Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Die besten Survival-Tipps für dein Abenteuer in der Wildnis

Einmal kurz die Welt anhalten, um auszusteigen und ganz weit weg von deiner bequemen Couch und der Zivilisation die Wildnis zu erleben – das ist ein Traum vieler Abenteurer! Dabei schläfst du im Zelt oder baust dir ein Nachtlager im Wald. Dein Essen, das du dir in der Natur zusammen sammelst, kochst du über dem Lagerfeuer und zum Trinken suchst du dir eine frische Quelle oder Tauwasser!

Du bist komplett unabhängig von irgendwelchen Geräten, Abflug- oder Öffnungszeiten und erlebst, was es wirklich bedeutet frei zu sein. Frei von all den Dingen, die in unserer Gesellschaft als lebensnotwendig gelten, die du zum Leben allerdings nicht brauchst. Im Gegenteil: Alles, was du wirklich brauchst, findest du in der Wildnis und zwar ohne Google! Vielleicht ist das Überleben in und mit der Natur eines der letzten großen Abenteuer, das uns in einer Welt, die sich mit ihrem technischen Fortschritt zu überschlagen scheint, geblieben ist – feststeht: Allein in der Wildnis unterwegs zu sein, ist Nervenkitzel pur!

In diesem Beitrag erfährst du, wie du dich auf dein Abenteuer in der Wildnis richtig vorbereitest, welche Ausrüstung in deinen Rucksack gehört und was du zuhause lassen kannst. Außerdem bekommst du jede Menge Survival-Tipps dank denen du fernab der Zivilisation überlebst und dich im Notfall richtig verhältst.

Ab in die Wildnis!

Die besten Survival-Tipps für dein Abenteuer in der Wildnis

So bereitest du dich auf dein Abenteuer in der Wildnis richtig vor

Jede Reise erfordert, dass du dich richtig vorbereitest, wenn es allerdings um ein so krasses Abenteuer wie das Überleben in der Wildnis geht, ist die richtige Vorbereitung alles! Was du bei deiner Planung unbedingt berücksichtigen solltest, verrate ich dir jetzt.

Der perfekte Ort für deinen Survivaltrip

Bevor du dich in die Detailplanung deines Trips stürzt, musst du erst einmal den perfekten Ort für dein Abenteuer finden. Dazu solltest du dir eine Liste erstellen mit Dingen, die dir wichtig sind. Möchtest du echtes Wildnisgefühl erleben, aber dabei trotzdem in der Nähe einer Ortschaft bleiben? Willst du im Zelt schlafen oder Biwakieren? Bist du bereit dich während deines Abenteuers komplett selbst zu versorgen oder möchtest du die Möglichkeit haben, dich zwischendurch mit frischen Lebensmitteln einzudecken? Es gibt dabei kein richtig oder falsch. Es ist dein Abenteuer und du entscheidest, wie weit du gehen willst!

Im Prinzip findest du fast überall auf der Welt unberührte Ecken, die genau richtig sind, um ein paar Tage oder Wochen die pure Wildnis zu erleben. Egal, ob es dich spontan übers Wochenende in die Tiefen der Wälder Deutschlands zieht oder du auf einer längeren Reise an abgelegene Orte das Abenteuer Einsamkeit suchst, wichtig ist, dass du dich vorher über die Umgebung, in der du unterwegs sein wirst, informierst, um unterwegs keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Sobald deine Route steht und du genau weißt, was dich erwartet, solltest du deinen Plan mit deiner Familie oder Freunden teilen. Immerhin wirst du für die Dauer deines Trips kaum erreichbar sein. Da ist es wichtig, dass die Daheimgebliebenen wissen, wo du unterwegs bist und im Notfall deinen ungefähren Aufenthaltsort kennen. Wenn du länger als nur ein paar Tage in der Wildnis bist und auf Nummer sicher gehen willst, planst du am besten in Etappen. Das bedeutet: Deine Route durchläuft immer wieder kleinere Ortschaften, von wo aus du ein kurzes Lebenszeichen sendest. Sollte deine Familie länger nichts von dir hören, kann rechtzeitig Hilfe verständigt werden.

Mach dich mit den Gefahren vertraut

Zu deiner Routenplanung gehört nicht nur, dass du entscheidest wann du dich wo aufhältst, sondern auch, dass du dich über die komplette Umgebung genau informierst. Du solltest wissen, welche Pflanzen es dort gibt, welche davon giftig sind und welche du bedenkenlos essen kannst. Mach dich außerdem mit der Tierwelt vertraut! Musst du damit rechnen Bären, Wölfen, giftigen Schlangen oder Insekten zu begegnen oder sind in der Gegend eher harmlose Tiere beheimatet? Gerade wenn du an einem Ort unterwegs bist, an dem es gefährliche Tiere gibt, solltest du wissen, wie diese aussehen und wie du dich im Notfall verhältst, wenn dir ein Bär, Wolf oder eine Giftschlange zu Nahe kommt. Für alle Tiere in der Wildnis gilt: Nicht füttern, nicht anfassen und einen Abstand von mindestens 50 bis 100 Metern einhalten.

