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Reisen und im Auto schlafen – die ultimative Freiheit!

TRAVEL RUN PLAY

Die Straße und unendlich viele Möglichkeiten liegen vor dir, der Motor brummt und ein leichter Wind bläst dir durch das offene Fenster aufs Gesicht. Du weißt nicht, an welchem Ort du heute übernachten wirst, aber das ist auch egal, denn du liebst es, im Auto zu schlafen und das genau dort, wo es dir gefällt. Diese Ungewissheit, diese Freiheit ist das, was dich reizt. Dein Bett ist immer bei dir, genauso wie deine kleine Küche und dein wichtigstes Hab und Gut. Du kannst von diesem Roadtrip-Feeling nicht genug bekommen und liebst das Abenteuer #VanLife!

Und da geht es nicht nur dir so: Immer mehr Menschen kaufen sich einen alten VW Bulli oder einen coolen Geländewagen, bauen ihn nach ihren Wünschen um und stürzen sich dann damit mit ins Abenteuer. Von ein paar Wochen, über mehrere Monate bis hin zu mehreren Jahren, ob in Afrika, Südamerika, Europa oder Kanada, das Gefühl ist immer das gleiche: pure Freiheit!

Wir haben 8 Blogger und Roadtrip-Verrückte gefragt, was das Abenteuer #VanLife für sie so besonders macht, welche Strecken und Erlebnisse sie nie vergessen werden und was ihre ultimativen Tipps zum Reisen und im Auto Schlafen sind – hier sind ihre inspirierende Antworten!

Abenteuer #VanLife

Reisen und im Auto schlafen – die ultimative Freiheit!

1. Elisa von take an adVANture

im auto schlafen take an advanture

Was macht das Reisen und Leben im Van für dich so besonders?

Dieses Gefühl von Freiheit ist etwas ganz besonderes, vor allem in Verbindung mit der Nähe zur Natur. Schon früh am Morgen kitzeln die Sonnenstrahlen in meinem Gesicht, ich öffne die Heckklappe von meinem Camper und genieße, tief eingekuschelt in meine Decken, die kühle Morgenluft. Diese Geräuschkulisse kann man einfach nicht beschreiben. Campingtisch und -stühle werden kurz darauf aufgebaut und der Kaffee köchelt so langsam auf dem Kocher fertig. Während ich meine Füße im Sand vergrabe, frühstücke ich und überlege, wohin es als nächstes gehen soll. Ein tolles Gefühl, wenn alles kann und nichts muss. Die Straßen sind nur noch Linien in der Landschaft, weniger Richtungsweiser. An jeder Kreuzung kann ich neu entscheiden, wo lang es gehen soll. Meistens entscheide ich mich dann für den staubigeren Weg. Ich treffe auf nette Menschen, entdecke abgelegene Dörfer und übernachte auf kleinen Lichtungen im Wald. Wenn möglich wärmt am Abend noch ein kleines Lagerfeuer und kurz darauf verkrieche ich mich wieder in meine Decken. Es gibt für mich nichts Schöneres auf dieser Welt.

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Alter VW Bulli oder cooler Geländewagen: Was für ein Typ bist du und warum?

Eher Typ VW Bulli im mittleren Alter. Ich besitze einen VW T5 Transporter, Baujahr 2007, den ich zum Camper ausgebaut habe und mit dem ich durch Europa reise. Er ist zwar nicht so fotogen, wie ein kultiger VW T3, oder so geländegängig, wie ein Land Rover Defender, aber er ist irgendwie eine gute Mischung aus allem. Beim Kauf entschied damals der Verstand über das Herz, trotzdem bereue ich es keine Minute. Ich nutze den Bulli auch als Alltagsauto und selbst im Gelände macht er eine gute Figur. Es ist mittlerweile mein zweites kleines Zuhause geworden.

Wo warst du schon überall unterwegs und wo geht’s noch hin?

