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Die besten Tipps, um mit Drohne zu reisen

Drohnen werden immer beliebter und dass nicht nur für zuhause, sondern auch für unterwegs. Es ist schon etwas anderes, ob du die Bilder auf deinen Abenteuern aus der Vogelperspektive anstatt mit deiner Kamera vom Boden aus knippst. Die kleinen fliegenden Kameras sind ein genialer Reisebegleiter, vor allem, wenn es dich in entlegene Gebiete zieht, deren Schönheit du auf einem Foto kaum festhalten kannst.

Aber bevor du dir jetzt eine Drohne anschaffst und damit in den Flieger steigst, gibt es noch ein paar Dinge, die du wissen solltest. Auf was du genau achten musst und wie das Reisen mit Drohne völlig stressfrei wird, erfährst du in den nächsten Zeilen!

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Mit unserer eHang Ghostdrone 2.0 in West Schweden!

Aus der Luft!

Die besten Tipps, um mit Drohne zu reisen!

So machst du deine Drohne startklar für deine Reise

Bevor du mit deiner Drohne gemeinsam in dein nächstes Abenteuer aufbrichst, gibt es noch ein paar Kleinigkeiten zu beachten. So kannst du sicher sein, dass unterwegs alles glatt läuft und du mit deinem Quadrocopter und ein paar richtig geilen Erinnerungsfotos und Videos wieder wohlbehalten zurückkehrst.

Safety First – Die richtige Versicherung für deine Drohne

Eine Drohne ist ein unbemanntes Flugobjekt und auch wenn sie mit 1150 Gramm relativ leicht ist, kann sie unter Umständen jede Menge Schaden anrichten. Unfälle können leider immer passieren. Zum Beispiel ist es gar nicht so selten, dass Drohnen von Vögeln angegriffen und beschädigt werden oder das eine starke Windböe die Drohne wortwörtlich aus der Bahn wirft. Außerdem musst du dich am Anfang noch an die neue Technik gewöhnen und manchmal kommt es deshalb noch zu Unfällen oder gar Abstürzen der Drohne.

Wenn die Drohne dabei vom Himmel zum Beispiel auf ein geparktes Auto fällt, dann bist du im Nachhinein froh eine Versicherung an deiner Seite zu haben, die den Schaden übernimmt. Im Übrigen ist eine Kopterversicherung in Deutschland sogar Pflicht.

Frage zuerst bei deiner existierenden Haftpflichtversicherung nach, ob eine private Drohne vielleicht sogar schon mitversichert ist. Falls nicht, gibt es mittlerweile viele verschiedene Anbieter, die deine Drohne für Flüge im Inland, der EU oder weltweit versichern. Überlege dir also vorab genau wo du deinen Quadrocopter zum Einsatz bringen willst und schließe die Versicherung dementsprechend ab. Als Richtwert kannst du mit ungefähr 70 oder 80 Euro im Jahr rechnen – diese Jahresgebühr steigt natürlich, wenn du die Drohne gewerblich nutzen möchtest oder noch andere Personen auf deinem Kopter mitversicherst.

Tipp: Bei der Zürich Versicherung kannst du vor Abschluss kostenlos deinen Tarif berechnen lassen

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300 Meter über Costa Rica!

So wird deine Drohne für die Reise verpackt

Sobald du die Versicherung abgeschlossen hast und die Flüge gebucht sind, kann es schon fast losgehen. Was jetzt noch fehlt, ist eine gute Verpackung für deinen Quadrocopter, schließlich soll diesem unterwegs nichts passieren. Ich befördere meine Drone in einem Rucksack, ganz einfach, weil ein Rucksack so viel praktischer für unterwegs ist als eine Tasche.

Ein gut gepolsterter Rucksack mit unterschiedlich großen Fächern, in dem du nicht nur die Drohne selbst, sondern auch verschiedenes Zubehör sicher verstauen kannst, ist ideal. Für die Drohne gibt es einen speziellen Rucksack, der auf die genaue Form der Ghost Drone zugeschnitten ist. Hier hat die Drohne sogar mit montierten Propellern Platz. Außerdem passen noch Ersatzakkus und -propeller, die VR-Brille, Filter und natürlich die Fernsteuerung rein. Am Ende wird alles festgegurtet und ist somit unterwegs perfekt geschützt.

So geht’s mit deiner Drohne ins Flugzeug

Ich empfehle dir auf jeden Fall deine Drohne immer im Handgepäck mit in den Flieger zu nehmen (noch ein Grund für den Rucksack). Das ist zwar nicht vorgeschrieben, aber wenn du dir mal ansiehst, wie das Flughafenpersonal mit dem aufgegebenen Gepäck umgeht, dann ist dein Kopter bei dir in der Kabine sicherer aufgehoben.

