Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Diese 5 Erlebnisse darfst du in Bolivien nicht verpassen!

Wenn du mit einer Reise nach Südamerika liebäugelst, stechen dir natürlich gleich Chile, Peru oder Argentinien als potenzielle Reiseländer ins Auge. Insbesondere Patagonien ist ein Paradies für Naturliebhaber, die am liebsten draußen unterwegs sind. Die Nationalparks sind mit den gewaltigen Bergen, kristallblauen Bergseen und beeindruckenden Gletschern der Wahnsinn! In Peru ist es vor allem die alte Inka-Ruinenstadt Machu Picchu, die du einmal in deinem Leben mit eigenen Augen gesehen haben musst! Schließlich zählt die Stadt nicht umsonst zu den sieben Weltwundern. Eine Reise nach Südamerika ist in jedem Fall ein unvergessliches Abenteuer!

Ein Land übertrifft dennoch alle anderen und zwar das kleine und unscheinbare Bolivien, wo alles noch echter und abenteuerlicher ist. Wusstest du, dass dort die gefährlichste Straße der Welt auf dich wartet, die du unbedingt mit dem Mountainbike hinunter rasen musst? Oder sich dort der zweitgrößte Nationalpark Südamerikas befindet, in dem Jaguare, Pumas und andere wilde Tiere leben? Das sind allerdings nur zwei Abenteuer, in die du dich stürzen kannst, während ich dir das absolute Highlight erst am Ende des Beitrags verraten werden. Ich nehme dich mit auf eine Entdeckungstour durch mein Lieblingsland Südamerikas: Bolivien!

Bolivien begeistert!

Das musst du über Bolivien wissen!

Salzwüste Bolivien

So sind die Bolivaner!

Die Bolivianer sind unglaublich freundlich, aufgeschlossen und freuen sich über jeden Reisenden, der sich in ihr kleines Land verirrt. Ich erinnere mich gut an eine Busfahrt, bei der ich neben einem älteren Opa saß. Er musterte mich erst neugierig mit großen Augen und dann ging es auch schon los: 1.000 Fragen über meine Herkunft, über mich und warum ich ausgerechnet nach Bolivien gekommen war.

Die Sprachbarriere wurde elegant mit Händen und Füßen aus dem Weg geschafft. Der nette Nebeneffekt: Wir sorgten für jede Menge Unterhaltung, mit der wir kurz darauf den halben Bus ansteckten. Ehe ich mich versah, stiegen noch mehr Bolivianer in das Gespräch ein – eine Szene, die zeigt, wie das Land und seine Menschen ticken. Dass die Busfahrt an diesem Tag nur so an mich vorbeizog, benötigt wohl keine weitere Erklärung.

Ist Bolivien gefährlich?

Wie in den meisten ärmeren Ländern, trifft du leider auch in Bolivien auf sie: Verkäufer, die dich zum Kauf ihrer handgemachten Souvenirs drängen möchten, oder Diebe, die es auf deine Wertgegenstände abgesehen haben. Das sind allerdings nicht nur Probleme mit denen du dich in Bolivien rumschlagen musst, sondern weltweit. Es versteht sich von selbst, dass du an öffentlichen Plätzen ein Auge auf deine Sachen hast.

Gefährlich wird es in Bolivien wirklich nur, wenn du es darauf ankommen lässt. Wir waren öfters nachts in kleinen Gruppen unterwegs und hatten keinerlei Probleme. Bist du allerdings alleine auf dem Nachhauseweg und womöglich sogar betrunken, sieht die Sache anders aus: Als leichtes Ziel für Überfälle musst du dich nicht wundern, wenn dir dein Handy und dein Geldbeutel geklaut werden. Aber auch das kann dir überall passieren – ganz egal, ob du in Australien, Deutschland oder eben in Bolivien unterwegs bist.

Wie günstig ist das Reisen in Bolivien?

Bolivien zählt zu den ärmsten Ländern Südamerikas und die Preise sind dementsprechend günstig. Für eine Nacht im Mehrbettzimmer bezahlst du oftmals nicht mehr als sieben Euro, inklusive Frühstück. Tolle Privatzimmer, die du für dich und deine Begleitung alleine hast, bekommst du ab 15 Euro. Das Gleiche gilt für AirBnB-Apartments! Ich habe zwei Wochen in Sucre verbracht und bin in dieser Zeit in einem wahnsinnig tollen Apartment untergekommen, für das ich nur 15 Euro pro Nacht zahlte. Mit solch geringen Preisen kannst du rechnen.

Beim Essen kommt es ganz auf dich und deinen Reisestil an: Kaufst du dir günstige und frische Lebensmittel auf Märkten oder im Supermark und kochst selbst, bist du mit kleinen Beträgen dabei. Aber auch in den Restaurants, die eigentlich nur von den Locals besucht werden, findest du günstige Gerichte auf der Speisekarte. Je nach deiner Reiseart, kannst du pro Tag zwischen sieben und 15 Euro für die gesamte Verpflegung einplanen.

