Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer!

Es kommt immer alles anders, als man denkt… Mein Jahr 2015!

Es kommt immer anders, als man denkt. Und dieses Jahr kam wirklich alles anders, als ich dachte. 2015 war für mich ein ganz besonderes Jahr, und das nicht nur wegen der vielen genialen Reisen und Abenteuer, die ich erlebt habe, sondern auch wegen der persönlichen und durchaus sehr wichtigen Entscheidungen, die ich getroffen habe. Entscheidungen, die mich verändert haben, die Off The Path verändert haben, die mein Leben komplett umgekrempelt haben. Denn 2015 startete ein ganz neues Abenteuer für mich!

Mein Jahr 2015

Es kommt immer alles anders, als man denkt…

Silvester in Schottland

Anfang des Jahres wusste ich noch gar nicht, was 2015 alles auf mich zukommen wird und wie sehr dieses Jahr eigentlich meine gesamte Zukunft bestimmen wird. Denn wie auch das Jahr zuvor startete ich dieses Jahr in Schottland mit einer genialen Hogmanay Party und einem richtig schönen Feuerwerk über Edinburgh Castle.

Letztes Mal MATKA in Finnland

Und ebenfalls wie das Jahr zuvor ging es für mich ein paar Tage später nach Finnland, um die größte Reisemesse Skandinaviens namens MATKA als Mitorganisator ein letztes Mal so richtig zu rocken. Ganz genau: ein letztes Mal. Kurz darauf entschied ich mich, 2016 nicht mehr bei der Organisation der Messe mitzuhelfen. Das war der erste Schritt in mehr Unabhängigkeit, auch wenn ich mir dessen Anfang des Jahres nicht wirklich bewusst war.

3 Monate Bali

Mitte Januar machten Line und ich uns auf, um für mehrere Monate nach Bali zu ziehen. Das war jedenfalls der Plan. Wir mieteten uns zusammen mit Conni von Planet Backpack eine fette Villa mitten im Dschungel von Ubud. Später kamen auch noch andere digitalen Nomaden und Blogger dazu, darunter Simone von datingrocks.de, Thomas von travelguide.ch und Jerome.

Ich hatte mitunter meine produktivste Phase des Jahres in dieser Villa, bin jeden Morgen sehr früh aufgestanden und habe an meinem ersten, eigenes Buch geschrieben. Ohja – mein erstes Buch! Dazu später mehr.

Jahresrückblick Bali

Zudem haben Conni, Line und ich während unseres Blog Camp Retreats eine Woche lang intensiv mit anderen, angehenden Blogpreneuren an ihren Projekten gearbeitet, was mir unheimlich viel Spaß gemacht hat. Dieses Jahr habe ich besonders gemerkt, wie toll es ist, andere Menschen zu coachen und zu sehen, wie sie mit ihrer eigenen Idee Erfolg haben. Es gibt kaum ein erfüllenderes Gefühl und ich bin mir sicher, auch in Zukunft noch weitere solcher Retreats gemeinsam mit Line zu organisieren.

Nach mehreren Wochen im Yoga-Nirvana und Veganer-Paradies Ubud wollten Line und ich ans Meer und beschlossen aus der Villa und stattdessen nach Canggu zu ziehen. Es dauerte nicht lang, bis uns klar wurde, dass Canggu einer dieser ganz besonderen Orte ist. Ein Ort, der sich wie zuhause anfühlt, und an den wir sicherlich bald wieder zurückkehren würden! Wie bald, war uns zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht klar.

Kurzer Zwischenstopp in Berlin

Während Line noch rund 2 Wochen allein in Canggu verbrachte, flog ich für das ITB Blog Camp nach Berlin um mit Conni unser letztes gemeinsames Blog Camp zu rocken. Danach hatten wir uns dazu entschieden, getrennte Wege zu gehen, damit sich jeder mehr auf seine eigenen Projekte und Ideen konzentrieren kann – eine schwierige und dennoch sehr gute und wohlmöglich die bedeutsamste Entscheidung des Jahres. Denn nur wegen ihr, traf ich, oder besser Line und ich auch andere, wichtige Entscheidungen, die unsere Zukunft bestimmen sollten.

Spontaner Roadtrip entlang Australiens Westküste!

