Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

3 Tage Abenteuer pur: Ein Kurzurlaub mit unseren Lesern in Österreich!

Es gibt immer ein erstes Mal. Manchmal gibt es auch gleich mehrere erste Male hintereinander, wie für die Teilnehmer unserer Leserreise durch Österreich. Gemeinsam haben wir drei abenteuerliche Tage im Salzburger Land und in Tirol erlebt, sind auf knapp 2.000 Meter hoch gewandert, haben auf einer Hütte in den Bergen übernachtet, uns im Stand-Up-Paddeln ausprobiert und beim Canyoning mehrere Meter in die Tiefe gestürzt.

Wo wir genau unterwegs waren und ganz gemütlich übernachtet haben, wieso ein Wochenende voller Abenteuer einem nicht nur Adrenalinkicks, sondern auch neue Freunde schenkt, und wie auch du deinen Kurzurlaub in Österreich so richtig abenteuerlich gestalten kannst, erfährst du in den nächsten Zeilen!

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Mikroabenteuer

3 Tage voller Abenteuer: Der perfekte Kurzurlaub in Österreich

Übersicht: So sieht der perfekte Abenteuer Kurzurlaub in Österreich aus

Tag 1: Anreise nach Lofer & Wanderung zur Schmidt-Zabierow-Hütte
Tag 2: Abstieg, SUP am Pillsersee & Entspannen im mama thresl
Tag 3: Canyoning am Wilden Kaiser & Abreise

Extra-Tipp: Wenn du diese Reise wie wir Ende Juni machst, kannst du die wunderschönen Sonnwendfeuer beobachten! Diese finden jedes Jahr rund um die Sommerwende am 21. Juni statt.

Das brauchst du für deinen abenteuerreichen Kurzurlaub in Österreich

Dieser Kurzurlaub in Österreich lässt sich perfekt an einem verlängerten Wochenende umsetzen, entweder ist der Freitag oder Montag tatsächlich ein Feiertag, oder du nimmst dir einen Tag Urlaub. Entsprechend musst du auch gar nicht viel einpacken: Wichtig sind gute Wanderschuhe und ein Wanderrucksack, Funktionsklamotten, Badesachen und natürlich dein Drang nach Abenteuern!

Packliste für deinen Kurzurlaub voller Abenteuer in Österreich

Anziehsachen:
1x Paar Alltagsschuhe
1x Paar feste Wanderschuhe
1x Paar Turnschuhe mit Profil, die nass werden dürfen (fürs Canyoning)
ggf. 1x Paar Sandalen / Pantoffeln (z.B. Teva oder Birkenstock)
1x Wanderhose, -leggings oder -kleid (kurz oder lang)
1x Jogginghose oder Leggings (zum Wechseln auf der Hütte)
1x lange Hose (z.B. Jeans)
1x kurze Hose oder Rock/Kleid
4x T-Shirts, Hemden oder Tanktops
2x Fleece oder Pulli
1x Regenjacke (und ggf. Regenhose)
1x Daunenjacke oder -weste
1x Badehose, Badeanzug oder Bikini
3x Unterwäsche und BH
2x Paar Wandersocken
2x Paar Socken
ggf. dünne Handschuhe
ggf. Cappy und/oder Mütze/Stirnband

Ausrüstung:
1x Sonnenbrille
2x Trinkflaschen
1x Müllbeutel
1x Microfaserhandtuch (Größe M)
1x Hüttenschlafsack*
1x Kamera und/oder Actioncam* (z.B. GoPro)
1x Wanderrucksack (20-30 Liter)
ggf. 1x Paar Wanderstöcke

Kosmetik & Hygiene:
Zahnbürste & -pasta
Deodorant & Sonnencreme
individeuelle Pflegeprodukte & Medikamente

Kurzurlaub Österreich Tag 1: Anreise & Wanderung in den Loferer Steinbergen

Der Himmel war blau, die Sonne schien, aber es war dennoch knackig kalt – über Nacht zog eine Kältewelle über Bayern. Es fühlte sich fast schon mehr an wie ein warmer Herbsttag als ein Tag mitten im Sommer. Line und ich waren bereits seit 4 Uhr morgens auf und hatten uns schon früh auf den Weg von Garmisch nach München gemacht, um unseren Mietwagen für die kommenden Tage abzuholen. Mit einem wärmenden und wachmachenden Coffee to go in der Hand warteten wir nun am Münchner Hauptbahnhof auf unsere Teilnehmer.

