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Was darf nicht ins Handgepäck? Die perfekte Ausstattung für minimalistisches Reisen

Auf der ersten großen Backpacking-Reise übertreibt es jeder gerne mal und nimmt viel zu viel Zeug mit: zu viele Klamotten, oftmals sogar die Falschen, unendlich viel Kosmetikzeugs und Medikamente, und sogar Dinge, die zuhause eigentlich gar nicht genutzt werden würden. Alles nur für den Fall der Fälle.

Bei der zweiten Backpacking-Reise wird dann oftmals schon wesentlich weniger eingepackt, und spätestens bei der Dritten halbiert sich das Gewicht dann und der große Rucksack wird für einen mittelgroßen Rucksack ausgetauscht.

Viele gehen heutzutage sogar noch einen Schritt weiter, reduzieren ihre Klamotten und Ausstattung enorm und reisen nur noch mit Handgepäck – sowie Line und ich auch. Dabei musst du gar nicht mal auf Vieles verzichten, sondern kannst mit der richtigen Packstrategie und einem guten Rucksack sogar richtig viel mitnehmen!

Wie das geht, was du in deinem Handgepäck alles mitnehmen kannst, und was du getrost daheim lassen solltest, verrate ich dir hier! Denn mittlerweile sind Line und ich schon ein Jahr nur mit Handgepäck unterwegs, und waren schon in den unterschiedlichsten Ländern und Orten: von Thailand über Hong Kong und Singapur, bis nach Bali, und sogar weiter bis nach Australien und Neuseeland!

Und wir haben nicht gerade wenig dabei, denn wir schleppen ja auch immer noch unser ganzes Büro mit: zwei Laptops, 3 große Kameras, eine GoPro, eine 360 Grad Kamera, zwei externe Festplatten, fette Kopfhörer, diverse Kabel und SD-Karten… und du wirst erstaunt sein, was wir noch so alles an Klamotten dabei haben!

Was darf nicht ins Handgepäck?
Die perfekte Ausstattung für minimalistisches Reisen!

Warum du unbedingt mit Handgepäck reisen solltest!

Ich reise nun schon seit fast zwei Jahren ausschließlich mit Handgepäck, und sogar Line ist seit einem Jahr nur noch mit Handgepäck unterwegs. Und du wirst nicht glauben, was für einen riesen Unterschied das macht!

Ich habe mich kurz hingesetzt und ausgerechnet, wie viel Zeit und Geld ich durchschnittlich dank meiner Entscheidung nur noch mit Handgepäck zu verreisen in einem Jahr spare – bist du bereit?

  • 27 Stunden
  • 850 Euro

Du sparst Zeit und Geld!

Das heißt, ich hatte knapp 27 Stunden mehr Zeit für andere Dinge, eben weil ich, erstens, nicht in langen Schlangen stehen musste, um mein Gepäck aufzugeben, und zweitens, weil ich nicht Ewigkeiten am Gepäckbank warten musste, bis mein Gepäck auch endlich aus dem Flieger raus war.

Im Schnitt wartest du nämlich 20 Minuten am Check-in, und gerne auch mal 20 Minuten am Gepäckband. Das sind pro Flug also 40 Minuten, die du nur damit verbringst, für oder auf dein Gepäck zu warten!

Ich nehme durchschnittlich 40 Flüge im Jahr, davon fliege ich größtenteils kurze Stecken mit Billig-Airlines. Wenn ich jetzt mit rund 40 Minuten pro Flug rechne, komme ich auf eben 1.600 Minuten im Jahr, also rund 27 Stunden. Ich gewinne also jedes Jahr einen ganzen Tag, nur weil ich mit Handgepäck reise und minimalistisch unterwegs bin!

Die meisten Billig-Airlines berechnen zudem durchschnittlich 20-30 Euro für ein 20-Kilo Gepäckstück. Bei den meisten, größeren Airlines und Langstrecken-Flügen ist das Gepäck oftmals schon im Flugpreis inbegriffen. Da Line und ich aber nur rund 6 Langstrecken-Flüge (für mich sind dies alle Flüge, die über 6 Stunden gehen) im Jahr nehmen, müssten wir für die meisten unsere Flüge entsprechend draufzahlen. Bei 34 Flügen mit Gepäck komme ich so also auf rund 850 Euro (34 Flüge x 25 Euro)!

Und das sind nur die Zahlen für mich alleine! Zusammen sparen Line und ich insgesamt 2 Tage und 1.700 Euro im Jahr, nur weil wir mit Handgepäck verreisen! Verrückt, oder?