Auch das Reisen durch Bolivien ist sehr günstig und überraschend bequem. Die Langstreckenbusse kosten meist nicht mehr als 10 Euro und du kannst damit das ganze Land bereisen. Die Busausstattung wird dich wirklich überraschen: Die Busse haben eine Klimaanlage, die meist auf niedriger Temperatur eingestellt ist, und richtig bequeme Sitze. Hier überstehst du ohne Probleme auch längere Fahrten, auch wenn es richtig kalt werden kann. Nimm auf jeden Fall einen Pullover oder eine Jacke mit in den Bus, damit du nicht frierst.

Du kannst Bolivien wirklich günstig bereisen und schon mit 25 Euro pro Tag locker auskommen – nach oben gibt es natürlich keine Grenzen. Bolivien schont deinen Geldbeutel und gerade wenn du längere Zeit in Südamerika verbringst, kannst du durch einen Aufenthalt in Bolivien die teuren Regionen wie Patagonien etwas ausgleichen, denn dort bezahlst du schon für ein Bett im Mehrbettzimmer circa 20 Euro!

So viel Zeit brauchst du für Bolivien!

Gerade wenn du längere Zeit in Südamerika verbringst, lohnt es sich vier Wochen in Bolivien zu verbringen. Sprichst du nur ein bisschen Spanisch oder hast noch keine Ahnung davon, könntest du drei Wochen zum Reisen nutzen und eine komplette Woche Spanisch-Unterricht nehmen, um deine Fremdsprachenkenntnisse auszubauen – dazu aber später mehr!

In Bolivien gibt es unglaublich viel zu erleben und du könntest dort ohne Probleme mehrere Monate verbringen, ohne von Langweile heimgesucht zu werden. Drei Wochen sind aber das Minimum, das ich dir für dieses abwechslungsreiche Land empfehlen würde. Vielleicht fragst du dich nun, ob es sich lohnt für den Jahresurlaub nach Bolivien zu fliegen? Die Antwort: Kommt drauf an. Mit drei Wochen würde ich diese Möglichkeit in Betracht ziehen, da dir dann genug Zeit bleibt, um dich auf das Land und die Kultur einzulassen.

Das musst du über die Ein- und Anreise wissen

Du brauchst vorher kein Visum

Die gute Nachricht zuerst: Für deine Reise nach Bolivien benötigst du kein Visum! Bei der Ankunft am Flughafen oder an der Grenzkontrolle bekommst du eine Aufenthaltsgenehmigung für 30 Tage, die du bei Bedarf kostenlos bei der Migrationsbehörde um einen Monat verlängern kannst. Die Verlängerung kannst du zweimal vornehmen und so maximal drei Monate bleiben. Du musst dich vor deinem Abflug also nicht um ein Visum kümmern.

So kommst du nach Bolivien

Die Anreise von Deutschland nach Bolivien ist dafür etwas schwierig, da du Direktverbindungen nur von Madrid aus nach Bolivien findest. Sehr gut funktioniert die Strecke von der spanischen Hauptstadt nach Cochabamba: Boliviana de Aviacion fliegt direkt in 11 Stunden nach Bolivien und das auch noch zu einem fairen Preis. Du findest Return-Tickets bereits ab 700 Euro. Nun musst du dich nur noch darum kümmern nach Madrid zu gelangen. Allerdings findest du von Deutschland aus sehr günstige Flüge: Mit Ryanair oder Air Europe kostet dich der Returnflug meist nicht mehr als 100 Euro, zuzüglich Gepäck.

Lesetipp: Die Suche von Flügen nach Bolivien ist etwas knifflig und aus dem Grund solltest du einen Blick in unseren Beitrag werfen, in dem wir dir die Tipps für die Suche nach Schnäppchenflüge verraten!

Salzwüste Bolivien

Einreise über den Landweg

Mit etwas mehr Zeit zur Verfügung, wenn du dich zum Beispiel auf Weltreise befindest oder ein Sabbatical planst, kannst du auch über den Landweg einreisen. Fliege beispielsweise nach Santiago de Chile, verbringe dort einige Tage und reise im Anschluss in die chilenische Atacama Wüste, um von dort aus dein Abenteuer in Bolivien zu starten.

Über den Landweg kannst du ebenfalls von Peru aus einreisen. In diesem Fall überquerst du in der Nähe des Titicaca Lake die Grenze nach Bolivien. Beide Optionen bieten sich an, da du nun Bolivien in ein Richtung durchreisen kannst. Sehen wir uns jetzt an, wie deine Reiseroute aussehen könnte.

