Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Das sind die besten Stopps und Abenteuer für deine Rundreise durch British Columbia!

Pressereise

Stell dir vor, wie du mit einem Kajak übers Meer paddelst und plötzlich entdeckst du in der Ferne eine kleine Gruppe Orcas – der Wahnsinn! Oder stell dir vor, wie du durch reißende Stromschnellen raftest und auf einmal einen Schwarzbären am Ufer siehst – genau das ist uns bei unserem Roadtrip durch British Columbia passiert!

Knapp zwei Wochen waren wir in dieser tollen Provinz Kanadas unterwegs und haben ein Abenteuer nach dem anderen erlebt. Welche Strecke wir dabei zurück gelegt haben, welche Stopps und Aktivitäten sich lohnen und wo du mitten in den Bergen guten Kaffee bekommst, verraten wir dir jetzt!

Auf nach Kanada!

Die besten Tipps für deine British Columbia Rundreise!

Warum British Columbia?

Kanada ist vor allem eins: riesig! Da fällt es nicht ganz leicht sich zu entscheiden, wohin genau es nach Kanada gehen soll. Das Geniale an British Columbia, kurz BC, ist, dass du hier gefühlt alles auf einmal hast: das Meer, Fjorde, Berge, Seen, Regenwälder und natürlich jede Menge Abenteuer!

Mit ein bisschen Glück entdeckst du hier sogar Bären und hast die Chance, Walen ganz nah zu kommen. Nicht nur die Abenteuer, auch die Leute sind hier supercool, insbesondere in der kleinen Stadt Whistler. Während Vancouver gleich mit mehreren guten Cafés und ebenfalls mit einigen coolen Outdoor-Aktivitäten auf dich wartet. Was will man als Abenteurer mehr?

Anreise und Infos

Auch die Anreise nach BC ist relativ unkompliziert, da gleich mehrere Airlines Flüge von Deutschland aus nach Vancouver anbieten. Zwar sind die meisten mit einem Zwischenstopp verbunden, aber du kannst auch ganz bequem über Frankfurt direkt mit Lufthansa und Air Canada nach Vancouver fliegen. Schau einfach bei momondo nach, welcher Flug der beste für dich ist.

Wir sind im September nach British Columbia geflogen und haben neben richtig schönen Spätsommertagen sogar Schnee erlebt! Zudem eignet sich der September auch super, um wilde Tiere wie Bären, Wale aber auch die springenden Lachse zu sehen. Wenn du letztere auf keinen Fall verpassen willst, lohnt es sich schon etwas früher im August anzureisen. Allerdings sind in diesem Monat generell mehr Leute unterwegs, da im Sommer viele Kanadier selbst Urlaub in ihrer wunderschönen Heimat machen.

Wie auch im Rest des Landes wird in BC mit Kanadischen Dollar, kurz CAD, bezahlt. 10 CAD sind umgerechnet 6,75 Euro (Stand November 2017). In British Columbia wird Englisch gesprochen, auch wenn viele Schilder zudem eine französische Beschriftung haben. Wichtig zu wissen ist noch, dass in Kanada wie in Deutschland auch Rechtsverkehr herrscht. Anders als in Neuseeland, Australien oder Irland musst du dich hier also nicht auf Linksverkehr einstellen. Nimm aber unbedingt deinen internationalen Führerschein mit, um dich im Falle der Fälle ausweisen zu können.

Der Richtige Mietwagen für deine British Columbia Rundreise

Wie du bestimmt schon mitbekommen hast, bin ich ein riesen Fan vom Jeep Wrangler. Schon bei unserem letzten Roadtrip durch Alberta habe ich mir ein Upgrade gegönnt, um diesen genialen Wagen fahren zu können, und auch diesmal hatte ich Glück und konnte mit einem Wrangler ins Abenteuer starten.