Ich habe schon immer gerne Roadtrips unternommen und war in den letzten Jahren in Australien, Portugal, Italien, Österreich und Deutschland unterwegs. Seit ich den VW Bulli habe sind noch Slowenien, Kroatien, Montenegro, Schweden, Norwegen und Frankreich hinzugekommen. Und ich möchte keine dieser Reisen missen. Als nächstes geht es mit dem Auto nach Jordanien, im Zuge der Allgäu Orient Rallye fahre ich mit ein paar Freunden von Oberstaufen nach Amman. Darauf freue ich mich schon wahnsinnig. Ansonsten stehen im Sommer sicherlich noch einige Kurztrips in Europa an.

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Was war deine bisherige Lieblingsstrecke und warum?

Wenn ich mich auf eine Strecke festlegen muss, dann war es sicherlich der Roadtrip durch den Norden Norwegens. Zum einen, weil ich über mehrere Wochen alleine unterwegs war und zum anderen, weil diese Landschaft genau das ist, was ich über alles liebe. Berge, Meer und Stille. Die Natur dort oben ist so atemberaubend schön, dass man nach jeder Kurve wieder aufs Neue staunt. Ich habe die Zeit auf den Lofoten und der Insel Senja genossen, bin stundenlang gewandert und habe mich Kilometer für Kilometer immer wieder überraschen lassen. Manchmal war es das besondere Licht, manchmal die unzähligen Tiere, die meinen Weg kreuzten, aber immer war es dieses Gefühl von Leben und Freiheit.

Deine 3 ultimativen Tipps zum Reisen mit Van:

1. Einfach machen und nicht alles planen.
2. Wäscheleine einpacken.
3. Möglichst viel Zeit draußen verbringen und abseits von Campingplätzen übernachten.
Gute Tipps für schöne Stellplätze erhält man oft von anderen Campern.

Mehr über Elisa und ihren Blog
elisa-take-an-advanture Elisa schreibt auf take an adVANture übers Reisen auf und neben der Straße, über das Leben und Draußen sein. Sie liebt Roadtrips, die Berge und die Natur und am liebsten ist sie mit einer Matratze im Kofferraum und dem Rucksack auf der Rücksitzbank auf den Straßen dieser Welt unterwegs.

 

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2. Andreas und Claudia von 14qm

im auto schlafen 14qm

Was macht das Reisen und Leben im Van für euch so besonders?

Es ist die Möglichkeit dort zu sein, wo wir möchten und auf nichts verzichten zu müssen. Wir können leben, arbeiten und kochen wo fast es uns gefällt.
Wir lieben diese Ungebundenheit, das Leben ohne großes Gepäck, wie Miete, Strom-, Wasser-, und Müllrechnung. Wir haben fast jeden Tag eine neue Herausforderungen und neue Erlebnisse.
Mit jedem Tag, den wir unterwegs sind, planen wir weniger und fahren nur nach grober Richtung.

Alter VW Bulli, cooler Geländewagen oder alter Truck: Was für ein Typ seid ihr und warum?

Wir sind mit einem 30 Jahre altem Mercedes Transporter mit Mabu-Kabine unterwegs. Das Auto ist fast unverwüstlich und die Technik ist leicht zu reparieren. Keine Elektronik , kein Plastik, viel Hubraum und wenig PS.
Da wir dauerhaft im Camper leben und arbeiten, gönnen wir uns ein wenig mehr Platz. Aber sollte es jemals ein neues Fahrzeug geben, was recht unwahrscheinlich ist, dann wäre es eine Nummer kleiner.

im auto schlafen 14qm

Wo wart ihr schon überall unterwegs und wo geht’s noch hin?

Wir haben ein völlig anderes Reisekonzept. Wir sind absolute Slow-Traveller und unsere Liste ist nicht sehr beeindruckend. Wir sind erst seit November 2016 dauerhaft auf Reise. Im Moment sind wir fast ein Jahr in Frankreich unterwegs. Danach werden wir lange Zeit in Griechenland sein. Ansonsten waren wir mit dem Camper in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und der Schweiz. Ohne Camper sind es ein paar mehr: Portugal (Roadtrip mit einem Fiat Uno), Spanien, Italien, Österreich, Dänemark, Schweden, Ungarn, England und Wales.