Deine Reiseroute für dein Bolivien-Abenteuer

Bei Einreise über Peru, könnte deine Zeit in Bolivien am Titicaca Lake beginnen. Nach der Grenzüberquerung reist du zuerst nach Copacabana, um von dort aus einen Abstecher auf die Insel Isla del Sol zu unternehmen. Anschließend besuchst du La Paz, bevor du über Cochabamba bis nach Santa Cruz reist. Danach wird es Zeit in Richtung Süden aufzubrechen: Sucre ist die bolivianische Hauptstadt und meiner Meinung nach die schönste Stadt des Landes. Du musst hier unbedingt vorbeischauen, bevor es dich über Potosi nach Uyuni zieht. Dort setzt du deine Reise dann in Richtung Chile fort, allerdings nicht ohne die Salar de Uyuni gesehen zu haben.

Wie du merkst, eignet sich Bolivien ideal als Bindeglied deiner Südamerika-Reise, wenn du Chile und Peru besuchen möchtest. Natürlich kannst du diese Route auch in die entgegengesetzte Richtung unternehmen und von San Pedro de Atacama in Chile die Grenze überqueren und dein Bolivien-Abenteuer mit einer Salar de Uyuni-Tour beginnen.

Geht es für dich wieder von Cochabamba zurück nach Spanien, musst du wohl oder übel mit dem Bus zurück fahren. Glücklicherweise findest du von jedem größeren Busterminal Busse nach Cochabamba, auch wenn du dafür das halbe Land durchqueren musst.

Das musst du in Bolivien erleben

Diese fünf Erlebnisse darfst du in Bolivien nicht verpassen!

In Bolivien gibt es wahnsinnig viele Abenteuer, in die du dich stürzen kannst, und außerdem warten wunderschöne Landschaften und freundliche Einheimische auf dich. Ich verrate dir nun fünf Erlebnisse, die du in Bolivien unbedingt unternehmen musst! Ich spanne dich nun nicht weiter auf die Folter und wir beginnen gleich mit dem ersten Highlight – Trommelwirbel bitte für die Salzwüste Boliviens!

Highlight Nr. 1: Salzwüste Bolivien – Die Salar de Uyuni!

Salzwüste Bolivien

Die größte Salzwüste der Welt!

Die Salar de Uyuni ist wohl das Beeindruckendste, was du während deiner Zeit in Bolivien zu sehen bekommst, und deshalb darfst du eine Tour durch die Salzwüste nicht verpassen. Dich erwarten wunderschöne Landschaften, ein Bilderbuch-Sonnenaufgang und ein Meer aus weißem Salz. Du wirst deinen Augen nicht trauen, wenn du in der Wüste stehst und deinen Blick schweifen lässt: Alles ist strahlend weiß und meist ist kein Ende in Sicht. Besonders wenn es in den Tagen zuvor geregnet hat und das stehende Wasser die Sonnenstrahlen reflektiert, verwandelt sich die Wüste in einen riesigen Spiegel! Dieses Naturschauspiel musst du einfach mit eigenen Augen sehen!

Das musst du über die Tour wissen!

Für deine Entdeckungstour durch die Wüste buchst du am besten eine Tour in Uyuni oder in San Pedro de Atacama in Chile. Letzteres bietet sich besonders dann an, wenn du Zeit in Chile verbracht hast und über den Landweg nach Bolivien einreist. Du buchst dann in der Atacama-Wüste eine mehrtägige Tour, bei der du über den Landweg nach Bolivien einreist und am Ende in Uyuni landest. Im Anschluss kannst du deine Südamerika-Reise in Bolivien fortsetzen.

Die Touren dauern in der Regel zwei Nächte und drei Tage und kosten dich ungefähr 150 Euro. Die Tour kannst du allerdings auch in die entgegengesetzte Richtung unternehmen und von Uyuni nach San Pedro de Atacama reisen. Ein sehr guter Anbieter, mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe, ist White and Green. Die Guides sprechen mehr oder weniger gutes Englisch und wissen genau, welche Orte du unbedingt sehen musst.

White and Green bietet außerdem noch Tagestrips in die Salar de Uyuni an, die du von Uyuni aus starten kannst. Diese Option würde ich dir nur dann empfehlen, wenn dir keine andere Wahl bleibt. Die Region ist der Wahnsinn und vor allem riesig! Es gibt für dich so viele Orte zu sehen, die dafür sorgen, dass jeder Tag ein ganz neues Abenteuer ist!

Salzwüste Bolivien

Das erwartet dich in der Salar de Uyuni

Während der großen Tour bekommst du nicht nur die Salar de Uyuni zu sehen, sondern auch noch den Nationalpark in Südbolivien. Diese Region wird dich begeistern, denn dort warten beeindruckende Berge, sehenswerte Bergseen und eine Landschaft auf dich, die dir den Atem rauben.

