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Wie mich momondo auf eine Reise zu mir selbst schickte!

Advertorial momondo

Jede Reise ist gleichzeitig auch eine Reise zu sich selbst und dennoch bedeutet es nicht, dass man als Vielreisender schneller zu sich selbst findet. Im Gegenteil: Man entdeckt immer wieder neue Seiten an sich, neue Talente und Wünsche, aber auch neue Ängste. Die Reise zu sich selbst ist unendlich, sie hat kein wirkliches Ziel – sie ist das Ziel.

Jeder, der in ein neues Land reist, nimmt automatisch ein Stückchen von diesem Land in sich auf und lässt gleichzeitig ein Teil von sich selbst zurück. So war es auch bei jeder meiner Reisen, die ich in meinem Leben bis dato gemacht habe, und so wird es auch in Zukunft weiterhin sein. Mein Ich befindet sich im ständigen Wandel und lässt sich nicht mit ein paar Adjektiven oder mit meiner Herkunft beschreiben. In mir lebt eine bunte Vielfalt, so wunderbar bunt wie unsere Welt.

Abenteuer Ich

Wie mich momondo auf eine Reise zu mir selbst schickte!

Reise zu mir selbst

In mir schlug schon immer ein französisches Herz

Als Kind war ich mit meinen Großeltern viel mit dem Wohnmobil in Frankreich unterwegs und seither spüre ich eine enge Verbindung zu diesem Land. So sehr, dass ich kurz vor meinem 18. Geburtstag sogar den Nachnamen meines Vaters annahm. Dubois. Richtig schön französisch, dachte ich. Meine Familie väterlicherseits hat französische Wurzeln, aber wirklich französisch ist sie nicht. Meine Mutter hat hingegen einen – für mich – sehr deutschen Nachnamen: Anders. So wurde aus Anders also Dubois (oder dubios, wie viele fälschlicherweise denken) und ich fühlte mich noch ein Stückchen näher zu Frankreich.

Nach meinem Abi zog ich fürs Studium in die Niederlanden und auch dieses Land war mir auf Anhieb sympathisch. Die lockere Art, die flachen Hierarchien und die gute Laune der Niederländer färbten direkt auf mich ab. Ein Jahr später zog es mich gleich ins nächste Land. Fürs Auslandssemester ging ich nach Schweden und auch in dieses Land verliebte sich ein Teil von mir: in die weiten Landschaften und besonders in Kanelbullar – schwedische Zimtschnecken.

Auch Chips mit Salt & Vinegar können lecker schmecken

Es folgte ein Praktikum in London, ein weiterer kleiner Schritt ins Erwachsenwerden und gleichzeitig ein großer in meine Zukunft. Ich schnupperte in die Welt der PR und Kommunikation und wusste sofort: Ich will später einmal Karriere als PR Managerin machen! Gleichzeitig fühlte ich mich in London wirklich wohl und kam supergut mit der britischen Kultur klar, dass auch das feststand: Eines Tages werde ich in London leben! Sogar Chips mit Salt & Vinegar schmeckten mir auf einmal richtig gut und der Wunsch, irgendwann einmal einen Franzosen zu heiraten und nach Frankreich zu ziehen, wurde zum Wunsch, eines Tages einen Briten zu heiraten und nach Großbritannien zu ziehen.

Großbritannien war aber nicht mein letztes Abenteuer in puncto Auslandserfahrung. Nach meinem Praktikum zog ich im Rahmen meines doppelten Studienabschlusses deutlich weiter weg, um genauer zu sein nach Macao in China. Es war eine komplett andere Welt, in die ich da eintauchte, und in dem einen Jahr, das ich auf diesem kleinen Inselstaat verbrachte, veränderte sich unheimlich viel in mir.

Reise zu mir selbst

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In Asien näher zu Europa gefunden

So adoptierte ich schnell die Mimik und Gestik der Einheimischen und fing ebenfalls an, langsam mit dem Kopf zu nicken und nuschelte immer “OK” auf Kantonesisch, um mein Gegenüber in Gesprächen zu bestätigen und zu zeigen, dass ich zuhörte – selbst wenn wir uns auf Englisch unterhielten. Nach einem Jahr vor Ort hatte ich dieses Verhalten so verinnerlicht, dass ich sogar weiterhin – zurück in Deutschland – in Gesprächen nickte und mich wie ein Macanese verhielt.

Auch wenn ich mich so gut anpasste, brachte mich diese Zeit in Asien wieder näher zu Europa: Ich merkte, wie sehr die europäischen Werte in mir verankert waren, wie sehr ich unser Europa für seine Freiheit, seine Vielfalt und all seine Möglichkeiten liebte.

