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Die besten Tipps für deine Wanderung auf die Zugspitze!

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Besteige Deutschlands höchsten Berg: die Zugspitze!

Einmal Deutschlands höchsten Berg besteigen – Welcher Abenteurer träumt nicht davon? Mit 2.962 Metern ist die Zugspitze der höchste Gipfel der Republik und verspricht nicht nur atemberaubende Aussichten, sondern auch ein wahres Wanderabenteuer!

Gleich mehrere Routen führen auf die Zugspitze und das Tolle: Selbst Wanderer ohne alpine Erfahrung können die Besteigung mit der richtigen Vorbereitung schaffen. Während für erfahrene Bergsteiger gleich mehrere Klettersteige und der wunderschöne Jubiläumsgrat warten, eine der bekanntesten Gratrouten der Ostalpen.

Wir sind bereits zweimal übers Reintal auf die Zugspitze gewandert, davon sogar einmal mit 8 unserer Leser im Rahmen unserer Leserreisen. Wie genau unsere Etappen aussahen, welche Routen dich noch auf die Zugspitze führen und jede Menge weitere Tipps für deine Wanderung auf Deutschlands höchsten Berg verraten wir dir in diesem Beitrag!

Sebastian Canaves - Reise
Sebastian Canaves
2. November 2020
Sebastian blickt nicht nur bei seinen täglichen Gassirunden auf die Zugspitze, sondern hat sie bereits mehrmals bestiegen.
zwei personen wandern auf die zugspitze und schauen runter ins tal

Die wichtigsten Infos für deine Wanderung auf die Zugspitze vorweg

Fast 3.000 Meter ragt die Zugspitze empor und ist damit Deutschlands höchster Gipfel. Das Zugspitzmassiv ist Teil des Wettersteingebirges und befindet sich südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern sowie im Norden Tirols. 1820 gelang es Josef Naus als erster die Zugspitze zu besteigen, heute führen gleich sechs Routen von Deutschland und Österreich auf den Gipfel, darunter auch mehrere Klettersteige und der spektakuläre Jubiläumsgrat.

Diese 6 Routen führen auf die Zugspitze:

