Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Die besten Tipps für deinen Roadtrip entlang Neuseelands Nordinsel!

Neuseeland – ein Traum für jeden Abenteurer! Wir waren 10 Tage mit einem Camper auf der Nordinsel Neuseelands unterwegs und haben dabei einige geniale Abenteuer erlebt. Anders als erwartet, sind uns bei unserem Roadtrip allerdings viel mehr Kühe als Schafe begegnet und anders als in den Weiten des Australischen Outbacks haben wir hier eine Kurve nach der anderen hinter uns gelegt. Es ging durch eine saftig-grüne, hügelige Landschaft vulkanischen Ursprungs, vorbei an dampfenden heißen Quellen und riesigen Seen.

Wir sind morgens im Dunkeln zu einer kleinen Bucht gewandert und Zeugen eines wunderschönen Sonnenaufgangs geworden, haben uns in einem Raft über mehrere Wasserfälle bis zu 7 Meter in die Tiefe gestürzt und sind an einem endlosen Strand galoppiert. Welche Abenteuer wir noch erlebt haben, wie genau unsere Route aussah und wo wir jeweils übernachtet haben, verraten wir dir in diesem ausführlichen Bericht!

 

Neuseeland Nordinsel!

Die besten Tipps für deinen Roadtrip entlang Neuseelands Nordinsel!

Wissenswertes über Neuseeland

Neuseeland ist eines der genialsten Abenteuerländer überhaupt und gehört neben Südafrika, Costa Rica und Kanada zu unseren absoluten Lieblingsländern! Neuseeland ist wild, die Landschaft ändert sich hier gefühlt hinter jeder Kurve und das nächste Abenteuer ist nie weit. Ob eine kurze oder gleich eine mehrtägige Wanderung, ein Kajaktrip bei dem du mit etwas Glück Orcas begegnest oder gar ein Sprung aus dem Flugzeug, hier ist alles möglich! Sogar der höchste kommerziell mit dem Raft befahrbare Wasserfall wartet hier auf dich – er ist ganze 7 Meter hoch!

Wir werden immer gefragt, welche der beiden Inseln Neuseelands uns am besten gefällt und die Antwort darauf ist nicht so einfach. Während auf der Südinsel die Neuseeländischen Alpen, Gletscher, Fjorde, Regenwälder und eine Menge unberührte Natur auf dich warten, begegnest du auf der Nordinsel einer hügeligen Vulkanlandschaft, die aussieht wie gemalt. Hier kannst du in tiefe Höhlen abtauchen, die von Glühwürmchen erleuchtet werden, etwas, was du so auf der Welt nirgendwo vorfindest. Außerdem befindet sich auf der Nordinsel der Surfer-Hotspot Neuseelands: Raglan!

Es kommt also wirklich darauf an, was du erleben willst. Unsere Empfehlung: Wenn du schonmal den weiten Weg nach Neuseeland auf dich nimmst, bleib am besten gleich mehrere Wochen und besuche sowohl die Nord- als auch die Südinsel! In diesem Beitrag geht es aber nur um die Nordinsel, hier auf unserem Reiseblog findest du aber viele weitere Beiträge zu Neuseeland.

Neuseeland: das perfekte Land für einen Roadtrip!

Neuseeland ist wirklich das perfekte Land für einen Roadtrip! Egal ob du dich mit einem kleinen Geländewagen und Zelt durchs Land schlägst oder dir einen richtigen Camper mietest, hier kommt echtes Roadtrip-Feeling auf! Bedenke allerdings, dass in Neuseeland Linksverkehr herrscht. Meistens gewöhnt man sich aber ziemlich schnell an die neue Seite.

Camping und Wildzelten

Das Coole ist außerdem, dass du in Neuseeland Wildzelten darfst, denn unter dem Freedom Camping Act wurde 2011 beschlossen, dass öffentliche Plätze zum Übernachten genutzt werden dürfen. Einige Regionen in Neuseeland haben allerdings ihre eigenen Gesetze veranlasst, nach denen das Wildcampen an bestimmten Orten verboten ist. Am besten informierst du dich immer in den örtlichen Besucherzentren, ob es freie Stellplätze in der Gegend ist. Meistens gibt es öffentliche Parkplätze, auf denen du auch mit deinem Camper über Nacht stehen darfst. Achte darauf, dass sich eine öffentliche Toilette in der Nähe befindet.

Zudem ist es eine gute Idee, wenn du dir ein sogenanntes self-contained vehicle besorgst, also einen Camper samt eigener Toilette, Waschmöglichkeiten sowie Frisch- und Abwassertank. Mit diesem kannst du nämlich auch auf den ausgewiesenen Stellplätzen der Nationalparks bzw. des Department of Conservation (DOC) übernachten.

