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Zum Surfen nach Marokko: eine Woche im Original Surf Morocco!

Sonne, Strand, Wellen und ein Surfbrett – was gibt es Besseres? Seit ich vor einigen Jahren in Brisbane an der australischen Ostküste gelebt habe, bin ich total begeistert vom Surfen. Und immer, wenn ich an einen Ort komme, wo es gute Wellen gibt, leihe ich mir ein Brett aus und stürze mich ins Meer. Diesmal bin ich aber extra wegen der guten Wellen in ein Land gereist, nämlich zum Surfen nach Marokko!

Und ich war dabei nicht alleine: Line und Nina sind mitgekommen und gemeinsam haben wir eine Woche im Original Surf Morocco verbracht, ein richtig cooles Surfcamp in Tamraght in der Nähe von Agadir und Taghazout. Was wir in dieser Zeit so erlebt haben, und ob wir als Surfprofis zurückgekommen sind, verrate ich in diesem Beitrag!

Surfen Marokko: eine Woche im Surfcamp Original Surf Morocco!

Surfen – der geilste Sport der Welt!

Warum überhaupt Surfen? Ich weiß gar nicht mal wieso, aber ich liebe Surfen! Wenn es einen Sport gibt, den ich wirklich gerne mache und der mir nicht wirklich wie Sport vorkommt, dann ist es Surfen. Es gibt für mich nichts Geileres, als draußen auf dem Meer nach der richtigen Welle Ausschau zu halten, los zu paddeln und dann auf dem Brett zu stehen. Noch dazu liebe ich das Meer und bekomme immer gute Laune, wenn ich am Wasser bin. Und es ist einfach wie es ist: Surfer sind mega cool!

Auf geht’s: mit EasyJet von Berlin nach Agadir

EasyJet fliegt praktischerweise einmal die Woche direkt von Berlin nach Agadir, und so sind wir Donnerstag Mittag in den Flieger gestiegen. Line und ich sind auch nur mit Handgepäck geflogen und konnten deshalb gleich durch den Security Check und zum Gate durchgehen. Der Flug hat rund 5 Stunden gedauert, wobei Marokko eine Stunde hinter Deutschland liegt und wir somit gegen 5 Uhr abends gelandet sind. Der Flieger war ziemlich modern und ich hatte mit meinen 1,86 Metern auch genügend Platz. Auf dem Flug kannst du verschieden Snacks und Sandwiches kaufen, die fast günstiger sind, als die, die du am Flughafen selbst bekommst. Nach 4 Stunden Flug, musste es dann einfach eine Kleinigkeit sein!

surfen Marokko

In Agadir angekommen, wurden wir auch gleich von einem unserer Surflehrer Youssef abgeholt. Er hatte ein Schild mit dem Namen des Camps drauf, aber wir hätten ihn in der Menge so oder so erkannt. Denn er trug ganz lässig Surfklamotten, sprich eine kurze Hose, Flip-Flops und ein weites Tank-Top. Die Fahrt vom Flughafen in Agadir zum Surfcamp in Tamraght dauert rund eine Stunde, immer der Küste entlang. Wenn du nicht auf ein kühles Bier nach dem Surfen verzichten willst, solltest du auf der Fahrt bei einem Supermarkt halten und dir einen Sixpack kaufen, denn Tamraght ist alkoholfrei. So haben wir es auch gemacht!

Gegen 6 Uhr sind wir dann also endlich im Original Surf Morocco angekommen, haben unsere Zimmer bezogen, und uns gleich hoch zur Dachtrasse des Camps gemacht, die einfach der Hammer ist! Von hier hast du eine geniale Aussicht aufs Meer und auf die Stadt Tamraght und kannst abends zuschauen, wie die Sonne im Atlantik verschwindet.

Gegen halb 8 gab es dann auch unser erstes, typisch marokkanisches Abendessen: Taijine mit Rindfleisch, Bohnen, Karotten und Kartoffeln, und dazu eine Art Fladenbrot sowie einen Nudelsalat. Alles super lecker! Der Koch namens Omar ist der Bruder von Abdellah, dem Betreiber des Surfcamps.

