Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Kambodscha

#ChooseAdventures

Überblick Kambodscha

Kambodscha ist noch ein echtes Abenteuerland, denn in den meisten Orten stößt du nur selten auf andere Reisende, ausgenommen natürlich die wunderschönen Tempelanlagen des Angkor Wat, aber auch hier kannst du dich in einem verlassenen Tempel wiederfinden, wenn du die bekannteren Tempel vermeidest. Außerdem hat Kambodscha auch landschaftlich einiges zu bieten: Gebirge, der Mekong, der längste Fluss der Welt, Schwemmland, einsame Inseln und schöne Strände. Hier wirst du auf jeden Fall fündig!

Lage & Einwohner

Das vorwiegend buddhistische Königreich Kambodscha liegt am Golf von Thailand, grenzt im Norden und Westen an Thailand, im Norden zusätzlich an Laos, und im Osten an Vietnam. Die Gesamtfläche beträgt über 180.000km2, auf der knapp 14 Millionen Menschen leben, davon allein in der Hauptstadt Phnom Penh 2 Millionen. Kambodscha ist damit halb so groß wie Deutschland.

Das Landschaftsbild Kambodschas ist vor allem geprägt durch den größten Binnensee Südostasiens, Tonle Sap, im Nordwesten des Landes. Er zählt zu den fischreichsten Gewässern weltweit, sodass hier viele Fischer durch ihn ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber auch der Mekong, der in Nord-Süd-Richtung verläuft, spielt eine große Rolle.

Klima & Reisezeit

Da Kambodscha nahe des Äquators liegt, gibt es keine zu großen Unterschiede zwischen Sommer und Winter. Die Temperaturen bewegen sich ganzjährig zwischen 26 und 33 Grad, allerdings herrscht zwischen Mai und Oktober Regenzeit.

Die beste Reisezeit für Kambodscha ist Dezember bis März, da hier Trockenzeit ist. Ab März steigen die Temperaturen bis auf 40 Grad und die Luftfeuchtigkeit erreicht bis zu 90%. Dann wird es teilweise echt anstrengend! Wir waren im März da, das war schon wirklich an der Grenze. Durch das feuchtheiße Monsunklima haben wir den ganzen Tag so geschwitzt, dass es uns nur so runtergelaufen ist!

Innerhalb der Landes unterscheidet sich das Klima kaum.

Kambodscha haben wir zwar als sicheres Land wahrgenommen, allerdings solltest du hier immer auf deine Wertsachen achten. Raubüberfälle an Touristen kommen auf jeden Fall ab und an vor und du willst ja nicht einer von ihnen sein!

Sprache

Kambodscha ist ein sehr junges Land, fast die Hälfte der Bevölkerung ist nicht mal 14 Jahre alt.
Die Landessprache ist Khmer, wobei Englisch als Geschäftssprache verbreitet ist. Vor Ort sind die Englischkenntnisse aber eher dürftig.

Währung

Gezahlt wird in Kambodscha in US-Dollar, obwohl die Landeswährung eigentlich Riel ist. Diese wird aber nur für Wechselgeld und kleinere Beträge verwendet. Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants angenommen.

An Bargeld kommst du in den größeren Städten, meistens aber nur mit Kredit- und nicht mit EC-Karte. Hier kannst du direkt US-Dollar abheben, am besten in kleinen Scheinen. 50 Dollar Scheine werden in kleineren Restaurants oder auf Märkten selten angenommen.

Einreise & Impfungen

Für die Einreise nach Kambodscha besteht Pass- und Visumspflicht. Ein Visum kannst du zum Beispiel bei der kambodschanischen Botschaft in Berlin beantragen oder ganz easy online unter www.evisa.gov.kh. Bei Letzterem ist die Einreise nur über bestimmte, aber eigentlich auch die gängigen Grenzübergänge, erlaubt.

Unter anderem zählen die Flughäfen von Siem Reap und Phnom Penh dazu. Hier http://www.mfaic.gov.kh/ kannst du einen Blick auf die aktuelle Liste der Grenzübergänge werfen. Der elektronische Antrag sollte mindestens zwei Wochen vor Reiseantritt gestellt werden.

Achte auf jeden Fall darauf, dass du nicht Multiple-Entry bezahlst, wenn du nur einmal ins Land einreist! Ein normales Visum kostet 30 $. Diesen Betrag solltest du in bar mitbringen sowie ein Passbild.

