Kolumbien

Im Segelboot über die San Blas Inseln nach Kolumbien!

San Blas Inseln: Segel durch das Paradies nach Kolumbien

Rund um mich herum – nur türkisblaues Wasser. Diese unendliche Weite ist lediglich unterbrochen von kleinen weißen Inseln, bewachsen mit grünen Palmen, an denen die Kokosnüsse im Wind schaukeln. Eine leichte Brise weht und lässt meine Hängematte leicht schaukeln. Gleichzeitig umgibt mich ein Duft von frisch gegarten Meeresfrüchten. Ich befinde mich an Bord eines Segelschiffes, das zwischen den San Blas Inseln auf der Karibikseite von Panama nach Kolumbien segelt.

Aber ich fange von vorne an. Seit meiner Kindheit, in der diverse Janosch-Bücher zum allabendlichen Leseprogramm zählten, stand dieses Land schon auf meiner Reiseliste. Laut dem Tiger und dem Bären „duftet Panama nach Banane“. Dem musste ich schließlich auf den Grund gehen. Mein Plan war es, über Land bis nach Bolivien zu reisen. Vor Ort kam die große Überraschung:

8. November 2015

Von Panama nach Kolumbien

Es gibt gar keine zu bereisende Landverbindung zwischen Panama und Kolumbien! Auf der Karte sieht das immer so schön aus, doch in Wirklichkeit machen Dschungel und Mangroven das Gebiet unpassierbar. Dazu kommen noch diverse Guerillabanden, denen wir als Gringos auch nicht unbedingt über den Weg laufen möchten. Daher gab es nur zwei Möglichkeiten: nach Kolumbien fliegen oder einen Segeltörn. Weiße Strände, Palmen, frischer Fisch… die Entscheidung war sehr schnell gefallen.

Oft gestellte Fragen

Am besten kommt man per Direktflug ab Frankfurt nach Panama City. Hinflüge starten bei etwa 700 € und dauern ungefähr 12 Stunden.

 

Während eines Segeltörns von Panama, über die San Blas Inseln, nach Kolumbien kann man die Karibik kulinarisch entdecken. Von Hummer über Tintenfisch bis hin zu Langusten kommt alles auf den Tisch, was das Meer zu bieten hat. Beim Inselhopping über die San Blas Inseln kann man beim Schnorcheln die atemberaubende Unterwasserwelt entdecken.

 
Für den Segeltrip von Panama, über die San Blas Inseln nach Kolumbien gibt es diverse Online-Agenturen, die Fahrten auf verschiedenen Segelbooten und Katamaranen vermitteln. Ich habe BlueSailing kontaktiert und die Kommunikation und Planung liefen super schnell und problemlos ab.

Segelboot San Blas Inseln: Die Wahl des Bootes

Einen kleinen Schrecken musste ich jedoch noch verarbeiten: Der Preis. 5 Tage kosten in der Regel etwa 500-550 USD! Trotzdem, ich habe mich dann doch dafür entschieden. Ich kann dir auch schon so viel verraten, dass ich es in keinster Weise bereue und dir uneingeschränkt zu diesem Trip raten kann!

Häufig wird erzählt, dass diese Boote weit im Voraus gebucht werden müssen, da sie in der Regel komplett ausgebucht seien. Alles Quatsch! Ich konnte gleich am nächsten Tag in die Inselwelt eintauchen. Dazu kam natürlich auch eine gewisse Portion Glück. Je nachdem wie flexibel du bist, solltest du dich gegebenenfalls schon früher darum kümmern. Es gibt diverse Online-Agenturen, die Fahrten auf verschiedenen Segelbooten und Katamaranen vermitteln. Ich habe BlueSailing kontaktiert und die Kommunikation und Planung liefen super schnell und problemlos ab.

Übernachten in Portobello: Casa Congo

Die Atmosphäre im Casa Congo ist super! Du kannst hier Kayaks mieten und direkt an der Unterkunft starten. Die Zimmer mit Meerblick sind gigantisch!

Am nächsten Tag fuhr das Boot Baruffa ab. Du solltest dich auf jeden Fall vorab über dein potentielles Boot informieren, da es gravierende Unterschiede gibt. Meine Lieblingshorrorgeschichte ist, dass ein Kapitän nach einem Streit einfach 2 Jungs auf einer winzigen Insel zurückgelassen hat. Wenn du an so einen Kapitän gerätst, hast du schlecht Karten! Die Beiden wurden allerdings später von einem anderen Katamaran mitgenommen. Manche Anbieter nehmen es mit der Essens- und Trinkwasserplanung auch nicht so genau. Betrunkene Kapitäne finde ich persönlich auch nicht so optimal. Nach einer kleinen Recherche über die Baruffa hatte ich nur Positives gefunden. So konnte der Trip am nächsten Morgen mit großer Vorfreude losgehen.

