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Das sind die besten Tipps und schönsten Stopps für deine Tasmanien Rundreise!

Pressereise

Paddelzug um Paddelzug dringen wir tiefer in den dichten Regenwald hinein. Das Einzige, das wir an diesem frühen Morgen wahrnehmen, sind die Wasserströmungen entlang unseres Kajaks und der Gesang von Vögeln, der sanft aus dem Wald zu uns vordringt.

Mit einer Seelenruhe fließt der breite Pieman River hier bei Corinna durch Tasmaniens Tarkine, einem der größten noch zusammenhängenden gemäßigten Regenwälder der Welt. Weder Fernsehen noch Radio oder Handyempfang gibt es in dieser Region, dafür die wunderbare Einsamkeit und Abgeschiedenheit der Western Wilds.

10 Tage waren wir mit einem Camper in Tasmanien unterwegs und haben dabei eine Menge unvergesslicher Gänsehautmomente wie diesen erlebt. Wie die perfekte Tasmanien Rundreise aussieht , welche Abenteuer hier auf dich warten und wo du auf der Strecke nicht nur gemütlich übernachten, sondern auch lecker essen kannst und guten Kaffee bekommst, verraten wir dir in diesem ausführlichen Bericht!

Einmal um die wilde Insel!

Das sind die besten Tipps und schönsten Stopps für deine Tasmanien Rundreise!

Deine Tasmanien Rundreise im Überblick

Bei dieser Rundreise durch Tasmanien bist du 10 Tage unterwegs und legst ca. 1.400 Kilometer zurück. Dabei entdeckst du ein paar der Highlights und schönsten Sehenswürdigkeiten Tasmaniens, wie beispielsweise die berühmte Wineglas Bay im Freycinet Nationalpark oder die wilden und ursprünglichen Landschaften des Cradle Mountain Nationalparks.

Extra-Tipp: Wenn du noch einen Tag mehr Zeit hast, lege am besten einen Zwischenstopp an der wunderschönen Bay of Fires im Nordosten Tasmaniens ein!

Alle Streckeninfos deiner Tasmanien Rundreise im Überblick:

  • Dauer: min. 10 Tage
  • Kilometer: ca. 1.400
  • Beste Jahreszeit: November – März
  • Camper-Empfehlung: Cruisin’ Tasmania*
  • Strecke 1: Hobart – Tasman-Halbinsel
  • Strecke 2: Tasman-Halbinsel – Freycinet Nationalpark
  • Strecke 3: Freycinet Nationalpark – Narawntapu Nationalpark
  • Strecke 4: Narawntapu Nationalpark – Stanley
  • Strecke 5: Stanley – Corinna (über Edge of the World)
  • Strecke 6: Corinna – Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark
  • Strecke 7: Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark – Mount-Field-Nationalpark (über Queenstown)
  • Strecke 8: Mount-Field-Nationalpark – Hobart
  • Highlights: Kajaktour um die Tasman-Halbinsel* | Wineglass Bay* | Western Explorer Road | Kajaken auf dem Pieman River | Canyoning am Cradle Mountain* | Outdoor-Badewanne

Oft gestellte Fragen:

Tasmanien ist mit 68.400 km² die größte Insel Australiens und liegt ungefähr 240 km südlich des australischen Festlands. Zwischen Tasmanien und der Küste des Bundesstaates Victoria befindet sich die Bass-Straße mit vielen weiteren Inseln, darunter King Island und die Furneaux-Gruppe.

Tasmanien hat ca. 530.000 Einwohner. Ein Großteil der Bevölkerung lebt jedoch in den Städten, darunter allein 220.000 in Tasmaniens Hauptstadt Hobart und rund 75.000 in Tasmaniens zweitgrößter Stadt Lanceston. Die Bevölkerungsdichte beträgt gerade einmal 7,5 Einwohner pro km², was Tasmanien zu einem perfekten Ziel für Naturliebhaber macht – fast 40% der Insel-Fläche ist Teil einer der vielen Nationalparks.

Tasmanien ist die Outdoor-Insel Australiens: Ob Wandern, Kajaken oder Rafting, Abenteurer kommen hier voll auf ihre Kosten. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind der Cradle Mountain-Lake St. Clair-Nationalpark, die Wineglas Bay im Freycinet Nationalpark und die Bay of Fires.

Tasmanien erreicht man am einfachsten mit dem Flugzeug über eine der australischen Hauptstädte: Von Melbourne, Sydney oder Perth fliegen täglich Flugzeuge nach Hobart oder Lanceston. Alternativ ist die Anreise per Fähre von Melbourne nach Lanceston möglich.

Da sich Tasmanien auf der Südhalbkugel befindet, herrscht hier Sommer, während bei uns Winter ist. Die beste Reisezeit für Tasmanien ist deshalb zwischen November und März. Das  Klima in Tasmanien ist kühl-gemäßigt: Durch die Nähe zum Meer wird es auf der Insel weder richtig heiß, noch richtig kalt.

Für Tasmanien sollte man sich 10 bis 14 Tage Zeit nehmen. Am besten erkundet man die Insel bei einer Rundreise und startet entweder in Hobart oder Lanceston.

Tasmanien eignet sich insbesondere für einen Roadtrip mit dem Camper. Auf der gesamten Insel finden sich tolle Campingplätze. In Hobart warten gleich mehrere Wohnwagen-Anbieter, darunter Cruisin’ Tasmania, Maui oder Britz.

Die besten Angebote in Tasmanien findest du auf Motorhome Republic.

