Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Podcast: Sparen auf Reisen mit Feli Hargarten

Du willst hinaus in die Welt ziehen, neue Länder kennenlernen und dabei noch jede Menge Abenteuer erleben? Kein Problem, wenn da nicht das leidige Problem der Finanzierung wäre. Konsequentes Sparen, um deine Reisekasse vor deinem Antritt zu füllen, ist auf jeden Fall Grundvoraussetzung. Aber auch während deiner Reise selbst gibt es viele Möglichkeiten, dein Budget zu schonen und richtig zu sparen.

Feli ist seit vielen Jahren Digitale Nomadin, immer unterwegs und berichtet auf ihrem Blog travelicia.de über ihre Erlebnisse. In dieser vierten Folge meines Podcasts erfährst du von ihr unter anderem wie sie es schafft, minimalistisch zu reisen, ihre Kosten immer im Blick zu haben und welches Budget du für eine Weltreise einplanen musst. 

Erfahre in dieser Episode über Sparen auf Reisen:

  • wie du deine Kosten am besten minimierst
  • warum dir eine Exel Tabelle dabei hilft
  • welcher Rucksack eine gute Alternative zu Markenprodukten ist
  • wie viel Budget du für ein Jahr Reisen kalkulieren musst
  • wie du auf Reisen sparen kannst
  • warum Couchsurfing nicht für jeden Reisetyp ideal ist
  • wie hoch ein durchschnittliches Tagesbudget auf Reisen ist

 Shownotes über Sparen auf Reisen:

Die komplette Folge zum Nachlesen:
Herzlich Willkommen zur vierten Folge des Off The Path Podcasts. Heute spreche ich mit Feli über ein sehr spannendes Thema, und zwar: Sparen auf Reisen. Feli ist durch und durch Minimalistin und weiß, wo man überall aussortieren kann und was man nicht mehr braucht. Sie gibt uns in dieser Folge tolle Tipps, wie wir alle, wenn wir unterwegs sind, Geld sparen können. Feli betreibt den Reiseblog travelicia.de und ist Veranstalterin der DNX, der Digitalen Nomadenkonferenz. Ich freue mich sehr, dass sie sich zu ihrem Geburtstag für ein kurzes Gespräch Zeit genommen hat.
Sebastian: Feli, heute zu deinem Geburtstag hast du dir Zeit für mich genommen – richtig, richtig cool – für den Off The Path Podcast! Also erstmal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Feli: Danke dir!

Sebastian: Und wir sprechen heute über das Geldsparen für und auf Reisen. Du bist ja mittlerweile auch richtiger Profi im Verkleinern von Dingen und im Minimalismus und sparsamen Reisen. Was sind denn deine besten Tipps? Womit kann man am schnellsten, am besten sparen, also für die Reise?

Feli: Für die Reise sparen… klar, auf jeden Fall Kosten minimieren. Ich würde mir erstmal einen Überblick machen: Was habe ich überhaupt für Kosten? Weil meistens weiß man es mit der Zeit gar nicht mehr, wofür das Geld abgeht. Und das wirklich in verschiedene Kategorien sortieren. So ein bisschen: Was ist wirklich lebensnotwendig? Wohnung, vielleicht noch irgendeine Versicherung, Krankenversicherung oder sonstige Sachen.

Sebastian: Die ganzen Abos zum Beispiel.

Feli: Abos genau. Oder mehr Richtung Freizeit, Leisure, das nicht unbedingt sein müsste. Man kauft mal hier seinen Kaffee und da noch etwas. Damit man da mal einen Überblickt bekommt und dann schaut, welche Position kann ich optimieren, verkleinern, kann ich mir vielleicht einen anderen Vertrag suchen? Kann ich tatsächlich, wenn ich für etwas Bestimmtes sparen will, auch umziehen in eine günstigere Wohnung? Oder in eine günstigere Wohnung umziehen und meine an wen anderes teurer vermieten. Oder weiß der Geier. Also alle Positionen durchgehen und schauen, wie man sie aufs Minimum reduziert bekommt.

