Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

5 Reiseblogger verraten ihre bisher unvergesslichsten Abenteuer!

Jedes Abenteuer ist anders und es gibt immer ein Abenteuer, dass einem besonders in Erinnerung bleibt. Sei es, weil es so richtig extrem war und du deine Grenzen mehr als einmal überwinden musstest, oder weil es so unbeschreiblich schön war, dass du es mit nichts anderem vergleichen und kaum in Worten fassen kannst. Sei es nur ein kurzer Moment, der schnell verfliegt, eine Ereignis von ein paar Stunden oder gleich ein mehrtägiges Abenteuer, das ist ganz egal. Eines haben diese krassen Abenteuer aber alle gemeinsam: Sie machen dich unheimlich glücklich und du bekommst auch Jahre später noch eine Gänsehaut, wenn du an das Erlebnis zurück denkst!

Damit deine Abenteuerlust wieder neu entfacht und auch du etwas Nervenkitzel abbekommst, verrate ich dir heute was mein bisher krassestes Abenteuer war. Um dies zu toppen, habe ich auch ein paar andere Reiseblogger nach ihrem unvergesslichsten Erlebnis gefragt und jeder von ihnen hat dir eine ganz besondere Geschichte zu erzählen -los geht’s!

Unvergessliche Abenteuer

5 Reiseblogger verraten ihr bisher unvergesslichstes Abenteuer!

unvergessliche abenteuer

1. Off The Path: Mit dem Kanu zu einer einsamen Insel mitten in der Wildnis Kanadas

Als man mich fragte, wie erfahren ich denn im Paddeln sei, hatte ich mir nichts weiter gedacht. Schließlich war ich schon des Öfteren paddelnd auf der ganzen Welt unterwegs, ob nun bei einer Nacht-Kajaktour durch die Everglades vorbei an leuchtenden Krokodilaugen in Florida, beim Seekajaken neben wilden Robben vor der Küste Neuseelands oder entlang eines Flusses in Südafrika. Sogar am längsten Kanumarathon der Welt in Schweden hatte ich bereits teilgenommen. Dass dieser Kanutrip zu einer einsamen Insel in Alberta aber mein bisher krassestes Abenteuer werden sollte, wäre mir niemals in den Sinn gekommen.

Wir holten unser Kanu am Vormittag in der kleinen Stadt Jasper ab und während ich unseren Jeep schonmal zum Endpunkt unserer Tour brachte, bepackte Line unser Kanu an genau der Stelle, wo wir es im Athabasca River zu Wasser lassen wollten. Es war ein ganz normaler Herbsttag mit einigen Wolken am Himmel und der Aussicht auf Regen und Wind.

Gegen 12 Uhr setzten wir uns ins Kanu und kaum paddelten wir los, kippte unser Kanu schon so stark nach links und rechts, dass wir beinahe kenterten. Eine große Menge Wasser schwappte dabei ins Kanu. Line fing panisch an zu schreien und ich versuchte die Balance irgendwie wieder herzustellen. Die starke Strömung des Athabasca River riss uns sofort weiter. Zeit, um kurz inne zu halten, gab es keine.

Wir schafften es, das Kanu wieder zu stabilisieren, wirklich Kontrolle hatten wir aber nicht. Ich hatte die Situation im Vorfeld völlig unterschätz und meine – oder bessere unsere – Fähigkeiten total überschätzt. Wir kamen immer wieder ins Schwanken, denn jede noch so kleine Bewegung brachte das Kanu aus dem Gleichgewicht. Dazu die starke Strömung und die Problematik, dass der richtige Weg aufgrund des niedrigen Wasserstandes und der vielen Sandbänke nicht immer ersichtlich war – es war nahezu aussichtslos.

unvergessliche abenteuer

Wir machten kurz am Uferrand halt, als Line eine Panikattacke bekam. Sie fing an zu weinen und zitterte am ganzen Körper. Wir hatten gerade einmal einen kleinen Teil unserer Tour – vielleicht ein Fünftel – hinter uns gebracht und vor uns wartete ein besonders breiter und wilder Flussabschnitt, den wir überqueren mussten. Ich redete auf sie ein, versuchte sie zu beruhigen. Die einzige Option, die wir hatten, war weiter zu paddeln. Denn wir befanden uns mitten in der Wildnis der Kanadischen Rockies. Hier lebten Bären und Wölfe. Den ganzen Weg zu Fuß zurück zu laufen und das Kanu mit all unseren Sachen stehen zu lassen war also keine Option.