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Wissenswertes für deine Tasmanien Rundreise vorweg

Tasmanien ist die Outdoor-Insel Australiens und das perfekte Ziel für alle, die ihre Zeit beim Reisen am liebsten draußen verbringen – ob beim Wandern, Kajaken oder gar beim Canyoning! Fast 40% der Fläche ist Teil einer der vielen Nationalparks, während rund ein Viertel der Insel zum UNESCO-Naturerbe zählt.

Ein paar der bekanntesten Nationalparks sind der Cradle Mountain-Lake St. Clair-Nationalpark, der Freycinet-Nationalpark und der Mount-Field-Nationalpark – von hohen schneebedeckten Bergen über dichte Regenwälder und wunderschönen Flüssen bis hin zu kilometerlangen weißen Sandstränden ist hier alles dabei!

Da sich Tasmanien auf der Südhalbkugel befindet, ist hier Sommer, wenn bei uns der Winter einzieht, und umgekehrt. Die beste Reisezeit für deine Tasmanien Rundreise ist deshalb zwischen November und März. Generell herrscht auf der Insel ein kühl-gemäßigtes Klima: Richtig heiß wird es hier durch die Nähe zum Meer nie wirklich, dafür schneit es auf der Insel in den Wintermonaten sogar in den niedrigeren Lagen.

Tasmanien ist gleichzeitig auch ein eigener australischer Bundesstaat und neben der Hauptinsel gehören noch viele weitere kleinere und teilweise unbewohnte Inseln dazu. Die Hauptstadt Tasmaniens ist Hobart mit 230.000 Einwohnern und befindet sich im Südosten, die zweitgrößte Stadt ist Launceston im Nordosten der Insel gelegen. Wie im Rest Australiens wird auch in Tasmanien Englisch gesprochen und mit australischen Dollar bezahlt (1 AUD sind aktuell ca. 65 Euro-Cent).

Tatsächlich wurde der Personenbahnverkehr vor über 40 Jahren eingestellt, sodass du hier am besten mit einem Mietwagen vorankommst. Beachte aber, dass auch hier Linksverkehr herrscht! Zudem sind die Straßen in Tasmanien teilweise sehr eng und kurvig und meistens benötigst du etwas länger, als es beispielsweise die Navigation von Google Maps vorgibt.

Gemütlich unterwegs mit einem Camper von Cruisin’ Tasmania

Wir waren während unserer Tasmanien Rundreise mit einem Camper von Cruisin’ Tasmania unterwegs und können den Anbieter wirklich empfehlen! Dabei haben wir uns für das Model 2 Berth Sandpiper entschieden, ein umgebauter Transporter mit viel Platz und viel Licht.

Neben einer Küchenzeile samt allem Equipment, einem Klapptisch und einer kleinen Nasszelle hat der Camper auch ein großes gemütliches Bett. Das Tolle: Du musst das Bett nicht jedes Mal wieder auf- und abbauen! Ebenfalls praktisch sind die beiden Sitze in der Fahrerkabine, die sich einmal in den Wohnbereich drehen lassen und somit auch als Sessel fungieren.

Zur Ausstattung gehören auch Bettzeug und Handtücher, und zudem bekommst du eine Straßenkarte und einen praktischen Camping Guide.

Hier* kannst du deinen Cruisin’ Tasmania Camper für deine Tasmanien Rundreise buchen!

Besorge dir einen Pass für die Nationalparks in Tasmanien

Um die Nationalparks in Tasmanien besuchen zu dürfen, benötigst du einen Pass. Ein Tagespass kostet 24 AUS pro Fahrzeug, hier sind bis zu 8 Personen inbegriffen. Am besten holst du dir jedoch gleich den Holiday Pass: Dieser kostet 60 AUS pro Fahrzeug und ist 8 Wochen gültig.

Für den Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark benötigst du hingegen einen gesonderten Pass, da du diesen Park nicht mit deinem Camper befahren darfst, sondern einen Shuttlebus nehmen musst. Der Tagespass für den Cradle Mountain Nationalpark kostet 16.50 AUD pro Person, der Shuttlebus-Service ist dabei im Preis inbegriffen.

Entweder kaufst du den Pass vor Ort im Visitor Center einer der Nationalparks oder du bestellst ihn bequem online über das Parks Pass Portal.

Die Unterkünfte und Campgrounds deiner Tasmanien Rundreise im Überblick:

Tipp: Hab am besten immer ein paar Münzen dabei, denn diese benötigst du, um auf den Campingplätzen zu duschen oder beispielsweise die Waschmaschinen zu nutzen!

Tasmanien Rundreise Strecke 1: Hobart – Tasman-Halbinsel

  • Kilometer: ca. 100
  • Dauer: 1 Stunde und 45 Minuten

Statte Tasmaniens quirliger Hauptstadt Hobart einen Besuch ab

Wir sind früh morgens in Tasmanien gelandet und haben den ersten Tag unserer Rundreise genutzt, um uns die quirlige Hauptstadt Hobart anzuschauen. Besonders schön ist das Hafenviertel mit seinen alten Lagerhallen und Gebäuden sowie die Häuser rund um Battery Point und dem Salamanca Market – die Architektur und teilweise steilen Straßen haben uns ein wenig an San Francisco in Kalifornien erinnert! Außerdem warten in Hobart viele tolle Cafés und leckere Restaurants auf dich, wie Room for a Pony oder das Peacock and Jones.

