Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Die 6 coolsten Roadtrips durch Europa

Es gibt nichts Cooleres, als einen Roadtrip! Nur du, dein Auto, der Asphalt und grenzenlose Freiheit! So ein Abenteuer auf der Straße lohnt sich aber nicht nur in fernen Ländern wie Australien oder Kanada, sondern auch bei uns in Europa. Oft sind es Roadtrips durch vertraute Gegenden, die dich am meisten überraschen. Ganz einfach, weil du komplett unabhängig bist, dich an keine Gruppe, keine Pläne oder Zeiten halten musst. Du hast Lust darauf, die schwedischen Wälder im Vollmondlicht zu erkunden oder wolltest schon immer wissen, was es von Österreich bis zur Ägäis alles zu sehen gibt?

Dann setz dich ins Auto und los geht’s! Denn das Beste: Ein Roadtrip, der vor der eigenen Haustür losgeht, muss nicht lange im Voraus geplant werden und eignet sich perfekt für die Momente, in denen dich ein spontanes Fernwehgefühl überfällt! Einfach deinen Rucksack packen, rein ins Auto, Radio an und Gas geben! Und die nötige Inspiration für ein paar geniale Routen durch Europa findest du in den nächsten Zeilen!

Abenteuer auf Europas Straßen

Die coolsten Roadtrips durch Europa

1. Durch den Norden Skandinaviens

Die skandinavischen Länder sind genial für Roadtrips! Das liegt nicht nur an der unberührten und rauen Natur, die sich auf den einsamen Straßen perfekt entdecken lässt, sondern auch daran, dass du hier fast überall wild zelten darfst. Du brauchst also keine Zeit damit verschwenden, dir abends eine Unterkunft zu suchen, sondern kannst einfach dort schlafen, wo du gerade bist und wo es dir gefällt.

Startpunkt: Norwegens Hauptstadt Oslo

Am besten startest du deine Tour in Oslo. Je nachdem von wo aus du anreist, kannst du entweder mit dem Auto in die norwegische Hauptstadt fahren oder du nimmst das Flugzeug und holst am Flughafen deinen Mietwagen ab, um deinen Roadtrip zu beginnen. Falls du noch nie in Oslo warst, dann plane hier ruhig zwei Tage extra ein. Damit hast du genug Zeit für einen Besuch der Festung Akershus und des Wikingerschiffmuseums sowie für einen richtig leckeren Burger in der Døgnville Burger Bar im Szeneviertel Grünerløkka.

Anschließend geht es über Trondheim weiter nach Tosbotn, das vor den Toren des Lomsdal-Visten-Nationalparks liegt. Hier lohnt es sich, das Auto stehen zu lassen und den Park zu Fuß oder mit einem gemieteten Mountainbike zu erkunden. Der Nationalpark ist mit seinen 1.100 Quadratmetern nicht gerade groß, dafür aber umso abwechslungsreicher: Hier kannst du nicht nur die typischen norwegischen Fjordlandschaften entdecken, sondern auch einen schnellen Abstecher ins Hochgebirge machen.

Weiter geht’s nach Schweden und Finnland

Von der norwegischen Küste aus führt dich dein Weg als Nächstes nach Schweden. Folge der Straße E12 bis nach Umeå und lass dir für diese Etappe wieder so viel Zeit wie möglich, denn auf dem Weg warten jede Menge coole Aussichten und kleine Seen, die perfekt für eine kurze Wanderung sind. Von Umeå nimmst du die Fähre, um den Bottnischen Meerbusen zu überqueren und in die finnische Stadt Vaasa zu gelangen.

Nach einem ruhigen Tag in der kleinen Stadt geht es weiter Richtung Norden, in den Ort Saariselkä. Hier reihen sich ein paar richtig geniale Naturschutzgebiete und Nationalparks aneinander, allen voran das relativ unbekannte Wildnisgebiet Vätsärin erämaa am Inari See. Wenn du richtig viel Zeit mitbringst, kannst du hier mehrere Tage in totaler Abgeschiedenheit verbringen. Du kannst dafür entweder dein Zelt aufschlagen oder in einer der urigen Wandererhütten schlafen. Hier ist es zudem möglich, dass du dich komplett vom See ernährst, denn das Wasser hat Trinkqualität und gegen eine Fischereigebühr kannst du dir dein Abendessen in Form einer Forelle ganz einfach mit deiner Angelroute selbst fangen.