Sebastian: Hm, also zu einem richtigen Excel-Junkie werden.

Feli: Genau. Excel-Tabellen sind dein bester Freund, was das anbelangt und dann kann man das ganz gut beobachten. Vielleicht vergisst man auch mal die ein oder andere Position, dann wirklich aufs Konto gucken. Was geht da monatlich ab, was man vergessen hat. Und natürlich darf man auch die Sachen, die vielleicht einmal jährlich abgehen, nicht vergessen. Ich habe zum Beispiel eine Haftpflichtversicherung. Das ist jetzt nicht viel, aber wenn, dann würde ich echt genau sein und alle Positionen aufschreiben.

Sebastian: Wie machst du das dann? Die Haftpflichtversicherung oder was weiß ich, was man alles hat, brichst du die dann runter, auf den Monat und sagst okay, jeden Monat habe ich halt 1/12 dieser Kosten oder packst du die dann einfach in den Monat 6 für 12 Monate?

Feli: Also ich persönlich packe die in den Monat 6, weil die dann ja bezahlt wird, einmalig für das ganze Jahr. Aber die Idee, das auf den Monat runterzubrechen, ist natürlich auch nicht verkehrt.

Sebastian: Also könnte man quasi das Geld, das man für diese Versicherung braucht, immer schön jeden Monat zur Seite legen, um im Monat 6 keine große Überraschung zu haben, zum Beispiel, ne?

Feli: Das ist natürlich auch mega clever, auf jeden Fall, ja.

Sebastian: Und da habe ich übrigens auch einen Tip. Das ist eine App, die nennt sich “You need a budget”. Die kostet natürlich ein bisschen was, aber die ist extrem gut, weil man sie auch für Laptop und iPhone und Android und alles nutzen kann. Und die hilft Dir unglaublich gut dabei, diese hohen Ausgaben, wie Versicherung oder ja… meistens eigentlich überhaupt Versicherung oder große Flüge oder Großanschaffungen runterzubrechen und die jeden Monat zur Seite zu legen. Und das halt immer löscht von dem großen Budget. Wenn du 1000 € Budget hast und eine Versicherung von 120 € im Jahr hast, dann hast du eigentlich immer nur 990 € zur Verfügung, weil die 10 € schon gelöscht werden. Das ist ganz gut. Jetzt kommt eine sehr schwere Frage, eine sehr tricky Frage, weil man sie eigentlich nicht so pauschalisieren kann, aber was meinst du, wie viel Budget man sparen muss, um ein Jahr auf Reisen zu gehen?

Feli: Hm, also ich würde sagen, so 12.000 € bis 15.000 € auf jeden Fall. Ich würde mal 1.200 € pro Monat einrechnen. Dazu kommen dann noch die Fixkosten, die einmalig vor der Reise anfallen. Die würde ich da jetzt nicht mit reinrechnen. Also wenn du dir einen Rucksack kaufst, für Impfungen zahlst, das Flugticket. Das noch ausrechnen und dann 1.200 € pro Monat, da kommst du in günstigen Ländern dicke mit hin und in teuren bist du im Zweifelsfall ein bisschen drüber, aber all in all wird sich das auf 1.200 € einpendeln. Im besten Fall hast du auch noch was, wenn du wieder zurückkommst, übrig, wenn du dann doch nur 1.000 € gebraucht hast oder 800 €. Das kommt halt sehr darauf an, was man so vor hat, wie man reist, wie schnell man reist, ob man sehr viele teure Activities einbaut, ob man eher günstig oder teuer wohnt. Da gibt es sehr viele Parameter, die halt individuell sind, ne?

Sebastian: Ja, ja klar. Also man kann ein super Budget haben und sich nix leisten, dann kommt man wahrscheinlich in Thailand, weiß ich nicht, mit 500 € – 600 € vielleicht aus. Aber wenn man sich etwas leisten möchte, dann kommt man halt locker auf die 1.000 €.

