Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Island

#ChooseAdventures

Überblick Island

Zwischen Abenteuer und Entspannung – Island kombiniert auf kleiner Fläche alles, was du für einen perfekten Trip brauchst! Die Natur ist so vielseitig wie in kaum einem anderen Land: atemberaubende Wasserfälle, schwarze Strände, schwimmende Eisberge, tiefe Schluchten, massive Berge, eisige Gletscher, heiße Quellen und rauchende Erdlöcher. Dazwischen findest du weitere wunderschöne Landschaften, in denen du komplette Ruhe findest, um alle Gänge runterzufahren. Und genau diese Ruhe und Abgeschiedenheit findest du schon vor, wenn du nur wenige Kilometer aus Reykjavik herausfährst. Einfach herrlich!

Lage & Einwohner

Island ist flächenmäßig der zweitgrößte Inselstaat Europas und die größte Vulkaninsel der Welt. Sie liegt knapp unterhalb des nördlichen Polarkreises, im äußersten Nordwesten Europas. Grönland ist nur 300 km entfernt, Schweden etwa 1.000 km. Die Region gilt aufgrund der zahlreichen, noch aktiven Vulkane, als Erdbebenzone. Vielleicht erinnerst du dich auch noch an den Ausbruch des unaussprechlichen Vulkans in 2010, der den Flugverkehr in Europa wegen des Rauchs lahmgelegt hat.

Flächenmäßig ist Island ungefähr so groß wie Bayern und Baden-Würtemberg zusammen. Die Gesamtfläche beträgt ca. 103.000 km2.

Die Hauptstadt Islands ist Reykjavik, im Südwesten der Insel. Hier leben gut zwei Drittel der 323.000 Einwohner. Somit zählt Island zu einem der am dünnsten besiedelten Länder Europas. Gut 4/5 des Landes sind unbewohnt! Dies macht deutlich, wie unberührt Island teilweise ist und dass viele Teile des Landes wirklich menschenleer sind. Nur die wunderbare Natur und sonst nichts.

Klima & Reisezeit

Island ist genau das Richtige für Abenteurer und Naturfans, die gerne aktiv sind, frische Luft einatmen und mitten in der Wildnis sein wollen. Der warme Golfstrom beschert der Insel mildes, ozeanisches Klima. Im Winter sinkt das Thermometer nur auf um die 0 Grad, dafür wird es im Sommer aber auch nicht wirklich heiß, mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 14 Grad im Juli. In den Küstengebieten und im Süden ist es generell wärmer als im Inland.

Hauptsaison ist in Island von Ende Juni bis Ende August, denn dann herrschen milde Temperaturen und du bekommst den wenigsten Regen und meisten Sonnenschein ab. Ideal also für Wandertouren. Im Herbst/Winter regnet, beziehungsweise schneit es im Zentrum und Norden etwas häufiger, dafür bekommst du dann aber auch wunderschöne Panoramen mit schneebedeckten Bergen zu sehen und bist von nahezu keinen Touristen umgeben. Im Frühling, ab Mai, musst du damit rechnen, dass vor allem Straßen im Landesinneren wegen der Schneeschmelze geschlossen sind.

Im Dezember und Januar sind die Tage super kurz, zwischen Sonnenauf- und -untergang sind es nur 4 Stunden. Diese Monate sind also nicht die idealste Reisezeit, wenn du aktiv werden möchtest.

Das Wetter in Island ändert sich bedingt durch die Winde eigentlich alle halbe Stunde. Sobald du ein bisschen weiterfährst, kannst du im tiefsten Regen stecken oder dir warme Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen lassen.

Ab September hast du die Möglichkeit, Nordlichter zu sehen. Allerdings musst du Glück haben, denn bei wolkenverhangenem Himmel ist leider nichts zu sehen.

Wale beobachten kannst du in Husavìk oder auf der Halbinsel Snaefellsnes. Die Saison geht von Anfang Juni bis Ende August. Sowohl vom Land aus als auch mit geführten Bootstouren kannst du hier Wale entdecken!

Sprache

Auf Island wird Isländisch gesprochen. Wie alle Skandinavier sprechen aber vor allem die jüngeren sehr gutes Englisch. In den abgeschiedeneren Regionen reicht es aber auf jeden Fall aus, um gut zu kommunizieren.

Dialekte gibt es in Island nicht. Auch Fremdwörter wurden und werden wenig in die eigene Sprache integriert, sondern durch bestehende Wörter zusammengesetzt. So wird die isländische Sprache konsequent erhalten.