P.S.: Das Beste ist aber eigentlich der Blick der Airline-Mitarbeiter, wenn du auf einem Langstrecken-Flug am Schalter eincheckst, sie dich fragen, ob du dein Gepäck aufgeben willst, und du darauf antwortest, dass du nur mit Handgepäck reist. Unbezahlbar!

Wie groß und schwer darf Handgepäck sein?

Bei bei den meisten Airlines darfst du zusätzlich zu deinem eigentlichen Handgepäck noch eine kleine Tasche oder eine Laptop-Tasche mitnehmen, und oftmals sogar noch eine Art Tüte, wie einen Jutebeutel. Nur ein paar Airlines haben noch die strickte Regel, dass du wirklich nur ein Handgepäck mit an Board nehmen kannst. Aber selbst Ryanair erlaubt mittlerweile zwei Taschen!

Eine wirkliche Standard-Größe fürs Handgepäck gibt es zudem auch nicht, da jede Airline seine eigene Standards setzt. Allgemein lässt sich aber sagen, dass dein Haupt-Handgepäck auf keinen Fall größer als 55 x 40 x 25 cm sein sollte! Außerdem darf es oftmals nicht mehr als 7, oder maximal 10 Kilogramm wiegen. Und dieses Gewicht gilt für insgesamt für deine Taschen, die du mit an Board nimmst.

Es gibt auch nur wenige Airlines, die dein Handgepäck wirklich überprüfen, es tatsächlich in diese überall aufgestellten Kontroll-Kästen stellen, geschweige denn wiegen. Und so lange am Flughafen nicht mit Google Glass kontrolliert wird, wird auch kein Flughafen-Angestellter merken, wenn dein Rucksack ein oder zwei Zentimeter größer, breiter oder länger ist, oder mehr wiegt als erlaubt.

Ein paar Tipps, damit du mit deinem Handgepäck durchkommst!

Ich halte mich mit meinem Handgepäck zwar immer an die vorgeschriebenen Maße, überschreite um ehrlich zu sein aber immer – wirklich immer – die Gewichtsbeschränkung. Durch die ganze Technik, die ich mitschleppe (mein Laptop, meine Kameras und Objektive kommen locker schon auf 5 bis 6 Kilogramm!) habe ich eigentlich fast immer um die 12, wenn nicht sogar 15 Kilogramm dabei. Also weitaus mehr, als eigentlich erlaubt.

Mein Trick ist, dass ich den Rucksack, sobald es ans Boarding geht, ganz lässig über nur eine Schulter trage, sodass er nicht so schwer aussieht. Auch wenn das nicht gerade angenehm ist, und ich mir meine Lässigkeit und das Lächeln wirklich ein wenig erzwingen muss, verschnalle ich meinen Rucksack auf keinen Fall mit den ganzen Trägern um mich, die er so hat.

Denn wenn du deinen Rucksack schon so krass verschnallst, sieht es erst recht so aus, als ob dieser schwer ist. Du solltest ihn auch nicht auf dem Boden vor dir her schieben, und dann kurz vor Ticket- und Passkontrolle direkt beim Boarding vor der Person, die dich kontrolliert, aufziehen. Denn wenn er schwer ist, wirst du ihn nicht mal eben schnell und lässig anziehen können, und die Airline-Angestellten könnten vielleicht ein wenig skeptisch werden!

Line und ich sind mit diesen einfachen Tricks bis jetzt jedenfalls immer durchgekommen, auch wenn uns danach erstmal die eine Schulter schmerzte!

Das Gleiche gilt übrigens auch, wenn du doch zum Check-in musst, um noch dein Ticket zubekommen, weil der Online-Check-in nicht geklappt oder möglich war. Auch hier solltest du so tun, als ob der Rucksack total leicht wäre. Falls du wie Line und ich nicht alleine reist, kannst du zudem getrennt von deinem Freund oder deiner Freundin einchecken, während der andere auf dich wartet und ein paar deiner Sachen hält.

So haben wir uns bei einem Flug mit Tigerair von Chiang Mai nach Singapur Gebühren gespart, denn sie haben das Handgepäck bereits am Check-in gewogen, und jeder, der zu viel dabei hatte, musste es dann noch zu einem viel teureren Preis aufgeben. Zum Glück hatten wir dies rechtzeitig gesehen, und haben nacheinander eingecheckt!

