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Die besten Insidertipps zum Annapurna Circuit und Mount Everest Base Camp Trek!

Nepal ist besonders für seine Berge und den berühmten Mount Everest bekannt, der höchste Berg der Erde. Als Abenteurer hast du sicherlich auch schonmal davon geträumt, einmal im Leben bis zum Mount Everest Base Camp hoch zu wandern. Dabei gibt es in Nepal auch einen zweiten Trek, der ein mindestens genauso unvergessliches Abenteuer verspricht: der Annapurna Circuit!

Damit du von schlaflosen Nächten des Abwägens, welcher Trek nun der bessere für dich ist, verschont bleibst, habe ich mir meinen Freund Tobias geschnappt und über diese beiden Touren gesprochen. In diesem Interview vergleichen wir den Annapurna Circuit mit dem Mount Everest Base Camp Trek, zählen die Unterschiede auf und informieren dich über die jeweiligen Highlights.

Tobias ist mit seinen 23 Jahren ein großer Trekking-Fan, liebt die Berge und fühlt sich in der Natur zuhause. In Nepal hat er beide Trekking-Routen innerhalb von zwei Monaten zurückgelegt und weiß somit ganz genau, was diese Abenteuer so besonders macht und wie sie sich von einander unterscheiden!

Trekkingabenteuer

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Annapurna Circuit vs. Mount Everest Base Camp Trek

Eine mehrwöchige Trekkingtour ist eine Erfahrung, die jeder Backpacker und Abenteurer in seinem Reiseleben nicht missen sollte. Es gibt keine bessere Möglichkeit, um sich selbst näher kennenzulernen und gleichzeitig eine unvergessliche Zeit in der Natur zu verbringen! Du wirst beim Trekken ein ums andere Mal an deine Grenzen kommen und dich zwingen müssen, weiterzulaufen. Die Glücksgefühle, die dich überkommen, sobald du dein Ziel erreicht hast, kannst du mit keinem anderen Gefühl vergleichen – es ist der reine Wahnsinn und macht süchtig!

Trekking-Paradies Nepal

In Nepal stehen dir gleich mehrere Routen zur Auswahl, die darauf warten, entdeckt zu werden und unterschiedlicher nicht sein könnten. Die nepalesische Landschaft ist abwechslungsreich und vielseitig. Schon bei vielen Abenteurern sorgte die Unschlüssigkeit darüber, welche Strecke gelaufen werden soll, für schlaflose Nächte. Mir ging es ähnlich!

In den Tagen bevor ich nach Nepal geflogen bin konnte ich mich nicht zwischen dem Annapurna Circuit und dem Mount Everest Base Camp Trek entscheiden. An einem Tag war ich mir sicher, dass ich die Annapurna Umrundung laufen wollte, bevor ich am kommenden Morgen wieder eher zum Trek zum Mount Everest Base Camp tendierte – es war zum Verrücktwerden! Letzten Endes habe ich mich für die Annapurna Umrundung entschieden.

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Manuel auf dem Annapurna Circuit

Kampf der Giganten: Annapurna Circuit vs. Mount Everest Base Camp Trek

Auf keiner anderen Trekking-Route kannst du die Vielseitigkeit Nepals besser bestaunen, als auf der Annapurna Umrundung. Der Annapurna Circuit gilt als die abwechslungsreichste Trekking-Route der Welt und führt dich durch alle denkbaren Klimazonen. Der Höhepunkt ist die Überquerung des Thorong La Passes auf 5.416 Metern. Auf dem Weg zum Pass wanderst du um das Annapurna Gebirgsmassiv herum und hast dadurch etliche Berge über 7.000 Metern im Blick, während über allen die Annapurna selbst mit 8.091 Metern thront.

