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Podcast: Weltreise planen mit Stefanie Armbruster

Dein großer Traum ist eine Weltreise? Du traust dich aber noch nicht und bist mit der Organisation überfordert? Die Planung einer Weltreise erfordert definitiv viel Zeit und sollte so früh wie möglich beginnen, um Kosten und auch Nerven zu sparen. Dafür warten am Ende die wahrscheinlich geilste Zeit deines Lebens und unvergessliche Abenteuer auf dich!

Steffi von steffistraumzeit ist mit einem Around-The-World-Ticket neun Monate um die Welt gereist und gibt nun in dieser neunten Folge viele nützliche Tipps, was du alles vorher organisieren musst, welche Agentur dir dabei hilft, wie viel Geld dich so eine Weltreise kostet und welche Fehler du vermeiden kannst.

Erfahre in dieser Episode über Weltreise planen:

  • Was du vor deiner Weltreise alles organisieren musst
  • Welche Agenturen dir bei der Organisation helfen und wie viel das kostet
  • Welche Vor- und Nachteile ein Around-The-World-Ticket hat
  • Was du vorher mit dem Arbeitsamt klären musst
  • Welchen Rucksack Steffi empfiehlt
  • Mit welcher Versicherung du gut versorgt bist
  • Wie viel Geld du für neun Monate Weltreise einplanen musst
  • Welche typischen Anfängerfehler du vermeiden kannst

 Shownotes über Weltreise planen:

Die komplette Folge zum Nachlesen:

Sebastian: Herzlich Willkommen zu einer neuen Off the Path Podcast Folge. Heute habe ich die Steffi hier und Steffi hat eine Weltreise gemacht und kennt sich jetzt perfekt aus, was man richtig und was man falsch machen kann bei der Planung einer Weltreise. Steffi, schön dass du da bist, herzlich Willkommen!

Steffi: Ja, hallo!

Sebastian: Wo treffe ich dich denn heute an? Wo sitzt du?

Steffi: Ich sitze gerade zu Hause in Darmstadt auf der Couch mit einem Tee im strömenden Regen draußen und freue mich, mich nochmal wegzuträumen und zurückzugehen auf die Weltreise.  

Sebastian: Ja, du würdest am liebsten wahrscheinlich direkt wieder deine Sachen und den Rucksack packen und losfliegen?

Steffi: Ja, sehr gerne!

Sebastian: Deine Weltreise ging damals wie lange und wohin?

Steffi: Ich war 9 Monate unterwegs, geplant waren eigentlich 12, aber das hat sich dann irgendwie alles anders ergeben, sodass ich schon nach 9 Monaten zurückgefahren bin. Ich war in Süd-Ost-Asien, in Australien, in Neuseeland, auf Fiji und Südamerika wollte ich dann eigentlich noch machen. Da war ich aber nur noch vier Wochen und bin dann früher zurück als geplant.

Sebastian: Okay, also eigentlich eine ganze Weltumrundung.

Steffi: Genau.

Sebastian: In Nordamerika warst du nicht?

Steffi: Nee.

Sebastian: Wo warst du in Südamerika?

Steffi: Da war ich in Santiago de Chile und hatte schon einen Sprachkurs vorgebucht für zwei Wochen. Den habe ich dann auch gemacht und dann war irgendwie die Luft raus und ich dachte, ich muss jetzt einfach mal vier, fünf, sechs Wochen an einem Ort bleiben und habe dann überlegt: Bleibe ich jetzt in Südamerika oder fliege ich irgendwie doch Heim, weil ich meine Freunde und so doch auch ein bisschen vermisst habe nach der langen Zeit. Und dann kam noch mein Geburtstag und dann habe ich mich entschieden: Okay, ich bleibe jetzt nicht noch vier, fünf, sechs Wochen in Chile, sondern fliege einfach früher zurück.

Sebastian: Okay, wenn du jetzt neun Monate zurückgehst von diesem Moment und wahrscheinlich eigentlich noch ein bisschen früher – was sind die allerersten Schritte, die man machen muss, wenn man eine Weltreise plant? Also, wenn man weiß: Ich will eine Weltreise machen.