Und auch wenn man es uns vielleicht nicht so sehr anmerkte, waren wir mindestens genauso aufgeregt, wie sie. Zuallererst trafen wir auf Sophia, die witzigerweise ganz in der Nähe von Wesel lebt, eine Gegend, die ich gut kenne, da meine Großeltern sich hier niedergelassen haben. Anschließend trudelten Katherina und Kerstin ein und zum Schluss auch Marion, alle gut gelaunt, alle voller Kribbeln im Bauch. Für Kerstin und Marion war es sogar schon die zweite Leserreise, denn die beiden waren im April auch mit uns in Südafrika unterwegs.

Von München in 2 Stunden nach Lofer in Österreich

Nachdem wir alle eingesammelt hatten, ging es mit unserem kleinen Minivan Richtung Österreich. Schnell wichen die grauen Häuserreihen grünen Wiesen und später immer höheren Bergen. Gegen 12 Uhr erreichten wir den kleinen Parkplatz am Loferer Hochtal, dem Startpunkt unseres ersten Abenteuers in Österreich. Hier warteten bereits Sabrina und Max auf uns, zwei weitere Teilnehmer, die aus Wien angereist waren und unsere Gruppe nun komplett machten.

Über Wanderweg Nr.601 zur Schmidt-Zabierow-Hütte

Es war ein wenig bewölkt, wir packten unsere Rucksäcke und zogen unsere Wanderschuhe an. Knapp 4 Kilometer und 1.150 Höhenmeter lagen nun vor uns. Zuerst ging es durch dichten Buchenwald, vorbei an Tannen und sogar an die erste der beiden Frischwasser-Quellen auf dem Weg. Wir gewannen sehr schnell an Höhe und jeder Blick zur Seite und nach hinten schenkte uns eine Wahninns-Aussicht aufs Tal. Der Blick nach oben verriet jedoch: Es ist noch ein ziemlich weites Stück bis zur Hütte.

Die Bäume wurden immer weniger und stattdessen liefen wir nun durch Büsche und später vorbei an wunderschönen Wiesen. Wir entdeckten sogar ein paar Gämse in der Ferne, die spielend leicht übers Geröll liefen. Auch wir mussten nun über Geröll weiter, denn das Grün verschwand so langsam und vor uns öffnete sich das Grau der Loferer Steinberge.

Mit jedem Schritt wurde es nicht nur anstrengender, auch die Aussicht wurde immer beeindruckender und ließ jede Anstrengung gleich wieder vergessen. Wir machten alle paar Meter Pause und liefen in einem guten, langsamen Tempo immer weiter hoch. Vor uns lag nun ein Schneefeld, das wir überqueren mussten. Mit bedachten Schritten liefen wir übers Weiß, wissend, dass wir es bald geschafft haben.

Ein zweites Schneefeld machte sich vor uns breit, doch dieses war viel zu steil und bot nicht genügend Halt, um es ohne Gefahr zu überqueren. Während wir nach einem alternativen Weg suchten, rannten zwei Gämse in Windeseile über den Schnee. Es dauerte keine Minute, da waren sie auch schon wieder weg und nicht mehr zu sehen.

Wir hielten uns nun links neben dem Schneefeld und kletterten über spitze Felsen und Geröll, bis wir uns wieder auf dem ausgeschilderten Weg befanden. Und dann lag sie vor uns, auf 1.966 Metern Höhe, mitten im Grau, umgeben von nichts als Geröll: die Schmidt-Zabierow-Hütte.