Wichtig ist wie immer: Hinterlasse keinen Müll und verlasse die Natur so wie du sie auch vorgefunden hast!

Die besten Camper bekommst du bei Maui

Wirklich tolle Campervans bekommst du bei Maui, wir hatten das Modell Ultima Plus 2+1 Berth. Die Wohnmobile von Maui sind in der Regel ziemlich neu und alle noch dazu supergut ausgestattet. Neben Bettzeug und Handtüchern bekommst du sogar ein kleines Abspülset samt Spülmittel, -schwamm und -bürste. Auch die kleine Camper-Küche ist sehr gut ausgestattet mit diversen Töpfen, einer Pfanne, Wasser- und Espressokocher, Toaster, normalen und Weingläsern, Besteck, scharfen Messern, einer Käsereibe und einem ausziehbarem Grill – hier kannst du zu einem echten Gourmetkoch werden!

Richtig praktisch: Du kannst deinen Maui-Camper direkt am Flughafen abholen. Um zur Station zu kommen, nutze den kostenlosen Shuttle-Service. Folge dazu einfach den Schildern im Terminal und halte nach dem gelben Bus Ausschau. In den meisten Fällen musst du allerdings eine Nacht in Auckland verbringen, da du erst 24 Stunden nach deiner Ankunft einen Camper mieten darfst. Solltest du allerdings aus Australien, wie zum Beispiel aus Sydney oder Melbourne anreisen, kannst du deinen Roadtrip direkt starten.

Außerdem bietet Maui eine kostenlose App zum Download an, die Maui Roadtrip App. Diese zeigt deinen aktuellen GPS-Standtort an und welche Campingplätze sich in deiner Nähe befinden, und zwar sowohl kostenlose als auch solche, für die du bezahlen musst. Außerdem werden dir Tankstellen, Supermärkte, Abwasser-Stationen, öffentliche Toiletten und Waschautomaten angezeigt sowie aktuelle Verkehrsverhältnisse und kostenlose WiFi-Netzwerke. Somit bist du wirklich immer informiert und weißt wo es lang geht!

 

Tipp für Sparfüchse:
Einen Tipp, den ich dir gleich vorweg geben will, ist, Mitglied bei den Top10 Holiday Parks zu werden! Die Mitgliedschaft kostet einmalig 49 NZD, das sind umgerechnet knapp 30 Euro, und gilt 2 Jahre. Es reicht, wenn eine Person Mitglied ist, solltest du mit mehreren Freunden reisen, profitieren alle von der Mitgliedschaft. Es gibt knapp 50 Top10 Holiday Parks in Neuseeland und als Mitglied bekommst du bei jeder Buchung einen Rabatt von 10%. Nicht nur das: Auch viele Aktivitäten auf den Campingplätzen wie zum Beispiel Kajakfahren oder SUP sind inkludiert und du bekommst zudem oftmals Rabatte für Attraktionen, Restaurants und Cafés in ganz Neuseeland.

Die Mitgliedschaft lohnt sich besonders, wenn du vorhast beide Inseln zu besuchen und mit deinem Camper für einen Roadtrip auf die Südinsel Neuseelands übersetzt. Hier sparst du 15% bei der Buchung mit der Interislander Fähre und das sind in der Regel über 50 Euro, denn die Überfahrt kostet für zwei Personen samt Camper bereits über 350 Euro. Solltest du außerdem noch einen Roadtrip durch Down Under planen, sparst du auch hier wieder Geld und zwar bei den BIG4 Holiday Parks, von denen es über 180 in Australien gibt.

Anreise und Ankunft in Auckland

Nach Auckland kommst du von Deutschland aus nur mit einem Zwischenstopp. Wir sind mit Qatar Airways über Doha nach Auckland geflogen und die Strecke zählt mit 17,5 Stunden als der längste Flug der Welt. Am besten schaust du wie immer einfach auf momondo nach der besten Verbindung für dich.

Vom Flughafen kommst du am bequemsten mit dem SkyBus in die Stadt. Die einfache Fahrt kostet 18 NZD, rund 10 Euro, die Hin- und Rückfahrt 34 NZD. Die Fahrt dauert in der Regel allerdings 40-60 Minuten. Wenn du dein Ticket online buchst, sparst du 1 bzw. 2 NZD.

Wir selbst haben keine Zeit in Auckland verbracht, die Stadt gilt allerdings als ziemlich hip und natürlich warten hier auch einige coole Speciality Coffee Shops auf dich wie zum Beispiel die ARK Coffee Company, BE Specialty Coffee, Velo Specialty Coffee oder Remedy Coffee, um nur ein paar zu nennen. Vor der Stadt befindet sich Rangitoto Island, eine Vulkaninsel auf der du eine Wanderung unternehmen kannst, den Rangitoto Island Summit Walk, der dich einmal hoch zum Gipfel bringt und dir eine geniale Aussicht schenkt. Um zur Insel zu gelangen, musst du die Fähre vom gegenüberliegenden Waitemata Hafen nehmen, die Überfahrt dauert 25 Minuten.

