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Wie Reisen zu meiner Identitätsfindung beigetragen hat

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Wer bin ich? Diese Frage stellt sich jeder mindestens einmal im Leben, wenn nicht sogar mehrere Male. Viele beantworten sie mit ihrer Herkunft: Ich bin Deutscher. Ich bin Schwede. Ich bin Südafrikaner. Die Frage wer wir sind wird also viel mehr zur Frage woher wir kommen.

Meiner Meinung nach ist das aber eine ziemlich faule Antwort, denn wirklich aussagen, wer wir sind, kann ein einziges Land oder eine einzige Kultur nicht. Und was ist schließlich mit Leuten wie mir, die in zwei Ländern aufgewachsen sind und zwei Kulturen in sich tragen? Was ist mit Leuten, die sogar drei oder noch mehr Kulturen in sich tragen?

Für mich war es immer schwer, mich dieser Frage zu stellen und eine passende Antwort zu finden. Zwar bin ich in Spanien geboren, aber meine Mutter ist Deutsche und nur mein Vater Spanier. In mir schlugen also schon immer zwei Herzen: das Spanische und das Deutsche – und das in einem ganz unterschiedlichen Rhythmus.

Erst als ich anfing zu reisen, wurde mir klar, dass ich die Antwort nicht in meinem oder dem Herkunftsland meiner Eltern finden kann, sondern viel mehr in mir selbst. In all den Kulturen, denen ich begegne und in dem, was ich erlebe und erlebt habe. Ich begann mich also unbewusst auf eine Reise zu mir selbst, die mir am Ende meine ganz eigene Antwort auf die Frage “Wer bin ich?” schenkte.

Wie diese Antwort und mein langer Weg zur Identitätsfindung aussieht, verrate ich dir in diesem – mal wieder – sehr persönlichen Beitrag. Und wenn du mutig genug bist, dich dieser Frage ebenfalls zu stellen, wartet am Ende des Beitrags eine kleine Überraschung auf dich!

Vom Heimatlosen zum Weltbürger

Wie Reisen zu meiner Identitätsfindung beigetragen hat

Der Deutsche in Spanien

Blond und blauäugig. So sehe ich heute, und so sah ich auch schon als kleines Kind aus. Ich war immer der blonde Junge unter all den anderen, dunkelhaarigen Kindern. Sowohl im Kindergarten als auch später in der Schule. Denn die ersten Jahre meines Lebens verbrachte ich in Spanien, um genauer zu sein auf Mallorca. Ich ging wie jedes andere Kind in den örtlichen Kindergarten und kam mit 5 Jahren in die Schule.

Ich war doch eigentlich wie alle anderen, dachte ich. Ich war genauso wie sie in Spanien geboren und sprach ganz normal Mallorquinisch, und doch gehörte ich nicht dazu. Ich war immer irgendwie der Außenseiter, andere sprachen hinter meinem Rücken über mich, lachten mich aus oder machten Witze. Als kleines Kind habe ich das nie wirklich verstanden. Welches Kind tut das schon?

Heute weiß ich, dass es gar nicht die Kinder selbst waren, die dachten, dass ich anders war. Vielmehr waren es die Eltern, die ihre Gedanken in die Köpfe ihrer Kinder gepflanzt und somit ihre Ideologie weitergegeben hatten – schrecklich!

Ich wusste oder besser merkte, dass ich in gewisser Weise anders war als die anderen. Dass ich vielleicht nicht ganz so spanisch war wie sie. Denn für sie war ich immer der Deutsche. Der blonde, blauäugige Junge aus Deutschland.

Ich konnte zum Beispiel nie mitreden, wenn mal wieder über die neueste Simpsons Folge von gestern gesprochen wurde, weil wir zuhause kein spanisches, sondern deutsches Fernsehen hatten und auf Pro7 andere Folgen liefen als auf den spanischen Sendern. Und das ging mir auch bei vielen anderen Sachen so.

Ich fand einfach keinen Anschluss und fühlte mich fremd. Fremd unter den anderen Kindern. Fremd in meiner eigenen Heimat.

Ein Teil in mir sehnte sich nach einem richtigen Zuhause, nach einem Ort, an dem ich ganz und gar dazu gehörte.

Ich sehnte mich nach Deutschland.

Der Spanier in Deutschland

Und dieser Wunsch sollte wahr werden: Mit 14 zog meine Mutter mit mir und meinem Bruder nach Deutschland. Es ging ganz in den Süden, ins tiefste Bayern, an die Grenze Österreichs – es ging nach Freilassing.

Wir zogen in den Sommerferien um und die ersten Tage und Wochen waren wirklich super. Denn dank meiner Mutter fand ich schnell Anschluss zum Nachbarsjungen und er stelle mich all seinen Freunden vor und nahm mich immer mit, wenn sie etwas unternahmen – ziemlich cool natürlich!

Bis der Sommer dann vorbei war. Der Nachbarsjunge und ich hatten fast den ganzen Sommer mit seinen Freunden verbracht und wir waren im selben Alter und sollten auf die gleiche Schule und – was noch viel cooler war – in die gleiche Klasse kommen.

Als die Schule dann losging, verzichtete ich darauf, dass meine Mutter mich zum ersten Schultag in Deutschland bringt – das war uncool – und fuhr stattdessen mit dem Nachbarsjungen in die Schule. Ich setzte mich in der neuen Klasse automatisch neben ihn und dann kam der erste Schlag in die Fresse. Der Sitz war für seinen besten Freund in der Klasse reserviert und das war mit Sicherheit nicht ich – Autsch!

Der zweite Schock kam, als die Namen in der neuen Klasse aufgerufen wurden und mein Name nicht erwähnt wurde. Der Lehrer, Herr Moser, machte mich vorm gesamten Klassenzimmer an: Wo ich denn herkommen würde, dass ich nicht lesen könne, schließlich würde die Liste doch im Eingang aushängen und und und. Und überhaupt, was ich denn eigentlich in seiner Klasse zu suchen hätte…

Weinend und überfordert wurde ich ins Sekretariat geschickt. Ich wusste nicht, was ich machen musste. Schließlich war alles neu für mich. Es stellte sich heraus, dass sie vergessen hatten, dass ich komme. Sie hatten niemanden darauf aufmerksam gemacht, dass der kleine Sebastian gerade aus dem Ausland hergezogen war. Sie hatten es schlichtweg verpennt und mich dann zurück zu Herrn Moser geschickt, um das zu erklären. Und das war nicht schön – überhaupt nicht!

Ich versuchte meinen Hintergrund zu erklären, dass ich Spanier sei, wenig Deutsch könne und dass ich nun hier in Freilassing leben würde. Ich wurde belächelt, angemacht und aufgefordert mich in die Ecke zu setzen. Mein Nachname hatte ab sofort ein Sternchen angehängt und ich stand von nun an auf dem Kieker von Herrn Moser. Und das sollte sich nicht ändern. Dieser Mann hat mir die Monate darauf das Leben zur Hölle gemacht.

Nach dem ersten Schultag ging ich nach Hause, rief meine Mutter an und sagte ihr, dass ich wieder weg wolle. Ich wollte nach Hause, zurück nach Mallorca. In Deutschland würde ich es nicht aushalten.

Und auch jetzt noch, während ich diese Zeilen schreibe, muss ich weinen. So weh tut diese Erfahrung und so ein großes Loch hat sie in mir hinterlassen. Ich hatte und habe in meinem Leben nie wieder so viel Hass erlebt, und eine derartige Verachtung war für mich völlig neu.

Die darauffolgenden Monate waren wirklich die Hölle für mich. Ich sah zwar aus wie ein Deutscher und sprach auch gutes Deutsch, nur konnte ich es nicht schreiben. Ich hatte in Spanien nie wirklich Deutschunterricht. Warum auch, wir planten nie nach Deutschland zu ziehen. Und nun musste ich mich – mit 14 – das erste Mal mit Begriffen wie Adjektiv, Dativ oder Relativsatz auseinandersetzen.

