Schweden

Diese Kanutour in Schweden gehört auf deine Bucket Liste!

Frau mit Hund paddelt durch Schlucht

Kanutour Schweden – Verbringe Tag und Nacht in der Wildnis!

Es ist genauso, wie wir uns eine Kanutour Schweden vorgestellt haben. Wir sitzen auf unserer eigenen kleinen, malerischen Insel, mitten im wunderschönen Glaskogen Naturreservat. Die Sonne lässt alles in einem wunderbar warmen, goldenen Licht erstrahlen. Eben noch waren wir gemeinsam mit unserem Hund Finley im Wasser des riesigen Stora Gla schwimmen. Jetzt sitzen wir vor unserem Zelt und warten darauf, dass das Wasser für unser Essen kocht. Dabei ist es doch schon 21 Uhr und die Sonne will einfach nicht untergehen.

Das Beste: Genauso sieht jeder Abend während unserer Kanutour im Glaskogen aus.

Manchmal zünden wir uns auch ein Lagerfeuer an, während wir uns jeden Morgen einen leckeren Kaffee zubereiten. Dann geht es für die nächste Paddelstrecke wieder zurück aufs Wasser.

Klingt das nach genau dem richtigen Abenteuer für dich? Dann haben wir hier einen ausführlichen Erfahrungsbericht über unsere Kanutour in Schweden für dich. Das Tolle ist, dass auch du dich ganz entspannt in dieses Abenteuer stürzen kannst. Das Team von Der Kanu Trip organisiert nämlich im Hintergrund alles für dich. Wie eine solche Kanutour in Schweden genau aussieht und was du alles wissen musst findest du hier. So bist du auch bestens für diese Abenteuer vorbereitet.   

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sebastian canaves
Sebastian Canaves
28. Juli 2021
Sebastian hat bereits den Kanumarathon in Dalsland mitgemacht und mit dieser Kanutour in Schweden ging ein weiterer Traum in Erfüllung!
Kanutour Schweden Golden Retriever beim Kanufahren

Kanutour Schweden Tag 1: Ankunft & los paddeln

Es ist Punkt 12 Uhr mittags als wir mit unserem Sprinter im Basislager ankommen. Sofort begrüßt uns unser Ranger Julian und wir lernen Stefan kennen. Er ist der Betreiber des Kanuverleihs vor Ort. Stefan zeigt uns gleich unser Kanu, während uns Julian unser Kochset übergibt. Dabei wird uns on beiden mehr zum Kanu Trip, den Schutzhütten und auch der Strecke erklärt.

Seit heute Morgen regnet es. 

Obwohl wir schon vorgepackt haben, geht es nun schließlich ans richtige Packen des Kanus. Und da wir neben unserem Kameraequipment auch noch unseren Hund Finley dabei haben, wird das eine echte Herausforderung.

Kurzerhand fragen wir nach einer zweiten Tonne und dürfen diese zum Glück haben, denn es geht perfekt auf. In die eine packen wir all unser Camping-Zubehör wie Zelt, Schlafsäcke und Isomatten, sowie unsere Hygieneartikel. Aber auch ein Teil des Kamera-Equipments. In die andere Tonne kommt alles rund ums Essen. Also all unsere Packungen an Trockennahrung, das Kochset samt Spiritusflasche, sowie auch unser Kaffeezubehör. Außerdem natürlich auch das Futter sowie Leckerlies für Finley. Unsere Anziehsachen für die 7-tägige Kanutour verstauen wir in einem separaten Rucksack. Den packen wir wiederum in eine große Drybag, die uns Stefan freundlicherweise ausleiht. 

Kanutour Schweden und ein Kanu zu packen, ist eine kleine Herausforderung

Wie immer dauert alles länger als gedacht und auch etwas Stress macht sich breit. Die anderen Teilnehmer des dieswöchigen Kanu Trips sind nämlich bereits vor ein paar Stunden los gepaddelt. Nur die beiden Crew-Jungs Robin und Lukas und wir sind noch vor Ort. Außerdem warten auch ein paar der vorherigen Teilnehmer im Haus des Basislager auf den Bustransport zurück nach Hamburg und Köln.

Es hört auf zu regnen und promt machen sich auch Robin und Lukas inklusive Bierkasten auf den Weg. 

Es ist sicherlich nicht gerade eine platz- und gewichtssparende Möglichkeit. Jedoch werden wir sie später noch ein paar Mal um ihren Bierkasten beneiden. Doch erstmal müssen wir endlich fertig werden. Mittlerweile ist es schon 15 Uhr. Ob wir heute noch vom Fleck kommen?

Kurz überlegen wir, ob wir nicht einfach erst morgen ganz in Ruhe, und wenn das Wetter besser ist, starten sollen. Doch dann packt uns doch der Drang. Der Ruf nach Abenteuer. Schließlich bleibt es hier in Schweden lange hell und wir haben noch ausreichend Zeit zum Paddeln. Wir schnappen uns noch zwei unserer kleineren Drybags. In diese verstauen wir unsere Handys und auch die Kamera samt dem Zubehör. So, dass wir diese im Kanu griffbereit haben. 

Wir bringen unser Kanu endlich zu Wasser für unsere Kanutour Schweden

Zu Guter Letzt füllen wir auch noch unsere beiden Trinkflaschen mit kaltem Wasser. Nun müssen nur noch die Schwimmwesten angezogen werden und los geht’s. Zunächst steht ein circa 20-minütiger Landtransport zum nächsten See, dem Glafsfjorden an. Es ist ziemlich warm und auch schwül. Was aber viel unangenehmer ist, sind die vielen Bremsen. Die haben es nämlich auf uns abgesehen. Keine Chance: Wir müssen anhalten und uns erst einmal ordentlich mit Deet einsprühen.

Gesagt, getan, geht es weiter. Wir laufen einen kleinen Hang zum Ufer hinunter und vor uns befindet sich Schilf, durch das eine schmale Schleuse führt. 

Hier müssen wir unser Kanu ins Wasser lassen, hier startet unser Abenteuer! 

Zunächst steigt Line vorne ins Kanu, dann springt Finley nach ein wenig Überzeugungsarbeit rein. Schließlich setze auch ich mich vorsichtig auf meinen Platz.

Zugegebenermaßen haben wir bis dato nur sehr wenig Kanu-Erfahrung mit Finley. Er saß allerdings mal für ein Shooting mit Line in einem aufblasbaren Kajak. Wir waren auch ein paar Mal zusammen auf dem SUP-Board unterwegs. Diese Erfahrung war aber eher unentspannt. Während Line eben gepackt hat, habe ich nämlich auch noch ein paar Trockenübungen mit Filey gemacht. Dabei aber fast eine komplette Packung Leckerlies verbraucht.

Hoffentlich kentern wir nicht!

Entsprechend sind wir alle ziemlich aufgeregt, ob das mal gut geht. Langsam paddeln wir los und rauf auf den offenen See. Es ist leicht winding und bewölkt. Finley ist unruhig. Jedes Mal, wenn er sich bewegt, wackelt das Kanu und kippt auch extrem zur Seite. Zwar spricht es keiner aus, aber auf den ersten Kilometern zweifeln wir wohl beide an der Idee. Der Idee, unseren Hund mit auf diese Kanutour genommen zu haben. Und kentern sehen wir uns auch schon beide.

Egal, wir paddeln entschlossen weiter. Kurze Zeit später kommen wir am ersten Zeltlager eines anderen Teilnehmers vom Kanu Trip vorbei. Was für ein Zeltlager! Insgeheim beschließen wir beide, auf dem Rückweg hier zu übernachten.

Um die Ecke entdecken wir das nächste Lager. 

Wir paddeln weiter, vorbei an Häusern, durch Schilf und unter einer Brücke hindurch. Noch sind wir nicht im Glaskogen Naturreservat angekommen, noch ist die Wildnis fern. Wir sehen weitere Kanus an einem kleinen Strand, während ein paar Leute mit ihren Angeln im Wasser stehen.

Eigentlich wollten wir gar nicht so weit paddeln. Doch wir finden keinen geeigneten Zeltplatz, auch nicht die eingezeichneten in der Karte. Zum Glück regnet es nicht mehr. Dafür ziehen neben uns Gewitterwolken her und es donnert immer Mal wieder. Finley findet jede Boje, an der wir vorbeipaddeln, suspekt und knurrt sogar leicht. 