Auf manchen Flughäfen könntest du unter Umständen Probleme wegen der Propeller bei der Sicherheitskontrolle bekommen. Um dem vorzubeugen, montier die Propeller einfach ab und verstau sie in deinem eingecheckten Gepäck. Außerdem ist es nicht verkehrt alle relevanten Dokumente bei dir zu haben, wie zum Beispiel die Rechnung deines Kopters, die IATA Bestimmungen der Akkus und vielleicht auch noch die Frequenz deiner Drohne.

Für die Akkus deines Quadrocopters gibt es sehr genaue Bestimmungen, die du unbedingt beachten solltest. Ansonsten kann es sein, dass dir die Akkus abgenommen werden – dann hast du zwar deine Drohne, kannst sie aber nicht benutzen. Generell dürfen pro Person nur zwei Lithium-Polymer-Akkus im Flugzeug mitgenommen werden und das ausschließlich im Handgepäck.

Dazu musst offiziell du die Akkus einzeln in Plastiktüten verpacken und die Kontakte abkleben – ich habe das allerdings noch nie gemacht. Diese Vorsichtsmaßnahme soll verhindern, dass ein eventueller Kurzschluss ein Feuer auslöst. Denke auch daran, dass das Sicherheitspersonal verlangen kann, die Akkus in Betrieb zu nehmen oder zu testen, dazu müssen diese natürlich aufgeladen sein. Wenn du mit leeren Akkus unterwegs bist und durch den Test fällst, dann darfst du sie eventuell nicht mit ins Flugzeug nehmen.

Für Akkus die eine Kapazität zwischen 100 Wh und 160 Wh haben, benötigst du eine Sondererlaubnis deiner Fluggesellschaft, die bereits im Vorfeld eingeholt werden muss. Falls deine Akkus sogar über 160 Wh liegen, musst du sie als Gefahrengut aufgeben.

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Im Manuel Antonio Nationalpark in Costa Rica!

Andere Länder, andere Sitten – auch für dich als Drohnenbesitzer

In jedem Land gelten andere Gesetze, das gilt mittlerweile auch für Drohnenflüge. In manchen Ländern musst du strenge Richtlinien befolgen, während du woanders fast überall nach Lust und Laune fliegen und fotografieren darfst. Leider sind diese Gesetze von Land zu Land komplett verschieden und ändern sich teilweise schnell.

Während du deine Drohne in Südafrika zum Beispiel problemlos privat fliegen kannst, solltest du sie in den Kanadischen Rockies lieber im Rucksack lassen oder nach Nicaragua oder Marokko gar nicht erst mitnehmen, da sie bei der Einreise beschlagnahmt wird – ich spreche aus Erfahrung, siehe hier!

Aus diesen Gründen solltest du dich unbedingt vor jeder Reise erneut informieren, auch wenn du dein Zielland schon einmal mit deiner Drohne bereist hast. Schließlich können die Bestimmung mittlerweile ganz andere sein und in manchen Fällen gibt es saftige Strafen, wenn du diese nicht einhältst.

Lesetipp: Eine ausführliche Übersicht aller Länder dieser Welt und ihrer Drohnenbestimmungen, Richtlinien und Gesetze findest du auf My-Road.de

Sicheres Fliegen mit deiner Drohne

Abgesehen von den verschiedenen Bestimmungen, kannst du natürlich überall auf der Welt dafür sorgen, dass deine Drohne keinen Schaden anrichtet beziehungsweise verloren oder kaputt geht.

Materialcheck vor dem Flug

Jedes Mal, bevor du deine Drohne in den Himmel schickst, solltest du dir ein paar Minuten Zeit nehmen, um zu checken, dass auch alles noch so ist, wie es sein sollte. Schau dir deinen Kopter genau von allen Seiten an, so kannst du leicht sehen, ob alle Bauteile an ihrer Stelle sind und nichts beschädigt ist. Zudem ist es sinnvoll zu überprüfen, ob dein Akku voll ist. Dann kannst du auch schon deine Steuerung einschalten, aber warte kurz, bis sie hochgefahren ist, bevor du deine Drohne zum Abflug bereit machst.

Über offenem Gelände fliegen

Da du nie weißt, ob es vielleicht doch einmal technische Probleme oder eine Störung im Funkkontakt gibt, ist es besser, nur über weitem und offenem Gelände zu fliegen. Denn wenn so ein Quadrocopter aus dem Himmel fällt, kann das in bebauten Gebieten schnell zu Schaden führen oder du kannst womöglich sogar Menschen verletzen.

