Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Die besten Tipps für einen Roadtrip entlang der Great Ocean Road Australien!

Anzeige Columbia

Bist du bereit für einen wirklich genialen Roadtrip? Die Great Ocean Road in Australien gehört zu den schönsten Küstenstraßen der Welt und wird dich mit der atemberaubenden Landschaft, durch die sie führt, umhauen! Zudem kannst du hier ein geniales Abenteuer nach dem anderen erleben, sei es beim Surfen, bei einem adrenalinreichen Galopp am Strand oder bei einem einmaligen Helikopterflug über den 12 Aposteln!

Im Landesinneren warten zudem dichter Regenwald und die beeindruckende Landschaft der Grampians auf dich. Mit ein bisschen Glück triffst du hier nicht nur auf wilde Kängurus, Emus, Koalas und Papageien, sondern bekommst bei einer Kanutour auch die seltenen Schnabeltiere zu Gesicht, die nur im Osten Australiens beheimatet sind. Wenn du gerne zu Fuß unterwegs bist, kannst du dich auf dem wunderschönen Great Ocean Walk oder dem Grampians Peak Trail austoben – langweilig wird dir hier jedenfalls nicht!

Was dich auf der Great Ocean Road noch so erwartet, wieviele Kilometer du pro Tag zurück legen solltest und wo du auf Strecke leckeren Kaffee und eine coole Übernachtungsmöglichkeit findest, verrate ich dir in diesem ausführlichen Beitrag über die Great Ocean Road in Australien!

Immer am Meer entlang

Die besten Tipps zur Great Ocean Road Australien

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Wissenswertes über die Great Ocean Road Australien

Die Great Ocean Road gehört zu den genialsten Roadtrips weltweit und schlängelt sich insgesamt 243 Kilometer entlang der australischen Südküste im Bundesstaat Victoria. Der Streckenanfang befindet sich in Torquay südwestlich von Melbourne gelegen und das Ende in Allansford kurz vor der Stadt Warrnambool. Wenn du dich nicht hetzen und auch noch hier und da ein kleines Abenteuer erleben möchtest, solltest du mindestens 5 Tage für den Roadtrip einplanen. Auf der Strecke kommst du an vielen Highlights vorbei, was die Great Ocean Road unter Reisenden natürlich sehr beliebt macht.

Trotz der vielen Besucher lohnt sich der Roadtrip aber allemal, denn die Aussichten, die du auf der Fahrt haben wirst, werden dir mehr als nur einmal den Atem rauben! Auf der einen Seite schaust du auf das blaue, wilde Meer, auf Surfer und weite Strände und auf der anderen Seite zieht sich dichter Regenwald über eine wunderschöne Hügellandschaft – mit ein bisschen Glück entdeckst du hier sogar einen wilden Koala!

2011 wurde die Great Ocean Road sogar in die Australian National Heritage List eingetragen und zählt seither als nationales Denkmal. Am bekanntesten sind sicherlich die 12 Aposteln, Felsformationen aus Kalkstein, die bis zu 60 Meter aus dem Meer ragen. Neben der Great Ocean Road gibt es auch noch den Great Ocean Walk, ein 104 Kilometer langer Wanderweg, der ebenfalls entlang der Küstenlinie in Nähe der Great Ocean Road verläuft.

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Der richtige Camper für deinen Roadtrip

Es gibt nicht nur diverse Anbieter, sondern auch unzählige Modelle, die du für deinen Roadtrip auswählen kannst. Wenn du allein oder mit einem Freund reist und es lieber abenteuerlich magst, ist ein Geländewagen mit Zeltdach das richtige für dich. Für ein bisschen mehr Gemütlichkeit sorgt hingegen der Van in der Art und Größe eines VW Bullis, während du in einem umgebauten Transporter gleich viel mehr Komfort hast. Auf nichts verzichten musst du hingegen in einem großen Wohnmobil: Hier hast du neben einer gut ausgestatteten Kochzeile sogar eine Dusche und Schlafplätze für mehrere Personen.

Es kommt bei der Wahl des richtigen Campers neben deinem Budget vor allem auch auf den Komfort an, den du dir wünschst. Eines solltest du aber bedenken: Mit einem Geländewagen kannst du auch mal off road fahren, was mit einem größeren Camper nicht möglich ist. Wenn du von der Great Ocean Road ins Landesinnere fährst, kommen immer wieder Wege, die pures Abenteuer versprechen und einen Abstecher wert sind. Allerdings geht das nicht it einem riesigen Wohnmobil. Zudem ist es ziemlich anstrengend, ein so großes Gefährt zu manövrieren.

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Unser Wohnmobil von Britz

Wir haben auf unseren Roadtrips weltweit schon viele Camper und Anbieter ausprobiert: In Westaustralien waren wir mit einem kleinen Van unterwegs, in Neuseeland mit einem Transporter und in Costa Rica mit einem Land Rover Defender samt Zeltdach. Für die Great Ocean Road Australien haben wir uns aber für ein großes Wohnmobil von Britz entschieden, in dem wir richtig viel Platz zum Chillen hatten.

Das Tolle an Britz ist, dass du hier wirklich alles dabei hast: Handtücher, Bettdecken, Kissen und auch Bettwäsche und -laken, Geschirr und Besteck, Kochtöpfe, Pfanne und Toaster, Besen und Handfeger und sogar einen Spülschwamm, Spülmittel und Geschirrhandtücher zum Saubermachen und Abwaschen. Auch der Service beim Abholen des Campers ist super, du bekommst einige Tipps für deine Strecke und auch ein Navi mit WiFi, das du als Hotspot für dein Handy nutzen kannst.