Natürlich muss es nicht gleich dieses Automodell sein, dennoch würde ich dir empfehlen einen Geländewagen zu mieten, da du so die Möglichkeit hast, auch die etwas weniger befahrenen Strecken zu nehmen und ganz im Sinne dieses Reiseblogs Kanada “Off The Path” zu entdecken.

Dein erstes unvergessliches Abenteuer: das Orca Camp!

Bevor dein eigentlicher Roadtrip startet, steht dein erstes unvergessliches Abenteuer in BC an: das Orca Camp! Dahinter versteckt sich tatsächlich ein kleines Camp mit mehreren Zelten, von wo aus du täglich mit deinem Kajak aufbrichst und aufs Meer paddelst. Mit etwas Glück triffst du dabei nicht nur auf jede Menge Buckelwale und Seelöwen, sondern kannst sogar Orcas von deinem Kajak aus beobachten! Geil oder geil?!

Unterwegs mit den Profis von Kingfisher Wilderness Adventures

Wir haben uns mit diesem Abenteuer einen riesen Traum erfüllt und es gleich zu Beginn unseres Trips erlebt, natürlich kannst du es aber auch als Highlight ans Ende deiner British Columbia Rundreise setzen. Es gibt mehrere Anbieter, die ein solches Camp organisieren, während du bei den meisten keine Kajakerfahrung benötigst.

Wir haben uns für Kingfisher Wilderness Adventures entschieden und können sie nur empfehlen! Nicht nur unsere Kajakguides waren supercool und wussten unheimlich viel über die Natur und die Wale, auch das Camp an sich war wirklich genial – besonders die Lage! Es befindet sich an der westlichsten Spitze der Hanson Island, direkt gegenüber von Telegraph Cove auf Vancouver Island.

 

Glamping mitten im Regenwald und mit Blick aufs Meer

Hier zeltest du im Schatten der Regenwaldbäume und läufst nur wenige Meter zum Ufer, von wo aus du eine 180° Aussicht übers Meer und die Johnstone-Straße hast, durch die regelmäßig Wale ziehen. Neben den Zelten samt richtigen Betten zum Schlafen gibt es eine Camp Küche, zwei Toiletten und sogar eine Dusche, Hängematten und gleich mehrere Flecken mit genialer Aussicht zum Relaxen – Glamping pur!

Das Orca Camp startet immer dienstags und endet freitags. Start- und Endpunkt ist Port McNeil auf Vancouver Island. Hier kommst du entweder mit der Fähre und deinem Mietwagen hin oder du fliegst nach Port Hardy und nimmst dann ein Taxi. Am besten buchst du dir sowohl für die Nacht von Montag auf Dienstag als auch für die Nacht von Freitag auf Samstag ein Zimmer. So hast du keinen Stress und außerdem findet Montagabend vor dem eigentlichen Start des Camps noch ein Meeting statt, an dem du teilnehmen solltest. Eine gute Unterkunft ist hier das Black Bear Resort, das sich auch direkt neben dem Büro von Kingfisher Wilderness Adventures in Port McNeil befindet.

Den Walen ganz nah beim Kajaken

Insgesamt übernachtest du drei Nächte im Camp, während du zwei halbe und zwei volle Tage mit deinem Kajak auf dem Wasser verbringst. Dabei legst du mehrere Kilometer am Tag zurück und entdeckst nicht nur die Küste der Hanson Island entlang der Johnstone-Straße, sondern auch die vielen kleinen Inselchen, die sich hier befinden.

Die Guides versuchen, dich so nah wie möglich (das ist in diesem Fall maximal 100 Meter, so steht es im Gesetzt) an die Wale heranzubringen und die Chancen dazu stehen wirklich gut: Wir haben an einem Tag gleich 20 Buckelwale um uns herum beim Fressen beobachten können – der Wahnsinn! Neben Buckelwalen begegnest du mit ein bisschen Glück auch Orcas und das Gefühl, so ein wunderbares Tier von deinem Kajak aus zu sehen, ist unbeschreiblich!

