Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

So schön ist eine Hüttenwanderun entlang des Tauernhöhenweges in Österreich!

Pressereise | Advertorial

Bereits seit zwei Stunden sind wir unterwegs und noch keiner Menschenseele begegnet. Nur eine Ziege folgt uns brav und erinnert uns mit ihrem Gebimmel, dass wir doch nicht ganz alleine sind, hier im Nationalpark Hohe Tauern.

Riesige Bartgeier kreisen über unsere Köpfe, während in der Ferne das Gipfelkreuz des 3.123 Meter hohen Scharecks glitzert. Wir blicken zurück auf den Weg, den wir gerade erklommen sind, und können nicht ganz glauben, dass überhaupt ein Pfad über diesen schmalen Grat führt.

Es ist Tag zwei unserer Hüttenwanderung entlang des Tauernhöhenweges. Tag zwei eines wunderbaren Wanderabenteuers, das wir gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein zur Feier seines 150-jährigen Jubiläums erleben dürfen – und wir sind sprachlos.

Was den Nationalpark Hohe Tauern so besonders macht, welche Etappen des Tauernhöhenweges wir genau gegangen sind und auf welchen Hütten wir übernachtet haben, verraten wir in diesem Beitrag!

150 Jahre DAV!

So schön ist eine Hüttenwanderung entlang des Tauernhöhenweges in Österreich!

Die wichtigsten Infos zum Nationalpark Hohe Tauern und dem Tauernhöhenweg vorweg

Der Tauernhöhenweg führt in mehreren Etappen durch den Nationalpark Hohe Tauern, dem größten Nationalpark der Alpen! Mit 1.800 km² ist dieser auch gleichzeitig der größte Nationalpark des gesamten mitteleuropäischen Raumes (unter Ausschluss von Meeresschutzgebieten). Außerdem ist er nicht nur der größte Nationalpark Österreichs, sondern auch der erste, denn er wurde 1981 gegründet.

Er erstreckt sich 100 Kilometer von Ost nach West und 40 Kilometer von Nord nach Süd, und befindet sich in den österreichischen Bundesländern Salzburg, Tirol und Kärnten. 266 Gipfel mit über 3.000 Metern sind hier zuhause, darunter auch Österreichs höchster Berg: der Großglockner mit seinen imposanten 3.798 Metern. Außerdem befinden sich 342 Gletscher im Nationalpark mit einer Gesamtfläche von 130 km².

Mit über 4.000 Kilometern an Wegen und Steigen und 12 Hütten ist der Nationalpark Hohe Tauern das perfekte Ziel für alle Wanderfans. Dabei läufst du durch eine größtenteils unberührte wunderschöne Naturlandschaft, über alpine Grasheiden und vorbei an zahlreichen Wasserfällen – immer mit Blick auf wilde Täler, imposante Berggipfel und uralte Gletscher.

Entweder kannst du den kompletten Tauernhöhenweg laufen oder einzelne Etappen für deine ganz eigene Hüttenwanderung zusammenlegen, je nachdem wie viel Zeit und Erfahrung du im alpinen Gelände hast. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und das Tolle: Für jeden ist etwas dabei!

Und mit etwas Glück begegnest du dabei nicht nur Pferden, Kühen, Schafen und Ziegen, sondern auch scheuen Murmeltieren, Steinadlern und seltenen Bartgeiern, die im Nationalpark Hohe Tauern zuhause sind. Dabei ist es ein wahrhaftig beeindruckender Anblick, wenn ein Bartgeier, der größte Greifvogel Europas und mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,9 Metern sogar einer der größten flugfähigen Vögeln der Welt, über deinem Kopf kreist, während um dich herum nichts als die wunderbare Stille der Natur herrscht.

 

Darauf solltest du bei der Planung deiner Tour entlang des Tauernhöhenweges achten

Bei den Hohen Tauern handelt es sich um hochalpines Gelände, du solltest also gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen. Feste Wanderschuhe der Kategorie B/C sind dabei unabdingbar, ebenso wie Wanderstöcke und Steigeisen (Grödel). Denn selbst im Hochsommer können hier noch Schneefelder liegen, die du überqueren musst. Je nach genauer Tour und Schwierigkeit dürfen ein Klettersteigset und eine Gletscherausrüstung ebenfalls nicht fehlen.

