Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Das sind die besten Tipps für deine nächste Rundreise durch Schottland!

Pressereise Visit Britain & Visit Scotland

Schottland ist wild, Schottland ist Natur pur, Schottland ist perfekt für einen Roadtrip! Sogar im Herbst lohnt sich eine Reise in den Norden Großbritanniens, denn gerade bei schlechtem Wetter wirken die Highlands, Küsten, Seen, Täler und Berge umso dramatischer und lassen dein Abenteuerherz erst recht höher schlagen! Und das Beste: Wildzelten ist in Schottland noch erlaub, also pack dein Zelt und deine Regenjacke ein und schon kann es los gehen!

Wir verraten dir in diesem Beitrag unsere besten Schottland Rundreise Tipps und zeigen dir eine coole Roadtripstrecke, natürlich samt vielen unvergesslichen Abenteuern und unseren besten Café-Empfehlungen!

Abenteuer Alba!

Die besten Schottland Rundreise Tipps und Abenteuer!

Die beste Zeit für einen Roadtrip durch Schottland

Viele reisen im Sommer nach Schottland, da die Temperaturen zu dieser Jahreszeit am höchsten sind und das Zelten in der Wildnis, aber auch Aktivitäten wie Wanderungen oder Stand-Up-Paddeln dann natürlich mehr Spaß machen. Zudem kannst du im Sommer zum Beispiel Papageitaucher auf Staffa beobachten und eher einen Landgang auf die Insel unternehmen, die für ihre sechseckigen Basaltsäulen und ihre beeindruckende Höhle Fingals Cave bakannt ist. Allerdings triffst du in diesen Monaten auf mehr Besucher als im Rest des Jahres und auch der Sommer ist in Schottland kein Garant für gutes Wetter!

Wir waren im Herbst in Schottland unterwegs und auch wenn wir tatsächlich oft in den Regen kamen, hatten wir eine echt gute Zeit! Denn besonders an Regentagen begegnest du genau dem Schottland, das du dir vorstellst: dramatisch-wirkende Landschaften, mystische Seen und hier und da ein paar Schottische Hochlandrinder. Auch wenn bei uns einige Aktivitäten buchstäblich ins Wasser gefallen sind, können wir einen Roadtrip durchs herbstliche Schottland genauso gut empfehlen!

So kommst du am besten nach Schottland

Um nach Schottland zu kommen, hast du gleich mehrere Möglichkeiten und hier kommt es letztendlich darauf an, worauf du am meisten Wert legst. Du kannst einmal mit deinem eigenen Auto anreisen oder du fliegst nach Edinburgh oder Glasgow und mietest dir vor Ort einen Wagen.

Option 1: Anreise mit dem eigenen Auto

Der große Vorteil an der Anreise mit deinem eigenen Auto ist, dass du dir die Kosten für einen Mietwagen vor Ort sparst. Außerdem kannst du vielmehr Sachen und auch gleich all dein Campingequipment wie Zelt und Gaskocher sowie ein paar Grundnahrungsmittel mitnehmen. Das ist nicht nur superpraktisch, sondern auch superbequem.

Einziger Nachteil: In Schottland herrscht wie im Rest Großbritanniens Linksverkehr. Da du in deinem eigenen Auto als Fahrer höchstwahrscheinlich auf der linken Seite sitzt, fällt die Umgewöhnung an den umgekehrten Verkehr etwas schwerer.

Entweder fährst du die komplette Strecke und nutzt den 50 Kilometer langen Eurotunnel. Hier zahlst du ab 99 Euro für ein normalgroßes Auto pro Strecke. Viel bequemer ist hingegen die Fahrt mit der Fähre über Nacht. Hierbei sparst du dir knapp 800 Kilometer und startest deinen Roadtrip mehr oder weniger direkt in Schottland, statt noch durch ganz England fahren zu müssen.

Wir haben uns für letzteres entschieden und sind mit DFDS von Amsterdam über Nacht nach Newcastle upon Tyne gefahren, was echt entspannt war. Die Fähre legt täglich um 17 Uhr ab und erreicht die Insel am nächsten Morgen gegen halb 10. Hier musst du für ein normalgroßes Auto pro Strecke 84 Pfund zahlen und dann nochmals ab 74 Pfund für zwei Personen in einer Standard-Kabine. Du liegst also umgerechnet bei einem Preis ab 175 Euro zu zweit pro Überfahrt.