Die dritte Möglichkeit ist das Visum bei Einreise am Grenzübergang. Wir würden aber auf jeden Fall dazu raten, es vorab zu beantragen, am einfachsten online, dann sparst du dir Zeit und Nerven!

Das Visum ist normalerweise 4 Wochen gültig, wobei die Einreise innerhalb der Nutzungsfrist von 3 Monaten erfolgen muss.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen. Daneben besteht in Kambodscha ganzjährig ein Malariarisiko, vor allem während der Regenzeit. In Phnom Penh und um den Tonle Sap See ist das Risiko aber gering. Angkor Wat gilt als malariafrei.

Transport

Die Straßen von Kambodscha sind eine echte Herausforderung! Es gibt nur wenige Hauptstraßen, dafür viele unasphaltierte, staubige Holperpisten.

Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist in Kambodscha gut organisiert. So siehst du am meisten von der Landschaft und kommst leicht in Kontakt mit anderen Reisenden und Einheimischen.

Von Phnom Penh kommst du zum Beispiel in 6,5 Stunden für 7 bis 12 Dollar gut nach Siem Reap. Ein guter Anbieter ist Giant Ibis Bus. Hier hast du sogar kostenloses Wifi.

Busse sind ein beliebtes Verkehrsmittel sowohl unter Einheimischen als auch bei Reisenden. Sie verbinden die bekannten Sehenswürdigkeiten, sind eigentlich ganz bequem und haben sogar eine Klimaanlage und Toilette!

Für Nachtfahrten gibt es auch Busse mit Schlafmöglichkeiten. Die Busse der Einheimischen sind einfacher, dafür kriegst du aber das volle Programm: sie sind voll, du hast wenig Platz für dein Gepäck und sitzt vielleicht auch mal neben einem Huhn. Authentisch und witzig, aber natürlich auch etwas anstrengend!

Pickups und Sammeltaxis können im Vergleich zu den öffentlichen Buslinien auch individuelle Ziele abdecken, sind aber teurer.

Wenn du noch in ein Nachbarland reisen willst, gibt es auch hier diverse Anbieter. Stell dich aber auf jeden Fall auf eine abenteuerliche Fahrt ein!

Kambodscha mit dem Zug zu erkunden ist eher mühsam, da die Züge unregelmäßig verkehren und im Vergleich zu Bussen relativ lange brauchen.

Dagegen geht es mit dem Flugzeug bequemer und schneller. Kambodscha besitzt unglaubliche 17 Flughäfen, aber nur Siem Reap und Phnom Penh bieten regelmäßig Flüge an. Du kannst zum Beispiel mit Vietnam Airlines über Vietnam oder mit Bangkok Airlines über Thailand einreisen. Wir sind mit Cambodia Angkor Air geflogen, das war auch total in Ordnung. Innerhalb des Landes bietet Cambodia Angkor Air als einzige Airline Flüge an, die preislich auch in Ordnung sind. Du musst mit rund 50-100 $ rechnen.

In Kambodscha wird, anders als im Nachbarland Thailand, rechts gefahren, also nicht vergessen nach links zu schauen, bevor du die Straße überquerst!

Je nach Saison und Wasserstand des Mekongs kannst du die Strecke von Phnom Penh nach Siem Reap auch mit dem Speedboot (ca. 35 $ pro Fahrt) zurücklegen. Von März bis August ist dies allerdings nicht möglich.

Innerhalb einer Stadt oder auch zum Beispiel für einen Ausflug nach Angkor Wat bieten sich Tuk Tuks oder auch Remorks an (Motorrad mit Anhänger), denn sie sind günstig und schnell. Eine kleine Tour durch Angkor Wat kostet ca. 14 $, eine große 18 $. Meistens haben die Unterkünfte auch ihre eigenen Fahrer, sodass du dort direkt buchen kannst. Allerdings kommen noch die 20$ Eintrittsgebühren dazu, die du am Eingang zum Tempelgelände zahlen kannst.

Fahrräder kannst du in den großen Städten auch an jeder Ecke mieten. Günstiger kommst du kaum weg. Für 2 € pro Tag kannst du damit hinaus nach Angkor fahren und unterstützt bei einer Buchung bei White Bicycles auch noch lokale Projekte.

Kulturelle Besonderheiten

Kambodscha ist ein vorwiegend buddhistisches Land. Du solltest deine Kleidung und dein Verhalten also etwas anpassen, musst dich aber auch nicht verrückt machen. In Siem Reap kannst du locker in Shorts und Shirt rumlaufen.

