicherung für dich.

Tipp:Um diese Formalitäten zu umgehen, kannst du einfach dein eigenes Auto aus Deutschland mitnehmen. Von der deutschen Küste geht es direkt mit der Fähre nach England. Alternativ kannst du dich über Frankreich durch den Euro-Tunnel auf den Weg nach Großbritannien machen. Als Reisender kannst du sechs Monate lang mit deinem deutschen Auto das Königreich erkunden, ohne Problem zu bekommen. Vorher solltest du aber mit deiner deutschen Versicherung abklären, ob dieser Zeitrahmen auch abgedeckt ist. Und denke daran, dass dein deutsches Auto nicht für den Linksverkehr gebaut wurde und du quasi auf der falschen Seite sitzt!

Egal, ob im gemieteten oder gekauften Auto, ein Roadtrip lohnt sich immer!

Ob du dich nun für zwei Wochen mit einem Mietwagen in dein nächstes Abenteuer stürzt oder es für dich zu einer ausgiebigen Entdeckungstour im eigenen Gebrauchten geht, ist im Prinzip egal. Solange du dich vorab mit genügend Informationen eindeckst und genau weißt, was beim Autokauf oder bei einem Mietwagen auf dich zukommt, worauf du achten musst und wovon du besser die Finger lässt, kann gar nichts mehr schief gehen -der nächste Roadtrip kann also kommen!

Lesetipp: Eine Übersicht der besten Off The Path Roadtrips mit ganz vielen Tipps und Inspiration findest du übrigens hier!

Hast du schon einmal ein Auto im Ausland gekauft? Wenn ja, was für Erfahrungen hast du damit gemacht?

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3 Kommentare zu „Mieten oder Kaufen? Wann es sich lohnt, ein Auto im Ausland zu kaufen!

  1. Feli on

    Hi Sebastian 🙂

    Über dieses Thema sinnieren wir auch gerade – im Nachhinein 😉 Wir haben in Venezuela ein Auto gekauft und sind jetzt schon seit mehr als einem halben Jahr unterwegs! Bis nach Argentinien war es eine super Entscheidung – und jetzt steckt der Wurm drin… Neben dem Preis muss man in Südamerika auf jeden Fall daran denken ein Auto zu kaufen, welches es in jedem Land gibt. Denn wenn es Reparaturen gibt, dann finden sich Ersatzteile manchmal sehr schwer…

    Liebe Grüße 🙂
    feli

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