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Warum ein Death Valley Camping Trip unbedingt auf deine Bucket Liste gehört!

Es gibt einen Ort in den USA, der extremer nicht sein könnte: Auf der einen Seite wartet der tiefste Punkt des Landes mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel auf dich, auf der anderen Seite der 3.366 Meter hohe Gipfel des Telescope Peaks. Hier wurden außerdem die mitunter heißesten Temperaturen weltweit gemessen und der Ort gilt als der trockenste der gesamten USA: die Rede ist vom Death Valley Nationalpark!

Der Park ist zudem der größte Nationalpark der USA außerhalb Alaskas und bietet neben genialen Offroad-Strecken auch die Möglichkeit ganz frei und wild zu campen – genau deshalb muss ein Death Valley Camping Trip unbedingt auf deine Bucket Liste!

Welche Sehenswürdigkeiten im Death Valley Nationalpark auf dich warten und welche Offroad-Strecken wir besonders empfehlen können, verraten wir dir in diesem Beitrag!

Ein Paradies zum Offroaden!

Die besten Tipps und Sehenswürdigkeiten für deinen Death Valley Camping Trip!

Wissenswertes über den Death Valley Nationalpark

Der Death Valley Nationalpark ist ein Ort der Extreme: Einerseits befindet sich hier das Badwater-Becken, das mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt der westlichen Hemisphäre ist. Andererseits kannst du hier aber auch auf den 3.366 Meter hohen Telescope Peak wandern, der höher ist als Deutschlands höchster Berg: der Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen.

Der Nationalpark liegt in der Mojave-Wüste, südöstlich der Sierra Nevada, und gehört größtenteils zu Kalifornien, aber auch zum Bundesstaat Nevada. Das Death Valley ist der heißeste und trockenste Ort der USA: Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt gerade einmal 5 cm, während im Death Valley 56,7 Grad Celsius im Schatten gemessen wurde – das ist weltweit die dritthöchste je gemessene Lufttemperatur.

Spannend zu wissen: Standardmäßig werden diese Temperaturen übrigens zwei Meter über dem Boden gemessen. Am Boden des Death Valley selbst wurden sogar schon 93 Grad Celsius gemessen!

Auch wenn der Name etwas anderes suggeriert, existiert an diesem extremen Ort Leben: Über 1.000 verschiedene Pflanzenarten beherbergt der Park und sogar Tiere wie der Kojote, der Kitfuchs oder das Wüsten-Dickhornschaf leben hier. Zudem ist das Death Valley das Zuhause der Koso, ein Stamm der Westlichen-Shoshone-Indianer, auch Timbisha-Shoshone oder Panamint genannt.

Der Death Valley Nationalpark ist außerdem der größte Nationalpark der USA außerhalb Alaskas: Er zählt insgesamt über 13.500 km² und ist somit ungefähr so groß wie der Balkanstaat Montenegro. Hier befindest du dich in einer wilden Landschaft und das mitten in den Vereinigten Staaten, nicht weit von Las Vegas, Los Angeles und San Francisco!

Neben beeindruckenden Canyons, goldgelben Sanddünen und bunten Gesteinsschichten, warten hier auch Wasserfälle, grüne Oasen, weiße Salzkrusten und schneebedeckte Gipfel auf dich. Kaum ein Ort auf dieser Welt hat uns mit seiner bizarren Landschaft bisher so beeindruckt wie dieser Nationalpark: Ein Death Valley Camping Trip gehört also unbedingt auf deine Bucket Liste!

 

Death Valley Camping: So kommst du in den Death Valley Nationalpark

Ein Besuch des Death Valley Nationalparks lässt sich am besten mit einem Roadtrip durch Kalifornien verbinden. Von Los Angeles benötigst du etwas über 3,5 Stunden zum westlichen Eingang in den Park bei Panamint Springs.

Am besten fährst du jedoch von Süden aus kommend über das kleine Örtchen Shoshone ins Death Valley rein. So kannst du dich langsam in die nördlichen Teile des Nationalparks bewegen und auf dem Weg Halt an den sehenswertesten Orten machen.