San Blas Inseln: Packliste für deine Überfahrt

Jetzt mussten nur noch schnell ein paar Vorbereitungen getroffen werden, nämlich Snacks einkaufen. Für Versorgung sollte an Board ja gesorgt sein, aber man weiß ja nie. Mit ein paar Keksen kannst du selten etwas falsch machen. Auf dem Boot ist auch der Alkohol nicht inklusive. Da ich leider eine kleine Schwäche für ein leckeres Bierchen am Abend habe, entschloss ich mich,  lokales Panama Lager mitzunehmen. Einen weiteren Tipp, den ich gelesen hatte, waren Müllsäcke, in die du vorsichtshalber alle deine Sachen im Rucksack einpackst. Auf diese Weise ist bei der Fahrt in der Lancha, auf dem Segelboot oder generell beim Transport alles gut geschützt. Diese Taktik habe ich auch danach auf weiten Teilen meiner Reise beibehalten. Im Falle der Bierdosen hat sie ihren Nutzen nämlich gleich unter Beweis gestellt, denn 2 Dosen waren einfach geplatzt.

Sonnencreme

Gerade bei einem Abenteuer auf dem Wasser ist ein guter Sonnenschutz Pflicht. 

Trinkflasche

Achte unbedingt darauf genügend Flüssigkeit zu dir zu nehmen. Mit einer doppelwandigen Edelstahl-Trinkflasche von Draußgänger hast du immer Wasser zur Hand!

Mikrofaserhandtuch

Dieses Handtuch ist sehr saugstark und trocknet durch sein Material sehr schnell!

Drybag

Bei jedem Abenteuer auf dem Wasser ist ein guter Drybag ein Muss. Handy, Kamera und Geld sind in dem Drybag wasserdicht verpackt. 

Segelboot San Blas Inseln: Die Fahrt nach Porvenir zur Baruffa

Einen Haken hatte die Sache aber doch: Es ging um fünf Uhr morgens los. Uncool. Vor allem, da es wie folgt ablief: Pünktlich um kurz vor fünf stand ich draußen vor dem Hostel. Doch es passierte erstmal nichts. Ich wurde allmählich schon etwas nervös, aber dann tauchte schlappe 40 Minuten später doch noch der Wagen auf. Ich war einfach der letzte auf der ganzen Abholrunde gewesen und durfte mich dementsprechend auf den mini-mini-mini-Sitz ganz hinten, fast im Kofferraum, quetschen.

Nun ging es zum nächsten Sammelpunkt. Dort duften wir uns in eine Liste eintragen und noch etwa zwei weitere Stunden rumstehen. Morgens um sechs gibt es ja eh nichts Schöneres zu tun. Irgendwann sollte es dann weiter gehen und das Wunder geschah. Eigentlich hatte ich mich schon mit einer, ich sage mal leicht ungemütlichen Fahrt abgefunden. Aber der Amerikaner vom Beifahrersitz kam auf mich zu und fragte, ob ich tauschen wolle. Doch auch meine Warnung und doppeltes Nachfragen konnten ihn nicht davon abbringen. So kam es also, dass ich fast königlich auf dem Beifahrersitz durch den panamaischen Dschungel kutschiert wurde. Meine Vermutung ist immer noch, dass der Amerikaner es auf die hübsche Argentinierin abgesehen hatte. Leider kann ich keine weiteren Details dieser Lovestory berichten, da sich kurz darauf unsere Wege trennten.

Abenteuerliche Autofahrt

Die Fahrt glich eigentlich mehr einer Achterbahn- als einer Autofahrt. Zum Glück war der Wagen mit einem Allradantrieb ausgestattet. So einen Dschungeltrip macht man schließlich auch nicht alle Tage. Der nächste Halt war ein kleiner Flusshafen. In einer Flussbiegung drängten sich auf einmal Scharen von Touristen. Ziemlicher Kontrast zur Naturidylle. Und alle warteten auf ihre Lanchas, die sie auf die Inseln oder die Boote bringen sollten. Hier war auch endlich der Zeitpunkt gekommen meine Mitreisenden kennenzulernen. Ursprünglich dachte ich, dass meine Auto-Gang auch mit auf dem Boot sein sollte, doch das hatte sich schnell als falsch herausgestellt. So stand ich nun einem amerikanischen Pärchen und einem weiteren deutschen Buben gegenüber. Das wars? Das wars!