Ein anderes Highlight deiner Tour ist der Sonnenaufgang, den du dir von der Isla Incahuasi aus ansiehst. Der Ort liegt wie eine kleine Insel in der Wüste und ist umgeben von der weißen Salzlandschaft. Taucht die Sonne auf und rückt den Anblick in das richtige Licht, bist du einfach nur noch überrumpelt!

Ein weiteres Highlight ist die Fahrt ins tiefe Innere der Salzwüste: Außer dem weißen Salzboden und dem hellblauen Himmel siehst du nichts – nicht einmal die Berge am Horizont! Dadurch kannst du dort auch richtig abgefahrene Bilder schießen, da die Größenverhältnisse über den Haufen geworfen werden. Was für verrückte Dinge es auf unserer Erde zu sehen gibt! Einfach unglaublich!

Hier kannst du in San Pedro de Atacama übernachten!

AirBnB Apartment in San Pedro de Atacama

San Pedro de Atacama in Chile ist entweder der Start- oder Endpunkt deiner Jeep-Tour durch die Salar de Uyuni und auch dort erwarten dich einige coole Unterkünfte. Der Ort ist ziemlich klein und du bist gewöhnlich in wenigen Minuten zu Fuß im Zentrum.

Eine Unterkunft, die ich dir nur empfehlen* kann, ist das Apartment von Marcela. Du kannst zu allen Ecken der Stadt laufen und Cafés, Bars und Restaurants liegen quasi um die Ecke. Das Gleiche gilt für Supermärkte, Geldautomaten und Tourenanbieter, die dich mit in die Salzwüste nehmen.

In der Unterkunft findest du alles, was du für die Zeit in San Pedro brauchst. Du hast mit diesem Apartment die perfekte Basis gefunden, um dich auf dein bevorstehendes Abenteuer vorzubereiten oder dich davon zu erholen. Das Apartment kannst du bereits für 115 Euro buchen, inklusive der AirBnB-Nebenkosten

Erlebnis Nr. 2: Die Death Road in La Paz

Jage die gefährlichste Straße der Welt mit dem Mountainbike hinunter

Die Death Road in La Paz ist das Aushängeschild und ein Must-See für deine Zeit in Bolivien. Die Death Road hat ihren üblen Ruf aus der Zeit, in der es noch keine Umgehungsstraße gab und viele Busse auf der schmalen Straße unterwegs waren, neben der ein ungesicherter Abhang hunderte Meter in die Tiefe führt.

Stürzte ein Bus ab, gab es kaum Überlebende, so wie beim schlimmsten Verkehrsunfall Boliviens als ein abgestürzter Bus 100 Leuten das Leben kostete. Mittlerweile kommen nur noch wenige Menschen auf der gefährlichsten Straße der Welt um, doch der Ruf bleibt!

Vorweg muss ich dir sagen, dass es sich dabei um keine technisch anspruchsvolle Mountainbike-Abfahrt handelt, denn du fährst die meiste Zeit auf Schotterpisten hinunter ins Tal. Suchst du als erfahrener Mountainbiker nach einer Abfahrt, die dich körperlich fordert und dich zur Höchstleistung anspornt, ist die Death Road nicht das Richtige für dich. Die Abfahrt lohnt sich dennoch, denn die Straße, die den Amazonasregenwald mit La Paz verbindet, ist beeindruckend! Dass die Fahrt entlang des tiefen Abhangs für Nervenkitzel sorgt, versteht sich von selbst und außerdem warten wunderschöne Wasserfälle und sagenhafte Ausblicke auf dich.

Hier kannst du deine Death Road Tour buchen!

In La Paz haben sich mehrere Anbieter auf dieses Abenteuer spezialisiert und führen täglich diese Touren durch. Du kannst also problemlos deine Tour kurzfristig vor Ort buchen. Ein sehr guter Anbieter ist Barracuda Biking. Die Guides sind gut drauf und machen einen klasse Job. Das wichtigste sind allerdings die Räder, die in einem perfekten Zustand sind, sowie die Schutzausrüstung, die du für die rasante Fahrt definitiv brauchst. Preislich liegen die Touren ähnlich und du kannst Angebote bereits ab 60 Euro finden.

Das erwartet dich während der Tour!

Am Tag deines Abenteuers wird dich dein Wecker schon vor [7:00] Uhr aus dem Schlaf reißen, denn schon um [7:30] Uhr musst du am vereinbarten Treffpunkt erscheinen. Nachdem du in deine Ausrüstung geschlüpft bist und du eine kleine Einweisung erhalten hast, geht es endlich los. Eine halbe Stunde später wird es dann zum ersten Mal ernst und Anspannung liegt in der Luft: der gefährlichste Part steht nun kurz bevor!