Solltest du von Las Vegas aus kommen, erreichst du den Nationalpark über die Death Valley Junction oder weiter nördlich über das Örtchen Beatty. Von Las Vegas benötigst du ungefähr zwei Stunden in den Park.

Besorge dir eine offizielle Genehmigung und deck dich mit Lebensmitteln ein

Um durch den Nationalpark fahren zu dürfen, brauchst du eine offizielle Genehmigung. Je nachdem, von welcher Seite du in den Nationalpark fährst, warten am Straßenrand kleine Häuschen samt Bezahlautomaten auf dich, wo du sie bekommst. Alternativ kannst du sie im Visitor Center in Furnace Creek oder in der Station Stovepipe Wells besorgen.

Die Genehmigung für den Death Valley Nationalpark kostet pro Fahrzeug 30 USD für 7 Tage und erlaubt es dir, den Park in dieser Zeit unbeschränkt nutzen zu können.

Tipp: Sowohl in Furnace Creek als auch in Stovepipe Wells und in Panamint Springs wartet ein General Store auf dich, ein kleiner Supermarkt, in dem du das Nötigste bekommst. Da die Preise hier jedoch sehr hoch sind und die Auswahl eher gering, solltest du dich bereits vor deinem Camping Trip im Death Valley mit genügend Lebensmitteln, Getränken und Trinkwasser ausstatten.

 

Death Valley Camping: die schönsten Sehenswürdigkeiten im Nationalpark

Das Death Valley ist mit seinen Extremen und seiner Wildnis schon eine Sehenswürdigkeit an sich, aber auch innerhalb des Nationalparks warten weitere sehenswerte Orte auf dich!

Tipp: Hier findest du den Visitor Guide des Death Valley Nationalpark (auf Englisch) mit einer tollen Übersicht aller Sehenswürdigkeiten und interessanten Fakten sowie einer Karte des Parks!

Übersicht Sehenswürdigkeiten im Death Valley Nationalpark

Badwater-Becken
Das Badwater-Becken ist ein Überbleibsel des vorzeitlichen Sees Lake Manly. Heute ist es nur noch eine Senke im Death Valley und mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt Nordamerikas. Da das Becken nicht ständig von Wasser bedeckt ist, bilden sich hier sechseckige Strukturen auf dem Boden und lassen ein beeindruckendes Landschaftsbild entstehen – ein wenig erinnert es sogar an die Salar de Uyuni in Bolivien!

Den Namen „Badwater“ hat es übrigens daher, dass das Wasser im Becken durch den hohen Salzgehalt ungenießbar ist. Dennoch leben auch hier Pflanzen und Tiere wie Wasserinsekten oder die Badwater-Schnecke.

 

Devil’s Golf Course
Direkt neben dem Badwater-Becken befindet sich der Devil’s Golf Course. Dieser ist kein wirklicher Golfplatz, sondern Teil der großen Salzpfanne im Death Valley Nationalpark. Jedoch befinden sich an seiner Stelle mehrere zerklüftete und teils spitze Salzstrukturen, die Besucher früher haben glauben lassen, der Teufel höchstpersönlich würde hier Golf spielen.

Dante’s View
Dante’s View bietet eine Aussichtsplattform von der du das gesamte Death Valley und somit auch das Badwater-Becken überblicken kannst. Sie befindet sich auf 1.669 Metern Höhe auf der Nordseite des Coffin Peak, am Kamm der Black Mountains. Du erreichst sie bequem mit deinem Auto.

Artist’s Palette
Hinterm Artist’s Palette verstecken sich besonders bunte Gesteinsformationen, von Dunkelrot bis Türkis. Ursache der vielen Farben ist die Oxidation verschiedener Metalle wie Eisen oder Kupfer.

Du erreichst das Artist’s Palette über den Artist Drive: Dazu biegst du kurz hinterm Devil’s Golf Course rechts von der Badwater Road ab und folgst der Artist Drive Richtung Norden, bis du wieder zurück auf die Badwater Road gelangst.