Ich war damit ziemlich überfordert, während meine Lehrer nicht die nötige Geduld mit sich brachten. Im Gegenteil: sie stempelten mich schnell als den Spanier ab, der kein Deutsch kann, behandelten mich nicht fair und verspotteten mich sogar vorm gesamten Klassenraum. Und zu aller Übel war ausgerechnet Herr Moser auch noch mein Deutschlehrer.

Es rieselte schnell schlechte Noten und ich verlor mehr und mehr die Motivation, mich in der Schule anzustrengen. Mein Frust wandelte sich irgendwann sogar in Aggression um und ich war nicht selten in Prügeleien verwickelt. Etwas, worauf ich heute nicht unbedingt stolz bin, aber ich wusste mich damals nicht besser zu wehren.

Ich war so wütend auf meine Lehrer, meine Klassenkameraden, und die ganze Schule. Ich war wütend auf Freilassing und Deutschland, wütend auf mich.

Warum konnte ich nicht dazu gehören? Warum konnte ich nicht Teil der anderen sein?

Mein Wunsch nach Zugehörigkeit wurde auch in Deutschland nicht erfüllt. Auch hier fühlte ich mich nicht zuhause.

Meine Zeit im Internat

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Ich bekam immer schlechtere Noten und musste sogar regelmäßig zum Aggressionsbewältigungstraining gehen, um zu lernen mit meiner Wut umzugehen.

Ich wechselte nach ein paar Monaten die Schule und ging auf eine Privatschule, auf der man besser auf mich einging. Dort absolvierte ich meinen Realschulabschluss und versuchte danach das Fachabitur zu machen – diesmal wieder auf einer öffentlichen Schule. Doch leider kamen hier wieder die selben Probleme auf und kurz bevor ich von dieser Schule fliegen sollte, zogen meine Mutter und ich einen Schlussstrich und entschlossen, dass ich aufs Internat gehen sollte.

Binnen einer Woche verließ ich die Schule, verließ Freilassing und zog in die Nähe von Osnabrück aufs Internat. Hier kannte mich niemand, kannte weder meine Geschichte oder wusste von meinen Problemen in den vorherigen Schulen.

Ich war einfach nur der Junge mit dem lustigen Nachnamen, dessen Eltern doch bestimmt Drogendealer sein müssen. Schließlich hört sich Canaves ausgesprochen fast wie Cannabis an. Noch dazu mein zweiter, deutscher Nachname Börner, und das Wortspiel war perfekt: Cannabis, voll der Börner!

Auch heute noch muss ich darüber lachen und irgendwie war es doch komisch, dass mir ausgerechnet mein Nachname auf dem Internat dazu verhalf, Fuß zu fassen.

Ich konnte ganz neu anfangen und das tat ich auch. Denn letztendlich war es meine letzte und einzige Chance, den Schulabschluss in Deutschland doch noch zu schaffen. Zum Glück hatte ich diesmal Lehrer, die mich fair behandelten, mich motivierten und mir Hilfestellung gaben.

Ich schrieb wieder gute Noten und fühlte mich das erste Mal tatsächlich zugehörig, schließlich befand sich jeder im Internat gewissermaßen in der selben Situation. Dennoch war es für mich nur ein Zuhause auf Zeit und es war klar, dass ein Internat niemals, auch nur ansatzweise, einer Heimat nahe kommen würde.

Insgesamt verbrachte ich anderthalb Jahre im Internat und schaffte es am Ende sogar ein Einser-Abi hinzulegen.

Der Europäer in Australien

Doch trotz dieses Erfolgs wollte ich einfach nur weg. Ich wollte einen Ort finden, an dem ich mich richtig wohl fühlte, an dem ich mich dazugehörige und zuhause fühlte. Und eins war klar: Ich wollte auf keinen Fall zurück nach Freilassing und auch nirgendwo anders hin in Deutschland.

Ich erzählte meiner Mutter von meinem Wunsch ins Ausland zu gehen und sie vermittelte mir einen Job bei der Außenstelle ihrer Firma in Australien.

Australien – Wow!

Sebastian Australien Uluru

Noch nie zuvor war ich so weit weg von Zuhause, einem Zuhause, das es eigentlich nicht wirklich gab. Noch dazu war ich noch nie so lange weg gewesen und so komplett auf mich allein gestellt. Ich war ziemlich aufgeregt, und gleichzeitig super glücklich!

Aber auch in Australien ließ mich die Frage nach mir selbst nicht los. Ich sprach zwar Englisch, aber mein Englisch war natürlich in keinster Weise vergleichbar mit dem Englisch eines Australiers, mal ganz abgesehen vom australischen Akzent.

Man fragte mich, woher ich denn kommen würde und ich erzählte den Leuten, dass ich in Spanien geboren und aufgewachsen, und dann später nach Deutschland gezogen sei. Dass meine Mutter Deutsche und mein Vater Spanier, und ich somit Halb-Spanier und Halb-Deutscher bin.

Dabei fiel mir auf, dass es für die Australier keinen Unterschied machte, ob ich nun Spanier oder Deutscher, oder eben beides bin. Für sie war ich einfach nur Europäer.

Europäer.

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Auf Fraser Island in Australien

Ich mochte diesen Gedanken. Diese Idee, mich nicht zwischen zwei Ländern, zwischen zwei Kulturen entscheiden zu müssen. Ich konnte beides sein und das wurde von den Australiern schlichtweg so hingenommen. Für sie war ich einfach nur ein cooler Typ aus Europa, der mehrere Sprachen sprach und für ein paar Monate zum Arbeiten und Reisen nach Australien kam.

Es war das erste Mal, dass ich mir keine großen Gedanken über meine Herkunft machen musste. Und noch viel besser: Ich wurde so akzeptiert, wie ich bin. Punkt.

Dies löste in mir ein so unglaublich befreiendes Gefühl aus, dass ich wirklich der sein konnte, der ich war. Ich musste nicht mehr krampfhaft versuchen, den anderen Kindern in Spanien mehr zu ähneln oder meinen Lehrern in Deutschland zu gefallen. Ich konnte einfach nur ich sein.

Ich war überglücklich, denn endlich hatte ich einen Ort gefunden, der mich ankommen ließ. Der mir die Möglichkeit gab, mich wie zuhause und wie einen Teil der Gesellschaft zu fühlen. Natürlich würde ich auch in Australien nie wirklich dazu gehören, schließlich war ich kein Australier, dennoch wurde ich hier mehr akzeptiert, als ich es in Spanien oder Deutschland je wurde.

Ich wurde von einer komplett anderen Kultur am anderen Ende der Welt mit offenen Armen empfangen und fand sofort Anschluss – ein unbeschreibliches Gefühl!

Ich fühlte mich in Australien so wohl, dass ich mit der Zeit immer mehr typisch australische Eigenschaften übernahm. Zum Beispiel liebe ich es bei einer Flasche Bier am Strand den Barbecue-Grill anzuschmeißen und wenn Leute mich heute auf Englisch reden hören, denken sie oftmals, ich wäre Australier. Schon irgendwie witzig.

Ein schwerer Rückschlag

Weniger witzig war dann allerdings der Unfall, den ich zum Ende meiner Zeit in Australien hatte und der mich dazu zwang, schon früher wieder zurück nach Deutschland zu fliegen. Ich wurde bei einem Überfall mit K.o.-Tropfen und einem anschließenden Autounfall so schwer verletzt, dass ich mehrere OPs durchmachen und später sogar an einer Reha-Therapie teilnehmen musste. Dieser Unfall stellte mein Leben für ein paar Jahre auf den Kopf und stellte auch die Weichen für mein jetziges Leben.

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Nur ein Teil der Wunden nach dem Unfall in Sydney

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Studium in den Niederlanden und weitere Auslandserfahrungen

Zum Glück verlief die Heilung schnell und nach knapp sechs Wochen konnte ich wieder ganz normal laufen und meine Arme und Hände nutzen. Für mich stand dann auch direkt ein neues Abenteuer an, denn ich zog fürs Studium in die Niederlanden. Insgesamt zweieinhalb Jahre verbrachte ich dort und nahm auch hier wieder etwas mit: Ich lernte fließend Niederländisch zu sprechen!