Gegen [14:30] Uhr hast du es dann endlich geschafft: Die gefährlichste Straße der Welt ist bezwungen! Am Nachmittag wartet dann noch ein Mittagessen auf dich und du hast genügend Zeit, um in die Naturpools zu springen. Gegen [20:00] Uhr bist du zurück in La Paz – ein aufregender und Adrenalin geladener Tag geht zu Ende.

Deine Unterkunftsmöglichkeiten in La Paz

Hostel 3600 mit Stil und Klasse!

Neben zahlreichen Partyhostels kannst du auch sehr gemütliche und familiäre Unterkünfte finden. Ich war bereit etwas mehr für meine Unterkunft zu bezahlen, um einen ruhigen Rückzugsort zu haben. Das Hostel 3600* bietet ein Bett im Mehrbettzimmer für 14 Euro pro Nacht. Das komplette Hostel besteht aus 18 Betten und im Gemeinschaftsbereich lässt es sich sehr gut aushalten.

Die Atmosphäre ist durch die kleine Größe des Hostels sehr angenehm. Das Frühstück ist ebenfalls nur zu empfehlen, denn es gibt neben Brötchen mit Marmelade auch noch frisch gepressten Orangensaft, leckeren Tee und aufweckenden Kaffee. Gerade wenn du es etwas ruhiger angehen möchtest, bist du in diesem Hostel richtig!

Eine ganze Wohnung für dich und deine Begleitung

In La Paz kannst du auch in richtig geilen AirBnB-Apartments übernachten, für die du nicht einmal tief in die Tasche greifen musst. Eine tolle Unterkunft, die sich in Zentrumsnähe befindet, ist die Wohnung von Vane*. Inklusive der AirBnB-Nebenkosten kannst du die Wohnung bereits für 40 Euro pro Nacht mieten. In wenigen Gehminuten erreichst du alle wichtige Punkte, wie zum Beispiel Supermärkte, Geldautomaten, Cafés und Restaurants.

Die luxuriöse und moderne Einrichtung ist ein wahrer Blickfang und du wirst dich in dem Apartment von der ersten Minute wohlfühlen. Vane hat außerdem immer ein offenes Ohr für dich und hilft dir gerne bei Fragen zu La Paz oder Bolivien. Bessere Voraussetzungen für deine Zeit in La Paz gibt es nicht und ich bin mir sicher, dass du hier sehr zufrieden sein wirst.

Highlight Nr. 3: Durch den Kaa Iya Nationalpark in der Nähe von Santa Cruz

Auf den Spuren des Jaguars!

Liebst du es, durch einen Nationalpark zu streifen, in der Hoffnung wilde Tiere zu entdecken, womöglich sogar einen Jaguar oder Puma? Dann herzlich Willkommen im Kaa Iya Nationalpark in der Nähe von Santa Cruz de la Sierra – deinem neuen Abenteuerspielplatz! Im Kaa Iya warten Abenteuer auf dich, die du nur an wenigen Orten unserer Erde erleben kannst und ich bin mir sicher, dass die Expedition durch den zweitgrößten Nationalpark Südamerikas zu den Highlights deiner gesamten Reise zählen wird.

Hier kannst du deine Tour buchen!

Ich kann gut nachvollziehen, dass du vielleicht kein großer Fan von Touren bist und du am liebsten auf eigene Faust aufbrichst. Allerdings bist du in einem riesigen Park besser beraten mit einem Guide loszuziehen, der sich sehr gut auskennt und weiß wo sich die Tiere aufhalten. Richtig coole Touren, die in einer kleinen Gruppe durchgeführt werden, kannst du bei Nick’s Adventures Bolivia buchen, die schon seit einigen Jahren durch den Park streifen, um die Jaguare, Pumas, Tapire und andere Tiere aufzuspüren. Die beste Zeit für die Safari ist von Mitte Mai bis Anfang Dezember, da du hier die größten Chancen hast die Tiere zu sehen.

Das erwartet dich im Kaa Iya!

Bei der viertägigen Tour erwartet dich einiges! Gemeinsam werdet ihr den Nationalpark unsicher machen und das sogar zu Fuß! Du hast richtig gelesen: Eine Walking-Safari ist wohl einer der intensivsten Arten nach wilden Tieren Ausschau zu halten, denn hier ist der Nervenkitzel natürlich viel größer und es ist unglaublich aufregend die Spuren der Wildtiere zu Fuß zu folgen.

Für längere Strecken seid ihr mit dem Jeep unterwegs, um ein größeres Gebiet abzudecken. Die Guides kennen den Park bestens und wissen genau die Orte, an denen die Chancen gut stehen, eine Wildkatze anzutreffen. Siehst du zum ersten Mal in deinem Leben einen wilden Jaguar oder Puma, den du dann auch noch auf einem unglaublichen Foto einfängst, wirst du diese Safari eine lange Zeit in Erinnerung halten.