Steffi: Also, als erstes muss man sich natürlich dafür entscheiden. Dann war bei mir das erste auf der Arbeit zu klären: Wie ist das? Kann ich unbezahlten Urlaub nehmen? Gibt’s da irgendwelche Möglichkeiten? Kann ich ein Sabbatjahr machen oder muss ich dann eben kündigen, weil keine Möglichkeit funktioniert? Bei mir hat keine Möglichkeit funktioniert. Ich habe dann gekündigt und dann war bei mir das erste einfach zu schauen, wo will ich eigentlich hin? Welche Länder interessieren mich. Ich habe ganz viel gelesen, ganz viele Blogs gelesen, ganz viele Infoseiten. Eigentlich das ganze Internet durchforstet nach Weltreise. Alles was mit Weltreise zu tun hatte, habe ich gelesen und dann ging’s eben in die Planung. Was mache ich mit meiner Wohnung? Gebe ich die auf? Kann ich die untervermieten? Wie kann ich das mit der Arbeit klären? Wann kann ich los? Wie ist meine Kündigungszeit? Was muss ich da noch beachten? Dann gibt es so verschiedene andere Sachen, die man dann – je näher die Reise eben kommt – einfach noch bedenken muss: Habe ich Versicherungen, die ich für die Zeit der Reise gar nicht brauche? Wo muss ich mich wann abmelden, ummelden? Also, auch ganz viel Behördengerenne ist dann vor der Reise noch zu tun.

Sebastian: Jetzt hast du ja schon super zig Punkte angesprochen, die wir jetzt hoffentlich genauer besprechen können. Zum Beispiel, du hast gerade gesagt du hast viele Blogs gelesen zum Thema Weltreise. Erinnerst du dich noch, welche dich da inspiriert haben oder die dir weitergeholfen haben?

Steffi: Nee, also in der Tat war das mit den Blogs so, dass das meistens einfach mehr so tagebuchmäßig geschrieben war, also Erlebnisberichte. Und da habe ich einfach vorher schon mal geschaut, auf welche Länder habe ich Lust? Was interessiert mich? Und habe dann einfach ganz viele Berichte und Artikel über die Länder gelesen, aber das war alles immer so querbeet und dann habe ich auch einen guten Blog gefunden und hatte den nicht unter den Favoriten gespeichert und habe nie mehr zurückgefunden. Das war alles so ein bisschen chaotisch und ich kann in der Tat keinen Blog mehr konkret nennen. Da habe ich mir nämlich gestern auch nochmal Gedanken drüber gemacht. Wie hieß eigentlich der Blog, der mir viel weitergeholfen hat? Aber das kann ich gar nicht sagen. Es gab so eine Infoseite, die hat mir ganz viel weitergeholfen. Da ist auch nochmal ganz genau beschrieben, was man alles beachten muss. Da gibt es ungefähre Kostenberechnungen von Leuten, die eben eine Weltreise gemacht haben. Da geht es drum, welche Kosten entstehen überhaupt? Welche Kosten muss ich auch noch zu Hause im Kopf haben? Welche davor, welche danach, welche auf der Reise? Also, diese Infoseite, die kann ich auf jeden Fall nur empfehlen.

Sebastian: Wie hieß die?

Steffi: Das ist weltreise-info.de.

Sebastian: Okay, das ist auf jeden Fall ein sehr guter Tipp. Gibt es irgendwelche Bücher, die du vielleicht gelesen hast, die besonders geholfen haben bei der Planung?

Steffi: Nee, ich habe eigentlich tatsächlich nur die verschiedensten Reiseführer von den verschiedenen Ländern gekauft, die mich interessiert haben. Einfach, weil ich gerne in Büchern markiere, Zettel hinein klebe, Seiten umknicke und so habe ich eigentlich tatsächlich fast nur Reiseführer gelesen. Eigentlich war die Reise gar nicht so gut geplant, also ich hatte das nicht wirklich so durchstrukturiert, sondern einfach in welche Länder ich will und dann ungefähr natürlich eine Idee: Wie lange möchte ich wo bleiben? Aber kein besonderes Buch, was ich jetzt nennen könnte.

Sebastian: Okay, und was würdest du denn sagen, wann hast du wirklich konkret mit der Planung angefangen? War das so ein Jahr vorher oder noch viel früher oder eher 6 Monate?