Ein Abenteuer, das eigentlich unbezahlbar ist!

Das Orca Camp wird zwischen Juni und September angeboten und das gesamte Equipment, drei Mahlzeiten täglich, die noch dazu richtig lecker sind, Wasser, Kaffee, Tee, Snacks, Schlafsäcke und natürlich die Guides sind im Preis enthalten. Insgesamt kostet das Orca Camp 1.395 CAD pro Person, das sind knapp unter 950 Euro. Meiner Meinung nach ist das ein absolut fairer Preis für ein Abenteuer, das eigentlich unbezahlbar ist!

Tipp: Damit du eine noch bessere Idee vom Orca Camp bekommst, kannst du dir hier unseren Erfahrungsbericht übers Kajaken mit Walen durchlesen oder schau einfach auf unserem YouTube Kanal vorbei und guck dir unsere Vlogs dazu an!

British Columbia Rundreise: Von Vancouver nach Clearwater

Nach diesem genialen Abenteuer startet dein Roadtrip durch BC. Am besten holst du deinen Mietwagen direkt am Flughafen von Vancouver ab und fährst gleich los. Die erste Strecke führt dich ins 480 Kilometer entfernte Clearwater und für diese solltest du ungefähr 5 Stunden Fahrtzeit einplanen.

Zunächst fährst du durch die Berge und Wälder der Coast Mountains, bis sich die Landschaft später in weite Hügel ändert und an eine Prärie erinnert. Kurz nach Kamloops wird es wieder wilder, denn du fährst langsam ins Gebiet der Rocky Mountains rein.

Übernachten in Clearwater

Clearwater ist ein kleiner Ort, der noch nicht von allzu vielen Reisenden aufgesucht wird, vor allem im Vergleich zu Banff oder Jasper in Alberta. Entsprechend findest du hier keine wirklich tolle Auswahl an Unterkünften und viele der angebotenen Zimmer sind verglichen mit anderen Orten in der Gegend recht teuer und noch dazu nicht gerade modern.

Wir haben eine Nacht in der Grizzly Cabin im Dutch Lake Resort* direkt am gleichnamigen See verbracht. Die Cabin ist supergemütlich und vom Sofa aus guckst du direkt auf den See. Zudem sind es nur wenige Schritte runter zum Steg, auf dem mehrere Stühle und die pure Entspannung auf dich warten. Hier kannst du morgens perfekt deinen ersten Kaffee genießen, bevor du dich ins Abenteuer stürzt!

 

Zudem haben wir auch ein paar Nächte im Blue Grouse Country Inn* verbracht. Das Tolle hier ist das Frühstück und die überaus nette Gastgeberin. Hier befindest du dich bereits im Wells Gray Provincial Park, musst fürs Abendessen allerdings jedes Mal nach Clearwater zurückfahren, was etwas nervig sein kann.

Smokehouse in Clearwater

Apropos Essen: In Clearwater wartet eines der besten Smokehouses Kanadas auf dich, das Hop N Hog Tap & Smokehouse! Hier bekommst du richtig leckeres Brisquet, Pulled Pork, Rippchen, Würstchen und geräucherte Hähnchenschenkel. Wir haben gleich zweimal im Hop N Hog gegessen, so gut hat es uns geschmeckt! Besonders zu empfehlen ist die Smoked Meat Platter for Two bei der du dich durch alle Leckereien des Restaurants probieren kannst.

Ein kleiner Tipp: Komm am besten früh oder bring genug Zeit mit! Das Hop N Hog ist bei Einheimischen und Reisenden gleichermaßen beliebt und nimmt keine Reservierungen an. Manchmal musst du hier bis zu einer Stunde auf einen Tisch warten – aber das lohnt sich auch!