Am besten informierst du dich im Vorfeld deiner Tour bei den Hüttenwirten und fragst wie die aktuelle Lage aussieht. Die Wirte können dir in der Regel eine sehr genaue Auskunft erteilen, ob beispielsweise noch Schneefelder auf dem Weg liegen und wie gefährlich es ist diese zu überqueren. Bedenke außerdem, dass einige Passagen bei starkem Regen oder Schneefall schwer oder gar nicht begehbar sind. In diesem Fall solltest du die Tour entweder gar nicht erst antreten oder, wenn du bereits unterwegs bist, den schnellsten Weg zur nächsten Hütte oder runter ins Tal wählen.

Zudem solltest du deine Schlafplätze gerade für die Hauptmonate Juli und August rechtzeitig reservieren. Falls du bestimmte Essenswünsche oder Unverträglichkeiten hast, solltest du diese ebenfalls rechtzeitig den Hüttenwirten mitteilen. Denn die Wirte müssen sich entsprechend vorbereiten, da die Versorgung alpiner Schutzhütten aufgrund der hohen und oftmals abgeschiedenen Lage sehr aufwändig und mit hohen Kosten verbunden ist.

Werde Mitglied im Deutschen Alpenverein (DAV)

Gerade wenn du viel wanderst und planst des Öfteren Hüttenwanderungen zu unternehmen, lohnt sich eine Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein (DAV). Der DAV wurde am 9. Mai 1869 gegründet und feiert dieses Jahr sein 150-jähriges Jubiläum. Er besteht aus über 350 rechtlich selbstständigen Sektionen und einer Stiftung, und ist mit über 1 Millionen Mitgliedern der größte Bergsportverein der Welt!

Der DAV ist jedoch mehr als ein Zusammenschluss an Bergliebhabern: Er setzt sich aktiv für den Erhalt der Bergwelt ein und ist sogar der mitgliederstärkste Naturschutzverband in Deutschland – Hättest du das gewusst?

Als „Anwalt der Alpen“ schreibt sich der DAV den Schutz der Bergwelt auf die Fahne, die das Zuhause vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist. So setzt sich der Verein nicht nur für einen umweltverträglichen Transitverkehr und eine sozialverträgliche Raumplanung ein, sondern kämpft auch gegen die weitere Erschließungen von Skigebieten. Dabei ist der DAV als gemeinnütze Organisation auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen und zählt über 25.000 Ehrenamtliche.

Auch aus Naturschutzgründen macht eine Mitgliedschaft im DAV also Sinn, denn mit deinem Beitrag unterstützt du die Arbeit des Vereins und somit den Erhalt der Alpen. Außerdem genießt du als Mitglied viele Vorteile: Einerseits zahlst du für eine Hüttenübernachtung deutlich weniger (als Beispiel: Eine Übernachtung auf dem Niedersachsenhaus kostet als DAV-Mitglied 12 Euro im Zimmer- und 9 Euro im Matratzenlager, als Nicht-Mitglied sind es 24 und 19 Euro), andererseits kannst du auch an den vielen Kursen und Veranstaltungen des Vereins teilnehmen, denn der DAV ist im Bereich Sicherheit im Bergsport und alpine Ausbildung ebenfalls führend.

Ein weiterer großer Vorteil ist außerdem, dass du über den Deutschen Alpenverein auch bei Bergnot und bei Bergunfällen versichert bist. Zudem kannst du nicht nur auf den 321 Alpenvereinshütten des DAVs vergünstigt übernachten, sondern auch auf denen vieler anderer alpiner Vereine in den Alpen und darüber hinaus. Des Weiteren genießt du als Mitglied einen exklusiven Zugang zu den Selbstversorgerhütten deiner jeweiligen Sektion und kannst somit ganz andere und auch abgelegenere Touren planen.

 

Um Mitglied im Deutschen Alpenverein zu werden, musst du eine Mitgliedschaft in einer Sektion beantragen. Hierzu wählst du am besten eine Sektion in der Nähe deines Wohnortes, damit du Angebote wie Kurse oder einen Ausrüstungsverleih auch wahrnehmen kannst. Dabei ist der Mitgliedsbeitrag von Sektion zu Sektion unterschiedlich und kostet im Jahr zwischen 45 und 90 Euro. Über die Sektionen-Suche des DAVs findest du die dir nächste Sektion und kannst deine Mitgliedschaft online beantragen.

Hier geht’s zur Sektionen-Suche!

Download-Tipp: Hier kannst du dir die ausführliche Broschüre des Deutschen Alpenvereins zum Tauernhöhenweg samt tolle Streckenvorschlägen und Infos zu den einzelnen Hütten runterladen!

