Pocast: Internetsicherheit auf Reisen mit Simon-Kai Specka

Vietnam - Reise

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass in jedem öffentlichen W-LAN deine Daten mitgelesen und ganz einfach geklaut werden können? Nein? Dann wird es Zeit, dass du dich mit diesem Thema beschäftigst, denn vor allem auf Reisen außerhalb Deutschlands bist du nur wenig geschützt. Bevor du jetzt aber in Panik gerätst, kann ich dich beruhigen, denn es gibt Anwendungen, die dich bei deinem nächsten Abenteuer mit dem nötigen Schutz und sogar noch weiteren nützliche Features versorgen!

Simon kennt sich mit dem Thema Internetsicherheit bestens aus und hat die Anwendung ZenMate für sicheres Surfen, egal wo du bist, entwickelt. In dieser 25. Off The Path Podcast Folge spreche ich mit ihm zum Beispiel darüber, wie deine Daten auf Reisen geklaut werden, wie du dich davor schützt und wie du mit der Anwendung sogar richtig Geld sparen kannst.

Erfahre in dieser Episode über Internetsicherheit auf Reisen:

  • Was passieren kann, wenn du nicht sicher im Internet surfst
  • Wie dir auf Reisen ganz einfach Daten geklaut werden können und wie du dich davor schützt
  • Wie du mit ZenMate auch Seiten, die in gewissen Ländern gesperrt sind, aufrufen kannst
  • Wie du mit ZenMate sogar bei der Flugbuchung sparen kannst
  • Was der Schutz kostet
  • Wie du ein Premium-Account für ein Jahr gewinnen kannst

Shownotes über Internetsicherheit auf Reisen:

 

Sebastian: Herzlich Willkommen zu einer neuen Off The Path Podcast Folge! Heute sprechen wir über ein Thema, das auf den ersten Blick beim Reisen gar nicht wichtig erscheint: Internetsicherheit. Wenn wir unterwegs sind, dann müssen wir auch auf unsere Daten achten, die wir so durch die verschiedenen Kabel weltweit schicken, denn viele Leute haben da nichts Gutes mit vor und sie liegen quasi auf dem Präsentierteller. Deshalb habe ich heute den Simon von ZenMate dabei, der Profi auf dem Gebiet ist. Simon, herzlich Willkommen!

Simon-Kai: Herzlich Willkommen, vielen Dank! Und ich freue mich sehr, mit dir zu sprechen, Sebastian.

Sebastian: Wir sprechen über das Thema Internetsicherheit auf Reisen, weil es einfach ein Thema ist, wo viele Leute nicht dran denken, dass man darauf achten muss, wenn man unterwegs ist. Ich bin bestimmt auch so ein Kandidat, der lange Zeit nicht daran gedacht hat, wenn ich mich ins Online Banking in Thailand einlogge, dass ich da vielleicht meine Daten sichern sollte, bzw. dass meine Daten überhaupt nicht sicher sind. Das wusste ich nicht. Merkst du das auch, dass viele Leute ziemlich unvorsichtig im Internet unterwegs sind und hast du vielleicht sogar ein paar Horrorgeschichten für uns, gleich zu Anfang, weil das ja auch dein Job ist?

Simon-Kai: Definitiv. Da kann ich ein paar Themen erzählen. Ich gebe dir Recht, nicht jeder hat das Thema Internetsicherheit, gerade auf Reisen oder im Ausland, immer auf dem Schirm, was eigentlich um so schlimmer ist, weil genau beim Reisen hat man oft ganz starke Angriffspunkte. Ein paar Geschichten, die man immer wieder hört und einer der beliebten Angriffspunkte für Hacker sind öffentliche Wifi’s. Es gibt fast keinen Ort, wo man öffentliche Wifi’s so viel benutzt, wie auf Reisen. Beispiel: Du kommst am Flughafen an, willst nochmal schnell die E-Mails nachgucken, benutzt einfach das offene Flughafen Wifi. Du bist im Hotel, kommst dort an, benutzt dort das Hotel Wifi, wo sozusagen alles, was du im Internet machst, über den Systemadministrator des Hotels geht und auch gefiltert wird und man sehen kann, was du machst. In verschiedenen Cafés oder am Strand gibt es inzwischen auch in vielen Ländern W-LAN. Gerade in Ländern, die nicht Deutschland sind, wo es keine Störerhaftung gibt, da ist das ganz häufig, dass man öffentliche W-LANs hat. Das ist einer der zentralen Angriffspunkte. Im W-LAN gibt es zum Beispiel Tools wie Wire Shark und auch verschiedene andere Tools, die mitlesen können, was du im Internet machst. Das ist die eine Komponente, dass öffentliche W-LANs, die nicht abgesichert sind, ein starker Angriffspunkt für Hacker sind, um deine Daten, Passwörter oder Kreditkartendaten mitzuschneiden.