Hoch im Norden wartet das Nordkap auf dich!

Es geht weiter nach Olderfjord, von wo dich die E69 direkt ans Nordkap bringt. Die berühmte Weltkugel am Kap kennzeichnet das nördliche Ende Europas, und wenn der Ausblick über das Eismeer nicht komplett vernebelt ist, scheint das auch gleichzeitig das Ende der Welt zu sein. Von hoch im Norden geht es an der Küste Norwegens entlang wieder Richtung Heimat. Um so viele von der coolen Natur des Landes wie möglich zu sehen, empfehle ich dir die kleineren Straßen direkt an der Küste entlang zu fahren. Ganz besonders lohnt sich auf dem Weg zurück nach Oslo ein Stopp in Tromsø und am Geirangerfjord.

Alle Infos auf einen Blick

Länge: Etwa 5.500 Kilometer
Dauer: Mindestens drei Wochen
Auto: Camper oder Kombi mit genug Platz für Zelt & Co.

2. Von Österreich nach Griechenland

Dein Mittelmeer-Roadtrip führt dich einmal komplett an der Adriaküste entlang. Los geht’s im österreichischen Salzburg. Nach einem Spaziergang auf den Kapuzinerberg, von wo du eine coole Aussicht über die Stadt hast, und einem Besuch in Mozarts Geburtshaus solltest du Salzburg nicht verlassen, ohne bei Ludwig einen der besten Burger der Stadt gegessen zu haben.

Schlafen im Gefängnis in Ljubljana

Auf der A10 geht es weiter Richtung Slowenien, wo du auf deinem Weg in die Hauptstadt Ljubljana unbedingt einen Stopp in Bled und dem Triglav Nationalpark (Lies dir unseren Beitrag über die Soca-Tal durch) einplanen solltest. Im einzigen Nationalpark des Landes wartet jede Menge unberührte Wildnis auf dich. Besonders cool ist der Weg zu den Tolminer Torgschluchten. In der slowenischen Hauptstadt lohnt es sich, über Nacht zu bleiben. Buch dich dafür in das Hostel Celica ein: In dem ehemaligen Militärgefängnis hast du die Chance in einer renovierten und mittlerweile richtig komfortablen Gefängniszelle zu übernachten. Tagsüber gibt es in Ljubljana viel zu entdecken, neben dem Tivoli Park und der Uferpromenade der Ljubljanica gehört auch die Plecnik’s Pyramide als DER Freeclimbspot der Stadt auf deine Liste.

Schöne Küstenorts und klares Meerwasser

Nachdem du die Grenze nach Kroatien überquert hast, kommst du in die Hafenstadt Rijeka. Lass dir hier, wenn möglich, einen Tag Zeit, um die coole Altstadt und das Hafenviertel zu erkunden, bevor es auf der kurvigen Küstenstraße weiter Richtung Süden geht. Beim Autofahren hast du auf der E65 immer einen freien Blick übers Mittelmeer und die vielen kleinen und großen Inseln Kroatiens. In der Nähe des Küstenorts Lukovo liegt der Nationalpark Nördlicher Velebit, der wie gemacht für eine Tour durch ein beeindruckendes Gebirge ist. Auf deinem weiteren Weg an der Adriaküste entlang kommst du an jeder Menge kleiner Fischerorte vorbei, die alle einen Stopp wert sind. Wenn du Zeit hast, um nur in einer der vielen kleinen Ortschaften Halt zu machen, dann sollte das definitiv Barić Draga sein. Hier gibt es nicht viel zu sehen, aber das Meer ist an keinem Ort klarer. Du kannst vom kleinen Pier aus bis auf den Grund sehen – perfekt, um zu schwimmen und ein wenig zu chillen, bevor es weiter nach Dubrovnik geht.

