Mit diesen Tipps klappt der Traum von Remote Work

Frau sitzt dank Remote Work mit Laptop in Südafrika

Remote Working ist mehr als nur ein Trend

Remote Work ist heute in aller Munde und vielmehr als nur ein Trend. Als Reiseblogger arbeiten wir bereits seit über 10 Jahren von unterwegs, schließlich ist das Reisen unser Beruf. Während viele die Vorstellung haben, wir würden mit unseren Laptops am Strand sitzen und Cocktails schlürfen, sieht die Realität anders aus.

Das Gute: In den letzten Jahren ist remote Arbeiten nicht nur dank der weltweit verbesserten Internetabdeckung und diverser Software einfacher geworden, sondern auch mehr Jobs lassen sich dank der Digitalisierung remote erledigen. Unternehmen erkennen vermehrt die Vorteile von Remote Work und ermöglichen ihren Mitarbeitern, ihren Arbeitsplatz zeitweise oder sogar ganz an einen anderen Ort zu verlegen.

Spätestens seit Corona und der Pflicht – sofern möglich – zu Hause zu bleiben und ins Homeoffice zu gehen, wurden in kleinen Firmen wie auch Großkonzernen neue Strukturen geschaffen. Online Video-Meetings mit dem Team, dem Chef oder Kunden sind heute Alltag.
Doch wie funktioniert Remote Work und wie motiviert man sich zu arbeiten, wenn man auf einmal nicht mehr im Büro sitzt und Kollegen und Kolleginnen um sich herum hat? Was bedeutet es, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen? Wie ist es, zu Hause im Homeoffice zu sitzen, während alle anderen ihrer Arbeit im Unternehmen nachgehen? Und warum darf Routine auch dann nicht fehlen?

In diesem Artikel geben wir unsere besten Tipps zum Thema Remote Work. Wir zeigen Herausforderungen, die ortsunabhängiges Arbeiten mit sich bringt und verraten, wie wir Abenteuer und Produktivität auf Reisen unter einen Hut bekommen.

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Off The Path: Eine Reiseanleitung zum Glücklichsein - Sebastian Canaves
Line Dubois
7. Juli 2022
Als Reisebloggerin arbeitet Line schon seit fast 10 Jahren ortsunabhängig und hat in dieser Zeit viel zum Thema Remote Work lernen können.

Remote Arbeiten Bedeutung: Was ist Remote Work?

„Remote“ bedeutet auf Deutsch „abgelegen, fern“. Remote Work heißt übersetzt also Fernarbeit. Da das aber längst nicht so sexy klingt wie Remote Work, hat sich auch in Deutschland der englische Begriff durchgesetzt. Ebenfalls gerne verwendet werden in diesem Zuge die englischen Begriffe „Hybrid Work“ und „New Work“, wobei letzteres Konzept einen strukturellen Wandel in unserer Arbeitswelt beschreibt.

Frau bei Remote Work mit Laptop im Schoß

Remote Work Definition: Was bedeutet remote Arbeiten?

Bei Remote Work handelt es sich um eine Tätigkeit, bei der der Mitarbeiter nicht zwingend im Büro anwesend sein muss. Stattdessen kannst du deinen Aufgaben an einem beliebigen Ort außerhalb des Unternehmens oder zu Hause nachgehen.

Remote Team Definition

Oftmals hört man auch von einem „Remote Team“. Hierbei handelt es sich um mehrere Mitarbeiter, die alle remote und am selben Projekt arbeiten. Ein Team an Remote Workern muss Wege und Lösungen finden, miteinander in Kontakt zu bleiben – zum Glück ist das heutzutage aber dank Teams, Zoom und Co. kein Problem mehr.
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Vorteile von Remote Working

Remote Work bringt viele Vorteile mit sich – für Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen – und ist aus dem heutigen Zeitalter nicht mehr wegzudenken. Gerade für jüngere Generationen steht die „Work-Life-Balance“ an oberster Stelle. Statt mit hohen Gehältern zu locken, müssen Unternehmen mit flexiblen Arbeitszeiten und vielen Urlaubstagen werben.

Genauso weit oben auf der Wunschliste der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber befindet sich Remote Work oder zumindest die Möglichkeit als Arbeitnehmer von zu Hause aus dem Homeoffice arbeiten zu können.