  • übers Reintal: Auch wenn diese Route mit 21,4 Kilometern die längste ist, ist sie auch die schönste, einsamste und zudem einfachste von Deutschland aus. Sogar ohne alpine Wandererfahrung kannst du sie schaffen – Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und ausreichend Kondition sind aber natürlich trotzdem von Nöten. Für diese Wanderung auf die Zugspitze benötigst du ca. 8 Stunden und legst dabei über 2.200 Höhenmeter zurück. Dabei durchwanderst du auch die wunderschöne Partnachklamm, entdeckst einen Wasserfall und kannst einen Abstecher zur Partnachquelle einlegen. Das Tolle an dieser Route ist außerdem, dass du sie auch entspannt an zwei Tagen zurücklegen kannst: Entweder wanderst du am ersten Tag nur zur Reintalangerhütte und übernachtest auf dieser oder du läufst weiter bis zur Knorrhütte, um hier über Nacht deine Kräfte aufzuladen bevor am zweiten Tag die Besteigung des Zugspitzgipfels ansteht.
  • übers Höllental (Klettersteig): Diese 10,1 Kilometer lange Route ist die bekannteste und zudem die abwechslungsreichste auf die Zugspitze, bei der du auch die wunderschöne Höllentalklamm durchschreitest. Neben alpiner Erfahrung benötigst du unbedingt eine vollständige Klettersteigausrüstung und je nach Wetterlage auch eine komplette Gletscherausrüstung, da du hier gleich mehrere Klettersteige und mit dem Höllentalferner auch einen Gletscher meisterst. Besonders spannend sind die „Leiter“, eine mit Trittbügeln gesicherte Steilwand, und das „Brett”, eine fast senkrechte Steilwand, die mit Trittstiften aus Metall gespickt ist – hier ist Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit angesagt. Insgesamt legst du auch bei dieser Tour in ca. 8 Stunden 2.200 Höhenmeter zurück und kannst dich zwischendurch in der Höllentalangerhütte stärken oder hier die Nacht verbringen.
  • übers Gatterl: Diese Tour startet in Ehrwald, auf der österreichischen Seite der Zugspitze, und ist wohl die leichteste und schnellste Wanderung auf Deutschlands höchsten Berg. Entweder startest du an der Talstation der Ehrwalder Almbahn oder du legst die ersten Höhenmeter mit der Bahn zurück und sparst dir so ca. 45 Minuten Fußmarsch über einen breiten und nicht sehr spektakulären Forstweg. Von der Bergstation sind es ca. 7 Stunden und rund 1.700 Höhenmeter bis zum Gipfel. Auf der Hochfeldernalm warten leckere österreichische Schmankerln zur Stärkung auf dich, während der Aufstieg zum Gatterl, einer ganz besonderen Grenze, wunderschöne Natur verspricht. Anschließend läufst du weiter bis zur Knorrhütte, in der du dich ebenfalls stärken oder die Nacht verbringen kannst, bevor es wie bei der ersten Tour übers Zugspitzplatt weiter bis ganz nach oben geht.
  • Stopselzieher (leichter Klettersteig): Auch diese Route führt dich von Österreich auf die Zugspitze und ist die schnellste und wohl auch einsamste von allen. Von der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn geht es zunächst zur Wiener Neustädter Hütte. Bei dieser Bergwanderung überwindest du bereits zwei kleine Kletterstellen und kurze ausgesetzte Querungen. Der anschließende „Stopselzieher“, eine schräge kaminartige Rinne, ist ein leichter Klettersteig (A/B) mit ein paar mittelschwierigen Passagen und auch von Anfängern begehbar. Eine Klettersteigausrüstung ist empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig, ein Steinschlaghelm gehört aber in jedem Fall in deinen Rucksack. Insgesamt legst du hier auf 5 Kilometern rund 1.700 Höhenmeter in ca. 5 Stunden zurück.
  • Kletterroute Eisenzeit (alpine Kletterroute): Diese Tour folgt den Spuren der Erbauer der Bayerischen Zugspitzbahn und ist nur für routinierte Kletterer bzw. Bergsteiger mit alpiner Erfahrung geeignet. Zwar ist sie im oberen Bereich mit Bohrhaken gesichert, es warten jedoch zahlreiche ausgesetzte Passagen, die nicht gesichert sind. Zudem sind die Haken in erster Linie zum Führen gedacht, sodass du dich oft erst nach der schweren Passage in diese einhängen kannst. Entweder startest du beim Eibsee an der Talstation der Zugspitzbahn oder du fährst mit der Zahnradbahn bis zur Haltestelle Riffelriss (Ausstieg ist aktuell jedoch nur für angemeldete Bergführer möglich) und steigst hier in die Kletterroute ein. Über die “Harakiri-Leiter“, alte Tunnel, eine große schluchtartige Rinne und ein ebenso großes Schotterfeld erklimmst du nun die Zugspitze über ihre Nordwand und anschließend über den Höllentalklettersteig. Dabei hast du die Möglichkeit in einem der Tunnel zu biwakieren oder zum Schluss im Münchner Haus zu übernachten. Insgesamt solltest du für diese Route 7 Stunden einplanen und legst auch hier rund 1.900 Höhenmeter zurück. Wenn dir dieses Abenteuer nicht reicht, kannst du am nächsten Tag über den Jubiläumsgrat absteigen.
  • über den Jubiläumsgrat (hochalpine Gratwanderung): Diese Route zählt zu den spektakulärsten Gratüberschreitungen der Ostalpen und verbindet die Alpspitze auf 5,3 Kilometern mit der Zugspitze. Sie wird in der Regel als Abstieg genutzt und ist, anders als oftmals dargestellt, kein Klettersteig. Die hochalpine Bergtour erfordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, da nur die notwendigsten Passagen abgesichert sind. Außerdem gibt es nur einen Notabstieg über den Brunntalgrat hinunter zur Knorrhütte (ca.1,5 Stunden). Aus diesen Gründen solltest du sie auch nur bei bei sehr stabilem Wetter in Angriff nehmen. In der Regel benötigst du 7-9 Stunden für den Jubiläumsgrat und legst dabei 500 Höhenmeter zurück. Du kannst diese Tour auch in zwei Tagen machen und im Grathüttl biwakieren (hier ist kein Wasser vorhanden).

Mit der Bergbahn auf die Zugspitze

Heutzutage ist die Zugspitze zudem mit gleich drei Bergbahnen erschlossen, der Seilbahn Zugspitze, der Bayerische Zugspitzbahn (Zahnradbahn) und der Tiroler Zugspitzbahn (Österreich). Außerdem wird der Gipfel über die Gletscherbahn mit dem Zugspitzplatt verbunden.

Das führt dazu, dass du dir den Gipfel mit vielen anderen teilst und leider vergebens auf einen einsamen Moment auf Deutschlands höchsten Berg wartest. Wenn du den Aufstieg allerdings so früh startest, dass du vor der ersten Bergbahn oben bist, oder dich für eine Übernachtung auf dem Münchner Haus entscheidest, triffst du auf nur wenige Menschen am Gipfel und kannst ihn und die gigantische Aussicht in Ruhe genießen.

Hier eine Übersicht der Bergbahnen, die auf die Zugspitze fahren:

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Auf diesen Hütten kannst du bei deiner Zugspitzwanderung übernachten

Auf deinem Weg zur Zugspitze warten gleich mehrere Hütten, in denen du dich je nach Route stärken oder übernachten kannst. Während sich das Münchner Haus sogar direkt unterhalb des Gipfels befindet!

Reintalangerhütte

Die Reintalangerhütte wurde 1912 erbaut und befindet sich auf 1.369 Metern am hinteren Ende des gleichnamigen Reintals, das zum Wettersteingebirge gehört. Die Hütte liegt wunderschön an der glasklaren Partnach und ist umgeben von himmelhohen Felswänden, während die Außenfassade aus dunklem Holz ein uriges Bild abgibt – hier fühlst du dich ein bisschen wie in der Wildnis Nepals.