Der größte Fjord Europas außerhalb Skandinaviens

Diese Stadt erwartet dich mit so vielen kleinen und großen Details, dass du am besten wieder etwas mehr Zeit einplanst. Super schlafen kannst du in diesem kleinen und modernen Apartment und für den Rest lässt du dich am besten einfach vom Rhythmus der Stadt treiben. Neben der berühmten Stadtmauer und der richtig coolen Altstadt lohnt sich außerdem eine Fahrt mit der Gondel auf den Hausberg, von wo du einen unglaublich genialen Blick über die gesamte Stadt inklusive Hafen hast. Jetzt geht es weiter nach Montenegro, dort wartet in der Bucht von Kotor der größte Fjord Europas außerhalb Skandinaviens auf dich. Aber auch die Altstadt Kotors ist perfekt, um bei einem Spaziergang entdeckt zu werden.

Allein unter wilden Tieren

Die Straße führt dich weiter einmal quer durch den Norden Albaniens, bis zum Mavrovo Nationalpark an der Grenze zu Mazedonien. Hier darfst du dein Auto wieder für eine Weile abstellen, um die geniale Landschaft zu erkunden. Es gibt nicht viele ausgeschilderte und befestigte Wanderwege, was deine Chancen wilde Tiere wie Luchse, Wölfe oder sogar Bären zu sehen, erhöht. Du kannst nun entweder auf direktem Weg nach Griechenland weiterfahren oder einen kurzen Umweg über Skopje machen. In der mazedonischen Hauptstadt ist ein Bummel durch die engen Gassen der Altstadt Pflichtprogramm. Außerdem solltest du dir den Alten Basar mit den vielen skurrilen Ständen und dem leckeren Streetfood auf keinen Fall entgehen lassen. Nachdem du dich in diesem modernen Apartment gemütlich ausgeschlafen hast oder deine Zeit in diesem coolen Apartment genossen hast, geht es auf der E75 auf direktem Weg weiter nach Griechenland.

Thessaloniki: Stadt und Strand

Die Straße durch das griechische Hinterland ist landschaftlich der Hammer, weswegen du dir dafür unbedingt ausreichend Zeit einplanen solltest, da du garantiert mehr als einmal anhalten und einfach nur staunen wirst. Wenn du in Thessaloniki angekommen bist, heißt es wieder: Parkplatz suchen und ab in die Stadt! Ganz besonders cool sind die Uferpromenade und der Weiße Turm. Im Szeneviertel Ladadika erlebst du die Stadt in allen Facetten auf einmal und ein bisschen außerhalb kannst du an den Stränden auf der Halkidiki-Halbinsel voll abschalten. Auf dem Weg in den Süden Griechenlands kommst du am Axios Delta Nationalpark vorbei. Hier kannst du das wilde Gesicht des Landes beim Wandern von seiner schönsten Seite erleben!

Streetart in Athen’s Studentenviertel Exarchia

An der ägäischen Küste entlang führt dich die Straße weiter bis nach Athen. Dabei kommst du an vielen kleineren und größeren sehenswerten Orten, wie Aliki und Kamena Vourla vorbei, die es auf jeden Fall wert sind kurz anzuhalten und einen Spaziergang zu machen. In der Hauptstadt selbst gibt es neben der weltberühmten Akropolis noch jede Menge mehr zu entdecken. Lass dir ein paar Tage Zeit, um nicht nur die Altstadt, sondern auch die Gegenden um Athen herum zu erkunden. In der Stadt ist das Studentenviertel Exarchia ganz besonders cool und durch die geniale Streetart unglaublich bunt. Hier gibt es außerdem viele kleinen Tavernen, Bars und Bistros, wo du dich einmal (oder mehrmals) durch die griechischen Spezialitäten essen kannst.

Falls du noch keine Lust auf Ende hast und noch ein bisschen Zeit für den Rückweg mitbringst, empfehle ich dir über Bulgarien, Rumänien und Ungarn wieder nach Österreich zurückzufahren!

Alle Infos auf einen Blick

Länge: Etwa 2.300 Kilometer
Dauer: Mindestens zwei Wochen
Auto: Kleinwagen oder Kombi
Lesetipp: Acht Dinge, die du noch nicht über Athen wusstest, erfährst du hier!