Was du sonst noch so im Kaa Iya erleben kannst!

Nick’s Adventures bietet außerdem noch einwöchige Safaris an, bei denen du sogar noch nach der gewaltigen Anaconda Ausschau hältst. Cooler und aufregender geht es echt nicht mehr! Suche das persönliche Gespräch mit den Mitarbeitern und erkundige dich nach den möglichen Safaris. Im Kaa Iya wartet eine aufregende Zeit auf dich!

Übernachtungsmöglichkeiten in Santa Cruz

Backpacker Flair im Jodanga Backpackers Hostel

Auch in Santa Cruz gibt es einige richtig coole Unterkünfte, die für deine Zeit in Frage kommen. Das Jodanga Backpackers Hostel* punktet vor allem mit gemütlichen Betten, sauberen Räumen und einer klasse Stimmung. Die freundlichen Mitarbeiter und der günstige Preis von unter zehn Euro pro Nacht im Mehrbettzimmer runden das gelungene Gesamtpaket ab.

Auch die Privatzimmer sind mit knapp 25 Euro erschwinglich – vor allem, wenn du nicht alleine unterwegs bist und dir das Zimmer mit deiner Begleitung teilen kannst. Einen besseren Rückzugsort, um deine Safari zu planen und dich im Anschluss davon zu erholen, könntest du nicht finden.

AirBnB-Apartment mit Pool und Grill-Area!

Magst du es eher ruhiger, kannst du auch geniale AirBnB-Apartments buchen, die dich kein Vermögen kosten. Für 60 Euro kannst du die Wohnung von Luis Fernando* mieten. Die moderne Einrichtung wird dich begeistern, denn sie ist einfach nur cool und stylisch! Du findest in der unmittelbaren Wohnungsnähe auch alles, was du brauchst: Der nächste Supermarkt ist nur einen Katzensprung entfernt und auch Restaurants, Cafés und Bars sind nicht weit entfernt.

Das Coolste ist allerdings der Pool auf der Terrasse, der dich einfach nur umhaut! Außerdem kannst du dich nicht nur abkühlen, sondern auch gleich eine kleine Grillparty schmeißen! Dieses Apartment zählt zu den besten Unterkünften in Santa Cruz und das zu Recht!

Highlight Nr. 4: Frische deine Spanisch-Kenntnisse in Sucre auf!

Die Sprache öffnet dir ganz neue Türen!

Ich muss zugeben, dass dieser Punkt kein wirkliches Abenteuer ist, aber dennoch in diesen Beitrag gehört, da er alle kommenden Erlebnisse in Bolivien und ganz Südamerika beeinflussen und positiv verändern wird! Denn Reisen bedeutet sich nicht nur auf die Kultur im Reiseland einzulassen, sondern sich auch damit auseinanderzusetzen.

Spanisch wird in fast ganz Südamerika gesprochen und selbst wenn du nur einige Sätze in deinem Repertoire hast, ist es eine tolle Sache, wenn du dich mit den Einheimischen in ihrer Sprache austauschen kannst. Du wirst sofort feststellen, dass sie dir mit mehr Respekt begegnen, wenn du bemüht bist ihre Sprache zu lernen und sie vor allem auch einsetzt.

Darum ist Sucre der perfekte Ort für dich

Bolivien bietet sich zum Spanisch lernen besonders an, da du in kaum einem anderen Land so günstig Unterrichtsstunden findest. Die besten Erfahrungen habe ich in der Hauptstadt Sucre gemacht. Für mich war es nicht nur wichtig, einen qualifizierten Lehrer zu haben, sondern ich wollte mich in der Stadt auch wohlfühlen und Sucre gefiel mir sofort!

Vom ersten Moment fühlte ich mich heimisch und stellte schnell fest, dass Sucre alles bietet, was du für einen längeren Aufenthalt brauchst. Gerade die Gegend um den Plaza 25 de Mayo ist der Wahnsinn, denn dort findest du etliche gute Restaurants und Cafés mit leckerem Cheesecake und Kaffee! Unbedingt vorbeischauen musst du auch in der Markthalle Mercado Central. Ich war dort mehrmals die Woche zum Fruchtsalat essen. Für zehn Bolivianos (1,22 Euro) bekommst du eine gigantische Schale, nach der du pappsatt bist. Du kannst dort auch frisches Fleisch, knackiges Gemüse und alles andere für den täglichen Bedarf kaufen. Der Markt ist einer meiner Lieblingsplätze in ganz Bolivien!

Das musst du über die Unterrichtsstunden wissen!

