Abenteuer Handgepäck: Mit einem Osprey Rucksack um die Welt!

Es ist schon witzig, wie sich die Dinge doch ändern. Früher bin ich noch mit einem 70 Liter großen Rucksack um die Welt gereist, heute bin ich nur noch mit 45 Litern unterwegs. Bei mir hat diese Entwicklung ein paar Jahre gedauert, bei Line hingegen kam sie viel plötzlicher und auch viel krasser: Sie wurde von jetzt auf gleich von einer Koffer-Reisenden zur Backpackerin – und das in Handgepäcks-Größe!

Wie sich ihr Leben und ihre Reisegewohnheiten geändert haben, seit sie nur noch mit ihrem Osprey Rucksack durch die Welt reist und statt 80 nur noch 40 Liter zu Verfügung hat, will ich heute mal aus meiner Sicht verraten.

Am Ende des Beitrages wartet zudem eine kleine Überraschung auf dich! Denn es gibt gleich drei coole Osprey Farpoint 40 zu gewinnen!

Mit einem Osprey Rucksack um die Welt!

Von 80 auf 40 Liter

Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie Line damals, kurz nachdem wir quasi zusammen gekommen sind, mit einem großen und einem kleinen Koffer in Handgepäcksgröße von Deutschland zum Studium nach Schottland zog. Das erste Mal trafen wir uns in Edinburgh wieder, wo sie mit ihrem silbernen Koffer auf mich am Flughafen wartet, weil wir zwei Nächte gemeinsam in dieser Stadt verbringen wollten. Und ich spreche nun nicht vom Handgepäcks-Koffer – der war nämlich lila.

Ich glaube, sie fragt sich heute genauso wie ich damals, warum sie eigentlich so viel dabei hatte. Ich hatte nämlich nur einen Rucksack dabei und wollte aber gleich zwei Wochen in Schottland bleiben.

So zogen wir ihren Koffer vom Bahnhof über den holprigen Asphalt bis zu unserem Hotel. Danach – ganz der Gentleman eben – schleppte ich diesen noch die engen Treppen hoch und schon lag er in unserem kleinen Zimmer, und versperrte uns wunderbar den Weg.

Aber da konnte ich getrost drüber hinwegsehen, denn ich hatte eh nur Augen für Line. Ich war eben total verliebt in diese Kofferreisende, wieder studierende PR-Managerin mit französischem Nachnamen.

Wir erkundeten Schottland zusammen, verbrachten ein paar Tage in Glasgow oder trafen uns auch mal fürs Wochenende in London. Sie immer mit ihrem großem Koffer, ich mit Rucksack.

Shoppen gehörte bei diesen Trips immer mit zum Programm und neben ihrem Koffer hatte Line natürlich mindestens eine schicke Handtasche dabei – aus echtem schwarzen Leder, mit goldenem Reißverschluss und von einer bekannten Designer-Marke versteht sich.

Es folgte der gemeinsame Umzug nach Schweden und später in meine alte Wohnung nach Berlin. Denn Line hatte einen Job als PR-Managerin für ein namhaftes Berliner Modelabel angeboten bekommen und war Feuer und Flamme.

Vorher ging es noch für zwei Wochen zusammen nach Barcelona, natürlich wieder mit dem mir bereits nun mehr als bekannten, silbernen Koffer, dessen Rollen mittlerweile nicht mehr ganz so wollten, wie wir und der jeden Trip vom Flughafen in die Stadt zur Hölle machte.

Wir verbrachten den Sommer gemeinsam in Berlin, richteten meine oder besser nun unsere Wohnung neu ein, Line ging jeden Tag arbeiten und ich bloggte. Nach zwei Monaten war klar: Die Modewelt ist einfach nichts für Line und überhaupt, Karriere und der normale 9-5-Job sind auch nicht wirklich das Wahre.