Das einzige Mal, wo wir mit unseren Tricks nicht durchkamen, war auf einem Langstrecken-Flug von Sydney über Abu Dhabi nach Berlin. Da war die Airline-Mitarbeiterin von Virgin am Check-in-Schalter echt hartnäckig, und wir mussten ein Teil unseres Handgepäcks leider einchecken. Zum Glück war dieses im Ticketpreis aber inklusive, und wir könnten unsere Daypacks nutzen, um umzupacken.

Packliste für Minimalisten
Was darf nicht ins Handgepäck bei minimalistischen Reisen? Eine Menge!

Handtuch, Fön, zweites paar Schuhe, diverse Bücher, Spiegelreflexkamera, Schlafsack, komplett ausgestattete Reiseapotheke und vieles mehr… Erkennst du dich wieder?

So sah meine Packliste früher auch aus.

Wenn ich mir heutzutage Reisende und Touristen angucke, bin ich immer wieder verwundert, wie viel Zeug sie doch dabei haben. Fast ihren halben Kleiderschrank, ein kleines Drogerie-Regal und sonstigen Kram, der einfach nicht gebraucht wird!

Und wenn du dich nun dazu entscheidest, minimalistisch zu reisen und nur noch mit Handgepäck unterwegs zu sein, wirst du dich für deine nächste Reise auch von all diesen Sachen trennen müssen. Ich habe mal geschaut, was häufig von Leuten mitgenommen wird, das eigentlich zuhause bleiben kann – hier ist eine Liste:

Diese Dinge kannst du getrost zu Hause lassen und sollten NICHT ins Handgepäck

Anziehsachen:

  • 3/4 Hose (really?)
  • dünne Tarnhose (no way!)
  • Fleecejacke (hält warm, aber eine Regenjacke mit Pulli ist besser)
  • Abendgarderobe (du gehst Backpacken und nicht auf Geschäftsreise!)
  • Sneakers & Laufschuhe (hol dir gut aussehende Laufschuhe mit Profil – ein Paar reicht!)
  • Trekkingschuhe (Ausnahme: du gehst wirklich Bergsteigen und nicht nur ab und zu etwas wandern!)
  • Schlafanzug (ein einfaches T-Shirt tut’s auch!)

Kosmetik & Medikamente:

  • vollgestopfter Kulturbeutel (als Mann brauchst du nur Zahnbürste, Zahnpaste, Deo, kleines Shampoo und Nagelklipper – kleiner transparenter Sack für den Flughafen reicht. Und auch als Frau reichen kleine Mengen, und du musst auch nicht immer top-geschnickt durch die Gegend reisen!)
  • Reiseapotheke (etwas gegen Durchfall und ein paar Kopfschmerztabletten reichen – den Rest bei Bedarf vor Ort besorgen!)

Sonstiges:

  • Geldgürtel (nichts schreit mehr nach Tourist, als ein Geldgürtel um die Hüfte geschnallt)
  • Tragbarer Safe (Safes gibt es in den meisten Unterkünften, ansonsten ist der Packsafe Rucksack eine super Lösung – mehr zu diesem Rücksack weiter unten)
  • Tagesrucksack & Drybag (Hol dir einen Rucksack, ist beides in einem und wiegt ein paar Gramm)
  • Buffy Tuch (Hol dir ein Kufyia (arabischer Schal) – ist Decke, Schal, Kopftuch, Schlafmaske und Notfall-Handtuch in einem)
  • Mikrofaser Handtuch (es gibt in jedem Hostel, Hotel und AirBnB Handtücher)
  • Schlafmaske (auf den meisten Langstrecken-Flügen bekommst du eine Maske)
  • Reisekissen (nutze einfach einen Pulli, den du mitnimmst!)
  • Spiegelreflexkamera (wenn du kein Profifotograf bist, gibt es mittlerweile sehr viel kleinere und leichtere Alternativen)
  • iPod (jedes Smartphone ersetzt diesen)
  • Föhn (no, no!)
  • Reisewecker (auch hier kann dich dein Handy wecken!)
  • Reiseführer (lad es dir auf dein Tablett, Laptop oder Smartphone)
  • Bücher (Tablet!!!)
  • Taschenmesser (Wie erklärst du das beim Security Check am Flughafen?)

Die richtige Packliste für Minimalisten
Was darf ins Handgepäck? Eine Menge!