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Wer bin ich nun eigentlich?

Dennoch erlebte ich bei meiner Rückkehr nach Deutschland einen Schock. Ich fühlte mich nicht mehr wirklich zugehörig, kam nur schwer mit der Mentalität der Deutschen klar, mit der direkten Art, die ich einst auch an den Tag legte. Ganz schwer viel es mir, wieder zwischen “Sie” und “Du” unterscheiden zu müssen. Nach drei Jahren im Ausland und vorwiegend Englisch sprechend unterwegs machte diese Unterscheidung für mich keinen Sinn mehr – für mich waren die Menschen gleich, egal welches Alter oder welchen Titel sie hatten. “Reverse culture shock” nennt man dieses Phänomen so schön.

Auf einmal wusste ich nicht mehr, wer ich war: War ich nun Deutsche? Oder doch jemand aus Macao? Meine alte Liebe zu Frankreich kam wieder hoch und gleichzeitig erinnerte ich mich an meine tolle Zeit in Großbritannien, aber auch an meine Semester in Schweden und in den Niederlanden. Ich war verwirrt und auch diesmal war klar: Lange würde ich nicht in Deutschland bleiben – die Ferne rief immer noch nach mir.

Insgesamt zwei Jahre lebte ich in Deutschland und arbeitete tatsächlich als PR Managerin in einer Agentur in Frankfurt, bevor es für mich wieder ins Ausland ging. Ich zog für mein Masterstudium zunächst wieder nach Großbritannien, aber diesmal nicht nach London, sondern nach Stirling in Schottland. Die Schotten schloss ich sofort ins Herz: diese unglaubliche Herzlichkeit und dieser unverständliche Akzent sind eine unschlagbare Kombination.

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Spielt die Herkunft wirklich eine Rolle?

Danach ging es wieder nach Schweden und zwei Semester später fing ich an, gemeinsam mit Sebastian die Welt unsicher zu machen. In den letzten Jahren reisten wir durch unheimlich viele Länder und erlebten ein Abenteuer nach dem anderen. Dennoch war die Frage, wer ich bin, immer präsent und die möglichen Antworten wurden mit jeder Reise, mit jedem Erlebnis mehr. Schließlich unterhält man sich mit anderen Reisenden oft darüber, woher man kommt. Manchmal habe ich diese Frage mit Deutschland beantwortet, viel öfter aber mit Europa und andere Male nannte ich einfach das letzte Land, das ich besucht hatte.

Spielt es denn wirklich so eine große Rolle, woher man kommt? Welcher Kultur, welcher ethischen Gruppe man zugehörig ist? Diese Frage habe ich mich dann irgendwann stattdessen gefragt und festgestellt: Nein. Die Person, die mir gegenübersitzt und mit der ich mich gerade noch so nett übers Reisen unterhalten habe, ist auf einmal schließlich keine andere, nur weil ich erfahren habe, dass sie in Kanada geboren wurde und dort aufgewachsen ist.

Reise zu mir selbst

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Meine momondo DNA Journey

Das Thema der Herkunft beschäftigte mich dann erstmal nicht mehr, bis momondo mit der DNA Journey um die Ecke kam. Wie so viele andere, berührte auch mich das Video zur DNA Journey so sehr, dass ich dann irgendwie doch wissen wollte, wer ich nun bin und was in mir schlummert. Vielleicht würde das Ergebnis endlich, ein für alle Mal, Klarheit schaffen.

Ich wollte mich nun ganz konkret auf eine Reise zu mir selbst begeben und vor ein paar Wochen war es dann soweit: Ich spuckte in das kleine Röhrchen von AncestryDNA und schickte meine Speichelprobe ins Labor. Es verging gefühlt eine Ewigkeit, bis ich das Ergebnis vorliegen hatte. Ich war nervös, so richtig nervös. Meine Hände schwitzen und mein Herz fing an schneller zu schlagen als ich auf den E-Mail-Link mit meinen Ergebnissen klickte.

Ein Teil von mir hoffte, dass ich irgendetwas ganz besonderes und vielleicht nicht ganz so viel deutsch bin – das erschien mir irgendwie langweilig. Vielleicht sogar irgendwas Asiatisches oder gar Afrikanisches? Dann wiederum sprach mein französisches Herz und wünschte sich, dass mein Ergebnis zeigen würde, dass ich tatsächlich Französin bin.