Abendessen und Übernachten auf der Schmidt-Zabierow-Hütte

Die Freude war jedem anzusehen, die Freude, es endlich geschafft und seine Grenzen einmal mehr überschritten zu haben. Kaum in der Hütte, zogen wir unsere Wanderschuhe aus und wechselten in die Hüttenschuhe – der Moment, in dem man seine Wanderschuhe auszieht, zählt für mich zu den besten überhaupt.

Wir meldeten uns beim Hüttenwirt an, bezogen unser kleines Matratzenlager unterm Dach und setzten uns in die gemütliche Stube. Die Schmidt-Zabierow-Hütte wurde vor zwei Jahren komplett renoviert, alles ist neu und man fühlt sich hier einfach nur wohl.

Erstmal ein Bier und heiße Schokolade. Oder ein Tee und ein Glas Wein. Nach so einem Aufstieg hat man sich eben genau das verdient, nach dem einem gerade ist. Es war gerade einmal 16 Uhr und bis zum Abendessen dauerte es noch zwei Stunden. So saßen wir einfach nur so da, in gemütlicher Runde, quatschten, lachten und tranken ein Glas nach dem anderen. Es war, als würde man sich schon ewig kennen, als säßen hier nicht Fremde, sondern alte Freunde an einem Tisch zusammen.

Endlich wurde das Essen serviert, zuerst eine wärmende Grießnockerlsuppe, danach ein Salat und als Hauptspeise für die einen leckere Spinatknödel mit Buttersoße und Parmesan, und für die anderen Frikadellen mit Kartoffelstampf und Gemüse. Natürlich durfte auch der Nachtisch nicht fehlen: Apfelstrudel mit Vanillesoße – herrlich.

Es war gerade einmal halb 8 abends, als der erste Schnaps floss und die ersten müde wurden. Ein Glas und danach wollten sie ab ins Bett. Doch bei dem einen Glas blieb es nicht. Es wurde noch mehr Schnaps bestellt, noch mehr Bier, eine weitere Flasche Wein und sogar noch eine Jausenplatte für alle. Tja, und dann, dann war es auf einmal 22 Uhr. Wir hatten so viel Spaß, dass wir die Uhr ganz aus dem Blick verloren hatten und nun galt Hüttenruhe.

Wir tranken noch die letzten Schlücke, schlichen leise nach oben in unser Lager und verkrochen uns samt unseren Hüttenschlafsäcken unter die Decke. Für die meisten unserer Teilnehmer war es die allererste Nacht auf einer Berghütte.

Von Schmidt-Zabierow-Hütte
Webseite & Buchung: http://www.schmidt-zabierow.at/
Hinweis: Die Hütte hat keinen Zugang zu Quellwasser, d.h. das Wasser kommt aus einem Tank und ist begrenzt. Aus diesem Grund stehen keine Duschen zur Verfügung.

Kurzurlaub Österreich Tag 2: Abstieg & SUP am Pillersee

Das erste Licht viel durch die kleine Luke in unser Zimmer, wobei ich zugeben muss, dass ich davon nicht viel mitgekommen habe. Es muss gegen 5 Uhr gewesen sein, als Line auf Zehenspitzen das Lager verließ und wenige Minuten später zurückeilte und leise rief „Guten Morgen, Sonnenaufgang, jetzt!“.

Sonnenaufgang über den Loferer Steinbergen

Kaputt vom gestrigen Aufstieg drehten sich alle bis auf Max wieder um und dösten weiter. Line und Max hingegen beobachteten einen wunderschönen Sonnenaufgang und wurden Zeuge, wie sich die Sonnenstrahlen hinter den Berggipfeln immer stärker durch die Wolkendecke kämpften bis der gelbe Feuerball ganz zu sehen war.