Feli: Aber ich glaube trotzdem, dass der Durchschnittsmensch mit dem Betrag ganz gut hinkommen kann.

Sebastian: Ja, also 1.200 € pro Monat. Das finde ich auch eine sehr, sehr gute Zahl. Und wie siehst du das? Also nach der Reise muss man ja irgendwie zurück ins Leben, irgendwann vielleicht. Sollte man ja eigentlich schon ein bisschen etwas vorgespart haben?

Feli: Also ich persönlich bin eher ein Sicherheitsdenker. Ich würde eher zwei Monate länger arbeiten und dann da mein Polster haben und weil es sonst auch sehr stressig ist. Du kommst zurück, bist erstmal eh total durcheinander im Kopf und musst dich dann direkt umschauen. Andererseits kann das auch gut sein, wenn du dir dann sofort einen Job suchen musst. Sei es auch nur im Café, weil du dann nicht zu viel in alten Erinnerungen schwelgst, sondern wieder nach vorne guckst. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Wenn man dann ein Studium anfängt oder irgendein neues Ziel hat, ist die Rückkehr viel einfacher. Vielleicht ist es auch gar nicht so doof ins kalte Wasser zu fallen. Aber ich würde mal den Puffer sparen. Wenn man nämlich mal auf der Reise sieht: Boah, das könnte ich machen, das, das, das und das ist „once in a lifetime“, ich will das erleben und man es raushaut, dann auch egal, dann muss man halt hier ein bisschen mehr in den sauren Apfel beißen, aber ja. Da ist auch jeder ein bisschen anders gestrickt.  

Sebastian: Das stimmt, das stimmt. Wie ist das denn vor der Reise? Material, so ein Rucksack? Da bin ich der Meinung, der Günstigste sollte es nicht sein. Der Teuerste muss es aber auch nicht sein. Hast du Erfahrung, für zum Beispiel Second Hand Equipment? Kann man damit viel Geld sparen, sind die dann immer noch gut oder würdest du sagen, das ist unglaublich wichtig, der Rucksack wird quasi dein ständiger Begleiter für die nächsten 12 Monate, da solltest du in etwas gutes und etwas neues investieren? Wie siehst du das?

Feli: Also ich habe mir schon einen Rucksack bei Ebay Kleinanzeigen geholt, was ich voll geil fand, weil das war ein Deuter Rucksack. Er war für eine Australienreise genutzt worden. Der kam an, war echt nigelnagelneu und echt günstig. Und Deuter ist halt eine gute Qualität. Wenn da einer eine Reise mit macht, dann passiert nicht viel. Der war sogar recht hell, also eine graue, helle Farbe und war überhaupt nicht dreckig, gar nichts. Da war ich super happy und dachte mir so: Wieso soll ich denn das Doppelte im Geschäft bezahlen?

Sebastian: Nee stimmt, natürlich!

Feli: Also richtig geil. Ich würde das schon machen. Gerade, wenn man knapp bei Budget ist.

Sebastian: Ja, da könnte man da eigentlich richtig viel Geld sparen.

Feli: Ja, gerade bei so Markensachen bezahlst du ja auch oft nur für den Namen und die haben ganz schön hohe Margen.

Sebastian: Ja, also so ein Deuter Rucksack, der kostet ja auch 180 €.

Feli: Andererseits habe ich auch noch einen guten Hack. Die Rucksäcke von Quechua, die kriegt man bei Decathlon, das ist auch ein Onlineshop, gibt es auch in Läden, aber sehr selten. Mehr so in Spanien, Frankreich. Und Quechua finde ich richtig geil. Der ist jetzt vielleicht nicht ganz so wie Deuter, aber trotzdem immer noch eine gute Qualität und die sehen auch noch cool aus und da hatte ich echt mal einen Rucksack, 50 Liter für – keine Ahnung – ich glaube, der hat 40 € gekostet. 39 €. Und der war wirklich super, ich habe den echt ein paar Jahre genutzt, sogar jetzt vor kurzem noch. Also, jetzt habe ich einen neuen, aber davor hatte ich diesen Quechua-Rucksack und der hat auch alles.