Steffi: Hm, ich würde sagen, das war ungefähr so ein halbes Jahr vorher, dass ich die Idee hatte und dann aber immer noch so ein bisschen gezweifelt. Soll ich wirklich? Traue ich mich wirklich? Soll ich wirklich alles kündigen? Ich hatte dann mal bei der Arbeit vorsichtig angefragt und dann war klar: Es gibt gar keine Möglichkeit.

Sebastian: Was war denn die Reaktion?

Steffi: Also die Reaktion war eigentlich eher so: “Boah super! Das klingt ja super spannend! Machen Sie das doch! Aber wir können ihnen kein Sabbatjahr geben, weil wenn Sie das machen, dann wollen das ganz viele andere auch machen und das geht nunmal nicht”. Das war die Reaktion, also sie war durchaus positiv und mein Chef meinte damals auch, als ich dann wirklich die Kündigung auf den Tisch gelegt habe: “Das ist so super”. Er war nach dem Studium auch mal ein Jahr weg und es war die beste Erfahrung seines Lebens. Und wenn er doch könnte, er würde ja sofort wieder und er zehre heute noch davon und er wünscht mir so viel Spaß und so viel Glück und so viel tolle Erlebnisse. Und das hat mich dann doch nochmal positiv bestärkt.

Sebastian: Ja, also so ein Jahr auf Reisen oder so eine Weltreise ist auch wirklich was Tolles und dann musstest du natürlich so eine Kündigungsfrist einhalten. Waren das sechs Wochen?

Steffi: Drei Monate hatte ich.

Sebastian: Drei Monate! Also musstest du drei Monate einreichen, aber du musst ja in der Zwischenzeit auch noch einiges organisieren.

Steffi: Genau, mit dem Untervermieten, das hat auch alles nicht so geklappt.

Sebastian: Wie hast du das dann gelöst? Hast du die Wohnung dann aufgelöst?

Steffi: Genau.

Sebastian: Hm. Auch super kompliziert manchmal. Je nachdem, wenn man mit einer Wohnungsgesellschaft mietet oder von einem Privateigentümer. Gesellschaften, die stellen sich immer so ein bisschen schräg. Die wollen halt meistens die Kaution einbehalten. Das ist oftmals der Fall. War die problemlos?

Steffi: Das hat in der Tat ganz gut geklappt. Also, ich habe eben erst angefragt, ob ich es untervermieten kann. Das ging dann nicht und dann habe ich gesagt: Gut, dann kündige ich eben zu dem Zeitpunkt und das hat alles gut funktioniert und ich habe dann die Kaution auch – also, da war ich schon auf Reisen – aber ich habe sie tatsächlich dann auch zurückbekommen. Also, die Wohnung muss man kündigen, dann muss man auch dran denken: Oh, ich habe auch noch ein Telefon, ich habe auch noch ein Internet, ich habe dann auch noch ein Handy, ich habe dann vielleicht noch irgendwas versicherungsmäßig auf die Wohnung, dann habe ich vielleicht noch ein Auto. Was mache ich denn mit dem? Also, es sind so 1000 Sachen, die einem dann zwischendrin auch immer noch mal einfallen. Ich habe nur noch Listen geführt. Also ich habe, immer wenn mir was eingefallen ist, alles gleich aufgeschrieben und das hat mir sehr geholfen.

Sebastian: Ja, Stichpunkt Hausratversicherung und solche Sachen, die braucht man ja dann nicht mehr. Die können dann alle getrost weg. Die kosten zwar nicht viel, aber auf ein Jahr gesehen, sind das schon jeden Monat mehrere Euro, die man in etwas anderes investieren kann auf Reisen. Also, diese ganzen Sachen sollte man auf jeden Fall kündigen und was muss man denn im letzten Monat vor Reiseantritt vielleicht noch machen?

Steffi: Also ich musste mir auf jeden Fall noch einen Rucksack kaufen. Ich hatte keinen passenden und habe dann geschaut: Was brauche ich noch? Und habe dann einfach nochmal jede Menge Kohle in Equipment investiert.

Sebastian: Für welchen Rucksack hast du dich entschieden?