Bei einem Ausflug nach Angkor Wat sieht es dagegen anders aus. Hier solltest du lange Kleidung tragen, und besonders deine Schultern mit einem Tuch bedecken.

Da Kambodscha aufgrund des Bürgerkriegs als eines der am stärksten verminten Länder der Welt gilt, solltest du dich nicht ohne Begleitung eines Guides abseits der Pfade aufhalten. Vor allem entlang der thailändischen Grenzen und im Osten gibt es noch umexplodierte Bomben, unter anderem aus dem Vietnamkrieg. Auch in Angkor Wat empfiehlt es sich, den vorgeschlagenen Rundwegen zu folgen.

Die Sicherheitslage kann sich in Kambodscha schnell ändern. Checke am besten vor der Planung einer Reise dorthin wie es aktuell aussieht.

Streng geht es in Kambodscha bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Schon geringste Mengen an Drogen führen zu langjährigen Haftstrafen unter wirklich schlechten Bedingungen. Auch die Entwendung von Kulturgütern ist streng verboten. Also lass die Hände weg von abgefallenen Tempelteilen!

Trotz des Aufschwungs in den letzten Jahren ist Kambodscha immer noch ein sehr armes Land. 35% der Menschen leben unter der nationalen Armutsgrenze. Stell dich darauf ein, Frauen mit Kindern am Straßenrand schlafen oder generell einige unterernährte Kinder zu sehen.

Falls du jemals in die Situation kommst, mit Kambodschanern im Sitzkreis zu sitzen, setz dich seitlich. Es gilt als respektlos, mit den Füßen auf andere Menschen zu zeigen!

Essen & Trinken

Die kambodschanische Küche ist wirklich vielseitig. Lokale Spezialitäten aus der Khmer-Küche werden mit Einflüssen aus den umgebenden Ländern wie Vietnam, China, Thailand oder Malaysia kombiniert. Sie wird oft auch als „Thai-Küche ohne Schärfe“ bezeichnet, denn sie ist der thailändischen sehr ähnlich, aber eben nicht so scharf gewürzt. Wie in Vietnam ist das französische Erbe spürbar, zum Beispiel in Form von Baguette.

Zu fast jedem Gericht und zu jeder Tagesmahlzeit wird Reis serviert, manchmal auch Nudeln. Fisch, Meeresfrüchte und Hähnchen werden typischerweise meist säuerlich angemacht. Gewürzt wird oft mit einer Paste aus kleinen getrockneten Fischen namens Prahok. Unser Lieblingsgericht ist Amok, ein Curry, das aus Fisch, Fleisch oder Gemüse besteht und meist in einer halben Kokosnuss serviert wird. Aber auch viele verschiedene Suppenarten (Sup) stehen auf der Speisekarte, die von den Kambodschanern auch gerne zum Frühstück gegessen werden.

Wenn du richtig mutig bist, kannst du in Kambodscha frittierte Käfer, Heuschrecken oder auch Spinnen probieren. Auf dem Markt in Siem Reap hast du zum Beispiel eine gute Gelegenheit dafür!

Zu den beliebtesten Getränken zählt in Kambodscha Zuckerrohrsaft, den es oft frisch gepresst gibt. Leitungswasser solltest du in Kambodscha nicht trinken, dafür gibt es an jedem Straßenstand Wasser zu kaufen.

Eigentlich wird in Kambodscha jedes Getränk mit Eiswürfeln serviert. Wir haben uns hier nie etwas geholt, aber wenn du vorsichtig sein möchtest, lass sie weg.

Ein Angkor Beer solltest du in Kambodscha auch mal probiert haben, wenn du gerne Bier trinkst.

Auf den Märkten werden zum Trinken geröstete Kokosnüsse verkauft, die zwar klein, aber wirklich sehr sehr lecker sind! Das Fleisch ist mindestens genauso gut wie der Saft.

Wie auch in Vietnam werden Desserts oft mit Klebreis zubereitet, so auch Num Pra Ny, bei dem Kokosnuss oder Banane hinzugefügt und das Ganze in Bananenblätter verpackt wird.

Traditionell wird in Kambodscha auf dem Boden gegessen. Auf einer Matte sitzend werden die Gerichte von Palmenblättern mit der rechten Hand zu sich genommen. In Restaurants sitzt du aber ganz normal mit Stuhl am Tisch. Wenn du mit Stäbchen nicht so gut umgehen kannst, darfst du dich freuen. Hier gehören Gabel und Löffel zum Standardbesteck!