Zabriskie Point
Zabriskie Point ist ebenfalls ein Aussichtspunkt in der Amargosa Range und bietet einen genialen Blick auf Erosionslandschaften wie von einem anderen Planeten – es sieht aus wie ein Meer an rot-goldenen Gesteinswellen. Auch hierbei handelt es sich um einen ehemaligen See, der vor mehreren Millionen Jahren ausgetrocknet ist.

Fun Fact: Die Landschaft des Zabriskie Points wurde insbesondere durch Michelangelo Antonionis gleichnamigen Film aus den 1970er Jahren bekannt. Während die Band U2 den Ort als Coverfoto ihres Albums The Joshua Tree nutzte.

 

Telescope Peak
Telescope Peak ist mit 3.366 Metern der höchste Berg des Death Valley Nationalparks. Er zählt zur Panamint Range und liegt im Inyo County. Am besten erkundest du diesen Ort bei einer Wanderung hoch auf den Gipfel. Die ersten Kilometer bis kurz nach dem Mahogany Flat Campground lassen sich noch mit einem Geländewagen zurücklegen, danach musst du in deine Wanderschuhe umsteigen und dem Trampelpfad zu Fuß bis hoch auf den Telescope Peak folgen.

Oben angekommen, wirst du mit einer atemberaubenden Aussicht über den Nationalpark und das Umland belohnt! Neben dem tiefsten Punkt der USA, dem Badwater-Becken, kannst du im Westen sogar den höchsten Berg der USA außerhalb Alaskas erspähen: den 4.421 Meter hohen Mount Whitney.

Tipp: Auf dem Weg zum Telescope Peak kommst du an den Charcoral Kilns vorbei. Diese 10 Brennöfen aus dem Jahre 1876 ähneln in ihrer Form Bienenstöcken und zählen heute zu den am besten erhaltenen im Westen der USA!

 

Mesquite Flat Sand Dunes
Diese 4 km² große Dünenlandschaft der Mesquite Flat befindet sich im nördlichen Teil des Death Valleys und bietet ein wirklich beeindruckendes Bild – so beeindruckend, dass sie schon öfters als Filmkulisse diente wie beispielsweise in Star Wars!

Da der Wüstensand ständig in Bewegung ist, gibt es hier keine markierten Wege. Zieh einfach deine Schuhe aus und stapfe barfuß durch den feinen, roten Sand der Mesquite Flat Sand Dunes und laufe hoch zum höchsten Grat. Die größte der Dünen ist die Star Dune: Sie ragt über 30 Meter in die Höhe.

Wissenswertes: Star Dunes haben ihren Namen daher, dass der Wind in so viele unterschiedliche Richtungen weht und der Düne so mehrere Arme schenkt, die sie wie einen Stern aussehen lassen.

Am schönsten ist es in den Mesquite Flat Sand Dunes am Abend, wenn die Sonne gerade untergeht und die Dünen gold-orange strahlen lässt. Aber auch früh morgens bieten die Dünen ein wunderschönes Licht- und Farbenspiel, während du mit etwas Glück sogar noch ein paar Spuren wilder Tiere entdecken kannst, die hier in der Nacht zuvor entlang gelaufen sind.

 

Extra-Tipp: Außerdem sehenswert sind die Eureka Dunes im Eureka Valley des Nationalparks. Diese sind die höchsten Dünen Nordamerikas und nur mit einem Geländewagen und guter Offroad-Erfahrung zu erreichen – dazu weiter unten mehr!

Ubehebe Crater
Der Ubehebe Crater ist ein großer Vulkankrater, auch Maar genannt. Der Krater hat einen Durchmesser von ungefähr 800 Metern und misst eine Tiefe von über 180 Metern. Es wird geschätzt, dass der Ubehebe Crater nur 300 Jahre alt ist, was für einen solchen Vulkankrater sehr jung ist!

Bereits von der Straße aus kannst du das bunte Erdloch mit seinen gestreiften Sedimentgesteinsschichten sehen. Um eine noch bessere Sicht auf den Vulkantrichter zu bekommen, folgst du am besten dem kurzen Wanderweg am Südwestrand des riesigen Ubehebe Craters, der dich wiederum zu kleineren, älteren Trichtern wie dem Little Hebe führt.