Vielleicht wird er ja doch einmal ein Wachhund?

Was wir aber so gar nicht erwartet hätten, vor allem auch nicht so schnell. Finley legt sich auf einmal von selbst ins Kanu und döst leicht vor sich hin. Wir sind überglücklich und können unser Glück kaum fassen. Damit hätten wir im Leben nicht gerechnet! 

Kanutour Schweden – Wir haben das heutige Etappenziel erreicht

Vor uns offenbart sich eine Kirche, von der hatte uns Julian erzählt. Auch hier soll es einen Lagerplatz geben. Doch wir entschließen noch weiter zu paddeln. Und tatsächlich entdecken wir etwas später eine geeignete Stelle. Perfekt um an Land zu gehen und unser Zelt aufzuschlagen. Auch hier ist eine Feuerstelle zu sehen.

Wir schauen erschrocken auf die Uhr. Es ist bereits 19 Uhr! Auch ein Blick auf die Karte lässt uns leicht aufschrecken. Wir befinden uns gar nicht weit von der ersten Umtragestelle. Somit haben wir trotzt unseres späten Starts doch noch das angegebene Ziel der heutigen Etappe geschafft. Stolz und ein breites Grinsen machen sich breit.

Während ich unser Zelt für heute Nacht aufbaue, kocht Line das Wasser für unsere erste Mahlzeit. 

Ich versuche noch ein Lagerfeuer zu zünden, doch leider ist das Holz zu nass. Heute gibt es Chilli Con Carne und dazu Dosenmais, den wir noch übrig haben. Tatsächlich ist es für mich das erste Mal, dass ich die Trockennahrung von Real Turmat probiere. Was soll ich sagen: Das schmeckt ja der Hammer! Wie selbst gekocht!

Line entdeckt die Regenwolken auf der anderen Uferseite, wo es auch bereits regnet. Jetzt muss es schnell gehen. Wir verstauen alles in unseren wasserdichten Tonnen und in unserem Zelt. Unser Kanu ist bereits umgedreht. Ich putze mir noch schnell die Zähne und mache mich bettfertig. Als Line gerade ihren letzten Löffel Chilli Con Carne genießt, fängt es an zu tröpfeln. Wir verkriechen uns ins Zelt und vernringen die erste Nacht unter freiem Himmel.

Hol dir das Essen von Real Turmat

Wir haben drei verschiedene Anbieter von Trockennahrung getestet und dabei das Essen von Real Turmat als am besten gefunden. Es ist zwar das teuerste, aber auch bei weitem das beste und leckerste. Freu dich jeden Tag, wir wir, auf das Essen!

tipp icon
Unsere ersten Paddelzüge auf dem Wasser!
Wir bauen unser Zelt auf
Das Aufblasen klappt super schnell!
Mein erster Angelversuch
Zum Abendessen gibt es leckeres Chilli Con Carne
Ein kleines Lagerfeuer kriege ich auch angezündet
Essen ist fertig!
Draußen ist es ungemütlich

Kanutour Schweden Tag 2: Mehr laufen als paddeln

Gegen 7 Uhr drängt es uns nach draußen. Wir haben beide, oder besser alle drei, nicht wirklich gut geschlafen. Ich frage mich, wie das die nächsten Nächte wird. Wir haben bei der Auswahl unseres Zeltes eines nicht bedacht. Finley braucht den Platz einer weiteren Person und dass wir eigentlich ein 3-Personen-Zelt bräuchten.

Erstmal muss nun ein Kaffee her. Ich liebe es morgens meine Kaffeebohnen frisch zu mahlen und dabei ins Grüne zu schauen. Und noch mehr liebe ich es, wenn der Kaffee dann noch schmeckt. Und das tut er. Schließlich handelt es sich auch um unsere eigene Kaffeeröstung!

Zum Frühstück gibt es Schokoladenmüsli mit frisch geschnittenen Apfelstücken. 

Finley bekommt übrigens auch Trockenfutter. Besser beschrieben, luftgetrocknetes BARF, kurz BALF. Er nimmt das Futter zum Glück super an und es scheint ihm zu schmecken. Wir sparen uns so ordentlich Gewicht und Platz. Außerdem hätten wir rohes Fleisch sowieso nicht mit auf diese Kanutour nehmen können.

Nach dem Frühstück bauen wir das Zelt ab und packen alles wieder zusammen. 

Gut, dass alles seinen Platz hat. So behalten wir Ordnung und das Zusammenpacken sowie das Beladen des Kanus geht schneller.

Heute stehen ein paar Landtransporte an. Wir müssen also zunächst auf die andere Uferseite paddeln, um die erste Ausstiegsstelle zu erreichen. Dabei entdecken wir noch ein anderes Lager und treffen auf Jojo und Nadine. Zwei weitere Teilnehmer des Kanu Trips. 

Kanutour Schweden Paar im Kanu in Schweden

Kanutour Schweden – Unser erster Landtransport

Der erste Landtransport unserer Kanutour Schweden ist ziemlich einfach. Bereits nach ein paar unbequemen Versuchen haben wir eine Methode gefunden, bei der sich das Kanu fast von selbst über die Wege fährt. Line drückt es hinten einfach ein bisschen runter und schiebt es entspannt vor sich her. Ich achte beim Bergabfahren hingegen darauf, dass es nicht zu schnell wird.

Wir erreichen Föreningen Sölje Camping, einen gut besuchten Campingplatz direkt am Stora Lesjön. Es ist ein wenig windig und unsere App sagt ab 14 Uhr noch stärkeren Wind voraus. Deshalb entscheiden wir uns zunächst etwas auf dem Campingplatz zu entspannen. Dann jedoch, lassen wir unser Kanu etwas wieder zu Wasser. Es war klar, dass es später wieder genauso windig wie jetzt sein wird und nicht wirklich abflachen soll. Auch Jojo und Nadine paddelten weiter.

Statt dem eingezeichneten Weg rechts über den See und an der Insel vorbei zu paddeln, folgen wir dem linken Ufer bis zur nächsten Ausstiegsstelle. 

Der Stora Lesjön ist vergleichsweise klein und wir brauchen nicht einmal eine halbe Stunde für die Strecke. Dafür steht uns nun allerdings der anstrengendste Teil der gesamten Kanutour bevor. Es soll nämlich 5 Kilometer zu Fuß weiter bis zum nächsten See gehen.

Kanutour Schweden Mann mit Hund zieht Kanu über Land

Kanutour Schweden – 5 Kilometer zu Fuß zum nächsten See

Ein genervtes Elternpaar aus Belgien begrüßt uns an Land und wir können erahnen, was jetzt auf uns zukommt. Die beiden sind nämlich mit ihren vier Kindern unterwegs und ziehen bereits das dritte Kanu durch den Wald hinauf. Es scheppert ordentlich.

Wir wurden außerdem auch von den vorherigen Teilnehmern vorgewarnt, dass diese Strecke nicht sehr leicht ist. Wir sollten am besten alles aus unserem Kanu rausholen und einzelnd transportieren. Zum Glück sind auch Jojo und Nadine mit uns ankommen, sodass wir uns gegenseitig helfen können.

Zuerst tragen wir unsere Sachen den Weg hinauf und wollen uns so eine Übersicht verschaffen. Bis zur Straße ist es bestimmt mehr als ein Kilometer. Es geht über Wurzeln, über schmale Holzstege und durch dichtes Gebüsch. 

Statt die Kanus zu ziehen, beschließen Jojo und ich sie den ersten Teil des Weges über unseren Köpfen zu tragen. 

Erst als das Dickicht fast undurchdringlich wird, nehmen wir sie herunter und ziehen sie mithilfe der Rollen weiter bis zur Straße.

Wir brauchen bestimmt eine Dreiviertelstunde nur für diesen Teil. Dabei steht uns jetzt noch der Lange Marsch über die Schotterstraße bis zum nächsten See bevor. Heute ist es ziemlich warm und Finley ist schon ganz schön fertig. Aber wir müssen weiter.

Endlich sehen wir Wasser durch die Bäume schimmern. Jedoch ist das noch nicht der See, auf dem wir weiter paddeln können. Also geht es zu Fuß weiter in der prallen Mittagssonne. Diese steht so hoch, dass die Bäume am Straßenrand leider kaum Schatten spenden.