 

Empfehlenswerte Hotels für Hobart:

Ibis Styles Hobart* | moderne kleine Zimmer | zentrale Lage | preiswert

The Grand Chancellor Hotel* | große Zimmer | toller Ausblick von den oberen Etagen

MACq 01 Hotel* | stylisches Hotel mit cooler Einrichtung | im Hafenviertel gelegen

Coole Aktivitäten in Hobart:

Lesetipp: All unsere Tipps zu Hobart kannst du hier nachlesen!

Lass dich von der wunderschönen Natur der Tasman-Halbinsel beeindrucken

Von Hobart führt dich dein Weg zur Tasman-Halbinsel, plane ungefähr 2 Stunden Fahrt für die rund 100 Kilometer lange Strecke ein. Die Tasman-Halbinsel liegt südöstlich von Hobart und ist bekannt für ihre schöne Wald- und Küstenlandschaft mit bis zu 300 Meter hohen Steilklippen, beeindruckenden Felsformationen und versteckten Buchten.

Um diese besondere Landschaft zu schützen, wurde 1999 der ca. 100 km² große Tasman-Nationalpark errichtet. Hier leben Wallabies, Wombats und die scheuen, nur noch in Tasmanien vorkommenden Tasmanischen Teufel, während du im und am Wasser auf Seebären, Seeleoparden und Seelöwen triffst. Zudem kannst du hier mit ein wenig Glück Delfine und Wale beobachten!

 

Diese Naturwunder warten auf der Tasman-Halbinsel auf dich:

  • Tasman Blowhole
  • Tasman Arch
  • Devil’s Kitchen
  • Remarkable Cave

Diese Abenteuer kannst du auf der Tasman-Halbinsel erleben:

Lerne mehr über die Gefängnis-Geschichte der Insel

Auf der Tasman-Halbinsel befindet sich die Port Arthur Historic Site. Früher war dieser Ort die größte Sträflingskolonie Australiens. Hierhin entsandte Großbritannien Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts besonders schlimme Sträflinge, bis zu 1.100 Häftlinge waren in Port Arthur zu manchen Zeiten untergebracht. Das Gefängnis wurde 1877 endgültig geschlossen und ist heute eine beliebte Attraktion in Tasmanien.

Bei einer Spaziergang über das Gelände erfährst du mehr über das harte Leben der Gefängnisinsassen, die Zwangsarbeiten verrichten mussten und beispielsweise beim Abbau des auf der Halbinsel entdeckten Kohlevorkommens halfen. Aber auch die Ruinen des Gefängnisses, die viktorianischen Gärten und die alten restaurierten Häuser sind sehenswert!

 

Tipp: Auf dem Weg nach Port Arthur kommst du an der Port Arthur Lavender Farm vorbei. Hier kannst du Halt machen und ein leckeres Mittagessen genießen und anschließend durch die lila-blühenden Lavendelfelder spazieren.

 

Entdecke die schöne Natur der Tasman-Halbinsel bei einer Kajaktour

Am besten kannst du die wunderschöne Natur der Tasman-Halbinsel vom Wasser aus bei einer Kajaktour entdecken. Ein toller Anbieter hierfür ist Roaring 40˚s Kayaking, die geführte Ganztagestouren rund um die Tasman-Halbinsel organisieren. Der Name leitet sich übrigens von den Roaring Forties ab: starke Westwinde, die südlich des 40. Breitengrads herrschen.

Die Tour führt dich entlang der Küste bis zum Cape Hauy und dabei paddelst du auch an einem halb-versunkenem Schiffswrack und ein paar der markantesten Felsformationen vorbei, wie zum Beispiel Totem Pole. Mit etwas Glück begegnest du beim Paddeln Robben, Seeadlern, Delfinen und sogar Walen!

Das Tolle ist, dass die Tour in kleinen Gruppen von maximal 10 Teilnehmern durchgeführt wird. Sofern das Wetter mitspielt, beginnt sie in den Sommermonaten (November bis April) jeden Montag und Freitag um 8 Uhr morgens in Hobart. Entweder kannst du die Tour von Hobart aus starten oder du triffst dich am Campingplatz in Fortescue Bay mit den Guides. Die Kosten liegen bei 230 AUD pro Person: Das beinhaltet den Transfer, die Guides, das komplette Kajakequipment, Snacks und Getränke sowie ein Mittagessen in einer einsamen Bucht.

Hier findest du mehr Infos und kannst die Tour buchen!

Übernachtung auf dem Fortescue Bay Campingplatz

Direkt an der kleinen wunderschönen Fortescue Bay befindet sich ein Campingplatz. Hier stehst du umgeben von Bäumen in einem dichten Wald und kannst einige kleinere Wanderungen starten wie beispielsweise der Cape Hauy Trailhead. Der Campingplatz hat eine Rezeption samt einem Mini-Supermarkt und einer Siebträgermaschiene und mehrere Sanitäranlagen mit sauberen Toiletten und Duschen. Du erreichst ihn nur über eine längere Schotterpiste, die insbesondere nach Regen sehr matschig werden kann.

 

Tasmanien Rundreise Strecke 2: Tasman-Halbinsel – Freycinet Nationalpark

  • Kilometer: ca. 190
  • Dauer: 3 Stunden

Tipp für Pferdefans: Unternimm einen Ausritt rund um Mt. Hobbs!

Wenn du wie Line gerne reitest, kannst du auf deiner Fahrt zum Freycinet Nationalpark einen kleinen Umweg einlegen und über Buckland nach Woodsdale fahren. Hier wartet Sharon mit ihrem Team und ihren Pferden mit verschiedenen Ausritten auf dich, je nachdem wie viel Zeit und Erfahrung du mitbringst. Es geht durch typisch tasmanisches Buschland, vorbei an Eukalyptusbäumen und immer mit Mt. Hobbs im Blick. Mit etwas Glück begegnest du hierbei sogar Wallabies!