Meine nächste Station brachte mich für ein Auslandssemester nach Bulgarien. In dieser Zeit schnappte ich ein bisschen Bulgarisch auf und brachte mir das Kyrillische Alphabet bei, das ich heute noch lesen kann. Zudem reiste ich viel durch Osteuropa und fing an, erste Beiträge auf Off The Path zu veröffentlichen. Da ich mich im Deutschen aber immer noch nicht sicher fühlte, schrieb ich auf Englisch.

Ich fühlte mich immer weniger mit meiner alten Heimat Deutschland und fast noch weniger mit meinem Geburtsland Spanien verbunden. Schließlich waren es schon fast acht Jahre, seit ich von Mallorca weggezogen war und rund vier, seit ich Deutschland den Rücken kehrte.

Diese Verbundenheit wurde noch weniger, als es für mich im Anschluss für ein Praktikum nach Bangkok ging. Hier war ich sowieso nur ein Farang, ein Ausländer. Ob nun aus Spanien, Deutschland, Europa oder Australien, in Thailand ist jeder Nicht-Thai einfach nur ein Farang.

Die Frage, woher ich kam, rückte also immer mehr in den Hintergrund.

Während des Studiums

Während des Studiums

Wie das Reisen zu meiner Identitätsfindung beitrug

Stattdessen fand ich meine Identität nun mehr und mehr losgelöst von meiner Herkunft. Ich mietete mir nach meiner Zeit in Bangkok zwar eine Wohnung in Berlin, aber auch nur, weil ich mich dazu entschlossen hatte, das Reisebloggen zu meinem Beruf zu machen und so weiter durch die Welt reisen zu können. In Berlin legte ich also immer nur eine Art Zwischenstopp ein, bevor ich mich wieder auf die nächste Reise machte.

Ich merkte, wie mir das Reisen immer mehr dabei half, meine eigene Identität zu finden. Es wurde immer unwichtiger, wo ich eigentlich geboren war. Ich fühlte mich komplett frei und wurde nicht wegen meiner Herkunft verurteilt. Den Einheimischen war es meistens völlig egal, wo genau ich her kam, sie freuten sich einfach nur darüber, dass jemand anderes Interesse an ihrer Kultur und ihrem Land hat.

Ähnlich ging es mir mit all den anderen Reisenden, die ich unterwegs traf. Auch für sie war meine Herkunft kein so großes Thema. Denn letztendlich waren wir alle aus ein und dem selben Grund Reisende: wir interessierten uns für fremde Kulturen, wollten Neues erfahren, waren neugierig und hatten keine Angst vor Herausforderungen. Viel mehr war für sie spannend, welche Länder ich schon bereist und was ich alles so erlebt hatte.

Und genau dieser Punkt zeigte mir, was meine Identität wirklich ausmachte: die Kulturen, die ich auf meinen Reisen mitnahm und die Erlebnisse und Abenteuer, die mich jedes Mal aufs Neue über mich hinauswachsen ließen, die mich an meine Grenzen brachten, mir unbeschreibliche Glücksmomente schenkten und meinen Kopf mit unendlichen vielen, unvergesslichen Bildern füllten.

Backpacken in Thailand

Backpacken in Thailand

Ich bezog meine Identität nun nicht mehr auf meine Herkunft und auf die Kultur meiner Eltern, sondern ganz allein auf mich und meine Erfahrungen. Ich lernte mich von Reise zu Reise immer besser selbst kennen, lernte, welche Interessen ich hatte und was mir wirklich Spaß machte. Ich lernte meine Stärken, aber auch meine Schwächen und meine ganz eigenen Charakterzüge kennen – eine Reise zu mir selbst quasi!

Angekommen in der Welt

Heute habe ich schon über 100 Länder bereist und in insgesamt 10 gelebt. Mittlerweile reise ich auch nicht mehr allein, sondern gemeinsam mit meiner Freundin Line, deren Leben sich seither auch komplett umgekrempelt hat. In den letzten drei Jahren waren wir schon zusammen in Großbritannien, Belgien, Spanien, Italien, Österreich, Australien, Neuseeland, Singapur, Hong Kong, Macao, Thailand, Sri Lanka, Dubai, Marokko und Florida und haben gemeinsam in Schweden, Indonesien und Südafrika gelebt.

Die Frage, wo unser zuhause ist, stellt sich für uns gar nicht mehr, denn unser zuhause befindet sich da, wo wir gerade sind, und das kann auf der ganzen Welt sein. Und genauso beantworten wir die Frage, wer wir sind, nicht mehr mit der faulen Antwort, die unser Herkunftsland, oder in meinem Fall, Herkunftsländer aufzählt, sondern mit dem, was uns wirklich ausmacht.

gluecklich sein skydiving

Skydiven in Neuseeland

Ich bin nicht einfach nur Halb-Spanier, Halb-Deutscher. Ich bin vielmehr ein Abenteurer, ein Reisejunkie. Ich liebe die Herausforderung, liebe Neuseeland und Südafrika. Ich liebe Line und die Möglichkeit, meine Abenteuer gemeinsam mit ihr zu erleben und jeden Abend neben ihr einzuschlafen. Ich surfe gerne, ob nun mit oder ohne Kite. Und ich esse für mein Leben gerne Burger und trinke unheimlich gerne Flat White. Meine krasseste Erfahrung ist nicht nur eine, sondern gleich mehrere: Ob nun das Schwimmen mit wilden Delfinen in Kaikoura, die Walking Safari bei Port Elizabeth oder die Kajaktour in die Nacht hinein durch die Everglades – all diese Erlebnisse machen mich zudem, der ich heute bin.

Ich schreibe meine Beiträge heute hauptsächlich auf Deutsch und habe es sogar geschafft, mein erstes eigenes Buch mit einem Verlag rauszubringen – und auch das komplett auf Deutsch. Ich rede ganz offen über meine Vergangenheit, meine Probleme in der Schule und meine einstigen Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Denn auch das ist ein Teil von mir.

Und selbst wenn ich heute, mit 27, immer noch blond und blauäugig bin, spielt mein Aussehen eigentlich keine Rolle mehr. In meinem Herzen bin ich nicht nur Spanier und Deutscher, sondern nun auch ein wenig Australier, Bulgarier, Südafrikaner und noch so viel mehr. Jedes Land und jede Kultur, die ich erlebt habe, haben einen Platz in meinem Herzen gefunden und sind heute Teil von mir. Ich fühle mich heute überall zuhause und nicht mehr wie ein Fremder.

Denn ich bin ein Weltbürger.

Ich bin Sebastian.

Line und ich in Schottland

Line und ich in Schottland

Und wer bist du?

Ich weiß, dass es vielen ähnlich geht wie mir. Denn heutzutage gibt es immer mehr Menschen, die mit zwei oder sogar mehr Kulturen aufwachsen. Die sich nie wirklich dazugehörig gefühlt haben und erst durchs Reisen zu ihrer Identität und ihrem wahren Ich gefunden haben. Die so viel reisen wie ich, und die heute mehrere Orte ihr Zuhause nennen.

Meiner Meinung nach geht es nicht darum, in welchem Land wir geboren wurden, sondern was tatsächlich in uns steckt. Und was über die Jahre noch so dazu kommt. Letztendlich hat jeder von uns mehr als nur eine Identität, denn Identität ist nichts eindimensionales. Sie besteht vielmehr aus ganz vielen verschiedenen Schichten.

Und Reisen kann dir dabei helfen, diese Schichten deiner Identität zum Leben zu erwecken und zu dir selbst zu finden. Sei es durch unvergessliche Erfahrungen oder Herausforderungen, die zuerst unüberwindbar scheinen und die du dann doch meisterst. Oder durch die Begegnung mit zunächst fremden Kulturen, die dir dann doch ganz schnell, ganz vertraut und ein Teil von dir werden.

Du kannst das Reisen fast schon wie eine Probe für deine eigene Identität sehen: Wenn du unterwegs bist, begibst du dich auf eine Reise zu dir selbst und lernst dich selbst besser kennen. Du merkst, dass du nicht nur eine Identität hast, sondern dass sich dein Ich aus vielen verschiedenen Identitäten zusammensetzt. Aus vielen verschiedenen Kulturen und aus dem, was du in deinem Leben alles erlebst.