Ich war in den letzten Jahren in den unterschiedlichsten Ländern unterwegs, und weiß mittlerweile, was ich brauche, damit es mir sowohl in warmen, als auch in etwas kälteren Regionen gut geht. Diese Packliste passt natürlich nicht für alle und jeden. Vielleicht brauchst du einzelne Dinge weniger, wie zum Beispiel den ganzen Technikkram, den ich mitschleppe, und nimmst dafür aber mehr Anderes mit, so wie Line zum Beispiel mehr Kosmetikprodukte dabei hat als ich.

Packliste Handgepäck:

Anziehsachen:

  • 3 Kurze Hosen
  • 1 Lange Hose/Jeans
  • 3 Paar Socken
  • 7 Unterhosen
  • 4 T-Shirts
  • 1 Tank Top
  • 1 Badehose
  • 1 Pulli/Hoodie
  • 1 Regenjacke
  • 1 funktionale Winterjacke (bei Saison)
  • 1 Paar Birkenstocks und/oder Flip Flops
  • 1 Paar Nikes

Technik und Sonstiges:

Kosmetik (alles unter 100 ml):

  • 1 Mini-Reise-Apotheke (etwas gegen Durchfall und gegen Schmerzen, sollte für den Notfall reichen)
  • 1 elektrische Zahnbürste
  • 1 Zahnpasta
  • 1 Rolldeo
  • 1 Shampoo

Das müsste dir als Mann eigentlich reichen. Mehr habe ich auch nicht dabei und ich bin ständig unterwegs!

Und da ich ja auch einige weibliche Leser habe, ist hier Lines Packliste für alle Frauen, die minimalistisch und nur mit Handgepäck unterwegs sein wollen:

Anziehsachen:

  • 1 Jeansshorts
  • 1 Jeans
  • 1 leichte, weite, lange Hose
  • 1 lange Yoga/Jogginghose
  • 1 Fleecepulli oder Hoodie
  • 1 Cardigan
  • 5 T-Shirts
  • 2 Tank Tops
  • 3 Kleider
  • 3 Paar Socken
  • 10 Unterhosen
  • 3 BHs
  • 1 Sport-BH
  • 1 Bikini
  • 1 Regenjacke
  • 1 Paar Birkenstocks
  • 1 Paar Sandalen und/oder Flip Flops
  • 1 Paar Nikes

Technik und Sonstiges:

  • 1 Laptop (11”)
  • 1 Kamera
  • 1 Fjallraven Kanken
  • 1 Notizbuch

Kosmetik (alles unter 100 ml):

  • 1 elektrische Zahnbürste
  • 1 Zahnpasta
  • 1 Deostick
  • 1 Shampoo
  • 1 Duschzeug
  • 1 Bodylotion
  • 1 Rasiergel
  • 5 Einwegrasierer
  • 1 Waschzeug fürs Gesicht
  • 1 Gesichtswasser
  • 1 Gesichtscreme
  • 1 Augen Make-Up Entferner
  • 1 Mascara
  • 1 Puder
  • 1 Rouge
  • 1 Pinzette
  • 1 Nagelfeile
  • 1 große Packung Wattepads
  • 1 Packung Wattestäbchen
  • 2 große Packungen Tampons
  • 1 Bürste und/oder Kamm

Da Line ein wenig kleiner ist als ich und ihre Anziehsachen entsprechend weniger Platz einnehmen, und weil sie weniger Technik dabei hat, kann sie locker ihr ganzes Kosmetikzeug unterbringen.

Du siehst also, sowohl Line als auch ich haben nicht gerade wenig dabei, obwohl wir nur mit Handgepäck reisen!

Mit Handgepäck Reisen: So funktioniert es in der Praxis!

Denkst du nun immer noch, dass das viel zu wenig ist? Dann will ich dir einmal verraten, dass diese Packliste wirklich völlig ausreicht und wie du mit dieser Anzahl an Klamotten klarkommst!

Die Kleidung

Es reicht völlig aus, wenn du für rund eine Woche Klamotten einpackst. Bedenke dabei auch, dass du Teile ruhig mehrfach anziehen kannst, und nicht jeden Tag ein neues Outfit tragen musst, geschweige denn deine Anziehsachen mehrmals am Tag wechseln musst!

Selbst wenn du, wie wir, für mehrere Wochen oder gar Monate unterwegs bist, ist das kein Problem! Denn die Zauberwörter heißen: Reinigungen und Waschsalons! In den meisten Ländern kannst du deine Anziehsachen ganz einfach einmal die Woche waschen. Line und ich müssen zum Beispiel spätestens nach 1,5 Wochen waschen, und planen das auch immer ein.