Die Atmosphäre ist sehr familiär und die beiden neuen jungen Wirte Robert und Andy super nett. In der Hütte warten neben einer urigen Stube sechs Matratzenlager mit jeweils 11 bis 28 Plätzen sowie drei Zweibett-, ein Dreibett-, zwei Vierbett- und zwei Fünfbettzimmer. Auch ein Winterraum mit 18 Plätzen ist vorhanden. Insgesamt finden hier also 132 Abenteurer Platz. Ein Trockenraum, Waschräume mit Duschen für Männer und Frauen und vier Toiletten sind ebenfalls vorhanden. Als DAV-Mitglied zahlst du 13 Euro fürs Lager und 20 Euro fürs Mehrbettzimmer, ohne eine Mitgliedschaft bist du bei 29 bzw. 38 Euro. Eine Nacht im Zweitbettzimmer kostet 27 bzw. 42 Euro.

Du erreichst die Reintalangerhütte innerhalb einer leichten 4- bis 5-stündigen Wanderungen vom Skistadion in Garmisch-Partenkirchen aus. Alternativ kannst du auch vom Kreuzeckhaus über den unteren Bernadeinweg und die Bockhütte innerhalb von 4,5 Stunden zur Reintalangerhütte wandern. Übrigens ist die Hütte auch für Mountainbiker ein beliebtes Ausflugsziel.

Knorrhütte

Die Knorrhütte befindet sich auf 2.051 Metern und wurde bereits 1855 erbaut und 1873 erweitert. Sie steht an der Schwelle des Zugspitzplatts südwestlich unterhalb des Brunntalkopfes und ist das der Zugspitze nächstgelegene bayerische Schutzhaus. Heute erwartet dich hier eine moderne Hütte mit einer sehr gemütlichen Stube, Waschräumen samt Duschen, einem Trockenraum und mehreren Toiletten.

Insgesamt bietet die Knorrhütte 112 Schlafplätze, 84 davon im Matratzenlager und 28 im Zimmerlager. Die beiden Wirte Gernot und Romana sind ebenfalls noch jung und sehr nett. Für eine Übernachtung in der Knorrhütte zahlst du mit einer DAV-Mitgliedskarte ebenfalls 13 Euro im Lager und 20 im Mehrbettzimmer, während eine Nacht ohne Mitgliedschaft auch 29 bzw. 38 Euro kostet. Das Essen schmeckt hier übrigens sehr lecker und die Portionen sind riesig!

Die Knorrhütte ist der ideale Stützpunkt für deine Wanderung auf die Zugspitze, sei es aus dem Reintal oder von Ehrwald aus übers Gatterl kommend. Von der Reintalangerhütte benötigst du rund 1,5 bis 2 Stunden bis zur Knorrhütte und legst dabei fast 700 Höhenmeter zurück, von der Ehrwalder Alm aus dauert die Wanderung ca. 3,5 Stunden.

Höllentalangerhütte

Wie es der Name bereits verrät, liegt die Höllentalangerhütte auf der berühmten Höllentalroute. Die ursprüngliche Hütte wurde 1893 erbaut, musste 2013 jedoch abgerissen werden, da sie den heutigen Standards nicht mehr entspricht. Zwischen 2014 und 2015 wurde die neue Höllentalangerhütte errichtet, die 2017 sogar mit dem Umweltgütesiegel der Alpenvereine ausgezeichnet wurde. Auch hier wirst du freundlich von der Pächterfamilie empfangen und fühlst dich sofort wohl.

Die Hütte befindet sich auf 1.387 Metern Höhe und bietet Matratzenlager mit je 23 Plätzen sowie Sechs- bis Achtbett-Zimmerlager. Insgesamt haben hier 106 Wanderer Platz. Neben Trocken- und Schuhräumen, findest du hier Waschräume und Duschen sowie Toiletten vor. Auch hier kostet die Übernachtung für DAV-Mitglieder im Lager 13 bzw. 29 Euro und die im Mehrbettzimmer 20 bzw. 38 Euro für Nicht-Mitglieder.

Du erreichst die Höllentalangerhütte über eine einfache 2-stündige Wanderung durch die atemberaubende Höllentalklamm. Alternativ gelangst du über den Stangensteig innerhalb von 2,5 Stunden zur Hütte, jedoch sind hier Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, da einige Stellen sehr ausgesetzt sind. Dafür wirst du mit einem beeindruckendem Blick in die Klamm belohnt. Eine weitere Möglichkeit ist der zweistündige Abstieg vom Kreuzeckhaus übers Hupfleitenjoch, den gleichnamigen Steig und die Knappenhäuser. Auch bei dieser Wanderung ist Schwindelfreiheit gefragt, während du hier einen tollen Blick ins Höllental genießt.