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Auch die Tage darauf gab es immer um halb 8 Abendessen, allerdings hatten wir uns die marokkanische Küche etwas würziger vorgestellt. Zudem gab es kaum frischen Salat, oder anderes frisches Gemüse wie Tomaten und Gurken. Als Beilage wurde immer Brot, oder Nudel- und Kartoffelsalat serviert.

Nach dem Essen haben wir immer entspannt, miteinander gequatsch, Kartenspiele gespielt, oder einfach dem Rauschen des Meeres zugehört und der Sonne beim Untergehen zugeschaut.

Tag 1: Trockenübungen und die ersten Stehversuche

Ich habe die erste Nacht wie ein Baby geschlafen, Line und Nina sind allerdings vom Ruf der zwei Muezzine im Dorf wach geworden, die fünfmal am Tag zum Gebet aufrufen. Das erste Mal geschieht dies früh morgens, wenn es noch dunkel ist und die Sonne langsam beginnt aufzugehen.

Um halb neun gab es dann oben auf der Dachterrasse Frühstück. Zur Auswahl standen jeden Morgen wie beim Abendessen das Fladenbrot, meistens Rührei, und ein süßes Gebäck wie Pfannekuchen, sowie Frischkäse, Öl, eine Art Erdnusspaste, ein Fake-Nutella, Honig sowie leckerer Minztee. Leider gab es kein frisches Obst oder Gemüse, was besonders Line und Nina vermisst haben.

Nach dem Frühstück, so gegen halb 10, haben wir uns alle unten versammelt, um jeweils einen Wetsuit für die Woche zugeteilt zu bekommen. Und dann ging es auch direkt los Richtung Strand und Meer.

Das Camp befindet sich auch nur wenige Minuten mit dem Auto vom Strand, du kannst sogar in knapp 20 Minuten zu Fuß hinlaufen. Mit Surfbrettern, Wetsuits und weiterem Zeugs ist es mit dem Auto allerdings wesentlich bequemer. Als wir angekommen sind, haben wir uns auch gleich in unsere Wetsuits gezwängt und uns aufgewärmt. Danach ging es für mich gleich samt Brett ins Wasser, während Line und Nina erstmal ein wenig Theorie erklärt bekommen haben und Trockenübungen machen mussten.

Nach kurzer Zeit ging es aber auch für die Beiden ins Meer, und sie mussten ihre ersten Stehversuche im sogenannten Whitewater machen – hier sind die Wellen bereits gebrochen und nehmen einen ganz easy Richtung Strand mit. Sowohl Line als auch Nina kamen halbwegs hoch, richtig standen konnten sie aber noch nicht!

Surfen Marokko

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Ich habe mich hingegen weiter hinten im Meer und an den richtigen Wellen ausgetobt. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich wirklich rein gar keine Kraft in den Armen hatte und auch etwas aus der Übung war. Schließlich waren meine letzten Surfversuche ein halbes Jahr her, als ich in Bali surfen war. Ich stand aber dennoch ein paar Mal auf dem Brett und hatte mega Spaß!

Das Konzept: vormittags Unterricht, nachmittags alleine üben

Nach dem Mittagessen sind wir alle nochmals ins Wasser gegangen, Line und Nina diesmal ohne Lehrer, um ihr Glück alleine zu versuchen. Denn das ist auch das Konzept des Surf Camps: vormittags gibt es ein paar Stunden Unterricht und nachmittags musst du das Gelernte selbst umsetzen. Nach einer weiteren Stunde im Wasser sind wir dann gegen 4 Uhr wieder zurück zum Camp gefahren, haben geduscht, gearbeitet und gechillt, bevor es um halb acht wieder Abendessen gab.

Das Camp hat insgesamt 3 Surflehrer: Youssef, Yassin und Rachid. Ab und zu gibt dir auch Abdellah selbst Tipps, und das Tolle ist, dass alle recht gut Englisch sprechen, und dich mit ihrer witzigen Art immer zum Lachen bringen!

