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Choeung EK Memorial und die Killing Fields von Phnom Penh in Kambodscha

Achtung: Manche Bilder können beunruhigend sein! 

Pol Pot regierte in Kambodscha zwischen 1975 und 1979. In dieser relativ kurzen Zeit schaffte er es jedoch ein drittel der Bevölkerung Kambodschas auszulöschen. Ein wahnsinniger Akt der Schande welches das Land mit der Zustimmung der Welt regierte beziehungsweise diktierte. Lange Zeit nach Hitler, als die Welt eigentlich wusste, zu was Diktatoren fähig waren, lehnte sich die Welt zurück und sah zu was in diesem kleinen Land passierte, welches weit weg war und ein in Frankreich gelehrter Psychopath ein drittel seiner Landsleute ermorden lies.

Entrance to Choeung EK in Phnom Penh

Massengräber von Choeung EK

Choeung EK ist eines der vielen Massengräber in Kambodscha und eines der best zugänglichsten. Ungefähr 15 Kilometer südlich von Phnom Penh liegt das Denkmal welches einen großen Turm im Zentrum hat wo über neun tausend Menschenschädel aufgestapelt und katalogisiert sind. Das Monument soll Besucher an 1975 erinnern, als die Khmer Rouge das Land übernahmen.

Wenn man durch das Gelände läuft, bekommt man am Eingang ein Audio Guide, welches in verschiedenen Sprachen übersetzt worden ist und die Geschichte von Choeung erzählt. Überlebende und Verantwortliche erzählen, wie sie damals die Zeit wahrgenommen haben. Währenddessen, wird man an den Gräbern vorbeigeführt wo Männer, Frauen und Kinder liegen. Manchmal kann man noch einen Stofffetzen sehen, welcher durch den Regen freigesetzt worden ist. Dazwischen kommen einen viele andere Touristen und Reisende entgegen die sich vor Trauer die Seele aus dem Leib weinen.

The killing tree of Choeung EK

Die Khmer Rouge schlachteten über 17.000 ihrer eigenen Landsleute hier nieder in nur vier Jahren.

Pol Pots war so Paranoid, dass er anordnete die ganze Bildungsschicht Kambodschas auszulöschen. Lehrer, Professoren, Doktoren, Anwälte, Ingenieure und viele mehr wurden von der Khmer Rouge getötet. Jeder der nur ein bisschen gebildet aussah war fällig. Gebildet war man schon, wenn man eine Brille trug. Das Land leidet bis Heute noch darunter das so viele damals Sterben mussten.

Human Skulls at Choeung EK

Die Vergangenheit ist Geschichte, Heute ist wichtiger!

Ich bin froh, dass ich diesen Ort besuchen durfte und mehr über das Land und dessen Vergangenheit erfahren durfte. Ich habe die Tage in Kambodscha danach viel mehr genossen. Jeder der heutzutage über 40 ist, hat diese schreckliche Zeit miterlebt und wenn man mit ihnen darüber Spricht, dann werden sie dir zustimmen das es schlimm war aber sie wollen gar nicht darüber nachdenken, denn es ist vorbei und Heute ist schon viel besser als Gestern. Sie akzeptieren das was war und sind bereit dies hinter sich zu lassen. Sie sind Glücklich und lieben es zu Lachen. Ein unglaubliches Volk die Kambodschaner und allein das ich um sie herum war für einige Tage, lehrte mir eine Menge, wie ich die Dinge im Leben öfters sehen sollte.


Choeung EK

Choeung EK

 

Schonmal dort gewesen? Wie hast du es wahrgenommen? Warst du auch so traumatisiert danach?

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Ein Kommentar zu „Choeung EK Memorial und die Killing Fields von Phnom Penh in Kambodscha

  1. Henning on

    Ich freu mich immer wieder, wenn ich höre oder lese, dass jemand in dieser Gedenkstätte gewesen ist.
    Die Geschichte der rund 17.000 Männer, Frauen, Kinder und Babys, die während der Herrschaft der Roten Khmer von 1975-1979 vom S-21 (Security Prison 21) in das Vernichtungslager Choeung Ek überführt wurden, ist in der Gedenkstätte sehr gut und hoffentlich für alle Zeiten dargestellt. Erschreckend war für uns der Anblick, der aus dem Sandboden ragenden Knochen, Zähne und Kleidungsreste, die ausgestellten Zahnreste, die 8000 zählende Schädelsammlung , die Tatsache dass diese Schreckensherrschaft der Roten Khmer gerade mal 30 Jahre her ist und vor allem dass die Killing Fields nur eines von 300 Vernichtungslagern in Kambodscha war.

    Kambodscha ist ein wunderschönes Land, mit einer gigantischen Vergangenheit, aber mit einer ungewissen Zukunft. Die Kluft zwischen arm und reich ist unvorstellbar, die autokratische “Demokratie” in allen Teilen korrupt. Die Khmer, die vor vierzig Jahren das Sagen hatten, ziehen immernoch im Hintergrund die Fäden, auch wenn sie sich zu einem vernichtend geringen Teil mittlerweile für ihre Taten in den 1970er Jahren vor Gericht verantworten müssen. Grausam, was die Khmer auszuhalten haben.

    Kambodscha und der starke Charakter der Khmer hat uns schwer beeindruckt. Schön, dass es dir ähnlich ergangen ist.

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