Den Krater erreichst du, indem du der Scotty’s Castle Road nach Norden folgst und dann links auf die Ubehebe Crater Road abbiegst. Seinen Namen hat der Krater übrigens aus dem Indianischen: Ubehebe bedeutet so viel wie „Großer Korb im Fels“.

 

The Racetrack (Racetrack Playa)
The Racetrack, auch Racetrack Playa genannt, bietet ein wirklich abgefahrenes Naturschauspiel: Wie aus Geisterhand bewegen sich hier kleine und große, bis zu 350 Kilogramm schwere Felsbrocken auf einem nahezu ganzjährig ausgetrocknetem Seebett fort und scheinen ein Rennen gegeneinander zu führen.

Erst 2014 wurde die Ursache der mysteriösen Felsbewegungen endlich geklärt, dabei wurden mehrere Faktoren genannt: Einerseits werden die Felsen von heftigen Winden angeschoben, andererseits sorgen der schmierige Untergrund, Eisschollen und Regen dafür, dass ein geringerer Widerstand entsteht und die Felsen so leichter ins Rutschen kommen. Es ist also ein spektakuläres Zusammenspiel aus tonigem Boden, Wind, Regen, Eis, Bakterien und Algen!

 

Darwin Falls
Ja: Sogar einen Wasserfall gibt es mitten in der Wüste des Death Valleys! Die Darwin Falls befinden sich in einem kleinen schmalen Tal ganz im Westen des Nationalparks, in der Nähe der Siedlung Panamint Springs. Sie werden in den oberen und unteren Wasserfall unterteilt, dazwischen befindet sich eine kleine Grotte. Insgesamt stürzen sich die Darwin Falls 24 Meter in die Tiefe.

Die Wasserfälle entspringen aus dem Darwin Wash, dessen Quelle sich in der vulkanischen Darwin Bench zwischen den Inyo Mountains und der Argus Range befindet. Du erreichst die Darin Falls mit einem Geländewagen über die Old Toll Road, die von der California State Route 190 abbiegt, und über eine kurze Wanderung zu Fuß.

Sehenswerte Canyons im Death Valley Nationalpark

  • Titus Canyon
  • Mosaic Canyon
  • Fall Canyon
  • Sidewinder Canyon
  • Golden Canyon
  • Twenty Mule Team Canyon

Death Valley Camping: Das musst du für dein Campingabenteuer im Nationalpark wissen

Der Death Valley Nationalpark ist ein Paradies für Camper und hier kannst du gleich mehrere Tage in deinem Auto oder Zelt verbringen! Neben kostenpflichtigen Campingplätzen gibt es auch Stellplätze auf denen du umsonst campen kannst. Das Coole: Fast alle Campingplätze bieten Toiletten und Feuerstellen, und überall bekommst du Wasser!

Übersicht Campingplätze im Death Valley Nationalpark

Furnace Creek Campground
Größe: 136 Campingplätze (Wohnmobil-Stellplätze und Zeltplätze)
Ausstattung: Trinkwasser, Toiletten, Abwasserstation, Picknick-Tische und Lagerfeuerstellen
Geöffnet: ganzjährig
Kosten: 22 USD pro Campingplatz

Hinweis: Als einziger lässt sich dieser Campingplatz auch online unter diesem Link buchen!

Sunset Campground (bei Furnace Creek)
Größe: 240 Campingplätze (Wohnmobil-Stellplätze und Zeltplätze)
Ausstattung: Trinkwasser, Toiletten, Abwasserstation
Geöffnet: 15. Oktober – 15. April
Kosten: 14 USD pro Campingplatz

Texas Springs Campground (bei Furnace Creek)
Größe: 92 Campingplätze (Wohnmobil-Stellplätze und Zeltplätze)
Ausstattung: Trinkwasser, Toiletten, Abwasserstation, Picknick-Tische und Lagerfeuerstellen
Geöffnet: 15. Oktober – 15. April
Kosten: 16 USD pro Campingplatz

