Alles, was du wissen musst, um deine Fahrradtour zu planen!

frau auf fahrrad vor bergen in österreich

Fahrradtour planen: Mit diesen Tipps steht deinem Radabenteuer nichts mehr im Wege!

Du spürst die Sonne auf deinem Gesicht und hörst das Rauschen des kleinen Bachs, der sich neben dir einen Weg durch die unberührte Landschaft des kleinen Tals schlängelt. Mit jedem Tritt in die Pedale deines Fahrrads verändert sich dein Blickwinkel und du lernst die Natur um dich herum aus einer komplett neuen Perspektive kennen. Dabei rückt die Zivilisation genau wie dein Zeitgefühl in weite Ferne und dein Abenteuerherz schlägt im Takt deiner Pedaltritte!

Egal, ob du dich für wenige Stunden oder mehrere Tage auf die Radwege dieser Welt verabschiedest, das Gefühl der unendlichen Freiheit, das es so nur auf dem Sattel deines Fahrrads gibt, macht süchtig! Damit du deinen Freiheitsdurst ausgiebig stillen kannst, findest du in diesem Beitrag jede Menge Tipps und Informationen zur perfekten Vorbereitung für deine nächste Radreise. 

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sebastian canaves
Sebastian Canaves
19. Juli 2020
Als Reiseblogger kenne ich mich gut mit der Planung von Abenteuern aus und weiß, worauf bei der Wahl der richtigen Ausrüstung zu achten ist. Auch fürs Radfahren habe ich einige Tipps parat!
Eine Radreise ist im Prinzip ein Roadtrip mit dem Fahrrad: Du bist meist alleine oder mit einer kleinen Gruppe in der Natur unterwegs. Damit dein Abenteuer kein vorschnelles Ende findet, ist es wichtig, dass du dich vom passenden Fahrrad, über praktische Kleidung bis hin zum Werkzeug-Set richtig ausrüstest. Was du wirklich brauchst, erfährst du jetzt!

Das richtige Fahrrad für deine Radreise

Nicht jedes Fahrrad ist für jede Tour geeignet. Citybikes, Trekkingbikes und Mountainbikes haben jeweils unterschiedliche Eigenschaften, die perfekt auf bestimmte Umstände, wie Wegbeläge oder Steigungen zugeschnitten sind. Außerdem gibt es natürlich jede Fahrradvariante mittlerweile als E-Bike, was seine ganz eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringt.

1. Das Citybike

Wie der Name schon sagt, ist ein Citybike perfekt für den Alltag in der Stadt, oder auch auf dem Land gemacht. Dafür sorgt schon allein der ergonomische Rahmen mit einem oft sehr tiefen Einstieg sowie der breite Sattel: Darauf sitzt du um einiges aufrechter und bequemer als beispielsweise auf einem Mountainbike. Gebremst wird auf dem Stadtfahrrad mit einer Felgenbremse am Vorderrad und nicht selten mit der guten alten Rücktrittbremse.

Um dich im Alltag zu unterstützen, ist dein Citybike meist serienmäßig mit einem Ständer, Gepäckträger, Kettenschutz und Schutzblechen ausgerüstet. Außerdem sind die Stadträder von Haus aus mit Klingel, Lichtern und Reflektoren gemäß der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) ausgestattet und bringen dich sicher von deiner Wohnung ins Büro, zu deinen Freunden oder zum Einkaufen! Für die meist ebenen Strecken, die du dabei zurücklegst, reicht eine Nabenschaltung mit bis zu 7 Gängen vollkommen aus – ihr Vorteil: Langlebigkeit im Vergleich zur Kettenschaltung! 