Sebastian: Okay, das ist echt ein super Tipp, also 50€ für so einen Rucksack ist natürlich echt nicht viel. Cool! Die kosten normalerweise richtig viel.

Feli: Und die haben auch geile Daypacks.

Sebastian: Cool. Anderes Thema. Jeder, der dich schonmal irgendwie gesehen hat, der weiß, dass du nur noch diese zwei Ikea Tüten in der Lagerbox hast, bzw. nicht zwei Ikea Tüten, ihr habt zwei Kisten. Aber worauf kannst du am leichtesten verzichten auf Reisen? Also worüber sagst du, das brauche ich überhaupt nicht, das kaufe ich mir gar nicht. Und worauf am schwersten, also was musst du immer dabei haben, wo du sagst, das ist ein Luxusgegenstand und wo du weißt: Ich brauche ihn eigentlich nicht, aber will ihn trotzdem dabei haben? Ich habe letztens mit Lisa einen Podcast gemacht, das ist eine Flugbegleiterin. Sie hat zum Beispiel ständig eine Tasse von zu Hause mit dabei.

Feli: Oh Gott nee, das würde mir nicht passieren!

Sebastian: Also, das braucht sie quasi nicht, aber sie sagt halt, wenn sie unterwegs ist, und sie ist viel unterwegs als Reisebegleiterin, da möchte sie halt immer ein bisschen was von zu Hause mit dabei haben. Und, hast du irgendwas, wo du sagst: Okay, also das brauche ich eigentlich nicht, das ist sinnlos, dass ich das dabei habe, aber es ist ein Luxusgegenstand. Oder bist du gut durchdacht und alles, was du dabei hast, brauchst du auch?

Feli: Alles, was ich dabei habe, macht Sinn. Ich habe nicht einen Gegenstand dabei, den ich einfach just for fun da drin habe. Und der Inhalt meines Rucksacks besteht tatsächlich nur aus Klamotten. Halt so ein paar Kosmetiksachen und Technik, wie Kamera, Laptop, iPhone, aber das war es. Mehr habe ich echt nicht dabei.

Sebastian: Ja, okay. Ich muss auch öfters mal darüber nachdenken, was ich so an Luxus mit mir trage. Ich habe unglaublich viele Kameras dabei. Ich glaube, ich reise mit vier Kameras.

Feli: Das ist krass, ne? Ich habe extra so eine kleine Kompaktkamera, weil ich nicht so ein fettes Ding mit rumschleppen will, aber trotzdem einigermaßen coole Fotos machen will. Und mein Daddy, der ist auch so ein Hacker, was Technik anbelangt und der hat dann mal alle Kameras verglichen und jetzt habe ich die Canon Powershot und bin auch mal zufrieden mit der. Sie ist auch simpel in der Bedienung. Mich überfordert das immer, wenn es zu viele Knöpfe gibt und so. Möglichst einfach und die ist nicht schwer, macht gute Bilder, fertig.

Sebastian: Oh ja, so muss das!

Feli: So muss das!

Sebastian: Okay, also Kamera, ist das deine teuerste Ausgabe, also für Equipment, die du dabei hast?

Feli: Der teuerste Gegenstand ist wahrscheinlich das MacBook.

Sebastian: Sonst eigentlich alles recht günstig. Rucksack natürlich auch günstig hast du gesagt, 50 €.

Feli: Das war der Quechua, den ich vorher hatte. Jetzt habe ich halt den Minaal, der war ja teurer. Der ist noch ein bisschen kleiner und auch echt robust.

Sebastian: Ist das alles, was du dabei hast? Reist Du nur mit dem Minaal?