Bei der Wanderung in das Mount Everest Base Camp steht der Mount Everest selbst im Vordergrund. Einmal im Leben den höchsten Berg der Erde mit eigenen Augen zu sehen, ist der Traum vieler Abenteurer und hat eine gewisse Anziehungskraft! Das Mount Everest Base Camp auf 5.380 Metern ist zwar das Ziel der Tour, aber nicht der höchste Punkt, der erreicht werden kann. Der Mount Everest ist vom Camp aus nicht zu sehen und deswegen lohnt sich die Besteigung des 5.500 Meter hohen Kala Patthar, von dem der Berg der Berge wieder im Blickfeld liegt.

Der höchste Berg der Welt gegen die schönste und abwechslungsreichste Wanderstrecke der Erde! Du kannst nun verstehen, warum die Entscheidung vielen Abenteurern so schwer fällt, wenn sie sich für eine der beiden Routen entscheiden müssen.

Trekking-Dauer und Reisezeit sind gleich

Für die Annapurna Umrundung eignen sich die Monate Oktober und November, doch auch die Monate April und Mai bieten sich an. Allerdings ist die Sicht dann nicht so klar und es kann in den tieferen Regionen bereits ziemlich heiß werden. Für den Circuit solltest du zwischen 18 und 21 Tagen einplanen. Stehst du unter Zeitdruck, ist es auch möglich einige Abschnitte abzukürzen und den Trek in weniger Tagen abzuschließen.

Ebenfalls im Oktober oder November kannst du dich auf den Weg zum Mount Everest Base Camp begeben. Die Monsunzeit ist vorbei und es ist noch nicht zu kalt. Im Frühjahr ist die Begehung des Treks im März und April möglich. Bei der Trekking-Dauer unterscheidet sich der Mount Everest Base Camp Trek nicht sonderlich von dem Annapurna Circuit. Für die Strecke musst du ebenfalls mit 18 bis 21 Tage rechnen und mit einer zusätzlichen Woche, wenn du auf den Flug von Kathmandu nach Lukla verzichten möchtest – mehr dazu später.

Damit deine Tour zu einem vollen Erfolg wird, solltest du die empfohlene Trekking-Dauer beachten und auf die Reisezeit Rücksicht nehmen. Wie du schon gemerkt hast, gibt es bei diesen Punkten keine gravierende Unterschiede und auch bei der Vorbereitung deines Trekking-Abenteuers ist vieles ähnlich.

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Der Blick auf den Mount Everest auf dem Weg zum Base Camp

Auch die Vorbereitung läuft ähnlich ab

Ein solch großes Vorhaben muss sehr gut geplant und durchdacht sein, damit auch alles so verläuft, wie du es dir vorstellst. Die Vorbereitung ist nicht gerade schwierig, muss aber trotzdem sorgfältig durchgeführt werden, da du an viele Punkte denken musst! Detaillierte Informationen über die Planung deiner Trekkingreise findest du in meinem Beitrag über die Annapurna Umrundung, in dem ich genauer auf den Ablauf der Vorbereitung eingehe.

Die meisten Punkte kannst du auch für die Vorbereitung der Mount Everest Base Camp Tour übernehmen, denn großartige Abweichungen gibt es nicht. Für beide Strecken benötigst du die Individual-Trekking-Genehmigung und ein Entry Permit für die gewählte Region. Auch bei der Zusammenstellung deiner Ausrüstung findest du viele Kleidungsstücke und Sachen, die du für beide Strecken brauchst. Für deinen Weg ins Mount Everest Base Camp solltest du wärmere Sachen einpacken, da es in dieser Gegend in Nepal kälter wird! Eine besondere Bergsteiger-Ausrüstung ist auf beiden Treks hingegen nicht erforderlich.

Der erste größere Unterschied, der bei der Auswahl der Strecke eine Rolle spielt, ist die Anreise zum Trek und die schauen wir uns jetzt genauer mit Tobias an!

Wie komme ich zu den Trekking-Strecken?