Privatleben mit der Arbeit verbinden

Gerade als Familie hilft es, wenn zumindest ein Elternteil remote oder zu Hause im Homeoffice arbeiten kann. Viele Termine, die man als Eltern wahrnehmen muss, lassen sich als Remote Worker leichter koordinieren. In unseren Rollen als Mitarbeiter, Mutter, Vater, Tochter, Sohn, beste Freundin oder Freund, als Tennisspieler, Jogger, Sänger oder Hobbyfotograf – you name it, kommt in der Regel immer etwas zu kurz. Remote Work kann helfen, den Alltag besser unter einen Hut zu bekommen und das, ohne dass die Arbeit darunter leidet.

Nicht jeder ist fürs Büro gemacht

Hinzu kommt, dass schlichtweg nicht jeder Arbeitnehmer automatisch fürs Arbeiten im Büro gemacht ist. Manche können ihre Aufgaben besser und effizienter erledigen, wenn sie ihren Arbeitsplatz frei wählen können. Nicht jeder findet die Situation im Großraumbüro zu sitzen angenehm. Nicht jeder kann seine Fähigkeiten aufs Vollste ausschöpfen oder entwickeln, wenn er von anderen Mitarbeitern umgeben ist und womöglich von seinen Aufgaben abgelenkt wird.

Remote Work bedeutet Vertrauen

Seinen Arbeitsplatz frei wählen zu können bedeutet in allererster Linie, dass einem Vertrauen entgegengebracht wird. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in die eigene Arbeit und das eigene Zeitmanagement. Ein solcher Vertrauensvorschuss macht stolz, sorgt für mehr Selbstvertrauen und motiviert unheimlich.

Frau geht ihrer remote Arbeit in Südafrika nach

Remote Work motiviert

Womit wir beim nächsten Punkt sind: Motivation. Allein die Möglichkeit remote arbeiten zu können sorgt bereits für Motivation. Sobald man dann aber tatsächlich seinen Arbeitsplatz an einer anderen Stelle aufschlägt, gesellt sich eine weitere Art von Motivation hinzu. Eine, die von Inspiration gefüttert ist.

Remote Work inspiriert

Der klassische Tapetenwechsel kann viel bewirken. Eine unbekannte Umgebung, neue äußere Einflüsse und eine (wenn auch nur leicht) geänderte Routine sorgen für Inspiration. Auf einmal ist die Schreibblockade gelöst, das letzte i-Tüpfelchen der Kampagne gefunden, die Kreativität wieder da und das Design fertig. Auf einmal scheinen Aufgaben, die einem wie ein riesiger, unbezwingbarer Berg erschienen, machbar.

Mann gießt Tüten-Kaffee beim Wandern in Tasse

Remote Work sorgt für einen Perspektivwechsel

Wer seine Fernarbeit im Ausland tätigt, trifft auf Menschen anderer Kulturen und lernt neue Arbeits- und Sichtweisen kennen. Was in einem Land klappt, funktioniert so nicht in einem anderen. Gerade wer im Marketing arbeitet und beispielsweise plant Produkte in andere Märkte einzuführen, kann durch diese Erfahrung wertvolle Einblicke erhalten.

Remote Work fördert Teamarbeit

Auch die Teamarbeit profitiert von interkulturellen Erfahrungen der Mitarbeiter. Heutzutage ist es eher selten, dass Team-Mitglieder dieselbe Herkunft haben oder dieselben Ansichten teilen. Menschen haben unterschiedliches Empfinden und als remote Mitarbeiter mit Auslandserfahrung fällt es einem oftmals leichter sich in sein Gegenüber zu versetzen. Empathie ist hier das Stichwort – und der Schlüssel zum Erfolg.

Remote Worker haben eine höhere Anpassungsfähigkeit & Stressresistenz

Auf Reisen arbeiten bedeutet aber nicht nur Spaß. Was ist, wenn das Internet ausfällt? Die geplante Zugfahrt gestrichen ist? Das Co-Working-Café unerwartet zuhat? Oder der Laptop geklaut wird? Remote Work stellt einen nicht selten vor Herausforderungen. Doch selbst das bringt einen Vorteil mit sich: Remote Worker haben eine höhere Anpassungsfähigkeit und Stressresistenz.

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Schon mal von Haussitting gehört? Gerade wenn du Remote Work nachgehst, ist dieses Konzept eine tolle Möglichkeit, um kostengünstig auf der ganzen Welt zu leben!

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Was sind Remote Jobs?