Nach meinen paar Tagen in Deutschland ging es für mich nicht zurück nach Bali, sondern nach Perth, wo Line am Flughafen auf mich wartete. Denn wir hatten uns spontan zu einem längeren Roadtrip entlang Australiens Westküste entschieden. Eigentlich wollten wir noch für ein bis zwei Wochen nach Westaustralien, und dann wieder nach Bali, dachten uns aber, wenn wir schonmal hinfliegen, warum nicht gleich für länger. Und so kam es dann auch!

Insgesamt 5 Wochen sind wir mit einem wirklich kleinen Camper Van zunächst von Perth runter in den Süden bis nach Albany gefahren, und dann wieder hoch an Perth vorbei, über Broome und Katherine bis nach Darwin! Dabei haben wir knapp 7.400 Kilometer zurück gelegt und einige, geniale Abenteuer erlebt und waren zum Bespiel mit Walhaien in Exmouth schnorcheln.

Abenteuer pur in Neuseeland!

Ebenfalls recht ungeplant, aber dafür umso genialer, war auch unser darauf folgender Roadtrip über die Südinsel Neuseelands. Als feststand, dass wir definitiv nach Australien reisen werden, kam uns die Idee, auch weiter nach Neuseeland zu fliegen. Aus dieser mehr träumerischen Vorstellung wurde bald eine Tatsache und so reisten wir nach unserem Roadtrip entlang Australiens Westküste auch noch mit einem Camper über Neuseelands Südinsel.

Zum Glück war unser Camper diesmal um einiges größer, und noch dazu warteten in Neuseeland wesentlich mehr Abenteuer auf uns! Nicht umsonst nennt sich Neuseeland das Abenteuer-Land – hier kannst du wirklich unheimlich viel erleben! Jeden Tag stürzten wir uns in ein neues Abenteuer: Canyoning, Quad-Bike fahren, Kajaken auf dem offenen Meer oder mit wilden Delfinen schwimmen. Mein Highlight war der Sprung aus dem Flugzeug aus 15.000 Fuß Höhe über Queenstown und den schneebedeckten Remarkables! Im wahrsten Sinne des Wortes ATEMBERAUBEND!

Milford Sounds New Zealand

Zurück in Berlin und Europa

Nach all den Erlebnissen und einem einwöchigen Zwischenstopp in Sydney ging es für Line und mich zurück nach Berlin. Schon komisch, wie sich alles entwickelt hatte, denn eigentlich war unsere Idee für rund ein halbes Jahr auf Bali zu sein und nur kurz, maximal zwei Wochen, nach Australien zu fliegen. Dass wir am Ende knapp 2 Monate unsere Bali-Zeit in Australien und Neuseeland verbringen würden, hätten wir uns vorher niemals ausmalen können!

Aber genau das ist schließlich meine Philosophie und auch die Philosophie von Off The Path: Je weniger du planst und umso mehr du dich treiben lässt und drauf hörst, was dein Herz dir sagt, umso mehr Abenteuer erlebst du und umso mehr wirst du auch leben!

Neue Zukunftspläne

Apropos Abenteuer…sobald Line und ich zurück in Berlin waren, hatten wir schon ein neues Abenteuer im Kopf: Wir wollten den Winter in Südafrika verbringen und Deutschland ganz den Rücken kehren. Da wir in den letzten Jahren kaum Zeit in Deutschland verbracht hatten, und auch in Zukunft vorhatten, viel zu verreisen, entschieden wir uns dazu, unsere Wohnung in Berlin Kreuzberg zu kündigen. Und noch viel mehr: Wir entschieden uns dazu, uns ganz aus Deutschland abzumelden!

Gesagt, getan. Der Flug nach Südafrika war kurz darauf gebucht und das Kündigungsschreiben für die Wohnung ebenfalls auf dem Weg zum Vermieter. Termine, um unsere Reisepässe zu erneuern, wurden gemacht, und die Abmeldung aus Deutschland wurde ebenfalls so langsam in die Wege geleitet…

Ein entschiedenes Event: Das Mastermind in Sitges

Aber erstmal ging es für mich zu einem entscheidenen Event nach Sitges bei Barcelona, um genauer zu sein zu einem Mastermind mit anderen online Entrepreneuren. Entscheidend insofern, als dass ich dort ein paar sehr wichtige Erkenntnisse gewonnen habe, die besonders den zukünftigen Werdegang Off The Paths betrafen. Ich war in ein Loch gefallen. Ich hatte keine Motivation mehr, für den Blog zu schreiben. Die Monate zuvor hatte ich höchstens eine Beitrag im Monat veröffentlicht, kümmerte mich gar nicht mehr um meinen Newsletter und hielt meine Social Media Seiten geradeso am Leben. Off The Path und ich – wir passten nicht mehr zusammen. Mein Feuer brennte nicht mehr. Ich wollte den Blog aufgeben. Fast.