British Columbia Rundreise: Abenteuer im Wells Gray Provincial Park

Clearwater befindet sich südlich des Wells Gray Provincial Park und hier warten gleich mehrere Abenteuer auf dich: Von kürzeren und längeren Wanderungen und Ausritten über Rafting-Touren bis hin zu Kanufahrten zu entlegenen Zeltplätzen, hier schlägt dein Abenteurerherz auf jeden Fall höher! Am besten nimmst du dir deshalb gleich mehrere Tage Zeit, um den Park und all seine Abenteuer zu entdecken.

Wasserfälle, springende Lachse und Wanderwege

Am ersten Tag kannst du einen kleinen Roadtrip durch den Park unternehmen und dir die vielen Wasserfälle anschauen, für die der Park bekannt ist – insgesamt gibt es hier 39 Stück! Besorg dir entweder im Clearwater Wells Gray Park Visitors Centre eine Karte und informier dich hier außerdem über die unterschiedlichen Wanderwege im Park oder schnapp dir eine Karte am Parkeingang.

Der erste Wasserfall, an dem du einen Stopp einlegen solltest, ist Spahat Falls. Vom Parkplatz aus sind es nur wenige Meter zu Fuß durch den Wald zur Schlucht, wo sich das Wasser zunächst durch ein kleines Loch und anschließend 80 Meter in die Tiefe stürzt – ziemlich beeindruckend!

Danach geht es weiter zu den Moul Falls. Um zu diesem Wasserfall zu gelangen, musst du eine kleine Wanderung einlegen. Es geht 45 Minuten durch den Wald und am Ende der Strecke immer weiter bergab, bis du oben am Wasserfall angekommen bist. Hier ist ein Zaun und was viele nicht sehen, ist, dass der Weg links neben dem Zaun weiter geht bis runter zum Fuße des Wasserfalls. Das Coole: Du kannst sogar noch weiter gehen und hinter den Wasserfall durchlaufen! Zwar wirst du hierbei garantiert ein bisschen nass, dafür ist das Bild, das sich dir anschließend offenbart, atemberaubend geil!

 

Der nächste Wasserfall, der einen Stopp Wert ist, ist Dawson Falls. Dieser ist nicht unbedingt hoch, dafür aber richtig breit und mindestens genauso beeindruckend. Auch hier musst du wieder ein paar Meter vom Parkplatz aus zu Fuß laufen und dafür einfach den Schildern folgen.

Ebenfalls supercool ist Hemcken Falls, der mit seinen 141 nicht nur der höchste Wasserfall im Park ist, sondern gleichzeitig auch der vierthöchste Kanadas. Diese unglaubliche Wassermenge, die pro Sekunde die Klippe runterstürzt, ist wirklich super beeindruckend! Wenn du ein wenig mehr Zeit mitbringst, kannst du hier auch eine Wanderung unternehmen und den Helmcken Falls Rim Trail laufen, der dich in 4 Kilometern zunächst durch den Wald und entlang des Murtle River bis zum Rand der Schlucht und somit direkt zum Wasserfall führt!

Wandertipp: Ebenfalls cool ist die Wanderung hoch zu den 2.575 Meter hohen Trophy Mountains. Hier läufst du durch einen alten Wald und eine alpine Wiesenlandschaft und kommst zum Sheila Lake, einem kleinen See mit Gletscherwasser. Von hier kannst du noch weiter hoch klettern und wirst mit einer genialen Aussicht belohnt, denn du kannst sogar die Skyline Ridge sehen. Insgesamt sind es hin und zurück 12 Kilometer vom Parkplatz.

Zu guter Letzt solltest du auch unbedingt Bailey’s Chute besuchen. Im August und September hast du hier gute Chancen, den Lachsen dabei zuzugucken, wie sie mit all ihrer Kraft versuchen, den Wasserfall nach oben zu springen – echt beeindruckend! Allerdings schafft es kaum einer der Fische diesen Wasserfall hoch und somit ist das der Endpunkt ihrer langen Reise zurück zu dem Ort, an dem sie auf die Welt gekommen sind und nun selbst Eier legen werden.