Gemütlich übernachten mitten in Auckland

Ein wirklich preiswertes und noch dazu cooles Hotel ist das ibis budget Auckland Central*. Hier übernachtest du in modernen, wenn auch kleinen Zimmern, samt Küchenzeile und Balkon. Ein Zimmer bekommst du schon ab 80 Euro, was supergünstig für Auckland ist!

Wenn du etwas länger in Auckland bleiben möchtest, lohnt es sich ein Apartment über AirBnB zu mieten. Richtig cool ist zum Beispiel dieses moderne und helle Apartment* mitten im CBD, das Platz für zwei Personen bietet. Oder du mietest dich in dieses stylische Apartment* ein, das dank der Betonwände einen coolen Industrial-Look hat. Wenn du mit mehreren Freunden unterwegs bist, bietet sich dieses gemütliche und ebenfalls zentral gelegenen Apartment* an. Es hat nämlich zwei Schlafzimmer und somit Platz für bis zu vier Personen.

Los geht’s!

10 Tage Abenteuer auf Neuseelands Nordinsel!

Wir hatten leider nur 10 Tage Zeit für die Nordinsel und ich würde dir empfehlen, auf jeden Fall länger in Neuseeland zu bleiben. Entweder nimmst du dir mindestens 2-3 Wochen für die Nordinsel Zeit oder du hängst noch mindestens weitere zwei Wochen dran und setzt deinen Roadtrip auf der Südinsel fort – in Neuseeland warten eine Menge Abenteuer und wirklich beeindruckende Landschaften auf dich!

Strecke 1: Auckland – Coromandel Peninsula

Die erste Strecke führt dich von Auckland auf die Coromandel Peninsula. Diese liegt im Westen der Bay of Plenty, ist 85 Kilometer lang und 40 Kilometer breit. Als Ziel steuerst du den Strand und gleichnamige Ort Hahei Beach an. Statt über die Hauptstraßen, dem State Highway 1, 2 und 25 zu fahren, biegst du bereits früher in Richtung Meer ab und folgst dem Pacific Coast Highway über Clevedon und Miranda. Für die Strecke solltest du etwas mehr als 2,5 Stunden Fahrtzeit einplanen, dabei legst du knapp 180 Kilometer zurück.

Tipp: Der Pacific Coast Highway unterteilt sich in verschiedene Streckenabschnitte und führt einmal komplett durch den nördlichen Teil der Nordinsel. Eine übersichtliche Karte mit vielen Details findest du hier.

Extra-Tipp: Ein cooler Stopp auf dem Weg befindet sich an der Kawakawa Bay. Bei gutem Wetter breitest du hier deine Decke auf dem Rasen aus, isst eine Kleinigkeit oder machst es dir einfach nur gemütlich.

 

Übernachten direkt am Meer

In Hahai angekommen, fährst du weiter zum Hahai Holiday Resort und buchst dich hier für eine Nacht ein. Der Campingplatz ist wirklich sehr schön, gut ausgestattet und befindet sich direkt am Strand. Ein Stellplatz mit Strom kostet je nach Saison ab 45 NZD (rund 27 Euro) und es dürfen bis zu fünf Personen auf diesem übernachten. Für 5 NZD mehr bekommst du einen Platz direkt am Strand, allerdings sieht du nicht wirklich das Meer, da sich zwischen dir und dem Wasser noch eine Düne befindet. An der Rezeption bekommst du übrigens nicht nur morgens einen guten Flat White!

Sollte dieser Campingplatz voll sein, gibt es noch einen weiteren ganz in der Nähe am Hot Water Beach. Dieser ist allerdings nicht ganz so schön und solltest du ebenfalls für eine Wanderung zur Cathedral Cove aufbrechen wollen, musst du zunächst zurück nach Hahai fahren.

Tipp für Sparfüchse und morgendliche Abenteurer: Beim Parkplatz an der Cathedral Cove darf man wohl umsonst übernachten, jedenfalls sind Camper hier geduldet. Solltest du also keinen Strom benötigen und zum Beispiel wie wir früh morgens zum Sonnenaufgang zur Cathedral Cove wandern wollen, ist dies der ideale Spot!

Morgenstund hat Gold im Mund: Wanderung zur Cathedral Cove

Wie du es bereits hier und da heraus gelesen hast, ist eines der Highlights rund um Hahai die Cathedral Cove. Hierbei handelt es sich um eine kleine, wirklich schöne Bucht samt Felsbogen. Ein wenig erinnert diese Naturformation an die Felsküste der Algarve in Portugal oder auch an die 12 Aposteln an der Great Ocean Road in Australien.