Kanutour Schweden Zwei Männer tragen Kanu über Kopf
Kanutour Schweden

Not macht erfinderisch

Google Maps zeigt an, dass es nicht mehr weit sein kann. Diesmal transportieren wir das Kanu anders. Wir haben eines der Paddel durch die vordere Seilschlaufe gezogen und ungefähr über unsere Hüftknochen gelegt. Wie Kutschpferde ziehen wir unser Kanu samt all unserem Zeug so über den Schotter. Abgeguckt haben wir uns diese Methode von den beiden Belgiern. Wie sagt man so schön: “Not macht erfinderisch.”

Endlich erscheint der Kolsjön neben uns und wir treffen wieder auf Jojo und Nadine, die gerade wieder los paddeln wollen. Zur Einlassstelle geht es einen steilen Hang hinab. Deshalb nehmen wir alles aus dem Kanu heraus. Dann schnallen wir die Rollen ab und tragen es zum Ufer hinunter. 

Finley springt sofort ins Wasser und ist auf einmal wieder voller Energie!

Auch diesmal paddeln wir keine 20 Minuten bis zur nächsten Umtragestelle. Diese ist sehr kurz, geht dafür aber auch über Wurzeln und zum Schluss steil den Hang hinab. Wieder helfen wir uns gegenseitig und wieder treffen wir auf der anderen Seite auf die belgische Familie.

Kanutour Schweden – Vor uns offenbart sich der wunderschöne Glaåkern

Vor uns offenbart sich nun ein wunderschöner See, der Glaåkern. Wir freuen uns schon riesig. Jetzt shnell das Kanu wieder ins Wasser lassen und weiter paddeln. Es geht vorbei an mehreren Inseln und bis auf ein Haus ist weit und breit nichts zu sehen.

Ein Blick auf die Karte verrät die ungefähre Richtung, in die wir paddeln müssen. Wir entdecken eine Art kleine Schlucht und erinnern uns, wie uns Julian von dieser Passage erzählte. Hier müssen wir lang. Und tatsächlich treffen wir auf der anderen Seite auf weitere Paddler. Außerdem auch auf die letzte Ausstiegsstelle für heute. Auch ein Hund wartet hier, ein einjähriger Labrador. Dieser freut sich genauso Finley zu sehen, wie sich Finley über ihn freut.

Es geht nochmals rund 1,5 Kilometer durch den Wald, bis wir endlich am Stora Gla und im Glaskogen Naturreservat angekommen sind. 

Und wieder sind wir sprachlos über die Schönheit des Sees, der deutlich größer als die vorherigen ist. Überall befinden sich kleinen Inselchen, während die Abendsonne diese in ein wunderbares Licht taucht.

Während Nadine und Jojo rechts am Ufer weg paddeln, steuern wir die Inseln vor der linken Uferseite an. Wir paddeln nicht weit, bis wir die perfekte kleine Insel finden, um an Land zu gehen und unser Camp aufzubauen.

Wir allerdings sind ziemlich kaputt und hungrig.  Bei den ganzen Umtragepassagen und Landtransporten haben wir einfach keine Zeit für eine Mittagspause gefunden. Dennoch steht jetzt erst einmal ein Sprung ins Wasser an. Natürlich auch für Finley. Gemeinsam baden wir im See und ziehen unsere Kreise.

Heute gibt es zum Abendessen einmal Sweet & Sour Pork und Pulled Pork, jeweils von Real Turmat. 

Beide Gerichte sind unheimlich lecker. Leider wird ersteres nicht mehr hergestellt. Wir hatten es mal auf einer Messe geschenkt bekommen. Außerdem merken wir, was wir heute alles geleistet haben. Jedenfalls scheint unser Zelt heute förmlich nach uns zu rufen. Also gehts bereits vor 22 Uhr ins Bett.

Am nächsten Morgen muss erstmal ein frischer Kaffee her!
Dazu gibt es Schokoladenmüsli mit Apfelstücken
Wir paddeln durch eine kleine Schlucht
So wunderbar schön!
Wir haben unseren Zeltplatz für heute gefunden
Line und Finley sind glücklich!
Erst recht, als es ins Wasser geht!
Nach diesem langen Tag die perfekte Abkühlung!
Das Licht ist wunderbar weich
und es bleibt noch so lange hell
Heute gibt es Pulled Pork with Rice
Auch der Sonnenuntergang ist heute wunderschön

Kanutour Schweden Tag 3: rund um den Stora Gla

Die Sonne jagt Line bereits früh raus aus dem Zelt, während ich noch bis halb 9 weiter schlafe. Dennoch ändert sich unser morgendliches Ritual nicht: Ich mahle unser Bohnen und bereite uns mit der Aeropress einen leckeren Kaffee zu. Dazu essen wir Früchtemüsli, wieder von Real Turmat und wieder mit frischen Apfelstücken.

Irgendwie wollen wir diese wunderbare Insel nicht verlassen. Aber genauso gerne wollen wir auch weiter paddeln und den Rest des Sees erkunden. Gegen 11 Uhr lassen wir unser Kanu zu Wasser und paddeln zunächst gerade aus. Laut Karte sollen wir dem linken Ufer des Stora Gla folgen.

Allerdings sind wir zuweit rechts und paddeln auf eine große Insel zu.

Um uns die Paddelstrecke zu sparen, fahren wir rechts an dieser vorbei. Es folgen noch weitere, größere Inseln, die wir alle links neben uns lassen. Schließlich macht das linke Seeufer einen Knick. Danach ragen ein paar Landzungen ins Wasser und wir beschließen auf einer von diesen Pause zu machen.

Ich angel uns einen Fisch auf unserer Kanutour Schweden.

Während Line und Finley an Land bleiben, paddel ich nochmals mit dem Kanu raus aufs Wasser, um zu angeln. Es ist nicht mein erster Versuch auf dieser Tour. Es ist aber das erste Mal, dass ich es direkt vom Kanu aus probiere. Ich bin bestimmt eine halbe Stunde auf dem Wasser und als ich gerade frustriert das Ufer ansteuer, beißt ein Fisch an! Yay!

In Millisekunden verwandelt sich mein Frust in Freude und ich bin stolz wie Bolle. Erst recht, als ich sehe, was für einen Fisch ich aus dem Wasser geangelt habe. Es handelt sich um einen knapp 30 Zentimeter großen Barsch. Natürlich stell ich mein Glück direkt erneut auf die Probe. Allerdings verliere ich wenig später meinen dritten Köder.

Dennoch gibt es heute zum Mittagessen Fisch.

Line hat Wasser aufgekocht und zwei Packungen Pasta mit Lachs aus unserer Essens-Tonne gefischt. Nach dieser leckeren Stärkung probiere ich erneut mein Anglerglück. ich paddele noch ein paar Runden rund ums Ufer. Line und Finley halten indes ein kleines Mittagsschläfchen. Leider komme ich auch diesmal mit einem Köder weniger und ohne einen zweiten Fisch an Land.

Gestärkt paddeln wir nun entlang der linken Uferseite weiter. Wir halten dabei immer wieder Ausschau nach den in der Karte eingezeichneten Schutzhütten. Auch diesmal können wir keine entdecken. Dafür erreichen wir am Nachmittag die Umtragestelle zum nächsten See im Glaskogen Naturreservat.

Kanutour Schweden - Mann beim Nngeln im Kanu

Kanutour Schweden – Sollen wir die ganz große Runde paddeln?

Wir überlegen hin und her, ob wir diese machen oder auf dem Stora Gla bleiben sollen. Kurz sind wir sogar so motiviert, dass wir die ganz große Runde von 120 Kilometern anstreben. Doch diese Euphorie hält nur kurz an. Ein Blick auf die große Papierkarte macht deutlich, wie lang die letzte Strecke über den ewig großen Glafsfjorden ist und auch, wie bebaut seine Ufer sind.

Letztendlich entscheiden wir uns nach einem Gespräch mit den Besitzern des Labradors, mit dem Finley nun wieder freudig tobt. Wir entscheiden wir uns, die nächsten Tage ganz gemütlich anzugehen. Schließlich war gestern ein sehr anstrengender Tag, der uns auf dem Rückweg zudem nochmals bevorsteht. 

Wir paddeln über den See zu einer Insel und folgen nun der rechten (von uns aus linken) Uferseite zurück Richtung Süden.