Tipp zur Tourenplanung: Auf dieser Webseite kannst du deine Tour entlang des Tauernhöhenweges individuell planen.

Alle Streckendetails zu unserer 4-tägigen Tour entlang des Tauernhöhenweges:

  • Dauer: 4 Tage
  • Länge: ca. 30 Kilometer
  • Höchster Punkt: Herzog-Ernst-Spitze (2.933 Meter)
  • Schwierigkeit: mittelschwerer bis schwerer Bergweg
  • Benötigte Ausrüstung: Wanderstöcke* & Grödel*
  • Beste Monate: Juli & August
  • Parkplatz: Valeriehaus, Sportgastein
  • Etappe 1:Sportgastein – Niedersachsenhaus
  • Etappe 2:Niedersachsenhaus – Duisburger Hütte
  • Etappe 3:Duisburger Hütte – Hagener Hütte
  • Etappe 4:Hagener Hütte – Sportgastein

Los geht’s: Anreise und Parken

Das Tolle am Tauernhöhenweg ist, dass du auch ganz bequem mit der Bahn anreisen kannst. Die beiden Bahnhöfe Bad Gastein und Mallnitz-Obervellach erreichst du beispielsweise von München aus innerhalb von ca. 3,5 Stunden und dass sogar ohne umsteigen zu müssen. Vom Bahnhof kannst du entweder mit einem Bus oder einem Taxi zum Ausgangspunkt deiner Wanderung fahren, oder du nimmst die extra Kilometer zu Fuß in Kauf.

Aber auch mit dem Auto ist die Anreise unkompliziert, denn du kannst deinen Wagen vielerorts gebührenfrei parken wie zum Beispiel auf dem Parkplatz am Valeriehaus in Sportgastein, wo auch wir unsere 4-tägige Tour entlang des Tauernhöhenweges gestartet haben. Hier, in Sportgastein, wartet auch ein kleines Infohäuschen mit Broschüren, Karten und Toiletten auf dich.

Solltest du dich wie wir auch für diese Tour entscheiden und mit dem Auto anreisen, musst du allerdings eine Mautgebühr von 10 Euro für Hin- und Rückweg nach Sportgastein bezahlen, da es durch einen Tunnel ins Naßfelder Tal geht.

 

Tauernhöhenweg Etappe 1: Sportgastein – Niedersachsenhaus

  • Strecke: 4,5 Kilometer
  • Gehzeit: 3 Stunden
  • Aufstieg: 888 Höhenmeter
  • Abstieg: 5 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: mittel

Bereits nachdem du mit deinem Auto aus dem Tunnel der Gasteiner Alpenstraße hinausfährst und sich vor dir das gigantische Naßfelder Tal erstreckt, verschlägt es dir die Sprache: Von allen Seiten knallen Wasserfälle in die Tiefe und ein saftiges Grün zieht sich über die Almen – kein Wunder, schließlich gilt es als eines der schönsten Talschlüsse im Nationalpark Hohe Tauern.

Vom Parklatz am Valeriehaus (1.588 Meter) folgst du den Schildern Richtung Viehauseralm. Dabei machst du auch schon deine ersten tierischen Bekanntschaften, denn überall grasen Kühe, Schafe und Pferde frei auf den Wiesen. Links neben dir plätschert das Wasser des Siglitzbaches, während vor dir in der Ferne ein Wasserfall tost. Ebenfalls in der Ferne, oben auf der Riffelscharte, entdeckst du auch schon das heutige Ziel deiner ersten Etappe entlang des Tauernhöhenweges: das Niedersachsenhaus!

Zunächst führt der Hermann-Bahlsen-Weg noch über relativ flaches Terrain und es geht nur langsam höher. Doch sobald du das Ende des Siglitztals erreicht hast, geht es steil bergauf. Über mehrere Kehren überwindest du die Steilstufe und musst auch ein paar ausgesetzte Passagen überwinden, die Trittsicherheit erfordern. Gerade wenn es in den Tagen zuvor geregnet hat, kann der Weg hier teils sehr matschig und rutschig sein – gefährliche Stellen sind jedoch mit Drahtseilen gesichert.

Mit jedem Schritt nach oben wird die Aussicht runter ins Siglitztal und weiter hinten ins Naßfelder Tal dafür umso schöner. Nach etwa zwei Stunden erreichst du eine flache Alm und hast den anstrengendsten Teil der heutigen Etappe hinter dir, und auch das Niedersachsenhaus ist jetzt wieder in Sicht! Nun geht es gemütlich weiter nach oben, und auch hier begegnest du wieder jeder Menge Schafen.