Viele glauben, dass so renommierte Anbieter wie Britz viel teurer sind, als Budget-Anbieter, aber das stimmt meistens gar nicht – denn: Bei Budget-Anbietern wie zum Beispiel Wicked Campers bekommst du auch wirklich nur Budget. Die Miete des Wagens mag im Vergleich zwar wesentlich günstiger sein, dafür musst du die genannten Sachen wie Kissen, Decke und Co. noch dazu kaufen – Dinge, die du nach deinem Roadtrip höchstwahrscheinlich wegwerfen wirst. Zudem fehlt bei solchen Anbietern auch gerne mal ein Kühlschrank und du musst dir täglich Eis holen, um deine Lebensmittel in einer noch dazu eher kleinen Kühlbox kalt zu halten – das ist ziemlich nervig und wird schnell teuer!

Wir haben diese Erfahrung selbst gemacht und sind bereits mehrmals mit Britz unterwegs gewesen, weshalb ich dir diesen Anbieter wirklich empfehlen kann!

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Linksverkehr und Mautgebühren

Was du bei deinem Roadtrip entlang der Great Ocean Road noch beachten musst, ist, dass in Australien genau wie in Neuseeland, Großbritannien oder gar Südafrika Linksverkehr herrscht. Zudem sind einige Straßen im Staat Victoria mautpflichtig – zum Glück gilt dies aber nicht für die Great Ocean Road selbst! Um auf Nummer Sicher zu gehen, informiere dich am besten über mautpflichtige Strecken und frag einfach bei deinem Camper-Anbieter nach.

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Die beste Reisezeit für die Great Ocean Road Australien

Die Great Ocean Road lohnt sich eigentlich zu jeder Jahreszeit, denn das Meer ist sowohl im Sommer mit seiner teilweise türkis-blauen Farbe, als auch im Winter mit seinem rauen Seegang beeindruckend. In den Sommermonaten zwischen November und März sind die Chancen für gutes Wetter zwar besser, allerdings herrscht dann auch Hochsaison und du triffst auf viele Touristen. Etwas ruhiger wird es im Herbst zwischen April und Mai und auch im September und Oktober ist es nicht ganz so voll. Solltest du auch etwas erleben und viel draußen sein wollen, empfehle ich dir im November oder Februar zu kommen. Dann hast du immer noch sonniges Wetter, triffst aber auf weniger Touristen. Allerdings kann es auch in den Sommermonaten regnerisch und kalt sein, pack also in jedem Fall warme Anziehsachen ein!

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Packliste: Das solltest du für deinen Roadtrip entlang der Great Ocean Road dabei haben!

Wie fast immer auf Reisen gilt: Pack am besten leichte und funktionale Kleidung ein! Besonders wichtig sind bequeme Schuhe und eine gute Regenjacke. Gerade, wenn du wie ich gerne draußen bist und Abenteuer in der Natur erleben willst, solltest du für jedes Wetter gewappnet sein und dich am besten im Zwiebellook kleiden. Selbst wenn du im australischen Sommer nach Victoria fliegst, kannst du mit etwas Pech schlechtes Wetter haben. Wir haben zum Beisel sehr wechselhaftes Wetter erlebt: Mal hat es nur geregnet und es war gerade einmal 12 Grad, dann schien wieder die Sonne und es wurde mit über 30 Grad richtig heiß – und das teilweise am selben Tag!

Packliste Great Ocean Road Australien für eine Woche

– 1x Regenjacke OutDryExtreme Eco Jacket von Columbia
– 1x Trail Running Schuhe von Columbia für leichte Wanderungen
– 1x Birkenstock-Sandalen für warmes Wetter
– 1x Jeans bzw. lange Hosen
– 1x Shorts (Kleid oder Rock für Frauen)
– 1x kurze Wanderhose von Columbia
– 1x Pulli oder Sweater-Jacke zum Überziehen
– 3x normale T-Shirts
– 2x funktionale T-Shirts von Columbia
– 2x Hemden
– Socken und Unterwäsche
– evtl. Badehose oder Bikini (zum Surfen unterm Wetsuit)
– 1x Daypack bzw. Wanderrucksack

Die richtige Regenjacke für jedes Abenteuer

Eine gute Regenjacke sollte dich nicht nur trocken halten, sondern am besten auch der Umwelt zugutekommen – und genau das ist bei der neuen OutDry Extreme ECO Jacket von Columbia der Fall! Dank der OutDry™ Extreme ECO Technologie mit außenliegender Membran kann auf die sonst übliche wasserabweisende Imprägnierung verzichtet werden und es kommen keine schädlichen PFCs mehr zum Einsatz. Zudem wurde die Regenjacke aus 21 recycelten Plastikflaschen hergestellt und auch alle Reißverschlüsse, Ösen, Knöpfe und Co. bestehen aus 100 Prozent recyceltem Material. Und dass es diese Regenjacke nur in Weiß gibt, hat ebenfalls einen guten Grund: Durch den Verzicht auf Farbe können bei der Herstellung im Vergleich zu gefärbten Jacken 51 Liter Wasser gespart werden. Kein Wunder, dass sie das bluesign® Zertifikat für nachhaltige Herstellung bekommen hat.

Ich bin jedenfalls super happy mit dieser Regenjacke und sie hat mich auf dem Roadtrip entlang der Great Ocean Road einige Mal warm und trocken gehalten. Zudem ist die Jacke sehr leicht und atmungsaktiv, weshalb du sie auch gut bei aktiveren Abenteuern wie einer Wanderung oder einer Kajaktour anziehen kannst. Und eins steht fest: Weiß sieht richtig gut aus!

Das Abenteuer beginnt!

Die perfekte Route entlang der Great Ocean Road Australien

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Start in Melbourne

Melbourne ist der perfekte Ausgangspunkt für deinen Roadtrip entlang der Great Ocean Road Australien. Von Deutschland aus fliegen gleich mehrere Fluggesellschaften wie zum Beispiel Emirates mit nur einem Zwischenstopp in Dubai in die Stadt. Am besten schaust du bei Skyscanner, Momondo oder Kayak nach der besten Verbindung für dich und buchst dann direkt bei der Airline.