Das ist natürlich mehr als für die Fahrt durch den Tunnel, allerdings sparst du dir auch die Spritkosten und kommst preislich mehr oder weniger aufs Selbe raus – statt aber unendlich lang im Auto zu sitzen, schläfst du einfach!

Der perfekte Roadtripper: Jeep Wrangler

Wir haben für unseren Roadtrip einen Wrangler von Jeep zur Verfügung gestellt bekommen, der sich während unserer Reise supergut gemacht hat! Das war auch nicht das erste Mal, dass Line und ich einen Roadtrip mit einem Jeep unternommen haben. Auch unsere Rundreise durch Alberta sowie durch Britisch-Kolumbien in Kanada haben wir in einem Wrangler gemacht und in Dubai durfte ich diesen Geländewagen sogar in der Wüste fahren!

Besonders geil diesmal: die leuchtend-rote Farbe “fire cracker red”, die einen genialen Kontrast zur braun-grünen Landschaft Schottlands geboten hat. Zudem hatten wir so die Möglichkeit auch mal von den Hauptstraßen abzubiegen und ein paar Off-Road-Strecken durch die Highlands zu fahren – schließlich heißt unser Reiseblog nicht umsonst Off The Path! Und dank des großen Kofferraums konnten wir auch all unser Campingequipment und sogar eine große Kühlbox mitnehmen. Für mich ist und bleibt der Jeep Wrangler das perfekte Auto für einen abenteuerlichen Roadtrip!

Falls du also nicht mit dem eigenen Auto anreist, sondern lieber mit dem Flugzeug fliegst und dir vor Ort einen Wagen für deine Schottland Rundreise mieten willst, kann ich die einen Jeep Wrangler nur empfehlen!

 

Option 2: Anreise mit dem Flugzeug

Das Praktische ist, dass du in Schottland gleich zwei Flughäfen ansteuern kannst: Edinburgh und Glasgow. Beide eigen sich als Start- oder auch Endpunkt deines Roadtrips und du findest relativ günstige Flüge von mehreren deutschen Städten hierhin. Von Berlin aus fliegen zum Beispiel RyanAir und EasyJet direkt nach Glasgow. Nach deiner Ankunft mietest du dir einfach ein Auto bei Sixt, Europe Car oder Hertz und startest dein Abenteuer direkt vom Flughafen aus.

Das solltest du auf deine Schottland Rundreise mitnehmen!

Egal zu welcher Jahreszeit du letztendlich nach Schottland aufbrichst, solltest du wirklich für jedes Wetter packen. Selbst wenn Sonnenschein und hohe Temperaturen vorhergesagt sind, können warme Anziehsachen und wasserdichte Regenkleidung sowie Schuhe nicht schaden! Denk daran, für deine abenteuerlichen Aktivitäten wie fürs Wandern oder Kanufahren Funktionskleidung und eine Badehose beziehungsweise einen Bikini einzupacken. So hast du etwas, was du beim Coasteering oder Stand-Up-Paddeln unter dem Wetsuit tragen kannst.

Das Wichtigste: eine warme Regenjacke!

Das Wichtigste für dein Schottland-Abenteuer ist auf jeden Fall eine gute Regenjacke – die Region ist schließlich nicht umsonst bekannt für ihre vielen Regentage! Wenn du wie wir im Herbst nach Schottland reist, solltest du eine gefütterte Regenjacke mitnehmen, die dich nicht nur trocken, sondern auch schön warm hält.

Wir hatten wieder unsere Regenjacken von Columbia dabei, und zwar einmal die Outdry™ Extreme Eco Insulated Jacket für mich und dann noch die Outdry™ Extreme Eco Down Jacket für Line. Zu Beginn des Jahres konnten wir die Sommerversion der Jacke nämlich schon ausgiebig auf unserem Roadtrip entlang der Garden Route in Australien testen und waren dort bereits superbegeistert!

Das Besondere an diesen Jacken ist nämlich, dass bei der Produktion keine PFCs genutzt werden und dass alle Zusatzteile wie zum Beispiel der Zipper vom Reisverschluss oder die Knöpfe aus recycelten Materialen hergestellt werden. PFC steht übrigens für per- und polyfluorierte Chemikalien. Diese werden wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Outdoor-Produkten eingesetzt, sind ökologisch allerdings bedenklich.