3. Durch Großbritannien mit dem Auto: Von Cornwall nach Schottland

England ist dank seiner kompakten Größe perfekt, um mit dem Auto entdeckt zu werden. Am besten geht das in einem Mietwagen, den du dir an allen Flughäfen auf der Insel ausleihen kannst. Falls du lieber mit deinem eigenen Auto unterwegs bist, kannst du natürlich auch die Fähre nehmen. Egal, mit was du die englischen Straßen befährst, denke daran: Hier herrscht Linksverkehr und das ist gerade am ersten Tag eine echte Herausforderung!

Surfers’s Paradise Cornwall

Du startest in Cornwall, der südwestlichsten Grafschaft des Vereinigten Königreichs. Die gesamte Gegend ist richtig genial: An den vielen kleinen Stränden kannst du surfen und die zahlreichen Nationalparks erwarten dich mit typischen Klippen und unberührter Natur. Bevor du Cornwall verlässt, solltest du in Falmouth unbedingt an einer Whale-Watching-Tour teilnehmen. Das wird hier auf einem kleinen Boot für maximal 12 Leute angeboten, das heißt du bist mit dir, dem Meer und den Walen und Delfinen – die du hier ziemlich sicher zu Gesicht bekommst – fast ganz alleine!

Hol dir deinen Adrenalinkick beim Bungee Jumping!

Über Exeter und einem Wanderstopp im Dartmoor Nationalpark, in dem das wilde Zelten übrigens erlaubt ist, geht es weiter nach Bristol. Von der Clifton Suspension Bridge aus hast du den perfekten Blick über die englische Stadt. Falls du Lust hast, kannst du dir beim Bungee Sprung von der Brücke, wo 1979 der erste moderne Bungee Sprung der Welt stattfand, deinen Adrenalinkick abholen. Außerdem sollte ein Besuch im St Nicholas Market auf deinem Programm stehen, bevor es für dich über Newport und Swansea weiter nach Saint Davids geht. Hier findest du die typischen grünen Felder und rauen Küstenabschnitte, wie du sie von England erwartest. Ganz besonders cool ist diese kleine Hütte, die auf einer Klippe an einem kleinen Strand steht und von der aus du einen richtig genialen Blick hast.

Unter den Straßen Liverpools unterwegs

Nur ein paar Kilometer an der Küste entlang geht es in der Blauen Lagune zum ultimativen Wales-Erlebnis: dem Coasteering. Das ist so ähnliche wie Canyoning, nur nicht in einer Schlucht, sondern entlang der Steilklippen an der Küste und ist der absolute Wahnsinn! Durch den Pembrokeshire Coast Nationalpark und den Snowdonia Nationalpark, die beide auf jeden Fall einen Stopp verdient haben, geht es weiter bis nach Liverpool. Falls du keine Lust auf den üblichen Stadtbummel hast, check doch einfach aus, was sich unter den Straßen Liverpools befindet: Das geht dank der skurrilen Williamson Tunnel, die ein Milliardär im 18. Jahrhundert aus unbekannten Gründen hat graben lassen. Danach geht es noch auf ein Pint ins Rosco Head und anschließend weiter Richtung Norden.

Wandern im Lake District Nationalpark

Auf dem Weg nach Schottland fährst du zwangsläufig am größten Nationalpark der Insel, dem Lake District vorbei. Hier kannst du gut und gerne mehrere Tage verbringen, denn neben vielen Wanderungen warten einige abgefahrene Mountainbike-Tracks und Kletterabenteuer auf dich. Dein nächster Stopp heißt Glasgow. Die größte Stadt Schottlands erwartet dich mit einem richtig coolen Flair, besonders empfehlenswert ist ein Spaziergang über den Campus und traditionelle Fish & Chips im Chippy doon the Lane.

