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Meine ganz eigene momondo DNA Journey

Advertorial momondo

Schon seit ich kleines Kind war, beschäftige ich mich mit der Frage, wer ich eigentlich bin. Nicht etwa, weil in mir ein kleiner Philosoph steckt – nein. Vielmehr weil ich mich durch die Gesellschaft, durch mein Umfeld seit ich denken kann mit dieser Frage auseinandersetzen muss. Wenn du diesen Reiseblog bereits etwas länger liest, kennst du meine Geschichte sicherlich schon: Ich wuchs als Sohn einer Deutschen und eines Spaniers auf Mallorca auf und zog später im Teenageralter mit meiner Mutter und meinem Bruder nach Deutschland.

Egal ob in Spanien oder Deutschland, ich gehörte nie dazu. Immer war ich der Außenseiter: Unter den Spaniern war ich der Deutsche, unter den Deutschen der Spanier. Auf meinen vielen Reisen spielte meine Herkunft bei Gesprächen mit Einheimischen oder anderen Reisenden dann genauso oft eine Rolle und statt mich für ein Land festzulegen, entschied ich mich für die bequemste Antwort: “Ich bin Europäer”. Diese Antwort befriedigte die meisten nicht nur, sondern tat mir auch richtig gut. Ich hatte meinen Frieden mehr oder weniger gefunden, zumindest vorzeitig.

Dennoch kam die Frage immer wieder auf und lies mich einfach nicht los. Bin ich nun Spanier oder Deutscher? Oder bin ich schlichtweg beides? Ich sehe mit meinen blonden Haaren und blauen Augen zwar aus wie ein Deutscher, habe aber das Temperament eines Spaniers und liebe den Sommer, die Sonne, das Meer und das spanische Essen. Dennoch machten mich diese möglichen Antworten nicht glücklich, schließlich fühlte ich mich in keinem der beiden Länder wirklich zuhause.

Jetzt, mit 28 Jahren, habe ich dank der DNA Journey von momondo endlich eine Antwort auf diese Frage bekommen. Eine Antwort, die mich – offen gesagt – enttäuscht und gleichzeitig auch zum Lachen gebracht hat. Eine Antwort, dank der ich näher zu mir selbst gefunden und mich gleichzeitig auch wieder ein Stückchen von mir entfernt habe. Eine Antwort, die zeigt, wie wichtig Offenheit und Toleranz in unserer Welt sind und wie falsch Rassismus oder Ausländerfeindlichkeit. Eine Antwort, die jeden zum Nachdenken bringen sollte, so wie sie auch mich zum Nachdenken und zu einer wichtigen Erkenntnis gebracht hat. Eine Antwort, die dich überraschen wird, genauso wie sie mich überrascht hat – bist du bereit?

Wer bin ich?

Das Ergebnis meiner momondo DNA Journey und die Erkenntnis, dass die Herkunft keine Rolle spielt!

Die momondo DNA Journey

Als Reisejunkie hast du bestimmt schon von der momondo DNA Journey gehört: Letztes Jahr rief momondo mit einem bewegenden Video zu mehr Toleranz und Offenheit in unserer Welt auf. Falls du es noch nicht gesehen hast, habe ich das Video hier nochmal für dich – schau es dir unbedingt an!

So funktioniert unsere DNA und der DNA Test

Deine DNA wird dir zur Hälfte von deiner Mutter und zur anderen Hälfte von deinem Vater vererbt, die wiederum ihre DNA jeweils zur Hälfte von ihren Eltern mitbekommen haben. So ist von jedem deiner Vorfahren ein Stückchen in dir drin und deine DNA ein ziemlich bunter Mix. Der DNA-Test selbst wird nicht von momondo durchgeführt, sondern von deren Partner AncestryDNA.

Mit AncestryDNA kannst du nicht nur herausfinden, welche ethischen Gruppen in dir schlummern, sondern auch Stammbäume anlegen und so entfernte Verwandte online finden. Zudem bekommst du Dokumente vorgeschlagen, zum Beispiel von Volkszählungen, die für dich und deine Familie relevant sein könnten. Dank deiner DNA-Ergebnisse bekommst du also eine Idee, woher deine Vorfahren stammen. Dabei beziehen sich diese Ergebnisse auf vier bis fünf Generationen vor dir – ziemlich spannend also!