Steffi: Das ist auch so eine Geschichte: Ich hatte mir schon einen ausgesucht. Den wollte ich unbedingt haben und bin dann in den Laden und habe den anprobiert und der hat einfach überhaupt nicht gepasst und war super unbequem. Und dann bin ich mit ganz vielen verschiedenen Rucksäcken im Laden spazierengelaufen. Immer voll geladen. Letztendlich habe ich mich dann für einen Gregory entschieden, den Deva. Das ist auch ein Damenrucksack mit 60 Litern und das hat super gepasst. Der war nicht zu groß und nicht zu klein.

Sebastian: Also 60 Liter war für dich total in Ordnung für ein Jahr on Tour? Okay.

Steffi: Das war erstaunlicherweise in Ordnung, ja.

Sebastian: Und was musstest du dann noch erledigen? Wahrscheinlich musstest du einen Nachsendeantrag erstellen?!

Steffi: Ja genau, ein Nachsendeantrag. Dann habe ich eben die Wohnung aufgelöst, die Möbel alle verkauft, ausgemistet. Ich war nochmal auf dem Flohmarkt und habe ganz viel noch verkauft. Ich habe viel mit Freunden und Familie gemacht, weil ich die ja dann alle eine Weile nicht gesehen habe. Dann musste ich die Wohnung nochmal streichen, Wohnung fertig machen, zum Arbeitsamt musste ich zwischendrin auch oft, weil ich mich ja dann schonmal arbeitslos gemeldet hatte und dann musste ich mich ja kurz vor der Reise auch noch abmelden zu der Reise.

Sebastian: Also, du hast deinen Wohnsitz abgemeldet und warst dann quasi in Deutschland für die Zeit nicht mehr gemeldet.

Steffi: Nee, ich habe mich umgemeldet. Ich war bei meinen Eltern gemeldet für die Zeit.

Sebastian: Und was hat das Arbeitsamt gesagt?

Steffi: Das ging problemlos. Ich habe mich dann einfach beim Arbeitsamt abgemeldet für die Zeit, dass ich eben ins Ausland gehe und dann wurde mein Anspruch quasi eingefroren und als ich zurückkam habe ich mich wieder angemeldet und habe dann mein Arbeitslosengeld bezogen bis ich wieder einen Job hatte.

Sebastian: Achso, das geht auch problemlos und da zicken die auch nicht rum?

Steffi: Nee, ich denke mal, das kommt wie überall drauf an, welchen Berater man erwischt, aber bei mir ging das ganz problemlos.

Sebastian: Okay, das ist ja super. Wie hast du dich denn für deine Route entschieden? Warum sind es Australien, Neuseeland, Fiji und Südamerika geworden?

Steffi: Also ich wollte auf jeden Fall nach Neuseeland. Das war das, was ich von Anfang an wusste. Da war ich vorher schonmal, aber nur für drei Wochen und da wollte ich unbedingt nochmal hin mit viel Zeit. Und dann war eigentlich Neuseeland das große Ziel und dann habe ich überlegt: Okay, was passt noch drum herum? Was möchte ich noch sehen? Ich war vorher noch nie in Süd-Ost-Asien. Das hat mich auch sehr interessiert. Also ich habe ein Around the World Ticket gehabt und habe dann einfach auch geschaut: Was gibt es da für Angebote? Was empfehlen die vielleicht auch, was gibt es für Routenvorschläge und habe dann geschaut: Welche Länder interessieren mich? Und habe die dann einfach in eine Route reingepackt.

Sebastian: Wie viel Zeit hast du dann in jedem Land verbracht?

Steffi: Das war ganz unterschiedlich. Also ich bin in Singapur gestartet. Da war ich vier Tage. Dann war ich in Malaysia, da war ich drei Wochen. Auf Bali und den Gilis war ich dann auch noch. Das war ganz spontan, dass ich überhaupt nach Bali bin. Da war ich einen Monat. In Thailand war ich auch einen Monat. In Laos war ich, ich glaube drei Wochen. Kambodscha war ich nur zwei Wochen. Da wollte ich eigentlich länger bleiben, aber dann hat sich spontan mit anderen Reisenden ergeben, die ich kennengelernt habe und bin dann nochmal zurück nach Thailand. Von dort dann nach Australien, da war ich nur einen Monat und Neuseeland war ich dann aber drei Monate. Dann war die Frage: Neuseeland, verlängere ich mein Visa oder was mache ich? Weil mein Flug ging erst in zwei Wochen. Der ließ sich auch nicht umbuchen und so kam ich dann nach Fiji. 