Für Melbourne solltest du dir entweder vor oder nach deinem Roadtrip mindestens zwei Tage Zeit nehmen, denn hier gibt es viel zu entdecken! Besonders genial sind die Rooftop-Bars und vielen coolen Cafés, die nicht nur leckeren Kaffee, sondern meistens auch eine richtig coole Einrichtung haben. Um eine gute Übersicht von der Stadt zu bekommen, kannst du eine geführte Fahrradtour mit Melbourne by Bike unternehmen. Diese bringt dich zu den coolsten Ecken der Stadt wie zum Beispiel in das Hipsterviertel Fitzroy und zudem lernst du dabei einiges über die Geschichte Melbournes. Alternativ kannst du dich auch auf eine Street Art Tour begeben oder zum Brighton Beach fahren, die Sonne und das Meer genießen oder dir einen Adrenalinschub beim Kitesurfen holen.

Lesetipp: Mehr Tipps zu Melbourne, coolen Cafés und Bars, leckeren Restaurants und gemütlichen Unterkünften verrät dir Line in diesem Beitrag!

Tag 1: Von Melbourne zum Cumberland River Holiday Park

Nachdem du deinen Camper abgeholt und am besten auch schon ordentlich eingekauft hast (in der Nähe der Abholstation von Britz befinden sich gleich mehrere Supermärkte, darunter Woolworths, Coles und sogar Aldi – frag einfach bei einem der Mitarbeiter nach dem Weg), kann dein Roadtrip endlich losgehen! Die erste Strecke führt dich von Melbourne zu einem kleinem Campingplatz am Cumberland River direkt an der Great Ocean Road Australien. Die Strecke ist rund 150 Kilometer lang und du brauchst ohne einen Stopp einzulegen etwas über zwei Stunden. Allerdings gibt es auf dem Weg viel zu sehen und es warten ein paar coole Abenteuer auf dich!

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Torquay: Surfers‘ Paradise

Der erste lohnenswerte Stopp befindet sich gleich zu Beginn der Great Ocean Road in Torquay. Hier triffst du das erste Mal aufs Meer und kannst bereits erahnen, was für eine atemberaubende Strecke noch vor dir liegt. Rund um Torquay befinden sich mehrere Strände, die sich perfekt zum Surfen eignen, weshalb du hier auf viele Surfer und mehrere Surfshops triffst.

Wenn du dich für die Geschichte des Surfens interessierst, kannst du einen Abstecher ins Australian National Surfing Museum machen. Neben einer großen Auswahl an genialen Surfboards findest du hier auch andere Objekte, die etwas mit Surfen oder dem Strandleben zu tun haben und erfährst eine Menge über die australische Surfkultur. Der Eintritt kostet 12 AUD pro Person, das sind rund 8,50 Euro. Das Museum hat das ganze Jahr über bis auf Weihnachten von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Zudem solltest du noch eine Stopp an einem der vielen Strände einlegen, besonders beliebt unter Surfern ist der Bells Beach. Letztendlich entdeckst du aber fast an jedem Strand Surfer oder Windsurfer, sofern der Wind und die Wellen mitspielen.

Split Point Lighthouse

Ebenfalls sehenswert ist der Split Point Lighthouse, von dem du einen guten Blick auf die Eagle Rock Marine Sanctuary hast, coole Felsformationen, die ähnlich wie die 12 Aposteln aus dem Meer ragen. Fahr entweder direkt zum Leuchtturm oder parke deinen Camper auf dem kleinen Parkplatz unterhalb des Turms (Inlet Cres) und laufe die paar Hundert Meter durch die Büsche zu Fuß hinauf.

Galoppieren am wunderschönen Fairhaven Beach

Vom Leuchtturm geht es durch die kleine Ortschaft Aiyres Inlet zu Blazzing Saddles. Caroline bietet auf ihren Pferden unterschiedliche Ritte durchs Hinterland und Strandritte für Anfänger als auch Fortgeschrittene an. Als erfahrener Reiter stehen dir 10 Kilometer Sandstrand für einen adrenalinreichen Galopp zur Verfügung, wobei ein Ritt am wunderschönen Fairhaven Beach auch im ruhigeren Tempo genial ist. Ein zweieinhalb-stündiger Ritt kostet 115 AUD pro Person, also etwas über 80 Euro.

Campen auf dem Cumberland River Holiday Park

Nach diesem tierischen Abenteuer geht es weiter entlang der Great Ocean Road bis zum Cumberland River Holiday Park. Je nach Wetter, tost links neben dir das Meer ganz wild oder strahlt mit seiner türkisen Farbe eine unglaubliche Ruhe aus, während sich rechts ein dichter Regenwald in sattem Grün erstreckt – ein wahninnig geiler Kontrast!

Dein erster Übernachtungsort auf der Great Ocean Road ist aber mindestens genauso geil: Direkt am Cumberland River in einer Art Schlucht befindet sich dieser wirklich tolle Campingplatz und auch das Meer ist nicht weit, sodass du hier beim Rauschen des Meeres einschläfst. Nachts und ganz früh morgens kann es aber auch passieren, dass du hier von den Schreien eines Koalas geweckt wirst oder ein kleines Känguru entdeckst. Neben Plätzen mit und ohne Stromzufuhr gibt es hier auch eine coole Glamping-Möglichkeit direkt am Fluss sowie Cabins. Das Coole ist außerdem, dass du dir hier eine Feuertonne samt Feuerholz ausleihen und es dir abends am wärmenden Feuer richtig gemütlich machen kannst.