Eigentlich gehen Bären und andere Wildtiere uns Menschen aus dem Weg. Aus diesem Grund solltest du bei Wanderungen durch Lärm auf dich aufmerksam machen: Unterhalte dich laut mit deiner Begleitung, singe deine Lieblingslieder und mache einfach Krach! Die Tiere werden dadurch nicht überrascht und können rechtzeitig das Weite suchen. Falls du trotzdem in eine Situation kommst, in der du plötzlich einem Bären oder einer Wildkatze gegenüberstehst, gilt es Ruhe zu bewahren. Wegrennen macht wenig Sinn, da der Jagdinstinkt der Tier dadurch geweckt wird und sie dich locker einholen würden.

Gerade beim Bärenkontakt bleibst du ruhig! Hast du kein Bärenspray, Stöcke oder spezielle Flares, wie den Bear Bangers, die es in Kanada gibt, dabei, solltest du dem Bär die Chance geben dich als Mensch zu erkennen: Dafür bewegst du deine Arme auf und ab. Kommt das Tier dennoch näher, beginnst du Krach zu machen – verzichte dabei aber auf derbe Schreie und setzte lieber deine Ausrüstung ein, indem du zum Beispiel deine Campingtöpfe gegeneinander schlägst.

Greift der Bär dich dennoch an, solltest du aufgeben und dich tot stellen. Die meisten Bären sehen in dir nichts essbares, sondern eher eine Gefahr für ihre Jungtiere oder einen Eindringling in ihr Revier: Durch deinen vorgetäuschten Tod werden die meisten Bären ihren Angriff abbrechen, da von dir keine Gefahr mehr ausgeht. Der Schwarzbär ist allerdings eine Ausnahme, da er in dir tatsächlich Nahrung sieht: In diesem Fall musst du um dein Leben kämpfen! Die Chancen, dass du von wilden Tieren angegriffen wirst, sind sehr gering – die größten Gefahren in der Wildnis sind: Durst, Hunger und Kälte!

Neben den Pflanzen und Tieren solltest du dich vorab außerdem mit den geltenden Bestimmungen vertraut machen. In manchen Ländern kannst du ohne Probleme Wildzelten, während du anderswo nur an ausgewiesenen Plätzen dein Nachtlager aufschlagen darfst. Das Schlafen unter freiem Himmel oder einer Regenplane ist fast überall für eine Nacht erlaubt.

Auch die Regeln, die du beim Feuermachen beachten solltest, sind fast überall gleich. Die Grundregel: Dein Feuer sollte sich mindestens 100 Meter vom Waldrand und anderem brennbaren Material, wie trockenem Unterholz oder Gestrüpp, befinden und so klein wie möglich sein. Zum Kochen und Wärmen reicht ein kleines Feuer völlig aus. Wenn du in der Wildnis jagen oder fischen möchtest, checke vorab, ob das erlaubt ist und ob es bestimmte Regeln gibt, die du dabei einhalten musst – oft brauchst du dafür einen Jagd- oder Angelschein.

Während der Planung deines Wildnisabenteuers lohnt sich ein Blick auf die Klimatabelle deines Reiseziels. Gerade wenn du außerhalb von Europa unterwegs bist, solltest du Monsun- und Regenzeiten beachten. Zu viel Regen ist nicht nur uncool, wenn du dich ununterbrochen draußen aufhältst, sondern kann auch das Terrain komplett verändern. Kleine Bäche werden zu reißenden Flüssen, die du unmöglich durchqueren kannst, und normale Felder verwandeln sich in Matschlöcher, in denen das Schlafen keinen Spaß macht! Moderates Klima, das weder zu heiß noch zu kalt ist und dich nicht mit übermäßig Regen erwartet, ist perfekt für deinen Survivaltrip.

Die richtige Ausrüstung

Wenn du weißt, wohin es geht und was dich dort erwartet, wird es Zeit deinen Rucksack zu packen. Da du zu Fuß unterwegs bist, solltest du so wenig wie möglich einpacken – ein zu schwerer Rucksack belastet dich unnötig und schränkt dich in deiner Bewegungsfreiheit ein. Hier findest du einen Überblick darüber, was du wirklich brauchst, um in der Wildnis zu überleben!

Die Grundausrüstung

Deine Grundausrüstung besteht aus den Dingen, die unterwegs unbezahlbar sind. Dazu gehört ein gutes Messer mit feststehender Klinge und ein Multiwerkzeug, wie zum Beispiel ein Leatherman Toolkit. Um Feuer machen zu können, brauchst du mindestens eine Schachtel Streichhölzer, die du zusammen mit trockenen Wechselklamotten und deinem Schlafsack in einer Drybag wasserfest verpackst. Du kannst deine Streichhölzer zusätzlich vor Wasser und Feuchtigkeit schützen, indem du den Zündkopf mit einer dünnen Schicht Kerzenwachs überziehst. Für den Notfall solltest du noch ein Feuerzeug oder einen Feuerstein mitnehmen.

Damit du im Regen trocken bleibst, gehört ein dünner Regenponcho oder ein großer Müllsack mit auf deine Packliste. Außerdem sind ein paar Meter Fallschirmschnur, ein Kompass, eine detaillierte Karte, ein Signalspiegel und ein Karabinerhaken nützliche Dinge, die du dabei haben solltest. Ganz wichtig ist auch, dass du für den Ernstfall ein Erste-Hilfe-Päckchen und dein Handy inklusive aufgeladener Powerbank oder ein Funkgerät dabei hast. So kannst du dich nicht nur um kleinere Verletzungen kümmern, sondern bei Bedarf auch Hilfe holen!