Währung

Island ist kein Mitglied der EU. Es hatte zwar einen Beitritt beantragt, diesen dann aber wieder zurückgezogen. Dennoch hat es einige Abkommen mit der EU, die Verhandlungen erleichtern.

Die Währung Islands ist die isländische Krone. Derzeit entsprechen 1.000 ISK ca. 7 Euro.

Bezahlt werden kann in Island ausschließlich mit Kreditkarte. Bargeld abheben ist wirklich komplett überflüssig, du kannst jedes Wasser oder jeden noch so kleinen Betrag mit Kreditkarten zahlen. Ganz ähnlich wie in anderen nördlichen Ländern also, wie zum Beispiel in Schweden oder Norwegen.

Einreise & Impfungen

Nach Island kannst du aus allen Ländern mit einem gültigen Pass oder Personalausweis einreisen, der jeweils noch 3 Monate gültig ist. Bis zu drei Monate darfst du dich dann im Land aufhalten, wenn du nicht arbeiten möchtest. Danach wird ein Visum nötig.

Für Island bestehen keine Impfvorschriften. Bei besonderer Exposition wird Hepatitis B empfohlen und bei Langzeitaufenthalten Meningokokkenmeningitis C.

Transport

Am einfachsten kommst du nach Island mit dem Flugzeug nach Reykjavík bzw. Keflavík, etwas außerhalb von Reykjavík. Von Deutschland aus und anderen europäischen Destinationen werden täglich Direktflüge angeboten, und wenn du zum Beispiel in Berlin wohnst, kannst du bequem mit Islands einziger Billigfluggesellschaft WOW air direkt nach Reykjavík fliegen, der Flug dauert rund 3,5 Stunden. Im Sommer bietet WOW air auch Direktflüge von Düsseldorf und Stuttgart an.

Alternativ bringen dich auch andere Fluggesellschaft wie Air Berlin, Lufthansa oder Icelandair direkt nach Island, schau am besten bei Skyscanner welche Verbindung am günstigsten für dich ist!

Mit der Fähre ist es grundsätzlich auch möglich nach Island zu kommen, die MS Norröna legt ab Hirstdals (Dänemark) ab. Dafür musst du dann aber eine Woche Zeit einplanen (April bis Oktober), mit Stopp auf den Färöer Inseln, oder 3 Tage ohne Stop (Mitte Juni-August).

Wie bereits erwähnt, ist Island wirklich sehr dünn besiedelt. Am meisten Sinn macht es deswegen, dass du dir entweder einen Mietwagen oder Camper holst. Am Flughafen sind direkt alle möglichen bekannten Anbieter für Mietwagen stationiert. Camper findest du unter anderem bei happycampers. Mit einem Camper kannst du auf jeden Fall gut Geld sparen, denn die Unterkünfte kosten mindestens 100 € pro Nacht, auch auf den Farmstays.

Es gibt übrigens eine nützliche Seite, auf der du dich über geschlossene Straßen und Ähnliches informieren kannst: www.vegagerdin.is. Vor allem wenn du dich im Landesinneren oder abseits der Ringstraße aufhältst, empfiehlt es sich, darauf vorher einen Blick zu werfen.

Von Reykjavìk fahren auch diverse Busse zu den Vororten und beispielsweise nach Akranes, Borgarnes, oder Selfoss. Hier findest du Informationen zu den Routen, Tarifen und Abfahrtszeiten. Im Osten des Landes gibt es noch ein eigenes Bussystem, über das du dich auf www.east.is informieren kannst.

Eine weitere Möglichkeit, wenn du wirklich hart gesotten bist, ist die Erkundung der Insel per Fahrrad. Erfrage am besten beim Touristenoffice, wo du ein gutes Fahrrad bekommst.

Taxis gibt es eigentlich nur in Reykjavík und in manchen größeren Städten. Sie sind aber wirklich sehr selten und werden kaum genutzt. Wahrscheinlich auch wegen der Preise!

Kulturelle Besonderheiten

Die Isländer sind sehr traditionsverbunden, aber auch der amerikanische Einfluss ist auf der Insel spürbar. Burger stehen eigentlich immer auf der Speisekarte und auch Fast-Food-Ketten wie Taco Bell oder KFC findest du in den größeren Orten.

Tradition und Moderne treffen in Island auch in anderen Bereichen aufeinander. Auf der einen Seite gibt es traditionelle Häuser, auf der anderen die ultramoderne Harpa, die Philharmonie Reykjavíks. Die Sprache ist wie bereits erwähnt seit Jahrhunderten unverändert, aber dennoch werden Anglizismen integriert.