Neuer Kurs für Off The Path

Doch ich konnte es nicht. Ich konnte Off The Path nicht einfach so aufgeben, einfach so wegschmeißen. Schließlich hatte ich dem Blog die ganzen letzten Jahre, die ganzen Reisen und genialen Abenteuer, die Freundschaften und meinen Schritt in die Selbstständigkeit, in die Unabhängigkeit und Freiheit zu verdanken. Sowas schmeißt man nicht einfach weg!

Stattdessen entschied ich mich dazu, mir jemanden zu suchen, der sich in Zukunft um den Blog kümmert. Der Beiträge schreibt und die gesamte Arbeit rund um den Blog, von SEO, über Newsletter-Marketing und Social Media, bis hin zu Kooperationen übernimmt. Das war der Plan, die Idee, die ebenfalls nicht zur Realität werden sollte. Aber auch das stelle sich erst später heraus.

Barcelona, Baby?

Denn erstmal trafen Line und ich uns in Barcelona, wo wir knapp 3 Wochen verbringen wollten, um zu arbeiten und gleichzeitig diese, wie wir damals noch dachten, tolle Stadt zu genießen. Aber irgendetwas stimmte nicht. Irgendetwas hatte sich verändert. An dieser Stadt, oder viel mehr an uns. Während Barcelona für uns letztes Jahr noch eine der besten Städte überhaupt war, in der wir uns sogar vorstellen konnten, eines Tages länger zu leben, fanden wir die Stadt diesen Sommer einfach nur schrecklich.

Voll, laut, stickig, kein Grün, und überall Beton. Wie in einem Gefängnis. So fühlten wir uns auf einmal in Barcelona.

Doch was hatte sich geändert?

Wir!

Nach 2 Monaten mit dem Camper durch Australien und Neuseeland, durch wilde Natur, durch grenzenloses Nichts und vollkommen frei, konnten wir uns ein Leben mitten in der Großstadt nicht mehr vorstellen. Umgeben von Grün aufzuwachen, das Meer zu hören und zu riechen, das ist das, was uns glücklich macht, und eben nicht auf graue Betonwände starren zu müssen, Abgase zu riechen und das ständige Gewusel um sich herum zu haben.

Es war sogar so schlimm, dass ich kurz davor war, abzuhauen. Ich habe es in diesem Betondschungel einfach nicht ausgehalten. Line und ich haben sogar schon geschaut, wo wir spontan hinfliegen könnten und noch ein günstiges Apartment kriegen würden. Leider haben wir keine wirklich gute Alternative gefunden, blieben noch bis zum Ende in Barcelona, und machten das Beste draus.

Schon komisch, wie man sich über die Jahre verändert und sich auf einmal irgendwie fast selbst fremd wird. Aber ich denke, das gehört wohl zum Erwachsenwerden dazu. Und um ehrlich zu sein, ist es doch auch toll, zu erkennen, was einen wirklich glücklich macht und was eben nicht. Jetzt wissen wir schonmal, dass wir lieber nicht im Zentrum einer hektischen Großstadt leben wollen!

Roadtrip durch Südtirol

Zum Glück ging es für Line und mich nach unserer Zeit in Barcelona direkt wieder auf einen Roadtrip. Und diesmal gar nicht mal so weit weg, sondern durchs schöne Südtirol im Norden Italiens. Wenn du auf der Suche nach einer Region bist, die viel zu bieten hat, aber nicht weit weg ist, kann ich dir Südtirol nur empfehlen. Hier warten geniale Abenteuer und unheimlich leckeres Essen auf dich! Wir waren unter anderem Klettern, Mountainbiken und Kite-Surfen, und haben uns die längste und steilste Zipline Europas runtergestürzt. Diese Zeit in Südtirol umgeben von Natur und Bergen tat uns nach den paar Wochen in Barcelona richtig gut!

Hotel Leitlhof South Tyrol / Südtirol

Arbeit, Arbeit, Arbeit

Nachdem Line und ich noch einen zweiwöchigen Zwischenstopp bei Familie und Freunden in Köln eingelegt hatten, sind wir wieder zurück nach Berlin und haben uns auch gleich an die Arbeit gemacht. Denn es stand so einiges an, vor allem was Off The Path anging. Ich weiß heute nicht mehr, wann mir die Idee kam, aber eins stand fest: es musste ein neues Design für Off The Path her!