Wir waren zu viert. Zumindest erst einmal. Nach ein bisschen mehr Rumstehen und Warten wurde unser Gepäck „liebevoll“ in das Boot gehievt und wir durften davor Platz nehmen. Diese kleinen Boote haben ganz schön Power und so sind wir mit einer guten Geschwindigkeit durch die Wellen gepflügt. Und dort war sie: Die erste Insel des Paradieses.

San Blas Inseln: Ankunft bei Rudy auf der Baruffa

Ich selbst habe noch nie ein Segelboot betreten und freute mich entsprechend total auf diesen Moment. Begrüßt wurden wir von unserem Kapitän Rudy. Käptn‘ Rudy ist Italiener aus Südtirol und sieht aus wie der typische Karibiksegler: braungebrannt, schulterlanges, von der Sonne gebleichtes Haar, Kopftuch, Sonnenbrille und immer ein breites Grinsen im Gesicht. Es spricht perfekt Deutsch, Italienisch, Spanisch und auch gutes Englisch. Dazu kommen wahrscheinlich noch Brocken diverser anderer Sprachen. Begleitet wird er von seiner kolumbianischen Frau, die gleichzeitig bei allen Angelegenheiten an Board mit anpackte.

Jetzt wurde uns auch die freudige Nachricht überbracht: Statt normalerweise 8 Mitreisenden waren wir diesmal lediglich 4. Das bedeutete, dass jeder eine Einzelkabine hatte. Purer Luxus. Vielleicht ist eine 3,5 m² Kabine nicht unbedingt Jedermanns Definition von Luxus, doch stellt man sich vor diesen engen Raum teilen zu müssen, ist es schon sehr verlockend. Doch noch konnten wir uns nicht in die Hängematten legen. Bevor die Fahrt losging mussten wir zunächst unseren Ausreisestempel aus Panama holen.

Die Beamten dort hatten den schönsten Grenzposten, den ich je zu Gesicht bekommen habe. Auf einer kleinen Insel mit ein paar Häusern, Palmen und einem weißen Sandstrand saßen ein paar Beamte ganz entspannt und nahmen unsere Pässe entgegen. Rudy kümmerte sich zum Glück um alles, sodass wir das erste Mal mit nackten Füßen über den Strand ziehen können. Nach den abgeschlossenen Formalien konnte es dann losgehen, die weiteren Inseln zu erkunden.

San Blas Inseln: Die ersten Seemeilen mit dem Segelboot

Die erste Fahrt auf der Baruffa brachte uns zu einer kleinen Inselgruppe. Schon diese erste Tour war ein super Vorgeschmack auf die nächsten Tage. Rudy hat gleich die Hängematten aufgespannt, sodass die winzigen Inseln ganz entspannt an uns vorbeizogen, während die Sonne uns ins Gesicht lächelte. So konnte es wahrlich weitergehen.

Als der Anker ins türkisblaue Wasser ratterte, konnten wir uns bei den Schnorcheln, Taucherbrillen und Flossen bedienen und der erste Ausflug in die Unterwasserwelt begann. Unser erstes Ziel: Eine Sandbank zwischen den Inseln. Schon unterwegs konnten wir diverse bunte Fische beobachten, denn von hier hatten wir einen super Überblick über die Riffe der Umgebung. Scheinbar sind diese nicht ganz ungefährlich, denn auch ein Schiffswrack liegt in einiger Entfernung. Da hat wohl ein Segler nicht ganz so gut aufgepasst. Doch bis ganz dorthin haben wir uns doch nicht hinausgetraut.

Zurück auf dem Boot war unser erstes Essen bereits vorbereitet. Auf dem Teller lag für jeden von uns ein Hummer als Hauptgang bereit. Mein erster Hummer und er wusste mich gleich zu begeistern. In Kombination mit Pasta und Knoblauch war das ein geglückter Auftakt.

Den Rest des Tages hatten wir Zeit, die nahen Inseln zu erkunden. Begrüßt wurden wir auch gleich von einem kleinen Schweinchen, das uns über die Insel gefolgt ist. Die eine Insel war von einigen Einheimischen Kunas, dem hier lebenden Volksstamm, bewohnt, die andere recht touristisch angelegt, mit einigen Hütten, einem Kiosk und sogar einer Bar. Doch wir zogen es, vor den Abend entspannt auf dem Boot zu genießen, inklusive einiger der mitgebrachten Bierchen. Life is Good.