Sehr gute Unterrichtsstunden bietet die Sucre Spanish School an. Die Preise liegen in der kompletten Stadt auf ähnlichem Niveau: Eine Stunde Privatunterricht liegt bei ungefähr 45 Bolivianos, das sind 5,50 Euro. Bist du mit einer Begleitung unterwegs, die auf einem ähnlichen Sprachlevel ist, kannst du sogar für 35 Bolivianos Unterricht in einer Zweiergruppe buchen. Eine Privatstunde Spanisch-Unterricht für 4,30 Euro? Wie geil ist das denn!

Die Stunden werden meist von einem Lehrer oder einer Lehrerin durchgeführt, die aus Bolivien stammen und neben ihrer spanischen Muttersprache auch fließend Englisch sprechen. Meist werden drei bis vier Stunden am Vormittag oder Nachmittag angesetzt. Du kannst aber das Gespräch mit deinem Lehrer suchen und individuelle Absprachen treffen.

Die besten Unterkünfte in Sucre

Hostel mit 5-Sterne-Frühstück

Ich verbrachte insgesamt fünf Nächte im Hostel KulturBerlin*, das nur wenige Gehminuten vom Plaza 25 de Mayo entfernt liegt. Neben den gemütlichen Betten hat mich immer wieder das Frühstück umgehauen, auf das du dich schon am Vorabend freust!

Das Buffet erfüllt alle Träume und kann locker mit einem Frühstück in einem 5-Sterne-Hotel mithalten: Verschiedene Joghurts, Müsli und Cornflakes sind nur der Anfang. Du kannst zwischen mehreren Brötchen wählen und dich zwischen etlichen frischen Früchten entscheiden. An manchen Tagen gibt es sogar unheimlich leckere Pancakes! Schon für das ausgiebige Frühstücke würde ich die 7 Euro bezahlen, die eine Nacht im Mehrbettzimmer kostet. Einen Minuspunkt gibt es allerdings für das WLAN, in das du dich nur an der Rezeption einloggen kannst.

Privatzimmer in Zentrumsnähe

Mir hat es in Sucre so gut gefallen, dass ich meinen Aufenthalt spontan um eine weitere Woche verlängerte. Ich entschied mich gegen das geniale Frühstück und zog in ein ruhigeres AirBnB-Apartment, in dem ich ein wenig abschalten, arbeiten und Spanisch lernen konnte.

Ein richtig cooles Haus, das du alleine beziehst, gehört Ximena. Ihr Haus* liegt im Zentrum und du kannst zu Fuß auf Streifzug durch die Stadt gehen. Für bolivianische Verhältnisse ist das Haus sehr modern und schick eingerichtet und in der Küche findest du alles, was du brauchst, um dir dein Essen selbst zu zaubern. Ximena ist eine sehr liebe Gastgeberin, die alles dafür tut, um deinen Aufenthalt angenehm zu gestalten. Das ganze Haust bekommst du bereits für 35 Euro pro Nacht! Verrückt, oder?

Highlight Nr. 5: Die Minen von Potosi

Salzwüste Bolivien

Auf dem Weg zum Herz des Berges Cerro Rico

Die Uhren ticken in Bolivien anders und das kannst du besonders in Potosi erleben. Die Stadt war einst, durch das Silbervorkommen im Berg Cerro Rico, eine der reichsten Städte der Welt und auch heute noch sind die Arbeiten in vollem Gange. Wenn du denkst, dass die Minenarbeiten mittlerweile mit fortschrittlichen Geräten durchgeführt werden, liegst du falsch.

Immer noch arbeiten sich die Minenarbeiter im Herz des Berges kaputt. Der Knochenjob, der früher oder später für große gesundheitlichen Probleme sorgt, ist menschenunwürdig und trotz aller Risiken ist es für die Bolivianer meist die einzige Möglichkeit, um ihre Familie zu ernähren. Unter welchen Bedingungen die Arbeiter arbeiten und wie krass das Arbeiten weit weg vom Sonnenlicht ist, solltest du dir mit eigenen Augen ansehen.

Was du über die Tour wissen musst

Natürlich kannst du die Besichtigung der Minen nicht auf eigene Faust starten und dir bleibt nichts anderes übrig als eine Tour zu buchen. Koala Tours kooperiert schon seit etlichen Jahren mit den Minenbesitzern und dürfen als einer der wenigen Anbieter Reisende in das Berginnere führen. Die Tour kostet dich ungefähr 15 Euro und außerdem solltest du noch einen kleinen Betrag für Mitbringsel einplanen.

Bevor es nämlich zur Mine geht, besucht ihr einen kleinen Laden, in dem sich die Minenarbeiter mit Werkzeug, Dynamit, Getränken und natürlich Kokablättern eindecken. Hier solltest du nicht sparen, da die hartarbeitenden Minenarbeit sich sehr über die Geschenke freuen und du sie damit unterstützen kannst.

Das erlebst du!