Neues Design für Off The Path

Vielleicht konnte ich mich auch nicht mehr mit dem Blog identifizieren, eben weil er nicht mehr das verkörperte, wofür ich lebe. Da ich mich immerhin dazu entschlossen hatte, den Blog nicht aufzugeben, sondern weiter zu führen, musste nun wenigstens ein neues Design her. Line und ich überlegten viel, wie es aussehen könnte, und schrieben bereits mit den ersten Designer hin und her. Und da fing irgendetwas in mir bereits an zu kribbeln, sich zu bewegen und heiß zu werden. Aber dieses Gefühl hatte ich zunächst ignoriert und mich nicht wirklich mit dem beschäftig, was da in mir vorging.

Nina wird Teil des Teams

Ich hatte schließlich auch genug Ablenkung. Nach meiner Entscheidung, mir Unterstützung für Off The Path zu suchen, haben wir auch recht schnell die richtige Person gefunden: Nina! Und Nina musste die ersten Tage natürlich eingearbeitet werden, weshalb ich nicht wirklich auf das hörte, was in mir passierte. Vielmehr sprudelten die Ideen nur so aus uns allen raus, und wir arbeiteten jeden Tag von morgens bis abends alle zusammen an Off The Path.

Mein erstes eigenes Buch!

Und es hörte nicht auf mit den Ablenkungen, denn auf einmal war er da, der große Tag: Mein erstes eigenes Buch erschien im Buchhandel! “Off The Path – Eine Reiseanleitung zum Glücklichsein” – WOW! Line und ich sind an diesem Tag von einer Buchhandlung in die Nächste gerannt, um zu schauen, ob das Buch auch wirklich ausliegt, und das tat es! Es ist so ein unbeschreibliches Gefühl, sein eigenes Buch in einem Laden zu sehen, das kannst du dir gar nicht vorstellen! Und richtig krass: Mein Buch war innerhalb der ersten Tage sogar auf Amazon ausverkauft!

Ich werde diesen Tag nie vergessen, unsere Füße taten uns sogar so weh, dass wir uns spontan Birkenstock-Sandalen gekauft haben, die wir seitdem immer tragen. Und ich werde auch die Tage danach nie vergessen, wie ich alle paar Stunden auf Amazon geschaut habe, wie viele Bücher noch auf Lager sind und mir wirklich jede Rezension durchgelesen habe. Ok, um ehrlich zu sein, schaue ich auch heute noch fast täglich auf Amazon vorbei, das wird sich wohl auch nie ändern…aber ich glaube, dass das jeder so machen würde, wenn das erste eigene Buch erscheint!

Dieser Tag war wohl das erste, größere Highlight dieses Jahres, obwohl ich nicht gerne in Highlights spreche. Denn das bedeutet, dass man anfängt zu vergleichen und so gleichzeitig Erlebnisse schlechter dastehen lässt, als sie sind. Dabei ist jede Erfahrung doch an sich besonders!

Die letzten Sommerwochen

Nach diesem Tag ging jedenfalls alles auf einmal super schnell. Und auch wenn Line und ich so einiges, was unsere Wohnung und unsere Abmeldung aus Deutschland betraf, zu tun hatten, hielt uns das natürlich nicht von weiteren Reisen und Abenteuern ab. So ging es für uns auf eine kleine Spritztour mit einem Porsche durch Norddeutschland, und gemeinsam mit Nina für eine Woche in ein cooles Surfcamp nach Marokko! Line und ich sind zudem für einen kurzen Trip nach Amsterdam geflogen sowie noch einmal nach Südtirol, wo ich als Teil der Jury die Gewinner des diesjährigen Südtiroler Medienpreises ausgewählt habe.

surfen marokko

Endlich Minimalist und ohne wirkliches Zuhause!

Und dann war der 30. September auf einmal da. Der Tag, an dem wir unsere Wohnung abgeben mussten. Der Tag, an dem wir quasi obdachlos wurden. Wir hatten all unsere Möbel verkauft und noch ein bisschen Krimskrams übrig, der am Morgen vom Speermüll abgeholt wurde. Und das war echt nicht wenig. Ich war ehrlich gesagt ziemlich erschrocken über mich selbst, wie viel Zeugs ich doch so über die letzten Jahren angesammelt hatte! Es war sogar so viel, dass wir dem Speermüll ordentlich Geld zahlen mussten, damit sie alles mitnehmen(Schau dir an, warum wir 1.500 € für Müll zahlen mussten!)