Vor deinem Start solltest du die Funktion aller Geräte nochmals überprüfen und dich mit der richtigen Anwendung vertraut machen. Jedes Hilfsmittel nützt dir nichts, solltest du es nicht richtig verwenden: Warst du zum Beispiel noch nie mit einem Kompass unterwegs, solltest du ihn unbedingt in einer dir bekannten Region ausprobieren.

 

Essen & Trinken

Hier musst du entscheiden, wie extrem dein Wildnistrip sein soll. Falls du komplett von der Natur leben willst, gehören eine Trinkflasche und ein Wasserfilter oder Wasserreinigungstabletten in deinen Rucksack. Außerdem brauchst du einen Ratgeber, der dir dabei hilft zu bestimmen welche Wildpflanzen du essen kannst. Dieses Buch sollte auf die Region ausgelegt sein, in der du unterwegs bist. Schließlich gibt es in Südafrika oder Japan ganz andere Pflanzen als zum Beispiel in Island oder Amerika.

Falls du dich während deines Trips in der Nähe von Flüssen oder Seen aufhältst, lohnt es sich zum Fischen eine Angel mitzunehmen. Oder du schnitzt dir vor Ort einen Speer, den du auch gleichzeitig zum Jagen von kleineren Tieren verwenden kannst. Dich komplett von den Dingen zu ernähren, die du unterwegs findest, ist eine richtig krasse Herausforderung, vor allem wenn es dein erster Survivaltrip in der Wildnis ist. Falls du dir unsicher bist, empfiehlt es sich eine Notration an Verpflegung einzupacken. Dafür eignen sich Konserven und trockene Lebensmittel wie Nüsse oder getrocknete Früchte.

Um warme Mahlzeiten zuzubereiten, brauchst du einen Topf – richtig praktisch ist gleich ein komplettes Outdoor-Kochgeschirr. Das ist superleicht, nimmt nicht viel Platz im Rucksack weg und du hast einen Topf, eine Pfanne, Besteck und Schüsseln dabei! Für Orte, an denen offenes Feuer verboten ist, brauchst du einen Taschenkocher. Wegen der Größe und klobigen Form solltest du deinem Gepäck zuliebe auf einen Gaskocher verzichten und dafür einen Esbit-Kocher oder einen kleinen Holzofen mitnehmen! Der Holzofen hat den Vorteil, dass du keinen speziellen Brennstoff mitschleppen musst: Du sammelst ein paar Äste und schon kannst du mit dem Kochen beginnen!

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Kleidung und Schlafen

Damit du auf deinem Abenteuer weder ins Schwitzen kommst noch frierst, solltest du dich jeden Tag nach dem Zwiebelsystem anziehen, sodass du unterwegs Schichten einfach an- oder ausziehen kannst, wenn es dir zu warm oder zu kalt wird. Spezielle Outdoorbekleidung, wie zum Beispiel von Tatonka ist darauf ausgelegt, dich warm zu halten und Flüssigkeit vom Körper weg zu transportieren. Neben Funktionswäsche, T-Shirts, Fleecejacken und einer strapazierfähigen Hose brauchst du eine Outdoorjacke, auf die du dich verlassen kannst. Wenn es regnet oder windig wird, soll deine Jacke dafür sorgen, dass du warm und trocken bleibst. Die Qualität und eine gute Passform sind dabei entscheidend. Je nachdem wohin dein Trip geht und zu welcher Jahreszeit du unterwegs bist, sollte die Jacke gefüttert sein. Zudem sind eine wasserfeste Hose oder Gamaschen, die du bei Bedarf überziehen kannst, eine gute Sache!

Wie viel Wechselkleidung du einpackst, ist dir überlassen. Versuche so wenig wie möglich mitzunehmen, um Gewicht zu sparen. Du brauchst mindestens eine Wechselgarnitur, die in deiner Drybag sicher verstaut ist und darüber hinaus vielleicht noch eine oder zwei weitere Garnituren. Dreckige Klamotten wäschst du unterwegs ganz einfach in fließenden Gewässern, indem du sie an einen langen Ast bindest und diesen ins Wasser hältst.

Damit du tagsüber genug Energie hast, solltest du auf Schlaf nicht verzichten. Im Prinzip brauchst du dafür nur einen guten Schlafsack und eine Plane, die du mithilfe der Fallschirmschnur zum Schutz über deinen Schlafplatz spannst. Damit du es auf dem Boden bequem hast, bau dir ein Lager aus Blättern und Moos oder nimm deine Isomatte mit. Falls du keine Lust hast jede Nacht im Freien zu schlafen, pack dein Zelt ein – so kannst du spontan entscheiden, ob du unterm Sternenhimmel oder im Zelt schlafen möchtest.

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In der Wildnis (über)leben

In der Wildnis zu überleben bedeutet nicht, dass du die Natur überlisten oder bekämpfen musst. Ganz im Gegenteil: Es geht darum, mit und von der Natur zu leben und sich mit den einfachsten Mitteln zurechtzufinden. Durch unberührte Wälder zu ziehen, Beeren und Früchte zu sammeln, Wasser frisch aus der Quelle zu trinken und abends am Feuer einen Fisch, den du selbst gefangen hast, zu braten ist pure Freiheit!

