Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Tipps und Tricks fürs Reisen mit dem Wohnmobil!

Photo von muha04

Größtmögliche Freiheit und maximales Abenteuer – so frei wie auf Reisen mit dem Wohnmobil wirst du dich nie fühlen! Selbst wenn du eher ein Planer bist und deine Reisen am liebsten schon Monate vorher ganz genau durchgetaktet hast, wirst du diese Art des Reisens lieben. Denn diese Freiheit beim Campen ist einfach unbezahlbar und du wirst dabei ganz neue Seiten an dir entdecken!

Warum das Reisen mit dem Wohnmobil das Richtige für Abenteurer ist!

Auf einmal hältst du dich nämlich nicht mehr an deine Pläne, sondern entscheidest ganz spontan, wann du wo anhältst und wie lange du wo bleibst. Du kannst dich komplett auf das einlassen, das kommt. Und das Beste: deine Abenteuerlust wird so richtig geweckt werden!

Dadurch erlebst du alles auch viel intensiver, denn es gibt nur dich, dein Wohnmobil und die Natur. Keine unliebsamen Hotelzimmer oder Fahrten mit überfüllten, öffentlichen Verkehrsmitteln – du entscheidest, wann du wohin fährst.

Du schläfst und wachst mitten in der Natur auf: direkt am rauschenden Meer, oder an einer Steilklippe mit einer Wahnsinns-Aussicht. Bessere Einschlaf- und Aufwachmomente gibt es wohl kaum!

Wildcamping mitten in der Natur

Mancher Orts auf dieser Welt darfst du auch tatsächlich da anhalten und übernachten, wo du willst. Früher war das auch in fast ganz Europa erlaubt, heute musst du dafür oftmals auf den Campingplatz weichen. In fernen Ländern wie zum Beispiel Australien, Neuseeland oder Südafrika und Island kannst du allerdings an vielen Stellen frei bzw. “wild” campen, oder es gibt ausgewiesene Parkplätze.

Natürlich solltest du dich entsprechend an ein paar Regeln halten, die Natur nicht kaputt machen und deinen Müll bei dir behalten. Auch offenen Feuer sind oftmals nicht erlaubt, erkundige dich am besten vor Ort, wo du frei stehen darfst und was für Regeln es gibt. An solchen Schlaf-Parkplätzen gibt es meistens auch kleine Toilettenhäuschen – mehr aber auch nicht.

In Neuseeland darfst du deinen Camper auch in vielen National Parks an ausgewiesenen Stellen abstellen, vorausgesetzt du hast ein Wohnmobil, in dem du dich selbst versorgen kannst, sprich mit Toilette, Dusche und Küche. Für alle anderen Orte, Schlafstellen und Wohnmobilarten ist die Natur dein Freund, der Busch deine Toilette, und der See deine Badewanne.

Budget oder doch Luxus?

Natürlich kommt es immer auf dein Budget an, aber du musst beim Campen gar nicht mal Verzicht üben, außer genau das ist dein Ziel. Die meisten Campervans haben ein Bett, das locker für zwei Leute reicht und verfügen zumindest über eine Kühlbox, die du alle paar Tage mit neuen Eiswürfel befüllen musst, und einen kleinen Gaskocher. So kannst du dir ein paar einfache Gerichte kochen und hast eine warme Mahlzeit!

Camper Bett / Reisen mit dem Wohnmobil

(c) Campanda

Die etwas größeren und teureren Modelle haben hingegen schon einen Kühlschrank und eine richtige Kochplatte, sowie ein etwas bequemeres Bett, oder gleich mehrere Schlafmöglichkeiten. Zudem haben viele sogar eine eigene Toilette samt Dusche, und eine nette Sitzecke. Du musst hier also kaum auf etwas verzichten und hast quasi dein eigenes Zuhause dabei!

Camper Sitzecke / Reisen mit dem Wohnmobil

(c) Campanda

Allerdings musst du bei diesen Modellen alle paar Tage auf einen Campingplatz fahren, um den Strom des Wohnmobils wieder aufzuladen, ansonsten geht der Kühlschrank irgendwann aus. Zudem solltest du dann auch das Abwasser entleeren sowie neues Frischwasser in den Tank füllen. Ersteres geht allerdings nur an ausgewiesenen Stellen, und wenn du es woanders machst, machst du dich strafbar!