Nach etwa drei Stunden zu Fuß hast du das Niedersachsenhaus erreicht und wirst nicht nur mit einer gemütlichen Hütte, sondern auch mit einem Blick auf das mindestens genauso schöne Raurisertal und den 3.123 Meter hohen Schareck belohnt!

 

Tauernhöhenweg: Übernachtung im Niedersachsenhaus

Das Niedersachsenhaus gehört zur DAV-Sektion Hannover und befindet sich auf der Riffelscharte auf 2.471 Metern Höhe. 1926 wurde die Hütte eröffnet, jedoch ist sie Ende 1984 bis auf die Grundmauern abgebrannt. Die DAV-Sektion Hannover entschied sich die Hütte wieder aufzubauen und so wurde das Niedersachsenhaus am 5. September 1987 neu eröffnet.

Seither wurde die Hütte stetig verbessert: So gibt es seit 2006 einen Trockenraum und du kannst hier sogar warm duschen! Strom bezieht die Hütte übrigens über eine eigene Solaranlage und ein Blockheizkraftwerk, während das Abwasser ins Tal nach Kolm-Saigurn geleitet wird.

Die Hütte ist von Anfang Juni bis Ende September bewirtet und bietet neben 12 Betten in Zimmerlagern auch 46 Matratzenlager-Plätze sowie Platz für 6 Personen im Winterraum.

 

Tauernhöhenweg Etappe 2: Niedersachsenhaus – Duisburger Hütte (Gratwanderung)

  • Strecke: 6,4 Kilometer
  • Gehzeit: 5,5 Stunden
  • Aufstieg: 645 Höhenmeter
  • Abstieg: 544 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: schwer

Die zweite Etappe entlang des Tauernhöhenweges hält ein ganz besonderes Wanderabenteuer für dich parat: eine Gratwanderung! Vom Nierdachsenhaus folgst du hierzu den leicht aufwärts führenden Pfad, der dich südwestlich entlang von Grashängen Richtung Schareck führt. Nach einiger Zeit wird der Weg ausgesetzter und du musst die ersten Kletterstellen meistern. Die Stellen sind alle mit Drahtseilen gesichert und erfordern kein spezielles Equipment.

Jetzt läufst du direkt auf dem Grat und folgst diesem zur 2.694 Meter hohen Riffelhöhe und weiter bis zum 2.827 Meter hohen Neunerkogel. Es geht vorbei an zahlreichen Felstürmen und -zacken, während es links und rechts von dir nach unten geht. Dabei genießt du eine wunderbare Panoramaaussicht runter ins Naßfelder und Raurisertal, und auch schon ins Fraganter Tal, wo sich dein heutiges Ziel befindet: die Duisburger Hütte!

Bevor du diese erreichst, musst du jedoch noch über den Grat bis zur Herzog-Ernst-Spitze wandern. Der Weg besteht nun mehr aus großen Felsbrocken, über die du balancieren musst, teilweise geht’s wie über Stufen weiter nach oben. In der Ferne siehst du das Gipfelkreuz des Scharecks und tatsächlich auch mehrere Hütten und eine Skipiste, die sogar im Sommer noch befahren wird. Rechts erstrecken sich hingegen große Schneefelder und auch ein kleiner Gletscher samt Gletschersee und mehrere Wasserfälle sind zu sehen.

Nach einem kurzen, aber recht knackigem Aufstieg hast du die Herzog-Ernst-Spitze erreicht: der mit 2.933 Metern höchste Punkt deiner Wanderung entlang dieser Tour auf dem Tauernhöhenweg! Halte hier unbedingt Ausschau nach den seltenen Bartgeiern – wir haben von hier oben gleich drei dieser riesigen majestätischen Greifvögel in der Luft entdeckt!

Von der Herzog-Ernst-Spitze geht es über steile Kehren hinunter zur Fraganter Scharte und weiter bis zum Hochwurtenspeicher, einem Stausee. Hier befindest du dich auf einmal umgeben von Geröll und Schnee: Statt einem saftigen Grün ist hier alles Grau und Weiß. Nun musst du nochmals einen kleinen Anstieg meistern, kreuzt eine Piste und einen Fahrweg, und biegst dann links auf einen unscheinbaren Wanderweg ab, der dich direkt zur Duisburger Hütte führt.

