Reiseblog starten: Richtig einrichten und viel mehr als nur ein Reisetagebuch führen!

So startest du deinen eigenen Reiseblog

Als ich vor mehr als sechs Jahren mit diesem Reiseblog anfing, wusste ich nicht, wie sehr sich mein Leben verändern würde oder überhaupt, wie es sich entwickeln würde. Anstatt eine Karriere im Unternehmen anzustreben, habe ich nun mein eigenes Unternehmen und lebe meinen eigenen Traum.

Ich reise so viel und so lange ich möchte und bin mein eigener Chef. Für mich ist es auch nicht wirklich Arbeit, denn mein Job macht mir unheimlich viel Spaß. Für mich gibt es nichts besseres als sich von einem Abenteuer ins nächste zu stürzen und jeden Tag meiner Leidenschaft nachzugehen: Reisen!

Ich werde oft von anderen gefragt, wie sie das auch schaffen und ihren eigenen Reiseblog starten können. Deshalb habe ich hier meine besten Tipps für dich zusammengefasst und gebe dir eine Schritt für Schritt Anleitung, mit der auch du deinen eigenen Reiseblog starten kannst!

Der Off The Path Reisebloggen Onlinekurs

In unserem Onlinekurs lernst du alles, was du übers Reisebloggen wissen musst, und bringst deinen Reiseblog auf den Erfolgskurs – starte noch heute in das Abenteuer deines Lebens!

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Reiseblog starten: die besten Tipps vom Profi!

Als ich damals mit dem Bloggen startete, hatte ich keine Ahnung von WordPress, Webhosting oder wie Texte richtig geschrieben werden. Ich hatte zwar schon 2006 mit einem kleinen Blog auf Blogspot angefangen und Freunde und Familie an meinem Leben und meinen Reisen teilnehmen lassen, aber allein der Titel des Blogs “Who the Fuck is Seba?!” lies mehr zu wünschen übrig, als dass er wirklich cool war.

Heute weiß ich wesentlich mehr übers Bloggen und habe vor einiger Zeit sogar einen Onlinekurs dazu veröffentlicht – das Blog Camp. Ich liebe es, mein Wissen weiterzugeben und anderen zu helfen, sich ebenfalls mit ihrem eigenen Blog zu verwirklichen. Und wenn du meiner Anleitung Schritt für Schritt folgst, kannst du auch ganz leicht mit deinem eigenen Reiseblog starten!

Sebastian Canaves - Reise
Sebastian Canaves
28. März 2017

So erstellt du in wenigen Schritten deinen eigenen Reiseblog!

Ich empfehle dir, einen WordPress Blog einzurichten. WordPress ist das fortschrittlichste Content Management System mit über 20.000 Erweiterungen und ist meistens kostenlos. Am besten solltest du dir zudem eine selbstgehostete Version von WordPress.org zulegen, damit du auch wirklich unabhängig in der Zukunft bist – hierzu später mehr!

1. Suche eine Domain für deinen Blog!

Hast du schon eine Idee, wie dein Blog heißen soll?

Beim Namen deines Blogs solltest du ein paar Dinge beachten, damit du auch in Zukunft flexibel mit der Ausrichtung deines Blogs bleibst.

Wir Menschen verändern uns gerne. Nur weil du heute super auf das Geld achtest, heißt es nicht, dass du das auch in zwei oder drei Jahren noch machen wirst. Was ich damit meine, ist, dass wenn du den Blog www.superbudgetguide.de registrieren willst und in drei Jahren so erfolgreich bist, dass du nun eher auf vier oder fünf Sterne Hotels stehst, dann passt der Blog nicht mehr zu dir, zu der Person, die hinterm Blog steht.

Wenn du dir alles offen halten willst, dann ist es eine gute Idee, einen ganz persönlichen Blog zu starten. Zum Beispiel “StephaniesAbentuer.de”. So kannst du jederzeit ein Rebranding durchführen und die Ausrichtung deines Blogs ändern. Allerdings solltest du dies nicht allzu oft machen, denn sonst fährst du auf Dauer keine klare Linie!

Wenn du dich für etwas entschieden hast, schau einmal nach, welche Domain du haben willst. Willst du eine .de oder eine .com? Auf UnitedDomains.de kannst du herausfinden, ob deine Domain noch frei ist oder ob eine Alternative in Frage kommt – warte aber noch mit dem Kauf und der Registrierung der Domain!

2. Ist deine Domain auch überall frei?

Bevor du deine Domain kaufst, solltest du noch schauen, ob der Name auch überall im Netz frei ist. Wird er bereits auf Facebook genutzt? Twitter? Instagram? Was ist mit den anderen Seiten?