Fliegenfischen auf dem Clearwater River

Ich bin der Meinung, dass man immer offen für Neues sein sollte und als ich gehört habe, dass man auf dem Clearwater River richtig gut Fliegenfischen kann, wollte ich das direkt einmal ausprobieren – und das haben Line und ich dann auch gemacht!

Beim Fliegenfischen versuchst du Fische mithilfe einer bestimmten Methode zu fangen und lässt sie anschließend wieder zurück ins Wasser. Hierbei ist manchmal nicht nur Geduld gefragt, sondern vor allem viel Konzentration und das richtige Feingefühl. Denn einmal am Haken, musst du superschnell reagieren, um den Fisch auch wirklich aus dem Wasser zu bekommen. Ich habe mich ganz gut geschlagen und an diesem Tag gleich fünf Fische aus dem Wasser geholt, darunter auch eine Forelle. Line hat es ebenfalls geschafft einen Fisch zu fangen und so ein Tag auf dem Wasser ist schon etwas besonderes.

 

Insgesamt bist du fünf Stunden mit dem Boot unterwegs und treibst mit der Strömung langsam den Fluss hinunter. Unser Guide Elia war supercool drauf und hat uns eine Menge beigebracht, und selbst als erfahrener Angler kannst du von ihm bestimmt noch Einiges lernen. Allerdings ist dieses Abenteuer nicht ganz billig, weshalb ich dir es nur empfehlen kannst, solltest du bereits Angeln können oder wirklich Interesse daran haben. Bei zwei Anglern kostest es 425 CAD und solltest du alleine sein, musst du 375 CAD zahlen. Neben dem Equipment ist auch ein leckeres Sandwich, Snacks und Wasser im Preise inbegriffen. Oder du bringst deine eigene Angel mit, solltest du eine besitzen. Wichtig ist allerdings, dass du dir vorher eine Angellizenz für British Columbia besorgst.

Reiten durch den tiefen Wald vorbei an frischen Bärenspuren

Selbst wenn du keine Erfahrung im Umgang mit Pferden hast, kannst du einen Ausritt durch den Wells Gray Provincial Park unternehmen. Ursula and Matt Johnston bieten auf ihrer Battle Mountain Ranch gleich mehrere Ritte an, von zwei Stunden bis hin zu richtigen Tagesritten bei denen du auch zeltest. Wir hatten leider nicht ganz so viel Zeit, weshalb wir uns für den kürzesten Ausritt entschieden haben, an dem auch Anfänger teilnehmen können.

Bei diesem wird nur Schritt geritten und es geht durch den dichten Wald des Parks bis hin zum Hemp Creek, wo du eine geniale Aussicht auf die Schlucht und einen kleinen Wasserfall hast. Die Pferde sind allesamt sehr brav, es wird Western geritten und bevor es losgeht, bekommst du auch eine kleine Reiteinweisung. Reithelme, echte Cowboystiefel und Regenjacken kannst du dir vor Ort umsonst ausleihen, während der zwei-stündige Ritt 90 CAD pro Person kostet.

Wir sind bei unserem Ausritt an einigen Kratzspuren vorbei gekommen, die Bären mit ihren riesigen Tatzen und Krallen in die Bäume gerissen haben – richtig krass! Bei manchen Ritten begegnet man wohl auch Bären, auch wenn die Guides versuchen eine solche Begegnung zu vermeiden. Wenn du wie wir schon ein erfahrener Reiter bist und etwas mehr Zeit mitbringst, solltest du unbedingt einen Ganz-Tages-Ritt oder sogar den mehrtägigen Ritt unternehmen, bei dem noch tiefer in den Park und auch etwas schneller geritten wird!