Restaurant-Tipp: Auf deinem Weg in den Freycinet Nationalpark kommst du am Eastcoaster Restaurant vorbei. Hier gibt’s es leckere Gerichte wie beispielsweise Lachs oder Fish & Chips, und dazu eine tolle Aussicht direkt aufs Meer!

 

Schön, schöner Freycinet Nationalpark!

Bestimmt hast auch du schonmal von der Wineglass Bay gehört? Diese berühmte, wie ein Weinglas geformte, weiße Sandbucht befindet sich im Freycinet Nationalpark. Der Park liegt sich an der Ostküste Tasmaniens und bietet eine wunderschöne, hügelige Landschaft mit mehreren einsamen Buchten und schroffen Granitformationen. Hier lohnt es sich besonders, in die Wanderstiefel zu steigen und die Natur zu Fuß zu entdecken!

Diese Abenteuer kannst im Freycinet Nationalpark erleben:

Gänsehaut pur: Wandere zum Sonnenaufgang auf den Mount Amos!
  • Strecke: ca. 4 Kilometer
  • Höhenmeter: ca. 410
  • Dauer für Hin- und Rückweg: 2-3 Stunden

Diese tolle Wanderung führt dich auf den 454 Meter hohen Mount Amos, der Teil des Gebirgszuges The Hazards im Osten Tasmaniens ist. Besonders zum Sonnenaufgang lohnt sich der Weg nach oben, denn vom Gipfel wirst du mit einem gigantischen Ausblick auf die berühmte und wunderschöne Wineglass Bay belohnt! Zu sehen, wie diese langsam mit einem rot-goldenen Licht von der Sonne wachgeküsst wird, bedeutet Gänsehaut pur!

Der Weg startet unweit des Wineglass Bay Parkplatzes und ist gut ausgeschildert. Da es teilweise sehr steil nach oben geht, solltest du auf jeden Fall feste Wanderschuhe tragen und in der Dunkelheit natürlich auch eine Stirnlampe. Bei Regen solltest du die Wanderung hingegen nicht unternehmen, da die Felsen dann sehr rutschig werden und das Wasser in Strömen herunterdonnert.

Wenn du fit bist, benötigst du wie wir ca. eine Stunde für den Aufstieg und mindest 2 Stunden für den Hin- und Rückweg. Insgesamt legst du dabei 4 Kilometer und etwas über 400 Höhenmeter zurück. Achte beim Laufen immer auf die Wegmarkierungen, damit du auch den richtigen Weg nach oben nimmst!

 

Café-Tipp: Anschließend kannst du dir im Geographe Restaurant and Espresso Bar einen Flat White und Eggs Benedict zum Frühstück gönnen – abends werden hier übrigens leckere Pizzen serviert!

Übernachtung auf dem Freycinet Nationalpark Campingplatz

Der Campingplatz befindet sich beim Freycinet National Park Visitor Centre direkt an einer kleinen Bucht, und mit etwas Glück bekommst du einen Stellplatz mit Blick aufs Meer! Der Campingplatz verfügt über saubere Duschen und Toiletten, für diese bekommst du einen Zugangscode beim Einchecken.

 

Tasmanien Rundreise Strecke 3: Freycinet Nationalpark – Narawntapu Nationalpark

  • Kilometer: ca. 220
  • Dauer: 3 Stunden

Tipp: Statte Launceston einen kurzen Besuch ab!

Auf deinem Weg in den Narawntapu Nationalpark kommst du auch an Tasmaniens zweitgrößter Stadt vorbei: Launceston! Die Stadt hat 74.000 Einwohner und hier warten gleich mehrere coole Cafés mit gutem Kaffee und leckeren Gerichten auf dich!

 

Coole Cafés in Launceston:

Echtes Campingabenteuer im Narawntapu Nationalpark

Den Narawntapu Nationalpark haben nur wenige Reisende auf dem Schirm, aber du solltest diesen unbedingt in deine Tasmanien Rundreise einbauen! Er befindet sich im Norden Tasmaniens und ähnelt teils an einer Savannenlandschaft in Afrika. Aufgrund seiner großen Artenvielfalt wird er auch liebevoll als die Serengeti Tasmaniens bezeichnet. Hier begegnest du neben Wombats und Wallabies auch richtigen, großen Kängurus. Zudem leben im Nationalpark auch Tasmanische Teufel, Schnabeltiere und zahlreiche Vogelarten wie der Keilschwanzadler.

Hier befindet sich ein wirklich toller großer Campingplatz, der in mehrere Stellplätze unterteilt ist: einmal welche mit Stromanschluss in der Nähe der Rezeption (Springlawn Campsite) und dann noch welche ohne Stromanschluss weiter im Park (Bakers Point) gelegen. Ersterer bietet neben Toiletten auch Duschen, zweitere bietet nur Toiletten, dafür hast du hier aber auch die Möglichkeit ein Lagerfeuer zu machen! Das Holz hierfür kannst du an der Rezeption des Parks kaufen.

 

Diese Abenteuer kannst du im Narawntapu Nationalpark erleben:

Tasmanien Rundreise Strecke 4: Narawntapu Nationalpark – Stanley

  • Kilometer: ca. 165
  • Dauer: 2 Stunden

Pinguine, Kaffee, Kunst und Handwerk in Burnie

Vom Narawntapu Nationalpark geht es weiter entlang der Küste in den Nordwesten Tasmaniens. Dabei kommst du auch am kleinen Örtchen Penguin vorbei und der Name lässt es bereits erahnen: Hier lebt in den Sommermonaten eine Pinguin-Kolonie! Die Zwergpinguine kommen zwischen September und März an die Küste rund um Penguin.