Remote Jobs sind solche Berufe, die vorwiegend am Computer erledigt werden. Insbesondere die IT-Branche bietet entsprechend viele Möglichkeiten zur Remote Arbeit. Aber auch viele Jobs in der Marketing- und Werbebranche lassen sich remote vereinbaren. Und dank der Digitalisierung kommen immer mehr Branchen und Jobs dazu.

Hier eine Übersicht an Remote Jobs:
  • Softwareentwickler
  • Projektmanager
  • Sales-Manager
  • Marketingmanager
  • Content-Manager
  • Texter/Editor
  • Grafikdesigner
  • UX/UI-Designer
  • Produkt-Designer
  • Produkt-Manager
  • Account-Manager
  • Rekrutierer
  • Kundenbetreuer

diconium: Vorreiter in puncto Remote Work

Ein Unternehmen, das die Vorteile von Remote Work für sich und seine Mitarbeiter erkannt hat, ist diconium. Als Dienstleister im Bereich Digitale Transformation bietet diconium nicht nur Strategien und Lösungen für Kunden und Partner, sondern hat in den letzten Jahren auch einiges in die Wege geleitet, um seinen Mitarbeitern Remote Work zu ermöglichen.

Ende letzten Jahres hat diconium zudem drive your life ins Leben gerufen: Sowohl externe Bewerber und Bewerberinnen als auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von diconium konnten sich für eine Stellenausschreibung oder initiativ bewerben. Dabei hatten sie gleichzeitig die Chance, bei erfolgreicher Bewerbung im ersten Jahr der neuen Anstellung für 8 Wochen auf einen Roadtrip durch Europa zu gehen – und das während der Arbeitszeit. Ebenfalls cool: Die Roadtrips sind von diconium organisiert und enthalten unter anderem spannende Treffen mit Branchenexperten und -expertinnen, aber auch abenteuerliche Aktivitäten. 

Die erste erfolgreiche Kandidatin, Lisa, ist gerade in Griechenland unterwegs, während sich Eric Mitte Juli auf den Weg nach Nordeuropa macht. Auf dem Blog von diconium berichten sie mehr oder weniger live von ihren Erlebnissen vor Ort und geben einen tollen Einblick, was Remote Working und Hybrid Work bedeuten. Und falls du jetzt auch Lust auf einen Job bei diconium hast, dann klick dich durch die Stellenanzeigen oder bewirb dich doch einfach initiativ! 

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Tipps und Tricks fürs remote Arbeiten

Es ist gar nicht mal so lange her, als wir auf unserem ersten gemeinsamen Roadtrip durch Westaustralien immer direkt die Bibliothek angesteuert haben, sobald wir uns in einem neuen Ort befanden. „Warum das denn?“, fragst du dich jetzt vielleicht. Die Antwort ist simpel: Strom und Internet.

Auf der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz sind uns ziemlich bald Bibliotheken in den Sinn gekommen. Und das Beste: Die meisten, selbst kleinere Orte in Australien verfügen über eine Bibliothek. Neben Strom und Internet hatten wir hier einen klimatisierten, ruhigen Raum und eine Toilette – fast wie in einem richtigen Büro.

Es sollte aber nicht bei Westaustralien bleiben. Nein. Es folgten zahlreiche weitere Roadtrips, ob durch Neuseeland, Namibia oder Norwegen. Und es folgten mehr und mehr Reisen, mal für ein paar Tage, über ein paar Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Mit jeder Reise und jedem Roadtrip wurden wir schlauer.

Heute müssen wir keine Bibliotheken mehr aufsuchen, um zu arbeiten. Nahezu überall gibt es Co-Working-Spaces oder Cafés, die sich auf Kaffeejunkies am Laptop eingestellt haben. Die meisten Hotels bieten WiFi heutzutage kostenlos an, auch wenn die Verbindung nicht immer die schnellste oder stabilste ist. Die Netzabdeckung wird weltweit immer besser, sodass zur Not auch der eigene Hotspot ausreicht.

Und was ist mit Strom? Akkus halten immer länger, Powerbanks verzeichnen eine immer bessere Leistung und unserem selbst ausgebauten Camper geht eigentlich nie der Saft aus.
Auch wenn Remote Work heute um ein Vielfaches einfacher umzusetzen ist, kann es dennoch zu Problemen und Herausforderungen kommen. In diesem Artikel wollen wir deshalb auch darauf eingehen, mit welchen Tipps das Arbeiten von unterwegs klappt – sowohl für Arbeitnehmer und Arbeitgeber als auch für Teams und Kunden. 