Tipp für Gipfelstürmer: Statt von der Herzog-Ernst-Spitze über die Fraganter Scharte abzusteigen, kannst du deine Tour auch ein klein wenig verlängern und weiter hoch zum 3.123 Meter hohen Gipfel des Scharecks laufen. Von hier steigst du anschließend über den Mölltaler Gletscher (Wurtenkees) zur Duisburger Hütte ab.

Sicherheitshinweis: Du solltest die Gratwanderung auf keinen Fall bei Regen oder Schneefall antreten!

 

Tauernhöhenweg: Übernachtung auf der Duisburger Hütte

Die Duisburger Hütte liegt auf 2.572 Metern unterhalb des Mölltaler Gletschers im Talschluss des Fraganter Tals. Sie wurde 1910 erbaut und ist von Anfang Juli bis Ende September bewirtet, und zudem auch über die Wintermonate von November bis Mitte Mai. Zwischen 2002 bis 2011 wurde die Duisburger Hütte generalsaniert und weiter ausgebaut.

Heute gibt es hier 10 Schlafplätze in Zimmerlagern, 26 in Matratzenlagern und weitere 14 im Winterraum. Insbesondere die kleine Stube mit dem schönen blauen Kachelofen ist sehr gemütlich und bietet den perfekten Platz zum Entspannen nach deiner heutigen Etappe. Hier warten mehrere Spiele auf dich, an denen du dich bedienen kannst, darunter auch Monopoly oder Phase 10. Die beiden Wirte Christine und Franz Strasser sind sehr herzlich und stecken dich bestimmt schnell mit ihrem Humor an – wir haben uns selten so wohl auf einer Hütte gefühlt wie hier!

Und wir haben noch nie auf einer Berghütte frisch aufgebackene Brötchen zum Frühstück bekommen, aber auch das bekommst du auf der Duisburger Hütte! Neben dem für Hüttenverhältnisse reichhaltigen Frühstücksbuffet, schmeckt auch das Abendessen auf der Duisburger Hütte sehr lecker: Bei uns gab es Schnitzel in Championsoße mit Reis und das wahr superlecker!

 

Tauernhöhenweg Etappe 3: Duisburger Hütte – Hagener Hütte

  • Strecke: 8,8 Kilometer
  • Gehzeit: 5 Stunden
  • Aufstieg: 354 Höhenmeter
  • Abstieg: 480 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: mittel

Am dritten Tag startest du deine Etappe von der Duisburger Hütte aus links entlang der Bergflanken. Die ersten Kilometer geht es über große Felsbrocken relativ flach vorwärts und bereits nach wenigen Minuten musst du dein erstes Schneefeld überqueren. Zwischendurch geht es auch über Grasgelände und immer wieder über tiefe Schmelzwasserrinnen.

Eine kleinere Passage ist auch mit Drahtseilen gesichert, wirklich aufpassen musst du aber mehr auf den vielen Schneefeldern, die du auf dieser Etappe kreuzt. Teilweise sind diese sehr steil und mehrere Meter breit und lang – zieh dir also am besten immer deine Grödel an. Das größte Schneefeld wartet kurz vor der Feldseescharte und hält sich meist auch bis spät in den Sommer. Hier kommst du auch an einem namenlosen Bergsee vorbei und fühlst dich auf einmal ganz abgeschieden.

Über viel loses Geröll musst du nun eine steile Schuttrinne hinaufsteigen und erreichst dann die 2.714 Meter hohe Feldseescharte. Hier oben wartet das Dr.-Rudolf-Weißgerber-Biwak und ein gigantischer Blick ins wunderschöne Tauerntal und nach Mallnitz. Außerdem hast du auch hier oben wieder eine atemberaubende Panoramaaussicht und siehst nicht nur den Ankogel und die Hochalmspitze, sondern sogar die Dolomiten in der Ferne!

Von der Feldseescharte geht es nun erstmal wieder bergab und anschließend entlang steiler Flanken weiter. Auch hier passierst du wieder einige Schneefelder und musst auf deine Tritte achten. Bald siehst du auch schon die Hagener Hütte in der Ferne. Halte zudem unbedingt Augen und Ohren auf, denn hier kannst du mit etwas Glück Murmeltiere erspähen. Lohnend ist auf jeden Fall immer wieder der wunderschöne Blick runter ins Tauerntal und auf die Jamnigalm!

Nach ein paar letzten, teilweise sehr steilen Schneefeldern – wir haben bei dieser Etappe ungefähr 15 überquert – erreichst du die Hagener Hütte, das Ziel der heutigen dritten Etappe!

