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Der Umwelt zuliebe: 13 Tipps für nachhaltiges Reisen!

Liebst du es durch wunderschöne Landschaften zu wandern oder durch saubere Straßen zu schlendern? Und bricht es dir nicht auch das Herz, wenn du draußen in der Natur alle 10 Meter Plastikmüll zu sehen bekommst, der von anderen Reisenden einfach weggeworfen wurde?

Viele Reisende sind sich den Auswirkung gar nicht bewusst: Meerestiere, die qualvoll sterben, weil manche Menschen einfach keine Rücksicht nehmen und ihren Müll zurücklassen, der früher oder später im Meer landet! Vögel, deren Gefieder völlig von Öl verklebt sind oder Waldbewohner, deren Lebensraum immer kleiner wird, bevor er ganz verschwindet.

Es ist schrecklich! Die Problematik ist mittlerweile so groß, dass es scheint, dass du die Welt alleine nicht mehr retten kannst. Aufgeben ist aber keine Option und in diesem Beitrag verraten wir dir 13 Tipps, mit denen du die Welt ein kleines bisschen besser machst!

In kleinen Schritten zu einer bessere Welt!

13 Tipps für nachhaltiges Reisen!

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 1: Erkunde die Heimat, bevor du ins Flugzeug steigst!

Natürlich haben ferne Länder immer einen ganz besonderen Reiz und wir können nachvollziehen, dass du lieber durch Costa Rica, Indonesien, Kanada oder Australien reisen würdest, als durch Österreich, Frankreich, Portugal oder Deutschland. Auf den zweiten Blick kannst du aber direkt vor unserer Haustür geniale Abenteuer erleben!

Eine Hüttenwanderung durch die Alpen ist genauso cool, wie eine Wanderung in den Blue Mountains in der Nähe von Sydney und an der portugiesischen Algarve kannst du genauso gut surfen, wie an den Stränden Indonesiens. Selbst in Deutschland warten viele Wanderwege auf dich, die mit den Wanderstrecken in Kanada mithalten können.

Du musst also nicht immer um die ganze Erde fliegen, um eine aufregende Zeit zu erleben. In Europa wimmelt es nur von abenteuerreichen Ländern, die darauf warten von dir entdeckt zu werden!

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Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 2: Setze auf eine umweltfreundliche Ausrüstung!

Noch bevor deine Reise beginnt, wird die Umwelt dir danken, wenn du auf eine Ausrüstung setzt, die umweltfreundlich ist. Ein sehr guter Hersteller ist zum Beispiel Fjällräven, der seine Produkte unter dem Motto: „Wir lieben die Natur!“ produziert. Die Rucksäcke und Outdoor-Bekleidungen werden so hergestellt, dass möglichst wenig Wasser, Chemikalien und Energie verbraucht werden, ohne dass die Qualität darunter leidet. Wir sind schon seit einigen Jahren große Fans von Fjällräven und wurden von den umweltfreundlichen Produkten noch nie im Stich gelassen.

Besonders der Fjällräve Greenland Top*, der es übrigens auch in unsere Liste mit den besten Rucksäcken für 2018 geschafft hat, ist genial! Neben der sehr guten Verarbeitung und perfekten Größe überzeugt vor allem die Tatsache, dass der Greenland aus recyceltem Polyester beziehungsweise aus Bio-Baumwolle hergestellt ist.

Ein weiterer genialer Hersteller, der auf Nachhaltigkeit setzt, ist Tatonka. Nur wenige Produzenten würden dir wohl einen Blick in die Produktionshallen in Asien erlauben und du denkst vielleicht auch sofort an Kinderarbeit und unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Bei Tatonka ist es anders! Unter dem Slogan „Open Factory“ dürfen Besucher einmal wöchentlich den Mitarbeitern in Vietnam über die Schulter schauen und sich selbst von den Arbeitsbedingungen vor Ort einen Eindruck verschaffen. Durch die Transparenz kannst du dir sicher sein, dass kein Kind deinen Rucksack zusammennäht oder die Arbeiter giftigen Chemikalien ausgesetzt werden.

Wir finden diese Möglichkeit super und setzen daher auch auf viele Tatonka Produkte. Verfolgst du unsere Abenteuer, hast du sicherlich schon festgestellt, dass wir regelmäßig mit den Tatonka Yukons* unterwegs und die Packing Cubes* nicht mehr wegzudenken sind.