Neben der richtigen Vorbereitung musst du auch unterwegs wissen wie du dich verhalten musst, um die Wildnis mit jeder Faser deines Körpers zu erleben!

Trinkwasser

Durst ist schlimmer als Hunger und während du ohne Essen mehrere Wochen überleben kannst, gibt dein Körper schon nach wenigen Tagen ohne Flüssigkeit auf. Dein Abenteuer in der Wildnis ist körperlich anstrengend, das bedeutet: Du brauchst viel Wasser, um bei Kräften zu bleiben!

Auf der Suche nach Trinkwasser folgst du am besten Vögeln, wie zum Beispiel Finken oder Tauben, die sich häufig in der Nähe von Wasser aufhalten, oder du hältst Ausschau nach einer größeren Ansammlung von Tierspuren, die dich in den meisten Fällen zu einer Wasserquelle führen. Generell gilt: Klares und schnell fließendes Wasser ist in der Regel sauberer als trübes Wasser aus langsam fließenden oder stehenden Gewässern. Direkt an der Quelle kannst du das Wasser bedenkenlos in deine Trinkflasche abfüllen. Andernfalls musst du das Wasser vor dem Trinken mit deinem Wasserfilter oder einer Reinigungstablette trinkfertig machen. Falls du beides nicht zur Hand hast, kochst du das Wasser einfach über dem Feuer ab. Wichtig dabei ist, das Wasser einmal richtig zu kochen, bis es sprudelt!

Als Alternative zu Flüssen und Bächen eignen sich außerdem Regen und Tau als Trinkwasserquelle. Bei Regen fängst du das Wasser einfach mit deinem Topf oder einem großen Stück Baumrinde auf, kochst es ab und füllst deine Trinkflasche damit. Um eine große Menge Tau aufzufangen, kannst du deine Plane oder deinen Poncho über Nacht als Taufalle verwenden. Grabe ein kleines Loch, dessen tiefster Punkt in der Mitte ist, breite deine Plane oder den Poncho über dem Loch aus und befestige ihn mit Steinen am Rand. Am nächsten Morgen hat sich in der Mitte deiner Plane eine Taupfütze gebildet, die du ebenfalls abkochen und trinken kannst. Gerade wenn der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht groß ist, ist die Taufalle eine super Möglichkeit, um an Wasser zu kommen.

Ernährung in der Wildnis

In der Natur gibt es jede Menge essbarer Dinge: Von Wurzeln über Pflanzen, Beeren, Insekten und Würmern bis hin zu Fischen und kleinen Wildtieren wie zum Beispiel Hasen. Am einfachsten ist natürlich das Sammeln von Pflanzen, Früchten und anderen Kleinigkeiten. Zum Jagen und Fischen brauchst du an manchen Orten nicht nur eine Erlaubnis, sondern auch die nötige Erfahrung und das richtige Werkzeug. Dir einen Fisch fürs Abendessen selbst zu fangen, klingt zwar unglaublich genial, allerdings solltest du dich nicht darauf verlassen, dass es auch klappt! Für den Fall, dass du mit leeren Händen von deinem Abstecher zum Fluss zurückkommst, brauchst du eine Notration an Essbarem. Am besten sind deine Sammelvorräte immer so weit aufgefüllt, dass du davon mindestens einen Tag und eine Nacht leben kannst.

Falls der Gedanke an gebratene Ameisen, Regenwürmer, Maden und Grashüpfer für dich uncool klingt, kannst du dich während deines Wildnisabenteuers komplett vegetarisch ernähren. In Mitteleuropa stehen dir dazu mehr als 1.800 essbare Pflanzen zur Verfügung. Dein bester Reisebegleiter ist ein einfaches Bestimmungsbuch, mit dem du die einzelnen Wildpflanzen identifizieren kannst. Wenn du dir nicht zu 100 Prozent sicher bist, ob die Blätter oder Früchte vor dir essbar sind, dann iss sie nicht. Essbare Wildpflanzen, die du in Europa fast überall findest und die auch noch richtig lecker schmecken, sind zum Beispiel Brennnesseln, Löwenzahn, Gänseblümchen, Rucola, Wacholder, Pfefferminze, wilde Erdbeeren und Margeriten. Darüber hinaus sind auch viele Wurzeln, Rinden, Pilze und Nüsse essbar. Das Harz und das Innere der Rinde einer Kiefer ist beispielsweise supernahrhaft und versorgt dich unterwegs sogar mit Vitamin C!

Feuer machen in der Wildnis

Ein Feuer zu machen klingt einfach, ist allerdings mitten in der Wildnis ohne geeignetes und zurechtgeschnittenes Brennmaterial manchmal eine große Herausforderung.

Holz sammeln

Sobald du deinen Lagerplatz gefunden hast, solltest du dich auf die Suche nach Feuerholz und Anzündmaterial machen. Der beste Zunder, den du in der Natur finden kannst, sind trockene Blätter, Gräser, Birkenrinde und Reisig. Falls deine Umgebung feucht ist, findest du normalerweise unter Nadelbäumen, die dicht über dem Boden wachsen, immer trockene Reisigäste, Blätter und Gestrüpp. Als Nächstes brauchst du verschieden dicke Äste, die so trocken wie möglich sein sollten. Totes Holz, das du von Bäumen abbrechen kannst, ist ideal. Wenn dein Feuer erst einmal richtig brennt, kannst du auch frisches oder feuchtes Holz verbrennen.