Nach einer gefühlten Ewigkeit beruhigte sich Line wieder und wir paddelten weiter. Ich redete nun die ganze Zeit mit ihr, tat so, als hätte ich alles unter Kontrolle. Unsere Koordination wurde etwas besser und wir legten ein paar weitere Kilometer auf dem reißenden Fluss zurück. Wir machten kurz Halt auf einer Sandbank, um etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. In der Ferne sahen wir ein Rentier mit imposanten Geweih und im Sand waren die Spuren eines Grizzly Bären zu erkennen. Die Abdrücke schienen noch recht frisch zu sein.

Wir sprangen wieder ins Kanu und paddelten weiter. Irgendwann wurden zwar die Stromschnellen kleiner, dafür nahm aber der Wind zu. Wir paddelten immer stärker, kamen aber kaum vorwärts. Es war wieder einige Zeit vergangen und wir legten eine zweite Pause ein, um unsere Kräfte ein wenig zu stärken. Wir waren völlig am Ende und noch dazu wurde uns nun auch richtig kalt. Es half nichts, wir mussten weiter bis zu unserem Ziel, einer einsamen Insel mitten im Fluss.

Eine Brücke kam in Sicht, von hier aus sollte es nur noch 20 Minuten dauern, hatte man uns zuvor gesagt. Die 20 Minuten waren schon längst vergangen und wir wären beinahe in einen gefährlichen Wasserstrudel geraten, als ich endlich ein Schild erkennen konnte – da war sie, die Insel!

Wir steuerten aufs Ufer zu, Line sprang als Erstes aus dem Kanu und wir fielen uns sofort in die Arme. Wir hatten es geschafft! Wir waren endlich auf der Insel angekommen! Line holte das Bärenspray raus und schaute das erste Mal auf ihr Handy – es war bereits halb 7. Halb 7! Sechs Stunden waren wir mit dem Kanu unterwegs gewesen! Kein Wunder, dass wir so fertig waren.

unvergessliche abenteuer

Wir erkundeten die Insel, bauten unser Zelt für die Nacht auf und ich machte uns ein Lagerfeuer. Es wurde bald dunkel. Im Mondschimmer aßen wir zu Abend und gingen ein wenig später zu Bett. Unsere Schlafsachen waren alle durch das Kippen des Kanus nass geworden und wir sollten die erste Nacht mit Minusgraden in Alberta vor uns haben.

Es war arschkalt und dennoch schliefen wir sofort ein. Am nächsten Morgen weckten uns die ersten Sonnenstrahlen. Auf unser Zelt hatte sich eine Eisschicht gelegt, so kalt war es in der Nacht. Wir frühstückten, bauten wieder alles ab und packten die Sachen wieder in unser Kanu.

Anders als am Tag zuvor schien heute die Sonne und es war ungewöhnlich warm. Das Wasser des Athabasca Rivers war zudem sehr ruhig und wir mussten kaum gegen Stromschnellen ankämpfen. Rund eine Stunde paddeln sollte wir noch vor uns haben, bis wir unser Endziel erreichen sollten.

Das Panorama war der Wahnsinn und die Rockies spiegelten sich im teilweise flachen Wasser des Athabasca Rivers. Auch Line konnte allmählich entspannten und fing an, diese unglaublich geniale Landschaft zu genießen. Auf den letzten Metern führte der Fluss nur noch so wenig Wasser, dass wir aussteigen und das Kanu ziehen mussten. Und auf einmal sahen wir ihn durch die Büsche: unseren Jeep!

Wir grinsten uns an und all die Anstrengungen waren vergessen. Pures Glück erfüllte unseren Körper. Wir hatten es geschafft.

