Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Zeit für eine Auszeit: Alles was du übers Sabbatical wissen musst!

Vielleicht kennst du das auch? Du stehst jeden Morgen zur selben Zeit auf, um in deinen strukturierten Alltag zu starten, der zwar nicht tagtäglich mit denselben Aufgaben auf dich wartet, aber trotzdem ist alles irgendwie gleich. Die gleiche Wohnung, die gleiche Stadt, immer wieder die gleichen Straßen, die du schon fast im Schlaf entlang fährst und dann noch der Stress, der heutzutage so gut wie unvermeidbar ist – das hattest du dir sicherlich ganz anders vorgestellt!

Zeit für eine Pause, in der du einfach mal richtig chillen und deinen Alltag komplett hinter dir lassen kannst. Eine richtige Auszeit, in der du in genau die Länder reist, die du schon immer sehen wolltest, um die schönsten und unwirklichsten Orte der Welt zu entdecken und dort ein geniales Abenteuer nach dem anderen zu erleben!

Falls du nicht gerade mit dem Studium fertig bist oder zwischen zwei Jobs ein bisschen Zeit übrig hast, fragst du dich bestimmt, wie du so eine Pause in deinem begrenzten Jahresurlaub unterbringst. Immerhin steckst du trotz des Alltagstrotts mitten in deiner Traumkarriere und hast keine Lust, das alles hinzuschmeißen, um deiner Abenteuerlust freien Lauf zu lassen.

Dir gute Nachricht: Genau dafür gibt es das Sabbatical oder auch Sabbatjahr! Damit kannst du dich für eine längere Zeit aus deinem Berufsleben verabschieden, ohne dass du nachher ohne Job dastehst. Warum das eine richtig gute Sache ist, wie du dein Sabbatical am besten planst und welche Routen sich während deiner Auszeit ganz besonders lohnen, erfährst du in diesem Beitrag!

Ich bin dann mal weg!

Zeit für eine Auszeit: Alles was du übers Sabbatical wissen musst!

Was ist ein Sabbatical und was steckt dahinter?

Der Begriff Sabbatical ist in den letzten Jahren aus Amerika zu uns rübergeschwappt und steht im Prinzip für nichts anderes als eine Auszeit vom Job, ohne dass du kündigen musst oder aus der Sozialkasse fällst. Gerade die Tatsache, dass deine Beiträge weiterhin gezahlt werden, ist wirklich genial. Auch wenn du jetzt noch keine Lust hast, an deine Rente zu denken, ist es trotzdem wichtig, dass keine Zahlungslücken entstehen.

Die Länge eines Sabbaticals ist offiziell nicht geregelt, liegt aber meistens irgendwo zwischen drei und zwölf Monaten. Sobald du dich mit deinem Arbeitgeber geeinigt hast, steht dir komplett frei, was du in dieser Zeit machst. Manchmal wird so eine Pause für persönliche Projekte oder die Familie genutzt, aber meistens dafür, um die Welt zu entdecken und Abenteuer zu erleben.

Die Idee dahinter ist, dass du nicht bis zur Rente warten musst, um zu reisen, die Welt zu sehen oder dir einen Traum zu erfüllen – deine jungen Jahre sind nun einmal die beste Zeit, um sich ins Abenteuer zu stürzen! Da du aber zu der Zeit meistens damit beschäftigt bist, dir eine Karriere oder ein Leben aufzubauen, ist es schwer, die nötige Zeit dafür zu finden. Ein Sabbatical gibt dir die Zeit, um genau das zu tun, was du tun willst, ohne deine beruflichen Wünsche dafür aufgeben zu müssen!

So wird der Plan in die Tat umgesetzt

Spätestens wenn du den Reisehunger in dir nicht mehr länger unterdrücken kannst, solltest du dich über deine Möglichkeiten informieren. Mittlerweile bieten wirklich viele Unternehmen ihren Mitarbeitern die Option an, sich mithilfe eines Sabbaticals für längere Zeit aus dem Job zu verabschieden. Allerdings wird das in fast keiner Firma groß beworben, du musst dich also selbst darum kümmern. Am besten kontaktierst du dafür deine Personalabteilung oder deinen Vorgesetzten und erkundigst dich, ob es in deinem Betrieb entsprechende Regelungen gibt.