Schau bei drive your life von diconium vorbei!

Als Reiseblogger könnten wir stundenlang aus dem Nähkästchen plaudern, wie es so ist von unterwegs aus zu arbeiten. Stattdessen kannst du genauso gut Lisas Berichten folgen: Sie ist gerade nämlich im Rahmen von drive your life auf einem Roadtrip durch Mittel- und Südosteuropa unterwegs und teilt ihre Erfahrungen zum Thema Remote Work auf dem Blog von diconium.

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Nicht jede Destination eignet sich für Remote Working

Remote Arbeiten in Patagonien? Klingt fantastisch! Wäre da nur nicht das Problem mit der Zeitverschiebung und dem fehlenden Empfang. Wir haben schon von den unterschiedlichsten Ecken unseres Planeten aus gearbeitet und wissen, worauf bei der Wahl der Destination zu achten ist. 

Ohne Strom geht nichts

Es gibt immer noch zahlreiche Länder auf dieser Welt, in denen die Stromversorgung nicht stabil ist und Stromausfälle Alltag sind. Und wir reden hier nicht von einem Stromausfall von ein paar Minuten: Nein, dieser kann mancherorts auch mal Stunden oder sogar Tage andauern.

Sebastian hatte einmal die glorreiche Idee, einen neuen Onlinekurs von einem kleinen Surferort in Nicaragua aus zu launchen. Natürlich ist genau zum Launch der Strom in der gesamten Umgebung ausgefallen – und war so schnell auch nicht wieder da. 

Und ohne Internet geht noch weniger

Auch wenn es Remote Work heißt, sollte die Destination nicht allzu remote sein. Denn abgelegen bedeutet in der Regel auch: kein Netz. Und um remote arbeiten, E-Mails beantworten und mit dem Team oder Kunden kommunizieren zu können, muss man online sein.

Oder wenn man, wie wir jeden Dienstag, eine neue Podcast-Folge online stellen möchte. So kamen wir einmal von einem Ritt aus dem Dschungel Costa Ricas zurück und das Internet in unserer Lodge war zu schwach, um eine solche Menge an Daten hochzuladen.

Also machten wir uns in unserem Mietwagen auf den Weg zum nächsten Hügel, streckten unsere Arme in die Luft und hofften auf Empfang. Tatsächlich leuchteten drei Balken auf unserem Handy und über eine lokale SIM-Karte samt Hotspot lud der Podcast nun Schritt für Schritt hoch. Bis er bei fast 98 Prozent war und die Verbindung urplötzlich abbrach. An jenem Dienstag ging also keine Podcast-Folge online. 

Mann bei Fernarbeit in Costa Rica

Im Vorfeld über Gegebenheiten informieren

Klar, ein Stromausfall ist nicht vorhersehbar. Aber wie gut und stabil die Stromversorgung und Netzabdeckung in einem Land ist, lässt sich im Vorfeld recherchieren. So wird in Südafrika bereits seit einigen Jahren Load-Shedding betrieben: Zu bestimmten Zeiten wird regional der Strom ausgeschaltet, um Strom einzusparen und der Energiekrise im Land Herr zu werden.

So haben viele Hotels in Südafrika, aber auch in anderen Ländern auf der Welt, ihren eigenen Stromgenerator, um ihre Gäste nicht im Dunkeln stehen zu lassen. Wenn du vorhast in Hotels zu übernachten, macht es also Sinn zu checken, ob diese ihren Strom im Notfall selbst produzieren.

Suche dir laptop-freundliche Cafés und Co-Working-Spaces raus

Daneben solltest du dir bereits vorher ein paar Adressen raussuchen, an denen du ungestört deiner Tätigkeit nachkommen kannst und mit deinem Laptop auch für längere Zeit willkommen bist. So gibt es zahlreiche Cafés, die Remote Worker und Leute am Laptop explizit nicht bei sich sitzen haben möchten. Erstelle dir für deine Destination eine Liste an laptop-freundlichen Cafés und Co-Working-Spaces, die auch Tagesgäste oder kürzere Mitgliedschaften akzeptieren. 

Wenn die Zeitverschiebung einen Strich durch die Rechnung macht

Dafür hat Südafrika als Remote Working Destination einen großen Vorteil: Die Zeitzone ist dieselbe. Und somit sind wir auch schon beim nächsten Punkt, der bei der Wahl der Destination fürs Remote Working beachtet werden muss.