Das Citybike im Überblick:

Geeignet für: Alltagsfahrten auf Straßenbelägen
Vorteile: Praktische Ausstattung, langlebige Bauteile, bequem, gemäß StVZO ausgerüstet
Nachteile: hohes Gewicht, ungeeignet für unbefestigte Wege

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2. Das Trekkingrad

Das Trekkingrad ist ein superflexibles Fahrrad, das dich in vielen verschiedenen Situationen begleitet. Zum einen hat es mit Klingel, Reflektoren und Lichtern sowie einem breiten Sattel die Verkehrssicherheit und den Komfort eines Citybikes, zum anderen ist es jedoch mit einem leichteren Rahmen, einer Kettenschaltung mit meist 21 Gängen, breiteren Reifen sowie Scheiben- und Felgenbremsen um einiges sportlicher!

Besonders cool ist, dass du beim Trekkingrad auf einen Gepäckträger nicht verzichten musst. In Kombination mit den richtigen Packtaschen ist das Bike ideal für längere Radtouren geeignet. Außerdem praktisch: Trekkingräder gibt es in verschiedenen Ausführungen, was den Rahmen betrifft. Du hast die Wahl zwischen einem tiefen Einstieg, einem Trapezrahmen oder dem klassischen Diamantrahmen! Wenn du oft in unebenem Gelände unterwegs bist, lohnt es sich in einen vollgefederten Rahmen zu investieren. 

Das Trekkingrad im Überblick:

Geeignet für: Alltagsfahrten in der Stadt, Freizeittouren im Gelände, Asphalt, Forstwege & Schotter
Vorteile: Verkehrssichere & praktische Ausstattung, hoher Komfort, sportliche Gangschaltung und Bremse, geeignet für viele verschiedene Beläge
Nachteile: Nicht geeignet für extreme Single Trails oder Fahrten durchs Gelände

3. Mountainbikes

Die Bezeichnung Mountainbike fasst eine Gruppe verschiedener sportlicher Fahrradtypen zusammen, die einige Eigenschaften gemeinsam haben, allen voran die Geländetauglichkeit. Ein spezieller kleiner, leichter Rahmen sorgt in Kombination mit breiten, großen Reifen für Fahrstabilität auf unbefestigten Untergründen und bei hoher Geschwindigkeit. Auf dem harten schmalen Sattel sitzt du in einer vorgebeugten, aerodynamischen Haltung. Dank Front- oder Vollfederung sind Fahrten durch holpriges Gelände und Sprünge kein Problem.

Generell gilt ein Mountainbike nicht als Verkehrsmittel, sondern als Sportgerät. Das bedeutet: Keine Lichter, keine Reflektoren und keine Klingel. Außerdem musst du auf einen Kettenschutz, Gepäckträger, Schutzbleche und einen Ständer verzichten. Dafür wird bei dem sportlichen Offroadbike auf Scheibenbremse und eine Kettenschaltung gesetzt!

Zu den unterschiedlichen Mountainbike-Typen gehören:

  • Tourenbikes: Leistungsstarkes Bike für Cross-Country-Strecken
  • Enduro Bikes: Für steile und besonders unebene Wege
  • Freerider: Reines Sportbike für Wettkämpfe und Shows
  • Downhill Bike: Für steile schnelle Abfahrten
  • Fatbike: Perfekt auf Sand, Schlamm oder Schnee 

Mountainbikes im Überblick:

Geeignet für: Freizeittouren und Sport
Vorteile: Hohe Fahrstabilität im Gelände, leichter Rahmen, Federung, aerodynamische Haltung für maximale Geschwindigkeit
Nachteile: Nicht sicher im Straßenverkehr, Asphaltfahrten eher mühsam, keine Möglichkeit Gepäck zu transportieren

4. Das E-Bike

Das E-Bike als eigenständigen Fahrradtypen gibt es genau genommen nicht. Stattdessen ist ein E-Bike eine Variante, die es von fast allen Fahrradtypen gibt. Egal, ob du dich für ein Citybike, ein Trekkingrad oder ein Mountainbike entscheidest, alle diese Fahrräder gibt es mittlerweile auch in der elektrischen Ausführung.

Der Motor unterstützt dich nicht nur, wenn dir auf weiten und bergigen Strecken die Luft ausgeht, sondern sorgt außerdem für einen besonders gelenkschonenden Tritt in die Pedale. Durch den Akku und die elektronischen Betriebsteile ist ein E-Bike im Vergleich zu einem herkömmlichen Fahrrad jedoch sehr schwer, sodass das Fahren ohne Motor anstrengender ist. Zudem musst du mit höheren Anschaffungskosten rechnen und natürlich immer an dein Ladegerät denken.