Da dieser Ort sehr beliebt bei Reisenden ist, lohnt es sich früh morgens, noch bevor die ersten Sonnenstrahlen unsere Erde treffen, hierher zu kommen. So hast du die Cathedral Cove mitunter nicht nur ganz für dich allein (wir waren anfangs wirklich die einzigen), sondern wirst bei gutem Wetter auch von einem wunderschönen Sonnenaufgang begrüßt, der die Felsen in einem besonderem Licht erstrahlen lässt. Um zur Bucht zu kommen, läufst du zunächst durch einen Wald und über Hügel. Es geht hoch und runter, bis du mehrere Stufen runter zur Bucht hinabsteigen musst.

Wenn du dich wie wir tatsächlich im Dunkeln auf den Weg machst, siehst du nicht wirklich viel, dafür ist es umso abenteuerlicher! Du hörst seltsame Geräusche, hier und da raschelt es und du nimmst alles viel intensiver war. Außerdem erwartet dich auf dem Rückweg gefühlt ein ganz neuer Weg, denn auf einmal siehst du, durch welch wunderschöne Landschaft du gelaufen bist!

Tipp: Mehr Infos zur Wanderung, die mehr ein Spaziergang ist, findest du übrigens hier.

 

Mit dem Kajak übers Meer

Alternativ kannst du die Cathedral Cove auch mit dem Kajak erkunden. Cathedral Cove Kayak Tours bieten gleich mehrere Kajaktouren rund um Hahei an, während du bei der Cathedral Cove Classic Tour sogar bei der Bucht an Land gehst. Diese Tour findet allerdings nur im Dezember und Januar, und wenn es das Wetter zulässt, statt. Eine andere, noch abenteuerlichere Tour ist die Remote Coast Tour bei der du knapp drei Stunden auf dem Wasser unterwegs bist, oder du unternimmst gleich eine Tagestour. Mit ein wenig Glück begegnest du beim Paddeln Delfinen oder sogar Orcas. Eine Übersicht aller Touren samt Preisen und Infos findest du hier.

Einmal SPA bitte – der Hot Water Beach

Ziemlich beliebt auf der Coromandel Peninsula ist zudem der Hot Water Beach. Dieser ist bekannt für seine heißen Thermalquellen, die direkt unterhalb des Strandes verlaufen. Hier kannst du dir eine Schippe ausleihen und ein Loch buddeln, in das du dich anschließend hineinlegst. Das heiße Wasser wirkt wie eine natürliche SPA-Behandlung. Wir waren morgens gegen halb 10 am Strand und es war nichts los. Entweder lag es daran, dass diese Uhrzeit für die meisten Reisenden tatsächlich noch zu früh ist, oder weil gerade keine gute Zeit zum Buddeln war. Jedenfalls waren wir überrascht von der Leere, denn eigentlich ist es hier proppenvoll und der Ort so gar nicht Off The Path!

Strecke 2: Coromandel Peninsula – Rotorua

Wir sind bereits am nächsten Tag, nach unserer morgendlichen Wanderung zur Cathedral Cove, weitergefahren und zwar Richtung Rotorua. Es gibt gleich mehrere Strecken, die du für diesen Abschnitt wählen kannst. Wir sind über Waihi und Tauranga, zunächst über den State Highway 25, dann über den State Highway 2 und schließlich über den State Highway 36 gefahren. Diese Strecke ist knapp 210 Kilometer lang und du benötigst etwas mehr als 3 Stunden.

Übernachten am Blue Lake

Ein gemütlicher Campingplatz ist der Blue Lake TOP 10 Holiday Park* direkt am Lake Tikitapu, auch Blue Lake genannt. Ein Stellplatz samt Stromanschluss kostet hier ab 61 NZD die Nacht, also rund 36 Euro. Das Tolle ist, dass der wirklich schöne kleine Blue Lake nur ein paar Meter von deinem Schlafplatz entfernt ist und du beim Campingplatz auch Kajaks mieten und den See somit paddelnd erkunden kannst. Zudem befindet sich direkt am Eingang zum Campingplatz ein umgebauter Airstream Trailer, in dem sich heute eine Art Café und Imbissbude befindet. Hier bekommst du zwar nicht den weltbesten Kaffee, aber immerhin wirst du auch hier mit einem Flat White versorgt.