Mindestens genauso offen und umweltfreundlich ist der Hersteller Patagonia. Hier kannst du sogar bei jedem Produkt sehen, wo es oder gar die einzelnen Teile hergestellt wurden. Außerdem setzt sich Patagonia viel für die Umwelt ein, wie zum Beispiel mit der aktuellen Kampagne „Save The Blue Heart“ bei der die letzten wilden Flüsse Europas im Balkan vor der Zerstörung durch massive Dämme geschützt werden sollen.

Wie du siehst, kannst du schon bei der Zusammenstellung deiner Ausrüstung der Umwelt und den Fabrikarbeitern einen Gefallen tun! Es lohnt sich also etwas mehr zu bezahlen und auf Produkte solcher Hersteller zu setzen.

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Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 3: Packe eine Brotdose und Trinkflasche ein!

Schon mit einigen Kleinigkeiten kannst du für eine bessere Welt sorgen. Anstatt dein Essen großzügig in Alufolie einzuwickeln oder dir täglich mehrere Plastikwasserflaschen zu kaufen und wegzuwerfen, solltest du auf deine Brotdose und eine Trinkflasche setzen. Beides kannst du frisch befüllen und einfach reinigen und noch dazu benötigen sie nicht viel Platz in deinem Rucksack.

Außerdem sehen viele Dosen und Flaschen auch noch super cool aus, wie zum unsere Draußgänger-Brotdose und –Trinkflasche. Mit diesen tust du der Umwelt etwas Gutes und zeigst aller Welt, dass du gerne draußen unterwegs bist und die Natur liebst. Im Vergleich zu anderen Reisenden, die täglich jede Menge Plastikmüll verursachen, schonst du die Natur und Umwelt durch die immer wieder verwendbare Dose und Flasche!

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 4: Nutze einen Einkaufsbeutel!

Plastik hat sich in unserem Leben so stark etabliert, dass wir es schon gar nicht mehr richtig wahrnehmen. In vielen Ländern werden deine Einkäufe fast schon einzeln in Plastiktüten eingepackt, die einige Minuten später wieder in die Mülltonne fliegen. Ist das nicht unnötig? Aus diesem Grund solltest du immer einen kleinen Einkaufsbeutel einpacken, damit du an der Kasse „Nein, danke!“ zu den Plastiktüten sagen kannst. Anstatt einer einfachen Stofftasche, sind Jutebeutel besonders cool. Nicht nur fürs Einkaufen ist der Beutel eine tolle Sache, sondern auch für deinen Tag am Strand, einen Streifzug durch die Stadt oder eine spontane Wanderung. Der Jutebeutel ist eine praktische Allzweckwaffe, die die Umwelt schont und ganz bestimmt noch Platz in deinem Rucksack findet.

Neben dem Einkaufsbeutel, solltest du außerdem eine Trashbag einpacken. Du wirst nicht immer zu 100 Prozent auf Plastik verzichten können und deshalb ist es ratsam kleine Trashbags dabei zu haben, in denen du dein Müll packst.

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 5: Geringere Abgase durch leichtes Gepäck!

Wir verreisen öfters nur mit Handgepäck und sobald du das Reisen mit einem kleinen Rucksack ausprobiert hast, stellst du fest, dass es gar nicht so schwierig ist minimalistisch und leicht zu packen.

Gerade bei einem Roadtrip wirkt sich leichtes Gepäck positiv auf die Umwelt aus. Fährst du mit einem bis unter das Dach vollgestopfte Auto durch die Gegend, verbrauchst du deutlich mehr Benzin und verursachst noch mehr Abgase, welche die Umwelt belasten. Du tust mit leichtem Gepäck also nicht nur der Natur einen Gefallen, sondern auch deinem Geldbeutel.

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Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 6: Kaufe lokale Produkte!

Selbst am anderen Ende der Welt wirst du in vielen Supermärkten auf Produkte stoßen, die du aus deiner Heimat kennst. Viele Reisende sind nicht bereit auf Sachen zu verzichten, die sie von Zuhause kennen, und das haben natürlich auch die Geschäfte erkannt. Aus diesem Grund werden Sachen wie Nutella, Milka Schokolade oder in Europa bekannte Kaffee-Marken für die Reisenden importiert und überteuert verkauft. Die Einheimischen würden zwar niemals die teuren Produkte kaufen, doch die Reisenden greifen gerne zu.

Diese Produkte haben meist einen langen Transportweg hinter sich und haben daher auch der Umwelt deutlich mehr geschadet, als Produkte, die in der Region hergestellt wurden. Du schonst die Umwelt und unterstützt das Reiseland, indem du regionale Produkte kaufst. Sie schonen meistens auch deinen Geldbeutel und schmecken in vielen Fällen sogar besser!