In der Reisevorbereitung solltest du zudem darauf achten deine Route so zu planen, dass du ausreichend Gelegenheit zum Aufladen des Akkus hast. Mittlerweile gibt es allerdings jede Menge e-bike-freundliche Radstrecken – besonders in Österreich sind viele der Radwege dementsprechend ausgebaut!

Je nach Fahrradtyp, sind die meisten E-Bikes sicher für den Straßenverkehr ausgerüstet und dank der Extraleistung ist das Aufpacken von großen Fahrradtaschen kein Problem.

Für ein E-Bike, das dich lediglich mit einem elektronischen Hilfsmotor beim Fahrradfahren unterstützt – einem sogenannten Pedelec – brauchst du keinen Führerschein und keine Versicherung. Anders sieht das mit Elektro-Fahrrädern aus, die auch ohne Treten gefahren werden können. Dafür benötigst du eine Betriebserlaubnis beziehungsweise einen Führerschein der Klasse M sowie eine Versicherung. 

E-Bikes im Überblick:

Geeignet für: Alltagsfahrten und Freizeittouren
Vorteile: Lange & anspruchsvolle Touren fallen leichter, schweres Gepäck ist kein Problem, gelenkschonendes Fahrradfahren
Nachteile: Schwer, hohe Kosten, hoher Aufwand (Akkuladung, Ladegeräte mitnehmen), je nach E-Bike-Typ wird eine Fahrerlaubnis und Versicherung benötigt

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EXTRA: Leih dir ein Fahrrad aus!

Falls du dich nicht auf ein Fahrrad festlegen willst oder eine längere Radtour erst einmal ausprobieren möchtest, ohne gleich in ein eigenes Fahrrad zu investieren, ist ein Leihrad perfekt für dich: Neben den handlichen Verleihstationen im Selbstbedienungsstyle, die es mittlerweile in vielen größeren Städten gibt, findest du in jeder Radregion mindestens einen Verleihladen.

Insbesondere Österreich bietet dir zahlreiche Möglichkeiten, hochwertige Bikes direkt vor Ort auszuleihen. Neben einer leichteren und unkomplizierteren Anreise hast du dadurch außerdem die Chance verschiedene Fahrradtypen auf unterschiedlichen Wegen zu testen, sodass du bei einem späteren Kauf genau weißt, was für dich am besten funktioniert! 

Unsere Fahrräder von KTM

Wir haben für unsere Radabenteuer in Österreich zwei elektronische Trekkingbikes von KTM zur Verfügung gestellt bekommen und waren von den Rädern begeistert! Dank des Motors kannst du selbst längere Etappen oder Anstiege problemlos meistern, während die gute Federung dafür sorgt, dass du auch auf Schotter und unebenen Strecken gemütlich radelst. Die Fahrräder bieten zudem genügend Möglichkeiten, um Gepäck zu transportieren, lassen sich einfach schalten und sehen noch dazu schick aus!

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Die richtige Ausrüstung für deine Fahrradtour

Sobald du das passende Fahrrad für dich und deine Radabenteuer gefunden hast, gibt es noch einige weitere Dinge, die auf deinen Radreisen nicht fehlen dürfen. Neben praktischem und notwendigem Equipment für dein Bike gehört dazu unter anderem die richtige Kleidung!

1. Diese Sachen gehören während deiner Radtour aufs Fahrrad

  • Radtaschen: Welche Radtaschen für dich und dein Rad am meisten Sinn machen, hängt in erster Linie von deiner geplanten Fahrradtour und der Menge an Gepäck ab: Während du auf einer Tagestour mit einer kleinen Rahmentasche oder gegebenenfalls einem kleinen Rucksack auf dem Rücken ausreichend Stauraum hast, greifst du auf einer mehrtägigen Tour am besten zu Gepäckträger- und Vorderradstaschen. Für Fahrräder ohne Gepäckträger bieten dir Lenker- und Satteltaschen sowie ein geräumiger Bikepack viel Platz.