Was war eure bisherige Lieblingsstrecke und warum?

Silvester am Cirque des Navacelles in Frankreich, vor uns ging es fast 400 m senkrecht in die Tiefe und dort unten lag in der untergehenden Sonne ein kleines Dorf, absolut atemberaubend. Wir waren ganz alleine oben an diesem Kessel. Am nächsten Tag sind wir mit unserem 6,8 Tonner die 400 m runter und auf der anderen Seite wieder herauf. Auf der sehr engen Straße fast ohne Ausweichmöglichkeit eine Herausforderung.

im auto schlafen 14qm

Eure 3 ultimativen Tipps zum Reisen mit Van:

1. Navi aus, runter von den Hauptstraßen und treiben lassen.
2. Zeit lassen: Viele Dinge entdecken wir erst, wenn wir an einem Ort drei und mehr Tage verbringen und zu Fuß oder dem Rad unterwegs sind. Und diese Zeit ist auch gut für unsere Fitness und Gesundheit. Noch nie waren wir so viele Kilometer wandern oder auf dem Rad unterwegs.
3. Weniger ist mehr: Dies betrifft sowohl die Ausstattung, als auch das Reisen. Wir leben im Prinzip jetzt ein Jahr lang in Frankreich, man bekommt ein ganz anderes Gefühl für die Gewohnheiten und die Menschen eines Landes. Und weniger Kilometer schonen auch ungemein die Reisekasse.
Und es betrifft die Ausstattung und Technik eines Campers. So einfach wie möglich, so kann der Tipp noch ergänzt werden. Was nicht vorhanden ist, kann nicht kaputt gehen oder einfacher repariert werden.

Mehr über Andreas und Claudia und ihren Blog
14qm 14qm, das sind Andreas und Claudia. Laut Papieren 52 und 50 Jahre alt. Mit ihrem 31 Jahre alten Wohnmobil reisen sie durch Europa. Der Blog entstand 2013 und dokumentierte zuerst die Restauration des Campers. Mittlerweile schreiben sie über ihre Reisen und ihr Leben auf der Straße. Im Moment sind sie auf einem zehnmonatigen Roadtrip durch Frankreich. Die Zwei sind absolute Slow-Traveller und befinden sich nun nach vier Monaten immer noch in Südfrankreich.

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3. Carina von TRAVEL RUN PLAY

im auto schlafen travel run play

Was macht das Reisen und Leben im Van für dich so besonders?

Es ist als hätte ich mein Zuhause immer mit dabei. Ich muss keinen Rucksack ständig aus- und wieder einpacken und kann mich unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln frei im Land bewegen. Dadurch gelange ich an Orte, die das wahre, untouristische Gesicht eines Landes zeigen können und reise langsamer und dadurch bewusster.

Alter VW Bulli oder cooler Geländewagen: Was für ein Typ bist du und warum?

Da ich selbst lange mit einem alten VW T3 Westfalia unterwegs war, ist dies natürlich mein Favorit (auch wenn ein Vierradantrieb manchmal ganz praktisch gewesen wäre…). Obwohl er schon über 30 Jahre alt ist, verfügt er über alles, was für einen langen Road Trip notwendig ist und wirkt einfach auf charmante Art und Weise herrlich altmodisch.

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Wo warst du schon überall unterwegs und wo geht’s noch hin?

Ich bin von 2015-2016 in 18 Monaten von der südlichsten Spitze Südamerikas, Feuerland, bis nach Kalifornien gefahren und habe dabei folgende Länder mit dem Van durchquert: Uruguay, Argentinien, Chile, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Belize und Mexiko. Die nächsten Trips werden eher kleinerer Natur sein. Wohin sie mich führen, steht noch nicht fest.

Was war deine bisherige Lieblingsstrecke und warum?