Sie kündigte und ging im August 2014 fürs letzte, halbe Semester zurück nach Schweden, natürlich wieder mit dem mir mittlerweile fast schon verhassten, silbernen Koffer und seinen nervigen, nicht funktionierenden Rollen.

Als ihre Vorlesungszeit endlich vorbei war und nur noch ihre Masterarbeit ausstand, die sie zum Glück von überaus schreiben durfte, entschlossen wir uns für unsere erste gemeinsame, größere Reise.

Es sollte nach Bangkok, Chiang Mai, Hongkong und Singapur gehen. Unser erstes große Abenteuer. Nur sie und ich, ganz ohne ihren blöden Koffer. Auch Line war klar: Es muss ein neuer her.

“Ein neuer Koffer?”, guckte ich sie fast schon entsetzt an.

“Ähm, ja klar, warum nicht.”, schaute mich Line ein wenig eingeschüchtert an.

Ein Glück, dass ich gerade ein paar Tage zuvor den neuen Osprey Rucksack Farpoint 40 zum Testen zugeschickt bekommen hatte und Line überzeugen konnte, dass es nicht wirklich Sinn macht, jetzt einen neuen Koffer zu kaufen, wenn wir doch einen brandneuen Osprey Rucksack hier haben und mein anderer Rucksack ebenfalls noch recht neu ist.

Sprich, sie könnte doch einfach den Osprey Rucksack nehmen!

Line guckte mich etwas irritiert an, schließlich war sie noch nie in ihrem Leben mit Rucksack gereist, sondern immer nur mit Koffern. Und nun sollte es gleich ein Handgepäcks-Rucksack sein?

Neues Abenteuer Handgepäck!

Ich muss sagen, dafür liebe ich Line ja, denn sie macht einfach jedes Abenteuer mit! Statt lange nachzudenken oder stundenlang mit mir zu diskutieren sagte sie einfach “ja”.

Ja zum neuen Osprey Rucksack und ja zum minimaoistischen Reisen mit Handgepäck.

Ich bestellte ihr noch ein paar praktische Packingcubes, zeigt ihr, wie sie beim Packen richtig viel Platz sparen kann und bald ging es schon ans erste Probepacken für sie.

Da es für uns nur nach Asien gehen sollte, war es nicht schwer auszuwählen, was wir alles mitnehmen sollten, denn leichte Sommerklamotten sollten völlig ausreichten. Und ich weiß noch heute, wie Line und ich gemeinsam im Wohnzimmer saßen und unsere Handgepäcks-Rucksäcke für unsere erste größere, gemeinsame Reise packten.

Line war ganz schön erstaunt, wie wenig sie für einen mehrwöchigen Trip eigentlich brauchen würde und wie viel dann gleichzeitig doch mit der richtigen Packstrategie in ihren 40 Liter Osprey Rucksack passte.

Wenn ich mich richtig erinnere, war es eine längere Jeans, zwei Röcke, drei Kleider, drei Tops, vier T-Shirts, ein Bikini, zwei BHs, Unterwäsche, ein paar Socken, ein Sweater, ein Cardigan, eine Regenjacke ein Paar FlipFlops und ihre Nikes. Plus der typische Kosmetikkram in Handgepäcksgröße, ihre Kamera, ihr Laptop, diverse Akkus und Kabel, und ihre Festplatte.

Erste Reise mit Osprey Rucksack

Ich glaube, diesen Moment werden Line und ich nie vergessen: Wir machten uns mit unseren beiden Rucksäcken von Köln auf zum Frankfurter Flughafen, checkten bei Thai Airways am Schalter ein und als wir die Frage der Frau am Check-in-Schalter, ob wir unser Gepäck zum Einchecken nun aufs Band legen wollen, damit beantworteten, dass wir kein Gepäck zum Einchecken hätten, guckte sie uns leicht ungläubig an und wir grinsten wie so zwei Honigkuchenpferdchen.