Denn jedes Land und jedes Abenteuer machen dich zu dem, der du bist!

Wenn ich dich also jetzt fragen würde, wer du bist, was würdest du antworten?

Begib dich jetzt auf eine Reise zu dir selbst und finde deine eigene Identität!

Du willst wissen, wer du bist, welche Kulturen in dir stecken und was deine Identität wirklich ausmacht? Dann stell dich diesen Fragen und mache einen DNA-Test!

Gemeinsam mit momondo verlosen wir einen DNA-Test, mit dem du genau das herausfinden kannst!

 

Schau dir das Video der aktuellen letsopenourworld Kampagne von momondo an, um eine Idee zu bekommen, wie dieser Test aussieht und wie das Ergebnis ausfallen kann. Du wirst überrascht sein: In vielen von uns verstecken tatsächlich einige unterschiedliche Kulturen und oftmals ganz andere, als wir gedacht hätten. Wer du wirklich bist kommt nämlich nicht auf deine Herkunft an, sondern auf all die unterschiedlichen Identitäten, die in dir stecken!

Und jetzt: Hinterlasse mir einen Kommentar, warum du deine Herkunft und mehr über deine Identität erfahren möchtest und gewinne den DNA Test!

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61 Kommentare zu „Wie Reisen zu meiner Identitätsfindung beigetragen hat

  1. Martina on

    Ich will wissen woher ich komme, weil meine Oma mal meinte, dass wir spannende Vorfahren haben, Das will ich damit herausfinden und meiner Oma dann zeigen 🙂

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  2. Julia on

    Lieber Sebastian, Dein Artikel ist grandios und ich bin zwar noch nicht soviel gereist, wie Du, habe aber in Asien und Latein Amerika gelebt und nun in den Niederlanden. Meine Kinder sprechen zwar Deutsch, aber schreiben ist eine Herausforderung, weil sie auf eine englisch sprachige Schule gehen. Dein Artikel wird gerade auch solchen Kindern eine Menge Mut und Kraft geben. Danke fuer Deine ergreifende Offenheit. Julia

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    • Sebastian Canaves on

      Hi Julia,

      dankjewel. Bringst du deinen Kindern denn bei Deutsch zu schreiben? Wenn sie die Sprache schon sprechen, kann es sehr von Vorteil sein, besonders später, wenn sie diese auch schriftlich beherrschen.

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  3. Melanie Köpf on

    ich würde gerne wissen, aus welchen Teilen der Welt ich komme, weil meine Familie schon aus vielen Kulturen kommt und ich selbst auch nicht wirklich irgendwo ein zuhause manifestiere sondern lieber auf der Welt zuhause bin.

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  4. Tina K. on

    Ich… Die Deutsche mit dem polnischen Nachnamen, die sich aber weder mit der Deutschen, noch der polnischen Sprache (welche ich wirklich NULL spreche) wohlfühlt. Die, die sich in Südamerika zuhause fühlt, ihre eigentliche Heimatstadt (Köln) nie verlassen wollte und nun im Ruhrgebiet lebt. Keine wirkliche Entfernung, aber die Distanz zwischen dem Rheinland und dem Ruhrgebiet scheint mir persönlich größer, als die zwischen mir, dem ,,kölschen Mädchen“ und der ,,Latina“, die scheinbar irgendwo tief in mir schlummert… Vielleicht würde mir ein DNA Test Antworten bringen, die mir bisher im Leben noch fehlen…

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  5. Tina Winkel on

    Sebastian, ich liebe diesen Beitrag von Dir. Und du Bist nicht nur halber Deutscher, halber Spanier, Europäer oder Weltbürger… du bist Mensch. Authentisch, sensible & inspirierend. Ich danke Dir für Deine Offenheit, welche mich sehr berührt hat.

    Das Video bzgl. der DNA-Journey hatte ich bereits vor einigen Wochen auf Facebook gesehen & war sofort total begeistert, gleichzeitig sehr berührt. Ich dachte mir noch so: „Wie genial wäre es, wenn ich auch so einen Test machen könnte. Ich wünschte ich wüßte, ob & welche anderen Kulturen noch in mir verborgen sind“ Denn irgendwie hatte ich schon immer das Gefühl, in der Ferne zu Hause zu sein. Mein Herz schlägt für das Reisen & wer weiß…vielleicht habe ich Abenteurerblut anderer Kulturen in mir? 😉

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  6. Nathalie on

    Ein wahnsinnig toller, rührender Beitrag.
    Sei stolz darauf, was du in deinem Leben mit Mut und Fleiß erleben durftest.

    Auch ich wäre sehr an diesem DNA-Test interessiert. Einfach um das Ergebnis zu erfahren und vielleicht meiner Mutter endlich die Frage zu beantworten, die sie mir täglich stellt: Warum Fernwehhaber und Weltenbummler?

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  7. laura on

    Hallo Sebastian,
    ich möchte wissen woher ich komme, um mich eben, genau wie du, selbst besser kennen zu lernen. Es zieht mich schon immer nach Skandinavien, Irland oder Afrika und ich frage mich, ob das etwas mit meinem Stammbaum zu tun hat…ich glaube jeder Mensch hat gewisse Wurzeln von denen er gerne mehr wüsste.
    Naja, ich bin mir sicher du vergibst den DNA-Test dem, der es verdient. Darum geht es nämlich.
    Ich bin außerdem ein großer Fan. Dein Blog hat mich auf meiner Neuseeland-Reise sehr inspiriert und vor allem auch dein TEDx-Vortrag! Ich wusste es gibt noch jemand da draußen, der genauso denkt wie ich. Und inzwischen weiß ich dass es nicht nur dich, sondern mit dir tausend andere Reisende gibt. Ich möchte Dir einfach nur dafür danken und hoffe, dass ich es irgendwann auch einmal so weit schaffen werde 🙂

    Antworten
    • Sebastian Canaves on

      Vielen Dank für deinen Kommentar Laura und danke für die tollen Worte. Ja, es tut schon gut zu wissen, dass da draußen noch mehr so verrückte Menschen gibt wie wir 🙂

      Ich drück dir die Daumen, dass du gewinnst 🙂

      Antworten
  8. Sandra on

    Weil ich außer meine Eltern keinen meiner Vorfahren kenne. In England ging ich bereits als Spanierin durch, in Südeuropa als Nordeuropäerin. Ich würde wirklich gerne wissen, ob ich nicht doch ein wenig keltisches Blut in mir trage, da ich Schottland und seine Highlands so sehr liebe.

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  9. Liane Mühlenberg on

    Hi, wie unterschiedlich einen das Reisen in den einzelnen Lebensphasen praegt,haengt zusammen mit den Menschen, Nationen und deren Lebenzzeiten und Einstellungen zusammen. Lass uns mal annehmen dein Lehrer waere nicht so ignorant gewesen, sondern er waere paedagogisch Weise und Erfahren (was man haette erwarten und annehmen sollen) vorgegangen. Wo wuerdest du heute stehen, wo wuerdest du heute sein? Jeder der offen und eine zugaengliche Meinung hat und zudem auch noch die guten Seiten der Nationen in sich einsaugt und von den weniger Guten lernt…. welche Bereicherung es ist es fuer das Leben und fuer einen selber.
    glg liane
    PS: Have fun and good luck for you and Line

    Antworten
  10. Tanja on

    phuu… musste nach dem Lesen erstmal ganz schön durchatmen. Großartig geschrieben, bildlich und packend. Genau mit diesem Thema der Identität und Herkunft habe auch ich als halbe Russlandsdeutsche mich viel beschäftigt. Die gesamte Kultur war im Russland darauf aufbauend „die Deutschen“ zu sein, so hat man sich selbst gesehen, so wurde man allerdings auch behandelt (zu gewissen Zeiten nicht immer positiv) und als in den 90ern viele (und so auch wir) nach Deutschland kam, dachte man, man kommt endlich „nach Hause“. Der große Schock, dass das moderne Deutschland natürlich ein anderes ist als das jahrzehntelange erhaltene und der Fakt, dass man hier dann plötzlich „die Russen“ war, war natürlich groß. Für mich weniger, da ich jung war, aber natürlich für die Erwachsenen um einen herum, was einen prägt.