Die Lagunenroute zwischen Nordchile und Bolivien ist einfach atemberaubend. Es ist eine Schotterpiste, die in zwei Tagen zu bewältigen ist und Dich durch eine felsige Mondlandschaft führt. Vorbei an Lagunen, die in den unterschiedlichsten, kräftigen Farbtönen leuchten und tatsächlich gibt es hier auch Flamingos.

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Deine 3 ultimativen Tipps zum Reisen mit Van:

1. Du musst kein Mechaniker sein, aber Du solltest Deinen Wagen sehr gut kennen, bevor Du auf einen längeren Trip losziehst. Beachte, dass es in vielen Ländern (vor allem auch in Südamerika) schwierig sein kann Ersatzteile und technisches Know-How für neuere Modelle zu finden. Ein Abschleppseil ist unerlässlich.
2. Habe Geduld. Manchmal laufen die Dinge nicht so wie sie sollten: die Pläne verschieben sich wegen einer Reparatur oder ein Erdrutsch versperrt Dir für mehrere Tage den Weg. Hier hilft Gelassenheit, die man am Besten durch tägliches Meditieren lernt.
3. Mit der kostenlosen App iOverlander habe ich die schönsten Wildcamping-Spots und auch richtige Camping-Plätze in Süd- und Nordamerika gefunden. Ich bin mir sicher, dass sie Dir auch eine große Hilfe auf Deinem nächsten Roadtrip sein wird!

Mehr über Carina und ihren Blog

travelrunplayCarina ist Reise-Bloggerin und Filmemacherin auf TRAVEL RUN PLAY und dem dazugehörigen Youtube Kanal. Als begeisterte Läuferin tritt sie dabei für einen aktiven und gesunden Lifestyle ein und motiviert zum Umdenken. Von 2015-2016 reiste Carina in einem alten Bulli entlang der Panamericana und dokumentierte dabei ihre Reise.

Tipp: Carina hat einen wunderbaren #VanLife Kalender erstellt, den du jetzt ermäßigt für nur 6 Euro bekommst! Hier geht’s zum Kalendar! 

4. Marco von Life is a trip

im auto schlafen lifeisatrip

Was macht das Reisen und Leben im Van für dich so besonders?

Das Reisen auf der Straße hat für mich einen ganz besonderen Charme. Man hat stets die Wahl, mit welcher Geschwindigkeit man sich fortbewegen möchte. Man kann genau beobachten, wie sich Landschaften, örtliche Gepflogenheiten und auch die Menschen vor Ort von einem Kilometer zum nächsten verändern. Und man bekommt oft unerwartete Orte zu Gesicht, an denen die meisten anderen Reisenden vorbeifahren oder -fliegen. Dazu noch kann man immer gerade dort anhalten, wo es am schönsten ist. Ich bin ein großer Fan von Road Trips!

im auto schlafen lifeisatrip

Alter VW Bulli oder cooler Geländewagen: Was für ein Typ bist du und warum?

Ich bin bisher eher der Geländewagen-Typ. Zum Einen nehme ich wirklich oft Abkürzungen über unwegsame Strecken, die ein Bulli vermutlich nicht bewältigen könnte. Zum Anderen bin ich eher jemand, der sich in kleinen Hotels am Straßenrand einmietet, statt im Bus zu pennen. Doch in den letzten Jahren denke ich tatsächlich oft darüber nach, mal für eine Weile im Van zu leben. Das klingt wirklich nach absoluter Freiheit!

Wo warst du schon überall unterwegs und wo geht’s noch hin?

Meine Road Trips haben mich bereits quer durch die USA und Mittelamerika sowie mehrfach im zickzack durch ganz Europa geführt. Auf einem Motorrad habe ich Teile Indiens sowie die Philippinen erkundet. Südostasien habe ich in einem klapprigen Tuk Tuk durchquert; im südlichen Afrika habe ich mich für eine Tour im LKW entschieden. Momentan bin ich gerade mit meinen zwei Road-Trip-Buddies in einem alten Geländewagen quer durch Südamerika unterwegs! Wir sind leider etwas zu langsam, um wirklich wie geplant die gesamte Panamericana zu schaffen, aber der Trip macht trotzdem eine Menge Spaß! Ich verarbeite die Eindrücke von der Straße zum ersten Mal in einer Video-Serie.

im auto schlafen lifeisatrip

Was war deine bisherige Lieblingsstrecke und warum?