Die Anreise zum Annapurna Circuit ist von Kathmandu ziemlich einfach: Täglich fahren Busse nach Besisahar, die zwischen sechs und neun Stunden brauchen. Ein Ticket bekommst du bereits ab 5,50 Euro in den Reiseagenturen im Thamel. Der offizielle Start für die Strecke zum Mount Everest Base Camp befindet sich in Lukla.

Welche Möglichkeiten stehen für die Anreise zum Mount Everest Base Camp zur Verfügung?

Tobias: Als erste Variante kannst du mit einem Bus von Kathmandu bis nach Jiri fahren. Das Busticket kostet zwischen 4 und 7 Euro. Die zehnstündige Busfahrt ist anstrengend und gleichzeitig ein einmaliges Erlebnis, das zu einem Trekking-Abenteuer in Nepal dazugehört. Anschließend wartet eine sechs- bis siebentätige Wanderung bis nach Lukla auf dich. In dieser Zeit kannst du dich schon an das Wandern gewöhnen und dich ein wenig akklimatisieren. Eine kürzere Wanderung nach Lukla kannst du ab Sallerie beginnen, von wo aus du lediglich drei Tage brauchst. Oder du mietest dir einen Jeep von Kathmandu nach Sallerie ab 38 Euro.

Hast du weniger Zeit zur Verfügung, bleibt dir noch die bequemste, schnellste und gleichzeitig teuerste Option und zwar ein Flug nach Lukla. Ein One-Way-Ticket liegt bei ungefähr 160 Euro.

Viele Trekker entscheiden sich dafür, von Jiri bis nach Lukla zu laufen und nach dem Trek mit dem Flugzeug zurückzufliegen. Für diese Variante habe auch ich mich entschieden. Letztendlich kostet dich die Anreise nach Lukla also mehr, solltest du nicht genügend Zeit haben, um diese Strecke selbst zu laufen. Grundsätzlich ist die Wanderung bis nach Lukla ein klasse Erlebnis, dass du auch ohne Probleme alleine angehen kannst!

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Unterwegs als Alleinreisender? – Kein Problem!

Damit sind wir auch schon beim nächsten Punkt: Denn bei Alleinreisenden, die ein besonderes Abenteuer suchen, ist der Annapurna Circuit sehr beliebt! Die Strecke ist optimal ausgeschildert und du bist nicht darauf angewiesen, einen Guide zu engagieren. Im Notfall helfen dir die einheimischen Nepalesen und die Guides anderer Gruppen gerne weiter.

Und wie sieht es mit der Tour zum Mount Everest Base Camp aus? Kannst du diese ebenfalls ohne Guide laufen?

Tobias: Ein Guide brauchst du auch auf dem Weg zum Mount Everest Base Camp nicht unbedingt. Gleiches gilt für einen Porter, da du dein Gepäck selbst tragen kannst, wenn du dich auf das Wesentliche beschränkst und leicht packst. Es ist ein tolles Gefühl, wenn du die Herausforderung alleine gemeistert hast und „alleine“ ist in diesem Fall auch eher relativ!

Du wirst ab dem ersten Tag Gleichgesinnte treffen!

Gerade bei der Annapurna Umrundung wird es dir leicht fallen neue Kontakte zu knüpfen! Auf dem Trek sind viele Alleinreisende und kleine Gruppen unterwegs, denen du dich anschließen kannst.

Trifft man auf dem Weg zum Base Camp ebenfalls viele Reisende, die sich als Trekking-Partner eignen?

Tobias: Ich bin auch alleine von Jiri aus gestartet und habe bereits am ersten Tag viele andere Trekker getroffen, mit denen ich in den kommenden Tagen immer wieder Zeit verbracht habe. Es gesellten sich in den nächsten Tagen noch weitere Individualtrekker dazu, mit denen wir eine tolle Zeit hatten, als wir zum Beispiel gemeinsamen Momos aßen – ein typisches Gericht für Nepal! Es sind viele verschiedene Wanderer unterwegs und du wirst schnell Anschluss finden. Ich kann nur positiv über diese Erfahrung berichten.