Etwas weiter wartet das kleine Städtchen Burnie mit 20.000 Einwohnern auf dich. Hier kannst du die Pinguine im Little Penguin Observation Centre aus der Nähe betrachten und mehr über sie erfahren.

In Burnie wartet außerdem der Makers‘ Workshop auf dich: Ein Ort, an dem lokale Künstler und Handwerker zusammenkommen und ihre Werke präsentieren – bereits das supermoderne Gebäude ist ein echter Hingucker! Hier bekommst du nicht nur einen Einblick in die Kunstszene und Geschichte der Stadt, sondern kannst auch lokale Produkte wie Käse probieren und kaufen.

Burnie ist zudem das Zuhause einer Papiermühle, in der Papier handgeschöpft wird. Auch im Makers‘ Workshop werden deshalb diverse Papierskulpturen ausgestellt und du kannst an einer Papier-Tour teilnehmen bei der du lernst, wie Papier hergestellt wird.

https://www.discovertasmania.com.au/attraction/makersworkshop

Café-Tipp für Burnie: In Burnie wartet außerdem ein echt cooles Café auf dich: The Chapel! Das Café ist in einer ehemaligen kleinen Kappelle untergebracht und richtig cool eingerichtet. Neben sehr gutem Kaffee bekommst du hier auch superleckere und etwas ausgefallenere Gerichte!

 

Übernachtung auf dem Stanley Cabin & Tourist Park

Stanley ist der nördlichste Ort Tasmaniens und mit nur 450 Bewohnern ziemlich überschaubar. Hier kannst du mit deinem Camper auf dem Stanley Cabin & Tourist Park übernachten. Der Campingplatz ist zwar nicht sonderlich schön, bietet aber saubere und gute Sanitäranlagen, darunter auch mehrere Waschmaschinen und Trockner in denen du deine Schmutzwäsche waschen kannst.

Tipp: Ganz in der Nähe des Campingplatzes befindet sich ein Entsorgungsplatz, an dem du deine Camper-Toilette leeren und das Abwasser entsorgen kannst. Zudem kannst du deinen Camper hier auch mit frischem Wasser tanken.

 

Restaurant-Tipp: Im Stanley Hotel Bistro bekommst du leckeres Essen in gemütlicher Atmosphäre serviert, darunter auch frischen Fisch und Meeresfrüchte, denn Stanley gehört zu den wichtigsten Fischereihäfen entlang der Nordwestküste Tasmaniens.

 

Tasmanien Rundreise Strecke 5: Stanley – Corinna (über Edge of the World)

  • Kilometer: ca. 185
  • Dauer: 3 Stunden

Es geht in den wildesten Teil des wilden Tasmaniens: die Western Wilds!

Südlich von Stanley befindet sich der wildeste Teil des wilden Tasmaniens: die Western Wilds! Hier warten faszinierende einsame Landschaften, gleich mehrere Nationalparks und mit dem Tarkine Drive, der Western Explorer Road und dem Lyell Highway mit seinen 99 Kurven auch ein paar echte Straßenabenteuer auf dich!

Diese 6 Nationalparks gehören zu den Western Wilds in Tasmanien:

  • Savage-River-Nationalpark
  • Walls-of-Jerusalem-Nationalpark
  • Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark
  • Mount-Field-Nationalpark
  • Franklin-Gordon-Wild-Rivers-Nationalpark
  • Southwest-Nationalpark

Einkaufs-Tipp: Am besten deckst du dich in einem der Supermärkte in Smithton noch einmal mit ausreichend Lebensmitteln und Getränken ein, bevor es für dich in die Western Wilds geht!

Durch dichte Regenwälder entlang des Tarkine Drive

Der Tarkine Drive führt durch ein paar der wildesten Teile Tasmaniens, durch dichte Regenwälder und schöne Dünenlandschaften, vorbei an einer wilden Küste, wunderschönen Stränden und zu surrealen Naturwundern wie natürlichen Felsbögen oder riesigen Kratern. Der Tarkine ist einer der größten gemäßigten Regenwälder der Erde: Hier wachsen teils riesige Farne und du kommst dir vor wie in einer anderen Welt!

Der Tarkine Drive verbindet ein paar der Highlights dieser Region und startet sowie endet in Smithton im Nordwesten Tasmaniens. Insgesamt ist dieser Roadtrip 205 Kilometer lang und kann in beide Richtungen befahren werden. Während du hier früher noch über Schotterpisten gebrettert bist, sind die Straßen heute asphaltiert. Die Strecke ist gut ausgeschildert und wartet mit einigen Highlights auf dich!

 

Hier ein paar der Stopps, die entlang des Tarkine Drive auf dich warten:

  • West Point
  • Bluff Hill Point
  • Edge of the World
  • Sundown Point
  • Sarah Anne Rocks
  • Couta Rocks
  • Kanunnah Bridge
  • Sumac Lookout
  • Lake Chisholm
  • Sinkhole
  • Tayatea Bridge
  • Trowutta Arch

 

Tipp: Hier kannst du dir den Visitor Guide für den Tarkine Drive runterladen und bekommst mehr Infos zu den einzelnen Stopps!

