Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Im Segelboot über die San Blas Inseln nach Kolumbien

Rund um mich herum – nur türkisblaues Wasser. Diese unendliche Weite ist lediglich unterbrochen von kleinen weißen Inseln, bewachsen mit grünen Palmen, an denen die Kokosnüsse im Wind schaukeln. Eine leichte Brise weht und lässt meine Hängematte leicht schaukeln. Gleichzeitig umgibt mich ein Duft von frisch gegarten Meeresfrüchten. Ich befinde mich an Bord eines Segelschiffes, das zwischen den San Blas Inseln auf der Karibikseite von Panama nach Kolumbien segelt.

San Blas Inseln: Segel durch das Paradies nach Kolumbien

Von Panama nach Kolumbien

Aber ich fange von vorne an. Seit meiner Kindheit, in der diverse Janosch-Bücher zum allabendlichen Leseprogramm zählten, stand dieses Land schon auf meiner Reiseliste. Laut dem Tiger und dem Bären „duftet Panama nach Banane“. Dem musste ich schließlich auf den Grund gehen. Mein Plan war es, über Land bis nach Bolivien zu reisen. Vor Ort kam die große Überraschung: Es gibt gar keine zu bereisende Landverbindung zwischen Panama und Kolumbien! Auf der Karte sieht das immer so schön aus, doch in Wirklichkeit machen Dschungel und Mangroven das Gebiet unpassierbar. Dazu kommen noch diverse Guerillabanden, denen wir als Gringos auch nicht unbedingt über den Weg laufen möchten. Daher gab es nur zwei Möglichkeiten: nach Kolumbien fliegen oder einen Segeltörn. Weiße Strände, Palmen, frischer Fisch… die Entscheidung war sehr schnell gefallen.

San Blas Inseln Strand

Die Wahl des Bootes

Einen kleinen Schrecken musste ich jedoch noch verarbeiten: Der Preis. 5 Tage kosten in der Regel etwa 500-550 USD! Trotzdem, ich habe mich dann doch dafür entschieden. Ich kann dir auch schon so viel verraten, dass ich es in keinster Weise bereue und dir uneingeschränkt zu diesem Trip raten kann!

Häufig wird erzählt, dass diese Boote weit im Voraus gebucht werden müssen, da sie in der Regel komplett ausgebucht seien. Alles Quatsch! Ich konnte gleich am nächsten Tag in die Inselwelt eintauchen. Dazu kam natürlich auch eine gewisse Portion Glück. Je nachdem wie flexibel du bist, solltest du dich gegebenenfalls schon früher darum kümmern. Es gibt diverse Online-Agenturen, die Fahrten auf verschiedenen Segelbooten und Katamaranen vermitteln. Ich habe BlueSailing kontaktiert und die Kommunikation und Planung liefen super schnell und problemlos ab.

Am nächsten Tag fuhr das Boot Baruffa ab. Du solltest dich auf jeden Fall vorab über dein potentielles Boot informieren, da es gravierende Unterschiede gibt. Meine Lieblingshorrorgeschichte ist, dass ein Kapitän nach einem Streit einfach 2 Jungs auf einer winzigen Insel zurückgelassen hat. Wenn du an so einen Kapitän gerätst, hast du schlecht Karten! Die Beiden wurden allerdings später von einem anderen Katamaran mitgenommen. Manche Anbieter nehmen es mit der Essens- und Trinkwasserplanung auch nicht so genau. Betrunkene Kapitäne finde ich persönlich auch nicht so optimal. Nach einer kleinen Recherche über die Baruffa hatte ich nur Positives gefunden. So konnte der Trip am nächsten Morgen mit großer Vorfreude losgehen.