  • Luftpumpe: Eine Fahrradpumpe gehört zur Grundausrüstung auf deiner Tour. Neben einer herkömmlichen Handpumpe, die am Rahmen deines Fahrrads befestigt wird, hast du von kleinen Fußpumpen bis hin zu Elektropumpen die Wahl zwischen unterschiedlichen Modellen.

  • Trinkflasche und Halter: Damit du unterwegs ausreichend trinken kannst, solltest du dich für eine leichte Trinkflasche entscheiden. Der Halter dafür sollte an einer für dich gut erreichbaren Stelle am Fahrrad angebracht werden.

  • Tacho/Fahrradcomputer: Dein Fahrradcomputer versorgt dich unterwegs mit vielen wichtigen Daten wie deiner Geschwindigkeit sowie den zurückgelegten Kilometern und den Höhenunterschieden. Besonders bei langen Touren in abgelegenen Regionen oder in den Alpen ist ein Gerät mit integriertem GPS praktisch.

  • Werkzeug-Set: Welches Werkzeug du für den Notfall im Gepäck haben solltest, hängt von der Art und Dauer deiner Radreise ab. Während bei kleineren Reisen Flickzeug, Ersatzschlauch, ein Multitool und Kabelbinder ausreichen, gehören auf längeren Touren unter anderem Kettenfett, Isolierband und Ersatzbremsbeläge in dein Set.

  • Fahrradschloss: Nicht nur für Nächte außerhalb eines gesicherten Fahrradkellers ist ein gutes Schloss ein Muss, sondern zudem für Pausen unterwegs. Am sichersten ist ein Bügelschloss aus gehärtetem Stahl.

  • Ladegerät für E-Bikes: Wenn du mit dem E-Bike unterwegs bist, gehört dein Ladegerät natürlich immer in deine Tasche. Bei älteren Modellen oder sehr weiten Touren lohnt es sich zudem einen Zweitakku einzupacken.

  • Extra-Tipp: Um Kettenfett und Öl nach einer Reparatur schnell und einfach von deinen Händen zu entfernen, lohnt es sich eine kleine Tube Handreiniger dabei zu haben. 

2. Die richtige Kleidung für deine Fahrradtour

Wie für viele anderen Abenteuer in der Natur kleidest du dich auch auf deiner Radtour am besten in atmungsaktiver Funktionskleidung. Da es beim Fahrrad aufs Gewicht ankommt, solltest du leichte Kleidungsstücke wählen und dich im Zwiebellook anziehen – so bist du auf alle Wetterlagen perfekt vorbereitet! 

An diese Sachen solltest du beim Packen für deine Radtour denken:

  • Radkleidung: Wähle atmungsaktive und wetterfeste Kleidung je nach Jahreszeit. Auf längeren Touren sorgt eine gepolsterte Hose für mehr Komfort auf dem Sattel. Am besten sind Kleidungsstücke in hellen und auffälligen Farben oder mit speziellen Reflektordrucken, sodass du auf deinem Rad auch bei schlechten Sichtverhältnissen gesehen wirst.

  • Handschuhe: Handschuhe schützen deine Finger bei niedrigeren Temperaturen nicht nur vor Kälte, sondern verbessern deine Grifffestigkeit, dämpfen Stöße ab und schützen Handflächen und Finger im Falle eines Sturzes.

  • Schuhe: Wie bei der Kleidung solltest du bei deinen Schuhen ebenfalls aufs Gewicht achten: Perfekt für Touren aller Art sind leichte Schuhe mit einer festen Sohle.

  • Helm: Ein Helm ist auf deiner Fahrradtour Pflicht! Für maximalen Schutz wählst du deinen Helm nach der Art deiner Radtour aus. Generell solltest du beim Kauf darauf achten, dass der Helm ein TÜV/GS-Prüfsiegel hat und mit dem sogenannten In-Mold-Verfahren, das für besonders hohe Stabilität sorgt, hergestellt wurde. Zudem sollte dein Helm perfekt passen und für ausreichend Ventilation sorgen. Im Sommer lohnt es sich für längere Pausen noch eine zusätzliche Kopfbedeckung als Sonnenschutz dabei zu haben.