Zwar wollen wir nicht mehr weit paddeln, doch irgendwie entdecken wir keinen geeigneten Zeltplatz am Ufer. Die, die uns ansprechen, sind bereits belegt. Wir paddeln bestimmt noch zwei Stunden, bis wir endlich einen coolen Spot finden.

Kanutour Schweden – Zur Vorspeise gibt es Filets vom Barsch

Nun heißt es erneut, Zelt aufbauen und Wasser kochen. Vorher gehen Finley und ich noch einmal kurz baden. Auch heute ist wieder ein sehr warmer Tag. Zum Glück hatte ich den Internet Empfang heute Mittag noch dazu genutzt, um mir auf YouTube ein Video anzuschauen. Wie man einen Barsch richtig filetiert, und es klappt hervorragend!

Was als Filets von dem eigentlich recht großen Barsch übrig bleibt, ist am Ende jedoch nur ein kleiner Happen. Dennoch schmeckt es köstlich. Wir haben extra Salz und Pfeffer, Knoblauch, Rosmarin und Zitronen für den Fall der Fälle mitgenommen. Das hat sich auch absolut gelohnt. In der Pfanne ist der Fisch auch schnell zubereitet. Nach dieser frischen Vorspeise gibt es wieder zwei leckere Packungen Real Turmat für uns.

Als wir gerade alles klar Schiff machen wollen, entdeckt Line weiße Flecken auf dem Tarp.

 Dieses haben wir für Finley als eine Art Decke auf den Boden gelegt. Ich sehe auch ähnliche Flecken auf dem Zelt. Als wir in den Himmel blicken, sehen wir den Grund dafür. Über uns befindet sich ein riesiges Vogelnest!

Wenig später entdecken wir am Ufer zwischen den Felsen auch ein Schild. Entweder wurde das abgerissen oder war durch Wind und Wetter runtergefallen. Hier brütet ein Fischadler, steht auf dem Schild. Zudem wird darum gebeten, zwischen April und Juni nicht an diesem Spot zu zelten.

Also packen wir kurzerhand wieder alles zusammen und schiffen es mit unserem Kanu wenige Meter zum Ufer auf der gegenüberliegenden kleinen Landzunge. 

Hier haben wir sogar mehr Platz und einen ebenen Boden – perfekt!

Auch heute verkriechen wir uns wieder, buchstäblich, hundemüde ins Zelt. Aber mit einem Unterschied. Wir lassen das Außenzelt weg und schlafen nur unter dem Mesh-Innenzelt. Ein komisches Gefühl, insbesondere für Finley. Dieser schläft wegen der vielen Mücken und Krabbeltiere trotzdem lieber drinnen bei uns.

So wirklich woltle es nachts nicht dunkel werden
Jeden Morgen mache ich uns frischen Kaffee
Jeden Morgen mache ich uns frischen Kaffee
Heute gibt es Porridge zum Frühstück
Ich filetiere das erste Mal einen Fisch
Und es klappt super gut!
Gewürzt mit Knoblauch, Rosmarin, Salz und Pfeffer
Frische Zitrone dazu – yummy!
Unser kleines Lager
Auch heute ist das Licht wieder magisch!

Kanutour Schweden Tag 4: wieder eine Insel ganz für uns allein

Nach dem Frühstück und dem obligatorischen Kaffee paddeln wir weiter zurück Richtung Süden des Sees. Dabei gehts immer entlang am Ufer. Heute ist es wieder ziemlich heiß und irgendwann entdecken wir eine Hütte. Ob das eine der eingezeichneten Schutzhütten ist? Von der Lage her könnte es passen.

Wir gehen an Land, aber es stellt sich als eine kleine Privathütte heraus. Allerdings können wir kein Schild mit der Aufschrift “privat” entdecken. Ansonsten hängt dieses bei den meisten Hütten, Häusern und Anlegestellen gut sichtbar aus. Zudem haben wir gemerkt, dass gerne ein bis zwei Stühle ans Ufer gestellt werden. Wir denken, dass auch das ein Hinweis auf ein privates Grundstück sein soll.

Wir beschließen, dennoch ein wenig hier zu verweilen und setzen uns auf die kleine Holzterrasse. 

Es ist unfassbar schön, aber auch Zeit für eine Banane, einen Apfel und Energieriegel. Unser Favorit: die Peanut Butter Banana with Dark Chocolate Clif Bar.

Heute wollen wir schon etwas früher an Land gehen, um etwas mehr Zeit im Camp zu haben. Also paddeln wir weiter. Zum Glück bedecken hin und wieder wolken die brennende Sonne am Himmel. Mittlerweile ist Finley so entspannt, dass er schon richtig im Kanu schläft und sogar schnarcht. Wer hätte das gedacht?

Wir entdecken eine Schutzhütte

Auf einmal kommt uns jemand auf einer aufgepumpten Isomatte entgegen und wir hören mehr und mehr Stimmen. Endlich: Wir haben die erste Schutzhütte entdeckt! Da bereits viele Leute hier verweilen, entscheiden wir nicht an Land zu gehen, sondern paddeln weiter.

Wir entdecken auch noch ein paar Wanderer, die sich im See abkühlen. Schließlich aber finden wir nach einem Fehlversuch die richtige Insel für heute Nacht. Es ist unsere letzte Nacht auf dem Stora Gla und somit auch im Glaskogen Naturreservat. Aber Nacht ist es noch lange nicht, denn es ist gerade einmal 15 Uhr. So früh waren wir bis dato noch nicht an einem unserer Camps angekommen!

Wir machen uns eine Hühnchensuppe, die wieder einmal super lecker schmeckt. 

Danach steht ein Mittagsschläfchen an, das wir anscheinend auch alle gebraucht haben. Während ich noch weiter vor mich hin döse, erkundet Line mit Finley die Insel. Dann passiert etwas, das bis dato noch nie vorgekommen ist. Finley springt von sich aus ins Wasser, ohne dass irgendetwas reingeschmissen wird. Noch dazu scheint er gar nicht mehr rauskommen zu wollen und dreht eine Runde nach der anderen..

Finley wird zur Wasserratte auf unserer Kanutour Schweden

Am ersten Tag der Kanutour dachten wir noch, in unserem fröhlich-freundlichen Golden Retriever schlummert ein kleiner Wachhund. Nun entpuppt sich Finley  doch als eine echte Wasserratte. Natürlich wecken mich die beiden gleich. Als Line ebenfalls für eine Dusche in den See geht, springt Finley auch wieder direkt hinterher und zieht seine Bahnen.

Frisch gewaschen bauen wir unser Zelt auf und bereiten alles für die Nacht vor. Heute wollen wir erneut ohne Außenzelt schlafen. Vorher setzten wir uns aber nochmals ans Lagerfeuer. Wir essen zu Abend und genießen einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Stora Gla.

Auch dieser Tag startet mit der Kaffeemühle in der Hand
"keep it wild" – ganz mein Motto
Gleich gibt's Kaffee!
Feeeeertiiiiig!
Was die beiden wohl vorhaben?
Weiter geht es über den Stora Gla
Mittlerweile sind wir echte Paddel-Profis!
Zeit für eine kleine Dusche
Es dauert keine 5 Minuten bis das Zelt steht
Heute machen wir uns wieder ein Lagerfeuer
Ich könnte Stunden aufs Wasser blicken
Was für ein schöner Sonnenuntergang heute!
Auch Finley genießt die gemeinsame Zeit
Der Himmel leuchtet rot!
Heute verzichten wir wieder aufs Außenzelt
Gute Nacht!

Kanutour Schweden Tag 5: eine Nacht auf dem Glaåkern

Egal, wie früh oder spät wir aufstehen, vor 11 Uhr kommen wir einfach nicht los. Und das ist auch heute der Fall. Dabei wollen wir heute nicht trödeln. Julian hat nämlich ein heftiges Gewitter für heute Nachmittag in unserer WhatsApp-Gruppe angekündigt.

Als wir unser Kanu gerade wieder beladen, kommen Nadine und Jojo auf uns zu. Wir berichten uns gegenseitig von unseren Erlebnissen in den letzten zwei Tagen. Anschließend brechen wir gemeinsam auf. Wir wollen den beiden ein paar Inseln zeigen, auf denen sie heute schön übernachten können. Tatsächlich nehmen sie gleich die erste, die wir wenige Paddelzüge später erreichen.