Um dir viel Arbeit zu ersparen, gibt es ein Tool namens KnowEm.com. Gib hier einfach deinen gewünschten Namen ein und schon werden verschiedene Seiten daraufhin geprüft, ob dein Username noch frei ist. Es ist wichtig, dass du überall den gleichen Namen hast, sonst wird es für deine Leser und Fans später verwirrend, wenn sie überall etwas anderes suchen müssen!

Schau mich an:

http://facebook.com/offthepathcom
http://instagram.com/offthepath
http://twitter.com/offthepathcom

Während die Unterschiede jetzt nicht gravierend sind, ist es schon etwas doof. Denn ich kann auf meine Visitenkarte nicht schreiben: „Social Media @offthepath auf allen Kanälen”, sondern muss jedes einzelne Medium hinschreiben, damit sie entsprechend gefunden werden.

3. Entscheide dich für einen Host!

Jetzt musst du das erste Mal etwas Geld in die Hand nehmen und in deinen Blog investieren. Du kannst zwar auch kostenlos auf Blogpost oder WordPress.com bloggen, aber das würde ich dir nicht empfehlen. Spätestens nach ein paar Monaten wirst du auf einen Eigenhost wechseln wollen und das ist oftmals sehr kompliziert.

Wenn du einen deutschen Host suchst, kann ich dir das Strato WP Plus empfehlen, da du dort zwei Domains inklusive hast – sicher dir also die .de und .com! Außerdem bekommst du automatische Backups und falls mal etwas kaputt geht, bist du so abgesichert. Zudem hast die Möglichkeit, in Zukunft mehrere Seiten in deinem Account installieren zu können.

Strato ist auf jeden Fall eine gute deutsche und für den Anfang deiner Blogger-Karriere die meiner Meinung nach beste Option. Und die tolle Nachricht ist: die ersten sechs Monat bei Strato sind kostenlos und so sparst du dir fast 50 Euro!

Ich hoste Off The Path bei WPEngine.com. Dies ist ein WordPress Service in den USA mit einem Server in Amsterdam, wo meine Seite letztendlich gehostet wird. Was mich bei WPEngine.com begeistert, sind die täglichen Backups, die automatisch erstellt werden. Auch richtig genial sind die Probeseiten, in der ich alle Updates und Änderungen einmal testen kann. Wenn ich also doch mal einen Fehler machen sollte, wird mit einem Klick in wenigen Minuten wieder alles zurück gesetzt und hergestellt.

Das ist schon oft Gold wert gewesen und deshalb zahle ich gerne den Premium Preis, weil ich so auf jeden Fall abgesichert bin, sollte ich mal etwas falsch machen oder sollten ein paar böse Menschen versuchen, den Blog zu hacken.

29 Dollar sind es mir Wert, nachts besser schlafen zu können. Aber das benötigst du für den Anfang nicht wirklich. Da reicht dir das Packet von Strato auch, außer du glaubst, dass du deine Seite aus Versehen schrotten könntest.

4. Wie du einen Reiseblog startest und WordPress installierst

4.1. Melde dich bei Strato an

Zwar gibt es viele Webhoster, die sich lohnen, aber ich erkläre dir die Installation anhand von Strato, da es dort sehr einfach und unkompliziert ist. Dazu musst du dich zunächst bei Strato anmelden.

4.2. Registriere deine Domain

Sobald du dich für ein Hosting-Paket entschieden hast, ist es an der Zeit, auch deine Domain auszuwählen. Im Idealfall weißt du schon vorher, welche Domain es werden soll und ob sie noch frei ist.

Schaue am besten, ob deine Domain mit der Endung .de und .com frei ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du noch nach .net schauen oder etwas kreativer werden. In letzter Zeit sind zum Beispiel Domains mit der Endung .io oder .cc im Trend!!

Strato bietet dir danach noch Sonderleistungen, wie den ListingCoach, aber den brauchst du nicht wirklich. Spare dir die 8,90 im Monat also besser!

Du solltest dann, je nachdem ob du das Paket mit oder ohne Laufzeit gebucht hast, eine Rechnung von 14,90 oder 0 € erhalten.

4.3. Installiere WordPress

Nach dem Bezahlen geht es los. Du kannst WordPress automatisch installieren und die Backups einrichten. Dabei hast du zwei Möglichkeiten:

– Flexibilitäts-Modus
– Sicherheits-Modus

Der Unterscheid zwischen den zwei ist ganz einfach: Beim Flexibilitäts-Modus wirst du bei Updates darauf hingewiesen und du bist dafür verantwortlich, dass Updates durchgeführt werden. Beim Sicherheits-Modus hingegen, wird alles automatisch für dich durchgeführt.