Mit dem Raft über 7 Meter hohe Wasserfälle

Rund um Rotorua warten gleich mehrere Abenteuer auf dich, eins darfst du aber auf keinen Fall verpassen: einen Raftingtrip mit den Jungs und Mädels von Kaitiaki Adventures! Denn bei diesem Trip raftest du über den weltweit höchsten Wasserfall, der kommerziell mit dem Raft befahren werden darf – bis zu 7 Meter stürzt sich das Wasser an an den Tutea Falls in die Tiefe und du im Raft ebenso! Das ist aber nicht der einzige Wasserfall, den du bei dieser Tour bezwingst. Insgesamt sind es drei Wasserfälle und 14 Stromschnellen, während die Tour Level 5 entspricht. Das ist vergleichbar mit unserem Raftingtrip entlang eines Zuflusses des Amazonas in Ecuador.

Dieser Raftingtrip wird täglich einmal um 8:30, um 12:30 und um 14:30 Uhr durchgeführt und dauert insgesamt 3 Stunden, auch wenn du nur rund eine Stunde davon auf dem Wasser bist. Zwar ist die Strecke, die mit dem Raft zurückgelegt wird, kurz, dafür aber auch superintensiv. Der Trip kostet 109 NZD inklusive Guides, Equipment und Transport, was umgerechnet 65 Euro sind und vergleichsweise echt günstig ist. Letztendlich ist dieses Erlebnis aber sowieso unbezahlbar!

 

Waldspaziergang: The Redwoods

Ganz in der Nähe der Stadt befindet sich ein Waldgebiet, der Whakarewarewa Forest. Hier wurden vor einiger Zeit California Coast Redwoods angepflanzt, das sind riesige Küstenmammutbäume, die eigentlich in Kalifornien zuhause sind. Diese Bäume wachsen bis zu 60 Meter in die Höhe und haben dabei einen vergleichsweise schmalen Stamm. Außerdem hat dieser eine leicht rötliche Farbe, was den Anblick noch beeindruckender macht. Neben den Redwoods stößt du hier auch auf riesige Farne und kannst über mehrere Hängebrücken – insgesamt sind es 21 – laufen, die dich in einer Höhe von bis zu 12 Metern durch den Wald führen. Dieses kleine Abenteuer nennt sich Redwoods TreeWalk und kostet 25 NZD pro Person, also rund 15 Euro.

 

Strecke 3: Rotorua – Lake Taupo

Von Rotorua geht es weiter zum dritten Stopp deines Roadtrips durch Neuseelands Nordinsel: Lake Taupo! Der gleichnamige Ort Taupo gilt neben Queenstown auf der Südinsel als der Abenteuerort schlechthin. Hier kannst du dich beim Skydiving aus dem Flugzeug stürzen oder eine geniale 1-Tages-Wanderung im Tongariro-Nationalpark unternehmen. Außerdem haben Maoris eine Art riesiges Bild in eine der Klippen am See geschlagen, was super beeindruckend ist. Am besten kannst du dir diese Māori-Felsenkunst beim Kajaken oder Segeln vom Wasser aus anschauen oder du buchst einen Helikopterflug, bei dem du auch den Wasserfall und Tongariro von oben zu sehen bekommst.

Von Rotorua bis ins Örtchen Taupo sind es knapp 82 Kilometer und eine Stunde Fahrt. Auf dem Weg solltest du aber unbedingt an zwei coolen Orten Halt machen: einmal am Kerosene Creek, einem kleinen Bach, der von einer heißen Quelle gefüttert wird. Hier kannst du auch baden gehen und die wohltuende Wärme des Wassers genießen. Achte allerdings darauf, nicht mit deinem Kopf unter Wasser zu tauchen. Aufgrund des pH-Wertes kann es schnell zu Infektionen in den Ohren kommen, sollten in diese Wasser reinkommen. Der zweite Ort sind die Huka Falls, ein wirklich beeindruckender Wasserfall, bei dem 140.000 Liter pro Sekunde durchjagen.

 

Übernachten rund um Lake Taupo

Rund um Lake Taupo befinden sich gleich mehrere Campingplätze und auch Stellplätze, die umsonst sind. Einer davon befindet sich zum Beispiel direkt am Waikato River unweit der Huka Falls und nennt sich Reids Farm. Während sich ein anderer direkt am See, rund 8 Kilometer südlich vom Ort befindet, Five Mile Bay Recreation Reserve genannt.

Wenn du auf der Suche nach einem richtigen Campingplatz samt Stromanschluss bist, können wir dir den Motutere Bay Top 10 Holiday Park* empfehlen. Hier kannst du einen Stellplatz direkt am See mieten – genial! Einziges Manko: Die Hauptstraße geht quasi durch den Campingplatz und auch nachts fahren hier teilweise laute LKWs entlang. Ein Stellplatz samt Strom direkt am See kostet 55 NZD pro Tag und Nacht, das sind umgerechnet 32 Euro.