Sebastian: Ah ja, da musstest du quasi für zwei Wochen ausreisen, um dann wieder kurz zurückzukommen.

Steffi: Ja.

Sebastian: Aber weil du ja gerade auch schon sagtest: Das Ticket ließ sich nicht umbuchen. Das ist ja bekanntlich so bei diesen Around the World Tickets. Würdest du das jemandem raten, so ein Komplettpaket, was Flexibilität nicht so wirklich zulässt? Oder würdest du sagen: Wenn ich nochmal eine Weltreise mache, dann buche ich alle Flüge einzeln und auch irgendwie nur eine Woche vorher?

Steffi: Das ist eine gute Frage. Also ich fand es eigentlich ganz gut mit diesem Around the World Ticket. Also ich habe am Anfang die Orte festgelegt und irgendwelche Fantasiedaten und das ging schon auch, dass man die Daten verlegen konnte. Nur bei diesem speziellen Flug ging das eben nicht. Ich weiß auch nicht genau warum. Ich hatte dann einen Ansprechpartner und den habe ich auch mit Mails bombardiert. Den habe ich angerufen, immer wenn ich irgendwas verändern wollte. Ich glaube, der war ganz froh, als meine Reise rum war. Das war eigentlich von den Daten her auch recht flexibel. Also da konnte man auch viel machen, die Orte waren einfach festgelegt. Nächstes Mal würde ich definitiv nur ein Ticket kaufen zum ersten Ziel und dann schauen, wo es mich hin verschlägt, aber für dieses erste Mal… Also es war auch wirklich das erste Mal alleine reisen und so lange reisen und da war mir das mit dem Around the World Ticket eigentlich ganz passend und ich wusste auch: Okay, auch wenn das Geld ausgeht, ich komme auf jeden Fall nach Hause, weil den Rückflug habe ich schon. Ich glaube, das ist ein bisschen so eine Typsache.

Sebastian: Ja, das ist eine Antwort, die ich immer wieder höre von Reisenden, die mit einem Around the World Ticket geflogen sind. Es war gut für’s erste Mal, auch oft von Reiseanfängern, die dann aber sagen: Diese Flexibilität beim nächsten Mal möchte ich schon haben und deswegen buche ich nur den ersten, weil wenn ich jemanden kennenlerne und mit denen rumreisen möchte, dann muss ich irgendwann sagen “Sorry, mein Flug geht und ich kann ihn nicht mehr ändern”, ne? Diese Flexibilität ist schon sehr, sehr viel Wert. Über welche Agentur hast du das damals gebucht?

Steffi: Ich hatte auch da wieder ganz viel recherchiert im Internet und ich dann über eine Agentur in London, also in England, gebucht. Das war Travel Nation. Also travelnation.co.uk und wie gesagt, ich hatte einen super Berater. Ich konnte dem jederzeit schreiben, anrufen, was auch immer, bis die Route dann stand. Ich glaube, ich habe noch 10 Mal was geändert und wollte doch was anderes und nochmal ein anderes Ziel dazu und nochmal eins weg und wie verändert sich dann der Preis? Und was kann man da nochmal anders machen? Also da hat er echt super viel Geduld aufgebracht und mir echt weitergeholfen.

Sebastian: Gab es einen bestimmten Grund, warum du dich für eine Agentur in England entschieden hast und nicht eine in Deutschland, die halt auch Deutsch spricht?

Steffi: Sie war günstiger. 

Sebastian: Ah, also der Preis.

Steffi: Ja, ganz genau.

Sebastian: Okay, wie viel hat das denn gekostet?

Steffi: Also ich habe ja in Pfund bezahlt, aber es waren glaube ich ungefähr 2.300 Euro zu dem Zeitpunkt. Und da war dann der Flug von London nach Bangkok, von Bangkok nach Sydney, von Sydney nach Auckland, von Auckland nach Santiago und von Santiago nach Lima und nach London drin. 