Deine Feuerstelle muss mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Achte darauf, dass sich in unmittelbarer Nähe keine leicht brennbaren Materialen wie Büsche oder trockenes Gras befindet. Der Untergrund, auf dem du dein Feuer entfachst, sollte hart sein. Du kannst eine kleine Vertiefung graben, die du am Rand mit trockenen Steinen auslegst, um das Feuer zu begrenzen. In feuchten oder nassen Steinen kann sich durch die Hitzeentwicklung eine innere Spannung bilden, die den Stein zerspringen lässt – das kann schnell gefährlich werden!

Feuer entfachen

In deinem Rucksack befindet sich eine begrenzte Menge Streichhölzer, mit denen du auskommen musst. Um dein Feuer mit nur einem Streichholz zu entzünden, ist es wichtig, dass du es richtig aufbaust. Wenn der Boden deiner Feuerstelle feucht ist, brauchst du erst einmal einen geeigneten Untergrund. Dafür legst du die Feuerstelle einmal komplett mit dünnen Ästen aus, sodass der gesamte Boden darunter verschwindet. Bei trockenem Boden kannst du dir diesen Schritt sparen. Die nächste Schicht besteht aus den trockenen Blättern, Gräsern und der Rinde, die den inneren Kern deines Feuers bilden. Dieser Kern sollte so wenig Luft wie möglich enthalten – drücke also alles gut zusammen! Sobald du damit fertig bist, bedeckst du alles mit dem Reisig und stellst die dünnen, trockenen Äste drumherum. Am Ende sollte dein Feuer wie eine kleine Pyramide aussehen. Lass auf einer Seite eine Lücke, durch die du mit dem Streichholz das Feuer anzünden kannst.

Damit dein brennendes Streichholz nicht sofort wieder ausgeht, setzt du dich zum Anzünden mit dem Rücken zum Wind. Versuche das Feuer so weit unten wie möglich zu entfachen. Sobald dein Streichholz seine Aufgabe erledigt hat, gilt es dein Lagerfeuer anzuheizen. Dazu pustest du langsam und gleichmäßig in die Glut, bis sich große Flammen bilden und der Reisig Feuer fängt. Sobald auch die dünnen Äste brennen, kannst du nach und nach mehr Holz nachlegen. Achte dabei darauf, dass alle Äste mit den Flammen in Berührung kommen, aber du den Aufbau des Feuers nicht zerstörst. Lege also nicht zu viel auf einmal oder zu große Äste nach! Um Brennmaterial zu sparen und sicherzustellen, dass dein Feuer nicht ausgeht, solltest du immer nur dann neues Holz auflegen, wenn dein Lagerfeuer schon fast bis auf die Glut niedergebrannt ist.

Wichtig: Sobald dein Feuer brennt, solltest du dich nicht mehr davon entfernen und es klein halten, sodass du es im Notfall schnell und sicher löschen kannst.

Dein Feuer löschen

Wenn du dich schlafen legen oder deinen Lagerplatz verlassen willst, musst du dein Feuer löschen. Am besten geht das, indem du es herunterbrennen und einige Zeit ausglühen lässt. Die restliche Glut lässt sich ganz einfach mit etwas Wasser oder Erde löschen.

Falls du dafür keine Zeit hast und dein Feuer spontan löschen musst, kannst du größere Holzscheite, die noch kein Feuer gefangen haben, vorsichtig aus der Feuerstelle entfernen und einzeln mit ein bisschen Wasser oder Erde löschen und das restliche Wasser beziehungsweise die restliche Erde in die Feuerstelle schütten, bis die Glut erloschen ist und sich kein Rauch mehr bildet.

Ohne Feuer warm und trocken bleiben

In manchen Gebieten ist das Feuermachen in der Wildnis verboten. Zum Kochen kannst du hier einen Taschenkocher verwenden, dessen Flammen allerdings zu klein sind, um dich zu wärmen oder nasse Klamotten zu trocknen.

Auch im Sommer wird es nachts manchmal kühl. Wenn du kein Feuer machen darfst, um dich aufzuwärmen, solltest du dich trotzdem auf die Suche nach trockenen Blättern machen. Blätter und Gräser eigenen sich perfekt als Wärmedämmung: Du kannst sie einfach zwischen dich und deine Jacke stopfen und so eine Isolationsschicht bauen. Das funktioniert auch am Boden: Falls du keine Isomatte dabei hast oder der Boden richtig kalt ist, hilft eine dicke Blätterschicht dich nachts warm zu halten.

Bei Regen ist es am besten, wenn du versuchst, gar nicht erst nass zu werden. Sobald die ersten Tropfen fallen, solltest du dich mithilfe von entsprechender Regenkleidung oder einem großen Müllsack schützen. Falls du trotzdem nass wirst, hilft nur umziehen! Sobald die Sonne wieder scheint, kannst du deine nassen Klamotten zum Trocknen in kleine Bäume und Sträucher hängen oder beim Laufen außen an deinem Rucksack befestigen!