Aber dann war endlich alles weg. Line und ich haben jeweils nur 2 Umzugskartons mit Winterklamotten, Büchern und ein paar Erinnerungsstücken behalten, und hatten zudem unsere beiden Handgepäck-Rucksäcke gepackt. Das war’s. Das ist alles, was wir nun noch besitzen. Mehr nicht. Und dieses Gefühl tut so unglaublich gut! Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie befreiend es ist, nicht mehr viel zu besitzen! Nichts mehr, worüber du dir Gedanken machen musst, nichts mehr, was du mitnehmen, packen, lagern und was weiß ich was mit machen musst. Freiheit pur!

Bye, Bye Berlin und Deutschland! Beginn eines neuen, großen Abenteuers

Nach ein paar entspannten Tagen bei meinen Eltern in Hannover sind Line und ich morgens am 7. Oktober mit dem Zug nach Hamburg gefahren, haben vormittags noch ein wenig im Betahaus gearbeitet und dann, gegen Mittag, stand für mich ein weiteres Highlight an: Ich hielt einen Vortrag für Google!

Ich hätte mir nie denken können, dass ich einmal für ein solch großes und bekanntes Unternehmen einen Vortrag halten werde. Ich, der Halbspanier aus Mallorca, der sich vor ein paar Jahren mit einem Blog selbstständig gemacht hatte, stand auf einmal für Google auf der Bühne. Unglaublich! Ich war so nervös, und auch wenn es genial war, war ich genauso froh, als der Vortrag endlich vorbei war!

Denn das hieß gleichzeitig, dass auch unsere Zeit in Deutschland vorbei war. Knapp eine Stunde nach meinem Vortrag machten Line und ich uns auf den Weg zum Flughafen, und flogen über München und Dubai nach Bangkok. Vorerst ohne Rückflug-Ticket nach Deutschland, und auch ohne Plan in den nächsten Jahren, oder überhaupt, wieder für länger zurück zu kommen.

Einmal quer durch Asien!

Tja, und da waren wir nun, in Bangkok. Hier, oder besser im Süden Thailands fing damals alles an. Hier entschied ich mich, mich mit Off The Path selbstständig zu machen. Und seither bin ich jedes Jahr mehrmals nach Thailand zurück gekommen. Aber diesmal sollte Bangkok nur ein kurzer Zwischenstopp sein. Für uns ging es zwei Tage später nämlich mit unseren Freunden Isa und Martin weiter zu einem ganz besonderen Ort: Bali!

Line und ich hätten echt nicht gedacht, dass wir so schnell, rund 7 Monate später schon wieder hierher zurück kommen werden. Und es tat so gut! Wir mieteten uns zusammen mit Isa und Martin ein wunderschöne Villa in Canggu, waren jeden Tag surfen, haben gemeinsam viel gearbeitet und immer super gesund und lecker gegessen. Ich liebe das Leben auf Bali und die balinesische Kultur einfach! Und ich bin mir sicher, dass wir nächstes Jahr wiederkommen werden!

Nach zwei Wochen auf Bali sind Line und ich über Singapur nach Hong Kong geflogen, wo wir zur Hochzeit von Lines Freundin eingeladen waren und gleich ein paar Tage geblieben sind. Gewohnt haben wir in einem super kleinen Apartment, oder mehr in einer Schuhbox, wie das in Hong Kong so üblich ist. Und schon wieder merkten wir, dass solche Großstädte einfach nichts für uns sind. Genau wie in Barcelona fühlten wir uns eingeengt und fanden es schrecklich, nur auf Häuserwände zu starren.

 

Content Rockstars wird gegründet!

Wir waren aber nicht nur wegen der Hochzeit in Hong Kong, wir hatten auch etwas Anderes vor. Denn Line und ich haben uns für einen gemeinsamen, großen Schritt entschieden: Wir haben zusammen ein Unternehmen in Hong Kong gegründet! Wir hatten bereits alles von Deutschland vorbereitet, ebenfalls in den letzten Wochen, während wir uns auch um die Auflösung unserer Wohnung und die Abmeldung aus Deutschland kümmerten. Nach einigen E-Mails hin und her, und viel Papierkram war Content Rockstars endlich geboren und nun mussten wir noch die Original-Dokumente abholen und uns um ein Bankkonto kümmern.