Feli: Ja.

Sebastian: Okay, cool! Also auch kein extra Pack?

Feli: Nee, nee. Also wir haben uns allerdings… Haha!… aber jetzt gerade erst vor einer Woche, auch so einen Mixer geholt für Smoothies. Den hat Robert Gladitz uns empfohlen und die sind normal mega fett, aber er hat so einen, den man auch theoretisch mit auf Reisen nehmen kann. Das wollten wir jetzt mal probieren.

Sebastian: Und den packt ihr dann auch ins Handgepäck oder checkt ihr dafür was ein?

Feli: Den müssen wir dann in einer extra Tüte mehr oder weniger im Handgepäck haben.

Sebastian: Aber gut, das geht ja eigentlich. Man darf ja oftmals noch eine extra Tüte in der Hand haben, bei Ryanair zum Beispiel. Also das sollte eigentlich gehen. Was war denn deine teuerste Ausgabe auf einer Reise, die Dich immer noch super glücklich macht. Also, wo du sagst, die musste einfach sein. Ich gehe mal davon aus, irgendeine Aktivität?

Feli: Hm, also ich bin ja generell ein Typ, der gerne coole Abenteuer erlebt, die ein bisschen außergewöhnlicher sind, wie mal mir nen Heißluftballonflug zu gönnen oder einen Fallschirmsprung. In Australien habe ich auch mal einen Hubschrauberflug gemacht oder ich lerne auch gerne Sachen. Ich mache gerne sowas wie einen Tauchkurs, einen Kitesurfkurs. Das sind halt alles Sachen, die eher teuer sind. Ich würde jetzt sagen unter diesen ganzen Sachen gab es keine, die jetzt mega hervorgestochen wäre. Die haben alle viel oder gleich viel gekostet, haben sich aber alle gelohnt, Bock gemacht und das ist mir das dann auch wert. Also ich bin ein Typ, ich würde lieber weniger essen, als darauf zu verzichten.

Sebastian: Echt?

Feli: Ja!

Sebastian: Also lieber beim Geld sparen…

Feli: Lieber Reis essen und den ganzen Tag Gemüse oder in eine günstigere Unterkunft gehen, als mir dann dieses Abenteuer zu sparen.

Sebastian: Ja stimmt, würde ich am Ende des Tages auch machen. Ich bin auch ein absoluter Adrenalinjunkie und in manchen Ländern ist es aber auch einfach unglaublich teuer, ne? Wie siehst du das? Ich bin vor kurzem mit Walhaien schnorcheln gewesen in Australien und das ist halt extrem teuer. Das kostet 600 $ pro Person.

Feli: Stimmt.

Sebastian: Kann man auf den Philippinen wahrscheinlich für 150 $ machen.

Feli: Das würde ich auch sagen. Wenn man öfter reist, dass man dann eher nach Preisen schaut, wo es günstiger ist. Zum Beispiel ein Tauchkurs. Der ist in Honduras halb so teuer als wahrscheinlich in Neuseeland oder so. Macht Sinn, dass man sich da schon ein bisschen informiert.

Sebastian: Also sage ich mal, deine Aktivitäten den günstigeren Ländern zuordnen, ein bisschen nach den Destinationen, richtig?

Feli: Ja.

Sebastian: Das ist glaube ich auch ein guter Tipp, den wir geben können, dass man sich wirklich ein bisschen mehr Gedanken darüber macht und einfach nicht nur: Ich möchte XYZ sehen, sondern eben auch mal, was möchte ich überhaupt erleben? Und dann zu sagen: Okay, das kann ich vielleicht da günstiger machen und es ist genauso schön.

Feli: Ja, letztendlich kann man ja überall auf der Welt ähnliche Sachen machen. Du kannst hier Kanu fahren gehen oder da Fallschirmspringen oder umgekehrt. Wenn man jetzt nicht so den einen Traum hat, dass man mal da und darüber abgesprungen sein will, dann ist es eigentlich egal.