Wir verlassen den Glaskogen

Wir verabschieden uns und paddeln weiter bis zur Ausstiegsstelle. Wir hätten selbst auch noch auf dem Stora Gla bleiben können. Aber Line hatte sich auf dem Hinweg fest vorgenommen, auf einer der Inseln im Glaåkern zu zelten. Genau das ist dann auch unser Ziel für heute.

Mittlerweile hole ich das Kanu auch gar nicht mehr aus dem Wasser. Stattdessen schnalle die Rollen bereits im Wasser unter dem Kanu an. Das klappt einwandfrei und spart Zeit, da wir so nicht immer erst die Sachen aus- und wieder einpacken müssen. Heute stoßen wir an der Ausstiegsstelle auch das erste Mal auf Kajaker.Bis dato haben wir nur Leute wie wir in Kanus gesehen.

Zum Glück ist diese Landstrecke nicht sehr lang und auch größtenteils im Schatten. Zudem entdecken wir heute auch einen kleinen Brunnen. Hier füllen wir unsere Trinkflaschen mit eiskaltem Trinkwasser. Schmeckt ist gut und erfrischend!

Kanutour Schweden – Die perfekte Insel ganz für uns allein

Es geht wieder aufs Wasser und nun halten wir Ausschau nach einer geeigneten Insel. Da das Gewitter angekündigt wurde, wollen wir nicht allzu lange suchen. Wir wollen rechtzeitig unser Camp aufzubauen. Tatsächlich paddeln wir auch gar nicht weit auf dem Glaåkern und finden die perfekte Insel für uns.

Sofort stellen wir unser Zelt auf und rüsten uns vor dem Regen. Laut Wetterapp soll dieser nun aber doch erst am Abend über uns hinwegziehen. Also kochen wir uns Wasser auf und bereiten uns eine scharfe Nudelsuppe zu. Da wir beide schon in Asien gelebt haben, ist die für uns jedoch alles andere als scharf, tut aber trotzdem gut.

Robin und Lukas paddeln an uns vorbei und versorgen uns noch mit ein wenig extra Spiritus. 

Ich hatte am ersten Abend der Kanutour einiges verbraucht, um das Lagerfeuer anzubekommen. So brauchen wir nun nicht mehr zu befürchten, dass uns das Spiritus auf den letzten Metern ausgeht und wir kein Essen machen können. Außerdem erfahren wir von den beiden, dass, wie wir wissen, bis auf Jojo und Nadine, alle vor uns sind. Ob wir morgen Abend noch einen Zeltplatz finden, wenn die gesamte Truppe schon vor uns da ist?

Die Crew verabschiedet sich.Sschließlich müssen die beiden auch noch einen Spot finden und ihr Lager aufbauen, bevor das Gewitter kommt. Leicht neidisch schielen wir auf ihren Bierkasten. Jeden Abend gönnen sich die beiden jeweils eine Flasche. Schon geil. Wir entscheiden hingegen nochmals in den See zu springen.

Kanutour Schweden – Ein heftiges Gewitter zieht direkt über uns her

Langsam werden es jedoch immer mehr und vor allem immer dunklere Wolken. Wir können auch bereits ein erstes Grollen wahrnehmen. Als es anfängt zu tropfen, suchen wir in unserem Zelt Unterschlupf. Nur ein paar Minuten später fängt es an heftig zu regnen und es donnert direkt über uns. Auch Blitze können wir wahrnehmen. Das Gewitter zieht direkt über unsere kleine Insel hinweg. Finley schläft derweil in der einen Ecke des Zeltes. Nur ein heftiger Donner lässt ihn einmal kurz aufschrecken, danach fällt er wieder ins typische Hundekoma.

Über eine Stunde Verweilen wir im Zelt. 

Als das Gewitter dann endlich vorüber ist, werden wir von einer mystischen Stimmung begrüßt. Aus den Wäldern steigen Dampfwolken empor und der Sonnenuntergang verspricht besonders magisch zu werden. Line bleibt noch lange wach, da überall wunderschöne Fotomotive warten. Ich werde hingegen von Mücken und kleinen Fliegen geplagt. Daher verkrieche mich lieber ins Zelt. Heute wartet die erste etwas kältere Nacht auf uns und gegen Mitternacht schlafen wir alle ein.

Unser Finley ist ein Schatz!
Wir bringen die Rollen schon im Wasser an
Manchmal gibt es nichts Besseres als eine Suppe!
Finley ist hundemüde
aber in den See springen
und zusammen schwimmen geht immer!
Wir haben unser Kanu wegen des Regens umgedreht
Die Stimmung ist magisch
Unsere Insel mitten im See
Der Glaåkern von oben
Dank unserem Garmin InReach und der Karte wissen wir genau, wo wir sind!
Es ist so schön, Finley bei diesem Abenteuer dabei zu haben!
Und das Licht ist wieder der Wahnsinn!
langsam wird es dunkel

Kanutour Schweden Tag 6: ein langer Weg zurück

Heute steht ein langer Rückweg mit zahlreichen Umtragestrecken bevor. Aber immerhin wissen wir diesmal, was auf uns zukommt. Und zum Glück müssen wir nun auch deutlich weniger Gewicht tragen. Schließlich haben wir über die Hälfte unseres Essens bereits verputzt.

Dennoch starten wir wie jeden Morgen auch heute ganz entspannt in den Tag. Erst setzen wir das Wasser auf. Dann mahle ich die Bohnen und wir kippen das heiße Wasser in unsere Frühstückspackungen. Nach ein paar Minuten ziehen sind diese fertig. In der Zwischenzeit bereite ich mit der Aeropress den Kaffee zu und dann ist alles zusammen fertig.

Kanutour Schweden – Wie in einer Krombacher-Werbung

Trotzdem schaffen wir es heute vor 11 Uhr unser Camp zu verlassen. Ich traue mich auch, unsere Drohne das erste Mal vom Kanu aus fliegen zu lassen. Zum Glück ist Finley eine so coole Socke, dass ihm auch das nichts ausmacht. Ein wenig komme ich mir vor, wie in der Krombacher-Werbung, so schön ist es hier.

Dabei paddeln wir nicht weit. Die erste Umtragestelle befindet sich nur wenige Minuten mit dem Kanu von unserer Insel entfernt. Ein wenig wehmütig verlassen wir diesen wunderbaren Ort. Für uns ist der Glaåkern einfach der schönste See auf der gesamten Strecke.

Die erste Umtragestelle für heute meistern wir schneller als gedacht und schon paddeln wir über den nächsten See. 

Auf der von uns aus linken Uferseite entdecken wir plötzlich eine kleine Schutzhütte.  Wir entscheiden, bereits hier an Land zu gehen, statt weiter bis zur offiziellen Ausstiegsstelle zu paddeln.

Hier lässt sich das Kanu nämlich auch ganz bequem an Land ziehen. An der offiziellen Stelle geht es ein paar Meter einen steilen Uferhang hinauf. Dort müssten wir unser Kanu definitiv wieder ausräumen. Auch diesmal befestige ich die Rollen einfach im Wasser und schon können wir an Land weiterlaufen.

Die paar Meter extra machen keinen großen Unterschied, bei der langen Strecke, die uns nun über die Schotterstraße bevorsteht. Heute ist es extrem heiß, sodass Finley und ich nochmals kurz in den See springen. Ich lasse meine Klamotten dabei an, um möglichst lange kühl zu bleiben.

Kanutour Schweden – Wir sind schneller als gedacht

Wir legen einige Pausen auf dem Weg ein und erreichen endlich die Abzweigung in den Wald und zur Einstiegsstelle. Während ich die blauen Tonnen zum Ufer schleppe, trägt Line den Rest der Sachen und hat Finley bei sich. Auf halben Weg beschließe ich, die Tonnen stehen zu lassen und schonmal das Kanu zu holen.

Line und ich treffen uns wieder an den Tonnen und nun tauschen wir. Ich trage die Tonnen weiter und sie zieht das Kanu bis zum Wasser. Das ging ja schnell, und es war gar nicht so schlimm, wie wir es vom ersten Mal in Erinnerung hatten. Schon paddeln wir wieder über den Stora Lesjön.

Als wir die Insel passieren, schließen wir eine Wette ab. 