Außerdem gibt es beide Modelle nur in Weiß, wodurch bei der Herstellung bis zu 90 Liter Wasser gespart werden können. Das Beste aber zum Schluss: Die Jacke besteht aus 100% recyceltem Plastik! So stecken in meiner Jacke 23 recycelte Plastikflaschen, während es bei Lines Jacke sogar 27 sind. Für die Füllung der Daunenjacke werden übrigens auch nur zertifizierte Daunen verwendet.

Somit bist du bei deinen Abenteuern mit diesen Jacken nicht nur warm und trocken unterwegs, sondern tust gleichzeitig auch etwas für die Umwelt! Cool, oder cool?!

Das passende Campingequipment

Solltest du mit deinem eigenen Auto anreisen, kannst du neben deinen Anziehsachen auch dein Campingequipment einpacken. Dazu zählen neben Kochutensilien wie einem Gaskocher, Töpfen, Tellern, Schüsseln, Besteck und einem Taschenmesser, auch Sachen zum Zelten wie eine Isomatte, ein Schlafsack und eben ein gutes Zelt. Das Tolle an Schottland ist nämlich, dass du hier Wildzelten darfst!

Es geht los!

Das sind die einzelnen Etappen deiner Schottland Rundreise samt Tipps zu coolen Stopps

Ankunft in Newcastle upon Tyne

Wenn du wie wir mit der DFDS Fähre anreist, kommst du morgens in Newcastle upon Tyne an. Achte darauf, dass Linksverkehr herrscht, sobald du das Schiff verlässt und somit die Straßen unsicher machst. Entweder begibst du dich gleich auf die erste Etappe deiner Schottland Rundreise oder du fährst in die Stadt rein und gönnst dir einen leckeren Kaffee.

Der beste Kaffee und coole Leute bei Flat Caps Coffee

Den wohl besten Kaffee der Stadt gibt es bei Flat Caps Coffee. Das Café befindet sich nur wenige Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum und ist im industriellen Design eingerichtet. Neben Kaffee bekommst du hier auch Frühstück, Salate, Suppen oder Kuchen und Scones. Relax am besten in der gemütlichen Sofaecke und genieß die coole Atmosphäre unter Studenten und Kreativen.

Das erste Abenteuer: Coasteering

Sollte es bei dir bereits Kribbeln und sich deine Abenteuersucht bemerkbar machen, wartet in der Nähe des Örtchens Alnwick, rund 50 Minuten nördlich von Newcastle upon Tyne, ein besonders cooles Erlebnis auf dich: Coasteering! Dabei springst du von Klippen, kletterst auf Felsen, schwimmst und entdeckst Meereshöhlen. Dieses Abenteuer dauert insgesamt drei Stunden und startet zwischen Anfang März und Ende Oktober, sofern es das Wetter zulässt, einmal morgens um 9:30 und einmal mittags um 13:30 Uhr. Das nötige Equipment und einen Wetsuit bekommst du vor Ort gestellt. Bring aber auf jeden Fall Schuhe mit, die nass werden dürfen und die genügend Halt bieten!

Etappe 1: Von Newcastle upon Tyne nach Kirkcowan

Deine erste Etappe führt dich von Newcastle upon Tyne nach Kirkcowan nicht weit von der Westküste Schottlands. Die direkte Strecke ist knapp 230 Kilometer lang und du solltest drei Stunden reine Fahrtzeit einplanen. Auf dem Weg kommst du aber auch an ein paar Sehenswürdigkeiten vorbei, wie dem Caerlaverock Castle, und solltest unbedingt einen Abstecher in den Galloway Forest Park machen.

Sterne und Rehe im Galloway Forest Park

Der Galloway Forest Park ist der einzige Dark Sky Park Großbritanniens, also ein Ort ohne Lichtverschmutzung. In einer klaren Nacht stehen die Chancen hier supergut, einen genialen Sternenhimmel zu sehen! Aber auch tagsüber hat der Park einiges zu bieten und eignet sich für Entdeckungstouren oder Wanderungen. Besonders cool ist ein kleiner Off-Road-Trip entlang der Raiders Rd. Dabei fährst du parallel zu einem Bach und kommst an wilden Wiesen und Wäldern vorbei.