Tongariro Alpine Crossing

Ein Abenteuer, das du dir hier am Lake Taupo nicht entgehen lassen solltest, ist die Tongariro Alpine Crossing! Bei dieser wanderst du 19,4 Kilometer durch den Tongariro-Nationalpark auf über 1.000 Metern Höhe. Am besten buchst du dir hierfür einen Shuttle Service, der dich vom Ende des Wanderweges zum Startpunkt bringt. So kannst du nach der Wanderung direkt in deinen Campervan steigen. Der Shuttle holt dich je nach Jahreszeit morgens um 6:20 oder 7:20 Uhr am Ketetahi Track Parkplatz ab und bringt dich zum Mangatepopo Parkplatz, wo dein Abenteuer startet. Dieser Shuttle-Service kostet 30 NZD, also 18 Euro. Am besten buchst du ihn vorher online.

Die meisten benötigen 6-8 Stunden für diese Wanderung, bei der du durch eine aktive Vulkanlandschaft läufst. Der höchste Punkt ist übrigens der 1.886 Meter hohe und zudem aktive Red Crater, von dem aus du eine geniale Aussicht hast. Du kommst aber auch an den wunderschönen smaragdgrünen Emerald Lakes vorbei und auch an einigen dampfenden Löchern. Der Weg ist komplett unbefestigt und besteht aus Vulkansand – geh also vorsichtig, sonst rutschst du insbesondere beim Abstieg schnell aus.

Da du dich hier auf einer ordentlichen Höhe befindest, kann es besonders ganz oben am Krater schnell kalt werden. Oftmals weht auch ein sehr starker Wind, weshalb die Wanderung nicht an jedem Tag zu empfehlen ist. Während unserer Zeit am Lake Taupo war es zum Beispiel zu stürmisch, sodass wir die Wanderung diesmal leider nicht machen konnten. Am besten informierst du dich vorher, ob die Wanderung an deinem Wunschtag möglich ist. Eine gute Quelle ist die Webseite des Shuttle-Services, der auch gar nicht erst fährt, wenn das Wetter die Wanderung nicht zulässt.

Lesetipp: Alle Infos zur Wanderung findest du hier!

Strecke 4: Lake Taupo – Waitomo Caves

Vom Lake Taupo geht es ein paar Tage später weiter Richtung Waitomo. Hier wartet ein riesiges unterirdischen Höhlensystem auf dich, das für seine Glühwürmchen bekannt ist – nirgendwo sonst auf der Welt kannst du diese kleinen leuchtenden Fliegen beobachten!

Wenn du wie wir einmal zum Süden des Sees und dann weiter über Tauramuni nach Waitomo fährst, sind es knapp 220 Kilometer für die du rund 3 Stunden benötigst. Dabei hast du anfangs immer wieder geniale Aussichten auf den riesigen See und fährst später durch eine wunderschöne saftig-grüne, hügelige Landschaft, die sehr an Hobbiton aus Herr der Ringe ähnelt. Schließlich wurde der Film auch ganz in der Nähe gedreht.

Übernachten in Waitomo

Direkt gegenüber vom Besucherzentrum der Waitomo Caves befindet sich der Waitomo TOP 10 Holiday Park*. Dieser Campingplatz ist vergleichsweise klein und nicht ganz so gemütlich wie die anderen, hat dafür aber eine super Lage und sogar einen kleinen Pool. Ein Stellplatz samt Strom kostet hier 48 NZD die Nacht, also umgerechnet 28 Euro.

Höhlen voller Abenteuer!

In der Gegend rund um Waitomo befinden sich mehrere Höhlen, die bekannteste ist die Waitomo Cave. Diese ist allerdings sehr touristisch und ein Besuch nicht wirklich zu empfehlen. Es gibt verschiedene Anbieter, die Touren zu anderen Höhlen anbieten, wie zum Beispiel zur Aranui oder Ruakuri Höhle. Wir haben uns von der netten Dame im Besucherzentrum beraten lassen und uns letztendlich für den Anbieter Spellbound entschieden und waren super froh über diese Entscheidung!

Unser Guide Pete hat uns nicht nur eine Menge Wissen bei der Tour vermittelt, sondern kannte sich auch in Sachen Fotografie sehr gut aus und hat uns super Tipps zum Fotografieren in der Dunkelheit sowie genügend Zeit dazu gegeben. Dabei ging es zunächst in die Cave of the Spirit (auf Māori “Te Ana o te Atua”), die erstmalig 1849 von dem Europäer Dr. Arthur Thompson erkundet wurde. Hier bekommst du bereits die ersten Glühwürmchen zu sehen und zudem ein paar beeindruckende Stalagmiten und Stalaktiten.