Die Zeitverschiebung hat einen großen Einfluss aufs Wohlbefinden und die Arbeitsleistung. Nicht nur in den ersten Tagen nach der Ankunft, wenn der Jetlag so richtig einschlägt. Sondern auch dann, wenn es darum geht Kunden-Meetings oder Team-Besprechungen durchzuführen.

Frühmorgens um 4:30 Uhr einen Video-Call zu moderieren macht genauso wenig Spaß wie spätabends um 23:00 Uhr einen Pitch rocken zu müssen. Doch gerade wenn man in der Beratung arbeitet, muss man sich zeitlich nach dem Kunden richten – egal, wo auf der Welt man gerade seinen Laptop vor sich hat. 

Frau auf dem Lions Head in Kapstadt bevor sie ihrer Remote Work nachgeht

Das Gefühl, vor- oder nachzuarbeiten

Nicht zu unterschätzen ist außerdem das Gefühl, aufgrund der Zeitverschiebung vor- oder nacharbeiten zu müssen. Wenn es dich in östliche Richtung, wie beispielsweise nach Bali oder Tokio verschlägt, wirkt die Zeitverschiebung nahezu Wunder: Du hast fast alle deine Aufgaben und To-Dos abgearbeitet, bevor deine Kollegen und Kolleginnen Kontakt mit dir aufnehmen, bevor die ersten E-Mails eintrudeln und bevor der erste Video-Call mit dem Team ansteht – ein unheimlich gutes Gefühl!

Wenn es dich hingegen Richtung Westen zieht, wie zum Beispiel nach San Francisco in Kalifornien oder Vancouver, wachst du auf und es wartet bereits eine ungelesene E-Mail nach der anderen in deinem E-Mail-Postfach. Du kommst kaum dazu, deine Aufgaben zu erledigen, der Kunde möchte einen neuen Konzept-Vorschlag, dein Team wartet und Lösungen müssen her. So bekommst du schnell das Gefühl, mit deiner Arbeit hinterher zu sein und bist demotiviert – eine unschöne Situation. 

Remote Work bedeutet von überall arbeiten zu können wie dieser Mann mit Laptop am Meer

Routinen unterwegs entwickeln

Auch wenn die meisten mithilfe von Remote Work ihrem Alltag entfliehen und dem Hamsterrad entkommen wollen, geht nichts ohne Routine. Egal ob im Büro, zu Hause im Homeoffice oder auf einer Insel im Pazifischen Ozean, Arbeitszeiten müssen geplant und eingehalten werden. Wer keine Disziplin an den Tag legt, wird trotz Remote Arbeit nicht glücklich. Genauso wichtig ist der Austausch mit Gleichgesinnten.

Remote Working = Disziplin + Disziplin + Disziplin

Ja, es kostet eine Menge Disziplin nicht in den Pool zu springen, sondern weiterhin am Laptop zu sitzen, während gefühlt alle anderen schon längst in Badeklamotten auf der Liege chillen. Seiner Arbeit dort nachzugehen, wo andere Urlaub machen, ist manchmal mehr Albtraum als Traum.

Nicht nur der Pool oder das Meer bieten Ablenkung, sondern auch zahlreiche Aktivitäten. Eine SUP-Tour über den nächsten See? Bungee-Jumping von der nächsten Brücke? Ein cooler Flohmarkt in der nächsten Stadt? Bei all den Abenteuern und neuen Eindrücken fällt es manchmal schwer seiner Remote Arbeit nachzukommen und nicht in den Urlaubsmodus zu verfallen.

Frau trinkt Kaffee und geht ihrer remote Arbeit nach

Arbeitszeiten planen und einhalten

Da hilft es nur, seine remote Arbeitszeit genau zu planen: Was möchte ich in meiner Freizeit unbedingt erleben und wann? Wie muss ich meine Arbeit dafür einteilen? Das Tolle an einem guten Zeitmanagement ist, dass sich andere Mitarbeiter – ob remote, zu Hause im Homeoffice oder im Büro – auf dich verlassen können. Das gibt den Menschen im Unternehmen Sicherheit.

Andererseits hast du so nicht nur das Erledigen deiner Aufgaben als Ziel vor Augen, sondern eine Form von Belohnung. Das sorgt für eine Extraportion Motivation und führt oftmals zu effizienterer Arbeit.