So kannst du dieses Abenteuer nachmachen:
Du solltest schon einiges an Paddelerfahrung und am besten auch schon eine Flusstour mit einem Kanu gemacht haben. Denn die Stromschnellen und Gefahren, die ein reißender Fluss so mitsichbringt, sind nicht zu unterschätzen! Wenn du diese Voraussetzungen erfüllst, ist dieses Abenteuer aber genau das richtige für dich. Du solltest es mindestens zu zweit erleben, es können aber auch weitere Abenteurer teilnehmen.

Dafür musst du dich einfach bei Jean-Francois bzw. bei Pure Outdoors Outfitters in Jasper melden. Das Kanu kostet für zwei Personen 80 CAD am ersten Tag und 60 CAD für jeden weiteren. Für 30 CAD extra bringt dich Jean-Francois samt Kanu zum Startpunkt und holt dich auch wieder am vereinbarten Endpunkt ab. Neben dem Kanu bekommst du sowohl die Paddel als auch Schwimmwesten und Dry Bags zur Verfügung gestellt. Um auf Athabasca Island zelten zu können, musst du den Zeltplatz bei Parks Canada reservieren und benötigst eine sogenannte “Backcountry Permit”, eine offizielle Erlaubnis, dass du in diesen Gebieten zelten darfst. Diese kostet 9,80 CAD pro Nacht und Person.

Lesetipp: Mehr über dieses krasse Abenteuer kannst du hier nachlesen!

unvergessliche abenteuer

2. Bruder Leichtfuß: Per Anhalter einmal über den Atlantischen Ozean

Ich habe ein fettes Grinsen im Gesicht, als ich aus dem Wasser auftauche. Eben bin ich mitten auf dem Atlantischen Ozean von einem Segelboot ins Wasser gesprungen. Unter mir befinden sich 4000 Meter Wasser, das nächste Ufer ist in jede Richtung einige tausend Kilometer entfernt.

Es herrscht kein Wind, weswegen sich unser Boot, die „Libertalia“, nicht vom Fleck bewegt. Trotzdem fühlt es sich komisch an, völlig frei auf dem Ozean zu schwimmen. Mir wird ein wenig mulmig und ich greife die Sicherheitsleine, die wir vor dem Sprung in den Atlantik am Boot befestigt haben.

Es ist eines von vielen Highlights des vielleicht krassesten Abenteuers, das ich bislang erlebt habe: Per Anhalter einmal über den Atlantischen Ozean. Von Gibraltar nach Recife, von Europa nach Südamerika. Fast 6000 Kilometer, nur zwei Zwischenstopps auf den Kanaren und auf den Kapverden. Zwei verschiedene Boote und knappe drei Monate habe ich für meine persönliche Ozeanüberquerung gebraucht.

Ob, wann und wo ich ankommen würde, war für die längste Zeit der Reise völlig ungewiss. Bevor das Abenteuer losging, konnte ich kaum segeln und ob ich nun in Kanada, die Karibik oder eben Brasilien ankommen würde, war mir egal. Hauptsache, einmal rüber über den großen Teich.

Zwischen Fuerteventura und São Vicente erlebe ich einen fetten Sturm, bei dem wir zwei von vier Segeln verlieren. Auf den Kapverdischen Inseln stürze ich in einer Seemannskneipe ab und auf hoher See vergessen wir das Datum und feiern deswegen den Jahreswechsel verspätet.

Regelmäßig feiere ich dagegen den Sonnenaufgang morgens um sechs, während ich ganz allein an Deck sitze und Wache halte. Immer wieder hüpfe ich wie ein kleiner Junge herum und freue mich über die zahllosen Delfine, die uns eine zeitlang begleiten. Ein Seevogel kehrt für vier Tage immer wieder zu uns zurück und sitzt für Stunden auf der Reling.

Wir sehen tagelang kein anderes Boot, dafür den Horizont einmal komplett um uns herum. Der einzige Kontakt zur Außenwelt ist ein Satellitentelefon, für den Notfall. Strom ist knapp und das Essen ohne Kühlschrank eintönig. In jeder Minute fühlt sich die Reise an wie pures Abenteuer.