Ob wir es in 10-15 oder eher in 20-30 Minuten bis zum Campingplatz auf der anderen Seite schaffen? Line ist dabei hochmotiviert und paddelt extra stark. Schließlich ist sie der Meinung wir können es in weniger als einer Viertelstunde schaffen. Und tatsächlich vergehen gerade einmal 17 Minuten, bis wir wieder an Land sind.

Kanutour Schweden – Eine Dose 7up als Belohnung

Wir entscheiden, dass wir beide die Wette gewonnen haben und gönnen uns zur Belohnung jeweils eine Dose 7up vom Kiosk des Campingplatzes. Nach einer Woche mehr oder weniger geschmacklosen Seewassers sind die ersten Schlücke sind wie eine Offenbarung. Doch dann schmeckt es einfach nur noch furchtbar süß. Ein Bier wäre jetzt geiler gewesen, aber das bekommt man hier nicht.

Wir laufen weiter zu Fuß zurück zum Glafsfjorden, dem See, an dem das Abenteuer vor ein paar Tagen begann. Wir lassen unser Kanu zu Wasser und paddeln los. Gefühlt scheinen wir nicht vorwärts zukommen, ein Blick ans Ufer belehrt uns aber eines Besseren. Dennoch fühlt es sich nun viel anstrengender an als zuvor, dabei weht kein Wind.

Kanutour Schweden – Wir kühlen uns im See ab

Genau: Es weht kein Wind und es ist super heiß. Die Sonne knallt uns auf die Köpfe. Da unser Kanu aus Aluminium ist, relflektiert es auch noch die Sonnenstrahlen. Wir werden also quasi doppelt gebacken. Daher beschließen wir, am Ufer Halt zu machen und uns allesamt im See abzukühlen. Wieder lasse ich meine Anziehsachen dabei an.

Nun paddeln wir weiter und erreichen wieder die Brücke. Energieriegel müssen her und während der eine isst und entspannt, paddelt der andere weiter. Wie befürchtet, sind alle Campspots, die wir bisher passiert haben, bereits belegt. Aber das macht erstmal nichts. Schließlich haben wir ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen. Den allerersten Spot, an dem wir am ersten Tag vorbei gepaddelt sind!

Nun geht es wieder durchs Schilf, diesmal allerdings auf der anderen, dichter bewachsenen Seite. 

Vor uns erscheint eine Insel, an die wir uns gar nicht erinnern können. 

Zu unserem Glück, erkunden Lukas und Robin die Insel, denn wie wir später erfahren, wollen sie heute am gleichen Spot übernachten wie wir.

Wir sammeln unsere Kräfte und paddeln weiter. Es ist immernoch ziemlich heiß und das Paddeln fällt uns schwer. Line glaubt unseren Spot in der Ferne zu sehen und wie es scheint, ist noch niemand da. Wir geben noch einmal ordentlich Gas. Erst Recht, als wir ein nderes Kanu auf der gegenüberliegenden Seite entdecken, das ebenfalls in Richtung unseres Spots zu fahren scheint.

Kanutour Schweden – Bekommen wir unseren Spot?

“Bitte, bitte, bitte, lass uns zuerst ankommen.” Mit diesem Gedanken paddeln und paddeln wir weiter. Dann stellt Line fest, dass es sich nicht um ein anderes Kanu, sondern um ein Boot mit einem Angler handelt. Dieser fährt einfach langsam hin und her, um so Fische zu fangen.

Am letzten Abend gibt’s Pasta Bolognese

Erleichtert atmen wir durch und paddeln prompt langsamer. Denn nun ist sicher, den Spot nimmt uns keiner mehr weg. Als wir den Zeltplatz erreichen, laufen wir überglücklich an Land und bauen unser Lager auf. Tatsächlich paddeln Robin und Lukas wenig später vorbei und sind verwundert, dass wir sie überholt haben. Das hatten die beiden gar nicht mitbekommen als sie die Insel im Schilf ausgekundet haben.

Wir erfahren, dass sie ebenfalls hier übernachten wollten. Auch wenn sie sich nicht ganz sicher sind, ob das wirklich der Spot ist, zu dem sie wollten. Aber auch wir hatten den Felsen und das Ufer etwas höher in Erinnerung. Egal wie, die beiden paddeln weiter und wir wünschen uns einen schönen letzten Abend. 

Immerhin wartet auf die beiden noch ein leckeres Bier.

Dafür haben wir uns für unseren letzten Abend extra Pasta Bolognese aufgehoben und werden nicht enttäuscht. Ein weiteres, super leckeres Gericht von Real Turmat. Auf dem Felsen sitzend beobachten wir den malerischen Sonnenuntergang über den Glafsfjorden, der gar nicht enden möchte. Selbst als wir gegen 23 Uhr in unser Zelt kriechen, leuchtet der Himmel noch rosa-orange. Auch heute Nacht verzichten wir aufs Außenzelt, so warm ist es.

Wir verlassen unsere kleine Insel
Zwischendurch springen wir in den See
So sehen die Schutzhütten hier aus
Heute machen wir viele Pausen
Wir haben unseren Spot bekommen!
und wieder ein wunderschöner Zeltplatz!
auch der Sonnenuntergang ist genial

Kanutour Schweden Tag 7: Lagerfeuer im Basislager

Das letzte Mal Kaffee machen mitten in der Natur. Ein letztes Mal das Lager zusammenräumen und alles packen. Das letzte Mal das Kanu zu Wasser lassen. Keine 10 Minuten von unserem letzten Campingspot entfernt befindet sich schon die Ausstiegsstelle. Der Ort, an dem wir das erste Mal in unser Kanu gestiegen und los gepaddelt sind.

Schon ein koisches Gefühl, wenn man bedenkt, dass wir genau hier vor einer Woche entlang gepaddelt sind. Da dachten wir beide noch, dass es eine blöde Idee war unseren Hund mitzunehmen. Außerdem waren wir beide genauso der Meinung, dass wir kentern würden. Es ist nun doch umso schöner, dass wir beide mit einem fetten Grinsen im Kanu sitzen und denken, dass es die beste Entscheidung überhaupt war, Finley mitzunehmen.

Kanutour Schweden – Vor 11 Uhr zurück im Basislager

Stolz und zugleich traurig hieven wir unser Kanu das letzte Mal aus dem Wasser und ziehen es über Land. Es ist nicht einmal 11 Uhr, als wir das Basislager erreichen. Normalerweise sind wir sonst gar nicht erst vor 11 Uhr losgekommen.

Schon werden wir von Julian und Stefan empfangen. Auch die Crew ist schon da, denn die beiden sind gestern noch bis ins Basislager zurück. Wir sind die ersten, die von den Teilnehmern im Basislager ankommen. Das macht uns schon ein wenig stolz. Schließlich waren wir ja die letzten, die am ersten Tag los gepaddelt sind.

Kanutour Schweden und der wohl beste Garnelen-Teller

Wir leeren unser Kanu und übergeben es an die Crew. Stefan erzählt uns von einem tollen Café gerade einmal 10 Minuten mit dem Auto entfernt. Hier soll es einen so guten Garnelen-Teller geben, dass die Leute selbst aus Oslo und Stockholm anreisen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und nach einer heißen Dusche sitzen wir im Sprinter auf dem Weg nach Värmskog.

Es ist unsere erste richtige Mahlzeit nach einer Woche Trockennahrung und ein paar Happen Barsch-Filet. 

Man kann davon ausgehen, dass wir somit zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich jedes frische Gericht in den Himmel loben würden. Allerdings schmeckt dieser Garnelen-Teller einfach göttlich. Selbst Line, die kein allzu großer Garnelen-Fan ist, sagt, sie könnte sich in den Teller hineinlegen.

Nachdem wir uns noch ein Eis gegönnt haben, fahren wir zurück zum Basislager. In der Zwischenzeit sind auch weitere Teilnehmer eingetrudelt, auf die wir nun das erste Mal richtig treffen. Gegen 17 Uhr schmeißt die Crew den Grill an. Es gibt leckere Burger und für jeden Bier.

Die Kanutour Schweden bleibt ein unvergessliches Abenteuer

Danach sitzen wir alle noch bis spät in die Nacht ums Lagerfeuer und erzählen von unseren Erlebnissen der letzten Tage. Eine Truppe hat nachts sogar heulende Wölfe gehört. Eins steht fest, jeder von uns wird diesen Kanu Trip für immer in Erinnerung behalten. Jeder von uns wird auch in Zukunft noch ein breites Grinsen bekommen, bei dem Gedanken eine Woche lang mit dem Kanu durch den Glaskogen gepaddelt zu sein.Nachts sein Zelt mitten in der Wildnis aufgestellt zu haben.