Sich mit Gleichgesinnten austauschen

Jemand, der es gewohnt ist, im Büro zu sitzen und jederzeit auf andere Mitarbeiter im Unternehmen zu treffen, hat es erstmal schwer. Auf einmal fällt der gewohnte Kontakt zu den Kollegen und Kolleginnen weg. Gerade Teams, die sonst zusammen im selben Büro sitzen und sich täglich sehen, leiden darunter.

Deshalb ist es wichtig, sich als Remote Worker nicht nur weiterhin mit seinem Team oder seinen Teams im Unternehmen auszutauschen, sondern genauso auch mit anderen, die ihr Büro-Dasein als Arbeitnehmer zeitweise aufgegeben und von zu Hause im Homeoffice oder von ganz woanders aus ihrer Arbeit nachgehen.

Statte dazu ab und zu einem Co-Working-Space einen Besuch ab oder setze dich mal für ein paar Stunden ins Co-Working-Café. Oftmals lohnt es sich auch, an Veranstaltungen oder Events teilzunehmen, die sich an Remote Worker richten.

Design

Schon mal vom Wifi Tribe gehört?

Es gibt mittlerweile zahlreiche Communities, die sogenannte Workations anbieten. Dabei kommen mehrere Remote Worker zu einem bestimmten Zeitraum zusammen und gehen gemeinsam ihrer Arbeit nach. Eine solche Community ist beispielsweise Wifi Tribe, die von unserer Freundin Julia mit gegründet wurde und an zahlreichen coolen Orten weltweit Remote Working anbietet.

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So funktioniert Teamkommunikation und Projektplanung remote

Glücklicherweise gibt es immer mehr Dienste und Produkte, die Remote Work erleichtern. Software-Giganten, aber auch kleinere Tech-Unternehmen bieten längst Lösungen für remote Teams an. Dank der Nutzung passender Applikationen und cloud-basierter Dienste ist ein Remote-Zugriff auf Dokumente und Inhalte im Unternehmen kein Problem mehr – egal, ob von zu Hause im Homeoffice aus oder ob von einem coolen Café in Thailand aus.
Wir haben in den vergangenen Jahren eine Menge ausprobiert und stellen in der folgenden Liste unsere Favoriten vor.

Die besten Remote Work Softwares:

  • Monday: übersichtliches Projektmanagement
  • Slack: Tool zur Teamkommunikation via Chats und Channels und zum Teilen von Dokumenten
  • Teams & Zoom: für Video-Calls mit Teams, Kunden und Co.
  • Google Workspace: Speichern und gemeinsames Bearbeiten von online Dokumenten
  • Dropbox: Cloud-Speicheroptionen für Dokumente, Bilder, Videos und Co.
  • Dropscan: digitales Postfach, das Briefe annimmt und auf Wunsch digitalisiert 
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Eine beliebte Destination für Remote Worker ist Kapstadt. In unserem Beitrag verraten wir dir, was du in Südafrikas coolster Stadt alles erleben kannst!

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Remote Work ist die Zukunft

Wer sich als attraktives Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt präsentieren möchte, der kommt um Remote Work nicht herum. Ein gutes Beispiel hierfür liefert die Digitalagentur diconium. Dabei geht es nicht nur darum, Mitarbeiter aus dem Homeoffice aus arbeiten zu lassen. Es geht vielmehr um ein hybrides Arbeitsmodel, bei dem Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit und ihren Arbeitsort möglichst flexibel gestalten können.

Ein solches Konzept fordert und fördert Vertrauen. Es stellt nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Arbeitnehmer vor Herausforderungen. Als Reiseblogger haben wir schon einige Jahre Remote Work hinter uns und haben unsere Laptops schon an vielen Orten dieser Welt aufgeschlagen.

Nur mit Disziplin und Routine klappt es auch dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Was außerdem hilft, ist der Austausch mit Gleichgesinnten, in welcher Form auch immer: Ob im Café um die Ecke, bei einem Event, online oder innerhalb einer speziellen Community. Und dank diverser Software wie Monday, Slack und Co. ist auch der Austausch mit Kollegen und Kolleginnen sowie das Arbeiten an gemeinsamen Projekten selbst von unterwegs kein Problem mehr.

Line Dubois
Als Reisebloggerin arbeitet Line schon seit fast 10 Jahren ortsunabhängig und hat in dieser Zeit viel zum Thema Remote Work lernen können.
Off The Path: Eine Reiseanleitung zum Glücklichsein - Sebastian Canaves
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