Ab [6:30] Uhr stand der erste Kaffee bereit und wir alle auf. Um 7 Uhr gab es dann Frühstück bestehend aus einem kleinen Buffet samt Brot, Käse, Aufschnitt, Marmelade, Nutella, Honig, Müsli, Cornflakes, Milch, Joghurt und ein wenig Obst. Wer wollte, konnte zudem noch Porridge oder Eier à la carte bestellen.

Abstieg zurück ins Tal

Gegen viertel nach 8 machten wir uns dann wieder auf den Weg runter ins Tal. Zunächst mussten wir dafür die Felsen und das riesige Meer aus Geröll hinter uns bringen. Statt über die Schneefelder zu laufen, rutschten einige von uns einfach auf dem Allerwertesten hinunter – was für ein Spaß! Während der Rest der Truppe einen alternativen Weg übers Geröll fand.

Schnell wandelte sich das Grau in Grün und wir machten kurz Halt, um nicht nur Gämsen, sondern auch Murmeltieren zuzugucken. Ich habe zuvor noch nie Murmeltiere in freier Wildbahn gesehen und so gab es auch für mich an diesem Wochenende ein wunderbares erstes Mal.

Genau wie beim Aufstieg legten wir auch beim Abstieg an der Bank weiter unten eine Pause ein und genossen die herrliche Aussicht aufs Tal und die umliegenden Berge. Kurz darauf ging es durch den Wald immer weiter hinunter, bis wir nach knapp 2,5 Stunden zu Fuß zurück am Parkplatz waren.

Wir tauschten unsere Wanderschuhe in leichtere Schuhe und stiegen stolz in unseren Wagen – nun hatten wir es endgültig geschafft!

Lecker Käsespätzle in der Forellenranch am Pillersee

Kurz sprangen wir in den kleinen Supermarkt, deckten uns mit Wein und Knabbereien ein, und fuhren anschließend innerhalb von 20 Minuten von Lofer zum Pillersee. Hier suchten wir uns ein nettes Plätzchen auf der Terrasse der Forellenranch. Statt Fisch gab es für die meisten von uns allerdings eine große Portion Käsespätzle, die noch dazu unheimlich lecker schmeckte!

Forellenranch Pillersee
Adresse: Niedersee 108, 6393 St. Ulrich am Pillersee, Österreich
Webseite: https://www.forellenranch.at/de/

sup pillersee

SUP auf dem Pillersee

Ziemlich voll gefressen und leicht müde liefen wir zum Seeufer, wo Danny mit seinen Boards bereits auf uns wartete. Er gab uns eine kleine Einführung, zeigte, wie man das Paddel richtig hält, vorwärts und rückwärts paddelt und zudem lenkt. Leider war es nicht ganz so warm wie erhofft, aber wir schmissen uns dennoch in unseren Badeklamotten aufs Board und hatten letztendlich eine Menge Spaß.

Wir veranstalteten sogar ein kleines Rennen und paddelten knapp eine Stunde auf dem See herum, der so klares Wasser hat, dass du an manchen Stellen bis auf den Grund sehen kannst – bei richtig gutem Wetter muss es noch krasser sein!

Gegen Ende fiel Kerstin dann tatsächlich als erste ins Wasser und auf einmal hatten alle eine Mission: mich vom Board in den See zu schmeißen – jedoch erfolglos. Stattdessen vielen nun auch Sabrina und Max ins Wasser, während ich weiterhin trocken über den See paddelte.

SUP `N´ FUN Stand up Paddel Center am Pillersee
Adresse: Niedersee 4, 6393 St Ulrich am Pillersee
Webseite & Buchung: https://www.supnfun.at/

Entspannen & BBQ im mama thresl

Nach der ganzen Action war es Zeit für Entspannung – wie gut, dass wir für die heutige Nacht das mama thresl ausgesucht hatten! Vom Pillersee fuhren wir eine halbe Stunde zum Hotel, checkten ein und entspannten anschließend ein wenig. Während Line und ich zum Schwitzen in die Panoramasauna verschwanden, setzten sich die anderen an die Bar, genossen die coole Dachterrasse oder einfach nur ihr supergemütliches Zimmer.