Die Isländer selbst sind sehr entspannte Zeitgenossen. Sie nehmen alles nicht so ernst und müssen auch nicht alles immer perfekt haben. Die jungen Isländer haben wir sehr offen und freundlich kennengelernt, die etwas Älteren auf dem Land eher verschlossen und nicht ganz so kommunikativ.

Isländer haben übrigens nach den Japanern die höchste Lebenserwartung! Zeigt vielleicht doch, dass das Leben in der Natur ganz schön abhärtet und vor allem langfristig glücklich macht.

Vor allem in Reykjavík wird die kreative, kulturelle Seite Islands deutlich. Ein Designerladen reiht sich an den Nächsten, die Harpa ist immer voll und die Leute sind wirklich einfach richtig stylisch. Wie die Skandinavier eben!

Im Vergleich zu Finnland oder Schweden, für die nichts ohne ihre Sauna geht, lieben die Isländer ihren Hot Pot! Das ist eine Outdoor-Badewanne oder besser ein kleiner Pool, der auf ganz natürliche Weise mit heißem Wasser vom Vulkan befüllt wird. Grandios vor allem abends, wenn du Blick auf den Sternenhimmel und vielleicht auch noch Nordlichter hast!

Essen & Trinken

Eins vorab, Essen und Trinken ist in Island teuer, so wie alles! Ein Hauptgericht kriegst du nicht unter 25 €. Eine Suppe ist meistens am günstigsten, kostet aber auch an die 12 €.

Die isländische Küche ist eher einfach und auch etwas begrenzt. Vor allem Fisch, Fleisch, Kartoffeln, Getreide- und Milchprodukte kommen auf den Tisch. Um Fleisch und Fisch zu konservieren, werden diese auch heute noch geräuchert, getrocknet und gepökelt.

Heimisch ist in Island im Sommer Wildlachs, ganzjährig gibt es Zuchtlachs. Außerdem ist arktischer Saibling sehr beliebt. Als Delikatesse gilt Keastur hákarl - fermentierter Hai. Teile des eigentlich giftigen Grönlandhais werden hierfür in der Erde vergraben, gammeln dort bis zu 12 Wochen vor sich hin - bis das Gift zersetzt ist -, und werden dann getrocknet. Ein paar Monate später wird er dann verzehrt. Ja, dies ist eine Delikatesse!

Wenn du das Leben der Haie und auch Wale unterstützen möchtest, dann verzichte besser auf diese Art der Delikatessen. Die Einfuhr von Walfleisch nach Deutschland wird zudem geahndet!

Lamm steht auf fast jeder Speisekarte und kommt direkt von der Weide. Hierfür musst du aber mit um die 40 € tief in die Tasche greifen! Gleiches gilt für Rind, das aber nicht so weit verbreitet ist wie Schafe und Lämmer.

Daneben gibt es oft Pizza, Burger und Sandwiches. Für Vegetarier oder Veganer ist dieses Land kulinarisch gesehen auf jeden Fall etwas schwierig!

Obst und Gemüse wird zum Teil importiert, zum Teil in Gewächshäusern angebaut. Wenn du also Salat bestellst, oder auch morgens am Frühstücksbuffet, es gibt immer Gurken, Tomaten und Paprika.

Allgegenwärtig ist in Island der Puffin (Papageientaucher), vor allem in Reykjavík. Als Kuscheltier, aber vor allem auch als Delikatesse auf dem Teller ist er heißbegehrt. Dieser bunte Vogel hält sich nur zur Brutzeit im April/Mai auf Island auf, wird aber ganzjährig serviert.

Getrunken wird in Island viel Kaffee, aber auch Bier (z.B. Víking) und Cider. Wasser gibt es immer kostenlos, denn es kommt direkt aus dem Hahn und ist köstlich! Übrigens wird in Supermärkten kein Alkohol verkauft, nur ein leichtes Bier, das aber nicht so gut schmeckt. Alkohol bekommst du nur im Liqueur Shop.

Events

Auch die Isländer sind Naturmenschen und so wird möglichst draußen gefeiert, mit Essen, Trinken und Freunden. Feste werden vor allem durch alte Traditionen bestimmt.

- Thorrinn: Ende Januar findet das alte Fest Thorrablot statt, bei dem traditionelle Wikingerspeisen gegessen werden und mit Musik und Tanz gefeiert wird.

- Nationalfeiertag: Am 17. Juni wird die Unabhängigkeit auf den Straßen gefeiert. Dieser Tag zählt zu den wichtigsten im Leben der Isländer.

- Mittsommernacht: Am 21. Juni findet der längste Tag des Jahres statt. Besonders gut lässt sich die Mittsommernacht im Norden Islands betrachten, beim 66° Breitengrad.