Anschließend geht es weiter in die Spellbound Glowworm Cave, die Teil eines größeren Höhlensystems namens Mangawhitikau ist. Hier läufst du zunächst ebenfalls in die Höhle hinein, anschließend geht es aber in einem Raft auf dem Wasser weiter. Damit sich deine Augen an die Dunkelheit gewöhnen und du die Glühwürmchen noch besser sehen kannst, nehmen sich die Guides von Spellbound extra viel Zeit. So fährst du mit dem Raft gleich mehrmals hin und her, bis am Ende gefühlt ein Meer an Lichtern über dir schwebt – der Wahnsinn!

Das Tolle an dieser Tour ist außerdem, dass die Gruppen sehr klein sind und pro Tour maximal 12 Teilnehmer mitkommen – bei anderen Anbietern sollen es bis zu 50 Personen sein. Die Höhlen sind übrigens in Privatbesitz und befinden sich 12 Kilometer südlich vom Waitomo Caves Village. Allein die Fahrt zum Eingang der Höhlen ist genial, da es über alte Farmwege durch eine wunderschöne Landschaft geht. Insgesamt dauert dieses Abenteuer 3 1/4 Stunden und startet täglich um 10, 11, 14 und 15 Uhr. Selbst der BBC hat sich dazu entschieden, in diesen Höhlen zu drehen!

 

Tipp für echte Abenteurer: Statt gemütlich durch die Höhlen zu spazieren und in einem Raft zu sitzen, kannst du eine Höhlentour auch richtig abenteuerlich angehen! Bei der Lost World Tour lässt du dich zunächst 100 Meter abseilen und entdeckst dann eine völlig andere Welt. Angeboten wird dieser unvergessliche Adrenalinkick von Waitomo Adventures und mehr Infos dazu findest du hier.

Strecke 5: Waitomo – Raglan

Von Waitomo geht es am nächsten Tag weiter zu dem Surferspot Neuseelands schlechthin: Raglan! Wenn du einfach nur die Stadt eingibst, führt dich das Navi über den State Highway 39 und anschließend über den State Highway 23. Stattdessen solltest du aber einen anderen, abenteuerlicheren Weg einschlagen, der dich zunächst über den State Highway 31 in Richtung Kawhia führt. Bei Ocean Beach Horse Treks and Horse Riding Adventures Kawhia biegst du rechts auf die Raglan Road ab, eine unbefestigte Straße.

Dieser Schotterpiste folgst du für einige Kilometer bis du wieder auf eine asphaltierte Straße gelangst. Du fragst dich bestimmt schon, warum du ausgerechnet hier lang fahren sollst – ich verrate es dir: Hier wartet ein unglaublich schöner Wasserfall auf dich! Bridal Veil Falls! Und außerdem ist der Name dieses Reiseblogs Programm, schließlich heißt er nicht umsonst Off The Path!

 

Für diese abenteuerliche Strecke, die dir immer wieder geniale Aussichten schenkt, solltest du ungefähr 2 Stunden Fahrt einplanen, während du knapp 95 Kilometer zurücklegst.

Hinweis: Das Fahren auf solchen unbefestigten Straßen ist in der Regel nicht versichert, du musst also selbst wissen, ob du bereit bist dieses Risiko einzugehen.

Campen auf dem Raglan Kopua Holiday Park

Mitten in Raglan und wirklich nur wenige Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum befindet sich der Raglan Kopua Holiday Park. Ein Stellplatz samt Strom kostet hier 52 NZD, das sind umgerechnet 30 Euro. Der Campingplatz ist nicht ganz so gemütlich, da Bäume oder Sträucher fehlen, die Lage dafür aber wirklich top.

Raglan: Kaffee, Surfervibes und Meer!

Raglan ist einer der coolsten Orte, die wir bisher in Neuseeland besucht haben. Hier herrscht ein echter Surfervibe, ähnlich wie in Tarifa oder auch mancherorts in Kapstadt. Entsprechend triffst du hier nicht nur auf viele coole junge Leute, sondern auch auf hippe Läden und geniale Cafés. Ein wirklich cooler Laden ist das The Shack. Hier bekommst du morgens richtig leckeres Frühstück und einen guten Flat White, aber auch das Gebäck schmeckt superlecker.

Ebenfalls cool ist das Wallis Bistro, in dem du leckeres Mittag- und Abendessen bekommst, aber auch perfekt Brunchen kannst. Die Portionen sind allerdings etwas klein und die Preise deshalb vergleichsweise hoch. Dafür schmeckt das Essen aber wirklich sehr gut und bei gutem Wetter kannst du hier draußen auf der Terrasse sitzen und dir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Guten Kaffee bekommst du zudem auch bei Raglan Roast, etwas versteckt, oder auch bei INDI direkt neben der Raglan Surf Company, einem coolen Laden mit Surfklamotten.