Alles, was wir brauchten, hatten wir auf unserem Rücken und uns an der Hand. Die erste Reise nur mit Handgepäck konnte losgehen!

In Bangkok angekommen, konnten wir direkt durchlaufen und mussten nicht wie alle anderen ewig lang aufs Gepäcks warten. Unser Gepäck waren schließlich unsere Rücksäcke. Aber auch der Weg vom Flughafen in unser AirBnB Apartment ging super easy und auch Line war richtig happy, sich nicht mit ihrem alten Koffer abschleppen zu müssen. Ich glaube, spätestens seitdem hat sie diesen sowie komplett abgeschrieben.

Wir reisten bequem mit Handgepäck durch Asien, sparten nicht nur eine Menge Zeit, weil wir nirgendwo am Gepäckband warten mussten, sondern auch eine Menge Geld, weil unsere Handgepäcks-Rucksäcke im Ticketpreis inklusive waren. Ein extra Gepäckstück hätte jeden von uns pro Strecke um die 20 Euro zusätzlich gekostet – das summiert sich bei den ganzen Flügen schnell zu mehreren Hundert Euro zu zweit!

Für Weihnachten kamen wir dann wieder zurück nach Deutschland und kaum ein paar Stunden nach der Landung buchten wir schon unsere Flüge für das nächste große Abenteuer zu zweit: Im Januar 2015 sollte es für mehrere Monate nach Ubud gehen.

Zweites großes Abenteuer nur mit Handgepäck!

Auch diesmal packte Line nur ihren Osprey Rucksack und wir machten uns mit unserem Handgepäck auf den Weg zum Flughafen. Unser Abenteuer sollte aber nicht in Indonesien enden: Wir flogen weiter nach Australien, machten dort einen Roadtrip entlang der Westküste komplett bis hoch nach Darwin, verbrachten ein paar Tage in Sydney und flogen dann sogar noch weiter nach Neuseeland.

Knapp fünf Monate waren wir unterwegs und all das nur mit Handgepäck! Auf der Südinsel Neuseelands war es allerdings gerade Herbst geworden und deshalb nicht ganz so warm, wie in den Ländern, in denen wir zuvor gemeinsam unterwegs waren. Trotzdem kamen wir mit unseren Sachen super zurecht und haben nicht einmal gefroren.

Line hatte diesmal sogar weniger dabei als bei unserem ersten Trip zuvor und wir waren einfach nur mega glücklich, dass wir nicht so viel mit uns mitschleppten. Kein langes Gepacke, kein Gewarte beim Check-in zur Gepäckaufgabe – wir konnten mit unseren Rucksäcken schließlich direkt zur Sicherheitskontrolle durchlaufen – oder am Gepäckband, kein nerviges Geschleppe und keine Möglichkeit, dass das Gepäck verloren gehen könnte.

Spätestens seit dieser langen Reise ist Line ebenfalls total angetan von Reisen mit Handgepäck und noch viel mehr von ihrem Osprey Rucksack!

Wie das Reisen mit Handgepäck verändert

Aber es hat sich noch viel mehr getan, sowohl bei Line als auch bei mir! Nachdem wir dann im Mai 2015 wieder zurück in Deutschland und noch ein paar weitere Trips nur mit Handgepäck machten – es ging zum Beispiel nach Südtirol, durch Norddeutschland und zum Surfen nach Marokko – entschlossen wir uns dazu, ganz und gar minimalistisch zu leben.

Wir verkauften oder verschenkten fast alle unsere Sachen, kündigten unsere Wohnung, meldeten uns aus Deutschland ab und zogen im Oktober 2015 wieder los.

Alles, was wir noch besitzen, befindet sich entweder in unseren kleinen Handgepäcks-Rucksäcken auf unseren Rücken oder in unseren drei Kisten in einer Lagerbox in Berlin.