Wichtig:
Dein Helm muss nach JEDEM Sturz ersetzt werden, selbst wenn er keinen äußerlichen Schaden erlitten hat!

Pack deinen Reisepass ein!

Viele Fernradwege führen durch mehrere Länder oder entlang Grenzen, die du immer wieder überquerst, wie beispielsweise der Iron Curtain Trail. Für solche grenzüberschreitenden Radwege solltest du neben deinem Personalausweis am besten auch deinen Reisepass mitnehmen.

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3. Im Rucksack und in der Radtasche

Falls du auf mehrtägigen Touren in Unterkünften wie Hotels oder Pensionen übernachtest, musst du neben deiner Klamotten und der bereits erwähnten Ausrüstung nur noch an ein Erste-Hilfe-Set für unterwegs, deinen Kulturbeutel sowie persönliche Dinge, wie beispielsweise Medikamente oder Kontaktlinsen, denken. Wenn du deine Nächte lieber im Freien auf Zelt- oder Biwakplätzen verbringst, benötigst du natürlich weitere Ausrüstung – dazu gehört: 

Diese Ausrüstung benötigst du für eine Fahrradtour mit Zelt:

  • Leichtes und kompaktes Zelt (oder Biwaksack)
  • Isomatte
  • Schlafsack
  • Stirnlampe
  • Gaskocher & Kochuntensilien
  • Feuerzeug oder Streichhölzer
  • Lebensmittel in Rationen: Du solltest ausreichend Trinkwasser und Nahrungsmittel haben, allerdings dennoch leicht bepackt sein.
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So planst du deine Fahrradtour richtig

1. Wähle die richtige Strecke

Sobald du dich entschieden hast in welches Land oder durch welche Region dich deine Radreise führen soll, geht es an die Detailplanung deiner Strecke. Dabei sollten deine körperliche Fitness, deine Radfahrerfahrung und die Eigenschaften deines Fahrrads immer im Mittelpunkt stehen. Es gilt: Sei ehrlich zu dir selbst und plane realistisch!

Falls du dich auf deine erste mehrtägige Radtour vorbereitest, entscheide dich für eine leicht fahrbare Route auf befestigten Wegen. Wenn du zu den erfahrenen Radreisenden gehörst, suchst du dir eine Strecke, die dich mit Steigungen und vielleicht sogar einigen Downhill Trails in den Nervenkitzel führt.

Für die meisten Radwege gibt es jede Menge Informationen im Internet. Insbesondere für Radfahrregionen und Länder, wie zum Beispiel Österreich, hast du bereits in der Planungsphase die Möglichkeit genaue Details der Strecke in Erfahrung zu bringen. Achte dabei besonders auf die folgenden Streckeneigenschaften:

Länge und Höhenunterschied

Wie lang deine Strecke sein sollte, hängt zum einen von deiner Kondition, allerdings auch von deiner verfügbaren Zeit ab. Generell ist es eine gute Idee, insbesondere bei längeren Touren mehrere Puffertage einzuplanen. So kommst du bei Pannen, schlechtem Wetter oder anderen Zwischenfällen nicht unter Zeitdruck!

Die Höhenunterschiede, die dich auf einer Radreise erwarten, sind in den meisten Fällen ein gutes Merkmal für die erforderliche Kondition. Je mehr Höhenmeter du hinter dich bringen musst, desto steiler sind die Anstiege und Gefälle und desto mehr Können, Ausdauer und Erfahrung brauchst du, um die Strecke sicher zu befahren.

Beläge und Beschaffenheit

Der Belag und die Beschaffenheit eines Radweges gibt deiner Tour ihren Charakter. Während du auf asphaltierten und gut ausgebauten Wegen gemütlich fährst und die Landschaft dabei in Ruhe genießt, geht es auf schmalen Schotter- oder Erdpisten um einiges rasanter zu. Letzteres erfordert mehr Erfahrung und Können sowie eine höhere Konzentration.