Vorbereitung für den Segeltrip

Jetzt mussten nur noch schnell ein paar Vorbereitungen getroffen werden, nämlich Snacks einkaufen. Für Versorgung sollte an Board ja gesorgt sein, aber man weiß ja nie. Mit ein paar Keksen kannst du selten etwas falsch machen. Auf dem Boot ist auch der Alkohol nicht inklusive. Da ich leider eine kleine Schwäche für ein leckeres Bierchen am Abend habe, entschloss ich mich,  lokales Panama Lager mitzunehmen. Einen weiteren Tipp, den ich gelesen hatte, waren Müllsäcke, in die du vorsichtshalber alle deine Sachen im Rucksack einpackst. Auf diese Weise ist bei der Fahrt in der Lancha, auf dem Segelboot oder generell beim Transport alles gut geschützt. Diese Taktik habe ich auch danach auf weiten Teilen meiner Reise beibehalten. Im Falle der Bierdosen hat sie ihren Nutzen nämlich gleich unter Beweis gestellt, denn 2 Dosen waren einfach geplatzt.

Hier eine Liste mit den wichtigsten Must-Haves:
• Genug Bargeld
• Seekrankheitspillen (z.B. Dramamine)
• Alkohol
• Müllsäcke
• Bücher/Hörbücher
• Snacks
• Schwimmsachen
• Handtuch
• Weitere Must-Haves in unserer Packliste

Fahrt nach Porvenir zur Baruffa

Einen Haken hatte die Sache aber doch: Es ging um fünf Uhr morgens los. Uncool. Vor allem, da es wie folgt ablief: Pünktlich um kurz vor fünf stand ich draußen vor dem Hostel. Doch es passierte erstmal nichts. Ich wurde allmählich schon etwas nervös, aber dann tauchte schlappe 40 Minuten später doch noch der Wagen auf. Ich war einfach der letzte auf der ganzen Abholrunde gewesen und durfte mich dementsprechend auf den mini-mini-mini-Sitz ganz hinten, fast im Kofferraum, quetschen. Nun ging es zum nächsten Sammelpunkt. Dort duften wir uns in eine Liste eintragen und noch etwa zwei weitere Stunden rumstehen. Morgens um sechs gibt es ja eh nichts Schöneres zu tun. Irgendwann sollte es dann weiter gehen und das Wunder geschah. Eigentlich hatte ich mich schon mit einer, ich sage mal leicht ungemütlichen Fahrt abgefunden. Aber der Amerikaner vom Beifahrersitz kam auf mich zu und fragte, ob ich tauschen wolle. Doch auch meine Warnung und doppeltes Nachfragen konnten ihn nicht davon abbringen. So kam es also, dass ich fast königlich auf dem Beifahrersitz durch den panamaischen Dschungel kutschiert wurde. Meine Vermutung ist immer noch, dass der Amerikaner es auf die hübsche Argentinierin abgesehen hatte. Leider kann ich keine weiteren Details dieser Lovestory berichten, da sich kurz darauf unsere Wege trennten.

Die Fahrt glich eigentlich mehr einer Achterbahn- als einer Autofahrt. Zum Glück war der Wagen mit einem Allradantrieb ausgestattet. So einen Dschungeltrip macht man schließlich auch nicht alle Tage. Der nächste Halt war ein kleiner Flusshafen. In einer Flussbiegung drängten sich auf einmal Scharen von Touristen. Ziemlicher Kontrast zur Naturidylle. Und alle warteten auf ihre Lanchas, die sie auf die Inseln oder die Boote bringen sollten. Hier war auch endlich der Zeitpunkt gekommen meine Mitreisenden kennenzulernen. Ursprünglich dachte ich, dass meine Auto-Gang auch mit auf dem Boot sein sollte, doch das hatte sich schnell als falsch herausgestellt. So stand ich nun einem amerikanischen Pärchen und einem weiteren deutschen Buben gegenüber. Das wars? Das wars! Wir waren zu viert. Zumindest erst einmal. Nach ein bisschen mehr Rumstehen und Warten wurde unser Gepäck „liebevoll“ in das Boot gehievt und wir durften davor Platz nehmen. Diese kleinen Boote haben ganz schön Power und so sind wir mit einer guten Geschwindigkeit durch die Wellen gepflügt. Und dort war sie: Die erste Insel des Paradieses.