Sebastian: Krass!

Simon-Kai: Das ist die eine Komponente. Es gibt aber auch noch eine interessante, andere Komponente, die auch enorm wichtig ist beim Reisen. Nämlich wenn du zum Beispiel in ein Land fährst, wo das Internet restriktiert ist. Also stell dir vor, du fliegst nach Vietnam und möchtest da Facebook benutzen, weil du zum Beispiel mit deinen Freunden sprechen willst und ihr euch da verabreden wollt. So ist damals auch die Idee zu ZenMate entstanden lustigerweise.

Sebastian: Das bedeutet also, dass ZenMate dann quasi als VPN gilt. VPN steht für Virtual Personal Network oder für Private Network.

Simon-Kai: Virtual Private Network.

Sebastian: Private Network. Ich habe das ja eigentlich auch noch nicht so ganz kapiert. Also, was ZenMate eigentlich macht oder was ein VPN macht ist, er sagt dem Browser bzw. dem Internetanbieter in Vietnam oder China zum Beispiel, wo Facebook restriktiert ist und du keinen Zugriff drauf hast: Der Browser ist gerade nicht in China, sondern er ist in Deutschland.

Simon-Kai: Genau. Also wir beschränken uns nicht nur auf den Browser, aber wie du es dir im Prinzip vorstellen kannst: Normalerweise gehst du als Person mit deinem Gerät – und das kann jedes Gerät sein; das kann dein Computer sein, dein Mobiltelefon – direkt ins Internet und schaust dir eine Zielseite an. Wenn du ein Produkt wie unseres benutzt, dann stehen wir sozusagen zwischen dir und dem Internet. Das heißt, du verbindest dich erstmal mit einem hochverschlüsselten Tunnel zu uns in unsere Infrastruktur und weil der Tunnel so stark verschlüsselt ist, kann dich dann auf diesem Weg von dir ins Internet in einem öffentlichen W-LAN niemand mehr hacken. Das ist der eine Vorteil und dabei haben wir eben nicht nur die Browser Plugins. Dafür sind wir besonders bekannt, weil das eine super einfache 1 Klick Lösung ist, die man ganz schnell installiert hat. Aber wir haben eben auch Applikationen für Mobiltelefone, wir haben auch vollwertige Desktop Applikationen, die den ganzen PC absichern und diese Programme bauen einfach nur eine verschlüsselte Verbindung in unsere Infrastruktur auf und von dort aus gehst du erst ins öffentliche Internet. Das heißt, du hast auf dem Weg von dir ins Internet diesen extra Schutz im Wifi durch den verschlüsselten Tunnel. Gleichzeitig kannst du dir aussuchen, aus welchem Land du ins Internet eintrittst. Das kann ein anderes Land sein als das, in dem du gerade bist. Dementsprechend kannst du gewisse Sperren umgehen und hast natürlich auch mehr Privatsphäre, weil nicht mehr deine öffentliche IP sichtbar ist, also dein Hauptidentifizierungspunkt, sondern auch unserer. Und durch unseren gehen natürlich Millionen von Kunden die ganze Zeit, sodass du auch mehr Privatsphäre hast.  

Sebastian: Okay, krass! Jetzt habe ich 10.000 Fragen. Also: In Bildern gesprochen, wenn ich mich gerade hier in Kapstadt ins Internet einlogge ganz normal über mein Handy, dann bin ich quasi eine Nacktschnecke. Ich bin angreifbar. Und wenn ich jetzt mit einer VPN, wie zum Beispiel ZenMate ins Internet gehe, dann bin ich quasi eine richtige Schnecke mit einem Panzer, also ich bin gesichert.