Münchner Haus

Das Besondere am Münchner Haus ist seine Lage: Denn diese Hütte befindet sich auf 2.959 Metern direkt auf der Zugspitze, nur wenige Meter unterhalb des Gipfels. Leider bedeutet dies aber auch, dass sie problemlos mit den Bergbahnen erreichbar ist sich demnach mitten im Trubel befindet. Zudem genießen der Hüttenwirt und das Essen nicht gerade den besten Ruf.

Dafür hast du den Gipfel am Abend nach der letzten Gondelfahrt für dich alleine, wenn du hier oben übernachtest, und genießt nicht nur den Sonnenuntergang auf der Zugspitze, sondern auch den Sonnenaufgang – und das ist ein einmaliges Erlebnis! Im Münchner Haus befinden sich drei Matratzenlager mit jeweils acht, 12 und 16 Plätzen, sodass hier insgesamt 36 Bergsteiger eine Übernachtungsmöglichkeit finden. Hier zahlst du als DAV-Mitglied 20 Euro und ohne Mitgliedschaft 38 Euro für die Übernachtung.

Neben einem Waschraum sind auch zwei Duschen vorhanden. Generell handelt es sich jedoch um eine sehr einfach gehaltene Bergsteigerunterkunft, denn das Münchner Haus wurde nach seiner Erbauung im Jahre 1897 nicht wesentlich verändert. Primär ist es als Unterkunft für Bergsteiger gedacht, die den Jubiläumsgrat begehen wollen oder den Abstieg von der Zugspitze witterungsbedingt nicht mehr schaffen.

Wiener Neustädter Hütte

Die Wiener Neustädter Hütte liegt auf 2.209 Metern und befindet sich direkt am Rand des österreichischen Schneekars der Zugspitze. Sie wurde 1884 erstmalig eröffnet und hätte ursprünglich in einer Holzblockbauweise erbaut werden sollen, wurde dann aber als Steinbau fertiggestellt. In den Jahren 1891, 1903 und 1913 erfolgten Erweiterungen, während die Hütte zwischen 1938 und 1948 aufgrund einer Sperrung des Zustiegs zum Westgipfel seitens des deutschen Luftgaukommandos/München nicht erreichbar war.

1954 wurde die Wiener Neustädter Hütte an den Österreichischen Touristenklub (ÖTK) verkauft, der die Hütte bis heute bewirtschaftet. Im Gastraum befindet sich auch kleines Museum, das mehr über die Geschichte der Hütte und den Alpinsport zur Zeit ihrer Erbauung erzählt. Heute sind neben 25 Betten auch 10 Lagerplätze sowie ein Waschraum und Trockentoiletten in der Hütte vorhanden. Die Übernachtung im Lager kostet für ÖTK-Mitglieder 10, im Zimmer 16 Euro. Nicht-Mitglieder zahlen 20 bzw. 24 Euro.

Du erreichst die Wiener Neustädter Hütte vom Eibsee aus innerhalb von 4 Stunden oder von der Riffelriß in ca. 2 Stunden, wobei dieser Weg nur teilweise gesichert ist. Alternativ kannst du auch von der Talstation der Zugspitzbahn in Obermoos über den Binderweg in 3 Stunden hinwandern oder du läufst in rund 4 Stunden von Ehrwald über den Georg Jäger Steig zur Hütte.

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Du möchstest die Tour mit einem staatlich geprüften Bergführer unternehmen?

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Diese Unterkünfte warten am Fuße der Zugspitze auf dich

Gerade wenn du aus Norddeutschland kommst, lohnt es sich einen Tag vor deiner Wanderung anzureisen und noch eine Nacht in Garmisch-Partenkirchen zu verbringen, bevor du dich mit deinen Wanderstiefel ins Abenteuer Zugspitzbesteigung stürzt. Und genauso kannst du dir auch im Anschluss deiner Wanderung ein schönes Zimmer zum Beispiel auf der österreichischen Seite der Zugspitze gönnen. Wir verraten dir, wo du besonders gemütlich übernachtest!

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gruppe frauen mit bergführer bei wanderung auf die zugspitze in den alpen

Unsere Wanderung übers Reintal auf die Zugspitze in Etappen

Der Aufstieg zur Zugspitze übers Reintal ist mit 21,4 Kilometern zwar der längste, dafür ist er aber auch für Wanderer ohne alpine Erfahrung machbar und eine der einsamsten Routen auf den höchsten Gipfel Deutschlands. Je nach Kondition und Erfahrung kannst du die Strecke innerhalb von einem oder zwei Tagen zurücklegen, denn hier warten gleich zwei Hütten in denen du einkehren und übernachten kannst: die Reintalanger- und die Knorrhütte.

Wir haben uns dazu entschieden die Wanderung gemütlich anzugehen auf haben sie auf zwei bzw. Drei Tage aufgeteilt: Am ersten Tag sind wir vom Skistadion in Garmisch-Partenkirchen bis zur Reintalangerhütte gewandert, am zweiten Tag ging es dann hoch zum Zugspitzgipfel und wieder runter zur Knorrhütte, während wir dann am dritten Tag übers Gatterl nach Ehrwald abgestiegen sind.