Tag 2: Vom Cumberland River Holiday Park ins Inland nach Forrest

Am zweiten Tag fährst du ein weiteres Stückchen entlang der Great Ocean Road, allerdings geht es am späten Nachmittag ins Inland nach Forrest. Insgesamt legst du heute 65 Kilometer zurück, für die du eigentlich nur etwas über eine Stunde brauchen würdest, gäbe es auf der Strecke nicht wieder einige lohnenswerte Stopps und coole Abenteuer…

Das beste Croissant und guter Kaffee im Wye General Store & Café

Zwar kannst du ganz gemütlich in deinem Camper frühstücken, allerdings wartet auf der heutigen Strecke ein wirklich nettes Café auf dich und dass nur eine viertel Stunde Fahrt vom Campingplatz entfernt. Im Wye General Store & Café gibt es nämlich nicht nur die wichtigsten Lebensmittel, sondern dem kleinen Laden ist auch ein wirklich cooles Café angeschlossen, bei dem es die besten Croissants gibt, die ich bis dato in meinem Leben gegessen habe! Auch der Kaffee schmeckt hier richtig gut und ich habe mir sagen lasen, dass die Burger ebenfalls sehr lecker sein sollen.

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Wilden Koalas und Papageien ganz nah

Kurz hinter Wye River kommst du an Kennett River vorbei und auch hier solltest du unbedingt Halt machen, denn: In der Grey River Road hast du die Chance, wilde Koalas zu spotten! Versuche allerdings vor 10 Uhr morgens hier zu sein, denn später kommen immer mehr Touri-Busse zu diesem Ort und du kannst den Tieren nicht mehr in Ruhe zuschauen. Neben Koalas lebt hier außerdem eine große Anzahl an Papageien, die bereits so sehr an den Menschen gewohnt sind, das sie dir auf die Schulter oder gar auf den Kopf fliegen.

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Wandern entlang des Great Ocean Walk

Kurz hinter dem kleinen Örtchen Apollo Bay startet der 104 Kilometer lange Great Ocean Walk, der immer entlang der Küstenlinie bis zu den 12 Aposteln führt. Stelle deinen Camper am Parkplatz vorm Marengo Holiday Park ab, laufe über den Campingplatz bis ans hintere, linke Ende, wo du auf den Beginn eines Weges triffst – das ist auch gleichzeitig der Beginn des Great Ocean Walk.

Der Weg führt dich zunächst an ein paar Häusern und grünen Wiesen vorbei, links neben dir befindet sich das Meer. Bis auf zwei anderen Wanderern und ein paar Spaziergängern mit Hund sind wir hier keiner Menschenseele begegnet. Allerdings war das Wetter auch nicht sehr gut und es regnete immer mal wieder. Dank unserer Regenjacke von Columbia war dies allerdings kein Problem!

Später kommst du an kleinen Stränden und Buchten vorbei, streckenweise geht es durch dichtes Gebüsch und die Landschaft ist hügelig. Der Weg ist allerdings einfach zu gehen. Du kannst zum Beispiel bis zum Shelly Beach und wieder zurück laufen, das dauert etwa zweieinhalb Stunden. Wenn du etwas mehr Zeit mitbringst, kannst du sogar mehrere Tage oder gar den kompletten Weg wandern. Auf der Strecke stehen dir verschiedene Unterkünfte zur Verfügung und als einer der schönsten Wanderwege weltweit eignet sich der Great Ocean Walk perfekt für ein kleines Wander-Zelt-Abenteuer!

Rein in den dichten Regenwald!

Nach der Wanderung heißt es der Great Ocean Road und dem Meer für ein paar Stunden den Rücken zu kehren und dich stattdessen in den dichten Regenwald Victorias zu begeben! Bereits kurz hinter Apollo Bay werden die Straßen immer kurviger und die Vegetation immer dichter, grüner und wilder. Neben der Straßen wachsen riesige Farne, du fährst durch eine hügelige Landschaft mit satten Wiesen und einem atemberaubenden Regenwald – mich hat diese teilweise an die Landschaft in Costa Rica erinnert.

Solltest du einen nicht ganz so großen Camper haben, kannst du einen kleinen Abstecher entlang der C159, dem sogenannten Turtons Track machen. Dieser startet kurz hinter Tanybryn und führt dich durch einen der schönsten Gegenden des Otway Rainforest bis nach Beech Forest. Die Straße ist zwar asphaltiert, allerdings sehr kurvig und stellenweise super eng. Hier hast du das Gefühl, mitten im Regenwald fern von jeglicher Zivilisation zu sein!

Auf der Suche nach Schnabeltieren

In Forrest wartet dann ein ganz besonderes Abenteuer auf dich: Hier kannst du dich zusammen mit Bruce von Otway Eco Tours auf die Suche nach Schnabeltieren begeben. Diese eierlegende Säugetierart kommt nur im Osten Australiens und sonst nirgendwo auf der Welt vor. Die besten Chancen, auf die seltenen Tiere zu stoßen, hast du morgens oder abends in der Dämmerung bei einer Kanutour. Bruce ist nicht nur ein toller Guide mit 12 Jahren Erfahrung, er ist auch studierter Ökologe und kann dir eine Menge über die Flora und Fauna des Otway Rainforest erzählen.

In der Regel dauert eine Tour dreieinhalb Stunden und kostet 85 AUD pro Person, das sind umgerechnet 60 Euro. Um zum See zu gelangen, musst du zunächst 10 Minuten wandern. Danach heißt es Paddeln und dich beim Beobachten der Schnabeltiere zurücklehnen. Vergiss nicht, deine Kamera und einen wasserdichten Daypack mitzunehmen! Falls du Lust auf eine abenteuerliche Tour hast, bietet Bruce auch Trips mit dem Mountainbike an, oder du unternimmst eine geführte Wanderung mit ihm.