Simon-Kai: Sozusagen, ja. Hoffentlich nicht in Schneckengeschwindigkeit, sondern schon schneller.

Sebastian: Okay, okay, genau, ja.  

Simon-Kai: Aber genauso kannst du es dir im Prinzip vorstellen. Ganz vereinfacht gesagt, gehst du nicht mehr nackig ins Internet, sondern du hast einen Rundumschutz, dass deine Verbindung verschlüsselt ist und du nicht direkt auf die Zielseite gehst, sondern durch unsere Infrastruktur, wo wir auch Malware herausfiltern zum Beispiel. Oder wir haben Filterprogramme drin, die sozusagen böse Seiten herausfiltern und dich warnen, was aber eher ein sekundäres Feature ist. Wir haben mehrere Features, dass du verschlüsselt ins Internet gehst und auf dem ersten Weg, wenn du zum Beispiel in Kapstadt im Hotel oder am Flughafen, irgendwo im öffentlichen W-LAN bist oder im Starbucks gerade einen Kaffee trinkst, dann eben nicht mehr schutzlos unterwegs bist.

Sebastian: Okay, cool! Dann habe ich noch was aufgeschnappt vorhin. ZenMate habe ich zum Beispiel nur als Chrome Extension in meinem Browser gespeichert. Da habe ich hier oben dann mein Schutzschild, da klicke ich drauf und mache es an. Aber, wenn ich jetzt zum Beispiel über Slack oder einen anderen Browser ins Internet gehe, dann ist das natürlich nicht gesichert. Da meintest du ja zum Beispiel, ihr habt da einen Rundum-Ding.

Simon-Kai: Genau. Wir sind auf allen Plattformen vertreten. Unser populärstes Produkt, eben gerade wegen der Einfachheit, ist unsere Browser Extension. Die haben wir für den Chrome Browser, aber auch für Firefox oder Opera. Die ist super beliebt geworden, weil es wirklich eine Ein-Klick-Lösung ist, die ganz simpel zu installieren und ganz einfach zu benutzen ist und nur ein paar Sekunden dauert, bis alles installiert ist. Wir haben aber auch für Leute, die sagen “Mir reicht das nicht nur den Browser abgesichert zu haben” eine vollwertige Applikation für die Telefone, also für Android oder iOS. Das ist eine App, die auf deinem Mobiltelefon auch alles absichert, nicht nur den Browser auf dem Mobiltelefon, also Safari auf iOS zum Beispiel, sondern wirklich alle Apps, die auf dem Mobiltelefon sind. Auch deine Facebook App, auch deine Twitter App. Das ist ein vollwertiger Telefonschutz und dann haben wir auch noch vollwertige Desktop Applikationen, die deinen ganzen Computer und jegliche Internetverbindungen von deinem Computer ins Internet absichern. Also zum Beispiel auch im Slack, auch im Skype, Evernote, Wunderlist, was immer du noch benutzt. Da sind wir praktisch auf allen Plattformen vertreten.

Sebastian: Das ist furchtbar interessant, weil ich habe darüber nie nachgedacht. Ich nutze zum Beispiel solche VPNs aus dem Ausland, wenn ich mein eBanking mache. Wenn ich mich halt irgendwo einlogge, dann denke ich natürlich “Ach ja, das macht Sinn. Mein Geld muss natürlich geschützt sein”. Aber ich habe noch nie darüber nachgedacht, wenn ich irgendwo am Flughafen lande. Das ist ja auch das allererste was ich mache. Erstmal W-LAN und wenn ich mich dann da einlogge mit dem Smartphone und dass die Daten nicht gesichert sind, da habe ich noch nie drüber nachgedacht.

