Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Warum du unbedingt Reisetagebuch schreiben solltest!

Du hast dir sicherlich auch schon öfters vorgenommen Reisetagebuch zu schreiben und deine Erlebnisse und Abenteuer in einem kleinen Buch für immer festzuhalten. Du fängst super motiviert an, schreibst detaillierte Einträge und erlebst jeden Moment erneut, wenn du ihn aufs Blatt bringst. Mit der Dauer deiner Reise werden die Einträge allerdings immer kürzer, bis du eines Tages gar nichts mehr schreibst: „Ich werde mich auch so noch lange an die Erlebnisse erinnern“, denkst du dir und damit ist es auch schon wieder mit dem Schreiben vorbei.

In den kommenden Monaten sind deine Erlebnisse natürlich noch sehr präsent, doch wie sieht es in einigen Jahren aus? Als reisehungriger Abenteurer, der von fernen Ländern und anderen Kulturen nie genug bekommt, wirst du in den nächsten Jahren auch noch sehr viel unterwegs sein und jede Menge Erinnerungen sammeln.

Erinnerst du dich dann noch an den Namen des kleinen Cafés irgendwo in Südafrika, in dem du vor einigen Jahren den besten Flat White deines Lebens bekommen hast? Kannst du dich noch an die Gefühle erinnern, die dich überkamen als du einen unvergleichlichen Sonnenuntergang am anderen Ende der Welt miterleben konntest?

Vielleicht kannst du das, doch die Erinnerungen sind längst nicht mehr so frisch und lebendig und genau aus diesem Grund solltest du in Zukunft immer Reisetagebuch schreiben!

Darum gehört ein Reisetagebuch auf deine Packliste!

Wir alle lieben das Reisen und die unzähligen Momenten, die unterwegs auf uns warten. Damit du dich auch noch in vielen Jahren an diese Augenblicke erinnerst, ist es wichtig, dass du in Zukunft immer ein Reisetagebuch dabei hast und es auch konsequent führst. Stell dir nur einmal vor wie du in einigen Jahren zuhause auf deiner Couch sitzt und in deinem Reisetagebuch von vor 10 Jahren blätterst, das dir zufällig wieder in die Hände gefallen ist.

Während du liest, erlebst du deine Reise erneut: Verblasste Erinnerungen werden wieder lebendig und mit einem Lächeln auf den Lippen denkst du an diese abenteuerliche Zeit zurück. Ich verrate dir nun sieben Punkte, die unbedingt in dein Reisetagebuch gehören. Los geht’s!

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Reisetagebuch schreiben Punkt Nr. 1: Die abenteuerlichsten Unterkünfte und Übernachtungsplätze!

Bist du viel unterwegs, ist dir sicherlich schon aufgefallen, dass es weltweit richtig coole Unterkünfte gibt, in denen das Übernachten zum Abenteuer wird.

Während deines Garden Routen Roadtrips in Südafrika entdeckst du in The Crags ein verstecktes Hippie-Hostel mitten im Nationalpark – um dich herum Natur pur! Schon alleine das Gelände ist riesig und um es vollständig zu erkunden brauchst du mehrere Stunden, denn dort wartet ein Wasserfall, ein Big Tree und eine Aussichtsplattform, von wo aus du den ganzen Nationalpark überblicken kannst.

Auf deiner Costa Rica Rundreise übernachtest du dagegen in einem Baumhaus im Dschungel und teilst dir das Gelände mit Tucanen, Brüllaffen und anderen wilden Tieren. Die Geräuschkulisse ist der Wahnsinn und während deiner Streifzüge durch den Regenwald bekommst du einiges zu sehen.

In Kanada unternimmst du auf eigene Faust eine Kanu-Tour auf dem Athabasca River. Anstatt nach einigen Paddel-Stunden in eine Hotel einzuchecken, suchst du dir einen von Bären und Wölfen geschützten Platz, an dem du dein Zelt aufschlägst. Solche Übernachtungsplätze in der Wildnis sind der Wahnsinn und sorgen für das besondere Abenteuerkribbeln, das du so sehr liebst.

Wäre es nicht schrecklich, wenn du dich in einigen Jahren nicht mehr an das Gefühl erinnern könntest, als du nachts wach wurdest, weil einige Meter neben dir etwas durch das Gebüsch streifte?

Solche Unterkünfte und Übernachtungsplätze musst du einfach aufschreiben, denn wer kann schon behaupten in einem Hippie-Dorf in einem Nationalpark gelandet zu sein, in einem abgefahrenen Baumhaus im Dschungel oder zwischen wilden Wölfen und Grizzlys übernachtet zu haben?