Achte darauf, dass der fahrbare Untergrund und der Zustand deiner Strecke nicht nur zu dir und deinen Fähigkeiten als Radfahrer passt, sondern außerdem zu deinem Bike: Zu anspruchsvollen Schotterstrecken, wie beispielsweise dem Salzkammergut BergeSeen Trail in Österreich, solltest du nur auf dem Sattel eines Mountainbikes aufbrechen. Auf besser ausgebauten und größtenteils asphaltierten Straßen bist du hingegen mit einem Trekkingrad und manchmal sogar mit einem Citybike bestens ausgerüstet.

Reisezeit

Bei vielen Radwegen, besonders in den Bergen, spielt die Jahreszeit bei der Wahl deiner Strecke eine große Rolle: So sind einige Routen durch die Alpen beispielsweise im Winter wegen Schneefall entweder komplett gesperrt oder nur teilweise befahrbar.

Die beste Reisezeit für eine Radreise ist generell zwischen Frühjahr und Herbst. Falls du jedoch im Sommer unterwegs bist, solltest du bei hohen Temperaturen mehrer Pausen einplanen. Am meisten Spaß macht im Sommer eine Radreise, bei der du an Bächen, Flüssen und Seen vorbeikommst, in denen du dich zwischendurch abkühlen kannst – und gerade in Österreich findest du viele solcher Radwege wie beispielsweise die Große Kärntner Seenschleife! 

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Sonstige Besonderheiten

Mach dir außerdem Gedanken, wie du an den Start deiner Radroute kommst: Besonders praktisch sind Rundtouren, bei denen du deinen Startort frei wählen kannst. Viele Radwege sind zudem gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, dabei entfallen Suche und Gebühren für einen Parkplatz.

Tipp: Falls du zum ersten Mal auf einer längeren Route in einer dir unbekannten Gegend unterwegs bist, checke im Vorfeld ab, welche Stationen für den Notfall ans örtliche Zug- oder Busnetz angeschlossen sind. 

2. Die passenden Unterkünfte finden

Überlege dir zunächst wie und wo du unterwegs deine Nächte verbringen möchtest. Während du beim Zelten meistens flexibler bist und die Natur nicht nur tagsüber, sondern auch nachts erlebst, musst du dabei allerdings jede Menge Gepäck mitschleppen.

Der Vorteil bei der Übernachtung in Unterkünften entlang deiner Route ist, dass du nicht nur auf Zelt und Schlafsack verzichten kannst, sondern zudem auch auf Kochgeschirr und Zutaten zum Kochen.

Wir empfehlen dir deine Unterkünfte wenn möglich schon im Voraus zu buchen. Die spontane Suche nach einem freien Hotelzimmer wird sonst besonders in der Hochsaison schnell stressig.

Die perfekte Radreise-Unterkunft bietet dir unter anderem die Möglichkeit, dein Fahrrad an einem sicheren Ort abzustellen. In vielen Fällen steht dir zudem das nötige Werkzeug für kleinere Reparaturen und einen kurzen Sicherheitscheck zu Verfügung.

WICHTIG: Wenn du mit dem E-Bike unterwegs bist, solltest du deine Stopps und Unterkünfte so planen, dass du deinen Akku regelmäßig aufladen kannst. In vielen Radregionen findest du aber mittlerweile auch Ladestationen, die du frei nutzen kannst – insbesondere Österreich bietet in dieser Hinsicht eine tolle Infrastruktur!

Radfreundliche Unterkünfte im österreichischen Burgenland

Im österreichischen Burgenland wurden viele der alten Kellerstöckl zu einmaligen Unterkünften entlang der Radwege durch die Weinberge umgebaut: Die kleinen, urigen Häuser liegen mitten in der Natur, dienten früher als Weinkeller und sind heute der perfekte Ort, um nach einem langen Tag auf dem Bike die Seele baumeln zu lassen!