Etappe 1: Garmisch-Partenkirchen – Reintalangerhütte

Start der Wanderung ist das Skistadion in Garmisch-Partenkirchen, das die Kulisse für das berühmte jährlich-stattfindende Neujahrsspringen bietet – mit etwas Glück kannst du hier sogar ein paar Skispringern beim Üben zuschauen. Vom Stadion läufst du über einen asphaltierten Weg bis zum Eingang der Partnachklamm. Der Eintritt in die beeindruckende Klamm kostet 6 Euro, als Kurgast oder Einheimischer zahlst du 5 Euro. Je nachdem wie voll die Klamm ist und wie oft du selbst anhältst, benötigst du rund 20 Minuten, um durch die Schlucht zu laufen.

Hinter dem Ausgang der Partnachklamm läufst du noch kurz geradeaus und dann rechts runter zur Partnach. Nachdem du den Fluss überquerst hast folgst du rechts dem Schild Richtung Zugspitze (Münchner Haus), Knorrhütte und Reintalangerhütte. Nun wanderst du über einen schattigen und breiten Forstweg durchs Reintal, dabei geht es langsam, aber stetig bergauf, während neben dir friedlich die Partnach plätschert.

Später wird der Weg schmaler und du passierst das Winterlager der Reintalangerhütte. Kurz danach eröffnet sich dir ein gigantischer Blick durch eine schmale Schlucht auf die türkisblaue Partnach, die sich hier tosend durch die engen Felsen schlängelt. Es geht weiter über einen steinigen und leicht felsigen Weg bergauf durch den Wald. Zwischendurch genießt du immer wieder die Aussicht auf die Partnach, die umliegenden Berge und das Reintal, bis du die Bockhütte (1.052 Meter) erreichst. Hier kannst du dich stärken und, wenn nötig, die Toilette aufsuchen.

Spätestens jetzt wird dir der Atem stocken und du kommst dir vor wie mitten in der Wildnis Kanadas: Hier öffnet sich das Reintal, durch das sich die Partnach vorbei an dunkelgrünen Tannen schlängelt, links ragt eine riesige Felswand fast senkrecht in die Höhe und in der Ferne thronen mehrere Gipfel – einfach gigantisch!

Du folgst dem Weg weiter langsam bergauf, nun verschwinden die Tannen und du läufst mehr und mehr in der Sonne. Auch das Tal wird immer breiter, bis du das Tosen eines Wasserfalls wahrnimmst, den du dann auch zu Gesicht bekommst. Etwas später wanderst du an ein paar natürlichen Pools vorbei und blickst von hier üben zurück runter ins Tal – ein weiterer Gänsehautmoment.

Nun sind es nur noch wenige Meter bis zur Reintalangerhütte, die nach einem kleinen Waldabschnitt plötzlich vor dir erscheint – geschafft! Zieh deine Wanderstiefel aus, schlüpf in deine Sandalen und gönn dir ein erfrischendes Getränk, immerhin haben dich deine Füße heute innerhalb von rund 5 Stunden 13,6 Kilometer durchs wunderschöne Reintal und knapp 700 Höhenmeter näher zur Zugspitze getragen.

Hier, vor der Reintalangerhütte, sitzt du umgeben von wunderschöner Natur draußen an der Partnach mit Blick auf die gigantischen Gipfel ringsherum oder machst es dir drinnen in der Stube gemütlich, bevor das Abendessen serviert wird und wenig später Hüttenruhe herrscht.

Etappe 2: Reintalangerhütte – Zugspitze – Knorrhütte

Von der Reintalangerhütte brichst du am zweiten Tag zunächst zur Knorrhütte auf. Bereits nach wenigen Metern hast du die Möglichkeit zur Partnachquelle abzuzweigen – und das solltest du unbedingt tun, denn der kurze Abstecher lohnt sich! Wie aus dem Nichts sprudelt das glasklare Wasser der Partnach hier aus dem Berg, um später zum wilden Fluss zu werden.

Anschließend kommst du noch an einer uralten Eiche vorbei, bevor es nun über Serpentinen, Felsen und erstem Geröll teils steil bergauf geht. Der Aufstieg ist anstrengend, schließlich legst du innerhalb kurzer Zeit fast 700 Höhenmeter zurück. Nun schwinden auch langsam die Latschenkiefer und das Grün weicht mehr und mehr dem Grau der alpinen Berglandschaft. Nach rund 2 Stunden hast du das erste Etappenziel des heutigen Tages gemeistert und auf einmal liegt die Knorrhütte vor dir.

Hier kannst du dich nicht nur kurz ausruhen, stärken und die Toilette aufsuchen, sondern auch einen Teil deiner Sachen zurücklassen, sodass du nicht dein gesamtes Gepäck bis auf den Zugspitzgipfel schleppen musst – und glaub uns, jedes Gramm zählt! Frag einfach den Wirt, ob du ein paar deiner Sachen im Schuhraum ablegen darfst.