In Asien wie in Thailand oder auch auf Bali ist es super günstig, Wäsche zu waschen. Wir zahlen für 5 Kilo zwischen 5 und 10 Euro, wenn wir es reinigen lassen, und bekommen super gut riechende, weiche, frisch gebügelte und ordentlich zusammen gefaltete Wäsche zurück. Meistens dauert es auch nicht lang: du kannst deine Wäsche zum Beispiel nachmittags abgeben und bekommst sie schon am nächsten Vormittag zurück!

In etwas teureren Ländern, wie in den meisten west-europäischen Ländern, oder in Australien und Neuseeland, kannst du einfach selbst waschen und musst dafür nur einen Waschsalon aufsuchen. Alternativ, falls du zum Beispiel einen Roadtrip machst, bieten auch die meisten Campingplätze Waschräume samt Waschmaschinen und Trocknern. Waschpulver kannst du wie im Waschsalon meistens direkt vor Ort kaufen. Oftmals kostet ein Maschinengang zwischen 1-2 Euro, und das Waschpulver für einen Gang bekommst du im Schnitt auch für 1 Euro.

Es ist also wirklich nicht teuer und das Tolle ist, dass du eigentlich immer frische Wäsche hast! Und sein wir mal ehrlich… am Ende trägst du eh immer nur deine Lieblingsklamotten, egal, wie viel du dabei hast!

Die Schuhe

Ein paar Schuhe und Flip Flops oder Sandalen reichen vollkommen aus. Hol dir Laufschuhe mit Profil, wie Nikes oder Adidas-Schuhe. Die kannst du super tragen, wenn du mal auf Stadterkundung gehst, oder auch für kurze Wanderungen, sowie zum Sport, und sogar zum Weggehen. Und auch diese Schuhe kannst du ab und zu bei 30 Grad und einem Schonprogramm in die Waschmaschine schmeißen und so sauber halten!

Beim Backpacken bist du meistens in warmen und tropischen Ländern unterwegs. Da trägst du sowieso lieber offene Schuhe, weshalb ein Paar geschlossene Schuhe wirklich völlig ausreicht. Die meisten rennen mit Flip Flops oder einfachen Sandalen rum, ich trage seit diesem Sommer allerdings Birkenstock-Sandalen, die wirklich viel angenehmer sind. Gerade wenn du längere Strecken läufst, sind diese Schuhe viel besser für deine Füße und auch deinen Rücken! Denn Flip Flops oder einfache Sandalen bieten kein Profil und du läufst dich in diesen auf Dauer wirklich kaputt.

Die Elektronik

Als Reiseblogger habe ich natürlich mehr als manch andere Reisende dabei. Aber selbst bei mir passt alles ins Handgepäck und ich schaffe es sogar, die Akkus immer aufzuladen. Wie ich das mache? Mein MacBook dient beim Aufladen meiner Geräte mit seinen zwei USB-Anschlüssen als Hub. Ich lade ihn meistens über Nacht auf und stecke dann meine Kamera sowie mein iPhone an ihn ran. So brauche ich nur eine Steckdose, um alle meine Geräte gleichzeitig aufzuladen!

Das eigene Aussehen

Wie zuhause, kannst du auch auf Reisen ab und an einfach mal zum Friseur gehen. Ich gehe zum Beispiel rund alle 6 Wochen zum Friseur, lasse meine Haare kürzen und meinen Bart trimmen. Alternativ kannst du natürlich auch einen Trimmer mitnehmen, und es selbst machen! Line geht zum Beispiel nur alle 6 Monate zum Friseur, manchmal sogar noch seltener, um ihre Spitzen schneiden zu lassen.

Wenn du als Frau Wert auf gepflegte Nägel legst, musst du dafür auch nicht dein ganzes Nagelset oder gar diverse Nagellacke mitschleppen. Gönne dir einfach ab und zu mal eine Mani- oder Pediküre, gerade in asiatischen Ländern bekommst du diese im Schnitt für 5 Euro. Und auch als Mann kannst du ab und an jemanden über deine Nägel gucken lassen!

Die besten Handgepäck Rucksäcke, für minimalistisches Reisen

Line und ich haben in den letzen zwei Jahren drei ziemlich gute Handgepäck Rucksäcke auf Herz und Nieren getestet und können dir deshalb genau sagen, worauf es ankommt, und welcher Rucksack der Richtige für dich ist! Getestet haben wir den Osprey Farpoint 40, den PacSafe Venturesafe 45, und den unter digitalen Nomaden so beliebten Minaal.