Gerade als Langzeitreisender wirst du in so vielen verschiedenen Unterkünften übernachten, dass du dich am Ende deiner Reise kaum noch an jede einzelne erinnern kannst. Aus diesem Grund sollten besondere Unterkünfte immer einen Platz in deinem Reisetagebuch sicher haben!

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Reisetagebuch schreiben Punkt Nr. 2: Deine Lieblingscafés!

Was ist dein absolutes Lieblingsland, in dem du schon einmal warst? Stell dir nun vor, dass es nach einigen Jahren endlich wieder zurück dorthin geht. Deine Vorfreude ist natürlich riesig und du kannst es kaum noch erwarten endlich deinen Rucksack zu schnappen und loszuziehen!

Bei deinem letzten Aufenthalt hast du ein kleines und unscheinbares Café in einer schmalen Seitengasse entdeckt, in dem es richtig guten Kaffee und leckeren Kuchen gab. Es ist eines dieser ganz besonderen Cafés, das du nicht auf Google oder bei Foursquare findest und das nur die Einheimischen kennen.

Leider erinnerst du dich aber nicht mehr an den Namen und auch im Internet findest du keine Informationen zu dem Café. Die The Blue Shed Coffee Roastery kann es nicht gewesen sein, denn das war das Café in Mossel Bay während deiner Südafrika-Rundreise. Auch das Revolver und das Brew Lab waren es nicht, denn dort warst du in Vancouver beziehungsweise Edinburgh. Du hast dich schon damit abgefunden, dass du niemals mehr auf den Namen kommst, doch dann fällt dir ein, dass du es in deinem Reisetagebuch notiert hast.

Du schnappst dir dein Tagebuch, blätterst zur richtigen Stelle und schon hast du den Namen des Cafés. Aber nicht nur das! Während du die Zielen liest, ist es so, als ob du wieder in dem kleinen Café sitzt: Es scheint als würden das Kaffeearoma und der Duft des frisch gebackenen Kuchen in deine Nase steigen und du erinnerst dich sogar noch an die chillige Musik, die angenehmen im Hintergrund lief. Gänsehaut überkommt dich und deine Vorfreude auf den Flat White und ein Stück Cheesecake ist riesig!

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Reisetagebuch schreiben Punkt Nr. 3: Dein liebstes Essen!

Zum Reisen gehört auch das landestypische Essen, auf das du dich immer wieder freust. Es ist für dich das Größte, dich durch ferne Länder zu futtern und exotische Gerichte zu probieren. Manchmal sehen die Leckereien eher eklig aus, doch schmecken super, und manchmal sehen sie super aus und schmecken eklig. So ganz genau weißt du es nie und genau das macht den Reiz aus.

In deinem Reisetagebuch solltest du unbedingt die Speisen notieren, die du in fernen Ländern probiert hast: Pad Thai in Thailand, Chicken-Braai in Südafrika oder Haagis während deiner Schottland-Rundreise. Eigentlich hat jedes Land ein spezielles Gericht, das unheimlich lecker ist und einen Platz in deinem Tagebuch verdient hat.

Wie wäre es, wenn du im Anschluss deiner Reise deine Familie und Freunde zum Essen einlädst und in deiner Küche ein typisches Menü aus deinem Reiseland zauberst? Bei leckerem Essen packst du die aufregenden Geschichten deiner Abenteuer aus und schwärmst natürlich auch von den vielen Leckereien, die du unterwegs probiert hast. Das Essen gehört zum Reisen einfach dazu und hast du die außergewöhnlichen Namen wie Haggis oder Pad Thai aufgeschrieben, wirst du diese nie wieder vergessen!

Du kannst natürlich nicht nur die einzelnen Gerichten, die du unterwegs probiert hast, aufschreiben, sondern auch die coolsten und leckersten Restaurants, die du in fernen Länder besucht hast. Wo gab es die saftigsten und besten Burger, in welchem Restaurant hast du die zartesten Steaks gegessen oder wo hast du den frischsten und am besten zubereiteten Fisch bekommen?

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Reisetagebuch schreiben Punkt Nr. 4: Die coolsten Erlebnisse!

Du verreist natürlich, um möglichst viel zu erleben und um ein Abenteuer nach dem anderen zu jagen. Mit den Jahren erlebst du so einiges: Neben einigen spontanen Microadventures, wie Hausboottouren, Hüttenwanderungen oder Städtetrips, unternimmst du auch größere und längere Abenteuer und mit der Zeit verlierst du den genauen Überblick, wann du was unternommen hast.

