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London’s Calling – die versteckten Ecken

Sebastian hier – da ich bisher nur einmal ganz kurz letztes Jahr in London war und damals auch nur in den Messenhallen vom World Travel Market meine Füße blutig gelaufen bin, kam die anfrage für einen Gastbeitrag von Viktoria genau richtig. Im Januar spreche ich als Gastdozent an der City University of London. Vielleicht sollte ich länger bleiben und mir die beschriebenen Orte anschauen. Was denkst du?

So jetzt aber das Wort an Viktoria die für ESL schreibt und in London lebt!

Die Metropole London off the beaten track, abseits der ausgetrampelten Touristenpfade kennen lernen…ich habe mich gefragt, ob das überhaupt geht. Wie verbringen die echten Londoner ihre Sonntage? Welchen der Londoner Märkte darf man keinesfalls verpassen? Und wo findet man Second-Hand-Schnäppchen? Egal, ob man London im Zuge eines Städtetrips oder im Rahmen einer Sprachreise besucht, sollte man sich in die versteckten Ecken der Stadt begeben. Hier einige Vorschläge!

Borough Market – ältester Markt der Stadt

Wer weder Lust auf den Camden noch den Brixton Market hat, der kann es vielleicht mit dem Borough Market versuchen. Er ist nämlich einer der ältesten Märkte in der Stadt und hat sich seine authentische Atmosphäre großteils bewahren können. Hier fanden bereits vor 250 Jahren Gemüse- und Obstauktionen statt, heute ist der Borough Market der beliebteste Lebensmittelmarkt der Londoner. Vom Burger über frisch gepresste Säfte, Wein und Käse bekommt man alles was das Herz begehrt. Direkt an der U-Bahn Station London Bridge gelegen ist der Markt leicht zu erreichen und noch dazu überdacht, was in Anbetracht des englischen Wetters keinesfalls ein Nachteil ist. Auch rund um den Markt kann man sich gut aufhalten, da immer wieder neue Cafés und Restaurants eröffnen, in denen es bis in die Abendstunden gemütlich zugeht.

Borough Market von Jessica Spengler

Borough Market von Jessica Spengler

Street Art – Von Jack The Ripper bis hin zu Bansky

Graffitis sind aus dem Stadtbild Londons nicht mehr wegzudenken. In den frühen 80iger Jahren, bald nach der Geburt der Graffitis durch die Hip Hop Kultur in New York kam die Straßenkunst auch in London an. Wo die Ausläufer der City of London ins alte East End übergehen – bekanntlich trieb hier zu viktorianischen Zeiten der Prostituiertenmörder Jack the Ripper sein Unwesen – kann man Spraykunstwerke von bekannten Graffiti-Künstlern wie Banksy aber auch von jungen, unbekannten Talenten bewundern. Es lohnt sich an einer Street-art-Tours teil zu nehmen und sich von Insidern führen zu lassen, denn Street art ist unglaublich dynamisch und ändert sich täglich. Nicht zuletzt weil der Council der Stadt die Graffitis auch immer wieder übermalen lässt.

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Streetart von Stuart

Hoxton – Das Künstlerviertel

Viel Kunst ist auch in Hoxton geboten. Viele Künstler zogen in diesen Stadtteil als die leerstehenden Lagerhallen und Stapelhäusern noch günstig zu haben waren. Mit der Ankunft der Immobilienmakler stiegen die Preise und viele chaotische Ateliers wurden in teure Lofts umgewandelt. Trotzdem leben hier immer noch circa 11 000 Künstler, die sich vor allem rund um den Hoxton Square konzentrieren, jenen Platz, wo am 30. Juli 1994 die Avantgarde-Bewegung Young British Art geboren wurde. Die berühmteste Galerie ist die White Cube Galerie wo auch Werke von Damien Hirst und Tracy Emin ausgestellt wurden und werden.

Publife von Harry Lawford http://www.flickr.com/photos/herry/2253072698/

Publife von Harry Lawford 

Highgate Cemetery – Hallo Karl Marx!

Auch der Highgate Cemetery im Norden Londons ist definitiv eine der weniger bekannten Ecken. Dieser entstand als im 19. Jahrhundert die Bestattungsmöglichkeiten in London unerträglich wurden und deshalb vom Parlament beschlossen wurde sieben private Friedhöfe zu eröffnen. Der westliche Teil des Highgate Cemetery wurde 1839 eröffnet, seine östliche Erweiterung 1854. In diesem Teil befinden sich auch viele Mausleen. Zu den bekanntesten Grabstätten am Highgate Cemetery zählt bestimmt jene von Karl Marx, der hier seine letzte Ruhestätte fand.

Wer die Metropole London etwas länger besuchen und genauer kennen lernen möchte, kann das auch im Zuge einer Sprachreise tun. So kann man nämlich nicht nur Englischkenntnisse verbessern, sondern für eine Zeit lang in der Stadt leben und in den Alltag der Londoner eintauchen. Wer sich für Sprachaufenthalt in der englischen Hauptstadt interessiert kann sich bei Sprachreiseanbietern wie esl.ch/de informieren.

Lust auf London? Also ich bin im Januar dort und du?

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5 Kommentare zu „London’s Calling – die versteckten Ecken

  1. My Path 2013 on

    Dieser Gastbeitrag kommt genau richtig, denn ich werde nächsten Monat von 12.-16. September ebenfalls in London sein um einen Freund zu besuchen! Ich bin auch schon sehr gespannt, da ich zwar schon zwei Mal dort war aber immer nur als Tourist, ohne einen Local zu kennen!
    Ich bin aber parallel trotzdem auf der Suche nach Insider-Tipps, darum freue ich mich noch mehr über diesen Beitrag.
    Außerdem überlege ich nach London studieren zu gehen und dort eine Weile zu leben, aber das entscheidet sich alles erst in den nächsten Monaten bzw. im nächsten Jahr!

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  2. Tina on

    Als Insider Tipps würde ich diese allerdings in Anbetracht der „Touristenmassen“ die sich durch Highgate & den Market drängeln nicht unbedingt bezeichnen 😉

    Und ja, unbedingt länger in London bleiben!

    Antworten