    Immer mehr habe ich mich in meiner Jugend damit beschäftigt, immer häufiger kam das Wort der „Identitätslosen“ auf, und dagegen habe ich mich immer so stark gesträubt. Nur weil mir die nationale Identität fehlt, fehlt mir nicht die kulturelle, fehlt mit die die familiäre Identität.

    Aber um nicht ausschweifend zu werden, ja, ich kann so sehr nachvollziehen, was du beschreibst.
    Und ja, ich würde wahnsinning gerne den DNA-Test gewinnen, weil es spannend ist zu sehen, was da noch alles in einem steckt wovon man wohlmöglich gar nichts weiß. Oft ist die Ahnenforschung ja so schwierig, besonders in meiner Familie durch viele Umzüge, Vertreibungen, Deporationen. Ich würde mich unfassbar freuen.

    Auf diesen Wege schon mal ein schönes Wochenende!

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  11. Anna Schmidt on

    Als regelmäßige Blutspenderin, weiß ich natürlich meine Blutgruppe und hab dann mal recherchiert, ob die irgendwas über mich aussagt…. Und siehe da: Scheinbar kamen alle „B“s irgendwie, irgendwann mal irgendwo aus Ostasien! Wenn ich so in den Spiegel schaue kann ich mir das zwar irgendwie schwer vorstellen, aber wer weiß?! Ich würde ja schon irre gerne mal meine bisherigen Rechercheergebnisse verifizieren und rausfinden, ob meine Leidenschaft für YuXiangJiezi und GuoJie im Endeffekt gar genetisch bedingt ist!

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  12. pauschaltraveller on

    Klar will ich wissen woher meine Gene kommen. Es hat mich auch schon immer in die Ferne gezogen und eigentlich fühle ich mich nicht deutsch (bin aber in Süddeutschland geboren) sondern irgendwie globaler 🙂 Meine Eltern und Großeltern sind vertriebene des 1. und 2. Weltkrieges und leider konnte ich sie nie fragen, da ich sie nie kennengelernt habe

    Antworten
  13. Caro on

    Ich bin Belgierin, meine Eltern sind Belgier, meine Großeltern sind Belgier. Bei mir war es immer genau andersrum als bei dir Sebastian, ich habe mir immer gewünscht, in 2 Kulturen groß zu werden und eine internationale Familie zu haben.
    Als ich das Video gesehen habe vor einigen Tagen habe ich wieder an genau diese Träumereien gedacht, für mich waren die Ergebnisse mindestens genau so spannend zu sehen, denn sie haben mir klar gemacht, auch in mir steckt mehr als nur Belgien. Was? Lass es mich herausfinden 🙂
    Caro

    Antworten
  14. träumerin (@relchen) on

    Warum ich wissen will, woher ich komme? Hmm meine Oma floh damals im Krieg bei Nacht und Nebel aus Deutschland in die Schweiz. Sie hat niemals über ihre Herkunft geredet. Nicht mal mit ihren eigenen Kindern. Ich weiss nur, dass wir Vorfahren aus dem Himalaya oder so haben. Ich habe mich nie irgendwo zuhause, dazugehörig gefühlt. Immer trieb es mich vorwärts. Vielleicht stamme ich ja von den Nomaden aus dem Himalaya ab? 🙂 ich möchte einfach meine Urherkunft wissen. Mich auch n bisschen beruhigen und dann vielleicht sagen können: ist ja normal bei Zigeunern! Das liegt dir wegen dem in den Genen!

    Auch meine Mutter hat sich immer sowas gewünscht, zu wissen, woher sie kam. Hat sich aber nie getraut, den Schritt zu machen in diese Richtung.

    Fröhliche Grüsse

    Relchen

    Antworten
    • Sebastian Canaves on

      Krasse Story, die bestimmt viele haben. Meine Urgroßeltern mussten auch über Nacht aus Osteuropa fliehen und haben damals alles verloren. Echt krass!

      Ich wünsche dir viel Glück, dass du den Test gewinnst!

      Antworten
  15. Melissa on

    Bis ich 22 Jahre alt war, war ich einfach „nur“ Deutsche. Dann bin ich das erste Mal nach New York geflogen und beim verlassen des Flugzeuges habe ich mich gefühlt als wäre ich endlich zuhause angekommen. Seitdem reise ich sehr viel und habe schon öfters vertraute Momente erlebt. Gern würde ich herausfinden was wirklich dahinter steckt und wo ich noch überall zuhause bin als für immer den glauben zu haben komplett deutsche zu sein…

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  16. Nils on

    Identität beginnt im Herzen und das Zuhause sein endet dort. Meine indonesische Frau und ich bekommen bald ein Kind. Sicher könnte man dann die gute Nacht Geschichten etwas umfangreicher gestalten mit einer Geschichte wie „Die unendliche Geschichte deiner DNA“ 😀

    Antworten
  17. Anna Kornisch on

    Wieviel offener die Menschen sein würden wenn sie den Menschen nicht nur als „fremde Nationalität“ ansehen, sondern bemerken das sie selbst ein Teil davon sind. Dieses Video hat absoluten Gänsehautfaktor und ist einfach nur schön! Auch ich würde natürlich wahnsinnig gerne wissen welche Nationalitäten in mir stecken. Mein Nachname war bis ins späte 18. Jahrhundert eine Sprache in Cornwall. Von mütterlicher Seite sehen viele von uns südländisch aus. Leider können wir es nicht zurück verfolgen. Es heißt wir haben spanische gipsy Wurzeln…was vielleicht die Reiselust in unserer Familie erklärt aber sicher ist es leider nicht. Dieser DNA Test wäre einfach ein Traum !

    Antworten
  18. Roman on

    Beeindruckende Aktion, wow. Ich wüsste auch zu gerne, woher ich stamme. Der Vater meines Vaters ist ihm und mir gänzlich unbekannt. Es wäre super spannend, herauszufinden, welche Nationalität in ihm oder mir stecken!

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  19. Marvin Behne on

    Ich würde gerne den DNA-Test gewinnen, weil ich die menschliche Entwicklung interessant finde und sehr erstaunt war, wie viele unterschiedliche Kulturen wir in uns tragen. Ich würde gerne wissen, aus welchen Teilen der Welt ich mich zusammensetze und ob ich vielleicht sogar Verbindungen auf die andere Seite der Welt habe!?

    Es ist wunderbar zu sehen, dass die ganze Welt miteinander verknüpft ist und wir wirklich ALLE zusammen gehören. In der heutigen Zeit haben leider viel zu viele Menschen etwas gegen Menschen aus anderen Ländern. Ein solcher Test führt uns, und vorallem den Gegnern eines multikulturellen Landes, vor Augen, dass wir Gene aus vielfachen Ländern und Kulturen haben und somit nicht gegen Menschen anderer Herkunft hetzen sollten. Würde jeder Bewohner dieser Erde herausfinden, aus welchen Ländern seine Vorfahren kommen, dann wäre die Welt wahrscheinlich ein wenig friedlicher!

    Der Test wäre eine wunderbare Möglichkeit, um die Welt weiter zu entdecken und Freundschaften zu knüpfen! 🙂

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  20. eli on

    ich möchte gerne mehr über meine DNA erfahren, weil mich leute optisch so vielen verschiedenen ländern zuordnen… würde gerne wissen, welche anteile wirklich in mir stecken.