Campingplätze

Die meisten Campingplätze verfügen über sanitäre Anlagen, von alt bis ganz modern. Zudem haben viele Plätze eine Gemeinschaftsküche und Tische, an denen du essen kannst. In Australien findest du auf den meisten Campingplätzen auch eine BBQ-Area, abwaschen und sauber machen musst du aber immer selbst! Viele größere Campingplätze verfügen außerdem über Waschräume mit Waschmaschinen und Trockner. So kommst du zwischendurch auch wieder an saubere Wäsche!

Allerdings eignet sich nicht jeder Campingplatz für größere Wohnmobile. Auf manchen gibt es nur Zeltplätze oder Platz für kleinere Vans. Zudem können auch Campingplätze während der Hauptsaison gerne mal voll, oder sogar ausgebucht sein. Informiere dich am besten vorher, ob es für dein Wohnmobil überhaupt noch Platz gibt.

Egal ob mit kleinem Campervan oder großzügig ausgestattetem Wohnmobil, ob auf dem Campingplatz oder mitten in der Natur ohne eine Menschenseele weit und breit, Campen ist Abenteuer und Freiheit pur!

Camping-Tipps und Fragen, die du klären solltest

Darf ich überhaupt einen Camper fahren?

Wenn du einen gültigen EU-Führerschein der Klasse III bzw. B besitzt und über 21 Jahre alt bist, darfst du einen Campervan sowie kleinere Wohnmobil-Modelle fahren. Diese Erlaubnis ist allerdings auf ein Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen begrenzt. Solltest du ein größeres Modell fahren wollen, musst du die Führerscheinklasse B96 erwerben und dazu meistens schon 25 Jahre alt sein. Manchmal wird sogar ein Jahr Fahrpraxis gefordert!

Wie gut sind meine Fahrkünste?

Unterschätze dieses Thema nicht! Ein Wohnmobil fährt sich ganz anders als ein Auto. Du siehst weniger, ein Wohnmobil ist breiter und länger als ein Auto, der Kurvenradius größer und der Bremsweg länger.
Am besten du übst ein bisschen auf einer freien Fläche, auf der nichts passieren kann, bevor du dich direkt in den Verkehr stürzt. Dabei solltest du die Fahrdynamik des Wohnmobils auch im vollgeladenen Zustand testen, denn es macht einen großen Unterschied, ob der Wagen reisefertig beladen, oder komplett leer ist.

Welche Kosten muss ich einplanen?

Das Reisen mit dem Wohnmobil hört sich immer nach einer günstigen Lösung an, dabei kann auch eine Reise mit dem Camper teuer werden! Denn neben dem reinen Mietpreis fürs Wohnmobil musst du auch folgende Kosten bedenken:

Spritpreis: Hier ist es gut, dich bereits vorher über den aktuellen Preis pro Liter sowie über den Verbrauch des Campers schlau zu machen. So kannst du schonmal grob ausrechnen, wie hoch die Spritkosten für deine geplante Strecke sind.

Campingplätze: Auch Campingplätze können je nach Lage, Ausstattung und Saison richtig teuer sein! Kalkuliere am besten vorher, mit wie viel du im Schnitt rechnen musst. Übrigens gibt es Plätze mit und ohne Strom, die oftmals unterschiedlich kosten.

Lebensmittelkosten: Wenn du mit dem Wohnmobil unterwegs bist, wirst du dich größtenteils selbst versorgen. Am besten checkst du schon vorher Preise für die gängigsten Lebensmittel. Ab und an solltest du dir auch einen Restaurantbesuch gönnen, plane also ruhig ein wenig mehr für Lebensmittel ein.

– Zum Kochen benötigst du natürlich Gas. Frage beim Wohnmobilanbieter nach, ob bereits eine Gasflasche vorhanden ist und ob sie für deinen Trip ausreicht.

– In manchen Ländern kostet das Auffüllen des Frischwasser- oder das Entleeren des Abwassertanks etwas, informiere dich auch hier im Voraus.

– Ist die Endreinigung des Wohnmobils bereits im Mietpreis enthalten oder musst du den Camper geputzt und gewienert abgeben? Auch das kann teuer werden, wenn du in die Waschanlage musst.

Plane einen Puffer ein: Kalkuliere immer etwas mehr ein, um dir auch mal ein, zwei Nächte im Hotel leisten zu können, falls mit dem Wohnmobil mal etwas nicht funktionieren sollte oder du einfach ein richtiges Bett haben möchtest.

Was gehört unbedingt ins Reisegepäck?

