Wenn du an Litauen denkst, hast du wahrscheinlich Vilnius im Kopf, oder? Ging uns genauso. Wir haben bisher wenig Anhaltspunkte mit dem Land gehabt. Aber dann sind wir in Druskininkai gelandet – und dieser Ort hat uns komplett überrascht.
Es gab diesen einen WOW-Moment, der uns gezeigt hat, dass wir hier genau richtig sind: Wir standen am Rande der dichten Wälder, etwa 40 Minuten vom Zentrum entfernt, als wir sie sahen. Wilde Wisente.
Erst haben wir nur Spuren im Matsch entdeckt, dann standen wir vor einem Wildgehege des Dzūkija Nationalparks, wo diese massiven Tiere gerade für die Wiederansiedlung in freier Wildbahn vorbereitet werden. Es ist unglaublich, diese Kolosse mit ihren mächtigen Schultern zu sehen – ein lebender Beweis dafür, wie wild Europa noch sein kann.
Aber Druskininkai ist nicht nur Wildnis. Wir waren 5 Tage vor Ort, haben uns für euch durch die Restaurants und Cafés gefuttert, sind kilometerweit gelaufen und haben gecheckt: Lohnt sich ein Besuch?
Hier ist unser Guide für deine Planung.
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Die gute Nachricht vorweg: Die Anreise ist entspannter, als du denkst. Druskininkai liegt im Süden Litauens, strategisch günstig zwischen zwei Flughäfen.
Du hast zwei Optionen, die sich zeitlich kaum etwas nehmen:
Mietwagen vs. Bus
Hier kommt unser ehrlicher Tipp: Nimm dir einen Mietwagen!
Wir buchen unsere Autos meistens über Check24 oder Billiger Mietwagen direkt ab Flughafen. Die Preise in Litauen sind absolut fair.
Warum kein Bus? Es ist machbar, aber zäh. Vom Flughafen Vilnius musst du erst ins Zentrum und dort umsteigen. Du bist schnell 3 bis 4 Stunden unterwegs (ab Kaunas ähnlich). Klar, es kostet nur 10 bis 15 €, aber du verlierst fast einen halben Tag.
Du willst dein eigenes Auto mitnehmen oder hast einfach Lust auf einen ausgedehnten Roadtrip? Das geht auch wunderbar!
Das kommt ganz drauf an, was für ein Typ Reisender du bist:
Der “Ich will nur Wellness”-Typ: Nein. Druskininkai selbst ist super übersichtlich. Du kannst alles zu Fuß erreichen, vom SPA bis zum Restaurant.
Der “Abenteurer”-Typ: Definitiv JA. Wenn du – wie wir – die Wisente im Dzūkija Nationalpark sehen willst oder die abgelegenen Seen erkunden möchtest, kommst du ohne Auto nicht weit.
Warum ist hier eigentlich alles voller Sanatorien? Das liegt an der “Druska“. Das ist litauisch und heißt ganz simpel: Salz.
Schon im 19. Jahrhundert wurde das hier the place to be. Zar Nikolaus I. erklärte Druskininkai offiziell zum Kurort, nachdem man festgestellt hatte, dass die Mineralquellen und der Heilschlamm hier Wunder wirken. Seitdem pilgern die Menschen hierher, um gesund zu werden.
Was uns extrem aufgefallen ist: Dieser Ort ruht sich nicht auf seiner Geschichte aus. Wir haben gesehen, dass gerade extrem viel investiert wird. Die Hauptstraße wird komplett neu gepflastert, ein riesiges Konferenzzentrum entsteht und moderne Apartment-Komplexe mit richtig schicken AirBnBs schießen aus dem Boden.
Die Atmosphäre teilt sich in drei Zonen:
Wir haben uns die Jahreszeiten für euch genau angeschaut:
Absolut die beste Zeit. Das Leben findet draußen statt, die Cafés sind voll, und du kannst in den Seen baden. Es sind viele Touristen aus Polen und Litauen, aber auch aus Deutschland da, aber es verläuft sich gut. Vibe: Lebendig & Grün.
Wir waren jetzt im Dezember hier. Klar, es ist grauer und kälter. Aber: Es ist extrem ruhig. Du hast die Stadt fast für dich allein. Wenn du Wellness magst und danach in die Snow Arena (eine riesige Indoor-Skihalle) willst, ist das deine Zeit. Vibe: Cozy
Ideal, wenn du wirklich eine “Kur” machen willst. Die Preise in den Hotels sinken, und es ist weder zu heiß noch zu kalt für lange Wanderungen.
Du bist dir unsicher, wo du übernachten sollst? Glaub mir, das ging uns genauso. Die Auswahl zwischen klassischen Sanatorien und modernen Hotels ist riesig – und auf Booking.com sieht man oft nicht, ob einen moderne Wellness oder 90er-Jahre-Teppiche erwarten.
Damit du nicht in einer “Zeitkapsel” landest, haben wir die Unterkünfte vor Ort gecheckt.
Eine Unmenge an Flat White (australische Kaffeespezialität) wurde konsumiert, um diesen Beitrag zu schreiben und diesen Blog zu betreiben. Fülle unser Koffeinleben wieder auf, damit wir hier weiter machen können!