Mein Ergebnis ploppte auf und mein Herz sackte gleichzeitig nach unten. Denn folgendes stand da:
– 67% britisch
– 18% osteuropäisch
– 8% skandinavisch

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Meine ungewohnte Reaktion auf das Ergebnis

Mit diesem Resultat hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Weder deutsch, noch französisch? Britisch? Ich konnte nicht ganz glauben, was ich da sah. Kurz, aber wirklich nur ganz kurz war ich geschockt. Dann fing ich an zu überlegen, wie dieses Ergebnis zustande kommen konnte, hatte aber absolut keine Antwort oder Erklärung parat.

Tja – und dann, dann war es mir auf einmal schnurzegal. Dann bin ich eben britisch, auch gut, dachte ich. Ich fand Großbritannien schließlich schon immer irgendwie cool und hatte mich in diesem Land jederzeit wohlgefühlt. Dazu noch osteuropäisch und skandinavisch war für mich auch absolut akzeptable, so wurde mir schon des Öfteren nachgesagt, ich würde wie eine Polin oder eine Schwedin aussehen – passt doch.

Ehrlich gesagt, war ich ziemlich erstaunt über meine Reaktion. Ich bin in der Regel ein sehr emotionaler Mensch und fange schon bei den kleinsten Sachen an zu weinen. Eben ein “Super-Empath”. Ich fange zum Beispiel schon an zu weinen, wenn ich an einer Demo vorbeilaufe oder wenn sich ein Hund überaus freut, weil er sein Herrchen nach langer Zeit endlich wiedersieht – so krass ist das bei mir.

Umso mehr war ich in diesem Moment von mir überrascht – ich sah mich schließlich schon heulend vorm Laptop sitzen. Es dauerte auch ein wenig, bis mir klar wurde, warum ich für meine Verhältnisse so kalt auf das Ergebnis reagierte: Es ist eben wirklich egal, woher man kommt.

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Es ist egal, woher wir kommen!

Ich wusste nun, dass meine Vorfahren größtenteils britischer Herkunft sind, aber bei mir selbst änderte sich mit diesem neugewonnen Wissen schließlich nichts. Zwar war ich auch ein wenig enttäuscht, dass ich nichts “Besonderes” in mir trug, nichts total Unerwartetes beim DNA-Test rauskam, aber dann schoss mir wieder der gleiche wichtige Gedanke durch den Kopf, den ich schon ein paar Jahre zuvor hatte: Es ist egal, woher ich komme, woher wir kommen, woher du kommst. Wir sind alle gleich, wir sind alle Menschen, wir sind alle etwas Besonderes!

Die Reise zu mir selbst ist ein Abenteuer, das zum Glück niemals endet!

Und dann kamen sie auf einmal doch, die Tränen. Denn ich bin ich, egal ob ich nun Deutsche, Französin oder eben ein Mix aus Britin, Osteuropäerin und Skandinavierin bin. Ich bin Line und das Einzige, was sich jedes Jahr ändert, ist mein Alter und die Zahl der Länder, die ich besucht und in mir aufgenommen habe.

Zwar weiß ich dank der momondo DNA Journey nun, welchen ethischen Gruppen ich angehöre und habe eine Antwort auf die Frage, woher ich komme, aber eins ist sicher: Meine Reise zu mir selbst ist damit nicht vorbei – im Gegenteil: Auch heute noch, an meinem Geburtstag, befinde ich mich auf einer Reise zu mir selbst, eine Reise, die die schönste überhaupt ist, und ein Abenteuer, das zum Glück nie endet!

Reise zu mir selbst

Line
Line ist zwar ein Großstadtkind, fühlt sich in der Natur aber mittlerweile weitaus mehr zuhause als im trüb-grauem Häuserdschungel. Wenn sie sich nicht gerade mit Sebastian ins Abenteuer stürzt, findest du sie entweder im Reitstall, in einer finnischen Sauna oder in einem süßen Café am Laptop mit einem Flat White und einem leckeren Cheese Cake vor der Nase.
Line

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4 Kommentare zu „Wie mich momondo auf eine Reise zu mir selbst schickte!

  1. Sandra on

    Ein toller Artikel! So schön geschrieben und das aus tiefstem Herzen, das spürt man richtig. Seit ihr zusammen unterwegs seid, ist off the path für mich noch greifbarer geworden. Gerade meinen Osprey Farpoint 40 gepackt 😉und jetzt gehts auf zum Wochenende an den Rennsteig. Ich wünsche dir einen wunderschönen Geburtstag!

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  2. Yvonne Maier on

    Reisen bringt uns näher zu uns selbst, das sehe ich auch so. Wenn ich Reise kommen mir ganz andere Gedanken als zu Hause. Hier wird mein Geist frei und ich erlebe täglich Neues und damit auch viel über mich. 

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