Auch hier kommt es wieder auf das Wohnmobil, den Anbieter und das Paket, das du gebucht hast, an. Dennoch solltest du dir um folgende Dinge Gedanken machen:

Geschirr und Besteck: perfekt ist Geschirr aus Hartplastik, so klappert es nicht nervig aus den Schränken.

Bettwäsche, Bettzeug und Handtücher: am besten die Günstigsten, die du findest.

Geschirrtücher, Schwamm, Spül- und Waschmittel: dein Geschirr und deine Klamotten wollen auch mal sauber gemacht werden.

CEE-Stromkabel und ein Adapter CEE-Schuko-Stecker plus eine Kabeltrommel für Strom auf Camping Plätzen.

– Campingstühle und ein Klapptisch sind wirklich Gold wert, wenn du an einem schönen Ort essen, oder bei einem Glas Wein den Sonnenuntergang anschauen möchtest. Auf einer Decke sitzend kann es zwar romantisch sein, über kurz oder lang wird das aber sehr unbequem.

Weiß ich alles über meinen Camper?

Wenn du das erste Mal mit einem Wohnmobil losziehst, solltest du dich komplett sicher und vertraut fühlen. Offene Fragen klärst du am besten noch direkt vor Ort und ohne Scheu, als später dumm da zu stehen. Dein Vermieter ist Experte und kann dir alle Fragen, auch rund um das Thema Campingplätze, beantworten. Auch die Technik solltest du komplett beherrschen und wissen, wie du dich im Falle einer Reifenpanne, Rauch aus der Motorhaube oder eines Unfall verhalten musst.

Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Versorgung mit Wasser und Gas. Wie heizt oder kochst du, was muss an- und bei Nichtgebrauch wieder ausgeschaltet werden? Wie wird das Ab- und Schmutzwasser entsorgt? Wo befindet ich der Frischwassertank? All diese Fragen solltest du geklärt haben, bevor du dein „Zuhause auf Rädern“ beziehst. Die meisten Wohnmobile haben auch eine kleine Anleitung – frage am besten, wo du diese im Notfall findest.

Tipp: Notiere dir die Maße deines Campers und lege sie griffbereit in den Fahrerbereich. Du wirst dankbar sein, wenn du einen Tunnel oder eine Einfahrt durchqueren und nicht zittern musst!

Wie belade ich das Wohnmobil richtig?

Du hast es bestimmt schon mal gesehen, ein Wohnwagen oder Camper, der ausbricht und über die Autobahn schlängelt. So eine Situation ist sehr gefährlich und kann durch überhöhte Geschwindigkeit oder falsche Beladung schneller passieren, als du denkst.

Deswegen ist es wichtig, dir Tipps von deinem Vermieter zu holen, wie du das Wohnmobil richtig belädst und damit sind nicht nur diverse Tanks gemeint, sondern auch dein Gepäck und Lebensmittelvorräte.

Schwere Ladung wie Wasserkanister, Konserven, Getränke, Gasflaschen etc. müssen nach unten, in Achsnähe, gelagert werden. Leichtes Gepäck kannst du problemlos unter dem Dach verstauen.

Camper Stauraum / Reisen mit dem Wohnmobil

(c) Campanda

Hinweis: Vergiss nicht, auch während deiner Tour das Gewicht von Zukäufen zu berücksichtigen!

Wo und wie weit im Voraus miete ich das Wohnmobil am besten?

Wenn du planst zur Hochsaison zu verreisen, und das auch noch in einer echten Camping-Destination, solltest du dein Wohnmobil rechtzeitig mieten. Eine gute Idee ist es, dies bereits 2-3 Monate vorher anzugehen, denn beliebte Modelle sind schnell ausgebucht.

Es gibt die unterschiedlichsten Anbieter, je nach Land und Modell. Bei Campanda findest du zum Beispiel auf der ganzen Welt Wohnmobile und Campervans. Zudem gibt es hier in allen Camper-Kategorien immer mal wieder Last Minute Schnäppchen! So kannst du richtig sparen, wenn doch mal spontan weg willst.

Fazit

Für Abenteurer gibt es nichts besseres als Reisen mit dem Wohnmobil: du bist in deiner Planung unendlich frei, kannst(fast) schlafen wo du willst, und wachst mitten in der Natur auf. Von einfach bist super luxuriös, ist für jeden etwas dabei. Richtig coole Länder für einen Roadtrip mit dem Camper sind zum Beispiel Australien, Neuseeland, Canada oder Südafrika!

Hast du schon einmal einen Roadtrip mit einem Camper gemacht und nützliche Tipps? Dann her damit als Kommentar!

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