Campen auf dem Wonky Stables Caravan Park

Heute übernachtest du auf dem Wonky Stables Caravan Park in Forrest. Hier verirren sich nur wenige Besucher hin – wir waren mit zwei anderen Campern die einzigen Gäste auf dem Campingplatz. Es gibt Strom, sanitäre Anlagen und ringsherum Natur. Neben gewöhnlichen Campingplätzen kannst du hier auch in Cabins oder sogenannten Pod Vans schlafen.

Tag 3: Von Forrest nach Port Campbell

Am nächsten Tag geht es wieder zurück zur Great Ocean Road. Heute triffst du das erste Mal auf die berühmten 12 Aposteln und fährst bis zum Örtchen Port Campbell, der sich in unmittelbarer Nähe zu den beeindruckenden Felsformationen befindet. Über Apollo Bay und mit einem Abstecher zur Cape Otway Lightstation legst du 165 Kilometer zurück und solltest rund drei Stunden reine Fahrtzeit einplanen.

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Maits Rest Rainforest Walk

Hinter Apollo Bay geht es von der Küste wieder in den dichten Regenwald des Great Otway Nationalparks. Achte gut auf die Schilder am Straßenrand, denn nach ungefähr 20 Minuten von Apollo Bay kommt der Maits Rest Rainforest Walk. Diese kurze Wanderung durch den Regenwald ist nicht nur spektakulär, sondern auch komplett kostenlos. Du kannst deinen Camper einfach auf dem Parkplatz parken und musst dann nur dem Weg folgen. Am besten gehst du im Uhrzeigersinn, also zu Beginn links entlang. Du läufst durch richtig dichten Regenwald, überall wachsen riesige Farne, Palmen und andere große Bäume, es ist grün und richtig urig – wirklich beeindruckend!

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Cape Otway Lightstation

Fünf Minuten hinter dem Maits Rest Rainforest Walk kommt eine Abzweigung, die dich über die C157 zur Cape Otway Lightstation führt. Nach ein paar Kilometern ändert sich die Landschaft schlagartig und statt durch dichten Regenwald, führt dich die Straße nun vorbei an hohen Gräsern, dichtem Gebüsch und vereinzelten Bäumen. Mit ein bisschen Glück kannst du auch hier wieder wilde Koalas in den Eukalyptus-Bäumen entdecken.

Entweder besuchst du die Cape Otway Lightstation und lässt dich bei einer der Führungen in die Geschichte des ältesten Leuchtturms Australiens einführen oder du begibst dich hier nochmals kurz auf den Great Ocean Walk. Besonders cool ist die Wanderung am Strand zu den Rainbow Falls. Während die Wanderung natürlich umsonst ist und dich nur deine Energie kostet, zahlst du für die Cape Otway Lightstation 19.50 AUD Eintritt, rund 14 Euro – das lohnt sich nur, wenn du dich wirklich für die Geschichte des Ortes interessierst.

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Mit dem Helikopter über die 12 Aposteln

Nach dem Abstecher zur Cape Otway Lightstation geht’s schnurstracks auf das Highlight der Great Ocean Road zu: die 12 Aposteln! Diese beeindruckenden Felsformationen erinnern ein wenig an die Algarve Portugals und auch wenn sie immer mehr Touristen anziehen, lohnt sich der Besuch allemal. Als Abenteurer kannst du die 12 Aposteln nicht nur von den Plattformen aus betrachten, sondern auch aus der Vogelperspektive.

12 Apostles Helicopters bietet bei geeignetem Wetter mehrere Flüge pro Stunde von unterschiedlicher Dauer. Gestartet und gelandet wird direkt neben dem Hauptparkplatz der 12 Aposteln. Ein 15-minütiger Flug über die 12 Aposteln bis zur berühmten London Bridge kostet 145 AUD, das sind umgerechnet 105 Euro – viel Geld für ein so kurzes Abenteuer, dafür aber auch ein einmaliges Erlebnis!

Wir saßen ganz vorne direkt neben dem Piloten und hatten eine wirklich geniale Sicht über die 12 Aposteln. Zudem schien die Sonne und das Blau des Meeres strahlte umso kräftiger – einfach genial! Über die Headphones erzählt dir der Pilot mehr zu den einzelnen Felsen oder macht dich auf Besonderheiten aufmerksam. Du kannst den Helikopterflug ganz spontan unternehmen und erst vor Ort buchen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, solltest du den Flug aber besser vorher reservieren.

Campen auf dem Port Campbell Holiday Park

Je nachdem, wie viel Zeit du für die einzelnen Stopps auf der heutigen Strecke aufgewendet hast, kannst du neben den 12 Aposteln auch noch ein paar weitere der beeindruckenden Felsformationen anschauen oder du fährst auf den Campingplatz. Der Port Campbell Holiday Park befindet sich direkt im kleinen Ort, bietet saubere Sanitäranlagen und BBQ-Spots. Am besten reservierst du einen der Plätze direkt neben dem Fluss, so hast du das Gefühl, mitten in der Natur zu sein! Neben gewöhnlichen Campingplätzen kannst du auch hier in richtigen Betten in Cabins übernachten.

Tag 4: Von Port Campbell in die Grampians

Am vierten Tag kannst du dir vormittags noch Zeit nehmen, um die Gegend rund um Port Campbell zu entdecken. Allerdings liegt heute wieder eine recht lange Strecke mit knapp 240 Kilometern vor dir, für die du drei Stunden Fahrtzeit einplanen solltest. Es geht von Port Campbell entlang der Great Ocean Road über Warrnambool bis nach Halls Gap in den Grampians.

Speciality Coffee im Forage on the Foreshore

Australien ist bekannt für seine Kaffeekultur und das merkst du selbst in den kleinsten Orten wie in Port Campbell. Hier ist nämlich ein cooles Café zuhause, das ebenfalls Speciality Coffee serviert, das Forage on the Foreshore. Es befindet sich direkt an der kleinen Bucht von Port Campbell und von der Terrasse aus schaust du aufs Meer. Neben gutem Kaffee bekommst du hier auch leckeres Frühstück und andere Gerichte.