Lesetipp: Mehr über die DNA-Ergebnisse von AncestryDNA, was sie im Detail bedeuten und wie du sie richtig interpretierst, erfährst du in diesem ausführlichen Beitrag (auf Englisch)! https://thegenealogyguide.com/how-to-interpret-your-ancestry-dna-test-results

Ins Röhrchen spucken und abwarten

Nachdem du den DNA-Test von AncestryDNA bestellt hast, bekommst du ein kleines Paket zugeschickt, in dem sich eine Anleitung und ein Röhrchen befindet. Auf diesem Röhrchen ist eine Nummer angegeben, mit der du dich online auf der Webseite von AncestryDNA anmelden und ein Profil erstellen musst. Spucke anschließend in das Röhrchen und mische deinen Speichel mit dem beiliegenden Sekret. Danach kannst du das Röhrchen verschließen und mit der Post an die angegebene Adresse schicken.

Dann heißt es warten und die Frage, wer du eigentlich bist, spukt plötzlich noch viel präsenter in deinem Kopf herum. Ein paar Wochen später ist es dann endlich soweit und eine E-Mail in deinem Postfach hält einen Link zu deinem Ergebnis, zu deiner ganz eigenen DNA bereit – ein super spannender Moment!

Das Ergebnis: Die Antwort auf die Frage “Wer bin ich?”

Ich war richtig nervös und hatte sogar schwitzige Hände als die E-Mail in meinem Postfach aufpoppte. Ein Klick und ich würde die Antwort zu der Frage, die mich mein Leben lang beschäftigte, erfahren. Die Antwort auf die Frage: “Wer bin ich?”.

Und da stand es dann, schwarz auf weiß:
– 34% italienisch/griechisch
– 22% osteuropäisch
– 13% irisch
– 13% skandinavisch
– 5% britisch

momondo DNA

Die Enttäuschung

Moment mal, “Ich bin weder Spanier noch Deutscher?”, schoss es mir durch den Kopf, mein Körper erstarrte und mir lief ein kalter Schauer über den Rücken. 0% spanisch, 0% deutsch. So stand es da, auch als ich noch ein zweites und drittes Mal hinschaute. An der Statistik änderte sich rein gar nichts.

Aber in mir: Auf einmal kam all der Schmerz wieder hoch, den ich während meiner Kindheit und Jugend durchmachen musste. Die Diskriminierung, die ich durch meine spanischen Klassenkameraden erfahren musste, weil ich blond und blauäugig war. Die spöttischen Kommentare meiner Lehrer und Klassenkameraden in Deutschland, weil mein Deutsch nicht das beste war. Der Kampf mit mir selbst, die Wut gegenüber allem und jedem, weil ich mich so hilflos fühlte. Damals hatte ich einfach nicht verstanden, warum man mich so behandelte. Ich wusste nur, dass es nicht gerecht war, dass ich doch nichts für meine Herkunft, mein Anderssein konnte.

Und all die Jahre dachte ich, dass dieser Schmerz weggehen würde, sobald ich wüsste, woher ich genau komme und wer ich letztendlich bin. Das Gegenteil war nun der Fall: Der Schmerz ging nicht, sondern er kam wieder hoch und erwischte mich nun so richtig.

Denn mir wurde eins bewusst: All dieses Leid, das ich über die Jahre erfahren musste, war nicht nur ungerecht, sondern schlichtweg unnötig – um es geradeheraus zu sagen. Die Frage, ob ich nun Spanier oder Deutscher bin, ist und war irrelevant. Ich kann kaum in Worte fassen, wie ich mich in diesem Moment fühlte. Traurig, enttäuscht, wütend. Wütend, weil es mir nun noch ungerechter erschien, dass ich damals wegen meiner Herkunft diskriminiert wurde. Denn auf welcher Basis?

Die Ironie des Schicksals

Und dann kribbelte es auf einmal in meinem ganzen Körper und ich musste lachen. Ja, lachen. Mal wieder spielte die Ironie des Schicksals mit mir und mal wieder gewann sie. Ich hatte mir all die Jahre mehr oder weniger umsonst Gedanken gemacht. All das Leid, der Schmerz, die Wut – umsonst!