Dieser Schritt war nie wirklich geplant, er kam ganz natürlich und fühlte sich einfach richtig an. Und ohne festen Wohnsitz in Deutschland, brauchten wir auch einen neuen Firmensitz für unser neues, gemeinsames Unternehmen. Dieser Sitz ist nun Hong Kong!

Victoria Peak Hong Kong

Relaunch von Off The Path

Von Hong Kong flogen Line und ich weiter nach Chiang Mai, in den Norden Thailands, wo wir uns wieder mit Isa und Martin trafen. Ein paar Tage später kam auch Nina dazu, und als einer der Hotspots für digitale Nomaden, war unser Programmierer Dennis ebenfalls in Chiang Mai. Auch wenn so viel passiert war und wir viel unterwegs waren, haben wir uns alle weiterhin um das neue Design von Off The Path gekümmert, und Stück für Stück wurde es etwas.

Bis es dann wirklich soweit war und wir das neue Off The Path von einem kleinen Café aus in Chiang Mai online stellten! Gott, war das spannend! Zuerst funktionierte nicht alles wie gedacht, aber dann stand die Seite endlich und ich konnte sie der Welt, ich konnte sie dir zeigen. Ich war so überwältigt und so glücklich, diesen Schritt gegangen zu sein. Auf einmal war ich wieder stolz auf Off The Path, auf einmal gehörten wir wieder zusammen!

Das gesamte Branding des Blogs spiegelt nun wider, wofür ich lebe und was meine Philosophie ist. Unsere neue Tagline verkörpert auch genau das: Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer! Denn ich will, dass auch du deinen Traum lebst und jeden Tag das Beste aus deinem Leben machst und wirklich anfängst zu leben. Wir haben nämlich nur dieses eine Leben – Vergiss das nicht!

Zudem gibt es viele neue Funktionen für dich wie zum Bespiel unsere sogenannten Country Guides, wo du die wichtigsten Infos zu den einzelnen Ländern findest, aber auch eine coole Ressourcen-Seite und unseren neuen Off The Path Shop. Wir verkaufen jetzt nämlich auch unsere ganz eigenen Anziehsachen, wie zum Beispiel super coole T-Shirts für Abenteurer, aber auch richtig gemütliche Pullis! Natürlich alle selbst designt und persönlich auf Tragekomfort und Passform getestet!

Off The Path bei Galileo

Noch etwas Geniales und für mich Unglaubliches geschah am Launchtag: Galileo sendete einen Beitrag über Off The Path und mein Leben als Reiseblogger! Unser Kurz-Trip nach Amsterdam im Sommer war nämlich einer der zwei Drehtage für die Sendung. Line und ich sind an diesem Tag ganz früh morgens von Berlin nach Amsterdam geflogen, haben den ganzen Tag gedreht, und sind nachts gegen 12 Uhr wieder in Berlin gelandet. Natürlich war es auch kein Zufall, dass der Bericht an diesem Tag kam, das hatten wir alles mehr oder weniger so geplant. Und all der Stress hat sich gelohnt! Es waren zwischenzeitig fast 2.000 Leute gleichzeitig auf der Seite, das hatte ich noch nie! Ein unbeschreibliches Gefühl!

Neues Land, neues Glück

Nach dieser Achterbahnfahrt der Gefühle, dem ganzen Stress und dem unbeschreiblichen Glück flogen Line, Nina und ich über Bangkok nach Südafrika. Es war schon immer ein Traum von mir, in dieses Land zu reisen und endlich ging er in Erfüllung. Von der ersten Sekunde an habe ich mich hier richtig wohlgefühlt. Ich kann es gar nicht beschreiben, aber die Leute hier sind einfach so nett und vor allem Johannesburg ist ganz anders als du vielleicht denkst!

Nur Reisen bildet!

Wir haben insgesamt eine Woche in dieser Stadt verbracht und in einem coolen Studio-Apartment mitten im hippen Viertel Maboneng geschlafen. An einem Tag ging es auch auf eine Walking-Tour durch Soweto, dem berühmt-berüchtigten Township. Und ich war echt schockiert – schockiert über mich selbst! Ich hatte dieses Bild von purer Armut, von zusammengebretterten Blechhütten und Dreck im Kopf. Dabei gehören 90% der Einwohner Sowetos zur Mittelschicht und das Township sieht wie ein ganz normaler Vorort aus. Für mich wurde mal wieder klar: nur Reisen bildet! Du musst es mit eigenen Augen gesehen haben, und darfst nicht blind darauf vertrauen, was die Medien dir erzählen!