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Gibsons Steps, Loch Ard Gorge und London Bridge

Nachdem du gestern schon die 12 Aposteln und die London Bridge von oben gesehen hast, kannst du nun noch zu den Gibsons Steps fahren. Vom Parkplatz aus führen dich 86 Stufen die 70 Meter tiefe, steile Klippe hinunter zu einem kleinen Strand. Auch hier warten wieder zwei coole Felsformationen im Meer auf dich: Gog und MaGog.

Ebenfalls sehenswert sind die Buchten und Felsen rund um die Loch Ard Gorge. Hier solltest du einmal zum Tom and Eva Lookout und zum The Razorback gehen. Statt wie alle runter zur Loch Ard Gorge zu laufen, solltest du The Blowhole ansteuern und von hier aus weiter geradeaus laufen, bis du zu einer Abzweigung kommst. Gehe hier rechts, in der Ferne siehst du bereits einen riesigen Strand und einen Fluss. Hierher verirren sich kaum andere Besucher und mit ein bisschen Glück hast du diese wunderschöne Bucht so wie wir ganz für dich allein! Vom Strand aus kannst du links auf einen Felsen klettern von dem aus du wieder auf eine andere, versteckte Bucht schauen kannst – einfach genial!

London Bridge war einst tatsächlich eine von der Natur geschaffene Brücke, die aufgrund der Erosion 1990 einstürzte. Heutzutage wird der Felsen deshalb auch London Arch genannt. Hier kannst du ebenfalls einen kurzen Stopp einlegen. Danach gibt es noch eine weitere Felsformationen, die einen Halt wert ist: The Grotto.

Wale beobachten in Warrnambool

Gegen Mittag solltest du dich auf den Weg Richtung Warrnambool und Halls Gap machen. Kurz vor Warrnambool bei Allansford endet die Great Ocean Road. Warrnambool ist auch bekannt als die „Whale City“, da du hier gute Chancen hast, Wale zu beobachten. Besonders gut stehen die Chancen zwischen Mai und September am Logan’s Beach, der umgangssprachlich auch Whale Nursery genannt wird, da hier oftmals Walmütter mit ihren Jungen vorbeiziehen.

Warrnambool eignet sich aber auch perfekt, um nochmals deinen Essensvorrat aufzufüllen, denn in der Stadt befinden sich gleich mehrere große Supermärkte. Am besten ist Woolworths Warrnambool East. Hier hast du eine wirklich große Auswahl an frischen Lebensmitteln.

Tower Hill Wildlife Reserve

Nicht weit von Warrnambool befindet sich die Tower Hill Wildlife Reserve, ein mit Wasser gefüllter, alter Vulkankrater. Hier kannst du einen der fünf Wanderwege entlang laufen und triffst, wenn du Glück hast, auf wilde Koalas, Emus oder Kängurus. Alternativ kannst du vom Princess Highway einfach die Lake View Road hoch fahren, von der du eine geniale Aussicht über das Gebiet hast – es fehlen nur noch die Nilpferde und du würdest denken, du befindest dich mitten in Südafrika!

The Grampians: Wander- und Kletterparadies

Von der Tower Hill Wildlife Reserve fährst du zwei Stunden bis nach Halls Gap. Bereits von Weitem kannst du die hügelige Landschaft der Grampians erkennen und spätestens nachdem du durch das kleine Örtchen Dunkeld gefahren bist, wird dich diese Landschaft umhauen! The Grampians ist eine Art Gebirge, das sich wie aus dem Nichts erhebt und grün bewachsen ist. Der Name kommt von den Grampian Mountains in Schottland, die den Entdecker Thomas Mitchell an das Gebirge erinnerten.

Die Grampians eignen sich perfekt zum Wandern und Klettern und egal, für welchen Wanderweg du dich entscheidest, führt er dich höchstwahrscheinlich zu einem genialen Aussichtspunkt. Zudem triffst du hier auf versteckte Wasserfälle und coole Sandsteinformationen.

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Campen auf dem Halls Gap Lakeside Tourist Park

Ein wirklich toller Campingplatz in den Grampians ist der Halls Gap Lakeside Tourist Park, der sich direkt neben dem See und neben einer großen Lichtung befindet. Auf dieser hüpfen besonders morgens und abends zur Dämmerung Kängurus herum und auch Emus fühlen sich hier sehr wohl. Zudem leben hier eine Menge Kakadus, die bereits sehr an den Menschen gewohnt sind und keine Scheu haben. Außerdem sind diese großen Vögel ziemlich laut und das Gekreische der Kakadus ist überall zuhören.

Neben Campingplätzen bietet der Halls Gap Lakeside Tourist Park auch richtig coole Cabins, die super modern eingerichtet sind und teilweise von der Terrasse aus einen direkten Blick auf die Lichtung und somit die wilden Kängurus und Emus bieten. Auch Glamping oder das Übernachten in einem alten Wohnwagen ist hier möglich – und das Beste: Überall stehen Gästen Weber-Grille zur Verfügung. Auch die Sanitärenanlagen sind top und der kleine angeschlossene Laden bei der Rezeption bietet richtig guten Kaffee. Und solltest du irgendwelche Fragen oder Probleme haben, hilft dir die Besitzerin Josefine gerne weiter. Sie stammt ursprünglich aus den Niederlanden und ist wirklich super nett!

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Tag 5: Der Grampians Peaks Trail

Heute steht eigentlich nur eines auf dem Program: Wandern, Wandern, Wandern! In den Grampians gibt es viele verschiedene Wanderwege, alle von unterschiedlicher Länge, von leicht bis schwer. Richtig cool ist der Grampians Peaks Trail, eine dreitägige Wanderung samt Zelten.