Zu gern hätte ich dieses Ergebnis mit all denjenigen geteilt, die mich damals diskriminiert haben, eben weil ich aus ihrer Sicht Deutscher oder Spanier und entsprechend anders war, um ihnen zu zeigen, dass ihr Handeln falsch war. Nicht nur, weil ich weder Spanier noch Deutscher bin, sondern weil die Frage der Herkunft so oder so irrelevant ist.

Wir sind alle gleich

Denn letztendlich teilen wir alle DNA miteinander, auch wenn es nur ein ganz kleines Fitzelchen ist. Irgendwie sind wir doch alle miteinander verwandt, alle multikulturell. Keiner gehört nur einer ethnischen Gruppe an, sondern hat über Generationen hinweg verschiedene Kulturen in sich gesammelt. Die momondo DNA Journey zeigt genau das und ist ein so wichtiger Beweis dafür, wie ähnlich wir uns alle sind.

Meiner Meinung nach sollte so ein DNA-Test Pflicht werden, damit jeder sieht, dass er mehrere Kulturen in sich trägt und es keinen Grund für Diskriminierung oder Rassismus gibt. Jeder, wirklich jeder, sollte wissen, dass die Herkunft keine Rolle spielt, sondern der Mensch selbst.

Bin ich nun jemand anders?

Denn bin ich jetzt jemand anderes, nur weil ich nun meine genaue Herkunft kenne? Nein. Ich bin noch genau der selbe Mensch wie vorher. Ich bin zwar weder Spanier noch Deutscher, aber ich bin immer noch Sebastian, 28 Jahre und Reiseblogger. In mir schlummert ein Italiener, ein Grieche, ein Osteuropäer, ein Ire, ein Skandinavier, ein Brite und so vieles mehr.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich so gerne reise und warum mich das Schicksal zum Reiseblogger machte. Mit jeder Reise entdecke ich ein Stückchen mehr von mir, mit jeder Reise finde ich mich selbst. Ich war bereits in Italien, Griechenland, in Osteuropa, Irland und Skandinavien – und es hat mir überall sehr gut gefallen. Aber ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft erneut in diese Länder reisen und dann mit einem anderen, wacheren Auge durch diese ziehen werde. Wahrscheinlich entdecke ich dann noch viel mehr Ähnlichkeiten, lerne mich noch besser kennen und verstehen – und ich freue mich jetzt schon darauf!

Ich bin Europäer – durch und durch!

Und auch jetzt, wo ich über meine ganz eigene momondo DNA Journey schreibe, muss ich wieder über meine Ergebnisse lachen. Auch jetzt spielt mir die Ironie des Schicksals wieder in die Karten. Denn die Antwort, die ich irgendwann ab Anfang 20 auf meinen Reisen auf die Frage gab, wo ich herkommen würde, war richtig und fühlte sich wohl genau deshalb auch so gut an: Ich bin nunmal Europäer – durch und durch.

Würdest du auch einen DNA-Test machen wollen? Wie denkst du über die momondo DNA Journey?

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3 Kommentare zu „Meine ganz eigene momondo DNA Journey

  1. soulcover-clothing.de on

    Hallo Sebastian, toller Beitrag, war mit Sicherheit eine Erfahrung wert. Aber genau das ist der springende Punkt, man ist dadurch niemand anderes. Man gehört zu der Nationalität zu der man sich berufen fühlt. Grundsätzlich ist es ja auch wiederum so, das Nationalität ähnlich wie die Religion nur diskriminiert und sich von anderen unterscheidet. Schön wird es mit dem Test erst dann wenn man merkt, dass man irgendwie ein bisschen von allem ist. Ich bin mir unschlüssig ob ich den Test machen würde. Denn eigentlich ist es mir ehrlich gesagt gleichgültig zu welcher Nationen ich angehöre.
    Gruß Dennis

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  2. Birgit Terletzki on

    Ich bin jetzt eher zufällig über diesen Post gestoßen, aber ich fand ihn sehr spannend. Irgendwie kann ich mir das noch nicht richtig vorstellen, dass man all das aus einer DNA lesen kann… Dennoch bin ich dadurch neugierig geworden, und werde es vielleicht auch mal testen. Vielleicht verstehe ich mich dann etwas besser, warum ich mit einigen Dingen so hadere oder es mich nur in bestimmte Regionen der Welt zieht und in andere nicht so sehr….

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