 

Surfen, SUP und Kajaken

Nicht weit vom Stadtzentrum befinden sich ein paar geniale Strände, sie sich perfekt zum Surfen eignen. Besonders cool und gerade noch ein Geheimtipp ist Ruapuke Beach, ein wunderschöner riesiger Strand mit glitzerndem dunklen Vulkansand und idealen Wellen. Wenn der Wind weht, kannst du rund um Raglan außerdem Kitesurfen. Oder du mietest dir ein Kajak oder SUP-Board aus und entdeckst die Bucht bei Raglan paddelnd.

Übrigens werden hier auch von verschiedenen Anbietern geführte Kajaktouren angeboten, was nicht nötig ist. Miete dir einfach ein Kajak und entdecke die Gegend auf eigene Faust. Du kannst zum Beispiel zu den Pancake Rocks paddeln. Das sind Felsformationen aus Kalkstein, die aus dem Wasser ragen. Achte nur darauf, dass der Wind und die Strömung nicht zu stark sind. Am besten gehst du deshalb morgens raus aufs Wasser, vor 11 Uhr ist eine gute Zeit. Wir haben diese Tipps vom Besitzer des Raglan Backpackers bekommen, der Kajaks ziemlich günstig für nur 15 NZD die Stunde vermietet (9 Euro).

Hier ist uns übrigens auch etwas superwitziges passiert: Wir haben Ben wiedergetroffen, unser Kajakguide aus Kanada mit dem wir auf der Suche nach Orcas rund um Vancouver Island unterwegs waren! Apropos Orcas: Diesen genialen Meeresbewohnern kannst du mit ein wenig Glück ebenfalls in der Bucht bei Raglan begegnen. Besonders in den Sommermonaten ab Dezember schwimmen die Orcas in die Bucht hinein, um zu jagen.

Galopp am endlosen Strand

Ein Abenteuer, das du dir besonders als Pferdefreund auf keinen Fall entgehen lassen darfst, ist ein Ausritt auf den Pferden von Wayne und Penny. Die beiden betreiben WildCoast Ruapuke Horse Riding und sind supercool drauf! Den Pferden geht es hier wirklich gut, alle sehen gesund aus und reagieren noch dazu sehr fein auf die Hilfen. Anders als bei vielen anderen Anbietern laufen die Pferde hier nicht einfach hintereinander her, sondern hören wirklich auf ihren Reiter. Kein Wunder, denn Wayne und Penny kümmern sich wirklich toll um ihre Tiere und bilden auch jedes Pferd selbst aus! Neben den Pferden und der Farm, gehören auch zwei richtig gemütliche Cabins dazu.

Wir haben hier die Extreme Horse Adventure mitgemacht, ein dreistündiger Ritt durchs Farmland und an den Ruapuke Beach – genau, das ist dieser geniale und noch geheime Surfstrand. Wayne, der mit uns geritten ist, ist nämlich selbst leidenschaftlicher Surfer und saß sogar mit Badehose auf dem Pferd. Das hatte auch einen guten Grund: Kaum am Strand angekommen, sind wir mit unseren Pferden erst einmal ins Wasser geritten. Line ist mit ihrem Pferd sehr weit reingeritten, bis eine riesige Welle kam und sie und ihr Pferd komplett nass waren – da wussten wir, warum Wayne eine Badehose anhatte!

Anschließend galoppierten wir mehrere Male den Strand hoch und runter und hatten wirklich eine Menge Spaß! Neben unserem abenteuerlichen Ritt durch den Dschungel Costa Ricas, war dies einer der genialsten Ausritte, den ich bis dato erlebt habe! Die Aussichten sind einfach der Wahnsinn, der Galopp am Strand genial und die Pferde wirklich toll! Auch als Anfänger kannst du hier übrigens mitreiten, denn Wayne und Penny passen den Ritt immer ans Level der Teilnehmer an und suchen zudem passende Pferde raus.

Wir hatten beim Ausritt übrigens unser HUAWEI P10 Plus dabei, um dieses Abenteuer auch in coolen Bildern festhalten zu können. Da das Smartphone schön klein und leicht ist, passt es auch in die Hosentasche oder in eine Bauchtasche, während sich die Kamera superschnell einschalten lässt. Gerade der Bokeh-Effekt sorgt für geniale Aufnahmen!

Strecke 6: Raglan – Auckland

Nach all den unvergesslichen Abenteuern und genialen Eindrücken heißt es dann leider doch Abschiednehmen von Neuseeland. Die letzte Strecke deines Roadtrips durch den Norden der Nordinsel führt dich von Raglan zurück nach Auckland. Hierfür fährst du zunächst über den State Highway 23 und später über den State Highway 1. Dabei legst du rund 150 Kilometer in 2 Stunden zurück.

*Disclaimer: Vielen Dank an HUAWEI für die Zusendung des P10 Plus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

4 Kommentare zu „Die besten Tipps für deinen Roadtrip entlang Neuseelands Nordinsel!