Sebastian: Ah ja. Und was hättest du vergleichsweise damals in Deutschland bezahlt? Weißt du das noch ungefähr?

Steffi: Da gab es auch ganz verschiedene Anbieter. Also genau diese Route habe ich jetzt in Deutschland nicht gefunden. Das war immer nochmal anders. Dann war ich ja auch schon über 30 und oft ist es so gewesen, es gab dann viele Tickets für so bis 27, die dann ein bisschen günstiger waren, warum auch immer. Aber ich glaube in Deutschland waren die meisten ab 2.500 € und das erste Angebot was ich von denen gesehen hatte, war so 2.200 € und gut, durch meine ganzen Änderungen und noch einem Flug, den ich zwischenrein noch zusätzlich gebucht habe, waren es dann am Ende ungefähr 2.400 €. Also es war am Ende dann nicht mehr so wirklich viel billiger, wie ich anfangs dachte, aber dafür hatte ich echt eine super Beratung und habe mich da echt gut aufgehoben gefühlt.

Sebastian: Ja, das ist doch super. Okay, also das ist auf jeden Fall gut zu wissen, dass man auch außerhalb von Deutschland nach solchen Angeboten schauen kann. Thema: Versicherungen. Wenn man unterwegs ist auf so einer langen Reise, braucht man eine gute Versicherung, eine Auslandskrankenversicherung. Warst du mit deiner zufrieden und mit welcher hast du dich versichert? Hast du sie überhaupt gebraucht?

Steffi: Ja, genau, ich war sehr zufrieden. Ich war bei der Hanse Merkur. Ich habe mir einfach verschiedene Versicherungen angeschaut und das war dann das Angebot, was mir am meisten entsprochen hat. Ich habe sie tatsächlich auch gebraucht. In Thailand musste ich mal zum Krankenhaus und das war gar kein Problem mit der Kostenübernahme. Ich habe denen eine Rechnung hingeschickt und da wurde das ohne Probleme erstattet. Das war richtig gut. Kann ich echt empfehlen.

Sebastian: Also ich kann von der Hanse Merkur bisher auch nur Positives sagen. Ich bin bei denen jetzt auch mittlerweile seit einem Jahr. Vorher war ich bei der Signal Iduna, die auch sehr gut ist und ja, super Versicherung.

Steffi: Ja, also bei der Versicherung muss man immer bedenken, wenn man Nordamerika mit reinnimmt, wird die gleich wesentlich teurer. Das, denke ich, ist nochmal gut zu wissen, dass das so echt nicht so teuer ist, eine Auslandsversicherung auch für ein Jahr. Aber wenn man Nordamerika oder Kanada mit reinnimmt, dann steigt der Preis richtig an.

Sebastian: Das stimmt, das habe ich nämlich auch. Weißt du noch ungefähr, wie viel du bezahlt hast damals?

Steffi: Ich glaube, es war ein Euro am Tag, ungefähr.

Sebastian: Also 30 Euro im Monat?

Steffi: Ja.

Sebastian: Das ist unglaublich günstig und wenn du dann Nordamerika und die Karibik mit reinpackst, dann wird’s irgendwie 2,50 oder 3 Euro am Tag.

Steffi: Ja, genau. Das wird dann fast drei Mal so teuer.

Sebastian: Genau. Also wir haben so eine Expert-Versicherung bei der Hanse Merkur, weil wir ja nicht mehr in Deutschland gemeldet sind. Die kostet ohne USA und Kanada ich glaube unter 100 Euro. Wir fliegen nächsten Monat nach Miami und wir wollen dieses Jahr viel in der Gegend machen, deswegen zahlen wir fast 200 Euro. Also gleich das Doppelte. Es ist ein großer Unterschied. Wenn man eine Weltreise machen möchte, muss man sich halt wirklich entscheiden, ob man diese extra monatlichen Kosten, die ja auf ein Jahr gesehen sehr viel Geld sind, aufwenden möchte oder nicht.

Steffi: Ja, ganz genau, zumal es ja auch nicht so ist, dass man dann sagen kann: Naja, die zwei Monate sind wir jetzt in Kanada. Da bezahlen wir mehr und die andere Zeit sind wir ja nicht mehr dort, da zahlen wir dann den günstigeren Tarif, sondern das ist der feste Tarif für die ganze Reise, der dann einfach im Preis steigt.