Endpunkt: die coole Stadt Edinburgh

Es geht weiter in den Loch Lomond & Trossachs Nationalpark, in dem die schottischen Highlands offiziell beginnen. Nachdem du hier nach Herzenslust gewandert bist und mit dem Kanu unterwegs warst, nimmst du Kurs auf Iverness. Auf dem Weg dorthin durchquerst du den Cairngorms Nationalpark. Hier lohnt es sich, vom Auto aufs Mountainbike umzusteigen! Von Iverness aus geht es an der Küste entlang bis nach Aberdeen. Für dieses Stück solltest du ein wenig Extrazeit einplanen, denn die kleinen Orte, wie Cullen oder St. Fergus sind perfekt, um bei einem Pint den Blick aufs Meer zu richten. Mit ein bisschen Glück bekommst du dabei sogar Delfine, Robben oder Minkwale zu Gesicht. Deine letzte Etappe führt dich bis nach Edinburgh, eine Stadt, die mich persönlich immer wieder umhaut. Am Coolsten ist die lässige Atmosphäre in den Straßen, das Edinburgh Castle und der Hausberg Arthur’s Seat, von dem aus du eine geniale Aussicht hast. Von der schottischen Hauptstadt geht es mit dem Flugzeug wieder zurück nach Deutschland.

Alle Infos auf einen Blick

Länge: Etwa 1.200 Kilometer
Dauer: Mindestens 16 Tage
Auto: Geländewagen mit Zelt
Tipp: Wenn du noch mehr über Schottland wissen willst, dann findest du hier meinen ausführlichen Bericht und hier gibt’s tolle Tipps für Edinburgh!

4. Spaniens wilder Norden

Eine Reise nach Spanien muss dich nicht immer in den Süden führen. Ganz im Gegenteil: Der spanische Norden erwartet dich mit vielen genialen Städten und Küstenabschnitten, die wie gemacht für einen kurzen Roadtrip sind! Den Anfang macht die Hafenstadt Gijón an der asturischen Küste. Dafür fliegst du am besten den Asturias Flughafen an, der etwa eine halbe Stunde von Gijón entfernt ist. Das frühere Fischerviertel der Stadt, Cimadevilla, ist eines der absoluten Highlights. Besonders cool ist das skurrile Bauwerk aus Beton „Elogio del Horizonte“, das auf der Klippe thront. Der große graue Halbkreis ist kein besonders schöner Anblick, aber sobald du dich in die Mitte stellst, kannst du die Brandung der Wellen am ganzen Körper spüren und das ist ein Wahnsinnsgefühl! Die Küstenstraße führt dich weiter Richtung Osten, dabei fährst du durch viele kleine spanische Fischerorte. In Ribadesella ist die Höhle von Tito Bustillo mit ihren Felsmalereien ein echtes Muss, genauso wie der Freitagsmarkt in Comillas.

Typisch spanisch: Santander

Als Nächstes kommst du in eine der ursprünglichsten spanischen Städte, nach Santander. Hier triffst du auf jede Menge Einheimische und kaum andere Touristen, was in der Stadt für eine richtig coole spanische Atmosphäre sorgt. Falls du übers Wochenende bleibst, dann solltest du am Sonntag unbedingt im Stadttunnel vorbeischauen, wo der wöchentliche Flohmarkt stattfindet. Außerdem lohnt sich ein Spaziergang zum Leuchtturm Cabo Mayor. Die besten Tapas in einem richtig genialen Laden, die du dir vor deiner Weiterreise unbedingt schmecken lassen solltest, gibt es im La Catedral.

Deba-Zumaia Naturpark

Jetzt geht es weiter nach Bilbao, wo nicht nur das berühmte Guggenheim Museum auf dich wartet, sondern auch eine echt coole Stadt, die du am besten bei einem langen Spaziergang erkundest. Auf der AP-8 nimmst du Kurs auf San Sebastián, aber nicht ohne am Deba-Zumaia Naturpark haltzumachen. Falls du Lust und Zeit hast, kann ich dir den Weg von Deba an der Küste entlang nach Zumaia empfehlen. Dabei lernst du die wilde Seite Spaniens von ihrer schönsten Seite kennen. Wenn du nicht so viel Zeit hast, lohnt sich schon ein kurzer Spaziergang in dem Küstenabschnitt.