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 7: Nutze öffentliche Verkehrsmittel!

Es ist sehr verlockend mit einem Taxi oder einem Mietwagen durch manche Länder zu reisen, denn die Flexibilität und Freiheit ist oft das Geld wert. Für manche Strecken gibt es auch gar keine andere Option, denn das Roadtrip-Feeling ist ein Teil des Abenteuers: Dazu gehört zum Beispiel die Great Ocean Road in Australien oder die Garden Route in Südafrika. Du kannst der Umwelt allerdings einen Gefallen tun, indem du dir einen Mietwagen mit anderen Reisenden teilst und nicht alleine durch die Gegend fährst.

Für alle anderen Strecken, bei denen es nur darum geht von A nach B zu gelangen, solltest du komplett auf den Mietwagen verzichten und auf die öffentliche Verkehrsmittel setzen. Busse und Züge fahren immer und schonen die Umwelt. Meist ist es auch deutlich günstiger auf die Öffentlichen zu setzen, als dir einen Mietwagen zu leihen und damit durch das Land zu fahren. Neben dem Tagessatz musst du nämlich auch noch das Benzin mit einrechnen.

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Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 8: Laufe oder nimm das Fahrrad!

Es ist immer wieder verlockend für kürzere Strecken ein Taxi, Tuk-Tuk oder den Bus zu nehmen. Dein Reisebudget verkraftet die kleinen Beträge, die sich kaum bemerkbar machen. Die Umwelt schonst du aber am besten, indem du läufst oder das Fahrrad nimmst. Das Laufen kostet nichts, ist gesund und eine tolle Möglichkeit eine Stadt intensiver kennenzulernen. Für längere Strecken kannst du dir auch meistens ein Fahrrad mieten und damit durch die Gegend fahren. Zu laufen oder mit dem Rad zu fahren schont deinen Geldbeutel, die Natur und gesünder ist es auch noch!

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 9: Nehme an Clean Ups teil!

Alleine für eine bessere Welt zu sorgen ist ziemlich schwierig und in einer Gruppe könnt ihr deutlich mehr bewegen. Eine tolle Sache sind Clean Ups, die bereits viele Hostels und Hotels regelmäßig anbieten. Gemeinsam mit anderen Reisenden sammelt ihr für einige Stunden zum Beispiel den Müll am Strand in der Nähe ein, lernt euch gegenseitig besser kennen und feiert im Anschluss noch gemeinsam die tolle Aktion. Nimmst du zum ersten Mal an einer solche Aktion teil, raubt es dir die Sprache, wenn du den ganzen Müll auf einem einzigen Haufen zu sehen bekommst!

Bietet deine Unterkunft kein Clean Up an, kannst du gerne den Besitzer auf eine solche Aktion ansprechen und mit anderen Gästen darüber sprechen. Clean Ups sind eine tolle Möglichkeit, um dem Reiseland etwas zurückzugeben und der Natur einen riesigen Gefallen zu tun!

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 10: Sei ein Vorbild und konfrontiere Umwelt-Sünder!

Auf deinen Reisen wirst du oftmals andere Reisende treffen, die sich ebenfalls in ein Abenteuer stürzen. Gemeinsam wandert ihr den Kungsleden in Schweden, den Annapurna Circuit in Nepal oder durch die Drakensberge in Südafrika. Leider kommt es vor, dass andere Reisende nicht die gleiche Einstellung zur Natur haben und fahrlässig mit ihrem Müll umgehen. Nach einer kurzen Pause bleiben die Plastikverpackung des Müsli-Riegels und die Alufolie liegen, in die das Pausenbrot eingepackt war. Gehe in solchen Momenten auf Konfrontation und spreche dieses Fehlverhalten deutlich an. Meist ist den „Tätern“ gar nicht bewusst welche Auswirkungen ihr Verhalten auf die Natur hat.

Sprichst du solche Sachen an, musst du natürlich als gutes Vorbild vorangehen und dafür sorgen, dass du ebenfalls auf deinen Müll aufpasst und nichts liegen lässt. Nur wenn du dich selbst an die Spielregeln hältst, kannst du es auch von anderen verlangen.

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Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 11: Gehe verantwortungsbewusst mit Ressourcen um!