Kapstadt: Unser neues Zuhause

Nach Johannesburg ging es für uns direkt weiter nach Kapstadt. Hier sind Line und ich jetzt schon seit etwas über einem Monat, wobei wir die ersten Wochen in einem richtig coolen Apartment in Woodstock gewohnt haben. Nina war bis letzter Woche auch noch hier, und wir haben in der Zeit viel zusammen gearbeitet und erlebt. Diese Stadt ist einfach der Wahnsinn! Du kannst mal eben zum Sonnenuntergang an den Strand nach Camps Bay fahren, oder hoch zum Signal Hill. Egal wo, die Natur ist nicht weit und das Meer auch nicht! Für mich gehört Kapstadt deshalb zu einer der besten Städte, in denen ich bisher war!

Aktuell leben Line und ich in einem super gemütlichen Haus in Table View, einem Vorort von Kapstadt, nur 400 Meter vom Strand entfernt, und haben uns in ein neues Abenteuer gestürzt: Housesitting! Wir passen hier nämlich auf drei super süße Katzen auf, während die Besitzer über Weihnachten und Silvester im Urlaub sind.

Knapp 4 Wochen leben wir hier, zahlen keine Miete und haben sogar ein großes Auto zur Verfügung bekommen. Für uns ist das einfach nur genial, denn wir können wie Einheimische leben, haben Tiere um uns herum und sparen uns eine Menge Mietkosten für Haus und Auto! Seither haben sich unsere Reiseausgaben auch halbiert und wir planen schon die nächsten Housesits fürs neue Jahr. Ich schreibe gerade auch an einem eBook zu dem Thema, denn ich kann mir gut vorstellen, dass Housesitting auch etwas für dich sein könnte, oder?

warum backpacken

Es kommt immer anders, als man denkt!

Es ist schon verrückt, was dieses Jahr alles passiert ist. Ich kann es noch gar nicht ganz glauben. So viele, geniale Erfahrungen und Erlebnisse, und so wichtige Entscheidungen, die ich, die Line und ich zusammen getroffen haben. Wir sind in Neuseeland aus einem Flugzeug gesprungen, ich habe mein erstes, eigenes Buch veröffentlich, Line und ich haben unsere Wohnung aufgeben und uns aus Deutschland abgemeldet. Wir haben unser gemeinsames Unternehmen zusammen in Hong Kong gegründet, sind früher als gedacht wieder nach Bali zurück geflogen und leben nun hier als Housesitters in einem tollen Haus im wunderbaren Kapstadt. Wir haben nun kein wirkliches Zuhause mehr, und sind doch überall zuhause.

Aber das Krasseste, das dieses Jahr passiert ist, ist die Veränderung in mir selbst. Ich hatte meinen Antrieb verloren, wollte Off The Path zunächst aufgeben, und hatte dann den Plan, den Blog und die ganzen Aufgaben drumherum abzugeben. Stattdessen kam alles anders. Auch wenn ich es anfangs ignoriert hatte, dieses Kribbeln, dieses Gefühl in mir, weiß ich nun, was es damals und auch jetzt zu bedeuten hat: Sie ist wieder da, meine Motivation. Meine Leidenschaft für den Blog. Meine Liebe zu Off The Path.

Ich schreibe mittlerweile wieder viele neue Beiträge, verschicke regelmäßig Newsletter und habe unendlich viele Ideen für Off The Path.

Ich bin so kreativ und produktiv wie nie zuvor, und das tut unheimlich gut! Und natürlich hat das auch etwas für dich zu bedeuteten: Off The Path ist nun wieder voll und ganz für dich da, ich bin wieder für dich da, um dich zu inspirieren, jeden Tag zu deinem Abenteuer zu machen. Genau darum geht es mir: Ich möchte, dass du wie ich die Welt entdeckst, Abenteuer erlebst und vor Herausforderungen nicht zurückschreckst. Denn es gibt nichts Erfüllenderes als zu reisen, als die Welt mit eigenen Augen zu sehen und über sich selbst hinauszuwachsen!