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Dörfer & Unterkünfte auf dem Annapurna Circuit

Unterkünfte und Verpflegung

Die Dörfer um das Annapurna Gebirgsmassiv herum haben sich an die Wanderer angepasst und leben davon. Du findest in den meisten Orten mehrere Unterkünfte, in denen du die Nacht verbringen kannst. Selbst wenn ein Gasthaus ausgebucht ist, wirst du einige Häuser weiter eine Unterkunft finden.

Hast du auf dem Mount Everest Base Camp Trek ebenfalls problemlos einen Schlafplatz gefunden?

Tobias: Ja, das war wirklich einfach! Die Besitzer haben sich um einen gerissen. Ab Namche bestehen die Orte fast ausschließlich aus Lodges, in denen du übernachten kannst. In diesen Regionen kannst du, wie bei der Annapurna Umrundung auch, nach kostenfreien Betten fragen, wenn du im Gegenzug anbietest dort zu essen. Nur bei den letzten Stationen vor dem Everest Base Camp solltest du früh eintreffen, da hier immer einiges lost ist. Am Ende des Tages kommt aber doch jeder irgendwo unter und hat etwas zu Essen.

Abwechslungsreiche Speisekarten

In der Annapurna Region kannst du aus unterschiedlichsten Gerichten wählen, die meist zwischen 2 und 6 Euro kosten. Oftmals gibt es Reis mit Gemüse oder Hähnchen, Nudeln, Lasagne, Kartoffeln oder sogar verschiedene Pizzen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und auch Vegetarier werden auf der Karte fündig.

Können die Speisekarten in der Mount Everest Region von der Vielseitigkeit und den Preisen mithalten?

Tobias: Vor Namche kann ich dir nur empfehlen bei den Einheimischen nepalesische Gerichte zu probieren, wie zum Beispiel Momos, Dalbhat oder Samosas – alle drei sind Spezialitäten des Landes! In den höheren Lagen bekommst du sogar – wie auf dem Circuit auch – Pizza, Nudeln und Kartoffeln. Die Preise sind allerdings auf diesem Trek höher, was auf den erschwerten Transport zurückzuführen ist. Ein großer Preisunterschied ist es allerdings nicht: Die Preise liegen zwischen 3 und 7 Euro pro Gericht.

Die Landschaft macht den Unterschied!

Beide Trecks eignen sich für Alleinreisende, die ein Abenteuer in den Bergen suchen, und auch bei der Ausrüstung und den Genehmigungen gibt es keine gravierende Unterschiede. Die Anreise zum Everest Base Camp ist etwas aufwendiger und durch den Flug – wenn keine Zeit bleibt um nach Lukla zu wandern – teurer. Unterkünfte stehen bei beiden Treks in ausreichender Zahl zur Verfügung. Die Preise für die Unterkünfte sind ähnlich und lediglich die Verpflegung ist auf dem Weg in das Mount Everest Base Camp etwas teurer. Großartige Unterschiede findest du bei diesen grundlegenden Fakten nicht. Die Unterschiede zwischen den Treks liegen also in ihren Highlights und den möglichen Alternativrouten, die du einschlagen kannst.

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Diese Highlights warten auf dich!

Während der Annapurna Umrundung hat mir, neben der Lebenseinstellung der freundlichen Nepalesen, besonders die Natur gefallen. Die Wasserfälle sind ein klasse Fotomotiv und beeindrucken auf ganzer Linie. Es ist ein toller Anblick, wenn die Wassermassen unaufhörlich in die Tiefe stürzen. Die Wanderstrecke entlang des Flusses mit den gewaltigen Bergen im Hintergrund ist atemberaubend! Sobald du auf einer gewissen Höhe bist und dein Blick über die Täler schweifen lässt, wird dir ein einmaliges Panorama geboten. Dank der klaren Sicht kannst du kilometerweit sehen und sogar noch weit entfernte Dörfer erkennen. Es ist die vielseitige und abwechslungsreiche Landschaft, die den Annapurna Circuit so besonders macht!