Als umweltbewusstes Vorbild ist es außerdem wichtig, dass du verantwortungsbewusst mit Ressourcen umgehst. In Regionen, in denen generell Wassermangel herrscht, duschst du nur im Notfall und dann auch nur so lange wie nötig. In vielen Unterkünften, die Off The Path liegen, zum Beispiel im Regenwald in Costa Rica, bestehen die Wasservorräte aus den heftigen Regenschauern. Es geht aber nicht nur darum Wasser zu sparen, sondern auch andere Ressourcen, wie beispielsweise Strom. Wie zuhause auch achtest du darauf, dass du das Licht ausschaltest, wenn du einen Raum verlässt. Die Einstellung „Muss ich eh nicht bezahlen!“ ist eindeutig falsch und so achtest du auch auf unnötigen Verbrauch, obwohl es deinen Geldbeutel nicht trifft – der Umwelt zuliebe!

Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 12: Unterstütze keine Tier-Attraktionen!

Ein sehr wichtiges Thema, dem wir uns schon in unserem Abenteuer mit wilden Tieren Beitrag gewidmet haben, darf auch in diesem Beitrag nicht fehlen. Viele Anbieter haben das riesige Umsatzpotenzial erkannt, das sich mit wilden Tieren realisieren lässt.

In Thailand werden Tiger in Gefangenschaft gehalten und mit Medikamenten ruhig gestellt, damit Touristen neben der Wildkatze für ein Urlaubsbild posieren können. Auf Sri Lanka werden wilde Elefanten-Babys von ihren Müttern getrennt und in sogenannten Aufzuchtstationen gehalten, in denen Touristen vorgegaukelt wird, dass die Mutter gestorben sei und das Jungtiere deshalb hier gehalten wird. Beim Whale Watching werden Wale verfolgt und Sicherheitsabstände nicht eingehalten, nur um Touris einen tollen Blick auf die Tiere zu ermöglichen. Dass die gewaltigen Wale unter dem Stress und den Booten leiden, wird oftmals schlichtweg ignoriert – schließlich hat man im Nachhinein ein tolles Foto für Instagram, Facebook und Co.

Natürlich sind nicht alle Touranbieter so und es gibt auch Elefanten-Aufzuchtstationen, die tatsächlich am Wohl der sanften Riesen interessiert sind und nicht an den Einnahmen des Parks. Viele Whale Watching Touren halten die vorgegebenen Abstände ein und nutzen die Touren, um das Verhalten der Tiere zu protokollieren. Leider ist das aber die Ausnahme und deshalb solltest du dich gut informieren bevor du eine Tour buchst! Du willst sicherlich nicht einen Anbieter unterstützen, dem die Tiere egal sind und der lediglich eine tolle Gewinnmöglichkeit in ihnen sieht.

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Nachhaltiges Reisen Tipp Nr. 13: Pflanze einen Baum für jeden Flug!

Als reisehungriger Abenteurer kannst du auf das Fliegen lnicht verzichten. Zu groß ist das Verlangen durch ferne Länder am anderen Ende der Welt zu streifen und die dortige Kultur kennenzulernen – wir können das natürlich verstehen und uns geht das nicht anders. Du kannst der Erde aber etwas zurückgeben, indem du für jeden Flug einen Baum pflanzt! Keine Sorge – du musst das natürlich nicht zwingend selbst in die Hand nehmen, zum nächsten Baumarkt fahren, einen Baum kaufen und ihn irgendwo pflanzen.

Organisationen, wie beispielsweise Plant for the Planet, haben es sich auf die Fahnen geschrieben Bäume zu pflanzen. Wie wäre es also, wenn du nach jeder Flugbuchung noch einen Baum spendest?

Ziel der „Stop talking. Start planting.„-Kampagne ist es 1.000.000.000.000 Bäume zu pflanzen und nun halte dich fest: Bisher wurden bereits über 15.000.000.000 Bäume gepflanzt – wie cool ist das denn? Auch du kannst ein Teil dieser Bewegung werden, die Kampagne unterstützen und so noch nachhaltiger Reisen.

Du kannst selbst für eine bessere Welt sorgen!

Ist dir bei diesen 13 Tipps für nachhaltiges Reisen etwas aufgefallen? – Jeden Punkt kannst du selbst umsetzen, hast dadurch keinen Nachteil und sorgst dennoch für eine bessere Welt! Sei ein Vorbild, scheue keine Konfrontation und schalte deinen Kopf ein. Es ist ein tolles Gefühl, wenn du der Umwelt etwas Gutes tust!

Stell dir nur einmal vor, jeder Reisende würde sich an diese Tipps halten.

Stell dir vor, wie viel wir bewegen könnten.

Stell dir vor, wie viele Tiere und einzigartige Orte wir retten könnten!

Teile diesen Beitrag mit deinen reisesüchtigen Freunden und helfe mit die Erde in einen besseren Ort zu verwandeln!

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