Simon-Kai: Genau. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, gerade, wenn man im Urlaub ist. Für die meisten Menschen ist es ja das absolute Highlight des Jahres. Man hat dann Tausend andere Sachen im Kopf, als über Internetsicherheit nachzudenken, verständlicherweise. Und genau das ist aber auch das Problem, was es so schlimm macht, weil genau zu diesen Zeiten haben Hacker auch ein besonders einfaches Spiel. Genau da, wo man nicht daran denkt, wo man einfach irgendein W-LAN benutzt, das gerade offen ist. Es gab mal verschiedene Tests, auch verschiedene Organisationen, die so einen Test gemacht haben, und die sich zum Beispiel auf einer großen Messe oder an den Flughafen gestellt und einfach ein fake Wifi aufgemacht haben. Also stell dir vor, du bist in Kapstadt am Flughafen, dann siehst du da ein Wifi, das heißt “Free Wifi Kapstadt Airport” und du verbindest dich damit. Das ist aber gar nicht das Wifi vom Kapstadt Airport, sondern von irgendjemandem, der eine Art Honeypot, also eine Art Fangfalle aufgestellt hat, mit der du dich dann verbindest. Du gehst damit auch ins Internet, aber die Person dahinter, liest halt alles mit. Da gab es mal ein paar Tests, das hat ein Anbieter gemacht und die haben in vier Stunden mehr als 8 Millionen Datenpakete abgefangen und von über 2.000 Nutzern. Weil da einfach jeder vorbeiläuft, die Handys oder Rechner verbinden sich automatisch mit dem Wifi, das offen ist und da hat er in nur vier Stunden 8 Millionen Datenpakete von 2.000 Nutzern abgefangen und das besonders in Flughäfen, in Cafés, am Hotel. Gerade eben in Ländern, wo es keine Störerhaftung und ganz viele öffentliche W-LANs gibt schützt ein VPN besonders.

Sebastian: Krass! Das ist echt verrückt. Das macht einfach Sinn. Bei mir gehen gerade ganz viele Glocken an, wo ich sage, okay, ich muss – na gut, mein iPhone ist gestern kaputt gegangen – aber das nächste iPhone, was ich mir kaufe, da kommt dann ein VPN drauf, weil daran habe ich ja noch nie gedacht. Das macht total Sinn. Du sagst, diese Honeypots, diese W-LANs, Free Wifi… Ey, wie oft ich mich in diese Scheiße eingeloggt habe und dann hat es noch nicht mal funktioniert und wahrscheinlich hat mir irgendjemand irgendwelche Daten geklaut oder so was.

Simon-Kai: Das ist ein relativ prominenter Fall, ja.

Sebastian: Erklärt diese ganzen Viagra E-Mails, die ich seit kurzem bekomme.

Simon-Kai: Vielleicht.

Sebastian: Krass! Aber, jetzt hast du vorhin auch noch etwas erwähnt, wo bei mir auch schon wieder so eine Glocke angeht und ich denke “Boah, das kann man für Reisen total geil nutzen”, weil du meintest: Ich kann ja meine Location mit dem VPN ändern. Zurzeit ist meine Location immer Deutschland, weil ich halt im Ausland bin. Wenn ich jetzt hier in Kapstadt die Tagesschau anschauen möchte, geht das nicht. Weil das ja auch nur für deutsche IP Adressen gesichert ist. Also mache ich den VPN an und schaue mir hier die Tagesschau an. Aber: Ich könnte es ja auch nutzen, wenn ich in Deutschland bin zum Flüge buchen und dadurch irgendwie ein Land nutzen, was günstiger ist.

Simon-Kai: Genau. Das ist relativ bekannt inzwischen ja auch. Auch wahrscheinlich eher bei den Leuten, die mehr reisen und jetzt Profis, wie bei dir. Aber wahrscheinlich auch den meisten deiner Zuhörer. Flugbuchmaschinen oder Hotelbuchanbieter machen ein Pricebitting, bieten also je nach Landesherkunft unterschiedliche Preise an. Das ist natürlich nicht der einzige Faktor, sondern es werden auch so Sachen getrackt, wie das Device als solches, mit dem du dir das anguckst. Wenn du einen Windows Rechner hast mit einem alten Windows Betriebssystem, vermuten die wahrscheinlich, dass du weniger kaufkräftig bist, als jemand, der sich mit einem nagelneuen iPhone die Website anguckt.

Sebastian: No way!

Simon-Kai: Das heißt, die Sachen fließen da auch rein. Und dagegen ist es auch ein bisschen schwieriger sich zu schützen. Aber VPN wäre der erste Schritt, dass du zum Beispiel ein anderes Land auswählst und schaust. Ich habe dann auch öfters mal ganz nebenbei 20 oder 30 € bei der Flugbuchung gespart.