Ankunft bei Rudy auf der Baruffa

Ich selbst habe noch nie ein Segelboot betreten und freute mich entsprechend total auf diesen Moment. Begrüßt wurden wir von unserem Kapitän Rudy. Käptn‘ Rudy ist Italiener aus Südtirol und sieht aus wie der typische Karibiksegler: braungebrannt, schulterlanges, von der Sonne gebleichtes Haar, Kopftuch, Sonnenbrille und immer ein breites Grinsen im Gesicht. Es spricht perfekt Deutsch, Italienisch, Spanisch und auch gutes Englisch. Dazu kommen wahrscheinlich noch Brocken diverser anderer Sprachen. Begleitet wird er von seiner kolumbianischen Frau, die gleichzeitig bei allen Angelegenheiten an Board mit anpackte.

Jetzt wurde uns auch die freudige Nachricht überbracht: Statt normalerweise 8 Mitreisenden waren wir diesmal lediglich 4. Das bedeutete, dass jeder eine Einzelkabine hatte. Purer Luxus. Vielleicht ist eine 3,5 m² Kabine nicht unbedingt Jedermanns Definition von Luxus, doch stellt man sich vor diesen engen Raum teilen zu müssen, ist es schon sehr verlockend.
Doch noch konnten wir uns nicht in die Hängematten legen. Bevor die Fahrt losging mussten wir zunächst unseren Ausreisestempel aus Panama holen. Die Beamten dort hatten den schönsten Grenzposten, den ich je zu Gesicht bekommen habe. Auf einer kleinen Insel mit ein paar Häusern, Palmen und einem weißen Sandstrand saßen ein paar Beamte ganz entspannt und nahmen unsere Pässe entgegen. Rudy kümmerte sich zum Glück um alles, sodass wir das erste Mal mit nackten Füßen über den Strand ziehen können. Nach den abgeschlossenen Formalien konnte es dann losgehen, die weiteren Inseln zu erkunden.

San Blas Adventures

Die ersten Seemeilen

Die erste Fahrt auf der Baruffa brachte uns zu einer kleinen Inselgruppe. Schon diese erste Tour war ein super Vorgeschmack auf die nächsten Tage. Rudy hat gleich die Hängematten aufgespannt, sodass die winzigen Inseln ganz entspannt an uns vorbeizogen, während die Sonne uns ins Gesicht lächelte. So konnte es wahrlich weitergehen. Als der Anker ins türkisblaue Wasser ratterte, konnten wir uns bei den Schnorcheln, Taucherbrillen und Flossen bedienen und der erste Ausflug in die Unterwasserwelt begann. Unser erstes Ziel: Eine Sandbank zwischen den Inseln. Schon unterwegs konnten wir diverse bunte Fische beobachten, denn von hier hatten wir einen super Überblick über die Riffe der Umgebung. Scheinbar sind diese nicht ganz ungefährlich, denn auch ein Schiffswrack liegt in einiger Entfernung. Da hat wohl ein Segler nicht ganz so gut aufgepasst. Doch bis ganz dorthin haben wir uns doch nicht hinausgetraut.

San Blas Inseln Schiffswrack

Zurück auf dem Boot war unser erstes Essen bereits vorbereitet. Auf dem Teller lag für jeden von uns ein Hummer als Hauptgang bereit. Mein erster Hummer und er wusste mich gleich zu begeistern. In Kombination mit Pasta und Knoblauch war das ein geglückter Auftakt.

San Blas Adventures

Den Rest des Tages hatten wir Zeit, die nahen Inseln zu erkunden. Begrüßt wurden wir auch gleich von einem kleinen Schweinchen, das uns über die Insel gefolgt ist. Die eine Insel war von einigen Einheimischen Kunas, dem hier lebenden Volksstamm, bewohnt, die andere recht touristisch angelegt, mit einigen Hütten, einem Kiosk und sogar einer Bar. Doch wir zogen es, vor den Abend entspannt auf dem Boot zu genießen, inklusive einiger der mitgebrachten Bierchen. Life is Good.