Hinweis: Auch wenn Teile des Tarkine in der Arthur-Pieman Conservation Area liegen, ist der größte Teil des Regenwaldes leider ungeschützt und das bedeutet: Abholzung und Bergbau finden hier immer noch statt und die alten Baumbestände schwinden immer mehr. Teilweise fährst du hier vorbei an riesigen abgeholzten Gebieten, an Feldern, Farmen und Plantagen – ein teils erschreckendes Bild.

Ein echtes Straßenabenteuer: Western Explorer Road

Südlich vom Tarkine Drive wartet eine weitere tolle Strecke auf dich: die Western Explorer Road! Hier musst du der C249 durch die Arthur-Pieman Conservation Area bis nach Corinna folgen. Die rund 100 Kilometer lange Strecke ist nicht asphaltiert und bereits zu Beginn warnen dich Schilder, dass du in den nächsten Stunden höchstwahrscheinlich keinen Empfang haben wirst – ein echtes Straßenabenteuer eben!

Dabei durchquerst du ganz unterschiedliche Landschaften: Es geht durch Eukalyptuswälder und eine Art Savannenlandschaft, und später über Hügel, von denen du grandiose Aussichten bis hin zu den in der Ferne thronenden Bergen hast. Danach geht wieder in den dichten Regenwald hinein, bis du das kleine Örtchen Corinna erreichst. Hier gibt es weder Fernsehen noch Radio oder Handyempfang, dafür schlängelt sich der wunderschöne Pieman River hier seelenruhig durch Tasmaniens Tarkine.

 

Diese Abenteuer kannst du in Corinna erleben:

 

Tipp: Hier kannst du dir eine Karte mit den Wanderwegen und möglichen Kajaktouren rund um Corinna runterladen. Ein Kajak kostet 35 AUD für einen halben Tag und 55 AUD für den ganzen Tag, dabei macht es keinen Unterschied, ob du dich für ein Singe oder ein Double entscheidest – zu zweit sparst du also ordentlich mit einem Double-Kajak!

Übernachtung auf dem Campingplatz in Corinna

In Corinna befindet sich auch ein kleiner Campingplatz mit nur wenigen Stellplätzen, die auch eher als Zeltplätze ausgelegt sind. Deshalb solltest du deinen Platz hier rechtzeitig reservieren und bei der Reservierung angeben, wie groß dein Camper ist, damit dir ein passender Stellplatz zugewiesen werden kann. Dafür stehst du hier wunderschön direkt am Fluss und mitten im Regenwald – sogar kleine Wallabies springen hier rum!

 

Tasmanien Rundreise Strecke 6: Corinna – Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark

  • Kilometer: ca. 115
  • Dauer: 1 Stunde und 45 Minuten

Tasmaniens Urlandschaft: der Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark

Von Corinna geht es wieder in Richtung Landesinnere zum Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark. Hier erwartet dich Tasmaniens Urlandschaft und auch hier fühlst du dich wieder wie auf einem anderen Planeten. Der Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark ist wohl der bekannteste Nationalpark der Insel, nimmt eine Fläche von 1.612 km² ein und zählt zum UNESCO-Welterbe.

Hier triffst du auf wunderschöne Bergseen, entdeckst Wasserfälle und Schluchten, läufst durch Regenwälder, Moor- und Heidegebiete. Dabei ist der höchste Berg nicht etwa Cradle Mountain, sondern der 1.617 Meter hohe Mount Ossa, der zugleich der höchste Berg Tasmaniens ist. Außerdem leben auch hier viele Tierarten, wie Tasmanische Teufel, Schnabeltiere oder Wombats – gerade letzteren begegnest du beim Wandern rund um den Ronny Creek Car Park.

Wie bereits erwähnt, darfst du mit deinem Camper nicht in den Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark hineinfahren. Allerdings verkehren hier regelmäßig Shuttlebusse, die dich in den Park bringen. Wichtig ist, dass du hier beachtest, wann der letzte Shuttle fährt, damit du diesen nicht verpasst und womöglich komplett zu Fuß zurück laufen musst.

Diese Abenteuer kannst du im Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark erleben:

Wandere durch Tasmaniens Urlandschaft und triff dabei auf niedliche Wombats

Im Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark warten mehrere Wanderwege auf dich, wobei es größtenteils über Holzbretter und einfache Wege geht. Ein wirklich schöner Weg führt dich vom Dove Lake zum Parkplatz am Ronny Creek. Hierzu musst du mit dem Shuttlebus bis zur letzten Station fahren: Dove Lake. Von hier hast du eine tolle Aussicht auf Cradle Mountain mit dem See davor!

Wenn du genug Zeit mitbringst, kannst du den See auch umrunden und dafür dem Dove Lake Circuit folgen. Allerdings ist dieser Weg sehr beliebt und du musst ihn dir mit vielen anderen Reisenden teilen.

Stattdessen kannst du auch nur den Anfang des Weges gegen den Uhrzeigersinn laufen und biegst dann Richtung Lake Lilla ab. Hier sind auf einmal nur noch wenige Menschen unterwegs und teilweise wanderst du ganz allein durch diese surreale Landschaft!

Vom Lake Lilla hast du ebenfalls eine tolle Aussicht auf den Cradle Mountain. Anschließend führt der Weg über steinige, teils sogar felsige Abschnitte bis in ein offenes Tal hinein. Nun näherst du dich langsam Ronny Creek und somit auch den Wombats, die hier leben!

Hier und da entdeckst du bereits ein paar Hinterlassenschaften dieser ulkigen Tiere, deren Kot übrigens würfelförmig ist. Halte einfach links und rechts entlang des Weges Ausschau – insbesondere in den Abendstunden entdeckst du hier viele Wombats!

Am Parkplatz vom Ronny Creek kannst du den Shuttlebus zurück zum Eingang des Nationalparks nehmen.