Das Mittagessen wird immer mit an den Strand genommen, und fast täglich gab es ein Baguette, jeden Tag mit einem anderen Belag, entweder mit Hähnchen, Wurst, oder Hackfleischbällchen, oder mit Tunfisch. Einmal gab es auch einen Nudelsalat sowie einen Reissalat. Zudem gab es an manchen Tagen Äpfel oder Orangen. Dennoch war das unserer Meinung nach ein wenig zu kohlenhydratlastig. Aber in Marokko gibt es nunmal anderes Essen als in Deutschland!

Tag 2: Noch mehr Stehversuche

Am zweiten Tag haben wir morgens alle erstmal unsere Muskeln gespürt, besonders in den Armen, Schultern sowie am Po und den Oberschenkeln. Dafür waren wir auch alle total motiviert, wieder aufs Brett zu springen und unsere noch nicht wirklich vorhandene Technik zu verbessern. Vormittags gab es für Line und Nina also wieder ein wenig Theorie samt Trockenübungen, und ich habe mich abermals alleine in die Wellen gestürzt.

Diesmal waren wir an einem anderen Strand, etwas südlicher und direkt neben dem sogenannten Devil’s Rock. Die Wellen waren an diesem Tag auch wesentlicher besser, und ich konnte ein paar Mal für längere Zeit auf dem Brett stehen. Line und Nina wurden auch etwas mutiger und schafften es tatsächlich auch, sich für ein paar Sekunden auf dem Brett auszubalancieren.

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Tag 3: Ausflug nach Tagazhout

Am dritten Tag kribbelte es schon in unseren Fingern und wir wollten endlich mal ein wenig die Gegend erkunden. Morgens sind wir zwar noch zum Surfen an den Strand, und Line und Nina haben ihre ersten Paddelversuche gemacht, um selbst eine Welle zu bekommen, nachmittags haben wir das Surfen dann aber geskippt und sind in den Nachbarort Taghazout gefahren.

Taghazout ist ein kleines Fischerdorf ebenfalls an der Küste. Hier reichen die Häuser jedoch direkt bis ans Meer und bieten so eine wirklich schöne Kulisse. Leider stinkt es am Strand von Taghazout ziemlich stark, da die Fischerboote dort den ganzen Tag in der prallen Sonne stehen. Dennoch gehen Einheimische hier baden und genießen das Strandleben.

Rechts Richtung Norden kannst du die ganze Zeit neben den Häuser am Wasser entlang laufen, was richtig cool ist. Die Häuser sind bunt, zwischendurch blickst du in verwinkelte Gassen und hier und da kommst du an einem Café mit Terrasse samt schönem Ausblick vorbei. Ein solcher Spaziergang ist auf jeden Fall lohnenswert und du bist auch in weniger als 20 Minuten am Ende.

Die Hauptstraße Tagazhouts ist voll mit Cafés, Restaurants und Läden, und du triffst hier auf wesentlich mehr Ausländer und Touristen als in Tamraght. Wir haben noch einen kurzen Halt in einem kleinen Obst- und Sandwich-Laden gemacht, und uns jeweils einen frisch gemachten Smoothie geholt. Ich hatte den Avocado-Smoothie mit Bananen und Datteln, der super lecker war und 20 Dirham, also umgerechnet 2 Euro gekostet hat.

Nach unserem Ausflug durch das kleine Fischerdorf sind wir mit dem Bus zurück nach Tamraght gefahren. Dieser fährt vom Parkplatz am Anfang des Dorfes direkt neben der Hauptstraße ab, und die Fahrt kostet 5 Dirham, also ungefähr 50 Cent pro Person. Halte einfach nach der Busnummer 32 Ausschau und gib dem Busfahrer Bescheid, dass du nur bis nach Tamraght mitfahren möchtest, ansonsten steigst du erst in Agadir aus!

Tag 4: Yoga Session auf der Dachterrasse und Ausflug zum Paradiese Valley

Am vierten Tag haben wir uns eine Auszeit vom Surfen gegönnt. Wenn du wie wir nicht regelmäßig surfst ist das auch eine gute Idee, da du deine Muskeln während des Surfen schon sehr beanspruchst. Wir hatten am vierten Tag auch alle gut Muskelkater, der teilweise richtig weh tat.