Osprey Farpoint 40

Wir haben den Osprey Farpoint 40 nun seit genau einem Jahr und seither ist Line auch mit ihm unterwegs und total begeistert! Sie war früher noch nie mit Handgepäck, geschweige denn mit einem Backpack unterwegs, und ist richtig happy mit diesem Rucksack.

Wie du ja eben gelesen hast, hat sie auch richtig viel dabei, denn der Osprey Farpoint 40 hat ein tiefes Hauptfach, das du zur Seite aufklappen, und so enorm viel einpacken kannst. Wie der Name des Rucksacks bereits verrät, hat er insgesamt 40 Liter Fassungsvermögen – eine ganz schöne Menge! Da das Fach sehr rund und tief ist, brauchst du auch keine Packing-Cubes, und kannst deine Sachen dank zwei Gurten schön fest zuziehen und so noch etwas kleiner machen.

Zudem befindet sich innen auch ein großes Netzfach, wo Line zum Beispiel ihre Kabel, die Rasierer und die Tampons reinpackt.

Außen gibt es dann nochmals ein recht großes Fach mit extra Laptop- und ein Unterlagenfach samt Reisverschluss, sowie ein kleines Fach ganz oben. Und du hast noch zwei kleine Netzfächer außen, wo du eine kleine Wasserflasche, oder auch deine Nasse Badehose oder deinen nassen Bikini reinpacken kannst.

Das Beste am Osprey Farpoint 40 ist aber, dass er einen gehärteten Rahmen am Rücken hat, und gepolsterte Hüft- und Schultergurte, und noch einen Gurt oben an der Brust hat. Zudem kannst du die Gurte alle ganz einfach wegpacken, und mit einem Überzug verdecken.

Und jetzt halt dich fest: der Osprey Farpoint 40 ist wirklich nicht teuer! Du bekommst ihn für unter 100 Euro und er ist wirklich gut verarbeitete und von hoher Qualität. Kein Wunder, denn Osprey ist eine etablierte Rucksackmarke, und die Firma weiß, was sie da tut! Somit ist der Osprey Farpoint 40 auch der Günstigste unserer getesteten Handgepäck Rucksäcke und bietet meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

PacSafe Venturesafe 45

Ich reise nun seit ein paar Monaten mit dem PacSafe Venturesafe 45 herum, der ganze 5 Liter mehr fasst, als der Osprey Farpoint 40. Auch dieser Rucksack hat ein tiefes Hauptfach, das du von der Seite öffnen kannst. Da dieses Fach allerdings etwas gerader ist, als das des Osprey Farpoint 40, nutze ich Packing-Cubes und kann ihn so richtig voll und ordentlich bepacken.

Ansonsten ähnelt er dem Osprey Farpoint 40 sehr, ist ebenfalls gut gepolstert am Rücken und an der Gurten, hat auch ein Netzfach sowie ein recht großes Fach außen. Der einzige Nachteil ist, dass es kein wirkliches Laptopfach gibt, und ich mein MacBook Pro ins Netzfach packen muss, weshalb dieser was lose und ungeschützt hin und her rutscht.

Dafür ist der PacSafe Venturesafe 45 extra sicher und mit einem eXomesh Schlitzschutz ausgestattet, ein nicht sichtbares Drahtgeflecht, das so eingearbeitet ist, damit niemand an deine Wertsachen rankommt, nicht einmal mit einem Messer! Außerdem hast du oben ein eingebautes Schloss, damit niemand deinen Rucksack einfach so öffnen kann.

Eigentlich ist der PacSafe Venturesafe 45 etwas größer als es das Standard-Maß für Handgepäck zulässt, aber bisher ist das niemandem aufgefallen und ich bin schon rund 20 Flüge mit dem Rucksack als Handgepäck geflogen! Das kann aber auch an dem echt guten Design liegen, der den PacSafe Venturesafe 45 etwa kleiner aussehen lässt.

Der Osprey Farpoint 40 sieht im Vergleich auf Lines Rücken immer gleich wie ein riesen Ding aus, und Line mit ihm wie eine Schildkröte. Der PacSafe Venturesafe 45 ist auch vollbepackt richtig schick und mir gefällt besonders die Farbkombi aus Grün, Grau und Gelb/Braun.