Bevor du dich konkret mit deinem Chef in die Planung deiner Auszeit stürzt, überlege dir, was du dir von deinem Sabbatical erhoffst. Welche Länder willst du bereisen, was hast du genau vor und vor allem, wie viel Zeit brauchst du dafür? Lege dir zudem ein paar gute Argumente zurecht, die deinen Arbeitgeber davon überzeugen, dass auch er von deiner Langzeitpause profitiert. Zum Beispiel, dass du durch deine Reisen bessere Englischkenntnisse erhältst oder deine Zeit, die du in Hostels, anderen Unterkünften und generell mit anderen Leuten unterwegs verbringst deine soziale Kompetenz verbessert.

Behalte dabei immer im Hinterkopf, dass du keinen gesetzlichen Anspruch auf ein Sabbatical hast und du somit auf das Verständnis deines Chefs angewiesen bist. Es sei denn, du arbeitest im öffentlichen Dienst oder bist Beamter, denn dann hast unter gewissen Voraussetzungen das Recht auf eine Auszeit.

Sobald deine Firma grünes Licht gibt, musst du meistens noch einen kurzen formlosen Antrag stellen. Hier erklärst du kurz, warum du ein Sabbatical einlegen möchtest, wann es losgehen soll, wie lange es dauern wird und vor allem auf welches Modell und welche Art der Finanzierung du dich mit deinem Chef geeinigt hast. Zudem sollten ein paar Punkte enthalten sein, wie du dir deine Rückkehr vorstellst.

Willst du unbedingt wieder in deinen alten Job zurück oder ist es für dich ok, wenn es sich um eine ähnliche Tätigkeit handelt? Da du nicht weißt, wie sich die Wirtschaft während deines Sabbaticals entwickelt, achte darauf, dass du während deiner Auszeit nicht betriebsbedingt gekündigt werden kannst. Um sicherzustellen, dass deine Sozialbeiträge weiterhin bezahlt werden und dein Arbeitsverhältnis aufrechterhalten wird, musst du natürlich auch regelmäßig bezahlt werden. Genau das passiert in zwei der insgesamt drei Sabbatical-Modellen. Anhand deines Antrags und deiner Absprachen wird eine vertragliche Vereinbarung unterschrieben und du kannst dich auf deine Auszeit freuen!

Die verschiedenen Sabbatical-Modelle

Wie schon erwähnt, gibt es drei unterschiedliche Wege, wie so eine lange Arbeitspause gestaltet und finanziert werden kann. Damit dir die Entscheidung für dein perfektes Sabbatical-Modell leichter fällt, habe ich dir die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Modell 1: Unbezahlter Urlaub

Der unbezahlte Urlaub ist zwar ein echt einfacher Weg direkt in dein Sabbatical, aber nicht unbedingt der beste. Wie der Name schon sagt, wirst du hier während deiner Auszeit nicht bezahlt. Im Klartext bedeutet das nicht nur, dass du unterwegs keine regelmäßigen Geldeingänge hast, sondern vor allem, dass deine Sozialversicherungen nicht mehr bezahlt werden. Du kannst dich zwar für die Renten- und Arbeitslosenversicherungen freistellen lassen, aber im Ernstfall werden dir diese Monate dann auch nicht angerechnet.

Je nachdem, wie lange du im unbezahlten Urlaub bist, wird das am Ende richtig teuer für dich. Nach einem Monat in dieser Art von Jobpause erlischt außerdem dein Krankenkassenschutz. Dein Arbeitgeber muss dich auch hier wieder freistellen, allerdings bist du dazu verpflichtet, dir dann auf eigene Faust eine Kranken- sowie Pflegeversicherung zu suchen. Im Prinzip brauchst du auf längeren Reisen sowieso eine Reisekrankenversicherung, aber durch den unbezahlten Urlaub wird diese Angelegenheit nur unnötig kompliziert.

Fazit Sabbatical-Modell 1: Für eine relativ spontane und kurze Auszeit ist unbezahlter Urlaub eine gute Sache, allerdings wird es bei längeren Sabbaticals wegen der ausbleibenden Beiträge und der Versicherungen kompliziert und teuer.

Modell 2: Teilzeitlösung

Ab einer Betriebsgröße von 15 Mitarbeitern gilt in Deutschland das Teilzeitgesetz, was dich dazu berechtigt, deine Arbeitszeit zu verringern. Mithilfe dieser Regelung kannst du auch genug Zeit und Geld für dein Sabbatical ansparen. Offiziell schließt du einen Teilzeitvertrag ab, arbeitest aber nach wie vor Vollzeit. Deine Arbeitszeit bleibt also unverändert, nur dein Gehalt wird auf Teilzeitniveau gesenkt.