Nicht nur Sterne, auch Rehe kannst du im Park gut beobachten. Lege dafür einen Halt bei der Red Deer Range ein. Mit ein bisschen Glück streift hier gerade sogar ein männliches Exemplar mit seinem riesigen, imposanten Geweih entlang.

Übernachten in einem kleinen Vintage Caravan

Entweder zeltest du hier wild oder mietest dich in den coolen Caravan von James ein. Bluebell, wie der umgebaute Holzwagen im Vintage-Stil genannt wird, bietet neben einem Bett auch eine kleine Küche, eine Essecke und einen wärmenden Kamin. Das Beste: Abends kannst du dir ein kleines Lagerfeuer direkt vorm Wagen anzünden! Das Holz dafür bekommst du direkt bei James für 5 Pfund.

 

Etappe 2: Von Kirkcowan nach Loch Lomond

Von Kirkcowan geht es am nächsten Morgen Richtung Loch Lomond. Fahre dafür am besten die Küste über Cairnryan, Ballantrae, Girvan und Ayr entlang. Die Strecke beträgt knapp 210 Kilometer und dauert etwas über drei Stunden. Auch diesmal kommst du auf dem Weg an einem Schloss vorbei, dem Culzean Castle, und solltest auch einen Stopp Glasgow einlegen. Hier gibt es neben coolen Cafés auch leckere Burger.

Hogwarts, Kaffee und Graffitis: Abstecher in Glasgow

Glasgow wird von vielen unterschätzt und steht oftmals im Schatten Edinburghs, dabei hat die größte Stadt Schottlands mindestens genauso viel zu bieten! Als Arbeiterstadt versprüht sie diesen ganz besonderen industriellen Charme und ist bekannt für seine lebhafte Musikszene. Richtig cool ist das Studentenviertel mit seinen vielen Cafés, Bars und Restaurants und dem Unigebäude, das Joanne K. Rowling als Inspiration für Hogwarts diente.

Ein paar der besten Cafés sind das Artisan Roast und die Papercup Coffee Company. Mein absoluter Favorit ist allerdings das Meadow Road Coffee etwas außerhalb der Stadt. Hier schmeckt nicht nur der Flat White superlecker, sondern auch das Toast mit Frischkäse, Spinat, Avocado, pochierten Eiern und scharfer Sriracha-Sauce – eine geniale Kombi! Einen guten Burger bekommst du übrigens bei Bread Meats Bread im West End, auch wenn ich ihn nicht zu den besten Burgern der Welt zählen würde.

 

Übernachten im The Winnock Hotel

Das Winnock Hotel* befindet sich im Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark, 45 Minuten Fahrt und 30 Kilometer nördlich von Glasgow entfernt. Die Zimmer sind vergleichsweise modern eingerichtet und unser Bad schien ganz neu renoviert geworden zu sein. Außerdem gibt es vorm Hotel genügend Parkplätze, sodass du dein Auto hier problemlos parken kannst.

Etappe 3: Von Loch Lomond nach Oban

Heute geht es für dich weiter in den kleinen Küstenort Oban. Vom Winnock Hotel brauchst du etwas über zwei Stunden und legst 130 Kilometer zurück. Dabei dringst du tiefer und tiefer in die Highlands ein und kommst an vielen Lochs vorbei. Die Landschaft wird immer dramatischer und sorgt für einen Gänsehautmoment nach dem anderen – genau dafür liebe ich Schottland so!

Wir sind bei strahlendem Sonnenschein in Oban angekommen und haben uns erst einmal eine Portion Fish & Chips an der kleinen Imbissbude direkt am Hafen besorgt – supereinfach und superlecker! Wenn du gerne Meeresfrüchte ist, solltest du unbedingt ein paar Meter weiter zur Oban Seafood Hut laufen. Hier gibt es richtig leckeren und superfrischen Hummer, Krabbe und sogar Jakobsmuscheln.

SUP auf Loch Lomond

Bevor du dich allerdings auf den heutigen Weg nach Oban machst, kannst du noch einen Zwischenstopp im kleinen Örtchen Luss einlegen und dich hier mit einem SUP-Board aufs Wasser stürzen. Bei den Jungs von Loch Lomond Leisure direkt am Strand von Luss kannst du dir ein SUP-Board für 16 Pfund pro Stunde ausleihen, das sind umgerechnet 18 Euro. Falls du lieber kajakst, bekommst du für den selben Preis auch ein Kajak ausgeliehen.