San Blas Life

Mit ähnlichen Aktivitäten verbrachten wir auch die nächsten Tage. Ein weiterer Schnorcheltrip endete sogar in einer blutigen Verletzung für mich. Auf einmal tauchte ein kleiner, besonders frecher Fisch auf und schwamm neugierig um mich herum. Ich war natürlich begeistert und konnte einige super Aufnahmen mit meiner Unterwasserkamera machen. Doch der blau-graue Fisch schwamm immer weiter um mich herum und stupste mich sogar an meine Taucherbrille und verschwand dann aus meinem Blickfeld. Autsch! Im nächsten Moment hatte ich ihn wiederentdeckt, bloß, dass er diesmal meinen großen Zeh wohl mit einem leckeren Abendmahl verwechselt hatte. Die Schwimmflossen lassen ja wirklich nur eine kleine Lücke für die Zehen offen und genau diese wusste er zu nutzen und hat einmal herzhaft hineingebissen. Jetzt musste ich fix zurück aufs Boot, um die Wunde zu begutachten. Der Kapitän war zunächst etwas erschrocken, als ich berichtete, ich sei von einem Fisch gebissen worden. Doch als ich den Fisch genauer beschrieb, beruhigte er sich und wir konnten die Stelle versorgen. Letztendlich war alles halb so wild und eher witzig.

Weitere Highlights der Unterwasserwelt waren ein kleiner Rochen und der ziemlich giftige Lion Fish. Nach meinem vorherigen Erlebnis habe ich von ihnen allerdings lieber respektvollen Abstand gehalten. Auch einen Hummer bekamen wir zu Gesicht. Da liegt natürlich der Gedanke nicht fern, ihn zu fangen und zum Abendbrot mitzubringen. Doch da hatten wir die Rechnung ohne den Hummer gemacht. Komischerweise fand er das nicht so witzig und nutzte seine Ortskenntnis, um sich unter einem Stein zu verkriechen. Schade. Doch unser Kapitän hatte vorgesorgt und uns auch ohne diesen Selbstfang weiterhin mit frischen Leckerbissen versorgt.

San Blas Inseln

Speisekarte an Board

Wir wurden wirklich nur mit dem Besten, was das Meer zu bieten hat, versorgt. Es gab Kings Crab, Oktopus, Languste, Hummer, Fisch. Rudys Philosophie ist, dass nur auf den Tisch kommt, was er selber gerne isst. Er lebt schließlich auf dem Boot und macht diese Trips, weil er selbst die Inseln und das Segeln liebt und dabei natürlich auch selbst nur gut essen möchte. Fand ich ziemlich super. Es gab immer einen frischen Obstkorb, an dem wir uns bedienen konnten: sei es nun Ananas, Mango, Papaya oder Bananen. Gerade die Mini-Bananen haben es mir angetan. So sollten alle Bananen schmecken, kein Vergleich zu den Supermarktbananen in Deutschland. Panama riecht tatsächlich nach Banane.

San Blas Inseln Früchte

So vergingen unsere Tage zwischen den Inseln wie im Fluge:
• Hängematte
• Schnorcheln
• Insel erkunden
• Lecker essen
• Sonnenuntergang bewundern
• Und wieder von vorne

San Blas Adventures sunset

Kuna Island

Bevor es auf die große Überfahrt Richtung Kolumbien ging, mussten wir noch einige Besorgungen tätigen. Dafür fuhren wir zu einer der Hauptinseln der Kunas. Diese bietet einen ziemlich großen Kontrast im Vergleich zu den anderen Paradiesinseln, denn sie ist komplett bebaut und scheint aus der Ferne eher wie eine schwimmende Stadt. Von außen wirkt sie durch herumschwimmenden Müll leider sehr verdreckt. Während der Kapitän die wichtigen Besorgungen tätigte, konnten wir den Ort erkunden. Es hat sich gleich ein Führer angeboten, der uns herumgeführt hat. Natürlich hat dieser am Ende auch die Hand aufgehalten. Überleg dir also vorher, ob du am Ausflug teilnehmen möchtest. Eigentlich kannst du den kleinen Ort auch recht gut alleine erkunden. Überraschenderweise war im Ort alles supersauber.