Natürlich kostet dieser tolle Rucksack auch etwas mehr, ungefähr doppelt so viel wie der Osprey Farpoint 40. Du bekommst den PacSafe Venturesafe 45 für rund 200 Euro. Dafür hast du dann aber auch einen richtig schicken, super praktischen und vor allem sicheren Rucksack, in den so einiges reinpasst!

Minaal

Der Minaal ist vor allem unter digitalen Nomaden beliebt und für sein schlichtes, elegantes Design in Schwarz bekannt. Dieser Rucksack hat optisch wenig von einem Backpack, sondern mehr von einem coolen Städterucksack.

Ich bin rund ein halbes Jahr mit ihm gereist, muss aber ehrlich sagen, dass ich ihn für Langzeitreisen weniger geeignet finde. Erstens umfasst der Minaal nur 35 Liter und lässt sich zudem nur von oben aufklappen, also nicht seitlich öffnen. Somit ist es echt schwer, ihn zu bepacken und du brauchst eine richtig gute Packstrategie, um genug mitnehmen zu können. Während du beim Osprey Farpoint 40 und beim PacSafe Venturesafe 45 auf die Packing-Cubes verzichten könntest, geht es beim Minaal nicht ohne.

Zweitens hat der Minaal keinerlei Polsterungen, weder am Rücken, noch an den Gurten, was auf Dauer echt zu Rückenschmerzen führt und bei längeren Reisen keinen Spaß macht.

Punkten kann der Minaal eigentlich nur mit seinem schicken Design, wobei ich den PacSafe Venturesafe 45 mittlerweile schicker finde, und damit, dass er eine gute Laptoptasche hat, an die du schnell rankommst. Außerdem geht er dank seiner kleinen Größe immer als Handgepäck durch und passt sogar in die Gepäckablagen kleinerer Flugzeugtypen (Cityhoppern), wo weder der PacSafe, noch der Osprey reinpassen würden.

Das Krasseste ist aber, dass der Minaal wirklich teuer ist! Du bekommst ihn inklusive Lieferung aus Hong Kong nach Deutschland ab rund 260 Euro. Für mich steht der Preis leider nicht im Verhältnis zur Leistung, besonders, wenn ich den Minaal mit dem Osprey Farpoint 40 und dem PacSafe Venturesafe 45 vergleiche!

Zu guter Letzt: das Wichtigste, das in dein Handgepäck muss!
Die richtigen Dokumente und Karten!

Das gilt jetzt nicht nur für Reisen mit Handgepäck, sondern für jegliche Reisen: achte immer darauf, dass du alle und vor allem die richtigen Dokumente und Karten dabei hast!

Diese wichtigen Sachen solltest du immer dabei haben:

  • 1 x Pass
  • 1 x (internationaler) Führerschein
  • 2 x Kreditkarten (ich empfehle die N26 Karte, da du mit ihr weltweit kostenlos Geld abheben kannst, alternativ die Miles & More Karte, mit der du gleichzeitig Meilen für günstigere Flüge sammelst)

Nur mit Handgepäck unterwegs: gar nicht mal so schwer!

Du siehst also, auch mit Handgepäck musst du eigentlich auf nichts verzichten. Versuche für maximal sieben Tage zu packen, und wasche dafür alle 1,5 Wochen deine Sachen. Hol dir einen guten und praktischen Handgepäck Rucksack, wie den Osprey Farpoint 40 oder den PacSafe Venturesafe 45, und nutze ein paar meiner Tricks, um ins Flugzeug zu kommen, selbst wenn dein Handgepäck weitaus mehr als das erlaubte Gewicht wiegt. So sparst du dir auf Dauer nicht nur einiges an Zeit, sondern auch Geld, und kannst noch viel mehr auf deinen Reisen erleben!

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12 Kommentare zu „Was darf nicht ins Handgepäck? Die perfekte Ausstattung für minimalistisches Reisen

  1. Tom on

    Der Trick mit dem Rucksack ist sauwitzig und gleichzeitig genial. Ich hab meinen Laptop auch immer extra in der Hand und die Kamera vor mir hängen. Durch die Billigflüge, die nur Handgepäck erlauben spart man als Vielreisender tatsächlich immens viel Geld und verzichtet auf die ewige Warterei am Check-In. Außerdem habe ich dann immer das Gefühl das ich nicht so hetzen muss mit der Kontrolle usw. So fliegt es sich wirklich viel angenehmer. Danke für die klasse Tipps!