Übrigens: Line und ich waren schonmal vor ein paar Jahren in Luss, als Line noch in Stirling studierte und wir ein paar Tage in Glasgow verbracht und dann spontan eine Fahrradtour entlang Loch Lomond gemacht haben. Von Glasgow kannst du nämlich ganz bequem mit dem Zug bis nach Balloch fahren und dein Abenteuer im Loch-Lomond-and-the-Trossachs-Nationalpark starten!

Übernachten im The Perle Oban

Ein wirklich cooles und recht neues Hotel ist das The Perle Oban*. Die Zimmer sind supermodern eingerichtet und sehr gemütlich. Es befindet sich nur ein paar Meter vom Hafen entfernt und hat zudem ein kleines Café, in dem du einen guten Flat White kriegst. Im Restaurant 1882 gibt’s morgens nicht nur leckeres Frühstück, abends bekommst du hier auch ein richtig gutes Steak serviert!

 

 

Etappe 4: Von Oban auf die Isle of Mull

Am nächsten Morgen geht’s mit deinem Auto in Oban auf die Fähre. CalMac Ferries bringt dich in 45 Minuten nach Craignure, dem kleinen Hafen der Isle of Mull. Die erste Fähre startet morgens um 8 Uhr, du solltest allerdings rechtzeitig vor Ort sein und deine Fahrt am besten auch im Voraus online reservieren. Insgesamt zahlst du hier für zwei Personen im Auto 39,80 Pfund für die Hin- und Rückfahrt, das sind umgerechnet rund 45 Euro.

Regen und Rinder: ein Roadtrip auf der Isle of Mull

Auf der Isle of Mull angekommen, startet dein kleiner Insel-Roadtrip, wobei Mull gar nicht einmal so klein ist! Wir haben die Größe ein wenig unterschätzt, plane also genügend Zeit für deine Entdeckungstour ein, zumal du hier nicht wirklich schnell fahren kannst und wie wir gefühlt alle 10 Meter stehen bleibst, weil die Landschaft so beeindruckend ist!

Wir sind zum Beispiel erst Richtung Westen nach Pennyghael gefahren, weil hier viele der Schottischen Hochlandrinder leben. Und in eine kleine Gruppe dieser sind wir dann auch tatsächlich mehr oder weniger reingefahren – die sehen so cool aus! Ich habe mal wieder mindestens eine halbe Stunde vor Ort verbracht, um Bilder und Videos von den Tieren zu machen.

Anschließend fährst du Richtung Norden nach Calgary weiter, immer der Küste entlang. Die Aussichten mit dem wilden Meer an der einen Seite und der rauen Landschaft auf der anderen sind echt gigantisch! Während unserer Tour hat es geregnet und gestürmt, sodass alles noch viel dramatischer und mystischer wirkte – einfach genial!

Wildzelten auf der Isle of Mull

Wenn es das Wetter zulässt, kannst du auf der Isle of Mull wunderbar Wildzelten. Entweder suchst du dir hierfür ein geschütztes Plätzchen irgendwo im nirgendwo oder du schlägst dein Zelt an der wunderschönen Calgary Bay auf. Hier gibt es auch ein paar Sitzbänke und Tische aus Holz, die du abends zum Kochen und Essen nutzen kannst.

Alternativ kannst du auch rund um Pennyghael oder noch weiter westlich bei Fionnphort zelten, denn hier startet am nächsten Morgen ein kleines Bootabenteuer und so sparst du dir einen Teil der Strecke doppelt zu fahren. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass es bei dieser genialen Landschaft überhaupt nicht schlimm ist, die selbe Strecke mehrmals zu fahren!

Übernachten im Bellachroy Hotel

Bei uns hat es an dem Tag leider so heftig gestürmt, dass wir weiter fahren mussten und uns stattdessen im Bellachroy Hotel* einquartiert haben. Das Inn ist das älteste der Insel, die Zimmer sind aber alle renoviert und modern. Im eigenen Restaurant bekommst du zudem richtig leckeres Essen und die Gastgeber sind wirklich supernett!