Events

Die traditionellen und kulturellen Feste Kambodschas richten sich nach dem kambodschanischen Mondkalender. Sie alle sind beeinflusst vom Buddhismus, Hinduismus und königlichen Kulturen.

Die wichtigsten Feste sind folgende:

- Bon Chol Chhnam Thmei: Das Silvester der Khmer wird am 13. April gefeiert, manchmal auch am 14. An diesem Tag endet die Erntesaison und die Farmer können sich entspannen, bevor die Regensaison beginnt. Das Fest geht 3 Tage und wird begleitet von zahlreichen Tänzen und traditionellen Khmer Spielen.

- Bon Chroat Preah Nongkoal: Jedes Jahr im Mai wird zu Beginn der Pflanzsaison gefeiert und zwar mit einer Zeremonie im Park neben dem königlichen Palast in Phnom Phen. Traditionell pflügt ein „König“ den Acker, während die „Königin“ die Saat verstreut. So soll eine reiche Ernte begünstigt werden. Alle Frauen und Männer tragen zu diesem Fest traditionell bunte Khmer Kostüme.

- Pchum Ben Tag: An 15 Tagen zwischen Ende September und Anfang Oktober feiern die Kambodschaner die Toten und bieten den Mönchen und hungrigen Seelen der Tempel Essen an. Ein sehr wichtiges Fest in Kambodscha!

- Wasser Festival: Jedes Jahr im November wird dieses Fest an drei Tagen abgehalten. Es ist eine Art Erntedankfest des Mekong Flusses und leutet die Fischfang-Saison ein.

Packliste

Wie bereits erwähnt, besteht in Kambodscha Malariarisiko, nicht in jeder Region gleich, aber wenn du das ganze Land bereisen möchtest, solltest du auf jeden Fall eine Prophylaxe und Mückenspray mitnehmen.

Außerdem lange, helle Kleidung, um dich vor den Malaria-Mücken zu schützen. Diese wird dir auch beim Besuch von Tempeln nützlich sein, ebenso wie ein leichtes Tuch, um deine Schultern zu bedecken.

Für Ausflüge in der prallen Sonne solltest du eine Kopfbedeckung dabei haben, damit du nicht irgendwann einen Hitzschlag bekommst.

Die Unterkünfte in Kambodscha sind eigentlich alle recht sauber. Wenn du aber auf Nummer Sicher gehen möchtest, pack einen Seidenschlafsack ein. Er ist außerdem super praktisch, wenn es so heiß ist, dass du eigentlich ohne Decke schlafen möchtest, aber nicht ganz unbedeckt sein willst. Der Schlafsack lässt sich ganz klein zusammenfalten und wiegt auch praktisch nichts.

Ein Steckdosen-Adapter ist auch hier nötig, am besten mit Überspannungsschutz. Wie bei jeder Reise solltest du auch hier Kopien aller Dokumente, insbesondere auch deines Visums, bei dir und digital gesichert haben.

Off The Path Highlights

DAS Highlight und der Grund, warum die meisten Leute ins Land reisen, ist natürlich Angkor Wat. Es gibt aber auch andere nette Ort, die definitiv einen Besuch wert sind, wenn du schon mal vor Ort bist.

- Angkor Wat: die größte und weltbekannte Tempelanlage befindet sich in der Nähe von Siem Reap. Du kannst die wichtigsten Tempel in einem Tag sehen, aber auch entspannt mehrere Tage einplanen.

- Siem Reap: Wir haben uns hier echt wohl gefühlt! Der Markt, leckeres, günstiges Essen, tolle, westliche Cafés, in denen es wunderbare Smoothies und Salate gibt und nette Menschen.

- Kep: knapp 3 Stunden von Sihanoukville entfernt liegt dieser hübsche, kleine Ort an der Küste: bunte Kolonialbauten, Märkte, Fisch und Meeresfrüchte - ein kleines Paradies!

- Sihanoukville/Otres Beach: ein schöner, ruhiger Strand, mit Beach Bars, Restaurants und Liegemöglichkeiten, der weniger frequentiert ist als Serendipity oder Ocheutaeal Beach.

- Koh Rong Samlen: von Sihanoukville aus kannst du rüber auf diese Insel und in diesem Paradies deine Seele baumeln lassen.