Dadurch arbeitest du quasi die Zeit vor und kannst diese dann während deines Sabbaticals abfeiern. Das bedeutet, dass du eine bezahlte Auszeit nehmen kannst und alle deine Beiträge und Versicherungen weiterlaufen. Du bist dadurch nach wie vor in Deutschland krankenversichert, brauchst aber für unterwegs trotzdem eine Auslandskrankenversicherung – das ist aber neben der konkreten Reiseplanung das Einzige, worum du dich kümmern musst.

Fazit Sabbatical-Modell 2: Du musst bei diesem Modell zwar auf einen Teil deines Gehalts verzichten, dafür wirst du aber unterwegs bezahlt und hast außerdem keinen Stress mit den Sozialversicherungen.

Modell 3: Ein Zeitkonto verwenden

Wenn du vor deinem Sabbatical keine Lust darauf hast, auf einen so großen Teil deines Einkommens zu verzichten, oder es einfach nicht möglich ist, dann ist vielleicht das Zeitkonto-Modell das richtige für dich! Zugegeben: Dabei musst du auch verzichten, aber nur auf Dinge, wie zum Beispiel Weihnachts- und Urlaubsgeld oder Bonuszahlungen. Der Hauptteil deines Zeitkontos wird allerdings mit geleisteten Überstunden gefüllt. Somit arbeitest du zwar wie im Teilzeit-Modell auch vor, aber du musst nicht so große finanzielle Abstriche machen.

Falls du vielleicht sogar schon Überstunden angesammelt hast, können diese gleich für dein Sabbatical angerechnet werden, genauso wie alle deine Urlaubstage. Dadurch, dass du während deiner Reisen dann deine angesammelte Zeit abfeierst, wirst du weiterhin bezahlt und musst dir auch um deine Sozialversicherungen keinen Kopf machen.

Fazit Sabbatical-Modell 3: Du musst in der Ansparphase ein bisschen mehr arbeiten, aber hast mit diesem Modell die wenigsten Einschränkungen in Sachen Geld und Versicherungen.

Wohin dich dein Sabbatical führen kann

Bei der Wahl der Reiseziele für dein Sabbatical musst du außer der zeitlichen Begrenzung und deinen persönlichen Wünschen nichts berücksichtigen. Du könntest also einfach einen Flug an einen beliebigen Flughafen buchen und dich komplett ungeplant von deiner Reiselust und deinem Verlangen nach Abenteuer treiben lassen! Sollte das für dich gerade richtig gut klingen, dann schau dich mal nach ein paar Error Fares um. Wenn dir dein Ziel egal ist, kannst du damit ein paar richtig krasse Schnäppchen machen!

Wenn du lieber mit ein bisschen mehr Plan unterwegs bist, dann überleg dir als erstes die Orte, die du unbedingt sehen willst, und schau dir dann die Flugverbindungen an. So kommen oft richtig geniale Routen inklusive kurzer Aufenthalte und Zwischenstopps zustande, bei denen du richtig viel erleben kannst.

1. Die Weltreise

Einmal komplett um die Welt zu reisen ist der Lebenstraum von vielen Abenteurern und falls dein Sabbatical lang genug ist, dann kannst du ihn dir mit der richtigen Vorbereitung auf jeden Fall verwirklichen. Wichtig ist dabei wirklich die Planung, schließlich hast du nicht unbegrenzt Zeit zur Verfügung, sondern musst an einem bestimmten Tag wieder in deiner Heimat ankommen.

Das heißt, mach dir zuerst eine Liste von den Orten, die du auf jeden Fall sehen willst. Deine weiteren Etappen kannst du dann mithilfe der verschiedenen Flugverbindungen planen. Wenn eines deiner Ziele zum Beispiel Australien ist, dann wirst du feststellen, dass du dafür oft über Südostasien fliegen musst. Die perfekte Gelegenheit um ein paar Wochen in Thailand, Laos, Vietnam, Malaysia und Co. einzuplanen, bevor es weiter nach Down Under geht.

Gerade weil du zeitlich nicht wirklich flexibel bist, solltest du auch gleich alle Langstreckenflüge auf einmal und vor Reisebeginn buchen. So kannst du sicher sein, dass sich dir und deiner Weltreise kaum etwas in den Weg stellen kann!

Lesetipp: Für die nötige Inspiration sorgen diese drei genialen Routenvorschläge!

2. Der Roadtrip

Falls du nicht der Typ bist, der schon bis zu einem Jahr im Voraus plant, Flüge bucht und die Welt mit einer festgelegten Route bereist, dann besorge dir einfach einen Campervan für dein Sabbatical und fahr los! Wenn es darum geht, einmal wirklich abzuschalten und komplett loszulassen, dann gibt es nichts Besseres, als die Musik laut aufzudrehen und der Straße zu folgen! Das Coole daran ist, dass du direkt vor deiner Haustür starten kannst, deine Unterkunft immer dabei hast und somit wirklich nur minimale Planung nötig ist.