    Antworten
  21. Marina on

    Toller Artikel! Es geht mir sehr ähnlich. Ich fühle mich in vielen Orten / Regionen der Erde zu Hause. Daher ist für mich das Wort zuhause schon immer mehr ein Gefühl, als ein Land.
    Ob in Rio, Portugal oder Nordnorwegen. Ich bin schon ein mix aus verschiedenen Ländern, jedoch ist es nichts offensichtliches. 🙂 daher fände ich es extrem spannend es schwarz auf weiß zu haben. Wer weiß – vielleicht fließt auch brasilianisches Blut durch meine Adern…

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  22. Helena Vaitea on

    Ach Sebastian, jetzt hast du mich doch wirklich zu Tränen gerührt. Danke für diesen Beitrag, ich finde so viele Gedanken und Erfahrungen von mir in deinen Zeilen wieder. Alles was du erlebt hast, macht dich heute zu dem Menschen, der du bist, und du bist ein wirklich toller Mensch (wenn ich das jetzt mal so offen sagen darf :D).
    Sich nicht über sein Herkunftsland zu definieren finde ich wahnsinnig wichtig, schließlich hat man sich das ja nicht ausgesucht. Wir alle sind Global Citizens und haben viel mehr Dinge gemeinsam, als die paar, die uns eventuell unterscheiden.

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  23. Samantha Schraag on

    Hi Sebastian,
    meine Familie kommt so weit ich weiß aus den verschiedensten Regionen Deutschlands, nur mein Opa wurde in Tschechien geboren. Ich kann mir aber einfach nicht vorstellen dass das alles ist. Vor allem wünsche ich mir irgendwie – bis jetzt noch- „versteckte Wurzeln“ zu haben. Ich finde es wahnsinnig spannend zu erfahren, woher man wirklich kommt und würde deshalb sehr gerne den DNA-Test machen.
    Ich kann mir wirklich gut vorstellen wie schwer es für dich in Spanien und Deutschland gewesen sein muss, freue mich aber sehr für dich dass sich dein Leben so geändert hat. Man merkt in deinen Beiträgen wie glücklich du bist. Das ist toll!
    Viele Grüße Samantha

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  24. Moni on

    Vielleicht könnte ich damit rausfinden, warum mein Fernweh schon immer sehr groß war und ich Heimweh noch nie so richtig hatte. Ich fühle mich in meiner Heimat zwar verwurzelt, aber schon früher habe ich geheult, als es vom Zeltlager wieder nach Hause ging (obwohl ich ein tolles Zuhause hatte). Es gibt immer wieder Plätze, da kommt man an und es fühlt sich einfach gut an. Es gibt aber auch Menschen, die nehmen dich in den Arm und du hast das Gefühl „jetzt bin ich Zuhause“ – obwohl du sie erst vor kurzem kennengelernt hast… Und dieses Gefühl bleibt dann aber über Jahre hinweg erhalten, jedesmal wenn du denjenigen siehst… Wäre spannend rauszufinden, ob das evtl auch mit der DNA zu tun hat….

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  25. Jessica L. on

    Ein sehr bewegender Beitrag in dem ich mich an einigen Stellen wiederfinden konnte. Nicht so krass wie es bei dir der Fall war, aber wie du schon sagst (und das spiegelt sich auch in den anderen Kommentaren wieder), es gibt viele Leute denen es ähnlich geht.
    Meine Eltern sind berufsbegingt oft umgezogen als ich noch ein Kind war, als ich 7 war dann mitten unterm Schuljahr nach Österreich. Mittlerweile lebe ich in Salzburg, durch die Grenznähe ist man hier daran gewöhnt, viele Deutsche zu haben, schon alleine wegen der Tourismusregion. Nun zogen wir damals aber in die Nähe von Linz, eine Industriestadt. In dem kleinen Dorf wo ich dann zur Schule ging, kam es nicht oft vor, das eine Ausländerin mitten unterm Jahr in die Klasse kommt. Noch dazu bin ich nicht getauft, also ohne Bekenntnis, was in der erzkatholischen Gemeinde ja sowieso total unverständlich war. Auch wenn Deutsche als Touristen gern gesehen sind, damals wollte man „die Pifkes“ aber halt nicht hier wohnen haben. Mittlerweile ist die Gesamtstimmung zwar viel toleranter geworden, trotzdem höre ich oft genug, wie über die Deutschen geschimpft wird. Diejenigen, die nicht wissen, das ich auf dem Papier Deutsche bin, merken es sprachlich gesehen nicht. Die, die es wissen, vergessen es meistens im ersten Moment und hängen dann sowas wie „aber du bist natürlich nicht gemeint“ dran sobald sie sich ertappen.
    Auch wenn ich schon lange über abfälligen Kommentaren stehe, finde ich trotzdem eine Verallgemeinerung auf Grund der Nationalität ziemlich dämlich.
    Auch wenn ich Anschluss gefunden habe, ich blieb doch immer irgendwie in der Außenseiterrolle. Immer. Bis heute.
    Einerseits finde ich es manchmal schade, nicht so diese Verwurzelung und Verbindung zu einem Heimatort zu haben. Leute, die seit dem Kindergarten miteinander befreundet sind, jeder kennt jeden. Das kann durchaus schön sein, aber das werde nie ich sein. Vor kurzem erst habe ich mich mit einer Bekannten darüber unterhalten. Sie hat mir geholfen einmal mehr auch die positive Seite daran zu sehen. Sie selbst wäre vielleicht auch gerne mal ins Ausland gegangen, hätte sich aber nie getraut. Dadurch, dass ich nie so eine enge Bindung zu einem Ort hatte, hatte ich viel weniger Hemmungen und Berührungsängste, war viel mehr losgelöst als andere. So kann ich nun auch auf zumindest einige Monate leben und arbeiten in 3 verschiedenen Ländern und viele weitere Urlaubsreisen zurückblicken.
    Hätte ich den Hintergrund nicht gehabt, wäre mein Leben sicherlich ganz anders verlaufen, und auch wenn mir die Reiseleidenschafft von meinen Eltern schon in die Wiege gelegt wurde, hätte ich vermutlich einiges nicht gemacht.
    Trotz aller Hindernisse (und ja, Kinder können grausam sein, intolerante Lehrer noch viel mehr) wäre ich heute nicht da wo ich heute bin, und dafür bin ich dankbar.
    In diesem Sinne – Danke für den tollen Beitrag 🙂

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    • Sebastian Canaves on

      Hey Jessica,

      vielen, vielen Dank für deinen tollen Kommentar. Erstens, dass du dir die Zeit dafür genommen hat und zweitens, das es dich gibt 🙂 Es tut gut zu sehen, dass auch andere diese Herausforderungen hatten und man nicht alleine dasteht! 🙂

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  26. Julia W. on

    Hallo Sebastian,
    der Artikel ist echt interessant und ich neide generell ein bisschen, wenn ich deine Texte lese und sehe wo du überall warst 😀
    Ich würde gerne einen DNA Test machen, weil meine Familie wohl nur in Deutschland ihre Wurzeln hat. Zumindest habe ich nie etwas gegenteiliges gehört.
    In einem Zug vor einigen Jahren hatte mich mal eine ältere Frau auf Russisch (oder „ähnlichem“) angesprochen. Ich habe nicht reagiert, weil ich dachte dass sie mit wem anderen spricht. So hat sie ne Weile geredet und meinte dann: „Sie verstehen mich nicht, oder?“ ich habe dann etwas verwirrt gemeint, dass das stimmt. Sie hat sich dann entschuldigt und noch gesagt, dass ich kein deutsches Gesicht hätte und sie deswegen von ausgegangen ist, dass ich aus dem selben Land komme wie sie. Habe leider nie erfahren woher sie kam, weil sie gleich ausgestiegen ist und ich doch etwas irritiert, aber amüsiert war um zu reagieren. Aber vielleicht hat sie ja recht? 😀

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  27. Silke on

    Toller Artikel, Sebastian! Die Frage nach (kultureller) Identität stelle ich mir als Deutsche in Indonesien auch tagtäglich. Dein Artikel hat ein paar Alarmglocken bei mir alarmiert, aber nicht was mich angeht, sondern meine beiden Töchter, die hier halbdeutsch-indonesisch mit gemischten kulturellem und sprachlichem Erbe aufwachsen. Generell ist das Thema für mich so spannend, dass ich es zu meinem Beruf gemacht habe. Ich bin interkulturelle Trainerin & Coach.
    Zum DNA-Test: Schon oft habe ich mit meinem aus Java stammenden Mann darüber gesprochen, dass ich gerne mal wissen würde, welches kulturelles Erbe wir in unseren DNAs bergen. Gerade bei ihm kann man soviel über die Geschichte seiner Insel lernen, die es leider nicht so gut und detailliert in Geschichtsbüchern beschrieben gibt, wie in Europa: Wie viel Indien, Arabien, China hat er als „Durchschnittsjavaner“ denn so in sich? Und wie viel Slawin, Skandinavierin oder Mitteleuropäerin ich als Deutsche. Aber wie auch immer: Ich stimme Dir zu, es kommt darauf an, was in unserem Herzen steckt, anstatt in unserem Blut.