Line hat schon gar keine Lust mehr auf shoppen und kauft nur noch selten neue Klamotten. Eben dann, wenn neue gebraucht werden. Generell kaufen wir heutzutage mehr funktionale Anziehsachen, die sich gut für Abenteuer draußen in der Natur eignen und vor allem eins sind: leicht!

Ich muss sogar zugeben, dass Line mittlerweile schneller ihren Osprey Rucksack gepackt bekommt, als ich meinen! Insgesamt hat sie auch nur 12 Kilo Gepäck dabei, wovon allein ihr MacBook Air 1,3 Kilo wiegt. Dazu kommen dann noch der Roost, die Tastatur, Maus, Adapter und Kabel. Dabei hat Line immer noch Platz in ihrem Osprey Rucksack. Und fürs Packen braucht sie nur fünf Minuten…Manchmal frage ich mich echt, wie sie das macht!

Es ist wirklich krass, wie sehr sie sich seit sie mit ihrem Osprey Rucksack und nur noch mit Handgepäck unterwegs ist, verändert hat. Shoppen und Klamotten spielen überhaupt keine Rolle mehr in ihrem Leben. Sie ist sogar die Erste, die sagt, dass sie keine Lust mehr hat, wenn wir dann doch mal neue Anziehsachen kaufen gehen.

Sich ein neues Outfit zu kaufen, einfach, weil sie dieses vielleicht schön findet, macht sie nicht wirklich. Denn für das Geld könnte sie schließlich eine Kajaktour in den Everglades machen! So denkt Line mittlerweile und so sollte meiner Meinung nach eigentlich jeder denken.

Denn ein neues Outfit findest du vielleicht ein paar Tage cool, aber danach wird es doch eh nur in den Kleiderschrank zu all den anderen Klamotten geworfen – bis es irgendwann vergessen ist.

Ein Abenteuer hingegen bleibt für immer in deinem Kopf und du wirst es so schnell nicht vergessen!

Ich glaube, das eigentliche Abenteuer am Reisen mit Handgepäck ist nicht wirklich das Reisen mit wenig Sachen und das leichte Packen an sich, sondern viel mehr, wie es dich verändert. Line hat früher immer einen 80 Liter Koffer hinter sich hergezogen, ist gerne shoppen gegangen und hat sich des öfteren neue Sachen gekauft – einfach, weil es sie in irgendeiner Art und Weise befriedigt hat.

Heute hat sie nur noch ein paar Outfits und trägt sogar Birkenstock-Sandalen, etwas, was sie sich früher nie hätte vorstellen können. Sie hasst es, auch nur einen Fuß in einen größeren Klamotten-Laden zu gehen, und statt schicke Handtaschen rumzuspazieren, trägt sie bei kleineren Abenteuern ihren Tagesrucksack.

Und für alles andere reicht ihr Osprey Farpoint 40 mit dem sie jetzt schon in diversen Ländern war und einige Abenteuer erlebt hat.

Seit Oktober sind wir nun schon wieder ununterbrochen unterwegs, zuerst ging es wieder nach Asien, weiter nach Südafrika, wo wir mehrere Monate in Kapstadt lebten und einen Roadtrip entlang der Garden Route machten, dann nach Zell am See-Kaprun in Österreich, in die USA, nach Tarifa, Bali und vor kurzem nach Sri Lanka, wo wir gerade ein wenig surfen und einfach nur das Leben genießen.

Denn das ist es, was Line heutzutage glücklich macht oder wahrscheinlich schon immer machte: Reisen und unvergessliche Abenteuer erleben! Und ich bin so froh, dass sie dieses Abenteuer und all die anderen mit mir mitmacht!

Heute kann sie sich kein anderes Leben mehr vorstellen und erst recht nicht, wie sie diesen silbernen Koffer mit seinen nervigen Rollen so lange hinter sich herziehen konnte.

Denn es ist einfach so: Wenn du nur mit Handgepäck reist, wird du einen riesen Ballast los. Und glaub mir, es gibt kaum etwas Befreienderes!

 

Sebastian Canaves
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