Denn was gibt es schließlich Schöneres, als Tag und Nacht draußen in der Natur zu verbringen? 

Ein letztes Mal Kaffee machen
mit unserer AeroPress
unser Müllbeutel ist am letzten Tag ziemlich voll
Hier hat alles begonnen!
Die Crew macht uns Burger
Anschließend wartet ein Lagerfeuer – das perfekte Ende!

Kanutour Schweden Packliste: Das muss mit!

Bevor es losgeht, solltest du dich gut mit deiner Packliste für deine Kanutour durch Schweden beschäftigen. So vermeidest du, dass es dir vor Ort einerseits an nichts fehlt und du andererseits nicht zu viel dabei hast. Denk dran, wie auch beim Trekking zählt beim Kanuwandern jedes Gramm. Insbesondere bei den Landtransporten. Am besten solltest du auch mindestens einmal zur Probe packen.

Die richtige Ausrüstung für deine Kanutour Schweden

Das wichtigste für deine Abenteuer Kanutour Schweden ist dein mobiles Zuhause, also dein Zelt. Gerade, wenn du vorhast in Zukunft noch mehr solcher Abenteuer zu erleben, lohnt es sich in ein robustes und vor allem leichtes Zelt zu investieren.

Auch dein Schlafsack, deine Isomatte, dein Kopfkissen und dein Handtuch sollten einen guten Kompromiss aus Komfort und kleinem Packmaß bieten. Es ist wichtig, dass du nachts bequem schläfst und sich dein Körper erholen kann. Und es ist genauso wichtig, dass dein Gepäck leicht und möglichst klein ist.

Finde heraus, welche Produkte zu deinen Abenteuern passen!

Um die richtigen Produkte für deine Kanutour durch Schweden oder dein nächstes Abenteuer zu finden, hat Sea To Summit den Sleep System Finder entwickelt. Dieser hilft dir dabei, Produkte zu wählen, die den für dich richtigen Kompromiss aus Komfort und Praktikabilität bieten. Dabei kannst du zu Beginn bis zu drei verschiedene Arten von Abenteuern auswählen – probiere es aus!

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Wenn du nur Trockennahrung zu dir nimmst, würden wir dir statt des vom Anbieter bereitgestellten Kochsets einen kleinen Gaskocher samt Topf empfehlen. Insbesondere, wenn du selbst schon einen solchen besitzt, aber auch für zukünftige Abenteuer dieser Art. Einerseits sparst du dir so Gewicht und Platz, andererseits kocht das Wasser mit diesem schneller. 

Extra Zubehör fürs Angeln

Möchtest du vor Ort angeln, dann benötigst du neben dem Topf eine Pfanne oder greifst auf das komplette Kochset zurück. Alternativ kannst du den Fisch auch in Alufolie über dem Feuer zubereiten. Zudem brauchst du dann auch eine Angel, Köder, Teller, Messer und Gabel sowie Gewürze. Auch wenn das vergleichsweise viel extra ist, gibt es doch nichts Besseres als frischen selbstgefangenen Fisch zu essen!

Liste an Zubehör und Technik für deine Kanutour (nur Trockennahrung):

Die richtige Kleidung für deine Kanutour Schweden

Bei deiner Kleidung solltest ähnlich wie bei deiner Camping-Ausrüstung auf die Funktionalität achten. Praktisch sind beispielsweise Zip-off-Hosen, denn so hast du gleich zwei Hosen in einer. Achte darauf, dass deine Anziehsachen aus leichten, schnelltrocknenden und atmunsgaktiven Materialen gefertigt sind. Für deine Füße empfehlen sich Wasserschuhe mit einer rutschfesten Sohle samt Profil sowie ein Paar (verschließbare) Sandalen fürs Camp und heiße Tage.

Liste an Kleidungstücken für eine 1-wöchige Kanutour:

Essen & Hygiene auf deiner Abenteuer Kanutour Schweden

Ein Abenteuer macht nur halb so viel Spaß, wenn man hungrig ist. Aus diesem Grund solltest du ausreichend Nahrung und energiereiche Snacks einpacken. Wir empfehlen dir für einen Tag extra Essen mitzunehmen. Einerseits hast du die Möglichkeit die Tour spontan um einen Tag zu verlängern, andererseits sollte man für den Notfall immer mit einem weiteren Tag rechnen.

Freu dich aufs Essen von Real Turmat

Trockennahrung hat immer noch einen schlechten Ruf, dabei schmecken die Gerichte heute richtig gut und fast wie selbst gekocht. Wir sind riesen Fans von Real Turmat und können deren Gerichte nur empfehlen. Besonders lecker sind das Pulled Pork und das Chilli Con Carne, die Pasta Bolognese, das Chicken Tikka Masala, die Chicken Soup und das Schokoladenmüsli!

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Nimm auch ein paar frische Lebensmittel mit

Wir haben außerdem ein paar Äpfel und Bananen mitgenommen, die wir uns morgens in unser Frühstück geschnitten oder tagsüber als Snack gegessen haben. Wenn du dir etwas gönnen möchtest, dann pack auch eine Flasche Wein oder ein paar Dosen Bier oder Softdrinks ein. Getränke mit Geschmack haben wir nach ein paar Tagen in der Wildnis wirklich vermisst. Alternativ helfen auch Brausetablette. Diese haben den Vorteil, dass sie dir neben Geschmack zusätzlich Nähstoffe, Vitamine und Mineralien liefern.

Natürlich darf bei uns frischer Kaffee selbst auf einer Kanutour Schweden nicht fehlen. 

Also haben wir außerdem noch die kleine Handkaffeemühle von Hario, die Aeropress samt dem Prismo Adapter von Fellow und natürlich unsere eigene Kaffeeröstung eingepackt. So können wir uns jeden Morgen einen frischen leckeren Kaffee zubereiten. Anstelle von frischer Milch, haben wir zudem eine Packung Milchpulver mitgenommen.

Dreck und Schweiß lassen die Haut schneller entzünden

Auch das Thema Hygiene ist nicht zu unterschätzen. Schweiß und Dreck sind der perfekte Nährboden für Bakterien, sodass sich deine Haut schneller entzündet. Auch Blasen entstehen auf einer ungewaschenen Haut schneller. Da die Seen im Glaskogen deine Dusche sind, solltest du biologisch abbaubare Seife verwenden. Gleiches gilt auch für deine Zahnpasta. Zudem helfen Trockenshampoo und natürlich Deo.

Gerade im Kanu bist du der Sonne gnadenlos ausgesetzt. Deshalb ist eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens LSF 30 unverzichtbar. Für deine Zeit an Land solltest du zudem Mückenspray einpacken. Dabei wurden wir mehr von Bremsen als von Mücken geplagt. Auch viele Zecken sind in der Region heimisch. Suche deinen Körper daher regelmäßig ab und nimm eine Zeckenzange mit.

Liste an Essen und Hygieneartikeln für deinen Kanu Trip:

2-Personenzelt - Telos TR2 - Sea To Summit

Telos TR2 Zelt

In diesem Jahr hat Sea To Summit erstmalig Zelte auf den Markt gebracht und ist dabei seiner Vision von Innovation treu geblieben: Das Telos TR2 ist ein super leichtes Zelt mit kleinem Packmaß und vielen cleveren Extras – perfekt für deine Kanutour in Schweden!

Trinkflasche aus Edelstahl

1-Liter Trinkflasche

Mit unserer isolierten Trinflasche von Draußgänger bleibt dein Wasser bis zu 24 Stunden erfrischend kalt. Dank des Edelstahls ist sie robust und schwimmt oben. Da die meisten Reinigungstabletten für 1 Liter ausgelegt sind, hast du mit dem Großen Alpsee die perfekte Trinkflasche für deinen Kanu Trip durch Schweden!

Primus ETA Lite Herd - Primzahl

Primus Lite

Falls du vorhast nur Trockennahrung auf deiner Kanutour zu essen und auch in Zukunft mehr Abenteuer dieser Art zu erleben, empfehlen wir dir in den Primus Lite zu investieren. Dieser kleine Gaskocher ist leicht und bringt dein Wasser schnell zum Kochen!