Warst du erst für ein verlängertes Wochenende in Barcelona und im darauffolgenden Jahr auf der Kungsleden-Wanderung in Schweden oder war es doch umgekehrt? Und Mist, irgendwann dazwischen warst du ja auch noch in Kanada mit Orcas kajaken und den Roadtrip durch Slowenien darfst du natürlich auch nicht vergessen.

Es ist schon schwierig genug in einigen Jahren die Reisen der richtigen Reihenfolge zuzuordnen und deshalb ist es erst recht unmöglich die Erlebnissen und Abenteuer während deiner Reisen im Gedächtnis zu behalten. Vielleicht bekommst du es noch hin, dass du erst in Ghana warst und im Jahr darauf in Japan, doch wie du die einzelnen Tage in Ghana gestaltet hast, ist fast schon unmöglich zu behalten.

Damit du kein Abenteuer vergisst und jeden Tag deiner Reisen wieder erleben kannst, ist es wichtig, dass du die einzelnen Abenteuer in dein Reisetagebuch schreibst. In Costa Rica hast du während deiner Rundreise den Corcovado Nationalpark besucht, du warst in Santa Teresa surfen und außerdem hast du noch eine Wanderung zum Rio Celeste unternommen.

In Japan hast du einige Tage in Tokio verbracht, dir die Shibuya Kreuzung angesehen, die Aussichtsplattform eines Hochhauses erklommen und dir außerdem den riesigen Fischmarkt angesehen. Es ist wichtig, dass du die einzelnen Erlebnisse so genau wie möglich aufschreibst, damit du sie nicht vergisst und du in einigen Jahren beim Lesen deiner Zeilen die Gerüche, Geräusche und Gefühle intensiv hochkommen!

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Reisetagebuch schreiben Punkt Nr. 5: … die schlimmsten Erlebnisse!

Als Viel-Reisender ist dir bewusst, dass das Reisen nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen ist und es unterwegs auch ziemlich anstrengend, stressig und unschön werden kann.

Während einer Vulkanbesteigung in Guatemala wird eure Gruppe von einem heftigen Unwetter überrascht und die Situation droht zu eskalieren. Anstatt am Gipfel im Zelt zu übernachten, gilt es schnellstens die Gefahrenzone zu verlassen, um dem lebensbedrohlichen Unwetter zu entkommen.

Aber auch kleiner Probleme und Herausforderungen gibt es zu meistern: Der letzte Bus ist ohne dich abgefahren, der Taxi-Fahrer nutzt deine Notlage aus und zu allem Überfluss verlierst du einen Teil deiner Ausrüstung.

Du bist natürlich erfahren genug, um professionell mit solchen Geschehnissen umzugehen, doch im ersten Moment ist es schon ziemlich ärgerlich. Du solltest aber auch diese unschönen Erlebnisse in deinem Reisetagebuch festhalten, da sie einfach zum Reisen dazugehören und du dir den Frust gleichzeitig von der Seele schreibst. Dir wird es schon deutlich besser gehen nachdem du Dampf abgelassen und deine Gefühle aufs Papier gebracht hast.

Ich wette mit dir, dass du in einigen Jahren über diese Stellen am meisten schmunzeln musst. Rückblickend ist das Geschehene nur noch halb so schlimm und du bist sogar ein wenig stolz auf dich. Schließlich hast du all diese Situationen gemeistert und überstanden. Es wäre doch auch langweilig, wenn immer alles nach Plan verläuft, oder nicht?

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Reisetagebuch schreiben Punkt Nr. 6: Besondere Begegnungen!

Das Tolle am Reisen ist, dass du unterwegs auf besondere Menschen triffst und dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um andere Reisende oder Einheimische handelt.

Während deiner Annapurna Umrundung in Nepal kommst du mit einem Dorfbewohner ins Gespräch, der mitten im Himalaya ohne Luxus ein glückliches Leben führt. Weit entfernt von Wlan, Facebook und McDonalds lebt er glücklich und zufrieden mit seiner Familie in einem kleinen Dorf. Er hat dort alles was er braucht: Die Bergquellen versorgen das ganze Dorf mit Wasser, er hat genug Zeit für seine Familie und den größten Teil seiner Lebensmittel baut er selbst im Garten an.