 

Tauernhöhenweg: Übernachtung auf der Hagener Hütte

Die Hagener Hütte befindet sich auf 2.446 Metern und bietet einen wunderbaren Blick runter ins Naßfelder Tal und ins Tauerntal. Hier kannst du auf der Sonnenterrasse oder in der hellen Stube entspannen. Außerdem warten 14 Zimmer und 28 Matratzenlager, und sehr moderne Bäder und Waschräume. Auch Duschen sind vorhanden.

Die Hütte wurde zum 100-jährigen Jubiläum im August 2012 nach einer dreijährigen Umbauphase neu eröffnet und ist insbesondere für ihre gute Küche bekannt. Bereits in der dritten Generation bewirtet Familie Aschbacher die Hagener Hütte von Ende Juni bis Ende September und zaubert hier oben superleckere Gerichte – für uns gab es einen Schweinsbraten mit Klösen und Sauerkraut zum Niederknien!

 

Tauernhöhenweg Etappe 4: Hagener Hütte – Sportgastein

  • Strecke: 6,3 Kilometer
  • Gehzeit: 21 Stunden
  • Aufstieg: 19 Höhenmeter
  • Abstieg: 865 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: mittel

Von der Hagener Hütte bringt dich die letzte Etappe dieser Tour entlang des Tauernhöhenweges wieder zurück ins Naßfelder Tal. Auch hier musst du gegebenenfalls wieder ein kleines Schneefeld überqueren, ansonsten ist der Weg aber leicht zu gehen und führt dich durch Wiesen und Kehren immer weiter hinab.

Zunächst ist es noch steiniger, aber schnell schwindet das Grau einem saftigen Grün und du begegnest einigen Pferden und später auch Kühen. Eine kleine Hütte kreuzt deinen Weg: Der perfekte Ort für eine kurze Rast und um den tollen Ausblick ins wunderschöne Naßfelder Tal mit seinen vielen Wasserfällen zu genießen!

Über den Römerweg geht es nun hinter zum Talboden ins Naßfeld und entlang des wilden Höllkarbaches zurück zum Parkplatz am Valeriehaus, dem Ort, an dem du deine Tour vor vier Tagen gestartet hast – geschafft!

 

***

Packliste für deine 4-tägige Hüttenwanderung entlang des Tauernhöhenweges

Wie immer beim Packen gilt: Weniger ist mehr – und das insbesondere beim Wandern! Achte beim Packen deines Wanderrucksackes darauf, dass du auf leichte und funktionale Kleidung setzt, wie beispielsweise auf Shirts aus Merinowolle oder auf Zip-Off-Hosen. Neben deinen Wanderanziehsachen solltest du auch bequeme Klamotten und insbesondere Hüttenschuhe für die Hütten dabei haben. Neben deinen Hygieneprodukten darf ein Hüttenschlafsack* zudem auf keinen Fall fehlen!

Diese Sachen benötigst du für eine 4-tägige Hüttentour:

Equipment für deine Hüttentour:

Anziehsachen für deine Hüttentour:

Hygieneartikel für deine Hüttentour:

  • Sonnencreme (LHS 50)*
  • Zahnbürste & -pasta
  • Multifunktionsseife & Deo
  • Blasenpflaster
  • ggf. individuelle Medikamente

Wanderführer und Bücher zum Tauernhöhenweg:

Extra-Tipp: Lade dir eine Wander-App auf dein Smartphone und speicher dir die Karten offline ab! Empfehlenswert sind hier die Apps von Komoot, Bergfex (hier für Apple und hier für Android) oder Outdooractive (hier für Apple und hier für Android).

Hast du schonmal vom Nationalpark Hohe Tauern gehört? Steht eine Wanderung entlang des Tauernhöhenweges auch auf deiner Bucket Liste?

Disclaimer: An dieser Stelle wollen wir uns ganz herzlich beim Deutschen Alpenverein für die Organisation und Unterstützung dieser wunderschönen Hüttenwanderung im Nationalpark Hohe Tauern bedanken. Unsere Meinung und Art der Berichterstattung bleiben davon jedoch unberührt – der Tauernhöhenweg ist ein absoluter Traum!

Line
Line ist zwar ein Großstadtkind, fühlt sich in der Natur aber mittlerweile weitaus mehr zuhause als im trüb-grauem Häuserdschungel. Wenn sie sich nicht gerade mit Sebastian ins Abenteuer stürzt, findest du sie entweder im Reitstall, in einer finnischen Sauna oder in einem süßen Café am Laptop mit einem Flat White und einem leckeren Cheese Cake vor der Nase.
Line

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.