Sebastian: Ja, ja, absolut. Also man sollte sich schon echt mehr Gedanken darüber machen.

Feli: Andererseits sind manchmal impulsive Entscheidungen in dem Moment auch geil. Wenn man sagt: Boah, ich mache das jetzt und ich habe das gar nicht geplant, das hat man ja auch schonmal.

Sebastian: Und wir sind dann eher so die Kandidaten, die einfach total planlos in den Destinationen umherlaufen und dann: Boah geil, was kann man hier alles machen. Und dann haben wir auf einmal viel mehr als unser eigentliches Budget ausgegeben.

Feli: Passiert, ne?

Sebastian: Genau! Also jetzt mal Geld sparen auf Reisen: Wie gehst du da vor? Also ich weiß, dass ihr zum Beispiel sehr viel Airbnb nutzt. Hast du da vielleicht irgendwie einen Tip, wie man Geld sparen kann oder mit Hostels, Hotels, wie geht ihr da vor?

Feli: Hm, also Airbnb ist eigentlich immer relativ teuer. 

Sebastian: Das war früher mal günstig, ne?

Feli: Es war günstig ja, aber jetzt ist es schon echt happig und es ist höchstens mal für ein paar Tage was, wenn man gerade nicht weiß, wo man sonst hingeht. Ansonsten nehme ich auch die üblichen Buchungsplattformen wie Hostelword, Hostelbookers, Agoda oder Booking.com. Oder halt über Empfehlung. Was man von anderen Reisenden hört, ist meistens sehr gut. Da kriegt man meistens sehr gute Unterkünfte zu einem guten Kurs. Und man spart natürlich auch, wenn man länger irgendwo bleibt. Es lohnt sich auch manchmal in einem Hostel oder so zu fragen, wenn man eine Woche oder zwei bleibt, ob die einem eine Special Rate geben können.

Sebastian: War das schonmal erfolgreich?

Feli: Ja, also das geht schon, wenn man sagt, man bleibt länger, longterm…

Sebastian: Ja, dann quasi ein oder zwei Nächte vorher buchen über Hostelbookers und dann vor Ort sagen, wir möchten länger bleiben, was kannst du machen?

Feli: Fragen, genau. Aber ansonsten vielleicht nicht die Unterkünfte direkt am Strand nehmen, wenn man Geld sparen will, weil die teurer sind. Mal in die zweite Reihe gehen, aber klar, ein paar Euro muss man dafür immer einplanen. Sonst muss man Couchsurfen gehen oder am Strand schlafen.

Sebastian: Aber Couchsurfing ist ja eigentlich auch total krass, ne? Damit kann man auch sehr gut sparen.

Feli: Ja, ich mag es aber nicht so. Wir waren in Guadalupe bei einem Couchsurftypen, der wollte dann mit uns essen gehen, die Stadt zeigen und so und eigentlich hatte ich da gar keinen Bock drauf. Also es ist ja mehr so ein soziales Ding. Wenn du jetzt gerade einfach nur mal deine Ruhe haben willst und Unterkunft haben willst, ist es halt nicht so geeignet. Und vielleicht kannst du nur einen Tag da bleiben. Dann musst du am nächsten Tag schon wieder umziehen und ich finde es cooler, dann vielleicht mal ein paar Tage in einem Hostel zu bleiben, sonst ist es mega stressig.

Sebastian: Ja, ja, nee, das stimmt schon. Also wir sind natürlich immer ein ganz anderes Extrem als Reiseblogger, dass wir halt ständig arbeiten wollen und eigentlich abends keine Lust haben….

Feli: Das ist nochmal komplett anders, ja.

Sebastian: Aber naja, stimmt schon. Man zahlt am Ende seinen Preis dafür, dass man nicht bezahlt.