Von der Knorrhütte geht es kurz steil bergauf, dann aber eher gemächlich weiter nach oben. Nun eroberst du das Zugspitzplatt und befindest dich etwas später mitten im Skigebiet. Einige Schneefelder tun sich auf und mit etwas Glück entdeckst du sogar Gämse in den Felswänden. Dabei genießt du bereits jetzt eine gigantische Aussicht und erspähst schneebedeckte Bergketten in der Ferne.

Nach ca. 1,5 Stunden erreichst du das Sonnalpin und damit auch das steile Geröllfeld, das du nun meistern musst. Über mehrere Serpentinen geht es gefühlt senkrecht bergauf, bis du im Fels gelandet bist und vor dir ein Drahtseil wartet. Hier kannst du dich festhalten oder, falls du ein Kletterseil dabei hast, auch richtig absichern. Dieser Abschnitt ist kein offizieller Klettersteig, sondern ein schwarzer Wanderweg, weshalb ein Klettersteigset nicht zwingend notwendig ist. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier aber natürlich trotzdem angebracht.

Nun geht es treppenartig über große Felsen weiter bergauf, bis du den Grat erreichst und über die andere Seite auf den Eibsee und die Ammergauer Alpen blickst – ein wunderbarer Moment! Hier weht in der Regel der Wind und es ist deutlich kälter. Über den Grat läufst du nun weiter entlang der deutsch-österreichischen Grenze bis zur Bergstation der beiden Seilbahnen.

Oben angekommen, befindest du dich mitten im Trubel und auf einmal rückt die Wildnis wieder in weite Ferne. Noch befindest du dich nicht auf dem eigentlichen Gipfel der Zugspitze, dieser befindet sich hinter dem Haus der Seilbahn Zugspitze und ist ausgeschildert. Zunächst läufst du über eine Treppe durch ein Haus und anschließend steigst du an einem Drahtseil gesichert auf den Gipfel.

Oftmals ist hier leider Schlangestehen angesagt und viel Zeit bleibt dir am Gipfelkreuz selbst ebenfalls nicht, dennoch ist die Aussicht von Deutschlands höchstem Gipfel einfach gigantisch: Bei gutem Wetter blickst du bis nach München, rüber nach Österreich und sogar bis nach Italien und in die Schweiz!

Entweder läufst du von der Zugspitze wieder über den Grat und das Geröllfeld hinunter oder du nimmst wie wir die Gletscherbahn und sparst dir somit nicht nur diesen steilen und anstrengenden Abstieg, sondern auch einiges an Zeit. Denn oftmals musst du auch hier warten, da dir natürlich viele Bergsteiger auf ihrem Weg nach oben entgegenkommen.

Vom Sonnalpin geht es nun über den selben Weg zurück zur Knorrhütte, wo du dir ein kühles Bier und typisch-deftiges Hüttenessen mehr als verdient hast! Schließlich bist du heute rund 7 Stunden gewandert und hast auf 10,8 Kilometern im Aufstieg über 1.500 und im Abstieg knapp 900 Höhenmeter zurückgelegt!

Etappe 3: Knorrhütte – Gatterl – Ehrwald (Österreich)

Am dritten Tag steigst du von der Knorrhütte übers Gatterl nach Ehrwald ab. Dazu läufst du zunächst fast ohne Höhenunterschiede in einem weitem Bogen vorbei an den Ruinen der ehemaligen Zollhütte zum sogenannten Gatterl, dem 2.024 Meter hohen Grenzübergang ins österreichische Tirol. Dabei genießt du gigantische Ausblicke ins Reintal, das du am ersten Tag durchwandert bist.

Nachdem du das tatsächliche Gatter durchquert hast, eröffnet sich dir ein neues Tal und wenn du genau hinsiehst, entdeckst du mit Sicherheit das ein oder andere Murmeltier. Zudem leben auch auf der tiroler Seite zahlreiche Gämse, handelt es sich doch um die ehemaligen Jagdreviere des bayerischen Schriftstellers Ludwig Ganghofer.

Über den Max-Klotz-Steig geht es kurz bergauf und nun stehst du auf dem 2.041 Meter hohen Feldernjöchl. Von hier blickst du zurück aufs Gatterl und nach vorn auf eine Art kleine Alm, die von einem Bach durchzogen ist. Ein wenig erinnern die Grüntöne, die hier die Flanken der Berge bedecken, an Irland.

Anschließend geht es nochmals ein wenig bergauf, bis du das 2.120 Meter hohe Brandjoch erreicht hast und einen gigantischen Blick auf die umliegenden Gipfel genießt. Von hier führt der Weg nun immer weiter hinab bis zur Hochfeldernalm (1.732 Meter). Hier solltest du unbedingt einkehren und den köstlichen Kaiserschmarren auf der Sonnenterrasse verputzen. Außerdem blickst du von der Alm ins wunderschöne Gaistal, das das Wettersteingebirge im Norden von der Mieminger Kette im Süden trennt.