Das Tolle am mama thresl ist nämlich, dass bei der Einrichtung ganz viel Holz verwendet wurde und du dich hier sofort wohlfühlst. Es erinnert also ein wenig an einen traditionellen Bauernhof, ist aber supermodern und überrascht mit tollen Details. Das gesamte Konzept ist richtig gut durchdacht und so kannst du dich hier nicht nur an der Kletterwand direkt nebenan austoben, sondern sogar durchs Hotel selbst klettern – ziemlich cool!

Nachdem also jeder ein bisschen Zeit für sich hatte, trafen wir uns unten im grill & chill des mama thresl. Hier wartete ein leckeres BBQ vom Smoker nach nordamerikanischem Vorbild auf uns – samt Dessert und „all you can eat“ versteht sich. Besonders lecker war das Beef Brisket, aber auch die Rippchen und das Steak haben superlecker geschmeckt. Dazu gab es noch leckere Dips und Drinks, und natürlich wieder viel Gesprächsstoff. Denn am nächsten Tag stand ein ganz besonderes Abenteuer an: Canyoning am Wilden Kaiser!

Das Hotel mama thresl
Adresse: Sonnberg 252, 5771 Leogang, Österreich
Webseite & Buchung: https://www.mama-thresl.com/

Extra-Highlight: Fahrt auf den Asitz zum Sonnwendfeuer

Noch war es aber keine Zeit ins Bett zu gehen, denn heute war der 23. Juni. Heute leuchteten die Berge. Heute war der Tag der Sonnwendfeuer. Nachdem wir uns also zwei Stunden durchs leckere BBQ gefuttert hatten, machten wir uns gegen 21 Uhr auf den Weg zur Talstation, um mit der Gondel hoch auf den Asitz zu fahren.

Es war schon stockduster und die ersten Feuer auf den Bergen rundherum bereits zu sehen. Allerdings regnete es, sodass die Sicht überhaupt nicht gut war. Oben angekommen begrüßten uns viel mehr Menschen als erwartet, jeder Dritte hatte eine Fackel in der Hand und die Stimmung war eine ganz besondere. Auch wir besorgten uns Fackeln und liefen weiter hoch Richtung Gipfel. Kühe begegneten uns auf dem Weg und ich will nicht wissen, was die sich gedacht haben: eine Horde Menschen mit Fackeln, im Dunkeln und bei Regen – verrückte Wesen.

Leider kamen uns nun immer mehr Menschen entgegen, als mit uns nach oben zu laufen. Das Feuer auf dem Asitz war wohl nur noch sehr klein und die Feuer auf den umherliegenden Bergen kaum zu sehen. So entschieden auch wir wieder umzudrehen und stattdessen noch einen letzten Drink an der Bar des mama thresl zu nehmen.

Gondelfahrt zum Asitz
Adresse: Hütten 39, 5771 Leogang, Österreich
Webseite: Leoganger Bergbahnen

Kurzurlaub Österreich Tag 3: Canyoning am Wilden Kaiser & Abreise

Nach einer richtig gemütlichen Nacht begrüßte uns am nächsten Morgen das leckere Frühstücksbuffet des mama thresl. Neben diversen Käsesorten, Aufschnitt, Dips, Eiern, Marmelade, Müsli und Co. gab’s natürlich auch frisch gepressten Orangensaft und sogar frisch aufgeschnittene Avocado. Besonders cool: Du kannst hier gleich aus mehreren verschiedenen Brotsorten wählen, die sich nicht nur lecker anhören, sondern es auch allesamt sind.

Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen, checkten aus und fuhren nach Scheffau. Hier wartete Roman auf uns, um sich wenig später mit uns in die Tiefe zu stürzen. Jeder bekam einen passenden Wetsuit, Socken, Helm und Gurt und schon ging es zur Schlucht, der Taxaklamm am Wilden Kaiser.