Surfen und chillen in San Sebastián

Nun steht San Sebastián auf dem Programm. Hier ist alles etwas moderner und lifestyliger, aber immer noch lässig und typisch spanisch. Dein erster Weg sollte dich an die Playa la Zurriola führen. Dort leihst du dir ein Surfbrett aus und erlebst San Sebastián, wie es am meisten Spaß macht: beim Wellenreiten. Einen richtig coolen Blick über die gesamte Bucht hast du vom Monte Igueldo aus. Außerdem gehört die wöchentliche Pintox-Poteo auf deine Liste. Pintox – ähnlich wie Tapas – werden in der Altstadt überall serviert, aber falls du an einem Donnerstag hier bist, dann mische dich im Viertel Gros unter die Einheimischen und genieße die Spezialität der Stadt. Von hier aus kannst du nun entweder den Heimweg antreten oder über Miranda de Ebro, León und Mieres del Camino wieder zurück nach Gijón fahren.

Alle Infos auf einen Blick

Länge: Etwa 380 Kilometer
Dauer: Mindestens 4 Tage
Auto: Kleinwagen oder Kombi

5. Das Schwarze Meer und die Ägäis: Von Odessa nach Antalaya

Wenn du an einen Roadtrip durch Europa denkst, ist die Ukraine sicherlich nicht das erste Land, das dir dafür in den Sinn kommt. Gerade deswegen ist es der perfekte Ausgangsort für deinen Trip vom Schwarzen Meer an die Ägäis. Odessa wird oft als die Perle des Schwarzen Meers bezeichnet und das zurecht! In den alten Straßen der Stadt herrscht eine ganz besondere Stimmung. Vor allem aber ist der Hafen, der durch die 192 Stufen der Potemkinschen Treppe mit der Altstadt verbunden ist, einen Spaziergang wert. Auf deinem Weg in die rumänische Stadt Constanta lohnt sich eine Wanderung im Lower Dniester Nationalpark, kurz vor der Grenze zu Moldawien.

Kanuabenteuer im Biosphärenreservat Donaudelta

Sobald du in Rumänien angekommen bist, solltest du einen Abstecher in das Biosphärenreservat Donaudelta machen. Die vielen Kanäle und Flußarme erkundest du am besten mit einem Kanu oder Ruderboot, ansonsten ist dieser Küstenabschnitt auch ein geniales Wandergebiet. In Constanta erwartet dich eine sehenswerte Altstadt, besonders die Strandpromenade mit dem stillgelegten Constanta Casino direkt am Schwarzen Meer ist ziemlich cool. Im Norden der Stadt kannst du am Mamaia Beach richtig chillen, bevor du dich wieder auf den Weg machst.

Küste, Berge und viel Geschichte in Bulgarien

An der Küste entlang geht es weiter nach Bulgarien, genauer gesagt nach Varna. Die drittgrößte Stadt des Landes stammt teilweise aus dem 7. Jahrhundert vor Christus. Richtig cool ist die riesige Kathedrale mit ihren goldenen Kuppeln. Was unbedingt auf deine Varna-Liste gehört, ist eine Wanderung durch den Steinwald Pobiti Kamani. Auf dem sieben Quadratkilometer großen Areal reihen sich jede Menge ungewöhnliche Formationen aus Steinsäulen aneinander. Wo diese Säulen herkommen, ist noch nicht wirklich klar, fest steht aber, dass sie ein unglaublich cooler Anblick sind. Dein Weg geht weiter Richtung Süden. Plane für die gesamte bulgarische Küste ein bisschen Zeit ein, damit du in Ruhe anhalten kannst, um die vielen schönen Orte und Strände sowie das Strandscha Gebirge zu erkunden. Diese Berge haben es wirklich in sich, hier reihen sich viele Ruinen aus verschiedenen Zeitaltern aneinander. Egal, wo und wie du das Gebirge erkundest, du stößt mit Sicherheit auf Spuren von längst vergangenen Tagen. Übrigens ist laut Legende eine ägyptische Prinzessin in den Bergen begraben, die Grabstätte wurde bisher allerdings nicht gefunden.

Szeneviertel Galata in Istanbul

Mit der Überquerung der türkischen Grenze kommst du deinem Ziel immer näher. Aber erst einmal geht es weiterhin an der Küste entlang bis in die ehemalige Hauptstadt Istanbul. Am besten entdeckst du die Stadt mit einem Spaziergang durch das lässige Szeneviertel Galata, in dem es jede Menge angesagter Läden gibt, und einem Besuch auf dem legendären Gewürzmarkt. Mitten in Galata kannst du in dieser coolen Unterkunft deine Kräfte für die letzten beiden Etappen deines Roadtrips sammeln.