So kannst du dieses Abenteuer nachmachen:
Man muss kein Segelprofi sein, um auf Segelyachten mitgenommen zu werden: Auf langen Törns gibt es viele Kapitäne, die eine helfende Hand an Bord gebrauchen können. Vor allem für die Wachschichten, die rund um die Uhr besetzt werden müssen, freuen sich viele Crews über ein weiteres Augenpaar.

Ein Boot für dein Segelabenteuer findest du am einfachsten direkt in einem der großen Yachthäfen: Gibraltar ist im November und Dezember voll mit Booten, die in Richtung Madeira oder Kanaren unterwegs sind. In La Coruña warten Segler auf das richtige Wetter für eine Überquerung der Biskaya und auf den Inseln draußen auf dem Ozean befindet sich ein Großteil der Segelboote auf großer Fahrt. Es gibt aber auch Internetportale, auf denen man ein passendes Boot für sich findet. Auf meinem Blog findest du auch eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung fürs Trampen per Segelboot.

unvergessliche abenteuer

Mehr über Timo von Bruder Leichtfuß

Mein ganzes Leben ist ein einziges, großes Abenteuer und findet statt auf dem ganzen Erdball! Ich stehe auf Action in der Wildnis – wenn ich nicht auf Segelbooten oder Kajaks auf dem Meer unterwegs bin, zieht es mich zum Wandern und Campen in die Berge, in Wüsten oder in den Dschungel. Mein letztes Abenteuer führte mich nach Costa Rica und seit einiger Zeit wohne ich in Fjordnorwegen. Auf bruderleichtfuss.com berichte ich über alles und gebe Tipps für dein nächstes Abenteuer.

 

unvergessliche abenteuer

3. Fräulein Draußen: 1.500 km zu Fuß durch Großbritannien

Nicht mal ein Jahr war vergangen, als ich zum ersten Mal die Idee hatte, Großbritannien zu Fuß der Länge nach zu durchqueren. Und schon stand ich eines frühen Morgens am kleinen Wegweiser in Land’s End, dem südwestlichsten Punkt der Insel. Vor mir nichts als tosendes Meer, steile Klippen und ein kleiner Pfad, die sich beharrlich auf genau diesen Klippen entlang schlängelte und sich irgendwo ganz da hinten in der Ferne verlor. Da musste ich hin. Und noch viel, viel weiter. Es war die Reise meines Lebens. Und gleich würde ich den ersten Schritt machen.

An diesem ersten Tag hatte ich noch keine Augen für die Schönheit dieser Küste, an die ich mich später noch so oft voller Wehmut zurückerinnern würde. Es gab es nur einen Gedanken: Wie zur Hölle kann man nur auf die Idee kommen, alleine mit Zelt und Rucksack vom süd-westlichsten zum nord-östlichsten Punkt Großbritanniens zu laufen?

Die erste Nacht im Zelt war schrecklich, der darauffolgende Morgen noch viel schrecklicher. Alles in mir wehrte sich gegen das, was ich vorhatte. Ich fühlte mich unendlich einsam und verloren. Aber wie ich dann so durch den frühmorgendlichen Küstennebel meinem Schicksal entgegenstapfte, stand da plötzlich und wie aus dem nichts ein kleines graues Pony. Es kam auf mich zu, schnaubte und begann an meinem Trekkingstock zu knabbern. Und dann machte es „klick“. Und ich sah sie: Die kleinen Blumen am Wegesrand, durch deren hellrosa Blüten die Morgensonne schien. Die kreischenden Möwen, die sich in den steilen Klippen um den Nachwuchs kümmerten. Die fluffigen Schafe, die auf den grünen Hängen jedem Wetter trotzten. Die versteckten Buchten, in denen zahllose Surfer hoffnungsvoll auf die perfekte Welle warteten. Die wohlwollenden Gesichter der Menschen, die mir auf dem oft schmalen Küstenpfad bereitwillig Platz machten. Die duftenden Scones, Pasties und Cream Teas auf den Tischen vor den bunten Strandcafés.