Sebastian: Nee, ich meine, wenn ich ein Around the World Ticket für sagen wir mal 3.000 oder 4.000 € oder noch mehr buche, dann nehme ich nicht den Euro, dann nehme ich den Kanadischen Dollar oder den Südafrikanischen Rand und spare mir dadurch ein paar Hundert Euro durch die Preisunterschiede und die Währungsunterschiede.

Simon-Kai: Genau, da kann das dann definitiv schonmal stark zu Tage kommen, auf jeden Fall. Was man noch bedenken muss: Anbieter arbeiten mit verschiedensten Mechanismen, IP und die Landesherkunft ist eine davon. Aber auch andere Parameter wie verschiedene Cookies, die eventuell gesetzt werden in deinen Browser, womit der Anbieter sehen kann “Ah, der Sebastian war ja schonmal hier vor einer Woche, da hat er ein iPhone gehabt. Jetzt kommt er aber irgendwie aus einem anderen Land. Damals ist er aber aus dem Land gekommen”, spielen eine Rolle. Wir bei ZenMate haben auch weitere Produkte. Wir bauen ja eine gesamte Produktfamilie auf für Onlineschutz von Kunden unter einer Marke und einem Account. Und wir haben auch ein Produkt, das ist die ZenMate Web Firewall. Die gibt es auch im Store zu finden. Die blockt diese ganzen Tracker und blockt eben auch diese ganzen Tracking Cookies, sodass diese Anbieter dich gar nicht mehr identifizieren können. Das ist eben auch ein Vorteil. Da sind noch mehr Funktionen drin, wie ein Malware Schutz und ein Phishing Schutz, aber wenn man diese beiden Produkte zusammen benutzt – zum Beispiel die ZenMate Web Firewall und die ZenMate VPN und sich das aus einem anderen Land mal anguckt, dann hat man wahrscheinlich öfters mal ein paar Punkte, wo man auch sparen kann, ja.

Sebastian: Cool! Ist das jetzt quasi ein gesondertes Produkt, was ich mir dann holen muss, also ein anderes Plugin, wo ich dann zwei Sachen mit machen kann?

Simon-Kai: Genau. Das ist ein zweites Plugin. Das eine, das kann aber auch genau wie das andere, immer im Hintergrund laufen, ohne dass man es groß merkt.

Sebastian: Cool. Das schaue ich mir mal genauer an. Aber das kann sich für solche großen Investitionen fast lohnen. Wenn man so ein Around the World Ticket für mehrere Tausend Euro bucht, dann kann das schon was bringen.

Simon-Kai: Richtig, das kann einem auf jeden Fall helfen.

Sebastian: Du sitzt ja an der Quelle. Erzähl doch mal ein paar Geschichten, die du mal gehört hast von Leuten, die halt nicht so aufgepasst haben auf Reisen. Hast du schonmal mitbekommen, dass irgendwer ein paar Tausend Euro Internetbanking weniger hatte auf dem Konto?