Umso besser, dass das Original Surf Morocco auch Yogastunden bietet! An dem Tag sind wir morgens also nicht aufs Brett, sondern auf die Yogamatte gesprungen. Die Session hat etwas über eine Stunde gedauert und wir haben speziell Yogaübungen gemacht, die die Schultern, den Nacken und den Rücken entspannen und dehnen. Eine perfekte Ergänzung zum Surfen.

Erst nach dem Yoga gab es Frühstück und kurz darauf sind wir mit dem Auto los Richtung Paradiese Valley. Die Fahrt hat ungefähr 45 Minuten gedauert, und ging vorbei an kleinen Dörfern, Bächen und Oasen ins hügelige Hinterland der Region. Zudem haben wir auf dem Weg bei einer Familie gehalten, die Agarnöl herstellt und uns mehr über den Prozess erzählt sowie uns ihren Garten gezeigt hat.

Am Parkplatz angekommen, haben wir uns auf eine kleine Wanderung begeben, denn das Paradise Valley ist nur zu Fuß erreichbar. Wir sind ungefähr eine halbe Stunde gelaufen, bis wir ankamen. Dabei sind wir an ein paar kleinen Hütten vorbei gekommen, über einen fast trockenen Fluss gelaufen und standen zwischenzeitig unter Riesen-Palmen.

Smelly Trashy Valley

Als wir dann aber angekommen sind, waren wir ziemlich enttäuscht. Das Tal ist eher klein, und der Pool in dem du dich nach der Wanderung in der Hitze abkühlen kannst, ist ebenfalls sehr klein. Das ist aber gar nicht mal das Problem. Das Problem ist vielmehr, dass in dem Tal überall Müll liegt, und dieser Müll unheimlich stinkt!

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Das Tal zieht mittlerweile nämlich richtig viele Besucher an, und am meisten sogar Marokkaner selbst. Allerdings machen diese meistens einen ganzen Tagesausflug aus ihrem Besuch im Paradise Valley und bringen Essen und Trinken mit. Die Reste und Verpackungen nehmen sie aber nicht wieder zurück, sondern schmeißen sie einfach in die Natur – schrecklich!

Wir sind deshalb auch gar nicht lange geblieben und erst recht nicht in den Pool schwimmen gegangen. Es hat einfach so sehr gestunken und es war so dreckig, dass es uns die ganze Lust geraubt hat, ins kühle Nass zu springen. Ich habe auf dem Rückweg auch zwei volle Tüten Müll eingesammelt, allerdings gab es nirgendwo einen Mülleimer, nicht einmal am Parkplatz. Kein Wunder also, dass der Müll einfach so in die Natur geworfen wird, denn ganz mit nach Hause nimmt ihn wohl keiner wieder mit. Wir haben die Tüten allerdings zurück ins Surf Camp genommen und dort weggeschmissen.

Auch wenn der Ort an sich wirklich schön ist, kann ich dir einen Ausflug ins Paradise Valley nicht wirklich empfehlen. Ich würde das Paradise Valley auch eher als Smelly Trashy Valley bezeichnen! Echt traurig!

Am frühen Nachmittag waren wird dann auch schon wieder zurück und haben den Rest der Zeit vorm Abendessen genutzt, um noch ein wenig auf der Dachterrasse zu arbeiten.

Tag 5: Wieder rauf aufs Brett!

Am fünften Tag hieß es für uns dann wieder rauf aufs Brett und wir hatten nach dem einen Tag Pause auch wieder richtig Bock. Ich bin wie immer direkt alleine ins Wasser gegangen, während Line und Nina wieder ein wenig Theorie am Strand hatten und später samt Lehrer ins Meer sind. An diesem Tag haben sie auch ein paar Begriffe wie whitewater, green wave und beach break gelernt sowie ein wenig mehr über die Strömungen an diesem Strand, die unterschiedlichen Windverhältnisse und wie sie am besten mit einem Fixpunkt am Land arbeiten.