Und ich wusste, dass ich diese Welt in zwei Wochen, wenn es Zeit war, der Küste den Rücken zu kehren und mir meinen Weg durch das Exmoor, Wales, Nordengland und schlussendlich durch Schottland zu bahnen, vermissen würde. Musste ich mich doch bisher immer nur kurz nach links drehen, auf die Wellen schauen und alle Anstrengung war vergessen.

unvergessliche abenteuer

So kannst du dieses Abenteuer nachmachen:
Falls Du jetzt auch Lust bekommen hast, ein bisschen britische Weitwanderluft zu schnuppern und auf einem der wohl schönsten Küstenwanderwege der Welt unterwegs zu sein: Der South West Coast Path ist auch für Trekking-Anfänger geeignet und von Deutschland aus in wenigen Stunden zu erreichen. Jede Menge Tipps und Infos dazu findest Du in diesem Artikel.

unvergessliche abenteuer

Mehr über Kathrin von Fräulein Draußen

Auf dem Blog Fräulein Draußen berichtet Kathrin vom Draußensein in all seinen Facetten. Von kleinen und großen Abenteuern. Von Abenteuern, die jede und jeder erleben kann. Es geht um die Liebe zur Natur und den Drang nach Freiheit. Um selbstbestimmtes Reisen, egal ob allein oder in Begleitung. Wandern, Trekking, Reisen, Roadtrips – am besten alles zusammen. Mit viel Begeisterung und ein bisschen Mut. Nicht nur für Fräuleins!

 

 

unvergessliche abenteuer

4. We Travel The World: Wanderung zum Corcovado Nationalpark

Die Wanderung zum Corcovado Nationalpark in Costa Rica ist aus vielen Gründen unser krassestes Abenteuer bisher gewesen. Costa Rica war das erste Land auf unserer Weltreise und die Wanderung war unsere Premiere für eine Mehrtageswanderung. Und dass auch noch ohne Guide.

Der Weg bis zum Startpunkt der Wanderung ist sehr anstrengend. Man startet im kleinen verschlafenen Örtchen Puerto Jimenez und muss um 4 Uhr morgens aufstehen, um ein Colectivo (LKW) zu bekommen. Mit diesem fährt man zwei Stunden bis zum Startpunkt namens Carate – ziemlich unbequem auf der Ladefläche des LKW.

unvergessliche abenteuer

Von dort aus geht die Wanderung ca. 8 Stunden bis in das Dschungelcamp La Sirena. Entlang des wilden Strandes und durch einen Dschungelpfad. Man muss sich ranhalten, denn es gilt einen Zeitplan einzuhalten. Zur Hälfte der Wanderung muss man auf die Ebbe warten, um am Strandpfad weiterzukommen. Einen anderen Weg gibt es nicht.

Wir warteten also. Und warteten und warteten. Aber das Wasser ging einfach nicht zurück. Wir wurden langsam echt nervös, denn ab 18 Uhr wird es im Dschungel dunkel und der Pfad ist dann nicht mehr gut zu finden. Aber als wir warteten, erlebten wir etwas, das einmalig war. Genau an diesem Punkt ist ein kleiner Wasserfall und wir durften miterleben, wie ein Puma aus dem dichten Dschungel hervor schlich und an der Wasserstelle seinen Durst stillte – Wahnsinn!