Schlafen in der Wildnis

Nach einem abenteuerlichen Tag in der Wildnis, ist es dir sicherlich egal, wo du schläfst, solange es einigermaßen gemütlich ist und du dich hinlegen kannst. Trotzdem solltest du nicht einfach irgendwo dein Nachtlager aufschlagen, sondern dir einen sicheren Übernachtungsplatz aussuchen. Vermeide auf offenem Feld und in feuchten Gebieten wie zum Beispiel direkt an einem Flussufer zu übernachten. Hier wird dir nicht nur der Wind zum Verhängnis, sondern auch die lästigen Stechmücken, die sich meistens in Wassernähe aufhalten.

Dein Schlafplatz sollte dich vor Wind, Regen und Kälte schützen. Entweder suchst du dir einen Ort, wie zum Beispiel eine Höhle oder ein dichtes Gebüsch, der das auf natürliche Weise regelt, oder du baust dir selbst einen Unterschlupf. Am einfachsten geht das, wenn du ein Zelt, Tarp oder eine Plane dabei hast. Für die Plane spannst du dein Seil zwischen zwei Bäumen, legst die Plane, wie ein Zeltdach darüber und beschwerst sie links und rechts mit großen Steinen – fertig! Falls du weder Zelt noch Plane dabei hast, kannst du dir einen Unterschlupf aus dem bauen, was du in der Wildnis findest. Dafür benötigst du zuerst ein Gerüst aus Holz. Dazu kannst du lange und stabile Äste so zusammenstellen, dass es am Ende eine kleine Höhle ergibt, in der du ausgestreckt liegen kannst. Als Nächstes stapelst du Erde, Gestrüpp, Blätter, Gras und Zweige als Wärmedämmung auf dein Gerüst und schon hast du einen wetterfesten Unterschlupf gebaut.

Beim Schlafen solltest du nicht nur vor Wind und Wetter, sondern auch vor Tieren geschützt sein. Wenn du in einem Land wie zum Beispiel Russland oder Australien unterwegs bist, wo es große Wildtiere und giftige Insekten gibt, die dir unter Umständen gefährlich werden könnten, solltest du dich im Vorfeld ganz genau informieren, woran du die gefährlichen Tiere, Insekten und Schlangen erkennst, wo das Übernachten sicher ist und wie du dich im Notfall verhältst.

Gerade wenn Insekten oder Schlangen im Spiel sind, solltest du nie direkt auf dem Boden schlafen. Bau dir also vorm Schlafengehen eine kleine Erhöhung aus Holz oder hab eine Hängematte dabei, in der dich Kriechtiere nicht erreichen können. Falls sich eine Übernachtung auf dem Boden nicht vermeiden lässt, streue rundum dein Nachtlager eine dicke Schicht kalte Asche. Damit hältst du die allermeisten Insekten ab.

Orientierung in der Wildnis

Dich mit deinem GPS-Gerät zurechtfinden ist supereinfach und auch in der Wildnis praktisch. Allerdings versagt moderne Technik ab und zu und in diesem Fall solltest du wissen, wie du mithilfe von Karte und Kompass oder anderen Hilfsmitteln von A nach B findest!

Besorg dir schon im Vorfeld einen Kompass und eine detaillierte Karte der Gegend, in der du unterwegs bist. Bevor du in Richtung Wildnis aufbrichst, übe ein paar Mal die Karte mit dem Kompass auszurichten und dich so zu orientieren. Für den absoluten Notfall solltest du außerdem wissen, wie du dich komplett ohne Hilfsmittel im Gelände zurechtfindest.

Die Natur weist dir den Weg

An sonnigen Tagen bestimmst du mithilfe des Sonnenstands die Himmelsrichtungen. Auf der Nordhalbkugel steht die Sonne morgens im Osten, mittags im Süden und am Abend im Westen. Der einzige Unterschied auf der Südhalbkugel ist, dass dir die Sonne zur Mittagszeit aus Norden entgegen scheint und falls du am Äquator unterwegs bist, steht die Sonne mittags im Zenit – genau über dir – und weist auf keine bestimmte Himmelsrichtung hin.

An bewölkten Tagen kannst du dich an Bäumen orientieren. Generell gilt: Auf der Westseite eines Baums wachsen weniger Äste, sie ist generell feuchter und mit Moos bewachsen. Falls du einen Ameisenhaufen auf einer Seite des Baums findest, kannst du dir sicher sein, dass dieser im Süden steht! Falls du nachts unterwegs bist, lohnt sich ein Blick nach oben. Der Polarstern ist der hellste Stern des kleinen Bären – ein Sternbild, dass auch als kleiner Wagen bekannt ist – und steht immer im Norden. Wenn du dir von diesem Stern aus eine senkrechte Linie zum Horizont vorstellst, weißt du genau, wo Norden ist.

Um dich nicht zu verlaufen, solltest du deine Augen immer offen halten und möglichst viel von deiner Umgebung wahrnehmen. Achte besonders auf markante Dinge wie komisch gewachsene Bäume, skurrile Felsformationen, Ruinen, Ortschaften oder Schilder, um dir deinen Weg zu merken. Falls du dieselbe Route wieder zurück zu deinem Ausgangsort gehen möchtest, dreh dich ab und zu um und werfe einen Blick zurück – schließlich sieht eine Gegend auf dem Rückweg oft ganz anders aus als auf dem Hinweg. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du deinen Weg auch markieren. Dafür eignen sich kleine Stoffstücke, die du an Äste oder Büsche bindest. Vor allem an Weggabelungen helfen dir diese Markierungen, die richtige Richtung einzuschlagen!