Einzelne Trips zu vergleichen fällt natürlich immer schwer. Ich denke aber, dass mein Favorit bisher unsere Reise in alten Schrottautos zum Kazantip Festival in der Ukraine war. 7 Autos und 21 Bekloppte, 11 Länder in zehn Tagen – unzählige wahnwitzige Eindrücke! Osteuropa zählt für mich noch immer zu den faszinierendsten Gegenden überhaupt. Und ein Fahrzeug zu haben, auf das man sich nicht verlassen kann, führt zu den tollsten Erlebnissen.

Deine 3 ultimativen Tipps zum Reisen mit Van:

1. Man sollte immer einen Ersatzkanister dabei haben, denn man kann wirklich nie genau planen, wann man die nächste Tanke erreicht.
2. Eine Rolle Gaffer-Tape hilft ungemein, wenn man Dinge im Cockpit festkleben will. 😉
3. Meine grundsätzliche Reise-Devise ‚Go with the flow‘ potenziert sich auf Road Trips. Einfach immer offen bleiben und vor Ort sehen, wohin es einen treibt: Das ist für mich die Essenz eines Road Trips!

Mehr über Marco und seinen Blog
marco-buchMarco Buch ist Filmschaffender, Buchautor, Blogger, Weltreisender. Er ist ein neugieriger Mensch und viel unterwegs. Marco hat in über 130 unterschiedlichen Jobs gearbeitet und momentan 70 Länder dieser Welt bereist. Er liebt es, Erfahrungen zu sammeln und später Anderen davon zu erzählen. Mit ‚Life is a Trip‚ möchte er die Tradition der Lagerfeuergeschichten ins digitale Zeitalter hinüberretten. Marco nimmt sich selbst nicht so wahnsinnig ernst und denkt, die Welt könnte eine bessere sein, wenn andere diesem Beispiel folgen würden.

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5. Tanja von talklyontour

im auto schlafen takly on tour

Was macht das Reisen und Leben im Van für dich so besonders?

Das Reisen im Camper ist eine sehr entspannte Reiseart für einen Roadtrip. Das Besondere für uns ist die Flexibilität und die Möglichkeiten in der Natur zu übernachten. Es ist unglaublich praktisch, denn man hat alles dabei und das ständige Koffer ein- und auspacken entfällt.

Alter VW Bulli oder cooler Geländewagen: Was für ein Typ bist du und warum?

Weder noch, denn wir reisen am liebsten in einem Wohnmobil. Es ist etwas sperriger als ein Van, man findet nicht so gut Parkplätze und einige schmalere Straßen können nicht befahren werden. Dennoch hat das Wohnmobil für uns DEN Vorteil, man ist völlig autark. Durch die Toilette, die Nasszelle, den Kühlschrank mit Gefrierfach und die vollausgestattete Küche an Bord wird das Reisen um einiges erleichtert und man braucht keine vollausgestatteten Campingplätze. Abgesehen davon hat man mehr Platz als in einem Van, was gerade bei Regenwetter Gold wert ist.

im auto schlafen takly on tour

Wo warst du schon überall unterwegs und wo geht’s noch hin?

Bisher sind wir mit dem Wohnmobil drei Mal in Nordamerika (Kanada & USA) gewesen – für uns das Campingparadies. 2015 waren wir außerdem einige Wochen mit dem Camper in Neuseeland und Australien unterwegs. Seit 2016 steht nun die Erkundung Europas an. Begonnen haben wir letztes Jahr mit der Auvergne in Frankreich. Unser nächstes Ziel, für diesen Sommer, ist Skandinavien.

im auto schlafen takly on tour

Was war deine bisherige Lieblingsstrecke und warum?