 

Rafting auf dem Clearwater River

Etwas adrenalinreicher geht es hingegen beim Rafting auf dem Clearwater River zu. Der wohl bekannteste und älteste Anbieter für dieses Abenteuer ist Interior Whitewater Expeditions, der gleich mehrere Trips von unterschiedlicher Länge und mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad anbietet. Wir haben zum Beispiel den Trip „Ready Set Go” mitgemacht und auch wenn es “nur” Level 2 Rafting ist, hatten wir super viel Spaß und sind auch ordentlich nass geworden.

Denn auch hier kommst du teilweise durch krasse Strömungen und Wellen und paddelst vorbei an wunderschöner Natur. Unsere Guides waren wirklich richtig cool drauf und auch wenn es nicht ganz so extrem war, wie unsere Rafting-Abenteuer in Ecuador oder Costa Rica, kann ich dir diesen Trip auf jeden Fall empfehlen! Wir haben am Ende sogar einen Schwarzbär von unserem Raft aus beobachten können, der nur fünf Meter von uns am Ufer entlang streifte – der Hammer!

Dieser Rafting-Trip kostet 115 CAD pro Person (zzgl. Tax), startet täglich um 10 oder um 14 Uhr und dauert um die vier Stunden. Fürs Equipment und für einen kleinen Snack zwischendurch ist natürlich gesorgt!

 

Kanufahren und Zelten

Leider haben wir uns eine kleinen Erkältung zugezogen und es selbst deshalb nicht geschafft, aber du kannst im Wells Grey Provincial Park auch ein cooles Kanuabenteuer samt Zelten unternehmen – ähnlich wie unsere Kanutour auf dem Athabasca River in Alberta. Hierbei paddelst du über den wunderschönen Clearwater und Azure Lake und schlägst abends dein Zelt auf dem Rainbow Lake Campground auf.

Das Equipment und die nötigen Infos dazu bekommst du von den Leuten bei Clearwater Lake Tours. Wenn du etwas mehr Zeit hast, kannst du rund um den Rainbow Lake Campground auch wandern gehen und zum Beispiel hoch auf einen der umliegenden Berge laufen und die atemberaubende Aussicht über den Park und die Seen von hoch oben genießen.

British Columbia Rundreise: Von Clearwater nach Whistler

Nach deiner abenteuerreichen Zeit im Wells Gray Provincial Park rund um Clearwater heißt es nun wieder ab ins Auto und zurück Richtung Vancouver. Bevor du dich allerdings ins Großstadtgetümmel stürzt, solltest du noch einen kleinen Stopp in Whistler einlegen, entweder wirklich nur für ein paar Stunden oder gleich für ein paar Tage, je nachdem, was dein Zeitplan zulässt.

Von Clearwater nach Whistler sind es etwas über 420 Kilometer, für die du mindestens fünf Stunden benötigst. Entweder fährst du wie auf dem Hinweg über Kamloops oder du nimmst einen neuen Weg und fährst über Bridge und Sheridan Lake – die Kilometeranzahl ist jeweils die selbe. Der erste Teil der Strecke führt wieder durch Prärie-Landschaften und teilweise kommst du dir vor wie im wilden Westen Amerikas.

Leg auf jeden Fall einen Halt beim Seton Lake kurz hinter Lillooet ein. Hier kannst du ein paar Meter einen Hügel direkt neben der Hauptstraße hochlaufen und hast eine geniale Aussicht auf den See und die dahinter liegenden Berge. Damit du diesen Punkt leichter findest, habe ich hier die Google Koordinaten für dich eingespeichert. Und um noch sicherer zu gehen, findest du hier eine Beschreibung zum Aussichtspunkt auf Englisch.

Kurz nach Lillooet fährst du in die Berge rein und die Landschaft ändert sich schlagartig: Es ist wild, grün und erinnert an die Rockies. Du kommst an mehreren Seen vorbei und hast immer wieder geniale Aussichten. Wenn du wie wir im September unterwegs bist, liegt auf den Gipfeln der umliegenden Bergen eventuell schon Schnee – megacool!