Meine Empfehlung: Starte mit dem Sicherheits-Modus. Gerade am Anfang kann das alles etwas verwirrend sein und du kannst später immer noch in den Flexibilitäts-Modus wechseln.

Du wirst dann Schritt für Schritt durch die Installation geführt und kannst Usernamen und Passwort einrichten.

Das Backup Intervall kannst du dann auch direkt mit einrichten. Dabei hast du die Möglichkeit, zwischen automatischen wöchentlichen und monatlichen Backups auszuwählen.

Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, wöchentliche Backups machen zu lassen, damit der Daten-Verlust im Fall der Fälle nicht allzu groß ist.

5. Richte WordPress für deinen Erfolg richtig ein!

Nun musst du deine WordPress installation richtig einrichten, damit sie für die Zukunft auch gut funktioniert und du flexibel bleiben kannst. Nur so kannst du später weitere Funktionen hinzufügen oder zum Beispiel in mehreren Sprachen bloggen.

5.1. Permalink-Struktur richtig einstellen

Als allererstes solltest du unter Menü -> Einstellungen -> Permalinks deine Permalink-Struktur auf Beitragsname einstellen.

5.2. Die wichtigsten Plugins Installieren

Damit deine WordPress Installation sicher ist und auch deine Inhalte später gefunden werden, solltest du folgende Plugins direkt am Anfang installieren:

1. SEO by Yoast
2. Akismet
3. Google Analytics by Yoast
4. Pretty Link Lite

Um die Plugins zu installieren, gehst du im Menü auf Plugins-> Installieren und musst den Pluginnamen in die Suchleiste eingeben.

1. SEO by Yoast hilft dir, deine Beiträge für Suchmaschinen zu optimieren.
2. Akismet hält Kommentarspam fern.
3. Googla Analytics by Yoast hilft dir schnell und einfach Google Analytics einzurichten, damit du weißt, wie viel Traffic du auf deiner Seite von Anfang an hast.
4. Pretty Link Lite ist ein super Tool, um die wichtigsten Affiliate Links schöner zu machen und sie von einem Ort aus zu verwalten. Wenn du einen Affiliate Link von Amazon zum Beispiel oft verlinkst, dann solltest du das über Pretty Link machen, damit du bei Veränderungen nur den einen und nicht gleich hunderte Links ändern musst.

5.3. Die Kategorie-Struktur

Standardmäßig sehen Kategorie-URLs wie folgt aus: www.meinneuerreiseblog.com/category/australien

Das ist aber nicht so schön. Um daraus www.meinneuerreiseblog.com/australien/ zu machen, musst du im SEO by Yoast Plugin eine Sache ändern.

Dafür gehst du im Menü auf SEO -> Erweitert und klickst den zweiten Tab “Permalinks” an. Jetzt musst du nur noch das Häkchen beim ersten Kästchen unter “Entferne die Basiskategorie (gewöhnlich /category/) von der Kategorie URL” anklicken.

6. Lass deinen Reiseblog gut aussehen!

Ohne wirklich etwas am Design zu machen, sieht ein Blog meistens scheiße aus. Die kostenlosen Themes taugen nicht viel für professionelle Blogs und schreien förmlich nach “schlechter Qualität”.

Deshalb solltest du dich nach einem neuen und besseren Theme umschauen. Am besten beginnst du dafür einmal auf Themeforest.net zu suchen. Dort findest du eine riesen Auswahl an modernen und gut aussehenden Themes für jede Nische!

Wenn du dich für ein Theme entschieden und dieses gekauft und heruntergeladen hast, kannst du es im Menü unter “Design-> Themes -> Installieren -> Theme hochladen” hochladen und aktivieren.

Fang an deinen Reiseblog zu rocken!

Jetzt steht dein Blog endlich, zwar noch auf sehr wackeligen Beinen, aber das Grundgerüst wurde schon einmal erstellt. Jetzt musst du dein eigenes Logo erstellen, das Design und Branding ausarbeiten und natürlich anfangen, Texte zu schreiben!

Sobald die ersten Inhalte stehen, geht es an die Vermarktung dieser. Ganz wichtig dabei ist natürlich auch das Netzwerken mit anderen Bloggern in deiner Nische und später dann die Zusammenarbeit mit Unternehmen.

Bis dahin ist es noch ein langer Weg, aber du kannst dich jetzt schon auf diese Reise freuen. Sie ist ein sehr großes Abenteuer und wohlmöglich das beste deines Lebens!

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Reiseblog starten: Das sind die besten Tipps vom Profi

Sebastian Canaves
Sebastian Canaves - Reise
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