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  28. Illy on

    Ein sehr spannendes Thema, da ich selbst davon ausgehe, 100% deutsch zu sein ;). Ich weiß nicht viel über meine Vorfahren, aber wäre sicherlich interessant, was bei so einem DNA Test rauskommen würde.

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  29. MsVernon on

    Wow, das Video hat eine gute Message. Ich würde mich über die Möglichkeit freuen, einen DNA Test machen zu können, da es spannend ist was alles in einem steckt ohne es selbst zu wissen. 🙂

    Antworten
  30. Swantje on

    Was für ein wundervoller Beitrag! Ich finde es, abgesehen von der Herkunft, immer wieder erschreckend, was Lehrer mit ihrer Art und Einstellung mit Kindern/ Jugendlichen anstellen können… Das so viele sich ihrer Verantwortung nicht bewusst sind.

    Zu Reisen macht so viel mit einem selbst. Immer wieder.
    ein DNA Test, um rauszufinden, wo genau die Vorfahren herkommen und dann diese Länder bereisen? Wundervoll! Das macht Reisen auf eine ganz andere Art aufregend 🙂

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  31. Anni on

    Lieber Sebastian, das war wirklich ein toller Post !
    Ich habe den Film schon vor einer Weile gesehen und war gleich begeistert, welchen Effekt er auf die Menschen hatte, die an diesem spannenden Projekt mitmachen durften. Das hat mich sehr fasziniert 🙂 Ich würde super gerne wissen, wo meine Vorfahren herkommen, da ich einen Nachnamen habe bei dem man mich immer fragt wo er eigentlich herkommt und ich eigentlich keine genaue Antwort darauf habe. Wer weiß was ich da noch alles rausfinden könnte 😉 Liebe Grüße!

    Antworten
  32. Cathleen on

    Ein unglaublich spannendes Thema… Bisher war für mich ganz klar, ich bin Deutsche. Allerdings weiß ich, dass die Wege meiner Urgroßeltern auch in Österreich und Polen verliefen. Wer weiß was noch so in mir steckt? Ich wäre dann mal bereit dies herauszufinden.

    Antworten
  33. Sandra R. on

    Hallo Sebastian, Dein Artikel hat mich echt umgehauen! Ich habe gerade Tränden in den Augen. Aus weiß auch was es heißt ein Außenseiter in der Schule im eigenen Land zu sein. Meine Eltern waren zu meiner Schulzeit noch ziemlich wohlhabend u ich war die „Bonze“, die „Einbildete Reiche“ usw. Ich konnte als Kind sehr wenig mit diesen Begriffen anfangen, da ich mich gleich wie andere fühlte, aber ständig als Außenseiter behandelt wurde. Es gab noch weitere Punkte, die ich nicht alle hier aufzählen möchte. Ich wurde auch immer aggressiver, auch mir selbst gegenüber. So gab es nicht nur ständig Probleme in der Schule, sondern auch zu Hause. Daheim war ich dann auch die Außenseiterin, da ich sehr aufmüpfig u wild war (angeblich). Irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich u.A. als Zigeunerin zu Hause beschimpft wurde. U mein Kommentar darauf war, dass ich Stolz wäre eine Zigeunerin zu sein, dann könnte ich immer weiterreisen, wenn es mir an einem Ort nicht gefallen würde. Irgendwann hat mir dann meine Mutter erzählt, dass in der Verwandtschaft meines Vaters tatsächlich das „Reisende Volk“ vertreten ist. Darum wäre mein Verhalten natürlich auch so schlimm für alle…
    Mittlerweile bin ich 44 u reise seit 20 Jahren mehrmals pro Jahr. Ich finde es immer wieder eine Bereicherung von anderen Kulturen zu lernen u neue Menschen kennenzulernen. Denn Reisen öffnet unsere Herzen immer wieder aufs Neue u bringt auch Heilung.
    Ich möchte den DNA-Test, weil ich wissen möchte, von welchen Nationalitäten ich abstamme, da ich meinen Eltern nicht im geringsten ähnlich bin u mittlerweile den Kontakt abrechen musste.
    Viele liebe Grüße u mach bitte weiter so!!
    Sandra

    Antworten
    • Sebastian Canaves on

      Hallo liebe Sandra,

      was für eine Story – wow!

      Ich würde dir liebend gern den DNA-Test geben, damit du es für dich herausfinden kannst.

      Kannst du mir bitte eine mail an sebastian (ät) off-the-path.com schicken mit deiner Adresse? Dann kann ich das an Momondo weitergeben, damit sie dir den Test zukommen lassen können und schon bald wirst du mehr über dich und deine Gene erfahren 😀

      Alles gute für dich und bis bald,

      dein Sebastian

      Antworten
  34. Lale on

    Hallo Sebastian! Ich bin durch Zufall über deinen Artikel „gestolpert“, da ich mich auf Facebook der Titel des Artikels angezogen hat. Ich selbst bin halb Deutsche (Mutter) und halb Türkin (Vater) und habe mir auch oft die Frage gestellt, wer ich nun wirklich bin. Ich spreche beide Sprachen fliessend, liebe beide Länder und fühle mich in beiden Ländern zuhause. Trotzdem habe ich mich oft zerrissen gefühlt und mir auch die Frage gestellt, was ich denn nun „bin“. Mittlerweile – mit fast Fünfzig – bin ich soweit, dass ich sagen kann: Ich bin ich! Dein Artikel ist wirklich fesselnd geschrieben und ich denke, dass die Welt reicher und friedlicher wäre, wenn die Menschen mehr reisen und andere Kulturen kennenlernen würden. Das Video habe ich vor einigen Tagen auch entdeckt und war einfach nur begeistert. Was mein Gentest wohl hervorbringen würde??? Alle Gute für dich, Lale

    Antworten
  35. Dori on

    Ich möchte mehr über meine Herkunft und Identität erfahren, um anderen zu zeigen, dass mehr in einem steckt, als man glaubt. Und dass es letzten Endes egal ist, wo man her kommt.

    Antworten
  36. Kathrin on

    Hallo Sebastian!
    Super toller Beitrag. Ich habe auch selber schon erfahren, dass reisen einen unglaublich viel weiter bringt, in jeglicher Hinsicht! Da ich auch schon in mehreren Ländern gelebt habe, zuletzt auch in Australien 9 Monate verbracht habe, kann ich nur jedem raten ins Ausland zu gehen und die Welt zu entdecken! Das sind immer wieder die besten Jahre meines Lebens!

    Bezüglich des DNA Testes fände ich es echt interessant mal kennen zu lernen wo ich wirklich herkomme. Im Gegensatz zu dir war ich immer eher „enttäuscht“, dass ich nur deutsche Vorfahren habe und nicht in mehreren Ländern/Kulturen aufgewachsen bin. Vor allem da ich mich selber immer mehr als Weltmensch gefühlt habe, und Deutschland nie als meine wirkliche Heimat angesehen habe. Obwohl ich schon relativ viel rumgekommen bin, habe ich immer noch das Gefühl mein wirkliches Zuhause zu suchen. Glücklich zurück nach Deutschland zu kommen, sei es nach einem Kurzurlaub oder einem längeren Auslandsaufenthalt, war ich noch nie. Immer zog es mich wieder weg. Vielleicht sagt der DNA Test ja mehr…