San Blas Inseln: Abenteuer auf der Insel

Mit ähnlichen Aktivitäten verbrachten wir auch die nächsten Tage. Ein weiterer Schnorcheltrip endete sogar in einer blutigen Verletzung für mich. Auf einmal tauchte ein kleiner, besonders frecher Fisch auf und schwamm neugierig um mich herum. Ich war natürlich begeistert und konnte einige super Aufnahmen mit meiner Unterwasserkamera machen. Doch der blau-graue Fisch schwamm immer weiter um mich herum und stupste mich sogar an meine Taucherbrille und verschwand dann aus meinem Blickfeld. Autsch!

Im nächsten Moment hatte ich ihn wiederentdeckt, bloß, dass er diesmal meinen großen Zeh wohl mit einem leckeren Abendmahl verwechselt hatte. Die Schwimmflossen lassen ja wirklich nur eine kleine Lücke für die Zehen offen und genau diese wusste er zu nutzen und hat einmal herzhaft hineingebissen. Jetzt musste ich fix zurück aufs Boot, um die Wunde zu begutachten. Der Kapitän war zunächst etwas erschrocken, als ich berichtete, ich sei von einem Fisch gebissen worden. Doch als ich den Fisch genauer beschrieb, beruhigte er sich und wir konnten die Stelle versorgen. Letztendlich war alles halb so wild und eher witzig.

Weitere Highlights der Unterwasserwelt waren ein kleiner Rochen und der ziemlich giftige Lion Fish. Nach meinem vorherigen Erlebnis habe ich von ihnen allerdings lieber respektvollen Abstand gehalten. Auch einen Hummer bekamen wir zu Gesicht. Da liegt natürlich der Gedanke nicht fern, ihn zu fangen und zum Abendbrot mitzubringen. Doch da hatten wir die Rechnung ohne den Hummer gemacht. Komischerweise fand er das nicht so witzig und nutzte seine Ortskenntnis, um sich unter einem Stein zu verkriechen. Schade. Doch unser Kapitän hatte vorgesorgt und uns auch ohne diesen Selbstfang weiterhin mit frischen Leckerbissen versorgt.

San Blas Inseln: Speisekarte an Board

Wir wurden wirklich nur mit dem Besten, was das Meer zu bieten hat, versorgt. Es gab Kings Crab, Oktopus, Languste, Hummer, Fisch. Rudys Philosophie ist, dass nur auf den Tisch kommt, was er selber gerne isst. Er lebt schließlich auf dem Boot und macht diese Trips, weil er selbst die Inseln und das Segeln liebt und dabei natürlich auch selbst nur gut essen möchte. Fand ich ziemlich super. Es gab immer einen frischen Obstkorb, an dem wir uns bedienen konnten: sei es nun Ananas, Mango, Papaya oder Bananen. Gerade die Mini-Bananen haben es mir angetan. So sollten alle Bananen schmecken, kein Vergleich zu den Supermarktbananen in Deutschland. Panama riecht tatsächlich nach Banane.

San Blas Inseln: Kuna Island

Bevor es auf die große Überfahrt Richtung Kolumbien ging, mussten wir noch einige Besorgungen tätigen. Dafür fuhren wir zu einer der Hauptinseln der Kunas. Diese bietet einen ziemlich großen Kontrast im Vergleich zu den anderen Paradiesinseln, denn sie ist komplett bebaut und scheint aus der Ferne eher wie eine schwimmende Stadt. Von außen wirkt sie durch herumschwimmenden Müll leider sehr verdreckt. Während der Kapitän die wichtigen Besorgungen tätigte, konnten wir den Ort erkunden. Es hat sich gleich ein Führer angeboten, der uns herumgeführt hat. Natürlich hat dieser am Ende auch die Hand aufgehalten. Überleg dir also vorher, ob du am Ausflug teilnehmen möchtest. Eigentlich kannst du den kleinen Ort auch recht gut alleine erkunden. Überraschenderweise war im Ort alles supersauber.

Leider fehlt vielen der Ureinwohner das Verständnis, im Einklang mit modernen Errungenschaften wie Plastik und Natur zu leben, sodass ein Großteil des Mülls einfach im Wasser entsorgt wird. Ich hoffe innigst, dass dieses Verständnis wächst und sie sich nicht durch Müllberge ihre Lebensgrundlage entziehen.