Denn diesmal ging es für die Beiden schon etwas weiter nach hinten, allerdings waren die Wellen und die Strömungen an dem Tag so stark, dass sie wieder ins Whitewater gegangen sind und dort geübt haben. Line und Nina standen an dem Tag auch beide schon wesentlich länger auf dem Brett und kamen eigentlich bei fast jedem Versuch hoch. Richtig coole Entwicklung also!

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Tag 6: Wie ein richtiger Surfpro

Tag sechs war besonders für Line ein Highlight. Denn an diesem Tag hieß es für uns alle ab nach hinten ins Line-Up und alleine eine Greenwave nehmen! Natürlich gab es für Line und Nina anfangs wieder ein bisschen Theorie, und sie haben gelernt, wie man das Surfbrett nach rechts und links lenkt, und wie sie das Brett schneller machen, indem sie ihren Vorderfuß nach vorne schieben und drücken.

Zudem wurde ihnen gezeigt, wie sie reagieren müssen, wenn sie paddelnd auf dem Brett liegen und ihnen eine Welle entgegen kommt. Ich habe das ein paar Tage zuvor ebenfalls gezeigt bekommen: bei einer kleinen Welle musst du quasi mit deinem Köper wie bei einem Push-Up hochgehen und dein Brett runter drücken. Bei einer großen Welle musst du dich samt Brett umdrehen und das Brett fest halten. Ich habe das auch ein paar Mal gemacht, und es klappt echt gut!

Nach der Theorie sind Line und Nina dann nach hinten ins Line-Up zu mir, haben selbst auch einige Wellen bekommen, und standen teilweise auch richtig lange auf dem Brett! Line hat es auch ein paar Mal geschafft, das Surfboard nach rechts zu lenken. An diesem Tag hat man bei den Beiden echt die Entwicklung gesehen, und auch ich habe an diesem Tag ein paar gute Wellen bekommen.

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Marktbesuch in Banana Village

Nachmittags sind wir dann alle gemeinsam zum Markt ins Nachbardorf nach Awrir gefahren. Das Örtchen wird von den Einheimischen auch Banana Village genannt, da in dieser Region die ganzen Bananen angebaut und hier verkauft werden.

Der Markt findet jeden Mittwoch statt und du kannst hier vor allem frisches Obst und Gemüse von den Bauern aus der Umgebung kaufen. Zudem gibt es hier super leckere, saftige Datteln, die nur 50 Cent das halbe Kilo kosten! Und das waren sogar die besten Datteln, die der Verkäufer am Stand hatte. Natürlich gibt es auch einige Stände mit frischen Oliven, Nüssen und Unmengen Gewürzen, die so aufgetürmt richtig toll aussehen!

Aber auch Haushaltswaren wie Messer, Teppiche und Putzzeug, oder auch Anziehsachen und Schuhe kannst du hier auf dem Markt kaufen. Erwarte allerdings nicht zu viel, denn der Markt ist wirklich typisch marokkanisch, kein wenig touristisch und auch eher etwas chaotisch.

Auch die Straßen in der Stadt außerhalb des Marktes und besonders die Hauptstraße von Awrir bieten sich zum Einkaufen an. Hier stehen ein Schlachter nach dem anderen und du wirst tote Ziegenköpfe oder Schweinefüße antreffen, oder einen Hühnchenverkäufer, bei dem die Hühner noch hinterm Tresen umher laufen und dann wahrscheinlich frisch geschlachtet werden.

Zudem soll es hier einen wahnsinnig guten Avocado-Smoothie bei einer kleinen Patisserie etwas weiter runter die Hauptstraße entlang und vom Meer aus links geben. Allerdings hatte der Laden jedes Mal zu, wenn wir in der Nähe waren.

Tag 6: Morgens surfen, abends zurück nach Berlin

An unserem letzten Tag sind wir morgens noch einmal surfen gegangen, allerdings waren die Wellen an dem Tag recht hoch. Für mich war es mein bester Tag, oder fast schon mein bestes Surferlebnis in meinem ganzen Leben. Ich habe einige Wellen bekommen und stand auch richtig lange auf dem Brett! Das Wetter war super, die Sonne schien und ich hatte einfach nur mega Spaß!