Simon-Kai: Das hört man natürlich immer. Das ist nichts unbedingt Reisespezifisches, weil das Internet ist einfach global und in jedem Teilbereich des Lebens heute vertreten. Und diese Probleme, die damit auftauchen, die können in Deutschland im Café genauso auftauchen wie in Kapstadt oder Malaysia. Das hört man natürlich immer wieder. Das ist dann eher auf Themenbereiche beschränkt. Also wie, das ist jemand im öffentlichen W-LAN passiert und nicht in einem spezifischen Land. Eine Sache, die im Land vielleicht öfters auftritt und so ist mir auch die Idee für ZenMate aufgekommen: 2011 habe ich mal in Malaysia gelebt und bei einer kleinen Unternehmensberatung gearbeitet. Einer meiner besten Freunde ist Vietnamese. Er ist in Deutschland aufgewachsen, aber in Vietnam geboren. Und der war zu der Zeit auch in Vietnam, um da zu arbeiten. Wir haben uns zum Backpacken verabredet und haben gesagt “Wir haben beide Urlaub, klasse. Wir machen mal einen kleinen Süd-Ost-Asien Rundtrip”. Und ich habe gesagt, ich fliege jetzt erstmal zu ihm nach Vietnam und wir wollten uns eben da verabreden. Er hat mir die ganzen Daten geschrieben vom Hotel, wo wir uns treffen, wo das Hotel ist, alles im Facebook. Wir haben die ganze Zeit über den Facebook Messenger kommuniziert und wollten uns dann eben in Vietnam treffen. Als ich in Vietnam in Hanoi am Flughafen angekommen bin, da wollte ich Facebook aufmachen und Facebook ist in Vietnam aber geblockt, sodass ich nicht auf die ganzen Hoteldaten zugreifen konnte. In der E-Mail hatte ich es nicht, ich hatte es wirklich nur in Facebook, wo er mir das geschrieben hat, weil er mir das organisiert hat. Das ist natürlich ein unfassbar großes Ärgernis, das gilt für Reisende, genauso wie für Experts, wenn man im Ausland ist. Man denkt, man kann das Internet benutzen, wie man es gewohnt ist, kommt aber auf einmal in einem Land an, wo das Internet sich anders verhält oder ganze Services geblockt sind. In Vietnam kann das Facebook sein, in der Türkei war es zum Beispiel zeitweise Twitter, wo die Regierung das geblockt hat. Und das ist dann natürlich auch ein Service, wo wir auch zum Tragen kommen neben dem Internetschutz, dass man in öffentlichen W-LANs nicht gehackt werden kann, auch der Schutz und Vorteil, dass man als Reisender oder als Reisende, das Internet im Ausland benutzen kann, wie man es von zuhause gewohnt ist. Und so ist damals die Idee zu ZenMate entstanden und hat sich dann sukzessive weiterentwickelt.

Sebastian: Viele, die vielleicht gar nicht so viel reisen können es zuhause anwenden. Bestes Beispiel ist die liebe, nette GEMA, wenn sie mal wieder sagt, dass ein Youtube Video nicht abspielbar ist, dann macht man einfach ZenMate an und dann geht es auf einmal.

Simon-Kai: Das ist ein Nebeneffekt, der damit auch möglich ist, das ist richtig. Das ist nicht unser primärer Use Case, aber das ist ein technisches Beiprodukt sozusagen, was dann auch so funktioniert.

Sebastian: Cool. Wie technisch versiert muss ich sein, um ZenMate nutzen zu können?

Simon-Kai: Gar nicht. Du musst wissen, was ein Browser ist und dass du damit ins Internet gehst und das reicht eigentlich, um dir ZenMate zu installieren. Das ist eine ganz einfache Ein-Klick-Lösung, dauert zwei, drei Sekunden und dann hast du das Plugin installiert und runtergeladen und kannst es benutzen.

Sebastian: Okay, cool. Für alle die jetzt zuhören, was wäre der Idealfall? Was wäre der Call to Action? Was sollten sie jetzt machen, wenn sie jetzt demnächst eine Reise haben? Wie sollten sie ZenMate im Urlaub nutzen?

Simon-Kai: ZenMate kann in verschiedenen Variationen benutzt werden. Wenn wir sagen, die Reise hat noch nicht angefangen und ich bin jetzt kurz vor der Reisebuchung, dann würde ich sagen: Ladet euch den ZenMate Browser VPN runter und die ZenMate Web Firewall im Browser und schaut erstmal, ob ihr ein bisschen Geld sparen könnt bei der Flugbuchung. Wenn ihr im Urlaub seid, bevor ihr wegfliegt, würde ich allen empfehlen sich vor allem die ZenMate Mobile VPN App aufs Handy herunterzuladen. Entweder auf Android oder eben auf iOS. Die kann man von unserer Website herunterladen oder direkt von den App Stores. Ich glaube, das ist wichtig, weil die meisten Leute – wahrscheinlich wie wir – wenn sie im Ausland sind und reisen, vor allem ihr Mobiltelefon benutzen. Und gerade dann geht man ja mit dem Mobiltelefon oft übers W-LAN ins Internet, weil man vielleicht kein Datenroaming Paket hat oder einem das zu teuer ist oder es sehr begrenzt ist. Und gerade dann ist man auf Wifi Hotspots angewiesen und gerade in diesen Wifi Hotspots lauern dann eben auch Gefahren. Das heißt, ich würde auch empfehlen neben der Browser Extension die Mobile Apps herunterzuladen, gerade weil man ja auch immer mehr von unterwegs bezahlt übers Handy oder Flüge bucht oder schnell ein Hotel. Und dann kann ZenMate sozusagen die ganze Reise begleiten. Das fängt an bei der Flugbuchung und geht dann vielleicht über den Laptop, wo man sich einen Desktop Client runterlädt und der einen dann schützt, wenn man noch schnell eine E-Mail schreibt am Flughafen. Dann sitzt man mit dem Telefon irgendwo im Café und postet nochmal was auf Facebook oder Instagram. Da ist man dann auch geschützt. Das ist auch unser Anspruch, dass wir nicht nur eine Lösung haben, die einmal funktioniert, sondern dass wir auf jedem Device, auf jedem Gerät, überall unseren Nutzern Schutz bieten können.