Hygiene in der Wildnis

Hygiene und Wildnis hören sich erst einem total gegensätzlich an. Allerdings ist es gerade in der Natur wichtig, dass du auf gute Grundhygiene und Sauberkeit achtest. Dazu gehört, dass du dich selbst, deinen Lagerplatz und deine Ausrüstung sauber hältst.

Körperhygiene in der Wildnis

Du kannst in der Natur natürlich nicht jeden Tag ausgiebig duschen, aber du solltest dich trotzdem regelmäßig waschen. Am einfachsten ist das, wenn du an einem Fluss oder einem See vorbeikommst, einfach kurz reinspringst und untertauchst. Wenn es kälter ist oder du nicht so viel Wasser zur Verfügung hast, solltest du insbesondere deine Achseln, den Bauchnabel und Intimbereich regelmäßig waschen. An diesen Stellen lagern sich tote Hautzellen und Schmutz besonders gerne ab und können ganz schnell zu Entzündungen führen. Zudem ist es wichtig, dass du deine Hände regelmäßig säuberst. Bevor du isst oder kleiner Verletzungen verarztest, solltest du deine Hände mit einem nassen Lappen abwaschen. Falls du dich verletzt, gilt: Die Wunde täglich säubern und am besten mit Kleidung, Pflaster oder einem Verband schützen. Damit beugst du ernsthaften Entzündungen vor.

Da moderne Seifen, Shampoos und sogar Zahnpasta zum Großteil aus künstlichen Inhaltsstoffen besteht, die für die Wildnis teilweise richtig schädlich sein können, verzichtest du entweder komplett darauf oder verwendest natürliche Produkte. Deine Zähne kannst du unterwegs mit der weißen Asche deines Lagerfeuers putzen oder du benutzt Xylit – damit werden deine Zähne sauber und du tust der Umwelt einen Gefallen.

Toiletten gibt es in der Wildnis nicht. Du musst dir also einen ruhigen Ort suchen, der sich am besten etwas abseits von deiner Lagerstelle befindet, an dem du deine Notdurft verrichten kannst. Falls du mehrere Tage an einem Ort übernachtest, solltest du dir dafür kleine Löcher ausscharren. So kannst du unangenehme Gerüche ganz einfach begraben. Normales Toilettenpapier verrottet, du kannst dir auf deinen Trip also eine Rolle mitnehmen – im Notfall nimmst du Moos oder ein paar Blätter!

Putzen in der Wildnis

Putzen musst du auf deinem Abenteuer in der Wildnis natürlich nicht, allerdings solltest du deine Ausrüstung trotzdem sauber halten. Das gilt vor allem für dein Geschirr, denn Essensreste locken Insekten und andere Tiere an, auf die du in deinem Nachtlager verzichten kannst. In der Nähe eines fließenden Gewässers ist das Abspülen supereinfach. Du brauchst dazu nicht einmal Spülmittel, sondern kannst dein Kochgeschirr einfach im Fluss ausspülen. Falls Wasser Mangelware ist, such dir ein bisschen Reisig, mit dem du den groben Dreck ganz leicht entfernen kannst, und eine Handvoll Moos für die Endreinigung!

Falls du abgepackte Lebensmittel dabei hast, leg dir einen Müllsack an, in dem du Plastikmüll verstaust. Papiermüll kannst du im Lagerfeuer verbrennen und Essensreste etwas abseits deines Schlafplatzes vergraben, somit verlässt du deinen Lagerplatz so wie du ihn vorgefunden hast!

Für den Notfall

Aus einem kleinen Zwischenfall, wie einer Schürfwunde oder einem verstauchten Knöchel, kann in der Wildnis schnell ein echter Notfall werden. Es ist wichtig, dass du deinen eigenen Körper und deine Kräfte realistisch einschätzen kannst und weißt, wie du dich im Ernstfall verhalten musst.

Erste-Hilfe-Päckchen

Zur Grundausstattung für deinen Survival-Trip gehört ein gut ausgestattetes Erste-Hilfe-Päckchen. Neben Desinfektionsspray, Pflaster, Schere, Verbänden, Dreieckstuch, Tape, Skalpell, Pinzette und Zeckenzange kannst du dein Päckchen noch um eine Rettungsdecke, Klammerpflaster und Burnaid Gel erweitern. Außerdem solltest du noch eine kleine Reiseapotheke dabei haben, die mit deinen persönlichen Medikamenten in ausreichender Menge, Schmerztabletten, Magen-Darm-Tabletten sowie einer Wund- und Heilsalbe und einer Sonnencreme ausgestattet ist.

Hilfe holen

Falls du dich so schlimm verletzt hast, dass du nicht mehr laufen kannst oder aus einem anderen Grund Hilfe brauchst, kommt dein Handy oder Funkgerät zum Einsatz. Da leider immer die Chance besteht, dass dich deine Geräte im Stich lassen, solltest du wissen wie du ohne Handy & Co. um Hilfe rufen kannst.