San Blas Inseln: Die Überfahrt mit dem Segelboot

Im Voraus hatte ich schon einiges über die Überfahrt nach Kolumbien gehört. Die wenigsten Geschichten waren hierbei positiv. Die meisten haben ziemlich stark mit der Seekrankheit zu kämpfen. Da ich bisher noch nie Probleme auf dem Wasser hatte, habe ich mir hier eigentlich keine Sorgen gemacht. Doch nach einem Wettercheck mussten wir etwas umdisponieren. Durch anhaltende Winde lag der Wellengang bei über 6 Metern. Dementsprechend konnten wir nicht wie geplant nach Cartagena segeln und sind deshalb die etwas leichtere Route an der Küste entlang nach Sapzurro gesegelt. Durch diese Änderung wurde uns angeboten, noch eine weitere Nacht auf dem Boot zu nächtigen, was wir natürlich gerne annahmen.

Falls bei dir das Wetter besser ist und du bis nach Cartagena segelst, empfehle ich dir das Icon Capsule Hostel. 

Übernachten in Cartagena: The Icon Capsule

Das Hostel ist super gemütlich. Perfekt für ein paar ruhige Tage nach deiner Überfahrt. Genial ist die Dachterrasse!  

Schon als wir die schützenden Riffe der San Blas Inseln verließen, machte sich der Wellengang bemerkbar. Als erstes hatte es die beiden Amerikaner erwischt. Schon nach etwa 15 Minuten zogen sich die beiden unter Deck zurück. Schon ein paar Minuten später folgte der Deutsche. Noch war ich topfit und hab mir auch ein bisschen ins Fäustchen gelacht. Leider zu früh gefreut. Etwa zehn Minuten später ging auch das flaue Gefühl in meinem Magen los. Also hab ich mich auch in meine Koje zurückgezogen und ein paar Seekrankheitspillen eingeworfen. Der Rest des Tages verlief dann auch wie im Fiebertraum. Die meiste Zeit hab ich mich in meiner Kajüte hin und her gewälzt und viel geschlafen während Rudy ganz entspannt weitergesegelt ist.

Die Müdigkeit ist ein Nebeneffekt der Pillen. Am besten nimmt man die Tabletten bevor der ganze Spaß losgeht. So kann man der Übelkeit schon vorbeugen, wie ich später gelernt habe. Gegen Abend ging es mir schon besser und ich konnte an Deck die Brise genießen.

Am nächsten Morgen ging es ähnlich weiter, bloß, dass ich diesmal die Fahrt genießen konnte. Rudy hatte zwei Angeln ausgeworfen, sodass ich sogar noch das Erlebnis eines Fischfangs hatte. Auf einmal ruckte es an der Angel direkt hinter mir. Da ich am nächsten saß, musste ich diese schnappen und den Fisch einholen. Gar nicht so einfach, wenn man das noch nie gemacht hat. Aber nach einer halben Stunde Kampf hatte ich dann einen meterlangen Kingsfisch auf das Boot gewuchtet (okay, es waren in echt nur 40 cm und es hat keine 10 Minuten gedauert). Aber ich hatte meinen eigenen Fisch gefangen, schon irgendwie cool. 

Lecker essen am Abend

Abends wurde dieser frisch zubereitet. Selbstgefangen schmeckt eindeutig am besten. Zwischendurch hatte Rudy einen Thunfisch aus dem Wasser gezogen. Dieser wurde zu einer Ceviche verarbeite. Ceviche ist das Nationalgericht Perus und wird aus rohem Fisch zubereitet, der in der Säure des Limettensafts „gegart“ wird. Im Laufe meiner Reise bin ich zu einem riesigen Ceviche-Fan geworden und muss sagen, dass es kulinarisch mein größtes Highlight in ganz Südamerika ist. Mit diesem Festessen haben wir unseren letzten Abend auf der Baruffa gefeiert bevor es am nächsten Tag in Capurganá an Land ging.

Übernachten in Capurgana: Bahia Lodge

Die Bahia Lodge liegt an einer wunderschönen Bucht etwas abgelegen von Capurgana. Die Zimmer sind super schön und mit tollem Ausblick aufs Meer! 

San Blas Inseln: Ein einmaliges Abenteuer

Der Segeltrip war der Hammer und ein grandioser Auftakt und immer noch eins der Highlights meines großen Südamerika-Trips. Natürlich musst du für diese 5 Tage etwas tiefer in die Tasche greifen, meiner Meinung nach ist jeder Dollar aber genau richtig investiert.

Über den Gastautor Nico:

Nico war 5 Monate auf einem Backpacking-Trip durch Südamerika und startete während dessen seinen Reiseblog Alongtheway. Wenn du Lust auf mehr Fernweh hast, solltest du ihn mit Alongtheway auch auf Facebook und Instagram besuchen.

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Im Segelboot über die San Blas Inseln nach Kolumbien

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