- Schafsabtrieb: Im September sammeln die Bauern zu Pferd ihre Schafe im Hochland ein. Auch du kannst hier mitreiten! Nach getaner Arbeit wird ein ein Fest mit Essen, Musik und Tanz veranstaltet.

- Icelandic Airwaves Musik Festival: Im Oktober/November steppt in Reykjavík der Bär. Internationale Musiker und Newcomer treffen hier beim großen Musikfestival in der Hauptstadt zusammen.

Packliste

Auf Island musst du für jedes Wetter gerüstet sein, bis auf Hitze!

Besonders wichtig sind eine windundurchlässige und regenabweisende Outdoorjacke, eventuell eine zusätzliche Regenjacke und sehr gutes Schuhwerk. Mit Turnschuhen kommst du zwar durch, aber wenn du zumindest ein bisschen wandern gehen möchtest, solltest du Wanderschuhe einpacken. Turnschuhe trocken außerdem oft nicht, wenn sie einmal richtig nass geworden sind.

Mütze und Handschuhe sind vor allem im Herbst und Winter sehr hilfreich, denn der Wind pfeift dir auf Island fast immer um die Ohren.

Was die Kleidung betrifft, ist hier der Zwiebellook angesagt. Unterziehshirts und Pullis solltest du ausreichend dabei haben, um auf alle Wetterumschwünge reagieren zu können.

Im Sommer brauchst du unbedingt Mückenspray an den Seen. Der Mývatn See wird nicht umsonst Mückensee genannt!

Off The Path Highlights

Wo sollen wir da anfangen? Diese Insel ist ein einziges Highlight! Hier macht sogar 6 Stunden im Auto sitzen Spaß, denn an dieser tollen Natur kannst du dich einfach nicht satt sehen!

- Mývatn: Diese vulkanische Gegend mit ihren geothermalen Ecken bietet unglaublich viel! Schau dir unbedingt den Dettifoss und Hafragilsfoss Wasserfall an, genieße die geniale Aussicht am Viti Krater, fahr um den Mývatn See und entspanne im Mývatn Natural Bath.

- Jörkulsárlón: Bevor du zur bekannten Eislagune abbiegst, fahr davor an den schwarzen Strand gegenüber und schau dir die Eisberge an, wie sie im Meer schwimmen. Perfekt für den Sonnenaufgang! Und die Eislagune selbst ist natürlich auch einzigartig!

- Solheimasandur: Ein einsames, verlassenes Flugzeugwrack liegt hier im Nirgendwo am Strand. Ein bisschen gruselig, aber echt cool!

- Seljavallalaug: Ein verlassenes Bad in den Bergen, in das du unbedingt springen solltest! Das Wasser ist warm und je nach Saison und Uhrzeit hast du Glück und bist ganz allein.

- Snaefellsnes: Diese Halbinsel hinter Reykjavík ist wunderschön, um mit Islandpferden zum Strand und durch die Berge zu reiten. Keine Angst, der Tölt ist echt bequem zu sitzen und die Pferde sind unglaublich brav!

Neueste Artikel über Island

Podcast: Schwerer Unfall beim geilsten Roadtrip durch Island mit Tim Köndgen

Island ist ein wunderbares Land! Die Insel mitten im Atlantik eignet sich perfekt für einen Stopover zwischen Europa und Amerika, bietet aber noch viel mehr als das: jede Menge Abenteuer, skurrile Landschaften und die perfekte Strecke für einen Roadtrip ganz im Sinne von Off The Path! Während der WM 2014 verschlug es Tim mit seinen zwei besten Freunden nach Island.… Mehr »

Island Highlights: 11 Gründe, warum du dich sofort in Island verlieben wirst!

Island ist einzigartig, Island ist unvergesslich, kurz: in Island wirst du dich sofort verlieben! Auch wenn das Wetter mal richtig eklig ist, dir der Wind unter die Jacke pfeift und der Regen ins Gesicht peitscht, wirst du dennoch eine super Zeit haben! Auf Island lauern hinter jeder Ecke die schönsten Bilderbuch-Motive, seien es Orte, an denen… Mehr »

Die 12 besten Abenteuerdestinationen für 2017!

Sobald das neue Jahr begonnen hat, wird es Zeit neue Abenteuer zu planen. Immerhin liegen wieder 12 neue Monate vor dir, die du zu den unvergesslichsten deines Lebens machen kannst! Dazu brauchst du keine lange Liste guter Vorsätze, sondern einfach nur ein bisschen Abenteuergeist, den du an eines oder mehrere der 12 besten Off The… Mehr »
Artikel lesen