Nicht einmal die Parkranger, denen wir das erzählten, haben in ihren Jahren seitdem sie dort arbeiten das Glück gehabt, einen Puma zu sehen. Sie sind extrem selten im Corcovado. Nach diesem Erlebnis ging auch das Wasser endlich zurück und wir konnten am Strand entlang weitere vier Stunden bis nach La Sirena wandern. Kurz vor La Sirena gibt es noch einen Fluss zu überqueren, in dem Krokodile sind. Man muss im besten Fall den Zeitpunkt abpassen, an dem der Wasserstand sehr niedrig ist und es möglichst nicht zu dunkel ist. Wir passten diesen Moment glücklicherweise noch ab und konnten ihn problemlos überqueren.

unvergessliche abenteuer

Es wurde immer dunkler und wir mussten unsere Stirnlampen aufsetzen. Überall leuchteten uns gruselige Augen von Spinnen und fetten Kröten an. Der Weg war unglaublich matschig und wir zogen unsere Schuhe aus, weil wir anders nicht schnell genug voran kamen. Es wurde dunkler und dunkler und plötzlich kamen wir an eine Lichtung, wo die Ranger schon auf uns warteten. Endlich da! Was ein Abenteuer.

Die nächsten Tage machten wir vom Camp Tageswanderung, um jede Menge Tiere zu entdecken. Und es lohnt sich, denn der Dschungel beherbergt eine riesige Artenvielfalt, wie Affen, Schlangen, Papageien, Ameisenbären, Tapire und und und.

unvergessliche abenteuer

So kannst du dieses Abenteuer nachmachen:
Registriere dich in Puerto Jimenez im Nationalparkbüro. Dort buchst du auch deine Übernachtungen für das Dschungelcamp La Sirena (um Verpflegung musst du dich selbst kümmern). Es wird nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern (ca. 60) in den Park gelassen – Öffnungszeiten der Registrierung 8 – 16 Uhr.

Fahre am nächsten Morgen sehr früh mit dem Colectivo (LKW) ca. 2 Stunden von Puerto Jimenez nach Carate, dem Startpunkt für die Wanderung. Von Carate aus wanderst du ca. 1 Stunde entlang der Küste bis zur Rangerstation La Leona, an der deine Registrierung überprüft wird.

Der Trail erstreckt sich weitere 7 Stunden entlang der Küste und wechselt zwischen Strand- und Dschungelpfad bis nach La Sirena.

Man kann La Sirena übrigens auch mit dem Boot oder Flugzeug erreichen, wenn man nicht Wandern möchte. Den Rückweg machten wir mit einer kleinen Propellermaschine zurück nach Puerto Jimenez.

martin_caroMehr über Caro und Martin von WE TRAVEL THE WORLD

„Leb. Jetzt! Runter vom Sofa und entdecke die Welt!“ Nach diesem Motto kündigten wir 2013 unsere Jobs, packten unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg die Welt zu entdecken. Und genau nach diesem Motto findest du bei uns auf WE TRAVEL THE WORLD Reiseberichte, Reisetipps und Erfahrungsberichte rund ums Weltreisen und Reisen.

Hinweis: Wenn du in Costa Rica auf etwas anders unterwegs sein willst, dann hol dir eines der coolen Offroad Autos von Nomad America. Egal ob Land Rover Defender, Jeep Wrangler oder Toyota FJ Cruiser.

unvergessliche abenteuer

5. 22places: Ballonfahrt über den Tempel von Bagan, Myanmar

Wir haben immer wieder darüber nachgedacht, ob wir es tatsächlich tun sollen: eine Ballonfahrt über die Tempel von Bagan buchen. Zwei überzeugende Argumente gab es dagegen: Die Ballonfahrt kostet mal eben 330 Dollar pro Person und Basti leidet unter Höhenangst.

Die Sache mit dem Geld hatten wir schnell abgehakt. Schließlich lebt man nur einmal und wer weiß, wann wir das nächste Mal die Chance zu so einem Erlebnis haben. Dann war da aber noch die Höhenangst. Wie wird das wohl sein, in einem Korb 500 Meter über dem Boden zu schweben?

Die Nacht davor hat Basti vor Aufregung jedenfalls kaum geschlafen. Zum Glück war die Nacht aber ohnehin kurz. Um 4:30 Uhr klingelte der Wecker, denn schließlich wollten wir pünktlich zum Sonnenaufgang abheben.

Am Startplatz angekommen lagen die riesigen Ballons schon auf der Wiese bereit, doch irgendwas schien den Piloten nicht zu passen, denn die waren rege am diskutieren. Das Wetter war wohl nicht ganz so wie gewünscht und es war lange unklar, ob wir überhaupt starten. Kurz vor sechs kam dann aber der Startschuss: Los geht’s.