Von der Hochfeldernalm wanderst du weiter bergab und kannst noch einen kleinen Abstecher zur Pestkapelle einlegen, bis du die Ehrwalder Alm erreichst. Ab hier geht es über einen breiten Forstweg bis hinunter ins Tal nach Ehrwald. Alternativ kannst du die Strecke auch mit der Ehrwalder Almbahn fahren. Insgesamt legst du am dritten Tag 12,4 Kilometer zurück und überwindest dabei innerhalb von rund 5 Stunden über 1.200 Höhenmeter im Abstieg.

Erlebe weitere Abenteuer in der Tiroler Zugspitz Arena!

Wenn du nach der Wanderung auf die Zugspitz immer noch nicht genug vom Abenteuer hast, warten in der Tiroler Zugspitz Arena zahlreiche weitere Erlebnisse auf dich. Unvergesslich ist zum Beispiel die Canyoning-Tour Go Vertical, bei der du innerhalb von 4 Stunden 12 Abseilstellen von 10 bis 25 Meter meisterst und dich dabei teilweise mitten im Wasserstrahl befindest – dabei immer im Blick: das grandiose Bergpanorama und die Zugspitze! Oder du begibst dich auf die längste Sommerrodelbahn Tirols und rast auf einer Länge von 1.300 Metern den Marienberg in Biberwier hinunter.

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Wenn du noch etwas mehr Zeit zur Verfügung hast, kannst du im Anschluss deiner Wanderung noch ein paar Tage in der Tiroler Zugspitz Arena verbringen und hier weitere Wanderwege entdecken – ein paar der schönsten verraten wir dir in unserem Beitrag!

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Diese Wanderungen und Abenteuer warten in der Tiroler Zugspitz Arena auf dich!

Das gehört für deine Zugspitzwanderung in deinen Rucksack

Für deine Wanderung auf die Zugspitze solltest du auf Funktionskleidung setzen: So sparst du dir einerseits Gewicht und kommst andererseits nicht so schnell ins Schwitzen. Besonders empfehlenswert sind Shirts aus Merinowolle und Hosen mit Zip-off-Funktion, denn so kannst du mehrere Tage das selbe Kleidungsstück tragen. Achte beim Packen darauf, dass es beim Wandern und gerade beim Bergsteigen auf jedes Gramm ankommt und du deshalb nicht zu viel mitschleppen solltest!

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Feste Wanderschuhe

Das A und O beim Bergsteigen sind feste Wanderschuhe, die bereits ausreichend eingelaufen und bequem sind, aber gleichzeitig den nötigen Halt bieten. Setze für deine Besteigung der Zugspitze auf Wanderschuhe der Kategorie B/C, wie die Hanwag Tatra II GTX, die es in verschiedenen Ausführungen für Männer und Frauen gibt.

Mammut Creon Pro

Tourenrucksack

Auf deiner Wanderung zur Zugspitze ist er dein engster Begleiter: dein Rucksack! Der Creon Pro von Mammut sitzt perfekt und bietet mit seiner cleveren Fächeraufteilung und einem Fassungsvermögen von 30 Litern ausreichend Platz für all deine Sachen. Besonders praktisch sind das kleine Fach im gepolsterte Hüftgurt und der seitliche Reissverschluss-Zugang zum Hauptfach.
L.I.M COMP - leichte Regenjacke Haglöfs

Regenjacke

Eine Regenjacke gehört beim Wandern immer ins Gepäck, und gerade wenn du im alpinen Gelände unterwegs bist ist ein Wetterumschwung keine Seltenheit. Die LIM Comp Regenjacke von Haglöfs eignet sich besonders gut für dein Zugspitzabenteuer, da sie ultraleicht ist und sich sehr klein zusammenfalten lässt.

Skigebiet - Skifahren

Wanderstöcke

Wanderstöcke sind nur etwas für Anfänger? Weit gefehlt! Dank Wanderstöcken läufst du sicherer und schonst deine Gelenke – spätestens beim letzten Aufstieg über das steile Geröllfeld schätzt du dich über deine Trail Trek Poles von Black Diamond glücklich.

Kokon-Insektenschutz - Kokon

Hüttenschlafsack

Wenn du auf einer Hütte übernachtest, ist ein Hüttenschlafsack aus hygienischen Gründen Pflicht. Dieser Seidenschlafsack von Cocoon wiegt gerade einmal 160 Gramm, lässt sich klein verpacken und bietet zudem einen integrierten Mücken- und Insektenschutz. Die Seide sorgt dafür, dass du weder zu sehr schwitzt noch frierst.

Daunenjacke - Patagonia

Leichte Daunenjacke

Ob am frühen Morgen, abends oder während Pausen auf deiner Wanderung, eine leichte Daunenjacke gehört selbst im Hochsommer in deinen Wanderrucksack. Die isolierende Nano Puff von Patagonia wiegt gerade einmal 337 Gramm, ist winddicht und wasserabweisend. Dank des sehr kleinen Packmaßes bekommst du die Daunenjacke gut verstaut.