Mit dem Boot zur Staffa Insel

Am nächsten Tag geht dein Roadtrip über Mull weiter und du fährst über Tobermory zurück in den Süden und anschließend weiter bis zur westlichsten Spitze der Insel nach Fionnphort. Plane für diese Strecke knapp zwei Stunden ein und etwas mehr, solltest du zum Fotografieren oder einfach so, weil du aus dem Staunen nicht mehr rauskommst, stehen bleiben wollen.

In Fionnphort warten die Jungs von Staffa Tours auf dich, die dich mit einem kleinen Boot zur Staffa Insel bringen. Das Besondere an dieser ist, dass sie zum Teil aus mehreren sechseckige Basaltsäulen besteht, die wiederum beim Erkalten von Lava entstanden. Richtig cool: Diese Säulen verlaufen unterm Meer weiter bis nach Irland zum Giant’s Causeway! Ein ähnliches Phänomen kannst du übrigens auch in Neuseeland auf der Nordinsel bei den Bridal Veil Falls, einem wunderschönen 55 Meter hohen Wasserfall, beobachten.

Außerdem triffst du hier auf eine wirklich beeindruckende Höhle: Fingals Cave! Diese ist die einzige Meereshöhle weltweit, die komplett aus meterhohen sechseckigen Basaltsäulen besteht und fast schon an eine Kathedrale erinnert – der Wahnsinn! Aber nicht nur die Landschaft selbst ist hier einen Besuch wert, auch die Bewohner der Insel: Im Sommer trifft du hier nämlich auf Papageitaucher! Die Vögel sind hier in der Regel bis Anfang August anzutreffen, bevor sie weiter in den Süden ziehen.

Insgesamt dauert die Bootstour 2,5 bis 3 Stunden und kann je nach Seegang ganz schön abenteuerlich werden. Sollten die Wellen zu hoch sein, ist es nicht möglich, an Land zu gehen. Deswegen und aufgrund der Möglichkeit Papageitauchern ganz ah zu kommen, lohnt sich diese Tour eher in den Sommermonaten. Am besten buchst du die Tour im Voraus online. Sie kostet 35 Pfund pro Person, das sind umgerechnet knapp 40 Euro.

 

Etappe 5: Von der Isle of Mull nach Fort William

Nach deinen Abenteuern auf der Isle of Mull wird es Zeit auf die größere Insel zurückzukehren. Die Fähre fährt mehrmals täglich, auch hier solltest du deinen Platz rechtzeitig reservieren. Wieder in Oban angekommen machst du dich auf den Weg Richtung Fort William. Die Strecke über Portnacroish beträgt 72 Kilometer, plane rund 1,5 Stunden Fahrtzeit ein.

Dramatisch schön: Glen Coe

Nicht weit von Fort William befindet sich Glen Coe, ein wunderschönes Tal umgeben von Bergen, die alle einen vulkanischen Ursprung haben. Besonders beeindruckend sind die Felsen Three Sisters of Glen Coe, die auf der Südseite emporragen. Lege hier eine kleines Off-Road-Straßenabenteuer ein und fahr dafür in eines der Nebentäler. Wir sind zum Beispiel von der A82 rechts Richtung Gualachulain abgebogen. Hier wird die Landschaft noch wilder, du fährst die ganze Zeit an einem kleinen Bachen entlang und hast immer wieder die krassesten Aussichten. Am Ende gelangst du zu einem Waldgebiet, wo du die Chance hast, Rehen zu begegnen. Ganz zum Schluss kommst du nicht mehr weiter und befindest dich vorm Loch Etive. Jetzt heißt es umdrehen und diese tolle Landschaft nochmals von einer anderen Perspektive zu genießen!

Ganz gemütlich im Camping Pod

Eine coole Übernachtungsmöglichkeit in dieser Gegend bietet der Glen Nevis Caravan & Camping Park. Hier kannst du in einem der Camping Pods übernachten, die Platz für bis zu drei Personen bieten. Die Sitzecke wird abends zum Bett umgebaut, es gibt ein kleines Spülbecken und genügend Platz für deine Sachen. Dein Auto stellst du einfach neben deinem Pod ab und gekocht wird draußen auf der Holzbank. Zudem kannst du alle Einrichtungen des Campingplatzes mitbenutzen, darunter die Toiletten, Duschen und die Küche.