Adrenalinrausch beim Canyoning

Wir zogen uns um, jeder absolvierte eine kleine Abseil-Übung und schon liefen wir zur Klamm. An der Brücke angekommen zeigte uns Roman, wo wir uns gleich abseilen und runter springen müssten. „Krass!“, ging uns wohl alle durch den Kopf.

Wir watschten durchs Wasser und schon standen wir vorm Wasserfall. Einer nach dem anderen seilte sich ab – die erste Überwindung war gemeistert. Nun stand ein ziemlich enger, 5 Meter tiefer Sprung bevor. Ich sprang zuerst und einer nach dem anderen folgte mir. Bei einigen dauerte es etwas, bis sie sich zum Sprung überwinden konnten, und leider war tatsächlich Line die einzige, die sich nicht traute – dabei hatte sie schon viel krassere Sprünge gemeistert!

Es ging weiter durchs Wasser, über Felsen und Rutschen. Ein paar Überraschungen hatte Roman aber natürlich noch für uns parat: Bei einer Rutsche sollten wir uns mit dem Rücken einfach nach vorne fallen lassen. Auch das kostete einigen Überwindung, sorgte dann aber auch für viel Lachen. Zudem wartete noch ein weiterer, ca. 20 Meter hoher Wasserfall zum Abseilen auf uns, und auch diesen meisterten wir ohne Probleme, dabei war es für alle Teilnehmer die allererste Canyoning-Erfahrung.

Zum Abschluss Sonne & Pizza

Am Ende kam sogar die Sonne raus und die Taxaklamm zeigte sich auf einmal von einer ganz anderen Seite: Das Wasser erstrahlte in einem wunderschönen Blau und die Sonnenstrahlen fielen in einem besonderen Winkel in die sonst eher dunkle Schlucht – ein wunderschönes Bild!

Leicht verfroren und irgendwie ein wenig high vom ganzen Adrenalin im Körper genossen wir nun die Wärme der Sonne und zogen unsere engen Wetsuits aus. Roman zeigte uns auf dem Weg zurück zu seiner Base noch eine gute Pizzeria in Ellmau, in die wir dann auch prompt für ein letztes gemeinsames Mittagessen fuhren.

Wir bestellten alle Pizzen und diese waren wirklich superlecker! Besonders empfehlen kann ich die Hauspizza namens Memory, mit Parmaschinken, Rucola und Parmesan. Dazu gibt’s auch noch leckeres Chilli- und Knoblauchöl – so lecker!

Outdoorhofer.at
Adresse: Outdoorsport und Abenteuerschule, Oberau 31, 6351 Scheffau, Österreich
Webseite & Buchung: http://www.outdoorhofer.at/canyoning.php

Memory Cafe Bar Ristorante
Adresse: Dorf 39, 6352 Ellmau, Österreich
Webseite: http://www.memory-ellmau.at/

Ein Wochenende voller Abenteuer macht aus Fremden Freunde!

Man merkte, wie alle zwar superglücklich über das Erlebte der letzten Tage waren, aber gleichzeitig auch traurig, dass dieses gemeinsame Abenteuer nun zu Ende ging. Wir verabschiedeten uns von Max und Sabrina, die nicht mit uns nach München weiter fuhren, sondern zurück in ihre Heimatstadt Wien.

2 Stunden später erreichten wir den Münchner Hauptbahnhof, wo gerade einmal vor zwei Tagen alles begann. Wir umarmten uns und statt richtig „Tschüss“ zu sagen, sagten wir einfach „bis bald“, wissend, dass wir uns irgendwann wiedersehen werden – schließlich waren wir nun keine Fremde mehr, sondern Freunde, und Freunde trifft man schließlich immer wieder.

Lesetipps: Auch Max hat seine Gedanken zu unserer Reise in diesem Beitrag aufgeschrieben, während Sophia hier über unsere gemeinsamen Abenteuer berichtet.

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