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Kaffee und Frühstück im Livefast Lifestyle Café

Es ist doch wirklich unglaublich, dass du in Australien in gefühlt jedem kleinsten Dorf ein cooles Café und richtig guten Kaffee findest, während die Cafészene in Deutschland erst so langsam ins Erwachen kommt. Auch in Halls Gap gibt es ein mega cooles Café und zwar das Livefast Lifestyle Café. Neben Flat White, schmeckt hier pochiertes Ei mit Sauerteigbrot und Speck besonders gut, genauso wie Smashed Avo oder die Pancakes – yummy!

Absolute Outdoors Australia

Das Coole ist, dass du für die mehrtägige Wanderung nicht extra ein Zelt und weiteres Camping-Equipment besorgen musst. Das Team hinter Absolute Outdoors Australia verleiht Zelte, Gaskocher und alles, was du für ein Wander-Zelt-Abenteuer so benötigst. Zudem kannst du dich bezüglich der verschiedenen Wanderwege in den Grampians beraten lassen – die Managerin Cass ist wirklich total nett und hat viele Tipps parat!

Noch viel cooler ist allerdings, dass du das ganze Equipment beim Wandern nicht auf deinem Rücken tragen musst. Absolute Outdoors Australia bringt dein Zelt sowie frische Anziehsachen und Essen für dich auf Wunsch bis zum Zeltplatz und baut dort auch schonmal das Zelt für dich auf, sodass du nach der Wanderungen nur noch entspannen brauchst – fast schon Luxus, aber irgendwie auch richtig geil!

Neben Equipment und der Organisationen bietet Absolute Outdoors Australia auch geführte Wanderungen und adrenalinreiche Klettertouren in den Grampians an – langweilig wird es hier jedenfalls nicht!

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Teil 1 des Grampians Peaks Trails

Nach einem kräftigenden Frühstück und der Klärung aller Details kann es endlich auf die Wanderung losgehen! Denk dran, genügend Wasser und etwas Proviant mit auf den Weg zu nehmen. Der erste Teil der Strecke führt dich von Halls Gap oder vom Wonderland Car Park zum Bugiga Camp. Diese ist 8,6 Kilometer lang und überwindet 800 Höhenmeter. Laut Angabe brauchst du zwischen drei und sechs Stunden.

Zuerst geht es über große Felsen durch eine kleine Schlucht, die liebevoller Weise auch Grand Canyon genannt wird. Danach geht es durch einen engen Felsspalt, die sogenannte Silent Street. Es geht die ganze Zeit bergauf und teilweise ist der Aufstieg sehr anstrengend. Bereits nach kurzer Zeit hast du allerdings schon das Highlight der Strecke erreicht, den Pinnacle. Von hier hast du eine geniale Aussicht über Halls Gap und die beeindruckende Berglandschaft der Grampians. Danach geht es größtenteils bergab durch dichtes Gebüsch. Achte dabei immer darauf, wohin du trittst, denn hier leben giftige Schlangen. Wir sind zum Beispiel einer gefährlichen und recht großen Braunschlange begegnet. Sie gehört zu den Giftnattern und ist einer der giftigsten Schlangen der Welt!

Danach geht es zum Lakeside Lookout und weiter bis zum Sundial Carpark. Du hast immer wieder coole Aussichten und bist größtenteils alleine unterwegs, da die meisten nur bis zum Pinnacle und wieder zurück laufen. Folge den Schildern in Richtung Rosea Carpark und biege kurze Zeit später links zum Bugiga Hiker Camp ab.

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Bugiga Hiker Camp

Ich frage mich wirklich, wie es zu der Angabe von 3-6 Stunden kommt, denn Line und ich haben für die Strecke nur zwei Stunden benötigt. Wir waren also viel früher als erwartet im Camp und auch die einzigen Gäste dort. Das Camp besteht aus mehreren Holzwegen, ist relativ einfach eingerichtet und bietet neben Zeltplätzen zwei Toiletten mit Plumsklos und ein kleines offenes Zelt, das Schatten spendet. Ansonsten befindet sich um dich herum nichts als Natur und je nachdem, wo du dein Zelt errichtest, hast du eine Hammer Aussicht auf die umliegenden Berge!

Nachdem Line und ich ein Bier getrunken und eine Kleinigkeit gegessen hatten, entschlossen wir uns, auch den zweiten Teil der Wanderung zu machen – den Teil, der eigentlich für den nächsten Tag geplant war.

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Teil 2 des Grampians Peaks Trails

Dieser ist zwar 13,8 Kilometer lang, soll aber ebenfalls fünf bis sechs Stunden dauern. Da es gerade einmal mittags war, hatten wir also noch genügend Zeit und voller Energie waren wir ebenfalls noch. So machten wir uns also auf den zweiten Teil des Grampians Peaks Trails.

Zunächst läufst du wieder Richtung Rosea Carpark und musst dann die Stony Creek Road überqueren. Es geht durch den Messmate forest und du merkst sofort, dass sich hierher eher selten Wanderer verirren. Der Weg ist nur ein schmaler Trampelpfad und du gehst teilweise durch dichtes Gebüsch. Es wird wieder steiler, denn nun beginnst du den Aufstieg auf den Mt Rosea, den höchsten Berg der Grampians. Ziemlich schnell verschwinden die Bäume und Büsche und weichen wieder großen Felsborken. Über diese kletterst du nun immer weiter hoch, überquerst eine kleine Brücke über einem Abhang und hast richtig geniale Aussichten. Schau dabei auch immer mal wieder nach hinten, denn ringsherum erstreckt sich die hügelige und wirklich beeindruckende Landschaft der Grampians.