    Liebe Grüße, Kathrin 🙂

    Antworten
  37. sisaari on

    Das war ein tiefgründiger Beitrag, es war sehr spannend und berührend die Thematik Heimat, aus deiner Sicht zu „hören“. Auch für mich ist Heimat kein Ort sondern ein Gefühl. Immer wenn „Ausländer“ neu hierhin gezogen sind, wurden sie in der Schule regelrecht ausgestossen, daran kann ich mich noch gut erinnern. Deshalb hatte ich schon damals ein grosses Herz, habe sie sofort aufgenommen und ihnen Vertrauen geschenkt, dabei hatte ich fast nur gute Erfahrungen, welche mir auch andere Sichtweisen zu verstehen gaben. Es wäre sehr cool herauszufinden, woher meine Vorfahren stammen. Weiss nur dass ich „Schweizerin“ und 1/4 von Österreich bin. Da ich Siedler zum Nachnamen heisse, könnte das durchaus interessant werden. Wenn ich weiss, welche Orte/Kulturen in mir stecken, würde ich daraus ein Reiseplan machen, denn ich habe oft Entscheidungsschwierigkeiten wohin es in den Urlaub oder Auslandaufenthalt gehen soll und letztendlich gehe ich doch nirgendswo hin, ausser vielleicht auf die Berge hier im Lande.
    Greetz & Peeace 😉

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  38. Alina on

    Dieses Video beweist doch, dass wir alle einfach Menschen der Welt sind und nicht nachdem beurteilt werden sollten woher wir kommen. Auf meinen Reisen habe ich mittlerweile gemerkt, dass jedes mal, wenn man jemanden kennen schon fragt wo man her kommt, aber es eigentlich niemanden so richtig interessiert. Es interessiert die Leute eher wo du schon gewesen bist, was für einen Job du hast und was für ein Mensch du bist und das finde ich toll!

    Ich fühle mich mittlerweile nicht mehr wirklich zuhause in Deutschland, habe das aber erst durch meine Reisen gemerkt. Ich würde diesen Test gerne machen um vielleicht ein Land zu finden, an dem ich mich zuhause fühle und welche anderen Kulturen vielleicht zu mir gehören. Dein Beitrag ist sehr inspirierend und regt zum nachdenken an! Wirklich toll!

    Antworten
  39. Sophie on

    Hallo Sebastian,
    Vielen Dank für deinen sehr interessanten Artikel, der mir geholfen hat, mehr über mich selbst zu erfahren. I had similar feelings to what you describe in your article about your travels defining who you are, but until now I had never been able to express them with words.
    A mí también me gusta muchísimo viajar, y cada vez siento más que lo que me define son los lugares y las personas que he conocido, y las experiencias que he vivido, tal como lo has escrito. Je crois que le plus simple, c’est que je continue à écrire en anglais 😉
    I haven’t travelled as much as you, but I can definitely say travelling is THE thing I love most in the world, and every time I have the opportunity I grab my backpack and set off for new adventures. In the past years my travel experiences have led me to define better who I am, what I like, how I react to different situations, where my limits and my fears are. Meeting other people and discovering new cultures leed me to question my way of thinking and acting, my values, my goals in life, my dreams, and so on. And this is endlessly valuable : travel continually makes me evolve, it makes me redefine myself on the way in an endless process. I love this feeling of my identity being continually under construction and evolving according to the places I visit. (Comme l’a dit Einstein : La vie c’est comme une bicyclette, pour avancer il faut garder l’équilibre !).
    So I would like to know more about the origins of my DNA in order to visit all these places and discover what I share with them, and which new elements they can teach me, in order to become every day a bit more of a Weltbürgerin 🙂
    Nowadays in our globabl world it makes no sense to think with small communities and borders and differences, we live in one big world and I would like to discover as much of it as possible.

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  40. Ariane von heldenwetter on

    Läuft das Gewinnspiel noch? 🙂 Ich werf einfach mal meinen Namen in den Ring. Meine Familie wurde leider durch vergangene Kriege sehr stark in der halben Welt verstreut. Außer zu meinen nächsten Verwandten habe ich zu niemandem mehr Kontakt, und da die älteren Mitglieder meiner Familie bereits verstorben sind, als ich noch relativ jung war, habe ich auch nie die Möglichkeit gehabt, groß zu meiner Familiengeschichte zu recherchieren – abgesehen davon, dass es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ja eh nicht besonders gut war, nicht deutsch zu sein, und die entsprechende Herkunft da gerne verschleiert bzw. verdrängt wurde, weshalb ich vermutlich ohnehin nicht viel herausgefunden hätte… Tja – ich fänds einfach nett, mal zu wissen, aus welchen Teilen der Welt meine Vorfahren sozusagen zusammengefunden haben 😉

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  41. Steffi on

    Mmhh…umso weiter ich von Zuhause weg bin, umso näher bin ich bei mir selbst. Eigentlich etwas traurig.
    Was das Reisen mit Dir macht, und welchen Schalter es umlegt, ist immer ein großes Abenteuer. Das Loslassen und im Hier-und-Jetzt leben ist auch für mich immer wieder eine neue Herausforderung hier in meinem deutschen Alltag. Wo die Reise noch hingehen wird, weiß niemand! Die Reise zu Dir selbst ist immer die Wichtigste Reise in deinem Leben – egal ob Du sie heute ganz bewusst antrittst oder vielleicht erst zum Ende Deines Lebens hin.
    Sebastian, Dein Blog und die Podcasts sind großartig. Danke, dass Du uns an Deinem Leben teilhaben lässt!

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  42. Sabina on

    Sehr emotionaler Einblick.
    Ich lebe momentan in Salzburg, komme aber aus der Nähe von Ingolstadt. Ich fühle mich aber Österreich viel näher. Meine zweite Heimat ist Perth in Australien. Dort habe ich einige Zeit gelebt und bin gerade wieder zurückgekehrt. Außerdem habe ich gerade erst einige Zeit in Namibia gelebt und werde demnächst nach Kapstadt.

    Meine Großeltern kommen aus dem ehemaligen Sudentenland. Mein Großvater hat für Österreich gedient. Ich weiß, dass ich Verwandte in Tschechien habe. Dass ich nicht rein deutsch bin, das weiß ich, aber was ich wirklich bin, das weiß ich nicht.

    Leider habe ich meine Großväter nie kennengelernt, und auch von meinen Großmüttern musste ich mich schon verabschieden. Auf meiner Bucketliste steht: Den Geburtsort meiner Oma besuchen. Leider existiert dieser nicht mehr. Böhmisch-Haindl wurde ein Militärgebiet und jetzt ist dort nur noch Wiese. Dennoch zieht mich dieser Ort an, denn ich will wissen, woher ich komme. Auch wenn dort nichts mehr ist, zu wissen, da lebte ein Teil von dir, muss ein tolles Gefühl sein.

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  43. Jürgen on

    Sehr schöne und bewegende Worte Sebastian. Ich weiß woher ich komme und auch wohin ich gehe, zumindest für die nächste Zeit. Mach so weiter, finde deinen (euren) Weg einfach toll und lese gerne hier.
    LG Jürgen

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  44. World Whisperer on

    WOW – du hast ja wirklich schon wahnsinnig viel erlebt in deinem Leben – auch viele Schicksalsschläge… echt krass…

    Es ist schon spannend woher man kommt. Meine Mutter beschäftigt sich öfters mal mit unseren Vorfahren. Ich weiß, dass ich zu 1/4 Holländisch bin und ca. 1/16 Pole in mir habe. Der rest ist Urdeutsch.
    Ich frage mich dann immer was alle, die gegen Ausländer protestieren und Ausländer nicht in Deutschland haben wollen sagen würden, wenn sie mal ihre DNA analysieren würden und raufinden würden,d ass sie selber gar nicht 100% deutsch sind…

    LG Mel

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  45. Nord-Peru Reisen on

    Wow, ein super Artikel, den ich gerade verschlungen habe. Ich bin auch Deutsche, aber nach dem Abi in die Schweiz, dann Spanien, Frankreich und schliesslich die Malediven. Dann über 10 Jahre Frankreich, mein Mann ist Franzose und 2 deutsch-französische Jungs. Folgten Lebensabschnitte in Thailand, Amerika und Costa Rica (so kam ich auf Dich, über den Podcast mit Southtraveler) und jetzt sind wir seit 2 Jahren in Peru.

    Die Frage nach der Identität stellt sich bei uns hauptsächlich für die Kinder, denen das aber kein Problem erscheint.

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