Feli: Richtig, weil vielleicht, selbst wenn man jetzt Traveler ist, also gar nicht was mit arbeiten zu tun hat, vielleicht findet man den Typen total nervig und hat überhaupt gar keinen Bock die ganze Lebensgeschichte von dem zu hören und vielleicht macht der Couchsurfing nur, weil er sonst niemanden hat, dem er das erzählen kann und dann wird’s nämlich Scheiße. Das ist jetzt ganz negativ gesagt, die meisten Leute sind ja nett.

Sebastian: Die meisten Leute sind nett, ja.

Feli: Aber nur für den Fall, wenn man wirklich mal seine Ruhe braucht, ist es nicht die beste Wahl.

Sebastian: Ja, das sehe ich auch so. Diese Erfahrung habe ich auch gehabt, also als Host als auch Reisender. Ich habe bisher eigentlich immer Glück gehabt, aber ich habe auch sehr komische Stories von anderen gehört.

Feli: Das ist immer die Sache, was die erwarten. Auch wenn du Host bist, erwarten die jetzt, dass du denen die Stadt zeigst, mit denen Party machst oder wollen die lieber in Ruhe gelassen werden. Das muss man irgendwie vorher besser klären.

Sebastian: Genau.

Feli: Das muss man sich dann vielleicht mal schreiben.

Sebastian: Ja. Lass uns langsam zum Ende kommen, Feli. Und die letzte Frage, die ich an dich habe, ist auch wieder zum Thema Budget. Was ist denn so ein Tagesbudget, was man einplanen sollte auf einer längeren Reise? Hast du jetzt sowas wie einen Durchschnitt auf euren Reisen, du und Marcus?

Feli: Also ehrlich gesagt nicht. Mittlerweile habe ich es gut im Gefühl, aber wie ich gerade sagte, diese 1.200 € pro Monat. Wenn man die auf den Tag runterbricht sind das 40 € pro Person.

Sebastian: Das ist auch das, was ihr ausgebt quasi?

Feli: Ja, in Berlin brauche ich ein bisschen mehr auf jeden Fall. Aber wenn ich jetzt mal Activities weglasse, wie eben gesagt, den Kitesurfkurs oder so Sachen, dann kann ich schon gut hinkommen. Und halt Flüge weglassen, ne?

Sebastian: Ja, also verplant man extra okay. Cool. Also bei uns ist es ein bisschen mehr. Also wir haben ein Tagesbudget von 150 €, aber zu zweit auch, aber da haben wir halt schon Flüge usw. drin aufgeteilt. Wir haben also auf den Monat…

Feli: …alles mit eingerechnet, ne?

Sebastian: Genau, genau. So 150 € pro Tag für zwei Personen.

Feli: Nee, das behandele ich immer noch als Extrakosten, die einmalig stattfinden, aber deine Idee finde ich auch nicht schlecht, das auf den Monat hochzurechnen.

Sebastian: Ja, auf jeden Fall sehr, sehr interessant. Vielen Dank, dass du dir heute zu deinem Geburtstag die Zeit genommen hast.

Feli: Yes!

Sebastian: Und ja, dann wünsche ich dir alles Gute und save Travels!

Feli: Ja, geil! Bis bald, Sebastian!

Sebastian: Tschüss!

Wieder einmal eine sehr interessante Folge mit tollen Ideen, um für und auf Reisen Geld zu sparen. Schaut auch auf jeden Fall auf Felis Blog www.travelicia.de vorbei. Alle erwähnten Webseiten und die gesamte Folge zum Nachlesen findet ihr auch auf www.off-the-path.com. Das war es für heute. Nächste Woche spreche ich mit Carina von Pink Compass über Tipps für alleinreisende Frauen. Wird auf jeden Fall spannend. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und bis bald!

Bitte hinterlasse eine Rezension des Off The Path Podcasts aus iTunes.

Bewertungen auf iTunes sind super hilfreich für das Ranking der Show und sind für uns die beste Bezahlung für die ganze Arbeit, die in die Show investiert wird. 🙂

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