Solche Begegnungen verändern dich und lassen dich wachsen. Natürlich musst du nicht deine Zelte zuhause abbrechen und in eine abgelegene Region ziehen – Es reicht vollkommen aus, wenn es dir die Augen öffnet und du verstehst, dass es wichtigeres im Leben gibt als Alibi-Facebook-Freundschaften, permanente Erreichbarkeit oder extremer Materialismus.

Es sind aber nicht nur die Einheimischen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen: In Bolivien triffst du auf einen Backpacker, der schon seit einigen Jahren auf Weltreise ist und seinen Traum lebt. Er berichtet dir von seinen anfänglichen Zweifeln, seiner Unsicherheit, ob er das Sabbatjahr tatsächlich einlegen soll, und seinem Entschluss das Arbeitsverhältnis doch zu kündigen, um frei sein zu können. Es beeindruckt dich und gibt dir womöglich den bisher fehlenden Impuls dein ganz eigenes Ding zu machen.

Solche Begegnungen gehören ohne wenn und aber in dein Reisetagebuch! Sie verändern dich und was hätte eher einen Platz im Tagebuch verdient als Bekanntschaften, die das Potenzial haben dein gesamtes Leben auf den Kopf zu stellen!?

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Reisetagebuch schreiben Punkt Nr. 7: Unscheinbare Momente!

Unterwegs erlebst du auch immer wieder Momente, die auf den ersten Blick ziemlich unscheinbar wirken. Du läufst durch Kapstadt und beim Anblick des Tafelbergs und Lion’s Head kommst du aus dem Grinsen nicht mehr raus: Du bist glücklich. Glücklich, weil du durch diese wunderschöne Stadt laufen kannst, und dadurch ein lang ersehnter Traum in Erfüllung geht.

Halte diese Momente, in denen dich eine Woge der Zufriedenheit überkommt, für immer fest. Obwohl sie unscheinbar erscheinen, sind sie sehr wertvoll! Bist du zum Beispiel in Neuseeland unterwegs und für den Sonnenuntergang zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, gefahren, musst du diesen Moment in dein Reisetagebuch schreiben. Du wirst platz vor Glücksgefühlen fast, wenn du von oben auf den Leuchtturm blickst, während im Hintergrund die Sonne den Himmel in ein gold-rotes Paradies verwandelt. Es sind keine typische Abenteuer, doch dafür Momente, die das Reisen ganz besonders machen.

Diese Momente können in einigen Jahren der ausschlaggebenden Grund sein wieder zu verreisen. Dein letztes Abenteuer liegt schon einige Jahre zurück und du sehnst dich nach fernen Ländern und Kulturen. Eines Tages schnappst du dir dein altes Reisetagebuch und schlägst zufällig die Seite auf, auf der du einen solchen Moment beschrieben hast. Du kannst nicht anders und deine Entscheidung ist gefallen – du wirst die Welt wieder bereisen und dein altes Reisetagebuch hat dich davon überzeugt!

Fängst du ab sofort auch an Reisetagebuch zu schreiben?

Konnte ich dir einige Gründe liefern in Zukunft regelmäßig Reisetagebuch zu schreiben? Du musst verstehen, dass du das Tagebuch für dich führst und für niemanden sonst. Wir sind alle davon überzeugt, sich die Highlights unserer Reisen merken zu können und vielleicht funktioniert das auch für einige Jahre sehr gut. Eines Tages kommt allerdings der Moment, in dem die Erinnerungen verblassen und du sie mit deinem Reisetagebuch wieder zum Leben erwecken kannst!

Stell dir nur einmal vor, dass du in 20, 30 oder 40 Jahren mit deinen Enkeln auf der Couch sitzt und mit ihnen gemeinsam in deinem Reisetagebuch von 2018 blätterst. Mittlerweile ist die beste Zeit zum Reisen für dich leider vorbei und mit einem lächelnden und einem weinenden Augen erinnerst du dich an diese wunderbare Zeit zurück, während du in deinen Enkeln das Fernweh weckst und sie es kaum abwarten können in deine Fußstapfen zu treten!

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2 Kommentare zu „Warum du unbedingt Reisetagebuch schreiben solltest!

  1. U on

    Danke für die Inspiration. Wie führst Du denn dein Tagebuch? Was verwendest du als „Tagebuch“? Ein Kalenderbuch, oder etwas anderes?

    Stell doch mal ein paar Bilder davon ein, gerne auch eines von einem Eintrag.

    Danke dir und weiterhin frohes Reisen und Schreiben!

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