Welche Landschaft erwartet den Wanderer auf dem Weg zum Mount Everest Base Camp?

Tobias: Landschaftlich war der Trek sehr beeindruckend: Wälder, Flusstäler, Seen, Gletscher und nicht zuletzt die Berge! Von Luka geht es entlang eines Flusses, von dem ein Weg steil nach Namche führt. Von Namche hast du einen ersten und sehr nahen Blick auf die Berge. Ab diesem Zeitpunkt bist du nur noch von Bergen umgeben, was auch der größte Unterschied zum Annapurna Circuit ist. Bei der Umrundung des Annapurna Gebirges läufst du im Kreis um die Berge herum, wobei du hier direkt auf den Everest zu steuerst. Am Ende folgst du dem Weg an dem Kumbu Gletscher entlang, der dich durch eine mondähnliche Landschaft zum Base Camp führt.

Nicht nur die Ankunft im Mount Everest Base Camp ist ein Highlight!

Der Höhepunkt des Annapurna Circuit ist die Überquerung des Thorong La Passes auf 5.416 Metern! Der Aufstieg ist kraftraubend und anstrengend, doch hast du den Pass erreicht, wird der ganze Druck abfallen und durch unglaubliche Glücksgefühle ersetzt.

Was war dein Highlight während deines Trekking-Abenteuers in der Mount Everest Region?

Tobias: Ich hätte es nie gedacht, aber mein Highlight war nicht das Base Camp selbst! Zwar war ich von der Kulisse im Camp mit den vielen Gebetsfahnen echt beeindruckt und ziemlich stolz auf mich, es bis hier her geschafft zu haben, aber meinen unvergesslichsten Augenblick erlebte ich auf dem Weg über die drei Pässe. Die Überquerung der drei Pässe hat mir besonders gefallen, da hier nicht so viele Wanderer unterwegs waren und es eine körperliche Herausforderung war, die mich ordentlich an meine Grenze gebracht hat.

Die Aussicht, als ich auf der Spitze des Passes stand, war unglaublich. Ich hatte einen phänomenalen Blick auf das Tal, das ich bereits hinter mir gelassen hatte, und konnte gleichzeitig die nächsten Täler und Berge sehen, die noch auf mich warteten. Eine bessere Belohnung kann es für einen Trekker nicht geben! Der „Umweg“ über die drei Pässe war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können und das Highlight in der Mount Everest Region. Die Abstecher, die abseits der Hauptrouten liegen, kann ich jedem nur empfehlen.

Lohnenswerte Abstecher auf den Strecken

Auch während der Umrundung des Annapurna Gebirgsmassiv warten einige sehenswerte Abstecher auf dich, du die einplanen solltest. Bereits vor der Passüberquerung kannst du die Alternativroute zum Tilicho Lake einschlagen. Der Tilicho Lake ist einer der höchsten Seen der Erde und liegt direkt vor schneebedeckten Bergen auf über 4.900 Metern Höhe! Der Aufstieg lohnt sich allein für den unvergesslichen Anblick, der dir garantiert einen Gänsenhautmoment beschert. Der blaue See hebt sich von dem vereisten Berg ab und wirkt besonders bei Sonnenschein einmalig schön.

Ein anderer Abstecher wartet am Ende der Annapurna Umrundung auf dich und zwar in Ghorepani. Von dort aus kannst du den Poon Hill auf 3.200 Metern Höhe erklimmen, der besonders für seine spektakulären Sonnenaufgänge, die ihres gleichen suchen, bekannt ist. Du solltest den Aufsteig am besten am frühen Morgen in Angriff nehmen, um pünktlich für die ersten Sonnenstrahlen auf dem Gipfel zu sein!