Wasserfälle im Kursunlu Naturreservat

Dein nächster Halt heißt Izmir. Die Stadt an der Ägäis wartet mit einem typischen und bunten türkischen Bazar auf dich, wo du den süßen türkischen Kaffee probieren solltest. Außerdem steht in Izmir noch ein Ausflug in das einstündig entfernte Ephesos auf deinem Programm, bevor du direkten Kurs auf Antalya nimmst. Zugegeben: Die Stadt an der türkischen Riviera ist in den letzten Jahren immer mehr dem Massentourismus verfallen, aber auch hier gibt es noch ein paar Orte, an die sich kaum ein Reisender verirrt. Einer davon ist das Kursunlu Naturreservat mit ein paar richtig coolen Wasserfällen, die du alle auf einmal von einer Hochebene aus im Blick hast. Außerdem kommt bei einer Tour durch die Karain-Höhle oder einem Ausflug in die antike Stadt Olympus auch in einer Stadt wie Antalya echtes Abenteuerfeeling auf!

Alle Infos auf einen Blick

Länge: Etwa 2.200 Kilometer
Dauer: Mindestens zwei bis drei Wochen
Auto: Kombi oder Geländewagen

6. Mit dem Auto in die Alpen

Die Alpen sind besonders cool für kurze Wochenendtrips. Von Norddeutschland aus setzt du dich einfach in den Flieger bis nach München und mietest dir dort ein Auto, um deinen Roadtrip in Garmisch-Partenkirchen zu beginnen. Falls du im Süden der Republik zuhause bist, einfach ins Auto setzen und losfahren! In Garmisch-Partenkirchen geht es erst einmal auf die Zugspitze. Auf dem höchsten Berg Deutschlands wartet im Winter nicht nur ein geniales Skigebiet auf dich, sondern auch eine Siedlung, die aus 20 Iglus besteht. In diesem Iglu Dorf kannst du nicht nur übernachten, sondern auch lecker Essen oder dich im Whirlpool aufwärmen. Im Sommer gibt es im Gebiet rund um die Zugspitze viele Wanderwege, von denen der Gletscher-Erlebnisweg sehr zu empfehlen ist.

Cool, cooler, Innsbruck!

Durch den Naturpark Karwendel, den du am besten beim Mountainbiken oder Klettern entdeckst, geht es weiter bis nach Innsbruck. Hier erwartet dich eine richtig coole Stadt mitten in den Alpen. Total genial ist ein Bummel durch die Altstadt, hier ist vor allem die Maria-Theresien-Straße sehenswert. Die besten Burger der Stadt gibt es auch hier wieder bei Ludwig und die coolste kleine Hütte zum Übernachten findest du hier.

Südtirol: Abenteuer pur!

Nun geht es nach Italien, genauer gesagt nach Südtirol. Du kannst hier entweder die kleinere SS44 direkt nach Meran nehmen oder über die SS12 über Bozen fahren. Falls du dich für Bozen entscheidest, dann nimm dir Zeit für einen Abstecher nach Jenesien und genieße den genialen Blick über die Stadt. Dein nächster Stopp, Meran, liegt direkt vor den Ötztaler Alpen, wo dir abenteuertechnisch wieder einiges geboten wird. Im Winter kannst du dich beim Skifahren, Schneeschuhwandern und Eisklettern austoben, während du die Gegend im Sommer beim Canyoning, Rafting und Klettern entdeckst. In Meran selbst solltest du dir den Sessellift auf keinen Fall entgehen lassen, der dich auf den Hausberg bringt.