Drybags

Was bei deiner Kanutour durch Schweden auf keinen Fall fehlen darf, ist eine oder gleich mehrere Drybags. Dank der Drybags von Sea To Summit kannst du zwischen unterschiedlichen Größen und Farben wählen. Außerdem gibt es welche mit Fenster sowie eine spezielle Trashbag, in der du deinen Müll auslauf- und geruchssicher transportieren kannst.

Patagonia Herren Nano Puff Jacke - Jacke

Leichte Daunenjacke

Abends kann es auch im Sommer in Schweden kalt werden, weshalb du eine Daunenjacke wie die Nano Puff von Patagonia einpacken solltest. Sie hält dich warm, ist leicht und lässt sich klein verpacken.

Kleiner leichter Regenponcho Tarp

Regenponcho

Statt eine Regenjacke, kannst du für deinen Kanutrip auch einen Poncho einpacken. Dieser hält gleichzeitig deine Beine trocken, sodass du dir eine Regenhose sparst. Der Ultra-Sil Nano 15D Tarp-Poncho von Sea To Summit lässt sich zudem in ein Tarp verwandeln und wiegt gerade einmal 230 Gramm!

Off The Path: Eine Reiseanleitung zum Glücklichsein - Design

3er-Set Abenteuer-Tagebücher

Damit du dich auch in Zukunft noch an alle Momente deiner Kanutour durch Schweden erinnern kannst, solltest du sie aufschreiben! Unsere Abenteuer-Tagebüche helfen dir die wichtigsten Details festzuhalten, sind leicht und klein, und kommen im praktischen 3er-Set.

Wilderness Wash

Mit der Wilderness Wash Outdoor-Seife von Sea To Summit kannst du nicht nur deinen Körper waschen, sondern auch dein schmutziges Geschirr abwaschen oder sogar deine schmutzige Wäsche wieder sauber bekommen!

Mit diesen Büchern und Reiseführern bist du bestens für deinen Kanu Trip vorbereitet!

Egal, ob du auf der Suche nach weiteren Kanutouren in Schweden bist oder noch mehr zur Paddeltechnik und Co. beim Kanufahren lernen möchtest, mit diesen Büchern wirst du fündig. Und wenn es dich für länger ins Land der Elche und Wikinger zieht, dann besorg dir einen Reiseführer oder gar die Gebrauchsanweisung für Schweden!

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Kanutour Schweden Kanu auf See von oben

Das musst du über deine Kanutour durch Schweden wissen

Länge und Schwierigkeit der Kanutouren

Je nachdem, wie fit du bist und wie abenteuerlich du es angehen möchtest, kannst du dich für unterschiedliche Tourlängen und somit auch unterscheidliche Schwierigkeitsgrade entscheiden. Die kürzeste Tour beträgt ca. 70 Kilometer und führt dich bis zum Stora Gla im Glaskogen Naturreservat (die Kanutour haben wir mit Finley gemacht), die mittellange Strecke umfasst ca. 90 Kilometer und bringt dich einen See weiter, während die längste Strecke rund 120 Kilometer beträgt und eine Rundtour ist.

An- & Abreise zum Basislager nach Schweden

Du hast drei Optionen, um zum Basislager im Glaskogen zu kommen: Entweder fährst du selbst nach Schweden, wie beispielsweise über Dänemark und dann mit der Fähre von Frederikshavn nach Göteborg, oder du buchst für 59 Euro zusätzlich einen Flug nach Oslo und lässt dich hier vom Shuttlebus abholen, oder du entscheidest dich für den Bustransfer von Köln oder Hamburg, der zwischen 12 und 18 Stunden dauert und 110 Euro extra kostet.

Das bekommst du vom Veranstalter

Sobald du im Basislager ankommst, bekommst du ein Kanu zugewiesen. Je nachdem, mit wie viel Gepäck du unterwegs bist, kannst du zwischen einem kleinen oder großem Kanu wählen. Jedes Kanu verfügt zudem über einen Rollaufsatz für die Landtransporte, zwei Paddel plus ein Ersatzpaddel und einen kleinen Behälter samt Schwamm, um gegebenenfalls Wasser aus dem Kanu schöpfen zu können. Außerdem werden pro Duo zwei Schwimmwesten, eine wasserdichte Tonne, zwei kleine Drybags, zwei Trinkflaschen, eine wasserfeste kleine und eine große Papierkarte zur Orientierung, ein Kochset samt einer 1-Liter-Spiritusflasche, Outdoor-Seife, einem Spülschwamm und Topfreiniger sowie ein GPS-Tracker mitgegeben. Zu Guter Letzt bekommst du noch einen Klappspaten ausgehändigt, um Hinterlassenschaften ordentlich verbuddeln zu können.

Wild Zelten, Lagerfeuer, Angeln & Trinkwasser

Da in Schweden das Jedermannsrecht gilt, darfst du nahezu überall dein Zelt aufschlagen, sofern du dich mindestens 150 Meter vom nächsten Haus entfernt befindest. Daneben warten in der Region auch ein paar offizielle Zeltplätze sowie Schutzhütten samt Feuerstellen, Feuerholz, Grill und zum Teil Toiletten. Im Glaskogen Naturreservat selbst darfst du auch nur an den Schutzhütten ein Feuer machen. Um in den Seen angeln zu dürfen, musst du online eine Lizenz beantragen. In den Seen schwimmen Barsche, Hechte, Forellen, Karpfe und Aale. Das Seewasser kann zwar getrunken werden, wir würden dir dennoch einen Wasserfilter oder spezielle Reinigungstabletten zur Aufbereitung empfehlen.

Das kostet dich die Kanutour

Der Kanu Trip im schwedischen Glaskogen Naturreservat kostet pro Person 330 Euro, das inkludiert das oben aufgelistete Zubehör sowie eine Kanu-Einweisung durch einen deutschsprachigen Rager vor Ort. Wenn du möchtest, kannst du außerdem noch ein Essenspaket für 95 Euro dazu buchen sowie eine der beiden genannten Transport-Optionen.

Diese Kanutouren werden noch angeboten

Neben der Kanutour im Glaskogen Naturreservat mit deutschsprachigem Ranger, wird Der Kanu Trip auch rund um Lelång und Östra Silen in Värmland angeboten sowie in Immeln in der Provinz Skåne län. Bei den letzten beiden Trips sprechen die Ranger jedoch kein Deutsch, dafür aber Englisch als auch Französisch und in Värmland zudem Niederländisch.

Kanutour Schweden Frau beim Kanufahren

Häufige Fragen über Kanutouren durch Schweden

Die beste Reisezeit für eine Kanutour durch Schweden ist zwischen Juni und August, weil es dann besonders lange hell bleibt und die Temperaturen angenehm warm bis heiß sind.

Für eine Kanutour in Schweden solltest du ausreichend fit sein, da du mehrere Stunden am Tag paddelst und dein Kanu auch an Land transportieren musst. Allerdings reicht eine normale Fitness aus, weil die Touren auch für Anfänger machbar sind.

Ja, du kannst deinen Hund mit auf eine Kanutour durch Schweden nehmen. Allerdings sollte dieser gut erzogen und möglichst ruhig sein. Gerade große Hunde bringen das Kanu schnell ins Wackeln. Außerdem nimmt ein Hund viel Platz im Kanu weg.

Eine Kanutour durch Schweden kostet nicht viel, da du in der Wildnis zeltest und kaum Ausgaben vor Ort hast. Rechne mit ca. 500 Euro pro Person für eine einwöchige Kanutour durch Schweden inklusive Anreise.

Ein guter Anbieter zum Buchen einer Kanutour durch Schweden ist Der Kanu Trip. Neben einem deutschsprachigen Ranger, einer Kanu-Einweisung und dem wichtigsten Equipment bekommst du hier auch Routenvorschläge oder kannst die Anreise per Bus dazu buchen.

Schweden eignet sich etwas besser für Kanutouren als Norwegen, da du hier unzählige Seen und Flüsse zur Verfügung hast und die Infrastruktur sehr gut ist.

Sebastian Canaves
Reiseblogger, Buchautor, Abenteurer
Sebastian hat bereits den Kanumarathon in Dalsland mitgemacht und mit dieser Kanutour in Schweden ging ein weiterer Traum in Erfüllung!
sebastian canaves
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