Whistler selbst ist eine supergemütliche, kleine Stadt direkt an zwei wunderschönen Seen, umgeben von Bergen und voller junger Leute, die die Natur und das Abenteuer lieben. Entweder begegnen sie dir mit einem Skateboard in der Hand oder auf einem Mountainbike, aber auf jeden Fall mit einem Beenie auf dem Kopf. Line und ich haben uns hier sofort wohlgefühlt und sind spontan zwei Nächte geblieben!

Gemütlich übernachten in Whistler

Whistler ist ein ziemlich touristischer Ort, was vor allem an der Nähe zu Vancouver und den vielen Outdoor-Angeboten liegt. Gerade im Winter zieht es hier viele Leute zum Skifahren und Snowboarden hin, während du im Sommer Mountainbiken oder Wandern kannst. Dementsprechend findest du in Whistler eine große Auswahl an tollen Hotels und gerade im September, zur Nebensaison, kannst du hier ein paar echte Schnäppchen ergattern.

Wir haben uns kurzerhand zwei Nächte im Four Seasons* gegönnt und “nur” 120 Euro pro Nacht gezahlt, was echt nicht viel ist für Kanada. Zum Vergleich: Die meisten B&Bs in Clearwater haben mindestens 160 Euro die Nacht gekostet, waren furchtbar unmodern eingerichtet und ziemlich alt. Unser Zimmer im Four Seasons war hingegen supergemütlich und riesengroß, das Bett eines der bequemsten, in dem ich je gelegen habe, und auch wenn es ein eher großes 5-Sterne-Hotel bzw. fast schon ein Resort ist, worauf ich eigentlich nicht wirklich stehe, habe ich mich hier richtig wohlgefühlt.

 

Der beste Kaffe, geniales Gebäck und leckeres Sushi

Das Coole an Whistler sind nicht nur die Leute, sondern auch der Fakt, dass du hier richtig guten Kaffee bekommst! Ein cooler kleiner Speciality Coffee Shop ist die Mount Currie Coffee Company im Stadtzentrum. Hier hängen zudem Bilder einer lokalen Künstlerin an der Wand, die wir so cool fanden, dass wir gleich eins gekauft und mit nach Hause genommen haben.

Ebenfalls guten Kaffee und noch besseres Gepäck bekommst du bei Purebread. Die riesige Theke bietet von süßen Kuchen bis hin zu lecker belegten Sandwiches wirklich alles und ist sogar so erfolgreich, dass es mittlerweile auch einen Laden in Vancouver gibt.

Fürs Abendessen kann ich dir Nagomi Sushi empfehlen. Die Auswahl ist riesig, das Sushi lecker und die Preise wirklich voll in Ordnung! Wir haben hier zu zweit richtig viel gegessen und umgerechnet 30 Euro ausgegeben.

Tipp: Nebenan befindet sich übrigens eine coole Bar, in der abends gerne die Mountainbiker und Snowboarder abhängen!

British Columbia Rundreise: Von Whistler zurück nach Vancouver

Von Whistler geht deine Rundreise durch British Columbia weiter und leider auch schon aufs Ende zu: Die letzte Strecke führt dich zurück nach Vancouver. Es sind noch einmal knapp 120 Kilometer, die du in 1,5 Stunden zurücklegst. Dabei kommst du am kleinen Örtchen Sqamisch vorbei, der ebenfalls für sein riesiges Outdoor-Angebot bekannt ist, und fährst später entlang der Küste – eine wunderschöne Strecke!

Übernachten in Vancouver

Wir sind gleich zum Flughafen gefahren, um unseren Wrangler abzugeben, und haben uns hier für die letzte Nacht ins Flughafenhotel einquartiert. Das Fairmont Vancouver Airport* befindet sich wirklich unmittelbar am Flughafen und von deinem Zimmer schaust du direkt auf die Start- und Landebahn – ziemlich cool, wie ich finde! Der Eingang des Hotels befindet sich tatsächlich direkt im Terminal, sodass du es zum Gate nicht mehr weit hast.