 

Tipp: Hier findest du einen Guide mit allen kürzeren Wanderwegen und weiteren Infos zum Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark!

Tipp für alle Gipfelstürmer: Wenn du etwas mehr Zeit mitbringst und das Wetter gut ist, kannst du über den Cradle Summit Walk auch hoch auf den Cradle Mountain wandern! Hin und zurück sind es ca. 13 Kilometer und du solltest zwischen 6-8 Stunden für diese Wanderung einplanen.

Tipp für alle Trekkingfans: Und wenn du auf der Suche nach einem echten Abenteuer zu Fuß bist, wartet hier der Start des Overland Tracks auf dich. Dieser bringt dich innerhalb von 6 Tagen vom Ronny Creek zum Lake St Clair, dabei legst du 65 Kilometer zurück. Mehr Infos zu diesem Wanderabenteuer findest du hier!

Hol dir ein Adrenalinkick nach dem anderen beim Canyoning im Dove Canyon!

Im Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark warten neben den vielen Wanderwegen auch ein ganz besonderes Abenteuer auf dich: Canyoning! Hier kannst du dich in den Dove Canyon stürzen und erlebst dabei ein Adrenalinkick nach dem anderen!

Nachdem du dein Equipment und eine kurze Einweisung bekommen hast, wirst du mit einem Van in den Nationalpark gefahren. Vom Interpretation Center geht es entlang des Cradle Valley Boardwalks zu Fuß weiter Richtung Dove Rive. Der Einstieg in die Schlucht erfolgt mit dem ersten Adrenalinkick: 17 Meter Abseilen!

Im Anschluss warten viele atemberaubenden Stellen, Sprünge und sechs Wasserfälle auf dich. Das Highlight der Tour ist die Laundry Chute: Eine natürliche 10 Meter hohe Rutsche, die dich aus einer Höhle, The Pit genannt, in einen großen offenen Pool schießt – der Hammer!

 

Übernachtung auf dem Campingplatz vom Cradle Mountain Discovery Holiday Park

Discovery Holiday Parks bietet einen großen Campingplatz am Eingang zum Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark. Wenn du einen Stellplatz mit Stromanschluss möchtest, solltest du diesen rechtzeitig reservieren. Es gibt eine große Küche samt Kamin, Sanitäranlagen und die Möglichkeit, Wäsche zu waschen. Je nach Stellplatz hast du auch einen Tisch und Sitzbänke und bist mehr oder weniger versteckt.

Restaurant-Tipps für den Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark

Direkt am Eingang des Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalparks befindet sich die Cradle Mountain Lodge, die neben gemütlichen Zimmern und einem SPA auch zwei Restaurants bietet: Das Highland Restaurant und das Tavern Bar & Bistro.

Ersteres ist ein schickes Restaurant mit gehobener Küche, einer guten Wein-Karte und einem Kamin. Wir haben hier mitunter das beste Essen in ganz Tasmanien serviert bekommen: Als Vorspeise gab es Tasmanian Oak Smoked Salmon und Wattleseed Crusted Wallaby Porterhouse, als Hauptgang Lamb Short Loin und zum Nachtisch Textures of Chocolate und Caramelised Pear Tarte Tatin – ein Gedicht!

Im Tavern Bar & Bistro ist die Atmosphäre eine ganz andere, viel lässiger, und auf der Karte stehen eher Fast Food Gerichte wie Burger, Tacos und verschiedenes Craft Beer – besonders lecker schmecken hier die Crispy Baked Chicken Wings und die Crisp Golden Fries loaded with bacon, cheese & gravy!

 

Tasmanien Rundreise Strecke 7: Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark – Mount-Field-Nationalpark (über Queenstown)

  • Kilometer: ca. 320
  • Dauer: 4,5 Stunden

Es wird kurvig: 99 Kurven entlang des Lyell Highway

Vom Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark fährst du nun weiter in den Südwesten Tasmaniens bis zum Mount-Field-Nationalpark, immer entlang des Lyell Highway, der für seine vielen Kurven bekannt ist und deshalb auch einfach 99 Bends genannt wird. Dabei kommst du auch am kleinen Örtchen Queenstown vorbei, eine frühere Minenstadt. Hier kannst du dir im historischen Bahnhofsgebäude im Tracks Cafe einen Flat White für die Weiterfahrt besorgen oder dich gemütlich hinsetzen und ein wenig entspannen.

Kurz nach Queenstown kommt der Iron Blow Lookout. Hier wurde 1883 Gold entdeckt und heute erinnert ein riesiges Loch an den Abbau. Insbesondere die vielen verschiedenen Farben der Gesteinsschichten im Kontrast zum türkisblauen Wasser des Sees sind beeindruckend und reichen von Beige und Gelb über Kupfer und Orange bis hin zu Rot. Außerdem hast du von hier oben eine tolle Aussicht übers Linda Valley!

Die heutige Strecke führt dich auch an den Nelson Falls vorbei, die sich unweit der Straße befinden. Der kurze Weg zu den Wasserfällen führt durch dichten Regenwald und ist wirklich schön. Ein paar Kilometer weiter wartet der Aussichtspunkt Donaghys Hill, den du in ca. 20 Minuten zu Fuß vom Parkplatz aus erreichst.

 

Wandern und Entspannen am Lake St Clair

Als nächstes kommst du zum Lake St Clair, der ebenfalls Teil des Cradle-Mountain-Lake-St.-Clair-Nationalpark ist und mit einer Tiefe von 167 Metern sogar Australiens tiefster See! Hier endet auch der berühmte Overland Track, weshalb du hier oftmals vollgepackten Wanderern begegnest.