Das ist wirklich nicht einfach zu beantworten. Wir haben so viele tolle Strecken befahren. Wenn ich mich für eine Strecke entscheiden müsste, dann würde ich sagen, dass der Icefields Parkway in Alberta (Kanada) nicht umsonst als „schönste Straße der Welt“ bezeichnet wird. Auch nach insgesamt drei Fahrten über die Traumstraße in den Rocky Mountains würden wir sie sofort noch einmal fahren. Es gibt eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt, viele Outdoormöglichkeiten und zahlreiche Campingplätze entlang der 230 Kilometer.

Deine 3 ultimativen Tipps zum Reisen mit Van:

1. Falls der Campingtrip vorab geplant wird, sollte man unbedingt 10% auf die Kilometer aufschlagen und ein bis zwei Puffertage pro Woche einplanen. So besteht die Möglichkeit spontan an schönen Orten zu übernachten, die man vorher nicht mit eingeplant hat.
2. Natürlich ist ein Roadtrip am schönsten, wenn das Wetter mitspielt. Aber man sollte sich auf jeden Fall auch auf Unterhaltungsmöglichkeiten bei Regenwetter vorbereiten. Zum Beispiel Gesellschaftsspiele und Bücher einpacken, Spiele-Apps oder Podcast herunterladen oder ähnliches. Ansonsten kann das Reisen auf engstem Raum bei Regenwetter schnell zum
langweiligen Albtraum werden.
3. Auch wenn sich die Aufgabenverteilung auf einer Reise mit dem Camper in der Regel schnell einpendelt, sollten die Aufgaben am Anfang der Reise (gerecht) aufgeteilt werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch unnötigen Stress, denn es fallen zahlreiche Aufgaben an, bevor man mit dem Wohnmobil (morgens) starten kann, bzw. wenn man auf dem Campingplatz ankommt. Am besten erstellt man sich eine kurze Checkliste für die wichtigsten Aufgaben, die vor der Abfahrt bzw. nach der Ankunft unbedingt gemacht werden müssen, wie z.B. das Stromkabel anschließen/entfernen, die Stufe einholen und lose Dinge, die zu Wurfgeschossen werden können, gut verstauen.

Mehr über Tanja und ihren Blog
taklyontourAuf Tanjas Blog stehen die Themen Reise, Camping und Fotografie im Fokus. Hier verwirklicht sie ihre Liebe zum Reisen und zum Schreiben. Ihr macht es großen Spaß, ausführlich zu berichten und ihre Erfahrungen weiterzugeben.

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6. Steffi und Daniel von „Wir sind dann mal weg“

Was macht das Reisen und Leben im Van für euch so besonders?

Vor 5-6 Jahren waren wir 20 Monate mit Backpacks unterwegs und haben dort eine ganz andere Art zu reisen kennengelernt. Doch als wir damals in Australien ein Auto kauften und damit quer durch das Land reisten, empfanden wir dies als größte Freiheit und haben gleichzeitig festgestellt: Der nächste Trip soll mit einem Auto sein.

Wir lieben vor Allem diese Freiheit am Reisen mit dem eigenen Camper. Man kann (mit dem passenden Fahrzeug) fast überall hinfahren. Sei es den 736km langen Dempster Highway, wo wir den Polarkreis überquert haben und unsere ersten Nordlichter bestaunen konnten. Oder auf Backroads durch die Baja California, an einsame Sandstrände und Surfspots. Sehr oft campen wir wild – so haben wir z.B. in 82 Nächten in den USA (inkl. Alaska) kein einziges Mal für eine Übernachtung bezahlt, oft an wunderschönen Plätzen.

Alter VW Bulli, cooler Geländewagen oder alter Truck: Was für ein Typ seid ihr und warum?

Wir sind aktuell im Besitz unseres Traumwagens: ein Toyota Land Cruiser HZJ78. Als Camper ausgebaut bietet er nicht ganz so viel Platz wie ein VW Bus, hat als vollwertiges Offroad-Fahrzeug aber natürlich andere Vorzüge. Wir reisen zwar nicht prinzipiell Offroad, wollen aber immer die Option haben auch an abgelegenere Orte kommen zu können. Und meist macht das Offroad-Fahren selbst dann auch viel Spaß. Daher sind wir mit der Wahl eines Geländewagens sehr zufrieden.