In Zukunft werden deshalb einige eBooks zu bestimmten Ländern, aber auch zu konkreten Reisethemen rauskommen. Zudem starten wir ab Januar mit einem neuen Off The Path Podcast, bei dem ich in jeder Folge mit einem interessanten Menschen über ein spannendes Reisethema quatsche. Es sind geniale Reisen und Abenteuer geplant, über die wir natürlich wie gewohnt berichten werden und auf die wir dich mitnehmen. Dank der neuen Drohne und der Osmo werden unsere Videos und Bilder jetzt auch immer besser, und ich freue mich schon, neue Perspektiven auszuprobieren, rumzuspielen und geniales Material zu sammeln. Alles, um dich dazu zu inspizieren, ebenfalls jeden Tag zu deinem Abenteuer zu machen!

Life’s an adventure!

Jahresrückblick

Sie ist mein größtes Abenteuer!

Letztendlich habe ich dieses Jahr eins gelernt: Pläne bringen nicht wirklich etwas, denn es kommt immer alles anders, als man denkt. Und das ist völlig in Ordnung, das ist auch das tolle am Leben: es ist ein Abenteuer!

Deshalb: Verplane nicht dein ganzes Leben, hör viel mehr auf dein Herz, lass dich treiben und lebe im Hier und Jetzt!

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14 Kommentare zu „Es kommt immer alles anders, als man denkt… Mein Jahr 2015!

  1. Isa on

    Hey Sebastian, deine Geschichte ist unglaublich schön und wenn ich nicht wüsste wie viel Arbeit dahinter steckt, würde ich glauben dass das ein Märchen ist.
    Ich finde es gut wie du auf dein Herz gehört hast und dich so von einem unglaublichen Erlebnis zum anderen bewegt hast.
    Ich wünsche dir alles Gute für 2016, bleib so wie du bist und genieße das Leben als frisch verheirateter Mann.

    Antworten
  2. Sylvia on

    Hi Sebastian, es freut mich total zu hören, dass du die Liebe zu deinem Blog wieder gefunden hast. Ich kann gut verstehen, dass man solch ein Blog-Baby nicht einfach aufgeben möchte. Die Phase in der du gezweifelt hast, ob es noch das Richtige für dich ist, ist wahrscheinlich Teil des Prozesses. Ich fand auch schön, dass du mit uns die Erfahrung geteilt hast, wie du wieder ein Stück Erwachsener geworden bist. Und, nebenbei bemerkt, ich finde man merkt es auch an der Art wie du jetzt mit deinen Lesern kommunizierst. Mir macht es richtig Spaß deine Newsletter zu lesen, deine Videos zu schauen und deine Blogbeiträge zu lesen. Ich bin gespannt auf deinen Podcast und werde bestimmt auch dort regelmässig reinhören. Weiter so und liebe Grüße nach Kapstadt!

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  3. Stefan Schäfer on

    Hey Sebastian,

    ein wirklich wunderschöner Artikel von Dir. Line und Du, Ihr seid ein ganz tolles Team.

    Obwohl ich noch nicht so lange dabei bin, macht es immer wieder Spaß Deine täglichen Vlogs zu verfolgen und
    Deinen Newsletter zu lesen.

    Wünsche Euch einen ganz ganz tollen Rutsch ins Jahr 2016 und viel Spaß bei allen geplanten Unternehmungen.
    Weiß leider nicht, wann es bei Euch aufgrund der Zeitverschiebung mit dem Jahreswechsel soweit ist…

    Vor allem bleibt bitte so wie Ihr seid, dann ist alles gut.

    Liebe Grüße aus Nordrhein-Westfalen

    Stefan

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  4. Maria Anna on

    Hey Sebastian,

    ich mag deinen Jahresrückblick total gern, gerade weil du mit allem so offen umgehst und hinter deine Fassade blicken lässt. Darin übe ich mich gerade 🙂 Ab nächstem Jahr noch mehr das, was uns gut tut!

    Hab einen guten Rutsch und ein ganz wunderbares 2016 🙂

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  5. Arzp Travels on

    Das klingt ja wirklich nach einen erlebnisreichem Jahr. Natürlich möchte ich auch gerne von meinem
    Blog und meinem
    Instagramaccount leben, jedoch könnte ich mir nicht vorstellen nur unterwegs zu sein und ich freue mich jedes Mal heimzukommen – selbst schon nach 2 Wochen. Respekt dafür. Ich denke, viele Menschen beneiden das Leben von dir aber sind sich nicht bewusst, wieviel Arbeit tatsächlich dahinter steckt. Ein erfolgreiches und gesundes 2016! ?

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