Das Schöne ist, dass es hier auch mehrere kürzere Wanderungen gibt wie zum Beispiel den Lake St Clair Short Walk, einer von Tasmania’s 60 Great Short Walks. Dabei wanderst in Form einer 8 Teile des Overland to Riversmeet, Platypus Bay Loop und des Larmairremener tabelti entlang und legst 4,7 Kilometer zurück. Für diese Wanderung solltest du ca. 1,5 Stunden einplanen.

Hinweis: Sollte dir die gesamte Strecke bis zum Mount-Field-Nationalpark zu lang sein, kannst du auch auf dem Camping Platz der Lake St Clair Lodge übernachten. Allerdings fanden wir den Campingplatz überhaupt nicht schön, da du hier dicht an dicht stehst, und auch die Betreiber sind nicht sehr freundlich, sodass wir weitergefahren sind.

 

Übernachtungs-Tipp: Alternativ wartet am Lake St Clair eine ganz besondere Unterkunft auf dich: Pumphouse Point! Die ehemaligen Industriegebäude wurden in ein gemütliches modernes Hotel umgebaut – hier schläfst du mitten in der Wildnis mit direktem Blick aufs Wasser!

Mount-Field-Nationalpark: Wasserfälle, die sprachlos machen

Vom Lake St Clair folgst du dem Lyell Highway zunächst weiter und kommst dabei wieder an einem Wasserfall vorbei: Tarraleah Falls. Diese sind ebenfalls über einen kurzen Spaziergang zu erreichen. Später musst du auf die Ellendale Road abbiegen, und folgst dann der Gorden River Road bis zum Nationalpark.

Hier warten weitere Wasserfälle auf dich, drunter die wunderschönen Russel Falls! Diese sind nur 10 Minuten vom Visitor Centre entfernt und zählen zu den schönsten in ganz Tasmanien. Allein der Weg durch den dichten Regenwald mit seinen riesigen Eukalypten, Myrten und Farnen lohnt sich, und mit etwas Glück begegnest du hier wieder niedlichen Wallabies. Nachts wartet hier zudem ein ganz besonderes Abenteuer auf dich: eine Glühwürmchen-Grotte!

Von den Russel Falls kannst du entweder zurück laufen, oder du folgst dem Weg weiter bis zu den Horseshoe Falls. Diese sind wesentlich kleiner, aber ebenfalls sehr schön. Wenn du deinen Spaziergang noch erweitern möchtest, kannst du dem Tall Tree Circuit bis zu den Lady Barron Falls folgen. Hierbei kommst du an gigantischen Swamp Gums vorbei, die hier bis zu 80 Meter in die Höhe ragen und zu den höchsten Bäumen der Welt gehören! Für die gesamte Strecke brauchst du ungefähr 2 bis 2,5 Stunden und landest am Ende wieder am Visitor Centre.

 

Übernachtung auf dem Left of Field Caravan Park

Ganz in der Nähe des Mount-Field-Nationalpark befindet sich der Left of Field Caravan Park: Hier hat Adrian, der Betreiber des Campingplatzes, eine Oase für alle Naturliebhaber geschaffen und kümmert sich sehr herzlich um seine Gäste. Neben Feuertonnen und Lagerholz wartet hier ein ganz besonderes Naturerlebnis auf dich: eine Outdoor-Badewanne!

Sobald du in das warme Wasser steigst, den angenehmen Duft der Seife riechst und nichts als die Geräusche der Natur wahrnimmst, schaltest du komplett ab. Wir haben das Bad früh am Morgen genommen und dabei zugeschaut und zugehört, wie die Natur langsam aufwacht und es immer heller wird – ein wunderbares Erlebnis!

 

Tasmanien Rundreise Strecke 8: Mount-Field-Nationalpark – Hobart

  • Kilometer: ca. 75
  • Dauer: 1 Stunde

Der Mount-Field-Nationalpark ist die letzte Station deiner Tasmanien Rundreise und von hier geht es wieder zurück zum Startpunkt deines Roadtrips. Hobart ist ca. 75 Kilometer und gerade einmal eine Stunde Fahrt vom Nationalpark entfernt. Auf dem Weg kommst du auch an einem coolen Café vorbei und kannst hier deinen Kaffeedurst stillen: Badger’s Bike Cafe!

Hinweis: Denk daran, das Abwasser deines Campers und die Toilette vor der Rückgabe zu leeren!

Eine Rundreise durchs wilde Tasmanien gehört auf deine Bucket Liste!

Tasmanien gilt nicht umsonst als die Outdoor-Insel Australiens und bietet eine Menge Abenteuer und Gänsehautmomente für alle, die am liebsten draußen sind! Am besten entdeckst du die Insel bei einer Rundreise mit dem Camper und verlierst dich in der Abgeschiedenheit der Western Wilds, ganz im Westen Tasmaniens.

Ganz egal, ob beim Canyoning am Cradle Mountain, beim Kajaken durch den dichten Tarkine Regenwald, beim Wandern hoch auf den Mt. Amos mit Blick auf die wunderschöne, weltbekannte Wineglass Bay oder einfach nur beim Campen samt Lagerfeuer an einer einsamen Bucht, in Tasmanien schlägt dein Abenteuerherz mehr als nur einmal höher!

Disclaimer: An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Tourism Tasmania und Tourism Australia für die Organisation und Unterstützung dieser tollen Reise! Unsere Art der Berichterstattung bleibt von der Einladung jedoch unberührt.

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