Wo wart ihr schon überall unterwegs und wo geht’s noch hin?

Unsere aktuelle Reise hat im Mai 2016 in Halifax, an der Ostküste von Kanada gestartet. Danach ging es einmal quer durch Kanada, über den Yukon hoch nach Alaska und danach über die USA bis nach Mexiko. Dort befinden wir uns aktuell auf der Baja California. Ziel ist Südamerika und Feuerland!

Was war eure bisherige Lieblingsstrecke und warum?

Auch wenn wir bereits viele tolle Strecken gefahren sind, der Dempster Highway in Kanada, welcher von Dawson City auf einer 736km langen Dirt-Strecke bis nach Inuvik führt, ist eines unserer Highlights. Auf halber Strecke gerieten wir in einen Schneesturm, die Atmosphäre eines einsamen, winterlichen Kanada hätte besser nicht sein können. Wir kämpften uns mit Allrad durch Schlamm, sahen wilde Wölfe, überquerten den Polarkreis und bestaunten nachts darauf bei klarem Himmel und minus 10 Grad unsere ersten Nordlichter. Einfach unvergesslich!

Eure 3 ultimativen Tipps zum Reisen mit Van:

Unser erster Tipp ist nicht zu weit voraus planen – das tolle an der Freiheit eines Campers ist die Möglichkeit überall halten zu können, wo es einem gefällt. Oder auch mal einfach abzubiegen, wo es eigentlich nicht geplant war.

Ein Tipp, den wir leider selbst nicht befolgt haben: Das Fahrzeug vor Abreise nie voll beladen, denn es sammelt sich immer etwas an. Sei es die Schmutzwäsche, die plötzlich so viel mehr Platz braucht, als noch frisch gewaschen. Oder der kleine Vorrat an Bier und die riesige Tüte Chips, die irgendwie nirgends Platz haben. Souvenirs und andere Einkäufe garnicht miteingerechnet.
Zu guter Letzt sollte (vor allem bei längeren Reisen) die Fahrzeugwartung nicht vernachlässigt werden. Reifen prüfen / rotieren, Flüssigkeitsstände regelmäßig prüfen und deren Wechsel-Intervalle einhalten.

Steffi und Daniel von „Wir sind dann mal weg“
Steffi und Daniel starteten im Mai 2016 mit ihrer lang ersehnten Reise von Alaska bis nach Feuerland. Unterwegs auf der Panamericana sind sie mit Motomoto, einem Toyota Land Cruiser HZJ78. Ihr Blog „Wir sind dann mal weg“ entstand 2010 mit dem Start ihrer 20 monatigen Weltreise. Mit Backpacks reisten sie von Europa nach Indien, China, Südostasien, Indonesien, Australien, Neuseeland, Fiji, Hawaii, Westküste USA und nach Zentralamerika. Seitdem halten sie ihre Reisen und Abenteuer auf ihrem Blog fest.

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Was macht das im Auto Schlafen und Reisen für dich so besonders? Welche Tipps und Erfahrungen kannst du mit uns teilen?

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2 Kommentare zu „Reisen und im Auto schlafen – die ultimative Freiheit!

  1. Christian | ChrisCat unterwegs on

    Sehr schöner Artikel mit wichtigen Eindrücken & Tipps. Danke 😉

    Wir gehen selber auch bald wieder auf einen Roadtrip, diesmal in Schottland. Auf unserem Blog haben wir heute auch ein Interview mit ein paar Schottland Experten veröffentlicht.

    Viele Grüße
    Christian

    Antworten
  2. Remo on

    Tolle Eindrücke von einer großartigen Art und Weise zu verreisen. 🙂
    Der Tipp am Ende, das Auto nicht zu voll zu beladen, ist Gold wert, weil sich wirklich so einiges während so eines Trips ansammelt.

    Antworten