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3. Infrastruktur

Beim Planen der genauen Route spielt zudem die Infrastruktur deiner Zielregion eine Rolle. Insbesondere wenn du als Selbstverpfleger unterwegs bist, solltest du dir schon vorab einen Überblick verschaffen, wo du Supermärkte findest und deine Strecke dementsprechend planen – vor allem, weil du auf deinem Fahrrad nur einen kleinen Essensvorrat verstauen kannst. 

Das Gleiche gilt für Hütten oder Raststätten unterwegs: In Radregionen findest du entlang der Radwege meist ein gutes Angebot an Einkehrmöglichkeiten, die nicht nur leckere Gerichte und Getränke servieren, sondern oft zudem die Möglichkeit bieten, deinen E-Bike-Akku aufzuladen oder dein Fahrrad im Pannenfall mit dem richtigen Werkzeug zu reparieren.

Cool sind außerdem Verleihstationen entlang einiger bekannter Radwege: So hast du direkt vor Ort eine große Auswahl an Fahrrädern – perfekt für längere Strecken, oder um einzelne Etappen als Tagestouren abzufahren!

Checke zudem die Beschilderung: Falls du dich für eine offiziell ausgeschilderte Route entscheidest, mach dich mit der jeweiligen Streckenmarkierung vertraut. Wenn du deine Strecke selbst planst, solltest du deinen Weg in eine Karte einzeichnen und zur Sicherheit einen Fahrradcomputer mit GPS dabei haben.

Einkehren auf deiner Radreise durch Österreich

Auf einer Radreise durch Österreich gehören insbesondere im Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark Heurigen und Buschenschänken auf deine Einkehrliste: Die kleinen Raststuben versorgen dich mit traditionellen Speisen und Wein aus eigenem Anbau – superlecker!
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Sorge für Sicherheit bei deiner Fahrradtour

Ähnlich wie vor einem Roadtrip, gehört ein Sicherheitscheck deines Bikes zur Planung deiner Fahrradtour. Besonders wenn du mit einem E-Bike unterwegs bist sowie vor längeren und anspruchsvollen Strecken lohnt es sich, diesen Check in einer Fahrradwerkstatt von einem Fachmann durchführen zu lassen.

Hinweis: Auch unterwegs solltest du dein Rad regelmäßig auf seine Verkehrssicherheit und Funktionstüchtigkeit überprüfen. 

Sauber auf Tour!

Neben einem Sicherheitscheck gehört auch eine Grundreinigung deines Fahrrads zu deinen Vorbereitungen, denn Schmutz sieht nicht nur unschön aus, sondern verschlechtert zudem die Funktionsweis von Bremse und Schaltung.

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1. Sorge für eine verkehrssichere Ausrüstung gemäß StVZO

Um sicher im Straßenverkehr und auf Radwegen zu fahren sollte dein Fahrrad mit den folgenden Dingen ausgerüstet sein:

  • Helltönende funktionierende Klingel
  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen
  • Rotes Rücklicht und weißer Frontscheinwerfer
  • Weißer Frontrückstrahler
  • Reflektoren an Speichen und Pedalen
  • Optional: Roter Rückstrahler am Sattel

2. Prüfe Reifen und Bremse

Unterwegs musst du dich auf dein Fahrrad verlassen können. Besonders wichtig sind dabei die Bremsen und die Reifen. Vor jeder Fahrradtour steht deshalb ein Bremstest an, bei dem du nicht nur checkst, ob die Bremse funktioniert, sondern zudem den Zustand der Bremsbeläge überprüfst und diese gegebenenfalls austauschst.

Nach einer kurzen Sichtprüfung der Reifen, bei der du besonders auf Risse und Abnutzung des Reifenprofils achtest, misst du den Luftdruck im Reifen: Der ideale Reifendruck hängt von der Reifengröße, dem Fahrradtyp und dem Gesamtgewicht ab. Halte dich unbedingt an die Herstellerangaben, die du entweder auf dem Reifen oder dem Schlauch findest.