Wuuuuuaahhhh! Schnell in den Korb reingeklettert und dann gab es kein zurück mehr. Der Ballon setzte sich langsam in Bewegung und schwebte langsam aber sicher gen Himmel.

Erstaunlicherweise war die Höhenangst ganz schnell vergessen. Der Ballon schwebte mit einer unglaublichen Ruhe ohne jedes Wackeln oder Ruckeln. Wir hatten vorher schon gelesen, dass Menschen mit Höhenangst beim Ballonfahren keine Probleme haben, aber so richtig glauben konnten wir es nicht. Es stimmt aber definitiv!

Der etwa 45-minütige Flug war einfach ein überragendes Erlebnis. Es ist tatsächlich schwer, das in Worte zu fassen. Wenn man nicht selbst schon einmal in einem Ballon gefahren ist, kann man das nur schwer nachvollziehen. Damit du dir vorstellen kannst, wie sich Ballonfahren über den Tempel von Bagan anfühlt, haben wir unser Abenteuer komplett gefilmt: Unser Reisevideo Ballonfahren über Bagan. Was du sonst alles dort erleben kannst, verraten wir dir in unserem Artikel über Bagan.

unvergessliche abenteuer

So kannst du dieses Abenteuer nachmachen:
Wenn du irgendwo auf der Welt die Chance hast, mit einem Ballon zu fahren, mach es! Du wirst es nicht bereuen und dich noch lange an dieses großartige Gefühl erinnern! Wenn du auch in Bagan mit einem Ballon fahren willst, hast du vor Ort die Wahl zwischen drei Anbietern:

Balloons over Bagan
Oriental Ballooning
Golden Eagle Balooning

Preislich liegen sie alle in einem ähnlichen Rahmen. Gerade in der Hauptsaison ab November solltest du dich schnell entscheiden, da die Flüge oft schon einige Wochen im voraus ausgebucht sind.

unvergessliche abenteuerMehr über Jenny und Sebastian von 22places:

Wir sind Jenny & Sebastian, die Gründer von 22places, Reisefotografen, Dauerreisende, Online-Marketing Experten und Gründer des 22places Online-Fotokurses. Auf unserem Reiseblog teilen wir unsere besten Reisetipps und Fototipps mir dir und in unserem Online-Fotokurs zeigen wir dir, wie du ganz einfach herausragende Fotos machen kannst.

 

 

 

Welches ist dein unvergessliches Abenteuer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

6 Kommentare zu „5 Reiseblogger verraten ihre bisher unvergesslichsten Abenteuer!

  1. Katrin on

    Hi Sebastian, tolle Sammlung! Falls du mal eine Fortsetzung dieses Artikels planen solltest, darfst du mal an uns denken 😉 Wir haben im September eine ziemlich krasse Wanderung durch den Grand Canyon zu den Havasu Falls gemacht, die sowohl körperlich als auch mental wirklich grenzwertig war.
    Lieben Gruß, Katrin

    Antworten
  2. Daniel on

    Hey Sebastian,

    tolle Stories hier! 🙂
    Wir waren auf einem Frachtschiff im Amazonasgebiet in Peru unterwegs. Als wäre das nicht Abenteuer genug, sind wir auch noch direkt in den Protest eines abgeschotteten indigenen Volkes reingeschippert. Mit Speeren, Pfeil und Bogen und Häuptling standen sie dort und haben jedes Schiff, dass an ihrem Dorf vorbeikam festgehalten. Wir durften nach 14 Stunden ein paar Verhandlungen dann weiterfahren. Ein herrliches Erlebnis! 🙂

    Antworten
  3. Katrin on

    Hey Sebastian, das wäre natürlich cool, können wir gerne machen. Meine Mailadresse hast du ja ebenfalls (oder soll ich dir als Reminder nochmal schreiben?) Der Antworten-Button funktioniert bei mir leider auch nicht :p

    Antworten