Feuer als Hilferuf

Ein Feuer ist perfekt, wenn du dich verlaufen hast oder in der Wildnis zum Beispiel mit einer Verletzung festsitzt und auf dich aufmerksam machen willst. Dazu baust du auf einer freien Fläche drei Lagerfeuer in einer geraden Linie oder in der Form eines Dreiecks auf. Wichtig ist, dass die Feuer aus der Luft gut sichtbar sind. Wenn dir das Brennmaterial ausgeht, kannst du ein großes Dreieck aus Blättern, Ästen, Sand oder deinen Klamotten auf den Boden legen. Ein Dreieck ist in der Wildnis ein Zeichen dafür, dass es ein Problem gibt – der perfekte stille Hilferuf! Falls du dich an einer schwer einsehbaren Stelle befindest, lohnt es sich trotzdem ein Feuer zu schüren. Sobald dein Feuer richtig brennt, legst du frisches oder nasses Holz auf, dadurch entwickelt sich dichter Rauch, der kilometerweit gesehen wird und garantiert dazu führt, dass jemand die Feuerwehr ruft.

Lärm und Rufen

Wenn du Hilfe brauchst, ist es das Einfachste um Hilfe zu rufen. Es kommt natürlich darauf an, wo du unterwegs bist, ob es in der Nähe eine Straße, Siedlung oder Wanderwege gibt. Generell ist es immer eine gute Idee in einer Notsituation mit Hilfe von Rufen oder anderen lauten Geräuschen auf dich aufmerksam zu machen. Schließlich weißt du nie, ob hinter dem nächsten Busch vielleicht gerade ein anderer Abenteurer unterwegs ist. Du solltest allerdings nicht deine komplette Energie damit verschwenden Krach zu machen. Wenn nach zehn Minuten niemand auf deine Rufe reagiert, machst du 20 Minuten Pause und versuch es dann noch mal. Alternativ kannst du mithilfe von Steinen auch den Morsecode für SOS klopfen. Dafür klopfst du dreimal kurz, dreimal lang und dreimal kurz – nach einer kurzen Pause wiederholst du den Code!

Lichtsignale

Das SOS-Signal lässt sich auch super mit Lichtsignalen senden. Dazu brauchst du einen reflektierenden Gegenstand. Wenn du keinen Signalspiegel dabei hast, kannst du deine Brille, das Display deines Smartphones, eine Glasscherbe oder deine Armbanduhr verwenden, um die Sonne zu reflektieren. Halte deinen Gegenstand so, dass die reflektierende Seite zur Sonne gerichtet ist – jetzt kannst du deine Hand hin und her bewegen, um drei kurze, drei lange und drei kurze Leuchtsignale zu senden.

Wann du deinen Trip abbrechen solltest

Auf deinem Abenteuer in der Wildnis ist es fast vorprogrammiert, dass du dich verletzt. Eine kleine Schürfwunde, harmlose Kratzer durch Äste oder Blasen an Händen und Füßen sind normalerweise harmlos und können mithilfe deines Erste-Hilfe-Päckchens unterwegs versorgt werden.

Es ist allerdings wichtig, dass du zwischen diesen harmlosen Verletzungen und ernsthaften Situation, in denen du deinen Trip unbedingt abbrechen solltest, unterscheiden kannst. Dazu gehören in jedem Fall Entzündungen. Schon ein kleiner Kratzer kann sich unangenehm entzünden und unter Umständen zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung führen. Sobald du bemerkst, dass die Haut um eine Verletzung anschwillt oder rot und heiß wird oder du Fieber bekommst, solltest du dich auf den Weg zu einem Arzt machen.

Auch wenn du vor deinem Trip deine Zeckenimpfung auffrischen hast lassen, solltest du Zeckenbisse unterwegs genau beobachten und dein Abenteuer beenden, wenn du die Zecke nicht vollständig entfernen kannst, du Entzündungssymptome bemerkst oder deine Haut rund um den Biss rot wird und du dich krank fühlst. Das Gleiche gilt für Bisse von wilden Tieren!

Generell gilt: Bei sämtlichen Krankheitssymptomen, die länger als 48 Stunden anhalten oder sich innerhalb kurzer Zeit verschlechtern, solltest du deinen Trip abbrechen!

Wildnis erleben: das ultimative Abenteuer!

Ohne Proviant, moderne Hilfsmittel und andere Menschen in die Natur zu ziehen, um die Wildnis so zu erleben wie sie am natürlichsten ist, ist das ultimative Abenteuer! Du brauchst dafür nicht viel: Eine Plane, einen Schlafsack, ein Messer und ein Kochgeschirr reichen aus, um tagelang von und mit der Natur zu leben.

Weit weg von der Zivilisation, dem Internet, deinem Alltag und allen Bestimmungen und Normen, denen du in der Gesellschaft täglich begegnest, machst du die Erfahrung, dass das Leben so viel einfacher ist als du bisher dachtest! Es geht nicht darum wie du aussiehst, welche Klamotten du anhast, wie viel Geld auf deinem Konto liegt oder welches Auto du fährst – in der Wildnis sind wir alle gleich! Es ist dabei egal wo du herkommst oder hingehst, es geht weder darum, was du in der Vergangenheit erlebt hast noch wie du dir deine Zukunft vorstellst. Alles, was zählt ist der Moment und was er mit sich bringt: Das ist Leben, das ist Abenteuer – alles andere ist nur Rauschen!

Hast du jetzt auch Lust auf ein Abenteuer in der Wildnis, oder warst du sogar schon einmal auf einem Survival-Trip in der Natur unterwegs? Was hast du dabei alles erlebt?

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Ein Kommentar zu „Die besten Survival-Tipps für dein Abenteuer in der Wildnis