 

Ben Nevis: Hoch auf den höchsten Berg Großbritanniens!

Sollte das Wetter mitspielen, kannst du am nächsten Tag den höchsten Berg Großbritanniens bezwingen: Ben Nevis! Er kann mit seinen 1345 Metern zwar nicht ganz mit unserem höchsten Berg, der mehr als doppelt so hohen Zugspitze mit 2962 Metern, mithalten, ein Wanderabenteuer lohnt sich hier aber dennoch. Ben Nevis war einst nämlich ein riesiger Vulkan, der vor vielen Millionen Jahren bei einer Explosion in sich zusammen fiel, und wirklich cool aussieht.

Es führen zwei Wege den Gipfel hoch: einmal der Mountain Path, auch Tourist Path genannt, und einmal Carn Mor Dearg Arête. Ersterer ist etwas einfacher, eignet sich auch für Anfänger und dauert zwischen 7 und 9 Stunden. Während der zweite Weg wirklich anspruchsvoll ist und nur von Wanderprofis bestritten werden sollte. Wenn du dich als Abenteurer für diese Route entscheidest, musst du 10 bis 11 Stunden für die Wanderung einplanen. Oben angekommen, hast du eine geniale 360° Aussicht und kannst an klaren Tagen sogar bis nach Nordirland schauen! Mehr Infos zu Ben Nevis und den Wanderrouten kannst du hier nachlesen.

Tipps für noch mehr Abenteuer in der Region: Ebenfalls cool und etwas kürzer ist die Wanderung zu den Steall Falls, einem Wasserfall in der Nähe von Fort William. Mehr Infos zu dieser Wanderung findest du hier. Oder du fährst zum 30 Minuten entfernten Glenfinnan Viaduct, das ist die Brücke, die dank Harry Potter so bekannt wurde!

Etappe 6: Von Fort William nach Inverness

Von Fort William geht’s am nächsten Morgen weiter nach Inverness. Die rund 105 Kilometer legst du in 1,5 Stunden zurück und fährst dabei fast die Hälfte entlang des berühmt-berüchtigten Loch Ness. Hier kannst du eine Bootstour ab Clansman Harbour unternehmen und mehr über den Mythus rund um Loch Ness erfahren, dabei wird auch am Urquhart Castle gehalten. Allerdings ist so eine Tour ziemlich touristisch und nicht wirklich abenteuerlich.

Kanutour durch die wunderschöne Aigas Gorge

Fahr stattdessen lieber Richtung Aigas und unternimm hier eine Kanutour auf dem River Beauly mit einem der supernetten Guides von In Your Element! Besonders cool ist eine solche Tour früh morgens, denn dann ist das Wasser nicht nur spiegelglatt und alles wirkt noch viel mystischer, auch die Chancen Rehe, Otter oder Fischadler zu beobachten sind dann höher. Besonders genial ist der Abschnitt, bei dem du durch die wunderschöne Aigas Gorge paddelst!

Tipp für echte Abenteurer: Unser Guide Chris hat uns auf unserer Tour erzählt, dass er mit In Your Element auch mehrtägige Kajaktrips im Norden Schottlands organisiert. Dabei paddelst du übers Meer und schlägst an unterschiedlichen Orten dein Zelt auf und hast gute Chancen ähnlich wie bei einem Kajaktrip durch die Jonstone-Straße in Kanada auf Wale oder Robben zu stoßen. Line und ich haben nun jedenfalls einen Grund mehr, nochmals zurück nach Schottland zu kommen!

Übernachten im Loch Ness Inn

Ein gemütliches Hotel in der Nähe ist das Loch Ness Inn*. Die Zimmer sind modern und im angeschlossenen Restaurant bekommst du mittags sowie abends leckeres Essen, darunter natürlich auch die typischen Fish & Chips.

Etappe 7: Von Inverness nach Edinburgh

Von Inverness führt dich deine letzte Etappe nach Edinburgh. Unterschätze die Strecke nicht, denn für die rund 250 Kilometer benötigst du 3,5 Stunden. Dabei kommst du am Cairngorms National Park und verlässt gegen Ende hin die Highlands. In Edinburgh angekommen, kannst du einen Streifzug durch die gemütlichen Gassen der Stadt einlegen, das Schloss besuchen, dich in einem der vielen Pubs unter die Einheimischen mischen oder ein letztes Abenteuer beim Wandern hoch auf den Arthur’s Seat erleben.