Sebastian: Cool! Okay, dann lass uns langsam zum Schluss dieser Folge kommen. Das ist ein sehr, sehr wichtiges Thema, ein sehr spannendes, aber Sicherheit war eigentlich noch nie kostenlos, oder?

Simon-Kai: Nicht immer, relativ kostengünstig, gemessen dafür, was man bekommt. Aber natürlich ist es nicht ganz kostenlos. So wie wir arbeiten – wir sind ja auch eine größere Firma mit über 65 Mitarbeitern hier in Berlin – und wie wir uns finanzieren, ist über ein Freemium Modell. Das heißt, uns ist es ganz wichtig jedem Menschen einen Basisschutz an Internetsicherheit bieten zu können, unabhängig von seinem Einkommenslevel. Das heißt, wir haben ein freies Produkt mit einer abgespeckten Funktionalität. Das ist die Browser Extension. Da haben wir weniger Länderauswahl, wir haben gedrosselte Geschwindigkeit, weil wir ja auch hohe Serverkosten und Infrastrukturkosten haben und eben limitierte Features. Aber dieses Produkt kann erstmal jeder benutzen. Und dann haben wir ein Premium Produkt und das kann jemand, der ZenMate neu installiert, auch 7 Tage kostenlos testen, auf allen Geräten. Wenn die Person sich dann dafür entscheidet und den Wert von dem Service erkennt, dann freuen wir uns natürlich, wenn die Person Kunde von uns wird. Wir sind im Moment bei 7,99 € pro Monat für eine Subscription auf allen Geräten: Desktop, Browser auf Mobiltelefonen, mit viel mehr Funktionalität, 20-30 Serverlocations, die man auswählen kann, und Premium Kundensupport. Das ist das Premiumprodukt, mit dem wir uns finanzieren.

Sebastian: Cool, also 7,99 € dafür, dass man sich keine Gedanken machen muss, auf welcher Website man gerade unterwegs ist.

Simon-Kai: Und man hat ein unrestriktiertes Internet. Das ist richtig.

Sebastian: Genau, perfekt. Super! Simon, vielen, vielen Dank für diese ganzen tollen Infos. Ich fand es wirklich super spannend und ich habe wirklich viel Neues dazu gelernt, obwohl ich schon so viel unterwegs bin, aber ich habe mein VPN nicht immer an und das sollte ich jetzt auf jeden Fall unbedingt ändern, habe ich jetzt gelernt.

Simon-Kai: Hoffentlich. Ja, das wäre auf jeden Fall empfehlenswert. Es war super spannend mit dir zu sprechen und ich hoffe, ich konnte ein bisschen was Interessantes erzählen.

Sebastian: Auf jeden Fall!

Simon-Kai: Ich wünsche natürlich allen Zuhörern ab sofort ein viel sichereres Reisen im Internet.

Sebastian: Doppeldeutig, genau. Zuhause und unterwegs. Super! Vielen, vielen Dank für deine Zeit, für die ganzen Infos und ich wünsche dir noch einen wunderschönen Tag!

Simon-Kai: Vielen Dank, das wünsche ich dir auch! Alles Gute!

Sebastian: Bis dann, tschüss!

Simon-Kai: Ciao!

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Bitte hinterlasse eine Rezension des Off The Path Podcasts aus iTunes.