Leider fehlt vielen der Ureinwohner das Verständnis, im Einklang mit modernen Errungenschaften wie Plastik und Natur zu leben, sodass ein Großteil des Mülls einfach im Wasser entsorgt wird. Ich hoffe innigst, dass dieses Verständnis wächst und sie sich nicht durch Müllberge ihre Lebensgrundlage entziehen.

Die große Überfahrt

Im Voraus hatte ich schon einiges über die Überfahrt nach Kolumbien gehört. Die wenigsten Geschichten waren hierbei positiv. Die meisten haben ziemlich stark mit der Seekrankheit zu kämpfen. Da ich bisher noch nie Probleme auf dem Wasser hatte, habe ich mir hier eigentlich keine Sorgen gemacht. Doch nach einem Wettercheck mussten wir etwas umdisponieren. Durch anhaltende Winde lag der Wellengang bei über 6 Metern. Dementsprechend konnten wir nicht wie geplant nach Cartagena segeln und sind deshalb die etwas leichtere Route an der Küste entlang nach Sapzurro gesegelt. Durch diese Änderung wurde uns angeboten, noch eine weitere Nacht auf dem Boot zu nächtigen, was wir natürlich gerne annahmen.

San Blas Adventures

Schon als wir die schützenden Riffe der San Blas Inseln verließen, machte sich der Wellengang bemerkbar. Als erstes hatte es die beiden Amerikaner erwischt. Schon nach etwa 15 Minuten zogen sich die beiden unter Deck zurück. Schon ein paar Minuten später folgte der Deutsche. Noch war ich topfit und hab mir auch ein bisschen ins Fäustchen gelacht. Leider zu früh gefreut. Etwa zehn Minuten später ging auch das flaue Gefühl in meinem Magen los. Also hab ich mich auch in meine Koje zurückgezogen und ein paar Seekrankheitspillen eingeworfen. Der Rest des Tages verlief dann auch wie im Fiebertraum. Die meiste Zeit hab ich mich in meiner Kajüte hin und her gewälzt und viel geschlafen während Rudy ganz entspannt weitergesegelt ist. Die Müdigkeit ist ein Nebeneffekt der Pillen. Am besten nimmt man die Tabletten bevor der ganze Spaß losgeht. So kann man der Übelkeit schon vorbeugen, wie ich später gelernt habe. Gegen Abend ging es mir schon besser und ich konnte an Deck die Brise genießen.

Am nächsten Morgen ging es ähnlich weiter, bloß, dass ich diesmal die Fahrt genießen konnte. Rudy hatte zwei Angeln ausgeworfen, sodass ich sogar noch das Erlebnis eines Fischfangs hatte. Auf einmal ruckte es an der Angel direkt hinter mir. Da ich am nächsten saß, musste ich diese schnappen und den Fisch einholen. Gar nicht so einfach, wenn man das noch nie gemacht hat. Aber nach einer halben Stunde Kampf hatte ich dann einen meterlangen Kingsfisch auf das Boot gewuchtet (okay, es waren in echt nur 40 cm und es hat keine 10 Minuten gedauert). Aber ich hatte meinen eigenen Fisch gefangen, schon irgendwie cool. Abends wurde dieser frisch zubereitet. Selbstgefangen schmeckt eindeutig am besten. Zwischendurch hatte Rudy einen Thunfisch aus dem Wasser gezogen. Dieser wurde zu einer Ceviche verarbeite. Ceviche ist das Nationalgericht Perus und wird aus rohem Fisch zubereitet, der in der Säure des Limettensafts „gegart“ wird. Im Laufe meiner Reise bin ich zu einem riesigen Ceviche-Fan geworden und muss sagen, dass es kulinarisch mein größtes Highlight in ganz Südamerika ist. Mit diesem Festessen haben wir unseren letzten Abend auf der Baruffa gefeiert bevor es am nächsten Tag in Capurganá an Land ging.

Fazit

Der Segeltrip war der Hammer und ein grandioser Auftakt und immer noch eins der Highlights meines großen Südamerika-Trips. Natürlich musst du für diese 5 Tage etwas tiefer in die Tasche greifen, meiner Meinung nach ist jeder Dollar aber genau richtig investiert. Wenn du direkt bei Rudy anfragen willst, kannst du ihn auf CartagenaSailing kontaktieren.