Sebastian: Ganz genau. Das habe ich nämlich auch versucht damals zu regeln. So: Ach komm. Wir machen das nämlich nur für diese zwei Wochen, die wir da sind. Geht nicht. In unserem Fall: Wir mussten die Versicherung für fünf Jahre abschließen. Entweder wir machen diese zwei Wochen oder wir lassen diese zwei Wochen, aber das irgendwie Gegenrechnen oder eine extra Versicherung, ging nicht.

Steffi: Ja, ich habe mich dann dagegen entschieden, gegen Nordamerika oder Kanada, weil ich einfach dachte, also wenn ich dann da drei, vier Wochen bin und dafür das ganze Jahr so viel mehr zahlen muss, dann mache ich das lieber auf der nächsten Reise.

Sebastian: Ja, einfach auf einer individuellen Reise im Nachhinein dranhängen, ganz genau. Was sind denn deiner Meinung die häufigsten Fehler, die bei der Planung einer Weltreise gemacht werden? Also wo sagst du: Naja, das hätte ich vielleicht anders machen können oder das war jetzt nicht so clever oder das war nicht überlegt?

Steffi: Also ich glaube, der holprigste Fehler ist erstmal, dass man sich viel zu viel vornimmt. Also, dass man irgendwie eine ewig lange Liste hat mit allen Sachen, die man sehen möchte, allen Orten, die man besuchen möchte und sich selber so ein bisschen stresst. Das ist ein Riesenfehler. Ich habe direkt in der ersten Woche angefangen zu streichen und eigentlich schon bevor ich losgeflogen bin, habe ich ganz viel gestrichen, weil ich gemerkt habe: Oh, ich habe nur ein Jahr Zeit. Meine Liste ist vielleicht für drei Jahre ausgelegt. Das passt irgendwie nicht. Also auf jeden Fall nicht zu viel vornehmen und nicht zu viel planen. Ich habe so oft sämtliche Pläne über den Haufen geschmissen, weil ich irgendwelche tollen Menschen kennengelernt habe und dann in eine ganz andere Richtung gereist bin oder irgendwo viel länger geblieben bin. Deshalb, auf jeden Fall nicht zu viel planen! Und nicht zu viel Zeug einpacken! Also auch wenn man nur zum Busbahnhof läuft oder so, wenn der Rucksack schwer ist und es sind 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit, das ist nicht so richtig cool. Und es gibt ja nun auch überall was zu kaufen. Wenn man dann in Neuseeland merkt, oh, ist doch ein bisschen kalt, hätte ich doch noch einen Pulli mitgenommen, dann kann man sich besser auch nochmal einen kaufen und muss den nicht schon vier Monate durch Süd-Ost-Asien schleppen.

Sebastian: Hm, gute Tipps, auf jeden Fall! Würde ich alles so unterschreiben. Also auch bezüglich All Around the World Ticket, ne? Also wenn man Leute kennenlernt, ist das mit der Planung halt immer so schwer, wenn man sagen muss: Ja, ich komme jetzt mit nach Koh Phangan, aber nur zwei Tage, weil ich muss in vier Tagen von Bangkok fliegen.

Steffi: Ja, ganz genau.

Sebastian: Was hat deine Reise, diese neun Monate, die du unterwegs warst, gekostet? Oder wie hast du das denn geplant? Hast du dir ein Tagesbudget für deine ganze Reise erstellt oder hast du gesagt in Asien gebe ich 30 Euro am Tag aus und in Australien gebe ich 80 Euro am Tag aus und in Neuseeland 60? Oder wie hast du das geplant?