The Cairngorms National Park

Im Cairngorms National Park wartet Großbritanniens einzige Rentierherde auf dich. Außerdem kannst du hier mit einer Art Seilbahn, dem Furnicular Railway, hoch auf die Cairngorms fahren. Diese gehören zu den Grampian Mountains, zu denen wiederum fünf der 10 höchsten Berge Großbritanniens gehören. Somit zählt diese Berggruppe als das größte hochgebirgsähnliche Gebiet des Landes und du hast von hier oben bei gutem Wetter richtig tolle Aussichten!

Ein Paradies für Kaffeejunkies!

Den besten Kaffee in Edinburgh und eine richtig gemütliche Stimmung gibt’s bei Brew Lab im Studentenviertel. Zudem bekommst du hier auch leckere Sandwiches, Suppen und Kuchen. Ebenfalls guten Kaffee gibt’s im Fortitude. Der Laden ist zwar klein, guter Kaffee wird hier aber mindestens genauso groß geschrieben!

Burger für Jedermann

Auf der Suche nach einem leckeren Burger wirst du beim Burgers and Beers Grillhouse fündig. Das Menü bietet eine große Auswahl, das Fleisch ist lecker gewürzt und auch die Soßen und besonders der Speck sind lecker! Bitte aber unbedingt darum, dass das Paddy medium-rare gebraten wird, Lines Fleisch war leider furztrocken und mehr bad als well done!

Übernachten im Hotel Indigo Edinburgh

Dieses Hotel* befindet sich leicht versteckt mitten auf der Princes Street, der Haupteinkaufsstraße Edinburghs. Die Zimmer sind stylisch und modern eingerichtet und das Kingsize Bett wirklich riesig und superbequem!

Abreise: Übers Meer zurück nach Hause

Von Edinburgh geht es entweder am nächsten Tag oder ein paar Tage später wieder zurück nach Newcastle upon Tyne, wo die DFDS Fähre täglich um 17 Uhr ablegt. Am nächsten Morgen kommst du in Amsterdam an und machst dich anschließend auf den Weg Richtung Heimat.

Schottland geht immer!

Schottland ist genauso, wie man es sich vorstellt: mystisch, dramatisch, wild! Bei einem Raodtrip durch die Highlands samt einem Ausflug auf die Isle of Mull und ein paar Off-Road-Abenteuern erlebst du jede Menge Gänsehautmomente! Das Beste ist, dass sich ein solcher Trip auch im Herbst lohnt, denn gerade an regnerischen und stürmischen Tagen wirken die Landschaften noch beeindruckender. Einer meiner wichtigsten Schottland Rundreise Tipps nochmals zum Schluss: Denk daran, eine gute Regenjacke und wasserdichte Schuhe einzupacken und schon steht deinem Schottland-Abenteuer nichts im Wege!

Steht ein Roadtrip durch Schottland ebenfalls auf deiner Bucket-Liste? Oder warst du selbst auch schonmal im wilden Norden Großbritanniens unterwegs? Wenn ja, was sind deine besten Schottland Rundreise Tipps? Her damit!

*Disclaimer: Vielen Dank an Columbia für die Zusendung der Jacken!

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4 Kommentare zu „Das sind die besten Tipps für deine nächste Rundreise durch Schottland!

  1. Julia on

    Hallo ihr Beiden! Danke für den ausführlichen Bericht!
    Ich habe eine Frage: Die mit * gekennzeichneten Hotels etc, ist das Werbung? oder was hat das Sterchnen zu bedeuten? Unten steht nur „*danke für die Jacken“. Das verwirrt ein wenig 🙂

    Antworten
  2. Diana Menco on

    Hey, vielen Dank Sebastian, ich bin vor einigen Monaten zu einer mehrjährigen Reise gestartet und bin im Augenblick im Süden. Habe auch Deinen Tarifatipp nachempfunden. Da ich im Sommer nach Schottland möchte, fand ich aber auch diesen Beitrag sehr schön und hilfreich. Besonders den Fährhinweis.
    Hab einen wunderbaren Tag
    Deine Diana
    http://www.dianamenco-diereise.de

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