Oben angekommen, wirst du für all deine Anstrengung mit einer einmaligen 360 Grad Aussicht über die Serra und Mt William Ranges belohnt – der Wahnsinn! Danach musst du den Schildern Richtung Borough Huts Campground folgen. Es geht ziemlich schnell bergab und bereits nach 10 Minuten läufst du wieder durch den Wald. Nun wird die Strecke eher langweilig, da sich um dich herum nur Bäume befinden und auch die tolle Aussicht verschwindet. Mit ein bisschen Glück begegnest du aber wilden Tieren wie Kängurus, Emus oder bunten Papageien. Kurz vorm Campingplatz überquerst du eine Brücke über einen Fluss, der nochmals ein geniales Bild abgibt!

Wir haben für diese Strecke rund zweieinhalb Stunden benötigt, also auch viel weniger, als angeben wurde. Wenn du wie wir nach einer Herausforderung suchst und kein Problem hast, mehrere Stunden zu wandern, kann ich dir auch nur empfehlen, diese 2-Tage-Wanderung auf einen Tag zu legen. Zwar spürst du danach auch deine Muskeln, hast aber wenigstens das Gefühl, auch etwas getan zu haben!

Unterwegs hatten wir bereits Cass von Absolute Outdoors Australia über unsere spontane Planänderung informiert und wurden am Borough Huts Campground von zwei ihrer Mitarbeiter abgeholt. Danach ging es für uns wieder zum Halls Gap Lakeside Tourist Park, auf dem wir noch zwei weitere Nächte verbrachten. Den dritten Teil der Strecke haben wir nicht mehr gemacht – so war es auch von vornherein geplant –, da du hier nur entlang eines Feuerweges läufst, ein breiter Weg, der geradeaus durch den Wald führt und bei Waldbränden verhindern soll, dass das Feuer auf andere Bäume rüberspringt und sich weiter ausbreitet.

Als Europäer ist man eben andere Höhen gewöhnt

Line und ich sind wohl die ersten, die beide Teilstrecken an nur einem Tag gewandert sind. Ich denke mal, dass wir Europäer was das Wandern angeht durch die Alpen einfach etwas abgehärteter und entsprechend ein wenig fitter sind und besser mit der Überwindung von Höhenmetern umgehen können, als Australier…

Tag 6: Wandern und Relaxen in den Grampians

Wenn du wie wir nur einen Tag benötigst, um den ersten und zweiten Teil des Grampians Peak Trails zu wandern, kannst du dir heute Zeit nehmen, um noch ein paar andere Ecken im Park zu entdecken. Suche dir einfach eine der vielen Wanderungen aus oder fahre mit deinem Camper zu einem der Aussichtspunkte. Alternativ kannst du ein kleines Kletterabenteuer oder einen Ausritt unternehmen. Das Grampians Horse Riding Centre bietet Ritte in die Natur bei denen du nicht einfach nur auf deinem Pferd sitzt, sondern nebenbei auch noch tollen Unterricht bekommst und etwas lernst. Oder du nutzt den Tag, um einfach ein wenig in der Natur zu entspannen, was auf dem Halls Gap Lakeside Tourist Park wirklich gut gelingt!

Tag 7: Von den Grampians zurück nach Melbourne

Nach all den Abenteuern in den Grampians ist es Zeit, zurück nach Melbourne zu fahren und diesen genialen Roadtrip entlang der berühmten Great Ocean Road zu beenden. Von Halls Gap sind es rund drei Stunden Fahrt bis in die Stadt. Zunächst geht es noch durch die hügelige Landschaft, die sich bald in eine weite Graslandschaft wandelt. Du fährst vorbei an kleinen Städten wie Ararat oder Ballarat, die einen kurzen Stopp wert sind. Insgesamt legst du nochmals 250 Kilometer zurück, bevor du deinen Camper wieder abgibst oder deinen Roadtrip in Richtung Osten und Wilsons Promontory fortsetzt.

Die Great Ocean Road in Australien wird dich umhauen!

Die Great Ocean Road zählt nicht umsonst zu den schönsten Küstenstraßen der Welt und kann locker mit Strecken wie der Garden Route in Südafrika oder entlang Kaliforniens Küste mithalten. Die Farben des Meeres, die wunderschönen Strände und teilweise einsamen Buchten und der dichte Regenwald bieten ein geniales Bild!

Zudem warten hier gleich mehrere coole Abenteuer auf dich: Stürz dich mit deinem Surfbord in die Wellen, galoppiere an kilometerlangen Stränden, fliege mit dem Helikopter über die berühmten 12 Aposteln oder fordere dich bei einer 2-Tages-Wanderung in den Grampians heraus, indem du sie an nur einem Tag wanderst – langweilig wird dir auf der Great Ocean Road jedenfalls nicht und die geniale Landschaft wird dich mehr als nur einmal zum Staunen bringen!

Bist du die Great Ocean Road in Australien bereits entlang gefahren? Was sind deine Highlights und besten Tipps?

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3 Kommentare zu „Die besten Tipps für einen Roadtrip entlang der Great Ocean Road Australien!

  1. Kerstin on

    Hallo Sebastian!

    Danke für den tollen und sehr ausführlichen Beitrag! Ich bereite mich gerade auf meine drei-monatige Australienreise vor, da kommt mir so ein Blogeintrag natürlich wie gerufen 😉

    Mit wie viel Gepäck seid ihr derzeit in Australien unterwegs?

    Lg, Kerstin

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  2. Renato on

    Ein geiler Bericht, der uns in unserer Vorbereitung wieder ein wenig weitergebracht hat.
    Auch wir haben 3 Monate ins Auge gefasst, zumindest ist unser Visum für Australien so lange gültig. Die Vorfreude steigt mit jedem Bericht den wir lesen. Allerdings habe ich manchmal das Bedenken ob die Zeit auch reicht, bei dem was wir alles sehen wollen

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