Welche sehenswerten Abstecher kann man auf dem Weg zum Base Camp einschlagen?

Tobias: Ein toller Abstecher führt dich nach Chukung, von wo aus du einen Tagesausflug in das Base Camp des 6.189 Metern hohen Island Peak unternehmen kannst. Mit 5.200 Metern liegt das Camp bereits sehr hoch und du kannst nachvollziehen, warum der Berg von vielen Bergsteigern in der Phase, in der sie sich auf noch höhere Berge vorbereiten, die oberhalb der 7.000 Metermarke liegen, bestiegen wird.

Eine andere Alternativroute, die ich dir für diese Region empfehlen kannst, ist der Three Passes Trek, der nach Gokyo führt und den ich bereits erwähnt habe. Im Anschluss kommst du in ein sehr schönes und ruhiges Tal, das sich nach Thame befindet. Viele schöne Orte habe ich auch immer von anderen Trekkern empfohlen bekommen und meiner Meinung nach ist das eine tolle Möglichkeit, auf Alternativrouten aufmerksam zu werden.

Fazit: Darin unterscheiden sich die Routen!

Tobias: Der größte Unterschied sind die Berge! Du hast auf dem Weg in das Mount Everest Base Camp eine fantastische Sicht auf die Berggipfel und bist von etlichen Bergen umgeben. Bei der Annapurna Umrundung hast du das Gebirge zwar immer im Blick, kommst ihm aber nicht so nahe, wie bei der anderen Tour.

Beide Wanderungen sind anstrengend und der Aufenthalt auf über 4.000 Metern Höhe macht deinem Körper zu schaffen, der sich sehr nach einer Ruhephase sehnen wird. Als anstrengender empfand ich die Strecke in der Mount Everest Region, denn du bist hier viel länger in dieser Höhe unterwegs und es vergehen mehrere Tage, bis du wieder auf einer Höhe bist, die für deinen Körper angenehmer ist.

Darum würde Tobias den Mount Everest Base Camp Trek bevorzugen!

Tobias: Mein Favorit für eine Trekkingtour in Nepal ist der Drei-Pässe-Trek, den du mit dem Mount Everest Base Camp Trek kombinieren kannst. Die Strecke, die auf dich wartet, ist deutlich anstrengender und du wirst mehrere Male auf über 5.000 Metern Höhe aufsteigen! Die Aussichten sind es aber allemal wert und belohnen dich für den mühsamen und kraftraubenden Weg nach oben. Es ist definitiv eine Herausforderung und ein tolles Abenteuer! Das Gefühl, wenn du diese Tour überstanden hast, ist einfach unbeschreiblich. Mich hat Nepal insgesamt sehr begeistert und ich werde auf jeden Fall wieder in dieses Land zurückkehren, um mehr zu sehen.

Für welche Strecke würdest du dich entscheiden?
Du konntest beide Trekking-Touren besser kennenlernen und hast eine Übersicht über die jeweiligen Höhepunkte. Wie würdest du dich entscheiden, wenn du die Wahl hättest? Reizt dich die vielseitige Landschaft oder möchtest du dich mehr wie ein „Bergsteiger“ fühlen, der sich bis zum Mount Everest Base Camp durchkämpft? Ganz egal, für welchen Trek du dich entscheidest, du wirst eine unvergessliche Zeit in Nepal haben und mit etlichen Erinnerungen zurückkommen!

Manuel

Manuel

Manuel ist gerade von seiner Weltreise zurückgekommen, auf der er ein Abenteuer nach dem anderen jagte. Sein erstes Ziel, Südafrika, gehört mit seinen wilden Tieren definitiv zu seinen Lieblingsländern. Während er seine 3-wöchige Trekkingtour allein durch Nepal wohl nie vergessen wird. Zudem ist er ein absoluter Kaffeejunkie und bucht auch gerne mal ganz spontan einen Flug nach Neuseeland.

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