Bewertungen auf iTunes sind super hilfreich für das Ranking der Show und sind für uns die beste Bezahlung für die ganze Arbeit, die in die Show investiert wird. 🙂

Sebastian Canaves
Sebastian Canaves - Reise
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7 Kommentare

  1. Hi Sebastian,
    Ich muss sagen ich finde diesen Artikel ziemlich gut und ziemlich schlecht zugleich. Was ZenMate anbelangt ist es sicherlich ein super Beitrag. Benutzt man es darf man sich direkt ein Stück sicherer fühlen und antäuschen in verschiedenen Ländern zu sein. Das ist alles ganz cool und ich werde mal das ZenMate Plugin testen.

    Wer nun aber den Podcast gehört hat glaubt direkt er sei überhaupt nicht mehr sicher in freien Netzen. Das stimmt aber gar nicht, denn dafür benutzt man ja verschlüsselte Netze. z.B. Logge ich mich im Flughafen ins freie Netz ein und browse nach http://… >> unsicher. Dann gehe ich nach https://… >> sicher. Dann lade ich was auf meinen server hoch per ftp://… >> unsicher. Aber stfp://… >> sicher. Also wenn man weiß was man tut ist man auch ohne VPN sicher.

    Selbst wenn ich an einem Honeypot klebe kann der mit meinen verschlüsselten Daten wenig anfangen. Brauchst Dir also auch keine Sorgen zu machen dass man Dich ausspioniert hat. Wenn Du einfach auf so etwas achtest und gelegentlich mal Dein Passwort änderst ist alles okay 😀

    Gruß Markus

    1. Danke Markus. Das war mir selbst nicht bewusst!

      Gut zu wissen. Heißt das dann, dass die Daten, die ich über meine Facebook-App oder Internet-Banking App dann sicher sind? Weiß ja nicht, wie und wann sie verschlüsselt werden!

      Also ist man grundsätzlich schon sicherer, wenn man es aktiviert hat oder? Ich bin an so vielen Orten und logge mich in so unheimlich viele WLANS ein, dass ich oftmals gar keine Zeit habe, um zu checken, was nun sicher ist und was nicht!

  2. Hi Sebastian,
    Ich denke mal, dass große Dienste wie Facebook oder Banking Apps, die brisante Daten transportieren, das wohl verschlüsselt tun werden. Aber Du hast recht, bei Apps weiß man es nicht sicher und müsste es erst mal herausfinden.

    Grundsätzlich ist es auf jeder Fall sicherer und unkomplizierter, keine Frage!

    Viele Grüße

    PS: Das ist die Antwort auf den anderen Kommentar bei dem ich nicht direkt antworten konnte…

  3. Hallo Sebastian,

    ich sehe das wie Markus, der Podcast ist sicherlich hilfreich für Leute, die sich noch nie mit der Thematik befasst haben, allerdings macht er auch etwas zu viel Angst. Markus hat recht, grundsätzlich sind viele „große Internetseiten“ schon längst nur noch über https erreichbar und da ist man eher auf der sicheren Seite. Laut heise.de sind sogar 50 % des „kompletten Internets“ so erreichbar.
    Selbst die E-Mail-Apps sollten immer eine verschlüsselte Verbindung aufbauen zum abrufen der Mails.
    Ich benutze fast nie öffentliche Wlans und ich hätte vermutet, dass es alle so machen. Sobald man ein privates Wlan, z.B. vom Hotel, Restaurant, nutzt, welches ein Password benötigt, ist man schonmal eine ganze Ecke sicherer.
    Noch negativ zu Bewerten habe ich die Tatsache, dass keine Alternativen genannt werden und aufgrund des Interview Partners das ganze wie eine Werbeveranstaltung wirkt, das fande ich etwas schade.
    Aber grundsätzlich ist es positiv, das ganze einmal Anzusprechen, denn für mich ist das schon lange absolut selbstverständlich und mir war nicht bekannt, dass anderen Menschen das nicht so bewusst ist wie mir.
    Viele Grüße
    Kai

    1. Danke für deinen Kommentar Kai. Ich kann dir versichern, dass ganz vielen das noch nicht klar ist. Denn auch mir war das vor dem Interview noch nicht wirklich bewusst und habe jedes freie und öffentliche WLAN ob mit oder ohne Passwort genutzt, um zu surfen. Es ist dann doch sehr erschreckend, wie naiv man da rangeht und keinen Gedanken an die eigenen Daten verschwendet!!

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