San Blas Adventures

Über den Gastautor Nico:

San Blas InselnNico war 5 Monate auf einem Backpacking-Trip durch Südamerika und startete während dessen seinen Reiseblog Alongtheway. Wenn du Lust auf mehr Fernweh hast, solltest du ihn mit Alongtheway auch auf Facebook und Instagram besuchen.

 

 

Warst du schon mal in Panama oder hast dort vielleicht sogar auch einen Segeltörn gemacht wie Nico? Teile deine Hightlights mit uns in den Kommentaren!

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15 Kommentare zu „Im Segelboot über die San Blas Inseln nach Kolumbien

  1. Markus on

    Danke für die Inspirationen! Auf den San Blas Inseln war ich leider noch nicht, aber das wird hoffentlich nicht mehr lange dauern…
    Ich will das dann aber auf eigenem Kiel machen. Im Jahr 2016 werden wir nochmals im Mittelmeer bleiben, aber dann soll es losgehen 😉

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    • Nico on

      Hallo Markus,
      freut mich, dass ich dich inspirieren konnte. Jetzt machst du mich aber neidisch. Mit dem eigenen Boot dort rumzusegeln ist natürlich ein Traum. Also Ziel könntest du dir ja setzen, jede einzelne Insel zu betreten 😉

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      • Markus on

        Hallo Nico, ja deine Idee hat was! Und dann noch gleich je einen Tag auf jeder Insel bleiben, oder?
        Dann würde die Erkundung der San Blas Inseln ja genau ein Jahr dauern… 😉

        Mal sehen was die Zukunft bringt. Als Fahrtensegler muss man sich natürlich auch an die Natur, sprich die vorherrschenden Wind- und Wettersituationen anpassen. Ob das dann immer noch so ein guter Plan ist, wird man sehen…

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        • Nico on

          Wenn, dann muss jede Insel natürlich auch mit einem richtigen Aufenthalt gewürdigt werden 😉

          Ich bin zwar nur Mitsegler, glaube aber, dass durch die schützenden Riffe auf den San Blas das ganze Jahr über sehr entspannte Bedingungen herrschen. Außerhalb der Riffe sieht das dann wieder ganz anders aus…

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          • Markus on

            Gut zu wissen, da wir dort ggf. das ganze Jahr über segeln könnten. Im Herbst soll es halt ziemlich viel Niederschlag geben…
            Mal sehen, was die Zukunft so bringt!

  2. Maria on

    Woooow! Das klingt nach dem absoluten Paradies. Nächste Woche werde ich auch nach Mittelamerika aufbrechen und den Segeltörn auf jeden Fall in meine Reiseroute ein aufnehmen. Danke für die Tipps!

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  3. Anna on

    Dieser Bericht war genau die richtige Träumerei an einem kalten Wintertag in Deutschland. Da dacht ich doch fast, dass ich selbst in einer Hängematte in der warmen Karibik liege. Voll schön geschrieben.

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  4. Sabine on

    Danke für den ausführlichen und unterhaltsamen Bericht! Zu welcher Zeit hast du den Trip gemacht? Ich überlege den Trip von Kolumbien aus im Juni/Juli, also „Winter“ zu machen. Bin mir aber noch nicht sicher, ob es eine gute Idee ist in der Zeit zu reisen. Hast du da Erfahrung? Vielen Dank!

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  5. Isabelle on

    Schöner Artikel, der mich zurück erinnert hat an meinen Aufenthalt auf den San Blás Inseln anno 2001! Ich war damals 4 Wochen auf einem Katamaran zwischen den Inseln unterwegs, traumhaft! Ich hatte allerdings das Glück, bei Freunden mitzusegeln, ein unvergessliches Abenteuer! Die Handarbeiten der Kunas, vor allem ihre Stickereien mit den farbenfrohen Bildern, aber auch ihren Schmuck habe ich immer noch als Erinnerung!

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