Stovepipe Wells Campground
Größe: 190 Campingplätze (Wohnmobil-Stellplätze und Zeltplätze)
Ausstattung: Trinkwasser, Toiletten, Abwasserstation, Picknick-Tische und Lagerfeuerstellen
Geöffnet: Oktober – 10. Mai
Kosten: 22 USD pro Campingplatz

Mesquite Spring Campground
Größe: 30 Campingplätze (Wohnmobil-Stellplätze und Zeltplätze)
Ausstattung: Trinkwasser, Toiletten, Abwasserstation, Picknick-Tische und Lagerfeuerstellen
Geöffnet: Der Campingplatz ist aktuell aufgrund von Überflutungsschäden geschlossen!
Kosten: 14 USD pro Campingplatz

Wildrose Campground
Größe: 23 Campingplätze (Wohnmobil-Stellplätze und Zeltplätze)
Ausstattung: Trinkwasser, Plumpsklo, Picknick-Tische und Lagerfeuerstellen
Geöffnet: ganzjährig
Kosten: umsonst

Emigrant Campground
Größe: 10 Zeltplätze (keine Stellplätze für Camper vorhanden)
Ausstattung: Trinkwasser, Toiletten und Picknick-Tische
Geöffnet: ganzjährig
Kosten: umsonst

Thorndike Campground
Größe: 6 Campingplätze (Wohnmobil-Stellplätze und Zeltplätze)
Ausstattung: Plumpsklo, Picknick-Tische und Lagerfeuerstellen
Geöffnet: aktuell geschlossen
Kosten: umsonst

Mahogany Flat Campground
Größe: 10 Campingplätze (Wohnmobil-Stellplätze und Zeltplätze)
Ausstattung: Plumpsklo, Picknick-Tische und Lagerfeuerstellen
Geöffnet: aktuell geschlossen
Kosten: umsonst

Offroad Camping Death Valley: Warum du den Nationalpark mit einem 4×4 erkunden solltest!

Noch cooler ist es, wenn du den Nationalpark wie wir mit einem Geländewagen erkundest, denn hier warten eine Menge genialer Offroad-Strecken auf dich: Auch wenn über 90% der mehr als 13.500 km² großen Fläche des Nationalparks straßenfreie Wildnis ist, kannst du dich hier auf über 1.600 Kilometern an Straßen austoben – ein Großteil davon sind Schotterpisten und genau deshalb eignet sich das Death Valley perfekt zum Offroaden!

Mit einem 4×4 gelangst du zudem an Campingplätze und sehenswerte Orte, die mit einem gewöhnlichen Auto oder Wohnmobil nicht erreichbar sind und hast die Wildnis des Death Valleys (fast) für dich allein!

Außerdem darfst du auch fast überall im Death Valley Nationalpark wild campen, solange du dich mindestens 2 Meilen, also ungefähr 3,2 Kilometer, entfernt von einer Straße, einer Siedlung oder einer sonstigen Einrichtung befindest. Zudem dürfen es nicht mehr als 15 Personen oder 6 Autos auf einmal sein und es dürfen keine Lagerfeuer angezündet werden.

Entweder buchst du für deinen Roadtrip durch Kalifornien und Nevada gleich einen Allradwagen bei einem der gängigen Autovermieter wie Hertz, Sixt, Avis, Budget oder Alamo. Oder du steigst erst im Death Valley auf ein 4×4 um und mietest dir einen coolen Jeep bei Farabee’s in Furnace Creek!

Tipp: Hier findest du eine tolle Karte mit allen Offroad-Strecken und Campgrounds im Death Valley Nationalpark samt weiteren Infos (auf Englisch)!

Das sind die 6 schönsten Strecken für dein Offroad-Abenteuer im Death Valley!

1. Titus Canyon Road (Leadfield Road)

Eine der schönsten Offroad-Strecken im Death Valley Nationalpark führt direkt durch den Titus Canyon, entlang der Leadfield Road. Der Weg ist gut gewartet, allerdings warten ein paar steile und sehr schmale Abschnitte auf dich – teilweise ist der Canyon nur 3 Meter breit!