Off The Path: Eine Reiseanleitung zum Glücklichsein

Trinkflasche

Mit unserer robusten Draußgänger Trinkflasche aus Edelstahl hast du immer ausreichend zu trinken bei dir und musst dir keine Gedanken machen, sollte dir die Flasche einmal hinfallen. Dank der doppelwandigen Verarbeitung kannst du dich über ein erfrischend-kühles Wasser oder über einen wärmenden Tee freuen.

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Blasenpflaster

Selbst in den bequemsten Wanderschuhen kann es bei einem anstrengenden Aufstieg passieren, dass du dir Blasen läufst. Für diesen Fall ist es immer gut eine Packung der altbewährten Sport Blasenpflaster von Compeed im Rucksack zu haben!

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Auf den Hütten ist der Strom knapp und damit du dennoch nicht auf dein Smartphone oder deine Sportuhr verzichten musst, nimmst du am besten eine Powerbank mit, wie diese gerade einmal 200 Gramm leichte von OUTXE. Der Karabiner und die Silikonschutzhülle machen sie zur perfekten Powerbank für deine Abenteuer!

Das sind die besten Bücher und Reiseführer über die Zugspitze

Auch wenn wir dank Internet und Smartphones ständig mit der Welt verbunden sind und jederzeit auf Informationen zugreifen können, gibt es Momente, in denen eine richtige Karte aus Papier oder ein Reiseführer Sinn machen – insbesondere dann, wenn du durch Täler und auf Bergen wanderst, in denen du kein Empfang hast. Hier haben wir eine Auswahl an passenden Wanderführern für die Zugspitze für dich.

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blick aufs gatterl von ehrwald kommend

Wissenswertes

Lage & Höhe

Die Zugspitze befindet sich im Wettersteingebirge in den Ostalpen, während auf ihrem Westgipfel die Grenze zwischen Deutschland und Österreich verläuft. Sie liegt südwestlich von Garmisch-Partenkirchen und im Norden Tirols. Mit 2.962 Metern ist die Zugspitze nicht nur der höchste Gipfel des Wettersteingebirges, sondern auch Deutschlands.

Bergbahnen

Die Zugspitze ist über die Seilbahn Zugspitze von Deutschland und über die Tiroler Zugspitzbahn von Österreich aus erschlossen. Außerdem fährt die Bayerische Zugspitzbahn (Zahnradbahn) aufs Zugspitzplatt, während dich von hier aus die Gletscherbahn weiter hoch auf den Gipfel befördert.

Wanderwege & Klettersteige

Du erreichst die Zugspitze über das Reintal, das Höllental, übers Gatterl, den Stopselzieher-Klettersteig, die Kletterroute Eisenzeit oder den Jubiläumsgrat.

Hütten

Auf der Zugspitze selbst befindet sich das Münchner Haus, zudem liegen auf den verschiedenen Wegen zum Gipfel die Knorrhütte, die Reintalangerhütte, die Höllentalangerhütte sowie die Wiener Neustädter Hütte.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für eine Wanderung auf die Zugspitze ist zwischen Ende Juni und September, da du in diesen Monaten in der Regel mit weniger Schnee und Temperaturen über Null Grad rechnen kannst.

Anreise

Du erreichst Garmisch-Partenkirchen, den Startpunkt deiner Zugspitzwanderung, entweder bequem mit dem Auto über die A95 und die B2 oder innerhalb von 1,5 Stunden mit der Regionalbahn vom Münchner Hauptbahnhof aus.

gruppenwanderung hoch auf die zugspitze

Du möchstest die Tour mit einem staatlich geprüften Bergführer unternehmen?

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Die häufigsten Fragen zur Zugspitze

Um auf die Zugspitze zu wandern, brauchst du durchs Höllental rund 9 Stunden, durchs Reintal 10 Stunden und übers Gatterl sind es ca. 8,5 Stunden. Am schnellsten geht es innerhalb von 6,5 Stunden über den Stopselzieher-Klettersteig.

Die beste Zeit, um auf die Zugspitze zu wandern, ist zwischen Ende Juni und September, da es dann seltener auf der Zugspitze schneit und die Temperaturen eher über Null Grad sind.

Ja, man kann die Zugspitze an einem Tag besteigen. Die beliebteste Route führt übers Höllental und dauert rund 9 Stunden.

Von der Zugspitze kannst du in vier Länder schauen: Deutschland, Österreich, Italien und in die Schweiz.

Von der Zugspitze siehst man bei gutem Wetter mehr als 400 Gipfel, darunter auch die höchsten Berge der Ostalpen wie den Piz Bernina (4.049 m), den Ortler (3.905 m), den Großglockner (3.798 m) und die Wildspitze (3.768 m).

Der erste Mensch auf der Zugspitze war Josef Naus, ihm gelang 1820 die erste namentlich nachgewiesene Besteigung des Gipfels.
Der Name Zugspitze leitet sich von den „Zugbahnen“ der Lawinen ab, somit ist die Zugspitze also gewissermaßen ein Lawinenberg.
Sebastian Canaves
Sebastian blickt nicht nur bei seinen täglichen Gassirunden auf die Zugspitze, sondern hat sie bereits mehrmals bestiegen.
Sebastian Canaves - Reise
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