    Alles Gute,

    Tom vom http://www.reiseblogmagazin.de

    Antworten
  2. Janina on

    Hallo Sebastian,

    das erste Mal minimalistisch packen musste ich für meinen Jakobsweg. Ich bin recht klein und auch nicht besonders schwer, deshalb durfte der Rucksack für die Wochen in Spanien nicht zu schwer werden. Beim ersten Wiegen kam ich auf 9 Kilo, no go! Und ich gebs zu, ich hatte einen FÖN eingepackt!

    Danach hab ich geschaut, was alles raus kann. Zum Beispiel statt 7 nur 3 Sockenpaare und Hygieneartikel nur in den kleinen Minidosierungen. Ich kam dann auf 5 Kilo, das war perfekt!

    Bemerkenswert war jedoch, dass ich auf dem Weg dann sogar noch weniger gebraucht hatte. Die Isomatte hatte ich vollkommen umsonst mitgeschleppt. Es gab genug Betten überall. Und von den 3 Paar Socken habe ich am Ende nur eines getragen (alter Pilgertrick um keine Blasen an den Füßen zu bekommen^^ Eklig aber wirkungsvoll!)

    Wir brauchen viel viel weniger, als wir eigentlich denken und eigentlich gilt das nicht nur fürs Reisen, sondern im Alltag genauso 🙂

    Weiterhin viel Glück und Spaß auf euren Reisen =)

    Janina

    Antworten
    • Sebastian Canaves on

      Hey Janina,

      das stimmt absolut. Wir brauchen einfach gar nicht so viel! Es fiel mir so schwer mich von all den Besitztümern zu trennen. Jetzt haben wir nur noch ein paar Dinge in unserem Rucksack und sind sooo viel freier!

      Lg,

      Sebastian

      Antworten
  3. andi on

    Super langer Interessanter Artikel.
    Leider kostet der Pacsafe nun überall ca 270€. Das finde ich schon etwas viel. Ich habe mir jetzt den Osrpey zugelegt.
    Ich bin sehr zufrieden. Danke für den Tipp mit den SeaToSummit Rucksack. Wenn der wirklich so klein ist wie auf dem Bild, ist ja unglaublich. Super Cooler Trend mit den Handgepäck.
    LG

    Antworten
  4. Christoph on

    Hallo ihr Beiden,
    ich habe noch NIE einen so ausführlichen Beitrag zu diesem Thema gelesen!
    Selbst ich, der schon in einigen Ländern in Asien und Neuseeland war, habe noch Neues entdeckt.

    Klasse!!
    Stay wild
    Christoph

    Antworten
  5. Jörg on

    auf Snapfly.eu habe ich zusätzlich eine kleine Übersicht mit erlaubten Flüssigkeiten und Gegenständen veröffentlicht, könnte die umfangreichen Informationen noch ergänzen. Cooler Artikel mit top Tipps

    Antworten
  6. Anja on

    Endlich habe ich mir auch den Osprey Farpoint 40 zugelegt und bin damit überglücklich!!!
    Inzwischen war ich schon mehrmals überrascht wieviel Platz darin letztendlich ist. Der Koffer ist ab sofort ausrangiert!

    Antworten
  7. Jana on

    Hallo,
    ich wollte in Zukunft auch auf Handgepäck umsteigen und mir den Osprey zulegen.
    Du schreibst aber, dass das Handgepäck nicht größer als 55 x 40 x 25 cm sein sollte… der Osprey hat laut Internet aber 54 x 35 x 37 cm… das entspricht zb auch nicht den maximalmaßen von airberlin (55 x 40 x 23)..
    Er wird zwar als Handgepäck-Rucksack angepriesen, aber passt nicht ganz in dieses Schema :/

    Ich habe bisher die Anforderungen der Fluggesellschaften immer sehr streng befolgt, weil ich keine Lust auf böse Überraschungen beim Einchecken hatte und bin daher jetzt ein bisschen verunsichert ob ich den Rucksack tatsächlich kaufen soll.

    Scheinbar hat bei euch das Reisen ja immer mit dem Osprey funktioniert.. Hast du dazu einen Tipp oder kannst von deinen Erfahrungen was wiedergeben?

    Vlg Jana

    Antworten
  8. Lu on

    Super Artikel, da waren ein paar echt gute Tipps dabei!
    Eine Frage habe ich allerdings noch, ich habe mir den Osprey Farpoint 40 geholt und würde gerne dennoch packing cubes verwenden aufgrund der Organisation… Könnt ihr da welche empfehlen, die dazu passen würden?
    Danke im Voraus und liebe Grüße nach wo auch immer ihr aktuell seid!

    Antworten