Es geht über Felsen, vorbei an bis zu 30 Meter hohen, dramatischen Felswänden mit verschiedenfarbenden Gesteinsschichten. Der höchste Punkt ist der 1.589 Meter hohe Red Pass, der zu den Grapevine Mountains gehört. Auf dem Weg kannst du wilden Tieren wie Eselhasen begegnen und solltest auch immer wieder einen kleinen Halt einlegen, um die geniale Landschaft zu genießen und zu Fuß zu erkunden.

Für die gesamte Strecke solltest du rund 2,5 Stunden einplanen, sie startet am Nevada Highway 374 (Daylight Pass Road), nicht weit vom kleinen Örtchen Beatty in Nevada, und endet kurz vor Scotty’s Castle Road in Kalifornien. Beachte, dass der Weg durch den Titus Canyon ausschließlich One-Way von Ost nach West führt und es kein zurück gibt, sobald du einmal hinein gefahren bist.

 

2. Echo Canyon Road (Echo Pass and Inyo Mine Loop)

Um die Echo Canyon Road zu befahren, solltest du schon einiges an Offroad-Erfahrung haben. Teilweise musst du hier durch sehr schmale Stellen und über spitze Felsen fahren. Wenn du nicht aufpasst, setzt du entweder auf, ritzt dir deine Reifen auf oder verpasst dem Lack deines Wagens einen ordentlichen Kratzer.

Dafür geht es durch eine wunderschöne Landschaft aus Bergen und bunten Felsen, vorbei am Needle’s Eye, einem natürlichen Felsbogen. In der Ferne thronen die südlichen Gipfel der Sierra Nevada und schenken dir einen fantastischen Ausblick. Mit etwas Glück entdeckst du zudem Wildblumen oder sogar Wüsten-Dickhornschafe – schaue dazu ab und zu einfach mal vom Weg weg nach oben in die Felsen.

Nachdem du den eigentlichen Canyon gemeistert hast, zweigt sich der Weg: Hier musst du dich rechts halten und gelangst so zur Inyo Mine, einer ehemaligen Minenstätte. Nach links geht es über einen kleinen Pass ins Amargosa Valley – hier solltest du allerdings nur entlang fahren, wenn du ein echter Offroad-Profi bist.

Die Echo Canyon Road startet nördlich kurz hinterm Zabriskie Point und biegt nach Osten von der California State Route 190 ab. Bis zur Inyo Mine sind es insgesamt knapp 16 Kilometer, jedoch musst du den selben Weg auch wieder zurück fahren. Nach der Minenstätte wird das Terrain sehr schwierig und es geht nur über die sogenannten “steps” oder die “staircase” weiter.

3. Racetrack Valley Road

Wie es der Name bereits verrät, führt dich die Racetrack Valley Road zum berühmten Racetrack. Sie verbindet die Ubehebe Crater Road mit der Lippincott (Mine) Road und ist etwas über 45 Kilometer lang. Um sie zu befahren, benötigst du kaum Offroad-Erfahrung, solltest jedoch vorsichtig über die Schotterpiste fahren.

Am Ende der Strecke wartet der Racetrack mit seinen Racing Rocks auf dich. Zudem kannst du hier auf dem Homestake Dry Camp übernachten. Um auf die Stellplätze zu gelangen, solltest du allerdings schon ein wenig Übung im Offroaden haben. Dafür wartet hier ein genialer Campingspot mit einem noch genialeren Sternenhimmel auf dich!

4. Saline Valley Road

Die Saline Valley Road befindet sich im Nordwesten des Death Valley Nationalparks und führt über 150 Kilometer durchs Saline Valley. Das Coole ist, dass du sie auch mit wenig Offroad-Erfahrung meistern kannst. Dabei ist die Fahrt keineswegs langweilig: Die Strecke führt durch eine der abgelegensten Gegenden Kaliforniens, vorbei an Sanddünen, Salzwiesen und Joshua-Tree-Wäldern.

Das Tal ist ringsherum umgeben von hohen, teils schneebedeckten Bergen. Im Süden ragt die Nelson Range empor und im Nordwesten thronen die beeindruckenden Inyo Mountains mit dem 3.385 Meter hohen Mount Inyo und dem 3.392 Meter hohen Waucoba Mountain.