Steffi: Ich hatte einen Plan, den habe ich aber auch nicht so eingehalten. Ich hatte im Internet so eine ¼ Regel gefunden, dass das Tagesbudget ungefähr zu ¼ aus Unterkunft, ¼ Verpflegung, ¼ Sightseeing, ¼ Transport und ¼ sonstige Kosten besteht. Dann hatte ich in den verschiedenen Ländern mal so geguckt, was kostet ein Hostel- oder was kostet ein Hotelzimmer und habe das dann einfach mal 4 genommen, um so einen ungefähren Tagessatz rauszufinden und ich hatte ja dann schon einen ungefähren Plan, wie lange ich wo bleiben möchte. Dann habe ich mir das mal ausgerechnet, was die ganze Reise kosten würde. Ich hatte auch schon mal geguckt, was kostet es, wenn ich mir in Australien ein Auto miete? Was kostet es vielleicht ungefähr, wenn ich mir in Neuseeland ein Auto miete oder kaufe? Was ist da günstiger? Und hatte am Ende einen Betrag raus und dachte so: Okay. Ich muss kürzer reisen, ich muss günstiger reisen und ich muss noch gaaanz viel sparen. Am Ende war die Reise bestimmt teurer, als man reisen kann. Es geht auf jeden Fall günstiger. Ich habe keine ganz genaue Kostenplanung. Ich hatte keine ganz genaue Kostenaufstellung, wie viel ich jetzt wirklich tatsächlich auf den Cent ausgegeben habe. Ich glaube es waren ungefähr 12.000 Euro.

Sebastian: 12.000 Euro in 9 Monaten?

Steffi: Ungefähr.

Sebastian: Und in deiner ersten Berechnung hattest du wie viel?

Steffi: Ich glaube, das waren 17.000 Euro.

Sebastian: Okay, also hast du nochmal ordentlich gekürzt. 5.000 Euro ist ja schon ordentlich.

Steffi: Ja.

Sebastian: Okay, cool.

Steffi: In Neuseeland zum Beispiel habe ich ganz viel gekürzt. Da habe ich mir ein Auto gekauft und habe ganz viel auf diesen DOC-Camping Plätzen übernachtet. Da kostet die Nacht halt einfach 5 Euro und nicht 15 Euro. Da habe ich nochmal viel gespart. Dann habe ich da fast immer selber gekocht, genauso wie in Australien. Das hat eben auch nochmal jede Menge Kosten gespart und in Süd-Ost-Asien war ich dann auch einfach öfter doch mal in einem Dorm im Hostel und nicht im Einzelzimmer. Insofern hat es sich dann ganz gut ergeben, dass es doch nicht so viel Geld wurde.

Sebastian: Also gar nicht so sehr viel verzichtet, aber einfach nur ein bisschen mehr auf’s Geld geachtet.

Steffi: Ja, oder dann einfach noch drei Unterkünfte mehr angeguckt, weil die ersten drei einfach doch echt teuer und nicht so wirklich schön waren. Oder Leute kennengelernt und ein Doppelzimmer genommen, was ja immer nochmal viel günstiger ist, als ein Einzelzimmer. Ich hatte vorher in meiner Berechnung auch immer mal ein Einzelzimmer reingerechnet, weil ich wusste immer nur Dorm: da drehe ich durch. Und dadurch, dass man dann ein Doppelzimmer nehmen konnte oder Dreierzimmer, Viererzimmer, wenn man tolle Menschen getroffen hat, war das natürlich auch nochmal günstiger.

Sebastian: Ja, super. Das sind gute Infos, die du da mit uns geteilt hast. Lass uns langsam zum Ende kommen, mit einer letzten Frage: Was sagst du, Weltreise zu zweit oder lieber allein?

Steffi: Das ist eine schwierige Frage. Ich hatte bis jetzt noch keinen Reisepartner, mit dem ich mir eine Weltreise vorstellen könnte. Ich würde auf jeden Fall wieder alleine losziehen, glaube ich.

Sebastian: Ja, weil es natürlich auch die Flexibilität gibt, ne? Einfach Sachen alleine zu machen.

Steffi: Ja, total.

Sebastian: Ja, sehr schön! Herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, diese ganzen Infos mit uns zu teilen, Steffi!

Steffi: Sehr gerne!

Sebastian: Ich wünsche dir alles Gute und ja, hoffentlich kannst du bald wieder raus auf Reisen. Vielleicht die nächste Weltreise. Ich wünsche dir alles Gute, danke dass du dir Zeit genommen hast.

Steffi: Danke, sehr gerne!

Sebastian: Bis dann, tschüss!

Steffi: Tschüss!

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