Falls dein Sabbatical nur ein paar Monate dauern soll, kannst du dich mit deinem Straßenabenteuer auf Europa beschränken. Von den skandinavischen Ländern im Norden, über die gechillten Orte am Mittelmeer und Atlantik bis hin zu den genialen Abenteuern, die in den Bergen und im relativ unentdeckten Osteuropa auf dich warten – Europa hat wirklich unglaublich viel zu bieten, sodass es dir währende deines Sabbaticals sicherlich nicht langweilig wird!

Wenn du deine Route planst, dann werfe einen kurzen Blick auf die Klimatabellen der europäischen Länder. Damit kannst du ganz einfach die Reihenfolge bestimmen, in der du die verschiedenen Länder ansteuerst und gehst auf Nummer sicher, dass dort genau das Wetter auf dich wartet, das du dir erhofft hast. Da du mit dem Auto oder Camper unterwegs bist, solltest du dich außerdem vor Beginn deiner Auszeit über die gültigen Mautbestimmungen und Preise deiner Reiseziele informieren. Eine nichtbezahlte Maut kann unter Umständen ganz schnell ein großes Loch in deine Reisekasse reißen.

Lesetipp: Du findest Europa zwar cool, willst aber während deines Sabbaticals weiter weg? Dann findest du auf unserem Reiseblog richtig viel Inspiration! Zum Beispiel die 15 besten Roadtrips der Welt!

3. Die Wanderung

Wer sagt, dass du unbedingt einen Flug buchen oder dich hinters Steuer eines Campers setzen musst? Keiner! Wenn du keine Lust auf Abflughalle und Autobahn hast, pack einfach deinen Rucksack, zieh deine Wanderschuhe an und mach dich auf den Weg!

Du kannst dabei komplett auf jegliche Art von Transportmittel verzichten, bei dir vor Ort loslegen und einen der vielen coolen deutschen und europäischen Fernwanderwege erkunden. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Traumpfad, der dich von München aus einmal komplett über die Alpen bis nach Venedig führt oder dem Jakobsweg auf dem du nach Galicien wanderst?

Sobald du einen kurzen oder auch etwas längeren Flug buchst, sind dir für dein Trekkingabenteuer kaum Grenzen gesetzt. Es gibt unglaublich viele schöne Wanderwege auf der Welt, auf denen du wirklich dein komplettes Leben hinter dir lassen und so richtig zur Ruhe kommen kannst.

Eine mehrtägige Trekkingtour ist natürlich ein mega extremes Abenteuer, auf das du dich unbedingt richtig vorbereiten solltest. Dazu gehört nicht nur deine körperliche Fitness zu trainieren, damit du den Anforderungen einer Alpenüberquerung oder Wanderung durch ungewohntes Klima und krasses Terrain auch gewappnet bist, sondern auch die entsprechende Ausrüstung, wie Rucksack, Schlafsack und Zelt, die du dir rechtzeitig besorgen solltest.

Lesetipp: Wenn es ums Wandern mit Zelt geht, ist Fräulein Draußen eine echte Expertin. In ihrem Gastbeitrag verrät sie dir, was dich auf so einem Trekking-Trip erwartet!

Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer!

Vielleicht hast du diesen Beitrag gerade im Büro gelesen und jetzt juckt es dich erst Recht unter den Fingernägeln, sofort die Planung deines eigenen Sabbaticals zu starten! Dann kann ich dir nur raten: Leg los!

Die Möglichkeit, so eine Auszeit vom Job zu nehmen ohne zu kündigen, ist wirklich eine gute Sache. Dadurch haben so viele Menschen die Chance, ein echtes Abenteuer zu erleben und die Welt zu entdecken, die ohne dieses Angebot vielleicht nie die Zeit gefunden hätten ihren Reisehunger zu stillen. Es ist dabei egal, ob du bei deinem Chef nur 3 Monate oder ein ganzes Jahr raushandeln kannst und ob du dich dafür entscheidest, die ganze Welt zu bereisen oder mehrere Wochen durch Europa zu laufen.

Ein Sabbatical ist, was du draus machst! Mach es zum Abenteuer deines Lebens!

Hast du dir schon einmal so eine Auszeit genommen, um dir einen Reisetraum zu erfüllen? Welche Erfahrungen hast du dabei gemacht?

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