Insgesamt legst du bei deiner Fahrt entlang der Saline Valley Road auch einiges an Höhenmetern zurück: von 333 Metern über dem Meeresspiegel fährst du auf über 2.300 Meter.

Die Saline Valley Road startet ebenfalls an der California State Route 190, westlich von Panamint Springs gelegen, und führt bis zur California State Route 168, östlich von Big Pine.

6. Eureka Valley Road

Von der Saline Valley Road zweigt nach Osten die Eureka Valley Road ab. Diese führt dich über die Steel Pass Road durchs gleichnamige Tal bis zu den knapp 210 Metern hohen Eureka Dunes, den höchsten Dünen Kaliforniens, wenn nicht sogar in ganz Nordamerika!

Auf der ungefähr 50 Kilometer langen Strecke kommst du an zwei tollen, abgelegenen Campgrounds vorbei: Warm Springs und Eureka Dunes. Ersterer beherbergt tatsächlich auch eine heiße Quelle, in der du baden kannst!

 

6. Lippencott (Mine) Road

Die Lippencott Road ist mit weniger als 10 Kilometern zwar die kürzeste, dafür aber auch die schwierigste und schönste Offroad-Strecke im Death Valley Nationalpark! Sie wird nur noch in unregelmäßigen Abständen gewartet und verbindet den Racetrack mit dem Saline Valley. Du solltest sie wirklich nur befahren, wenn du bereits im Offroaden geübt bist. Am besten ist es zudem, wenn du sie nicht alleine meisterst, sondern die Strecke mit mindestens zwei Autos befährst.

Teilweise geht es an den Seiten steil bergab, während du mit deinem Wagen über kleinere und größere Felsen und über schmale Schotterwege fahren musst. Dafür wirst du bei dieser Strecke mit einer atemberaubenden Aussicht aufs Saline Valley und die Nelson Range sowie die Inyo Mountains in der Ferne belohnt – für uns ist es eine der schönsten Offroad-Strecken, die wir bis dato gefahren sind!

 

Ein Death Valley Camping Trip gehört auf deine Bucket Liste!

Kaum ein Ort hat uns in den letzten Jahren so sehr beeindruckt wie der Death Valley Nationalpark: Über 3.000 Meter hohe, schneebedeckte Gipfel, tiefe Vulkankrater und bunte Canyons, orange-goldene Sanddünen und die unendliche Weite der Wüste – all das findest du genau hier!

Noch dazu warten hier eine Menge genialer Offroad-Strecken und tolle Plätze zum Wildcampen auf dich, die einen Death Valley Camping Trip zu einem unvergesslichen Abenteuer machen, das unbedingt auf deine Bucket Liste gehört!

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5 Kommentare zu „Warum ein Death Valley Camping Trip unbedingt auf deine Bucket Liste gehört!

  1. Robert on

    Hallo,

    es ist immer wieder schön eure Beiträge zu lesen bzw. auf Youtube anzuschauen! Schön geschrieben, informativ und gehen zum Teil einem nahe. Erwische mich immer wieder dabei über die eigenen Urlaubserlebnisse nach zudenken, wie schön und abenteuerlich diese waren. Denn man lebt nur einmal und dabei sollte man soviel erleben wie möglich.

    Vorallem euer Video „mach jeden Tag zu deinem Abenteuer“ hat mich voll im Bann und geflasht. Perfekt abgestimmtes Bildmaterial und Musik dazu. Und weil es mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen möchte, habe ich mir für die eigene Vitrine, wo die ganzen Urlaubs Erinnerungen stehen eine Beleuchtung gebaut. Eine Anerkennung an eure Leistung 🙂

    https://www.flosai-pro.de/images/flosai/led_dekoleuchter_abenteuer_lg.jpg

    Macht weiter so! und vielleicht trifft man sich mal, bis dahin genießt Ihr und eure Leser das nächste Abenteuer.

    Wir genießen demnächst pünktlich zum Brexit 4 Wochen Schottland mit dem Rucksack.

    Antworten