3. Warte Schaltung und Kette

Die Fahrradkette ist das Herz deines Bikes und braucht viel Pflege. Vor einer längeren Tour solltest du die Kette mithilfe eines Lappens und einer Bürste von Schmutz und altem Öl befreien und anschließend eine frische Ölschicht auftragen. Weniger ist dabei mehr: Das Öl soll hauptsächlich die kleinen Gelenke deiner Kette schmieren!

Kettenschaltungen müssen regelmäßig gewartet und neu eingestellt werden. Bevor du dich in dein nächstes Radabenteuer stürzt, solltest du dich daher zunächst um deine Gangschaltung kümmern. Dazu gehört eine gründliche Reinigung sowie eine Sichtprüfung. Verbogene Teile oder kaputte Kabel solltest du unbedingt ersetzen.

Über kleine Schrauben kannst du deine Gangschaltung perfekt einstellen. Mit den beiden Schrauben (L und H) am hinteren Teil des Schaltwerks passt du die Bewegungsfreiheit an. Hier gilt: Die Schaltung braucht genug Spielraum, sollte jedoch nicht zu locker sitzen, sodass die Kette in die Speichen gelangt. Direkt über den H- und L-Schrauben findest du die B-Schraube, mit der du den Abstand zwischen der Schaltrolle und den Ritzeln einstellen kannst. Dieser sollte um die fünf Millimeter betragen.

4. Generelle Sichtprüfung

Zum Abschluss unterziehst du dein Bike noch einer gründlichen generellen Sichtprüfung. Achte dabei insbesondere auf Beschädigungen an Felgen, Rahmen, Gabel, Lenker, Vorbau und Sattelstütze. Kleine Risse oder unauffällige Brüche in diesen sogenannten tragenden Teilen führen schnell zu Stürzen!

Fallen dir defekte Stellen auf, solltest du vor dem Start deiner Fahrradtour unbedingt eine Fahrradwerkstatt aufsuchen.

5. Sicherheitscheck in der Fachwerkstatt

Ein Trip in die Fahrradwerkstatt lohnt sich vor längeren Touren generell, besonders wenn dein Fahrrad über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wurde.

Mit einem E-Bike gehören regelmäßige Wartungstermine beim Fahrradmechaniker auch ohne bevorstehende mehrtägige Touren zu Saisonbeginn und -Ende auf deine Liste: So können kleinere Mängel schnell erkannt und behoben werden, bevor größere Schäden an deinem Pedelec entstehen können. 

Reisen mit dem Fahrrad bedeutet Freiheit pur!

Es gibt unzählige Verkehrsmittel und Methoden die Welt zu entdecken, das Fahrrad steht auf dieser Liste ganz weit oben: Auf dem Fahrradsattel bist du komplett unabhängig von Fahrplänen, Öffnungszeiten oder vorgefertigten Routen. Stattdessen geht es nur um dich und deinen Reisehunger!

Egal, ob du mit dem Fahrrad deine Heimat entdeckst oder auf unbekannten Wegen mit einer neuen Gegend auf Tuchfühlung gehst, mit der richtigen Planung erlebst du die Landschaft um dich herum mit jedem Tritt in die Pedale aus einer einzigartigen Perspektive. Hinzu kommt, dass du für eine Tour in bekannten Radregionen, wie zum Beispiel dem Salzkammergut oder Kärnten in Österreich nicht viele Vorkehrungen treffen musst, sondern spontan ins Abenteuer radeln kannst – perfekt für dein nächstes Mikroabenteuer!

Warst du bereits schon einmal länger mit dem Fahrrad unterwegs? Welche Region ist deiner Meinung nach besonders fahrradgeeignet? 

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Darauf musst du bei der Planung deiner Fahrradtour achten

Sebastian Canaves
Reiseblogger, Buchautor, Abenteurer
Als Reiseblogger kenne ich mich gut mit der Planung von Abenteuern aus und weiß, worauf bei der Wahl der richtigen Ausrüstung zu achten ist. Auch fürs Radfahren habe ich einige Tipps parat!
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