Sichtkontakt halten und Umgebung beobachten

Am besten ist es, wenn du deine Drohne während des Flugs immer sehen kannst. So kannst du ganz einfach verhindern, dass größere Hindernisse wie zum Beispiel Bäume den Funkkontakt unterbrechen und du deinen Kopter verlierst. Es empfiehlt sich auch mit einem Auge deine Umgebung genau zu beobachten, sobald sich Menschen oder Tiere – ganz besonders Vögel – nähern, solltest du deine Drohne rechtzeitig umleiten.

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Deutschland von Oben: Die Mecklenburgische Seenplatte!

Mit einer Drohne zu reisen ist einfach nur genial!

Sobald du weißt, worauf du achten musst und dich mit den individuellen Richtlinien deines Zielortes vertraut machst, wirst du auf deinen Abenteuern schon bald nicht mehr auf deine Drohne verzichten wollen. Ich bin jedenfalls immer noch jedes Mal total begeistert, wenn ich die krassen Luftaufnahmen von den Orten sehe, die ich so nur vom Boden aus kenne. Du lernst ein Land aus der Luft einfach noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennen und das ist echt geil!

Warst du auch schon einmal mit einer Drohne unterwegs? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

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12 Kommentare zu „Die besten Tipps, um mit Drohne zu reisen

  1. Claudia on

    Moin Sebastian,

    schöner Post, wichtig ist auf jeden Fall noch das Drohnen in der Nähe von sensiblen Gebieten nicht fliegen sollten. Sperrgebiete, Polizeistationen, Flughäfen, wichtige Infrastruktur (Kraftwerke), das führt sonst unter Umständen zu sehr sehr unangenehmen Situationen mit den Sicherheitskräften. Die agieren bei Drohnen oft weniger Nachsichtig als bei normalen Kameras von Touristen.

    Antworten
  2. Tatjana Felde on

    Hi hi,

    hab eben deinen Artikel gelesen, der sehr hilfreich ist. Ich starte meine Weltreise ab November und möchte mir eine Drohne anschaffen. Habe bei my-road.de schon geschuat, in welchen Ländern welche Bestimmungen gelten. So weit, so gut.. Nicaragua steht bei mir halt auch ganz oben auf der Liste sowie Indien. Mich würde interessieren ob die Beschlagnahme problemlos ablief, vorallem aber wie es dann beim ausreisen von statten gegangen ist? Hast du die Drohne dann einfach wieder in die Hand derückt bekommen und das wars?

    Ich danke dir schonmal herzlich für die Tipps!

    Viele grüße,
    Tatjana

    Antworten
    • Sebastian Canaves on

      Hi Tatjana,

      so schnell konnte ich gar nicht schauen, da war meine Drohne schon weg. Aber bei der Ausreise ging es auch recht problemlos mit der Rückgabe. Sie machen etwas stress, da man die Lagergebühr direkt bei der Ankunft zahlen soll oder am nächsten Tag vorbeikommen soll, wenn man Abends ankommt aber das kam für uns nicht in Frage und wir haben alles bei abreise nach ein paar Tagen bezahlt, wurden mit der Drohne zum Gate eskortiert und gut ist.

      Du musst allerdings ausfliegen und darfst nicht über die Grenze z.B. nach Costa Rica!

      Lg

      Sebastian

      Antworten
  3. eli4ka1701@web.de on

    Danke für den tollen Beitrag. Mich würde interessieren, was genau beschlagnahmt heißt? Wird die Drohne bei Einreise abgenommen und wenn man weiterfliegt, bekommt man diese wieder zurück? Grüße Eli

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  4. Kathy on

    Super Artikel! Ich fliege im März nach Island und habe überlegt, mir dafür jetzt endlich mal eine Drohne zuzulegen!
    Was für ein Modell hast du und kannst du die Drohne für solche Reisen empfehlen?
    Liebe Grüße,
    Kathy

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  5. Tim Halbig on

    Hallo Sebastian,

    ihr wart ja vor kurzem erst in Costa Rica, war da die Drohne auch dabei? Habe nämlich unterschiedliche Angaben zu den Bestimmungen vor Ort gefunden, daher würde mich interessieren wie kompliziert die Einreise mit der Drohne ist.
    Ich habe vor im Juli für 2 Wochen nach CR zu fliegen und würde meine Drohne naturlich gerne mitnehmen.

    Viele Grüße

    Tim

    Antworten