Mittags sind wir dann zurück zum Camp und gegen 3 Uhr Richtung Flughafen nach Agadir gefahren. Auf dem Weg hat unser Surflehrer Yussef noch zwei Leute mitgenommen, den Nüsseverkäufer vom Strand und seinen Sohn, der Donuts verkauft. Bekannte Leute auf einer Fahrt mit zu nehmen ist in Marokko oder in dieser Gegend wohl so üblich.

Gegen 4 Uhr waren wir dann am Flughafen und unser Flieger ging gegen 18 Uhr. Wenn du von Marokko zurück fliegst, musst du auf jeden Fall zum Check-in Schalter, egal ob nun nur mit Handgepäck reist wie wir, oder Gepäck aufgeben musst. Denn du bekommst einen Stempel auf dein Ticket, damit du das Land wieder verlassen kannst – ohne den kommst du beim Ausreiseschalter nicht durch!

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Der Flug hat dank gutem Rückenwind nur 3,5 Stunden gedauert und wir sind aufgrund der Zeitverschiebung von einer Stunde um kurz vor 11 gelandet. Genau wie der Hinflug war auch der zurück super angenehm und wir hatten sogar zwei Reihen für uns alleine. Auch wenn das marokkanische Essen wirklich lecker war, musste ich vom Flughafen in Berlin direkt zum Burgermeister und einen richtig geilen Burger essen! Zum Glück geht das mit Handgepäck ganz easy ohne Probleme!

Preise und weitere Möglichkeiten

Eine Woche Surfcamp all in

Das Surfcamp kostet für eine Woche pro Person, also für insgesamt 7 Nächte 430,- Euro pro Person. Mit inbegriffen ist die Unterkunft in einem Zimmer, das du dir mit jemand anderem teilst, die Surfstunden von bis zu 4 Stunden am Tag, das Essen morgens, mittags sowie Abends, der Transfer vom Camp zu den Surfspots, das Surfequipment, also das Brett und der Wetsuit, sowie der Transfer zum Flughafen sowohl bei der Ankunft als auch bei der Abreise. Alternativ kannst du auch ein Surf- und Yogapaket buchen, was zusätzlich eine Stunde Yoga täglich beinhaltet und für eine Woche 500,- Euro pro Person kostet.

Preise für Ausflüge

Der Ausflug zum Paradise Valley kostet 20 Euro pro Person. Wie geschrieben, würde ich ihn dir allerdings nicht empfehlen. Alternativ kannst du aber auch einen Ausflug zu einer Sanddüne machen, die sich direkt am Meer befindet und rund eine Stunde mit dem Auto entfernt ist. Bei diesem Ausflug werden eine Art Surfbretter mitgenommen, und du kannst deine Wellenreiter-Künste auf dem Sand ausprobieren. Sandboarding nennt sich das und soll unheimlich Spaß machen! Dieser Ausflug kostet ebenfalls 20 Euro pro Person, und beinhaltet den Transport, die Ausrüstung sowie das Mittagessen.

Fazit

Surfen ist und bleibt mein Lieblingssport und das Surfen in Marokko war richtig geil! Ich kann dir das Original Surf Morocco auch nur wärmstens empfehlen. Die Leute sind super nett und das Camp ist eines der wenigen, das nur von Marokkanern betrieben wird. Du fühlst dich dort wie bei einer Familie oder wie bei deinen Freunden zuhause und wirst eine richtig gute Zeit haben!

Auch so kann ich dir nur empfehlen, einmal ein Surfcamp zu besuchen. Denn wenn du eine Woche lang jeden Tag für ein paar Stunden surfst, kommst du richtig schnell rein und verbesserst dich in dieser Zeit enorm. Man konnte bei uns allen, also bei mir, Line und Nina richtig sehen, wie wir Tag für Tag immer besser wurden und am Ende schon richtig lange auf dem Brett stehen konnten. Zudem ist Surfen ein richtig gutes Workout für deinen ganzen Körper und nach einer Woche im Surf Camp kommst du richtig gestrafft zurück!

Vielen Dank an Original Surf Morocco für die Einladung ins Surfcamp und diese tolle Zeit in Marokko!

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