Mit deiner Ausrüstung, die aus einem Anzug, Gummistifeln und einer Atemmaske besteht, geht es zusammen mit den gekauften Sachen endlich in die Mine. Die zweistündige Tour ist nichts für schwache Nerven, denn im Berg geht es ordentlich zur Sache. Die Gänge sind sehr eng und an frischer Luft mangelt es auch. Besonders krass ist der Weg zu den ausgesprengten Höhlen: Mit schwerem Werkzeug und Dynamit dringen die Arbeiter immer weiter in das Berginnere vor, immer auf der Jagd nach Mineralien.

Bis du dort allerdings ankommst, musst du bis an deine Grenzen gehen. Teilweise kletterst du steile Treppen hinab oder durch kleine Löcher, die auf den ersten Blick fast schon zu eng und klein wirken. Für Leute mit Klaustrophobie ist das sicherlich nichts. Für alle anderen ist es eine heftige Erfahrung, die dich zum Nachdenken anregt.

Ist die Tour vertretbar?

Eine sehr gute Frage, die ich mir auch gestellt habe. Sollten wir solche Touren generell unterstützen oder nicht? Die Frage wirst du dir selber beantworten müssen: Die Minenarbeiter haben sich für das Geld und gegen ihre Gesundheit entschieden, da sie oftmals keine andere Möglichkeit sehen und der Job sehr gut bezahlt wird. Erschreckt hat mich vor allem auch, dass in den Minen auch immer wieder Minderjährige mit anpacken und in die Fußstapfen ihrer Väter treten.

Hier kannst du in Potosi übernachten!

Stylisches AirBnB-Apartment in Potosi

In Potosi gibt es bei den Unterkünften nur eine kleine Auswahl. Ein richtig cooles Apartment* in Zentrumsnähe vermietet Veronica. Bis zum Stadtzentrum brauchst du nur wenige Minuten und du findest dort gute Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.

In der Unterkunft fehlt es an nichts: Du hast eine voll ausgestattete Küche, ein eigenes Badezimmer und ein bequemes Bett. Alles, was du für ein paar Tage in Potosi brauchst. Von Veronica bekommst du auch wertvolle Tipps zu Potosi und die Umgebung. Ich bin mir sicher, dass dir der Aufenthalt gefällt, da die Unterkunft zu den besten der ganzen Stadt zählt.

Salzwüste Bolivien

Bolivien ist gewaltig!

Was sagst du zu den fünf Highlights, konnte ich damit deine Lust auf Bolivien wecken? Ich hoffe doch! Bolivien ist einmalig und du bekommst dort phasenweise das wahre Gesicht Südamerikas zu sehen. Die Highlights werden dir den Atem rauben: Stell dir doch nur einmal vor, wie du durch den Nationalpark in Santa Cruz streifst, die gefährlichste Straße der Welt bezwingst oder durch die Salzwüste spazierst und deinen Augen nicht traust, da deine Erwartungen bei weitem übertroffen wurden. Für mich zählt Bolivien zu den Highlights meiner Weltreise und ich bin mir sicher, dass du eine genauso tolle Zeit dort haben wirst. Was du während deiner Reise durch das kleine Land erlebst ist unglaublich! Also auf nach Bolivien!

Manuel

Manuel

Manuel ist gerade von seiner Weltreise zurückgekommen, auf der er ein Abenteuer nach dem anderen jagte. Sein erstes Ziel, Südafrika, gehört mit seinen wilden Tieren definitiv zu seinen Lieblingsländern. Während er seine 3-wöchige Trekkingtour allein durch Nepal wohl nie vergessen wird. Zudem ist er ein absoluter Kaffeejunkie und bucht auch gerne mal ganz spontan einen Flug nach Neuseeland.

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2 Kommentare zu „Diese 5 Erlebnisse darfst du in Bolivien nicht verpassen!

  1. Saskia on

    Wow, endlich mal ein Artikel, der mehr über Bolivien erzählt als die drei üblichen Backpacker-Highlights! Auf unserer bisherigen Weltreise war das Land definitiv eines unserer liebsten, wir haben am Ende fast sechs Wochen dort verbracht und haben längst noch nicht alles gesehen. Gerade im Vergleich zu Peru haben wir uns in Bolivien nie abgezockt gefühlt und haben sooo viele freundliche Menschen kennengelernt. Wir können also auch jedem nur empfehlen das Land nicht nur für die Durchreise zwischen Peru und Chile zu nutzen. Viele Grüße, Saskia

    Antworten
    • Manuel on

      Danke für deinen Kommentar! 🙂 Bolivien ist mein Lieblingsland in Südamerika und ich kann jeden Punkt nur bestätigen: Die Bolivianer sind unglaublich hilfsbereit und es gibt so viel zu erleben! Viele Grüße, Manuel

      Antworten