Auch hier ist das Bett wieder superbequem, der Service natürlich richtig gut und auch das Frühstücksbuffet lecker. Außerdem kommst du mit der Bahn schnell und günstig in die Stadt. Die Canada Line fährt alle paar Minuten und braucht zum Beispiel bis nach Downtown nur 30 Minuten.

Diese Bilder aus Vancouver sind übrigens alle mit dem HUAWEI P10 Plus entstanden. Neben der Leica Dual-Kamera 2.0 sorgt vor allem auch der Bokeh-Effekt dafür, dass sie so megacool geworden sind! (Vielen Dank an HUAWEI für die Zusendung des Smartphones!)

Ein paar Tipps für Vancouver

Vancouver bietet ein paar coole Spots, ehrlich gesagt hat mir die Stadt aber nicht so gut gefallen. Vielleicht liegt es daran, dass Vancouver einen so guten Ruf hat und oftmals als eine der lebenswertesten Städte gerankt wird, sodass meine Erwartungen entsprechend hoch waren. Die Stadt an sich, also Downtown, hat mir allerdings gar nicht gefallen. Sehr erschrocken war ich über die hohe Anzahl an Obdachlosen und den vielen Drogenabhängigen, die sich sogar vor dir auf der Straße einen Schuss geben. Gerade in Gastown ist es besonders schlimm und überall riecht es nach Marijuana.

Ich denke, was die Stadt so lebenswert macht, ist ihre geniale Lage und diese unglaublich geile Natur direkt vor der Haustür. Du kannst in Vancouver zum Beispiel Kajaken gehen oder dir an warmen Tagen ein SUP-Board ausleihen und dir die Skyline der Stadt mit ihren umliegenden Bergen vom Wasser aus ansehen. Oder du unternimmst einen Ausflug zum Lynn Canyon, wo dich neben Wanderwegen und dichtem Regenwald auch eine coole Hängebrücke erwartet.

Solltest du nicht ganz so viel Zeit haben, dir Vancouver aber auf jeden Fall anschauen wollen, dann findest du trotz der vielen Obdachlosen und Junkies ein paar coole Ecken in Gastown. Fahr zum Beispiel hoch zum Vancouver Lookout, von wo aus du eine geniale Rundumsicht auf die Stadt hast, und hol dir einen leckeren Flat White bei den Baristas von Revolver. Nicht weit von hier bekommst du bei Meat & Bread richtig geile Sandwiches und für einen guten Burger, auch wenn es eine Fastfood-Kette ist, kann ich dir wie immer Five Guys empfehlen.

Eine British Columbia Rundreise ist ein geniales Abenteuer!

British Columbia bietet nicht nur Berge und Gletscherseen, sondern auch das Meer und atemberaubende Fjorde – und genau aus diesem Grund lohnt sich ein Roadtrip durch diese Provinz Kanadas! Neben coolen Wanderungen, atemberaubenden Wasserfällen, adrenalinreichen Raftingtouren, leckerem Kaffee und coolen Leuten wartet hier vor allem ein ganz besonderes Abenteuer auf dich: Kajaken mit Walen, bei dem du mit ein bisschen Glück sogar auf Orcas triffst!

Lesetipp: Wenn du deine Rundreise durch BC mit Alberta verbinden willst, haben wir in diesem Beitrag die besten Tipps für einen Roadtrip durch Alberta für dich!

Hast du sonst noch Tipps für uns? Was was waren deine Highlights auf deiner British Columbia Rundreise? Her damit!

*Disclaimer: Vielen Dank an Destination BC für die Unterstützung dieser Reise und die Möglickeit, all diese unvergesslichen Abenteuer erleben zu dürfen!

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