Berge satt in den Schweizer Alpen

Das war es schon mit Österreich und Italien, nun machst du dich auf den Weg in die Schweizer Alpen. Am Ende deiner Etappe liegt Davos, ein typisches gemütliches Dorf in den Bergen, durch das sich ein Spaziergang auf jeden Fall lohnt. Im Winter hast du im Skigebiet Davos-Klosters ausreichend Pistenkilometer zu erkunden. Falls du etwas mehr Zeit mitbringst, lohnt es sich außerdem, die Haute Route mit den Skiern oder Schneeschuhen zurückzulegen! Im Sommer ist ein Ausflug auf die Schatzalp absolut empfehlenswert, schon die Fahrt auf die Alp mit der abenteuerlichen Bahn ist ein Erlebnis für sich, aber auch die Wanderung zurück ins Tal hat es in sich. Bevor du den Rückweg antrittst, plane einen kurzen Abstecher auf den Flüelapass ein, wo du im Sommer auf dem Gletscher wandern kannst. Jetzt geht es durch die Schweizer Alpen in Richtung Bodensee. Bevor dein Roadtrip in Bregenz zu Ende geht, solltest du dich noch einmal in eine Gondel setzen, um auf den Pfänder zu fahren, von wo du den gesamten See überblicken kannst!

Alle Infos auf einen Blick

Länge: Etwa 480 Kilometer
Dauer: Mindestens vier Tage
Auto: Kombi oder Geländewagen (im Winter Schneeketten nicht vergessen!)
Lesetipp: Mehr Tipps zu Südtirol findest du hier! 

Auf Europas Straßen warten endlos viele Abenteuer auf dich!

Um dich in ein richtig aufregendes Abenteuer zu stürzen, musst du nicht immer besonders weit und für besonders lange Zeit wegfahren. Ganz im Gegenteil: In Europa findest du ziemlich viele coole Ecken! Egal, ob es dich in den hohen Norden bis ans Eismeer zieht, du lieber am Mittelmeer unterwegs bist oder dein Abenteuergeist beim Anblick der schneebedeckten Gipfel in den Alpen geweckt wird – Europa hat für jeden Adrenalin-Junkie das passende Abenteuer parat. Jetzt musst du nur noch deine Sachen packen, ins Auto steigen und losfahren!

Welche europäischen Länder stehen bei dir als Nächstes auf dem Plan?

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5 Kommentare zu „Die 6 coolsten Roadtrips durch Europa

  1. Jörg Stephan on

    Mich würden weitere Roadtrips für 4 bis maximal 10 Tage interessieren. Die wirklich coolen, von euch vorgestellten Roadtrips sind mit 2 Wochen plus X viel zu lang. Wer hat denn so viel Urlaub am Stück? Interessant wären auch Zugreisen.

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  2. Laura on

    Sehr coole Routen! Danke Sebastian 🙂
    Ein Roadtrip durch Italien ist auch definitiv ne Reise wert!
    Wir sind letztes Jahr mit meinem alten Fiat Punto von Berlin über Bayern, Österreich, Südtirol (allein das ist schon ein Trip für sich. Die Landschaft ist der Hammer 🙂 ) und weiter über Bologna, Florenz, Rom und Kalabrien bis nach Sizilien. Ein Fleckchen schöner als das andere.

    Jörg, der Trip ist (wenn man vielleicht nicht ganz so hoch im Nord-Osten Deutschlands startet) gekürzt definitiv auch was, wenn du nur zehn Tage Zeit hast. Wir waren insgesamt drei Wochen unterwegs aber bis Sizilien ist es ja auch echt ein ganzes Stück.

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  3. josie on

    Für vier tage…da kann ich die einen boattrip empfehlen. 🙂 Haben wir auf der Diemel und Weser mit 4 Kindern, Hund und Zelt gemacht. Gestartet in Hessen in Liebenau, durch NRW ud via Weser bis Liebenau Hessen. Durch die kleinen Stromschnellen war es auf der Diemel nicht langweilig. Roadtrip… wir fanden die polnische Ostseeküste außerhalb der Saison toll und ganz klar Tschechien. Dänemark und seine Naturzeltplätze sind auch ein Abenteuer wert. Unbedingt eine Schaufel mitnehmen 😉 Frankreich und seine camping de municipal war auch klasse. Es gibt in Europa so viele tolle Möglichkeiten. Seid einfach kreativ und geniesst es morgens aufzustehen und den Tag zu “ erleben“. Gruss einer kleinen großen Abenteurerfamilie

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  4. Justin Jura on

    Sehr guter Artikel! 2015 sind wir mit dem Wohnwagen die Adriaküste entlang gereist, das war absolut großartig. Dieses Jahr im Sommer soll es die Schwarzmeerküste Bulgariens sein, die wir unsicher machen wollen.

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